Deutscher Nachhaltigkeitspreis in Düsseldorf: neue Runde

Zum zweiten Mal ist die “next generation“ gefragt, beim DNP Online-Hackathon innerhalb kurzer Zeit frische Lösungen für den nachhaltigen Wandel zu finden. Am 7. und 8. September heißt es wieder: 24 Stunden non-stop reale Challenges führender Unternehmen bearbeiten und zur Transformation beitragen. Die Registrierung für den 2. Transformathon ist ab sofort möglich.

Nach erfolgreicher Premiere im letzten Jahr ruft der DNP erneut Azubis, Studierende, Doktorand:innen und Young Professionals mit Affinität zu Nachhaltigkeitsthemen auf, am DNP Transformathon teilzunehmen. Das Ziel: In Rekordzeit reale Challenges führender Unternehmen zu bearbeiten. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Das Siegerteam erhält ein Preisgeld von € 1.000,- pro Teammitglied sowie die Möglichkeit zur weiteren Realisierung der Idee durch den Ko-Host. Die diesjährigen Challenges werden einige Wochen vor Hackathon-Start bekannt gegeben. Registrierte Teilnehmende können anschließend ihre Präferenzen angeben und werden interdisziplinären Teams zugeteilt. Die Jury wählt die Finalisten aus, die am 1. und 2. Dezember in Düsseldorf vor dem Live-Publikum des Deutschen Nachhaltigkeitstages um den Sieg pitchen.

Sieger 2021: GeoGo – find your inner Nerd!

Unter dem Motto „Mit Faktor 10 den Wandel beschleunigen“ haben 2021 beim ersten Transformathon 150 Teilnehmende online und mit Unterstützung von Expert:innen innerhalb von 24 Stunden acht Challenges bearbeitet. Die Finalistenteams haben beim Deutschen Nachhaltigkeitstag im Dezember 2021 live in Düsseldorf gepitcht. Gewonnen hat das Team „GeoGo – find your inner Nerd!“, das die Challenge „Factor 10 Against The Mind Behaviour Gap“ des Ko-Host Gruner + Jahr (Geo) erfolgreich gelöst hat.

Rückblick 2021 und Online-Registrierung 2022 unter: Deutscher Nachhaltigkeitspreis: Transformathon 2022

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist die nationale Auszeichnung für Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Kommunen und Forschung. Mit acht Wettbewerben (darunter der Next Economy Award für „grüne Gründer“), über 1.000 Bewerbern und 2.000 Gästen zu den Veranstaltungen ist der Preis der größte seiner Art in Europa. Die Auszeichnung wird vergeben von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen. Rahmen für die Verleihung ist der Deutsche Nachhaltigkeitstag in Düsseldorf, die meistbesuchte jährliche Kommunikationsplattform zu den Themen nachhaltiger Entwicklung.

Landtag live – Wahl des Ministerpräsidenten im WDR Fernsehen

CDU und Grüne in Nordrhein-Westfalen befinden sich auf der Schlussgeraden ihrer Koalitionsverhandlungen. Ende des Monats soll der Koalitionsvertrag unter Dach und Fach sein, geplant ist, dass zwei Parteitage das Verhandlungsergebnis am letzten Juni-Wochenende absegnen. Am Dienstag, den 28. Juni, folgt dann die Wahl des Ministerpräsidenten im Landtag, so der Fahrplan. Die Wahl von Hendrik Wüst (CDU), dem bisherigen und mutmaßlich künftigen Regierungschef, steht für diesen Tag um 14:00 Uhr auf der Tagesordnung des Parlaments. Damit bekäme Nordrhein-Westfalen zum ersten Mal in der Landesgeschichte eine schwarz-grüne Regierung, etwa sechs Wochen nach der Landtagswahl vom 15. Mai. Das WDR Fernsehen überträgt die Wahl live aus dem Parlament in Düsseldorf. Die Wahl ist auch im Livestream und bei WDR Event zu verfolgen.

Moderation: Siham El-Maimouni

Redaktion: Nicolas Vordonarakis

Kommentator: Jochen Trum

Rheinmetall gewinnt Neukunden im Bereich E-Mobilität: Zuschlag für die Fertigung von Fahrwerksteilen für ein neues Elektrofahrzeug

Die Rheinmetall-Zentrale in Düsseldorf

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat mit seinem chinesischen Joint Venture KPSNC einen Neuauftrag im Wert von etwa 42 MioEUR über Lifetime erhalten. Es handelt sich dabei um Fahrwerksteile für ein Elektro-SUV eines neuen Players auf dem Markt für E-Mobility.

Der Auftragseingang wurde Mitte April 2022 eingebucht. Erste Teile werden bereits im Oktober 2022 geliefert. Serienstart ist im Januar 2024. Die Projektlaufzeit beträgt acht Jahre. Die Produktion wird „local for local“ im Werk Guangde/China erfolgen.

Rheinmetall konnte sich im Rahmen einer offiziellen Ausschreibung gegen lokale und internationale Wettbewerber durchsetzen. Der Gewinn der Ausschreibung ist einmal mehr Beleg für die erfolgreiche Konzernstrategie zur Bewältigung der Mobilitätswende. Rheinmetall baut seine Position im Bereich der alternativen Antriebe weiter konsequent aus. Als bewährter Technologiepartner der Automobilindustrie leistet Rheinmetall seit vielen Jahren wichtige Beiträge zur Optimierung und Entwicklung des Automobils – und somit auch zur eingeleiteten Energiewende. Der Konzern arbeitet auf dem Gebiet der E-Mobilität bereits mit verschiedenen namhaften Automobilherstellern zusammen, besitzt darüber hinaus aber auch die Kompetenz, neue Kunden zu gewinnen und in enger Zusammenarbeit zukunftsweisende Lösungen zu entwickeln.

Bei dem Auftraggeber handelt es sich um einen Neukunden für den Konzern, ein chinesisches Start-Up-Unternehmen mit steigenden Produktionszahlen, das rein auf die Produktion von E-Fahrzeugen spezialisiert ist. Bei dem Produkt handelt es sich um ein Fahrwerksteil, das im Niederdruckguss-Verfahren hergestellt wird und in Elektro-SUVs verbaut werden soll. Die Auslieferung an den Kunden erfolgt fertig bearbeitet und teilmontiert.

Rheinmetall ist bei diesem Vorhaben durch ein Joint Venture mit HUAYU Automotive Systems Co. Ltd. (HASCO), der Automobilkomponentendivision des chinesischen Automobilherstellers SAIC, vertreten. Rheinmetall hat zwei eng kooperierende Joint Ventures: in Europa die Unternehmensgruppe KS HUAYU AluTech GmbH und in China die HASCO KSPG Nonferrous Components (Shanghai) Co., Ltd. (KPSNC). In beiden Fällen halten Rheinmetall und sein JV-Partner HASCO jeweils 50 Prozent der Anteile.

Mit seiner Business Unit Castings ist Rheinmetall ein führender Hersteller von Aluminium-Leichtbauteilen mit Produktionsstätten in Deutschland und China. Das Produktportfolio umfasst Zylinderkurbelgehäuse und Zylinderköpfe, Strukturbauteile, Getriebe- und Fahrwerksteile sowie E-Mobility-Komponenten.

Multi-Channel-Management der Unternehmerschaft erfolgreich

Wird täglich mehrfach aktualisiert: unser Flaggschiff unternehmerschaft.de

Die Öffentlichkeitsarbeit der Unternehmerschaft Düsseldorf nutzt nahezu alle möglichen Kanäle für ihre interne und externe Kommunikationsarbeit und erhöht damit stetig ihre täglichen Kontakte zu den Mitgliedsunternehmen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie zu einer breiten Öffentlichkeit in der Wirtschaftsregion Düsseldorf.

Highlights sind die Informations- und Kommunikationsplattform www.unternehmerschaft.de mit rund 500 Leserinnen und Lesern pro Tag, das Wirtschaftsmagazin „Düsseldorfer Wirtschaft“ auf Antenne Düsseldorf mit rund 25.000 Hörerinnen und Hörern pro Woche und unsere beiden Wirtschafts-Podcasts mit rund 200 – 300 Downloads pro Woche. Hier warten wir mit tagesaktuellen Wirtschaftsmeldungen aus den Unternehmen und den Verbänden auf. unternehmerschaft.de wird mehrfach täglich aktualisiert. Auch in unserer Radiosendung und in den Podcasts gibt es immer die tagesaktuellen Meldungen aus der lokalen Wirtschaft.

In SocialMedia sind wir ebenso aktiv. Insgesamt freuen wir uns auf Facebook, Instagram und unter anderem Twitter auf rund 3.500 Followerinnen und Follower – noch viel viel mehr Menschen schauen sich unsere Beiträge an. Gerne laden wir alle ein, unsere Kanäle zu abonnieren und zu liken. Unsere internen Rundschreiben werden pro Info an über 7.000 Abonnenten verschickt.

Bis zu 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzen unsere vielfältigen Onlineangebote: Workshops, Seminare, Impulsreferate, Livestreams und Remote-Produktionen gehören zu unserem Portfolio. Auch unsere analogen Veranstaltungen erfreuen sich größter Beliebtheit mit 10 bis 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer pro Event.

So erreichen wir als größtes Arbeitgebernetzwerk in Düsseldorf pro Woche mehrere tausend Userinnen und User über unsere analogen und digitalen Angebote.

Das Düsseldorfer ifaa wird 60 – Wegweiser für die Arbeit der Zukunft

Seit 60 Jahren unterstützt das ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft mit Sitz in Düsseldorf bundesweit die Arbeitgeberverbände und deren Mitgliedsunternehmen mit seiner Kompetenz für die Gestaltung von Arbeits- und Betriebswelten. In diesen Tagen feierte das Institut jetzt seinen Geburtstag.

„Das ifaa erarbeitet betrieblich umsetzbare Lösungen auf solider wissenschaftlicher Basis. Die Themenschwerpunkte reichen von Arbeitszeitgestaltung, über Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz bis hin zum Arbeitsschutz und zur arbeitsbezogenen psychischen Belastung.“, so eröffnete Prof. Dr. Sascha Stowasser, Direktor des ifaa das Jubiläumskolloquium.

In Düsseldorf kamen über 120 Vertreter aus Wissenschaft, Verbänden und Unternehmen zusammen, um gemeinsam das Jubiläum des arbeitswissenschaftlichen Instituts zu feiern. Darunter Oliver Zander, Hauptgeschäftsführer von Gesamtmetall, der die Bedeutung der Arbeit des ifaa unterstrich: „Die wissenschaftliche Basis ist das A und O für eine realistische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Arbeitswelt von heute und morgen.“ Glückwünsche überreichte auch Staatsekretärin des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales Lilian Tschan.

Unsere Stadt wird immer beliebter und lebenswerter

Düsseldorf gehört zu den fünf lebenwertesten Metropolen in Deutschland. Das ist das Ergebnis einer weltweiten Studie der britischen „Economist“-Gruppe (23. Juni 2022). Demnach gehört unsere Stadt in dem Ranking zu den Gewinnern des vergangenen Jahres. Das Angebot an Geschäften, Restaurants und Museen spielt in dem Ranking eine Rolle. Aber auch das Gesundheitssystem, das Bildungswesen und die Sicherheit, berichtet heute Antenne Düsseldorf. Bei den beiden letzten Punkten liege Deutschland aber nicht in der Spitzengruppe. Düsseldorf steht dieses Jahr weltweit auf Platz 22 und hat rund 30 Plätze gut gemacht. In Deutschland gelten demnach nur Frankfurt, Berlin, Hamburg und München als lebenswerter. Weltweit belegt Wien den ersten Platz. Die Macher der Studie sehen die Folgen des Ukraine-Krieges als größtes Risiko für die Lebensqualität in den kommenden Monaten.

Quelle: Antenne Düsseldorf

Weitere Infos und Links zum Thema

Hintergründe zur Studie:

Ranking der „Economist“-Gruppe:

Umfrage der Stadt von 2020 zur Lebensqualität in Düsseldorf:

Düsseldorfer Schülerfirma gewinnt Silber in Bundeswettbewerb

Die Schülerfirma Düsselrein vom Max-Planck-Gymnasium aus Düsseldorf sicherte sich beim Bundeswettbewerb in Köln den 2. Platz.  Düsselrein stellt Seife aus altem Bier und Fetten wie Kokos- und Olivenöl her. Dafür nutzen sie nicht mehr verwendbares Altbier der Düsseldorfer Traditionsbrauerei Schumacher. Zusätzlich gewannen die Düsseldorfer den Sonderpreis „Bester JUNIOR Geschäftsbericht“ der Deloitte-Stiftung. Der 1. Platz ging an das Unternehmen „Carducation“ von der Eichendorffschule aus dem hessischen Kelkheim mit einem Kartenspiel zum Klimawandel. Bronze ging an „Plattebauk“ vom Gymnasium Haren (Niedersachsen) mit der Idee eines plattdeutschen Kinderbuches.

https://bwnrw.de/schulewirtschaft/aktuelles/junior-bundeswettbewerb-d%C3%BCsselrein-belegt-2-platz

Expansion und Digitalisierung – DRK-Bildungszentrum reagiert auf Anforderungen der Pandemie

Das DRK-Bildungszentrum Düsseldorf weist mehr als 30 Jahre Erfahrung in der rettungsdienstlichen Aus-, Fort- und Weiterbildung auf. Das eigene Simulations- und Trainingszentrum zählt zu den modernen Ausbildungsstätten im Rettungsdienst und der Notfallmedizin in Deutschland. Trotz vieler Herausforderungen, die die Corona-Pandemie mit sich bringt, konnte das Fundament der Bildungseinrichtung weiter gefestigt, das Angebot ausgebaut und um weiteres technisches Equipment erweitert werden.

Die vergangenen zwei Jahre stellten viele neue Anforderungen an die Berufsfachschule für Notfallsanitäter. Dennoch ist es dem Bildungszentrum des DRK-Düsseldorf gelungen, gesund und stabil durch die Pandemie zu kommen, Mitarbeiter bei ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen und eine Kontinuität beim Lehrpersonal zu gewährleisten. Viele Dozenten blicken auf mehr als zehn oder 15 Jahre Betriebszugehörigkeit zurück; Schulleiter Ralf Nickut ist sogar seit 30 Jahren im DRK-Bildungszentrum tätig: „Unsere jungen Lehrkräfte werden mit speziellen Coachings und durch eine teilweise auch finanzielle Förderung ihrer Masterstudiengänge unterstützt. Außerdem sind wir sehr stolz darauf, dass wir uns trotz der erschwerten Bedingungen in den vergangenen Jahren auch in Bezug auf unser Qualitätsmanagement weiterentwickeln konnten. Dafür sprechen unsere sehr guten Audit-Ergebnisse“.

Jetzt konnte das DRK-Bildungszentrum mit Fördermitteln des Landes NRW auch die Lehr- und Lern-Strukturen ausbauen und den Schwerpunkt dabei auf die digitale Unterrichtsgestaltung und Simulation legen. Hierfür wurde die Schule mit digitalen Tafeln für die Unterrichtsräume, Tablets für alle Lehrkräfte und Auszubildende, Drucker sowie die zugehörige Software ausgestattet und die LAN- und WLAN-Verbindungen ausgebaut. Zusätzlich wurden 270 iPad für Lehrkräfte, Praxisanleiter und Azubis gekauft. Streaming von Unterricht aus dem Klassenraum in die Wohnungen der Azubis zur Sicherung des Distanzunterrichts ist ebenso selbstverständlich wie Online-Unterricht auf dem eigenen Lernportal. Hier werden Aufgabenstellungen bearbeitet, Lerninhalte ausgetauscht, Einsatzberichte reflektiert und in digitalen Klassenräumen diskutiert. Und auch die präklinische Simulation wird weiter ausgebaut, ein neues Skills-Lab und ein zweiter schuleigener Rettungswagen wurden bereits in Betrieb genommen.

 

Seit dem Jahr 2021 wurde das DRK-Bildungszentrum auf eine Fläche von etwa 2.000 Quadratmeter erweitert und ist an zwei Standorten in Düsseldorf mit Simulations- und Trainingsbereichen, 16 Unterrichtsräumen, Desinfektions- und Logistikbereichen, Büroarbeitsplätzen für 26 Mitarbeitende sowie Sozialräumen für Auszubildende und Fortbildungsteilnehmer präsent. „Die Expansion wurde notwendig, als wir in beiden Berufsfachschulen trotz der Pandemiesituation neue und zusätzliche Ausbildungsangebote aufgebaut haben“, erklärt Ralf Nickut. Seit etwa einem Jahr bietet das DRK-Bildungszentrum zum Beispiel. die generalistische Pflegeausbildung, die Pflegefachassistenzausbildung, Weiterbildungsangebote und zusätzliche Rettungssanitäter-Lehrgänge an. Außerdem stieg auch die Schülerzahl in der Notfallsanitäter-Ausbildung weiter stark an. „Insbesondere in der Pandemiephase wurde deutlich, dass eine entsprechende Ausstattung in der Rettungsdienstausbildung wichtig und notwendig ist, um maximal viele Auszubildende am Unterricht teilhaben lassen zu können“, so Ralf Nickut. „Das DRK-Bildungszentrum möchte digitale Methoden ganzheitlich im Unterricht einsetzen, um so den gesellschaftlichen und berufspolitischen Anforderungen an eine zeitgemäße Ausbildung von Mitarbeitenden im Rettungsdienst auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft und in einem möglichst berufsrealen Ausbildungsumfeld sicherzustellen“.

Livestreaming und hybride Events 2.0: One-Hit-Wonder oder ein Genre mit Zukunft

Livestreams und hybride Events, die eine reine 1:1-Abbildung liefern, sind Old-School. Es kommt darauf an, dass die vielfältigen Möglichkeiten neu entdeckt und spielerisch orchestriert werden, meint Frank Wiedemer, der für uns erfolgreich u.a. Livestreams, Remoteevents und Podcasts produziert.

Es ist noch gar nicht allzu lange her, da waren die Begriffe Livestreaming und hybride Events etwas für eingeweihte Technikfreaks. Heute, im Sommer 2022, können die meisten von uns ein Lied über virtuelle Meetings mit ZOOM, MS-Teams oder WebEx singen. Die Strophen handeln von Webcams und Mikrofonen, von Bandbreiten und Netzwerkverbindungen, von Greenscreens und virtuellen Hintergründen. Zwar haben zwei Jahre Pandemie der Digitalisierung einen kräftigen Schub versetzt, aber jetzt hängt der Song zu den Ohren heraus. Bleiben Livestreams und hybride Events als One-Hit-Wonder in Erinnerung, oder steckt ein bislang unbekanntes Genre aktuell in einem Zwischentief und steigt bald zu neuen Höhen auf? Ein Hintergrundbericht von Frank Wiedemeier.

Vielleicht hilft es, wenn wir uns die Eigenschaften digitaler Events nochmals vergegenwärtigen, sozusagen die Noten genauer unter die Lupe nehmen. Wir haben die Mikros und Webcams unserer Laptops entdeckt, weil persönliche Treffen schlicht nicht möglich waren. Zu groß die berechtigte Sorge vor Ansteckung und weiterer Ausbreitung der Pandemie. Gewissermaßen ein Instrument zur Pandemieeingrenzung, aber auch, um trotz Einschränkungen weiterhin in Kontakt und Austausch zu bleiben. Zunächst im Kleinen, innerhalb privater Communities, recht schnell dann auch im Großen, innerhalb von Unternehmen, lokal, regional, international.

Serviceanbieter von Videoplattformen erkannten ihre Chancen, bauten Angebote sukzessive aus, gestalteten immer benutzerfreundlichere Software. Auf Seiten der Anwender wuchs mit jedem weiteren virtuellen Meeting die Sicherheit im Umgang mit unterschiedlichsten Softwareprodukten. Was ehemals nur wenige interessierte, wurde zum digitalen Allgemeinwissen. Virtuelles Leben, auf zahlreichen Kanälen, zu jeder Zeit.

Ich selbst habe bis zum März 2020 die Videofunktion meines Laptops nur gelegentlich benutzt, die meiner Kameras selten. Sowohl der zeitliche Aufwand zur Erstellung und Nachbearbeitung als auch die notwendige Investition in Rechnerleistung war mir zu hoch. Mit Beginn der Pandemie hat sich diese Sicht schlagartig geändert.

Mich haben die neu entdeckten Möglichkeiten gepackt. Einerseits aus unternehmerischem Interesse, denn mein Arbeitsbereich der fotografischen Eventdokumentation kam binnen kürzester Zeit völlig zum Erliegen und es musste eine neue Einkommensquelle erschlossen werden. Andererseits auf Grund der für mich zunehmend erkennbarer werdenden Instrumente, ihrer individuellen Klänge und der damit verbundenen Chancen zur Gestaltung. Heute sehe ich längst kein einzelnes Instrument mehr. Ich sehe einen ganzes Orchester und damit die Option auf vielfältige und abwechslungsreiche audiovisuelle Streams.

Worin liegen aber die Gründe für das Spielen nach den immer gleichen Noten in immer gleicher Abfolge?

Wir wollen Sicherheit. Ein Wunsch, der in der Natur des Menschen fest verankert ist. So ist der spielerische Umgang aus der Anfangsphase, starren Abfolgen und Strukturen gewichen. Erstmals erprobte und dann in der Realisation einstudierte Streamingszenarien werden verfestigt und auf immer gleiche Weise umgesetzt. Das ist sinnvoll und gut, denn nicht jedes Event, jedes Meeting braucht Aufnahmen aus mehreren Perspektiven, eine abwechslungsreiche Lichtführung oder die kreative Kombination aus den zahlreichen Möglichkeiten zur Interaktion zwischen Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor Ort und vor den Endgeräten. Und ja, je mehr die zahlreichen Möglichkeiten miteinander kombiniert und aufeinander abgestimmt werden müssen, desto mehr kann auch einmal nicht alles nach Plan funktionieren. Daher macht Abwägung von Aufwand und die damit einhergehenden möglichen Risiken auf jeden Fall Sinn.

Wenn aber damit eine Richtung eingeschlagen wird, die zur Folge hat, dass jedes digitale Event in der immer gleichen Art und Weise produziert wird, ist Langeweile und Übersättigung vorprogrammiert. Wenn Chancen und Möglichkeiten ungenutzt bleiben und das gelöste Spielen der digitalen Klaviatur ausbleibt, gibt es keine neuen audiovisuellen Sounds. Was abhilft, ist ein „Zurück auf Anfang“, aber mit den vielfältigen Erfahrungen aus den bisher produzierten Livestreams und hybriden Events.

Mehr Abwechslung

So einfach, so wahr. Wer Menschen vor den Bildschirmen erreichen möchte, muss audiovisuelle Erlebnisse schaffen. Dazu gehören Aufnahmen aus mehreren Perspektiven, die live und lebendig miteinander kombiniert werden: Totale, Halbtotale, Close-up, gepaart mit ansprechenden Sounds. Wer bewegen will, muss bewegende Bilder liefern.

Mehr Einstimmung

Während Gäste im Studio nicht selten durch das Erlebnis des gesamten Settings in die Szenerie hereingeholt werden, bleibt den Gästen vor dem Bildschirm allenfalls der Blick auf einen Countdown. Eine einfache Lösung ist ein Livegehen bereits vor dem eigentlichen Sendetermin, vom Ort des Geschehens, um auch hier ein erstes Interesse zu wecken. In einem weiteren Schritt sorgt eine unverfängliche Eisbrecherfrage, gestellt über ein passendes Tool, dafür, dass sich auch Zugeschaltete von Beginn an als Teil des wahrgenommenen Publikums sehen.

Mehr Interaktion

TV und Radio machen es erfolgreich vor: Die Einbindung von Zuschauern über möglichst einfache Kanäle. Warum also nicht noch mehr als bislang Verbindungen zwischen Sprecherinnen und Sprechern von Ort schaffen und Gelegenheit zur Interaktion bieten? Umfragetools vermehrt einsetzen und digitale Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit deren eigenem Videobild zuschalten und damit allen Mehrwert bieten.

Mehr Varianten

Durch geeignete Soft- und Hardware können einzelne Videostreams aus bestehenden Konferenzschaltungen herausgelöst und zu völlig neuen und individuellen Screenlayouts kombiniert werden. Pin-Farming gehört der Vergangenheit an. Leistungsfähige Netzwerkprotokolle, wie NDI und SRT, schaffen die Basis, um über einen einfachen Link Videostreams direkt vom Handy, Tablet oder PC in die Bildregie zu senden und virtuelle Produktionen zu realisieren.

Mehr Fokussierung

Insbesondere bei Fachveranstaltungen fällt immer wieder auf, das Vorträge wesentlich plakativer, visuell ansprechender und weniger kleinteilig aufbereitet werden müssen. Dies erhöht die Aufmerksamkeit der Zuschauer im Raum und vor den Monitoren. Frust und schwindendes Interesse ist vorprogrammiert, wenn Referentinnen und Referenten sich in Details verlieren und nicht auf den Punkt kommen. Ein entsprechendes Vortragstraining in Form einer Generalprobe samt Aufzeichnung optimiert Vorträge für alle Beteiligten.

Mehr Plattformen

Ob direkt vom Ort des Geschehens über einen leistungsfähigen Encoder oder über einen speziellen Dienst mit der Möglichkeit zur gleichzeitigen Streamdistribution: mit Multistreaming können Zuschauerzahlen in die Höhe getrieben werden. Flankiert durch ein aktives Social-Media-Team und mit Hilfe geeigneter Software können die Reaktionen der Zuschauer live eingeblendet werden.

Mehr Konzentration

Die klassische Laufzeit für einen TV-Beitrag liegt bei rund 90 Sekunden, die Länge eines gesprochenen Radiobeitrags bei 90 bis 300 Sekunden und die durchschnittliche Textlänge eines Zeitungsartikels liegt bei knapp 800 Zeichen. Dies steht im krassen Gegensatz zu Vorträgen von 20 oder mehr Minuten Dauer. Drei Gründe mehr, um Beiträge, welcher Art auch immer, so anzupassen, dass einerseits die Botschaft und andererseits die Zielgruppe nicht verloren geht. Hier gilt ganz klar „Weniger ist mehr“.

Mehr Vermarktung

Auch hier muss das Rad nicht neu erfunden werden. Wie Streamingserien, so können auch Fachvorträge den Cliffhanger nutzen und so aufbereitet werden, dass ein kurzer Beitrag die wesentlichen Punkt aufzeigt und anreißt, und ein weiterer Beitrag – oder gar mehrere Beiträge – die Vertiefung bringen. Auf diese Weise werden Kernbotschaften plakativ gesetzt und Chancen aufgebaut, um umfangreicheres Wissen in Form von „Video- on-demand“ über geeignete Plattformen zu publizieren. Zusätzlich besteht die Möglichkeit zur Monetarisierung des aufbereiteten Wissens.

Mehr Sicherheit

Je umfangreicher die Produktion und je vielfältiger die eingesetzten Technologien, desto höher ist auch die Möglichkeit des Ausfalls einzelner Systeme. Um im Bild zu bleiben: der Ton wird nicht getroffen, bei beherztem Spiel reißt eine Saite, ein Übertragungskabel hat eine Schwachstelle. Alles kein Problem, wenn ein dem Event angemessenes redundantes System installiert ist. Dies gilt sowohl für sämtlich eingesetzte Audio- und Videotechnik als auch für den mitunter anfälligen Distributionsweg Internet.

Fazit

Livestreams und hybride Events, die eine reine 1:1-Abbildung liefern, sind Old-School. Es kommt darauf an, dass die vielfältigen Möglichkeiten neu entdeckt und spielerisch orchestriert werden. So entstehen audiovisuelle Sounds, die Zuschauer – ob vor Ort oder an den Bildschirmen – gleichermaßen genießen und attraktiv finden.


Autor:
Frank Wiedemeier M.A. (54) Senior Content Producer

Wiedemeier Kommunikation GmbH Mühlenkamp 54
41352 Korschenbroich

wiedemeier-kommunikation.de streamboxstudios.com

E-Mail: wiedemeier@wiedemeier-kommunikation.de Telefon: 0175-4525234

Britta Zur: von der Polizeipräsidenten in Gelsenkirchen zur Dezernentin in Düsseldorf

Britta Zur erhielt ihre Ernennungsurkunde zur Beigeordneten für Sport und Bürgerservices – mit Wirkung zum 1. August – aus den Händen von OB Dr. Stephan Keller. Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf

Britta Zur, ab 1. August Beigeordnete für Sport und Bürgerservices, hat am Mittwoch, 22. Juni, ihre Ernennungsurkunde aus den Händen von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller erhalten.

Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf hat Britta Zur in seiner April-Sitzung mit großer Mehrheit für acht Jahre zur Beigeordneten für Sport und Bürgerservices gewählt. Am Mittwoch, 22. Juni, erhielt sie ihre Ernennungsurkunde – mit Wirkung zum 1. August – aus den Händen von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller.

Britta Zur ist seit Ende 2019 Polizeipräsidentin in Gelsenkirchen und steht damit an der Spitze einer Behörde mit 1.700 Mitarbeitenden. Zuvor war sie zwölf Jahre in der Düsseldorfer Justiz tätig – zunächst als Richterin, dann als Dezernentin, zuletzt ab 2009 als Staatsanwältin und Sprecherin der Staatsanwaltschaft Düsseldorf. Die Wahl-Düsseldorferin (zwei Kinder) hat Rechtswissenschaften an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn studiert und ihr Rechtsreferendariat am Landgericht Krefeld absolviert.

Zur wird ihre Amtsgeschäfte am 1. August aufnehmen.