Michael Grütering: Ukraine-Flüchtlinge schnell in den Arbeitsmarkt integrieren- Wirtschaft steht bereit

Immer mehr Flüchtlinge kommen in Düsseldorf an. Bisher wurden 1.500 Menschen aus der Ukraine in kommunal organisierten Unterkünften untergebracht. Deshalb fordert Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer der Düsseldorfer Arbeitgeberverbände, die Geflüchteten so schnell wie möglich in Arbeit zu vermitteln : „Auf der einen Seite leiden die Betriebe in unserer Stadt unter dem Arbeitskräftemangel, der sich auch noch verschärfen wird. Auf der anderen Seite kommen nun gut ausgebildete Fachkräfte in die Stadt. Soweit die Menschen arbeiten möchten steht die Wirtschaft bereit.“ Daher sei es wichtig, dass Behörden und unsere regionalen Arbeitsagenturen schnell den Weg von der Ankunft in die Arbeit freimachten“. Rechtlich sei das bereits durch §24 des deutschen Aufenthaltsgesetzes möglich: Auf dieser Basis erhalten Geflüchtete aus der Ukraine ohne Einzelfallprüfung einen humanitären Aufenthaltstitel für ein Jahr, der auf bis zu drei Jahre verlängert werden kann. Damit einher geht die schnelle  Arbeitserlaubnis. Michael Grütering: „Die Verantwortlichen in der Stadt sollten kurzfristig schauen, welche Qualifikationen die Menschen mitbringen, und auf welche offenen Stellen sie im besten Fall direkt vermittelt werden können und wollen . Die Ukrainer sind Europäer, viele sprechen Englisch oder auch Deutsch“, so Michael Grütering.

Ericsson als ‚Leader‘ im Bereich 5G-Infrastruktur eingestuft

Fredrik Jejdling, Executive Vice President und Head of Networks bei Ericsson, sagt: „Es freut uns sehr, dass Ericssons 5G-Vision – von der Vordenkerrolle bis hin zur effektiven Zusammenarbeit mit der Industrie – und unsere Fähigkeit, 5G auszurollen, erneut von Gartner mit dem Prädikat ‚Leader‘ ausgezeichnet wurde.“ 

Der vor kurzem veröffentlichte Report „Magic Quadrant for 5G Network Infrastructure for Communications Service Providers“ stuft das Düsseldorfer Kommunikationsunternehmen Ericsson im Leaders-Quadranten ein und zeichnet das Unternehmen zudem als führend hinsichtlich seiner Fähigkeit zur Umsetzung aus. Ericsson wurde bereits im entsprechenden Bericht für das Jahr 2021 als Leader eingestuft – dem ersten Jahr, in dem Gartner einen Bericht über die 5G-Netzinfrastrukturen für Mobilfunknetzbetreiber durchführte.

Anbieter von 5G-Lösungen für Mobilfunknetzbetreiber werden von Gartner-Experten umfassend und unabhängig auf die Vollständigkeit ihrer Vision und ihre Fähigkeit zur Umsetzung geprüft und bewertet, um einen Marktüberblick zum Bereich 5G-Infrastruktur zu erhalten. Hierbei wird der Bereich Ende-zu-Ende betrachtet. Hierzu zählen: Produkte, Dienstleistungen, Betriebsabläufe, Vertriebsabwicklung, Preisgestaltung, Reaktionsfähigkeit auf den Markt, Erfolgsbilanz, Marketingumsetzung, Kundenerlebnis und Gesamtumsetzbarkeit.

Fredrik Jejdling, Executive Vice President und Head of Networks bei Ericsson, sagt: „Es freut uns sehr, dass Ericssons 5G-Vision – von der Vordenkerrolle bis hin zur effektiven Zusammenarbeit mit der Industrie – und unsere Fähigkeit, 5G auszurollen, erneut von Gartner mit dem Prädikat ‚Leader‘ ausgezeichnet wurde. Wir sehen unsere Positionierung im ‚Gartner Magic Quadrant for 5G Network Infrastructure for Communications Service Providers‘ als Bestätigung unseres Engagements, die Bedürfnisse unserer Kunden stets im Blick zu haben.“

Als Branchenführer bei 5G-Netzen hat Ericsson derzeit 170 kommerzielle 5G-Vereinbarungen mit einzelnen Mobilfunknetzbetreibern abgeschlossen und betreibt weltweit 114 5G-Live-Netze.

Den vollständigen Report können Sie hier herunterladen:

https://www.ericsson.com/en/5g/forms/gartner-2022

Deshalb werden auch Smartphones und Elektrofahrzeuge deutlich teurer

Für viele Verbraucher wird der Krieg in der Ukraine beim Blick auf die Gas- und Stromrechnungen oder die Zapfsäule sichtbar. Putins Angriffskrieg krempelt jedoch nicht nur den Energiemarkt um, sondern treibt auch die Preise für Elektrofahrzeuge und Smartphones in die Höhe. Ein Überblick über ökonomische Kriegsfolgen.

+ Nachdem vor allem Staaten Sanktionen gegen Russland verhängt haben, wenden sich nun immer mehr große Ölkonzerne gegen das Land. Die Folge: Westliche Staaten kaufen die russische Ölsorte Urals nicht mehr und schwenken auf andere Sorten um. Ein Blick auf die Preisunterschiede der Sorten Brent, welche in der Nordsee gefördert wird, und des russischen Urals zeigt die Auswirkungen: Lag die Differenz am Tag vor Kriegsbeginn noch bei weniger als zwei Cent, waren es heute Morgen (11.03.) rund zehn Cent. Der anfängliche Panikmodus am Ölmarkt scheint jedoch vorübergehend wieder zu verschwinden, am 7. März betrug die Differenz noch 22 Cent. Besonders stark schwankt der Preis der Nordseesorte Brent. Er stieg in den ersten zwei Wochen des Krieges um 30 Dollar an und hat danach fast 20 Dollar wieder abgegeben, was erstmal für eine Beruhigung des Marktes spricht.

+ Auch die Charterpreise für Öltanker werden immer teurer. Grund: Das Russland-Öl (geliefert in Pipelines) fällt weg. Das „neue“ Öl muss in der Regel durch Schiffen geliefert werden. Auch Tanker, die verarbeitete Produkte wie Benzin oder Diesel transportieren, werden immer teurer.

+ Akkus bzw. Batterien werden hergestellt u.a. mit Kobalt, Lithium und Nickel. Die Preise für die drei Rohstoffe waren bereits vor dem Krieg rekordverdächtig – allein im März ist der Preis für Lithium noch einmal um mehr als zehn Prozent gestiegen. Folge: In den kommenden Jahren dürfte Batteriezellen wieder teurer werden.

Mit Material der IW Köln

Der Krieg: Drei Szenarien

Neben dem unermesslichen menschlichen Leid hat der Krieg in Europa auch Folgen für unsere Unternehmen. Diese Folgen sind heute noch nicht absehbar. Im Gespräch mit der Rheinischen Post entwickelt Professor Michael Grömling von unserem Kölner Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) drei mögliche Szenarien.

  1. PUTIN SIEGT! Die Ukraine wird auf den Stand eines Entwicklungslandes zurückfallen. Die Produktionsstandorte sind zerstört. Investitionen bleiben aus. Junge Menschen kehren nicht wieder zurück oder verlassen das Land. Russland selbst würde sich vom Welthandel abschneiden. Handelsströme werden noch mehr gekappt. Es gibt keinen Zugang mehr zu neuen Technologien. Und: es käme zu einer Zweiteilung der Weltwirtschaft! Auf der einen Seite der Westen – auf der anderen Seite Russland und China.
  2. EIN PATT! Im besten Falle kann die Ukraine ein souveränes Land bleiben. Wichtig für das Land wäre, ob der Westen beim Wiederaufbau des Landes helfen darf. Ein Patt gäbe Deutschland Zeit für einen Umbau der Energiewende. Russland hätte die Möglichkeit, seine Geschäftsmodelle umzudenken. Bislang lebt das Land vom Rohstoff-Verkauf, was keine Zukunft haben wird. Dieses Szenario wäre das Einzige, in dem Putin sein politisches Überleben sichern könnte.
  3. DER KRIEG WEITET SICH AUS! Dies wäre die schlechteste Version. Die Krieg würde eskalieren und die Nato müsste eingreifen. Neben dem menschlichen Leid droht eine weltweite Depression. Die meisten Investitionen würden einbrechen (Ausnahme wäre die Rüstungsindustrie). Die Verbraucher verfielen ins „Angstsparen“. Die Preise explodieren, auch weil es weniger zu kaufen gibt.

MEINUNG: Unser Text ist die sehr stark verkürzte Zusammenfassung eines Leitartikels von RP- Wirtschaftsredakteurin Antje Höning. Im Artikel sind mehr Risiken und auch mehr Chancen formuliert. Es wird aber deutlichen, dass alle drei Szenarien für die Unternehmen in Düsseldorf problematisch werden können. Weit über 90 Prozent der Betriebe sind abhängig vom Außenhandel – einige Unternehmen lebten bisher teilweise von ihren Geschäftskontakten mit Russland und der Ukraine, wenn auch der Anteil des Außenhandels mit der Ukraine und Russland am Gesamtvolumen bei unter 3 Prozent liegt. Die Folgen werden uns alle treffen. Denken wir nur an die deutlich steigenden Energie- und Rohstoffpreise. Zudem werden sich die Lieferprobleme und Lieferengpässe teilweise verschärfen, sagte Andreas Mühlberg, Geschäftsführer des Außenhandelsverbandes NRW in der 83. Folge des Podcasts „Düsseldorfer Wirtschaft“. Die Betriebe in Düsseldorf, NRW und Deutschland rechnen außerdem mit deutlichen Folgeproblemen. Wie es weitergeht werden wir auch auf unserem „Düsseldorfer Arbeitgebertag 2022“ im Mai besprechen.

Quelle: Der Quelltext ist im kostenpflichtigen Teil der RHEINISCHEN POST nachzulesen! (Foto: IW Köln)

Weg vom russischen Gas

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hält einen Lieferstopp von russischem Gas für „handhabbar“. Tatsächlich birgt er aber ein unkalkulierbares Risiko. Bereits der Ausfall von Nord Stream 1 oder der Ukraine-Leitung würde für hohe Kosten sorgen.

Der Angriffskrieg gegen die Ukraine sorgt für hitzige Debatten: Wird es ohne russisches Gas gehen? Wenn ja: Wie lange? Vor Kurzem hat sich die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina dazu eindeutig positioniert: Sie hält einen Lieferstopp von russischem Gas für „handhabbar“, heißt es in einer Stellungnahme. Die Lücken könnten mit Flüssiggas, Reserven und mittelfristig mit erneuerbaren Energien aufgefangen werden. Tatsächlich aber bietet ein vollständiger Lieferstopp ein unkalkulierbares Risiko. Ein Lieferstopp von Nord Stream 1 oder der Ukraine-Leitung wäre mengenmäßig für eine gewisse Zeit kompensierbar, würde aber durch sehr hohe Preise große Schäden verursachen.

Kurzfristig soll vor allem Flüssiggas (LNG) fehlende Gasmengen ersetzen. Würde das komplette russische Pipelinegas ausbleiben, entstünde laut des Thinktanks Bruegel eine Lücke von 1.550 TWh. Dem gegenüber standen 2021 freie LNG-Kapazitäten von etwa 1.160 TWh. Das Problem dabei: Die tatsächlich nutzbaren Kapazitäten sind deutlich geringer. Neben den begrenzten Produktionskapazitäten in den Exportländern und den meist langfristigen LNG-Verträgen hapert es  vor allem am innereuropäischen LNG-Weitertransport. Das europäische Gasnetz kann die besonders an LNG-Häfen in Spanien und Frankreich ankommenden Mengen nur zu einem Teil in besonders betroffene Länder in Mittel- und Osteuropa transportieren. In diesen Ländern fehlt es auch an Infrastruktur wie Speichern, um eine kurzfristige Umstellung der Gasversorgung zu ermöglichen.

Darüber hinaus verweist die Leopoldina als kurzfristige Lösung auf einen geringeren Verbrauch: Das würde vor allem die Industrie treffen, die über einen längeren Zeitraum erhebliche Einschränkungen ihrer Produktion hinnehmen müsste. Damit einher ginge ein hohes wirtschaftliches und soziales Risiko: Kurzarbeit oder gar Arbeitslosigkeit werden von der Leopoldina nicht thematisiert. Zudem ist unwahrscheinlich, dass deutsche und europäische Privatverbraucher und Unternehmen ihren Verbrauch aus Solidarität zur Ukraine einschränken – sogar über Jahre. Dadurch droht die Gefahr, dass Sanktionen nicht durchgehalten werden und rückgängig gemacht werden müssten.

Eine gemeinsame europäische LNG-Beschaffung könnte etwas Luft verschaffen: Würde Europa gemeinsam LNG auf dem Weltmarkt einkaufen, wäre die Verhandlungsstrategie deutlich komfortabler, als wenn Länder wie Deutschland oder Polen für sich allein verhandeln. Alternativ könnte auch der Staat möglichst viel am LNG-Markt kaufen und marktgerecht im Inland anbieten, das würde die Nachfrage nach russischem Gas senken, während der Staat Defizite selbst finanzieren würde. „Verantwortliche Politik muss die Gesamtwirkung, die durch Kollateraleffekte beim Import kritischer Rohstoffe und weiter ausgeweiteten Produktionsausfall drohen kann, beachten“, sagt IW-Direktor Michael Hüther. „Mittelfristig müssen wir alles tun, um vom russischen Gas unabhängig zu werden und dafür den Ausbau erneuerbarer Energien forcieren.“

 

METALL NRW und IG Metall fordern durchgreifende Maßnahmen zur Senkung von Energie- und Kraftstoffpreisen

Die Sozialpartner METALL NRW und IG Metall NRW verurteilen den völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine auf das Schärfste und unterstützen die bisherigen Entscheidungen der Politik in Deutschland und Europa. Binnen weniger Tage hat sich jetzt die energiewirtschaftliche Lage für unser Land grundlegend verändert. Diese gilt es zu bewerten und politische Schlussfolgerungen daraus zu ziehen. Vor diesem Hintergrund begrüßen METALL NRW und IG Metall NRW die Einberufung eines Energiegipfels NRW für Donnerstag, den 10. März 2022, durch Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart.

Die beiden Sozialpartner sind sich darin einig, dass die Politik ein Maßnahmenpaket schnüren muss, das die Sicherung der Energieversorgung zu jeder Sekunde bei bezahlbaren Energiepreisen gewährleistet. Wir brauchen jetzt durchgreifende Maßnahmen zur wirksamen Begrenzung der Energiepreise, um die Kaufkraft der Beschäftigten und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern.

Arndt G. Kirchhoff, Präsident von METALL NRW: „Die schon seit Jahren zu hohen und durch den Krieg in der Ukraine nochmals massiv verteuerten Energiepreise sind eine erhebliche Belastung für unseren Wirtschafts- und Industriestandort. Die Politik ist jetzt dringend gefordert, schnellstmöglich den Steueranteil des Staates zu reduzieren und so die hohen Belastungen auf Energie zu verringern. Zuallererst brauchen wir eine Absenkung der Stromsteuer auf das europarechtlich vorgegebene Minimum und eine zumindest zeitweise Absenkung weiterer Verbrauchssteuern auf Energie. Beides wären schnell wirkende Sofortmaßnahmen.“

Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW: „Teure Energie und teurer Kraftstoff haben die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schon vor dem russischen Angriff auf die Ukraine immer stärker belastet. Durch den Krieg verschärft sich die Situation, und die Inflationsrate steigt immer weiter. Diese politisch bedingte extreme Teuerung kann Tarifpolitik alleine nicht ausgleichen. Darum muss die Politik jetzt handeln. Die Mehrwertsteuer oder die Energie- oder Mineralölsteuer sind die Stellschrauben für die Absenkung und Deckelung des Kraftstoffpreises. Hier erwarte ich den massiven Einsatz der Landesregierung für ein entsprechendes Maßnahmenpaket.“

Wir trauern um Detlev Grüne

Die Düsseldorfer Arbeitgeberverbände und die Unternehmerschaft Düsseldorf trauern um Dipl.Ing. Dipl.Wirtsch.Ing. Detlev Grüne (rechts). Der Düsseldorfer Unternehmer (Dillenburg GmbH & Co. KG) war viele Jahre Mitglied in den Vorständen unserer Verbände. Wir danken ihm für seine Unterstützung, sein ehrenamtliches Engagement in den Verbänden und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Bild zeigt Herrn Grüne beim Düsseldorfer Arbeitgebertag mit seiner Tochter Kathrin Grüne, geschäftsführende Gesellschafterin bei Dillenberg, und Herbert K. Meyer (ehemals Siemens, heute Hochschulrats-Vorsitzender in Düsseldorf). Foto: Frank Wiedemeier

Mercedes-Benz Vans übergibt 150 eSprinter an DPD

Der Mercedes‑Benz eSprinter ist ein Spezialist für den lokal emissionsfreien Transport auf der berühmten „letzten Meile“. Nach dem seit 2020 erfolgten Einsatz erster Fahrzeuge im Rahmen eines Pilotprojektes hat der Logistikdienstleister DPD jetzt weitere 150 eSprinter in seine Flotte aufgenommen. Damit erfolgt ein weiterer Schritt in Richtung eMobilität und Nachhaltigkeit in der KEP-Branche, die besonders für den lokal emissionsfreien Transport in Ballungsgebieten von wachsender Bedeutung ist. Der eSprinter wird bekannterweise in Düsseldorf an der Rather Straße gefertigt.

Der batterie-elektrische Mercedes‑Benz eSprinter ist lokal emissionsfrei unterwegs und eignet sich bestens für den gewerblichen Einsatz in urbanen Räumen. Dort überwiegen in der Regel planbare Zustelltouren mit vielen Stopps. Gerade bei Touren, in denen der Anteil an Paketen für private Empfänger besonders hoch ist, kann der eSprinter so seine Stärken ausspielen. Die Batterien der eSprinter werden in der Regel direkt an den Depots geladen. Die Touren sind dabei so geplant, dass eine zusätzliche Aufladung im Laufe der Zustellung nicht erforderlich ist. Seit Anfang 2020 bezieht DPD deutschlandweit nur noch Ökostrom aus regenerativen Quellen. Die Fahrzeuge werden an den Depotstandorten in Hamburg, Essen und Nürnberg zum Einsatz kommen.

„Wir sind sehr stolz darauf, unsere Elektroflotte um 150 eSprinter zu erweitern und diese aktiv in der urbanen Zustellung einzusetzen. Der Einsatz von leistungsstarken E-Transportern ist für uns ein wichtiger Baustein unserer Zielsetzung, Transportemissionen kontinuierlich zu reduzieren. Wir freuen uns, mit Mercedes-Benz einen Anbieter gefunden zu haben, der uns elektrisch betriebene Fahrzeuge anbieten kann, die Nachhaltigkeit und Effizienz gleichermaßen vereinen“, sagt Sarah Keller, Group Manager Corporate Delivery Management bei DPD Deutschland.

Steffen Lucas, Head of Sales and Marketing Mercedes‑Benz Vans Europe & Geschäftsleitung Vertrieb Transporter und Vans Deutschland: „Mit dem eSprinter haben wir ein Fahrzeug in unserem Portfolio, welches sich hervorragend für die Anforderungen der Kurier-, Express- und Paketdienstbranche eignet. Deshalb freue ich mich, dass sich DPD für unseren eSprinter entschieden hat und sich ab sofort noch mehr DPD Fahrerinnen und Fahrer sowie deren Kunden von den vielen Vorteilen des lokal emissionsfreien Fahrens mit Transportern von Mercedes-Benz Vans überzeugen können.“

Der Mercedes-Benz eSprinter – lokal emissionsfreier Lieferprofi für die Stadt

Der eSprinter Kastenwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3.500 Kilogramm in Hochdach­ausführung besitzt in der an DPD übergebenen Variante eine nutzbare Batteriekapazität von 47 kWh mit einer Reichweite von 128‑158 km[1], und einer maximalen Zuladung von 849 Kilogramm. Für Flexibilität sorgt die integrierte Schnellladefunktion, dank der die Batterie innerhalb von ca. 25 Minuten von 10 Prozent auf 80 Prozent nachgeladen werden kann[2]. Das Ladevolumen von 11 m³ ist uneingeschränkt nutzbar, da die Batterien im Unterboden verbaut sind. Der Elektroantrieb treibt die Vorderräder an und leistet 85 kW mit einem Drehmoment von bis zu 295 Nm.

Großhandel bleibt starkes Rückgrat der deutschen Wirtschaft

„Der Großhandel zeigt in 2021 erneut seine Verlässlichkeit und bleibt starkes Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Trotz der Pandemie konnte er weiter zulegen und die in der Sommer-Erholungsphase gestiegene Nachfrage bedienen. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten: 2021 ist geprägt von steigenden Preisen infolge von Lieferengpässen bei Rohstoffen wie Mineralöl, Metallen und Holz sowie den immer noch gestörten Lieferketten. Angesichts des Krieges in der Ukraine und seiner Folgen wird dieser Trend anhalten und sich infolge der Sanktionen gegen Russland noch ausweiten. Wir rechnen weiterhin nicht mit einem Konjunktureinbruch, aber die Konjunkturprognosen vom Jahreswechsel 2021/22 sind nicht mehr haltbar.“ Dies erklärte Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistung (BGA) anlässlich der Vorstellung der Entwicklung des Großhandelsumsatzes 2021.

Nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hat der Großhandel 2021 nominal 10,1 Prozent und real 2,1 Prozent mehr verkauft als im Vorjahr 2020. Im Dezember 2021 steigen die Umsätze zwar um 12,1 Prozent nominal, es wurde aber real 0,3 Prozent weniger verkauft. Der Produktionsverbindungshandel legte 2021 nominal um 14,4 Prozent, real aber nur um 1,4 Prozent zu, der Konsumgütergroßhandel nominal um 5,0 Prozent, real um 2,5 Prozent.

„Das ist eine moderne Kriegsführung, daran werden wir uns gewöhnen müssen.“

Der Bielefelder Konfliktforscher Professor Andreas Zick rechnet nach dem Ende des Ukraine-Russland-Krieges nur noch mit einem „kalten Frieden“ in Europa – analog zur Zeit des Kalten Krieges. Zick ist in unserer Stadt bereits häufiger als Experte und Referent aufgetreten und hat einen guten Ruf.

In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte der Direktor des Instituts für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG): „Was wir erreichen können, ist nur ein kalter Frieden, kein Frieden, wie er vorher mal war.“ Europa werde dann in einem Zustand mit ständigen Kontrollen und einem unheimlich großen Maß an Misstrauen leben müssen. Zick sagte: „Das ist ein Rückfall in Zeiten des Kalten Krieges. Vielleicht war das vorher ja auch ein trügerischer Frieden, weil der Westen die Besetzung der Krim viel zu harmlos interpretiert hat.“

Dazu kommen aus Zicks Sicht weitere Bedrohungen. „Wir haben die Fragen aus den 1980er-Jahren der atomaren Bedrohung wieder auf dem Tisch“, sagte der Konfliktforscher. Dazu komme die Besetzung von Atomanlagen als eine Waffe und der Informationskrieg sowie eine Geopolitik, die eng mit Geschichtspolitik verwoben sei: „Das ist eine moderne Kriegsführung, daran werden wir uns gewöhnen müssen.“

Zick plädierte in der aktuellen Situation für eine einheitliche europäische Friedensmission, die über die sicher notwendigen Sanktionen hinausdenke: „Wir brauchen neue Formen, eine neue Agenda, die Stärkung der Demokratie und neue Kontrollgremien.“ Eine solche Friedensmission müsse einen umfassenden Friedensplan erstellen, der an der Stärkung der Zivilgesellschaft orientiert sei.

Quelle: ots