Landeshauptstadt koordiniert Ukraine-Hilfsangebote

Immer mehr Düsseldorferinnen und Düsseldorfer wollen im Moment den Menschen aus der Ukraine helfen. Sie bieten aktuell zum Beispiel Geld, Sachspenden oder Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtende an. Die Stadt will diese Hilfsangebote jetzt koordinieren. Es sind zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, die Hilfe anbieten. Aber auch Firmen wie zum Beispiel die Rheinbahn oder auch viele Hotels und Immobilienunternehmen. Weil immer mehr Menschen aus der Ukraine fliehen müssen, hat die Stadt jetzt eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet, die die Strukturen von 2015 nutzt, heißt es aus dem Amt für Migration. Düsseldorf steht für die Unterbringung von Flüchtenden auch im Austausch mit anderen Städten und den Sozialverbänden. Es würden zurzeit alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten geprüft. Zentrale Mailadresse der Stadt für Hilfsangebote: ukraine-hilfe@duesseldorf.de. Quelle: Antenne Düsseldorf

Sanktionen treffen weite Teile auch des Düsseldorfer Maschinen- und Anlagenbaus

Unser Maschinenbau rechnet mit spürbaren Auswirkungen infolge der Wirtschaftssanktionen gegen Russland. „Die neuen Lieferverbote für diverse Güter nach Russland erfassen weite Teile des europäischen Maschinen- und Anlagenbaus“, erklärte VDMA-Hauptgeschäftsführer Brodtmann: „Sie betreffen Exporte im Volumen von mehreren hundert Millionen Euro. Es gilt nun, die Sanktionsbedingungen und deren Auswirkungen im Detail zu analysieren.“ Möglich seien auch noch Gegensanktionen von russischer Seite. Mit gut 3400 Mitgliedern ist der VDMA die größte fachpolitische Netzwerkorganisation und wichtiges Sprachrohr des Maschinenbaus in Deutschland und Europa. Der Verband vertritt die gemeinsamen wirtschaftlichen, technischen und wissenschaftlichen Interessen dieser einzigartigen und vielfältigen Industrie. Die meisten Düsseldorfer Maschinen- und Anlagenbauer sind auch Mitglied in der Verbänden der Unternehmerschaft Düsseldorf.

VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann sagte in einer Stellungnahme wörtlich:

„An erster Stelle steht die Sorge um das Wohl der Menschen in der Ukraine. Daraus ergibt sich auch die Herausforderung, mit wirksamen und konsequenten Sanktionen zu einem Ende der Gewalt beizutragen.

Die Sanktionen, die von der Europäischen Union aufgrund des völkerrechtswidrigen russischen Überfalls auf die Ukraine erlassen wurden, bedeuten eine grundsätzliche Neubewertung der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen mit Russland im Licht von Wladimir Putins systematischer Aggression.

Die neuen Lieferverbote für diverse Güter nach Russland erfassen weite Teile des europäischen Maschinen- und Anlagenbaus. Sie betreffen Exporte im Volumen von mehreren hundert Millionen Euro.
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Es gilt nun, die Sanktionsbedingungen und deren Auswirkungen im Detail zu analysieren.
Gegensanktionen auch von russischer Seite sind möglich, dennoch bleibt es richtig, die Aggression gegen die Ukraine hart zu sanktionieren. Im Technologie- und Investitionsgüterbereich spielen russische Hersteller eine weitestgehend untergeordnete Rolle.“

Leseempfehlung: wie sich die Energiepolitik durch den Krieg verändern wird

Gasreserve, Flüssiggasterminals, Ausbauturbo: Noch weiß niemand, wie der Krieg zwischen Russland und der Ukraine ausgehen wird, eine Sache allerdings hat Russlands Präsident Wladimir Putin mit seinem Überfall auf den Nachbarstaat unfreiwillig erreicht: Die deutsche Energiepolitik ist mächtig in Bewegung gekommen, berichtet Andreas Niesmann, Wirtschaftschef beim Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

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22. März 2022 Inspiration – Kompetenzen – Werkzeuge: Netzwerk-Veranstaltung mit AgilHybrid

Viele Unternehmen stehen heute vor der größten Herausforderung seit ihrer Gründung – der Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsprozesse. Durch die Verbindung digitaler Services mit dem klassischen Produktgeschäft entstehen hybride Leistungsangebote und Wertschöpfungssysteme, die ganz neue Anforderungen an die Unternehmen und die Arbeit ihrer Beschäftigten stellen.

Studien zeigen: Die deutsche Industrie tut sich schwer mit dieser Jahrhundertaufgabe. Es fehlt an geeigneten Methoden, Strukturen und Arbeitsweisen für den notwendigen Wandel.

Hier können wir helfen!

Sechs vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Verbundprojekte

·         zeigen die wesentlichen Hürden des Wandels,
·         vermitteln Wissen und Methoden aus der Forschung, die Ihnen helfen, die Veränderung erfolgreich zu gestalten,
·         erzählen inspirierende Geschichten von Unternehmer:innen und Beschäftigten, die den Wandel erfolgreich in die Hand nehmen.
Melden Sie sich daher gleich an zu unserer Online-Netzwerk-Veranstaltung:
https://survey.ilin.eu/index.php/786245?lang=de-informal 

Inspiration – Kompetenzen – Werkzeuge:
Erfolgreiche Entwicklung hybrider Leistungsangebote und digitaler Geschäftsmodelle im deutschen Mittelstand

am 22. März 2022 von 9:00 bis 15:30 Uhr

Das ausführliche Programm finden Sie hier. Bei Fragen können Sie sich gerne unter redaktion@agilhybrid.dean uns wenden.

Rheinmetall wird Partner der Sportstadt Düsseldorf

Das Düsseldorfer Traditionsunternehmen Rheinmetall will als Ausdruck seiner sozialen Verantwortung und seiner Verbundenheit mit der Landeshauptstadt eine Reihe von Akteuren im Düsseldorfer Sport unterstützen. Dazu hat die Unternehmensführung nun eine entsprechende Vereinbarung mit D.SPORTS getroffen, der städtischen Tochtergesellschaft für Sportmarketing.

So wird Rheinmetall künftig Premium-Partner des Bergischen Handball-Clubs 06 e.V. (BHC) sein. Die Partnerschaft mit dem Handballverein wird in gemeinsamen Auftritten und Aktionen ihren Ausdruck finden. Bei den Heimspielen des BHC wird der Technologiekonzern mit LED-Bandenwerbung, einem Boden-Branding und in Kommunikationsmaßnahmen präsent sein.

„Mit dem neuen Engagement hier in der Sportstadt Düsseldorf unterstreichen wir unsere Verbindung zum Standort und zur Region, in der wir als Traditionsunternehmen mittlerweile seit über 130 Jahren beheimatet sind. Zudem ist es uns ein zentrales Anliegen, als Teil der Stadtgesellschaft in Düsseldorf auch Verantwortung zu übernehmen und uns für ein gutes soziales Miteinander zu engagieren“, sagt Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG. „Menschen, die sportlich aktiv sind und zudem das Vereinsleben in unserer Stadt stärken, verdienen jede Unterstützung. Das gilt für die Athletinnen und Athleten wie auch für die Trainer/innen oder die Betreuerteams.“

Armin Papperger: „Wir freuen uns auch sehr auf die Partnerschaft mit dem Bergischen HC, der sich in den vergangenen Jahren in der 1. Handball-Bundesliga etabliert hat. Der tolle Mix aus Motivation, Energie und Spielfreude, den das Team des BHC an den Tag legt, gefällt uns sehr.“

Weitere Partnerschaften im Düsseldorfer Sport ergänzen das Engagement Rheinmetalls. So wird der Konzern auch die Capitol Bascats (1. Damen Basketball-Bundesliga), die Nachwuchsarbeit des HC Düsseldorf (Handball) sowie neue Trendsportarten unterstützen und „Official Partner“ der Sportstadt Düsseldorf sein. Rheinmetall tritt bereits als Förderer kultureller Veranstaltungen in der Landeshauptstadt auf und war bis 2019 als Partner des Handballvereins HC Rhein Vikings aktiv.

Über die Rheinmetall AG

Die börsennotierte Rheinmetall AG als integrierter Technologiekonzern mit seinen weltweit über 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist ein substanzstarkes, international erfolgreich operierendes Unternehmen.

Mit einem innovativen Produkt- und Leistungsspektrum ist Rheinmetall in unterschiedlichen Märkten aktiv. Dabei ist Rheinmetall namhafter Entwicklungspartner und Direktzulieferer der globalen Automobilindustrie wie auch führendes internationales Systemhaus für Sicherheitstechnologie. In dieser Rolle greift Rheinmetall langfristige Megatrends auf, identifiziert zukunftsfähige neue Märkte mit hohem Wachstumspotenzial und entwickelt innovative Lösungen für eine sichere und lebenswerte Zukunft.

Rheinmetall trägt mit seinen Entwicklungsleistungen im automobilen Sektor wesentlich zur Reduzierung von Schadstoff-Emissionen bei Verbrennungsmotoren bei und ist beim Umstieg auf alternative Antriebsformen ein Technologietreiber zum Beispiel auch bei Wasserstoff-basierten Lösungen. Für moderne Streitkräfte ist Rheinmetall ein führender Anbieter von Lösungen, die konsequent auf heutige und künftige militärische Bedrohungslagen ausgerichtet sind – zu Lande, zu Wasser und in der Luft.

Die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil der Rheinmetall-Strategie. Bis 2035 will das Unternehmen CO2-Neutralität erreichen.

EcoCare übernimmt Centogene-Teststation auf dem Frankfurter Flughafen

Partner EcoCare: Sicherheit für alle – schnell und zuverlässig
(Foto: Ecolog Deutschland)

Der Düsseldorfer Gesundheitsdienstleister EcoCare wird ab Anfang März alleiniger externer Anbieter von Tests auf SARS-CoV2 am Terminal 1 an Deutschlands größtem Flughafen sein. Die bewährten Dienstleistungen bleiben: Auch nach dem Umzug können sich die Kundinnen und Kunden auf die zuverlässigen Testungen 24/7 verlassen.

Der Zeitplan steht: Wenn Centogene seine Aktivitäten im Übergang zwischen Fernbahnhof und Terminal 1 zum 1. März einstellt, beginnt für EcoCare der Umzug: Zum 3. März soll dieser vollzogen sein. Dann wird der Gesundheitsdienstleister seine Aktivitäten am neuen Standort aufnehmen.

„EcoCare ist so gut aufgestellt, dass wir einen unterbrechungsfreien Übergang gewährleisten werden“, erklärt Kaan Savul, Chief Marketing Officer (CMO) bei Ecolog Deutschland. „Unsere Kundinnen und Kunden können sich bis dahin an unserem bisherigen Standort im Bereich B auf der Empore des Terminal 1 weiter mittels RT-PCR-Tests, Antigen-Schnelltests oder Antikörper-Schnelltests auf Covid-19 testen lassen.“

Das bisherige EcoCare-Testzentrum wird mit Vollzug des Umzugs nicht mehr verfügbar sein. Damit Reisende die richtige Teststation auf Anhieb finden, hat EcoCare eigens Personal abgestellt.

„Durch die veränderten Standorte entstehen keine längeren Wege“, versichert Savul. „Egal, ob am alten oder neuen Standort: Unsere Kundinnen und Kunden können nach wie vor 24/7 auf uns zählen“, stellt Savul klar. Von den Veränderungen am Terminal 1 ist das Corona-Testzentrum von EcoCare an Terminal 2 (Ebene U4 an der Anbindung zum Parkhaus) nicht betroffen. Der Testbetrieb wird dort wie gewohnt fortgeführt.

Weitere Informationen zu unseren Dienstleistungen finden Sie hier:

https://flughafen-frankfurt.ecocare.center/

Über EcoCare

EcoCare ist die HealthCare Marke von Ecolog. Ecolog ist ein weltweit führender Anbieter von integrierten Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheit, Logistik und IT. Das Unternehmen bietet schwerpunktmäßig auch Gesundheitsdienstleistungen im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Pandemie über seine Marke EcoCare an und organisiert international Massentests. Zudem betreibt EcoCare an acht Standorten in Deutschland große Zentren für Massenimpfungen mit einer Kapazität von bis zu 15.000 Impfwilligen pro Tag und unterhält zudem 30 mobile Impfteams.

Henkel veröffentlicht Jahresabschluss 2021 und treibt Agenda für ganzheitliches Wachstum konsequent voran

„Wir haben im Geschäftsjahr 2021 insgesamt eine gute Geschäftsentwicklung verzeichnet und die Umsetzung unserer strategischen Agenda in allen Bereichen konsequent vorangetrieben – trotz eines sehr schwierigen Geschäftsumfelds mit zum Teil massiven Störungen der globalen Lieferketten, Knappheit von wichtigen Rohstoffen sowie insgesamt außerordentlich stark steigenden Preisen“, sagte Carsten Knobel, Vorsitzender des Vorstands von Henkel.

„Wir sind in allen Unternehmensbereichen organisch gewachsen, haben unsere Marge stabil gehalten und konnten einen deutlichen Anstieg des Ergebnisses je Vorzugsaktie erzielen. Das war nur möglich dank des großen Engagements unseres globalen Teams. Gemeinsam haben wir unsere Agenda für ganzheitliches Wachstum vorangetrieben – auch in diesen herausfordernden Zeiten. Ich möchte mich deshalb bei unseren Mitarbeiter:innen für ihren großartigen Einsatz bedanken. Insbesondere bei allen, die unsere Produktion und geschäftskritischen Prozesse an unseren Standorten am Laufen gehalten haben.“

Henkel hat im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von rund 20,1 Milliarden Euro erreicht. Das entspricht einem organischen Umsatzwachstum von 7,8 Prozent gegenüber 2020. Hier wirkten sich insbesondere die deutliche Nachfragebelebung im Industrie- und Friseurgeschäft positiv aus. Im Konsumgütergeschäft hat sich 2021 die Nachfrage in vielen Kategorien im Vergleich zum Vorjahr 2020 zunehmend normalisiert. Vor allem Hygiene- und Reinigungsprodukte sowie Haarcolorationen waren 2020 besonders stark nachgefragt, während sich der Absatz von Styling-Produkten schwächer entwickelt hatte. Zugleich belasteten im Geschäftsjahr 2021 die erheblich gestiegenen Rohstoff- und Logistikpreise sowie Währungseinflüsse die Profitabilität. Dank deutlich gestiegener Absatzmengen, umgesetzter Preiserhöhungen, eines aktiven Kostenmanagements sowie der laufenden Anpassung der Strukturen konnten die Auswirkungen auf das Ergebnis mehr als ausgeglichen werden. Das bereinigte Ergebnis stieg um 4,2 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Die bereinigte Umsatzrendite lag mit einem Wert von 13,4 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres und das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie erhöhte sich auf 4,56 Euro. Das entspricht einem deutlichen Anstieg um 9,2 Prozent bei konstanten Wechselkursen.

Auf Basis dieser Ergebnisse schlägt Henkel den Aktionär:innen bei der anstehenden Hauptversammlung eine stabile Dividende von 1,85 Euro je Vorzugsaktie und 1,83 Euro je Stammaktie vor. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 40,5 Prozent, die somit leicht oberhalb der angestrebten Bandbreite von 30 bis 40 Prozent des bereinigten Jahresüberschusses liegt. Damit hat das Unternehmen seit Beginn der COVID-19-Pandemie eine stabile Dividende gezahlt.

Zudem hat Henkel Ende Januar 2022 ein Aktienrückkauf-Programm in einem Gesamtwert von bis zu 1 Milliarde Euro angekündigt und im Februar bereits die Umsetzung gestartet. Henkel plant, Vorzugsaktien in einem Gesamtwert von bis zu 800 Millionen Euro und Stammaktien in einem Gesamtwert von bis zu 200 Millionen Euro zurückzukaufen. Das Programm soll bis spätestens 31. März 2023 durchgeführt werden.

„Wir arbeiten konsequent an der Umsetzung unserer strategischen Agenda. In vielen Bereichen haben wir sehr gute Fortschritte gemacht. In anderen Bereichen sehen wir noch weiteren Handlungsbedarf. Daher heben wir unsere Agenda für ganzheitliches Wachstum nun auf die nächste Stufe: Ende Januar haben wir bekanntgegeben, die Bereiche Laundry & Home Care und Beauty Care in einen neuen Unternehmensbereich ‚Henkel Consumer Brands‘ zusammenzuführen. Damit schaffen wir eine Multikategorie-Plattform mit insgesamt rund 10 Milliarden Euro Umsatz. Sie bietet ein breiteres Fundament, um unser Portfolio noch konsequenter zu optimieren und auf ein höheres Wachstums- und Margenprofil zu bringen. Das zeigt sich auch in unserer mittel- bis langfristigen finanziellen Ambition“, erläuterte Carsten Knobel. „Zudem setzen wir mit unserem neuen Venture-Fonds II mit einem Volumen von 150 Millionen Euro sowie unseren neuen Nachhaltigkeitszielen 2030+ wichtige Impulse in den Bereichen Innovation und Nachhaltigkeit. Und der neue Auftritt für unsere Unternehmensmarke bekräftigt mit seiner Offenheit und Dynamik unseren Purpose.“

Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2021

Der Konzernumsatz erreichte im Geschäftsjahr 20.066 Mio. Euro. Dies entspricht einem nominalen Wachstum von 4,2 Prozent und einem deutlichen organischen Umsatzwachstum von 7,8 Prozent. Akquisitionen und Divestments hatten einen leicht negativen Einfluss auf den Umsatz von -0,1 Prozent. Wechselkurseffekte wirkten sich mit -3,5 Prozent negativ auf die Umsatzentwicklung aus.

Der Unternehmensbereich Adhesive Technologies erreichte ein zweistelliges organisches Umsatzwachstum von 13,4 Prozent, gestützt durch eine deutliche Erholung der Industrienachfrage gegenüber dem stark von der COVID-19-Pandemie belasteten Vorjahreszeitraum. Der Umsatz des Unternehmensbereichs Beauty Care erhöhte sich organisch um 1,4 Prozent. Hier wirkte sich eine deutliche Erholung des Friseurgeschäfts positiv aus, während das Konsumentengeschäft insbesondere von einer Normalisierung der Nachfrage in der Kategorie Körperpflege beeinträchtigt war und eine rückläufige Entwicklung verzeichnete. Laundry & Home Care erzielte ein starkes organisches Umsatzwachstum von 3,9 Prozent durch ein starkes Wachstum sowohl bei Wasch- als auch bei Reinigungsmitteln.

Die Wachstumsmärkte erzielten mit 15,4 Prozent einen zweistelligen organischen Umsatzanstieg. Die Geschäfte in den reifen Märkten zeigten mit 2,5 Prozent eine gute organische Umsatzentwicklung.

Das bereinigte betriebliche Ergebnis (bereinigtes EBIT) stieg im Jahr 2021 um 4,2 Prozent auf 2.686 Mio. Euro, nach 2.579 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2020. Die bereinigte Umsatzrendite (bereinigte EBIT-Marge) erreichte mit 13,4 Prozent das Niveau des Vorjahres.

Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie stieg um 7,0 Prozent auf 4,56 Euro (Vorjahr: 4,26 Euro). Bei konstanten Wechselkursen lag der Zuwachs des bereinigten Ergebnisses je Vorzugsaktie bei 9,2 Prozent.

Das Netto-Umlaufvermögen erhöhte sich auf 2,2 Prozent und lag damit 1,5 Prozentpunkte über dem außerordentlich niedrigen Vorjahresniveau von 0,7 Prozent. Die Entwicklung entspricht einer Normalisierung des Nettoumlaufvermögens und stellt eine Verbesserung gegenüber dem Vorkrisenniveau 2019 um 1,7 Prozentpunkte dar.

Der Free Cashflow erreichte einen Wert von 1.478 Mio. Euro und lag damit unter dem Vorjahresniveau (2020: 2.340 Mio. Euro), das durch einen außerordentlich starken Rückgang des Nettoumlaufvermögens im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit gekennzeichnet war.

Die Nettofinanzposition verbesserte sich deutlich, was vor allem auf den guten Free Cashflow zurückzuführen ist. Zum 31. Dezember 2021 lag sie bei -292 Mio. Euro (31. Dezember 2020: -888 Mio. Euro).

Entwicklung der Unternehmensbereiche im Geschäftsjahr 2021

Der Umsatz des Unternehmensbereichs Adhesive Technologies stieg im Geschäftsjahr 2021 nominal um 11,0 Prozent und erreichte 9.641 Mio. Euro. Organisch erhöhte sich der Umsatz um 13,4 Prozent. Diese Umsatzsteigerung war sowohl durch einen signifikanten Anstieg der Volumina als auch eine im Jahresverlauf kontinuierlich steigende Preisentwicklung getrieben. Hierbei war das Wachstum im ersten Halbjahr maßgeblich von einer breiten, volumenbasierten Erholung der Industrienachfrage gegenüber dem stark von der COVID-19-Pandemie belasteten Vorjahreszeitraum geprägt. Der organische Umsatzanstieg im zweiten Halbjahr wurde neben einer weiterhin starken Volumenentwicklung zunehmend durch Preissteigerungen getragen. Das bereinigte betriebliche Ergebnis lag mit 1.561 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahresniveau (1.320 Mio. Euro). Die bereinigte Umsatzrendite stieg um 100 Basispunkte und erreichte 16,2 Prozent. Hier wirkte sich insbesondere das prozentual zweistellige Umsatzwachstum positiv aus.

Der Umsatz des Unternehmensbereichs Beauty Care ging im Geschäftsjahr 2021 nominal um -2,0 Prozent zurück und erreichte 3.678 Mio. Euro. Organisch legte der Umsatz um 1,4 Prozent zu. Dabei machten sich unterschiedliche Entwicklungen bemerkbar. Während sich die deutliche Erholung des Friseurgeschäfts positiv auswirkte, war das Konsumentengeschäft insbesondere von einer Normalisierung der Nachfrage in der Kategorie Körperpflege beeinträchtigt und verzeichnete eine rückläufige Entwicklung. Das bereinigte betriebliche Ergebnis erreichte 351 Mio. Euro (Vorjahr: 377 Mio. Euro). Die bereinigte Umsatzrendite wies mit 9,5 Prozent (Vorjahr: 10,0 Prozent) eine rückläufige Entwicklung auf. Dies ging unter anderem auf höhere Investitionen in Marketing und Werbung sowie deutlich gestiegene Rohstoffpreise zurück.

Der Umsatz des Unternehmensbereichs Laundry & Home Care sank im Geschäftsjahr 2021 nominal um -1,5 Prozent und erreichte 6.605 Mio. Euro. Organisch stieg der Umsatz um 3,9 Prozent. Das bereinigte betriebliche Ergebnis lag mit 904 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau (1.004 Mio. Euro). Die bereinigte Umsatzrendite ging um 130 Basispunkte auf 13,7 Prozent zurück, maßgeblich getrieben durch die Auswirkungen erheblich gestiegener Rohstoff- und Logistikpreise.

Ausblick 2022

Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2022, der bereits Ende Januar veröffentlicht wurde, bleibt unverändert. Das Unternehmen erwartet unter Berücksichtigung einer hohen Marktunsicherheit und -volatilität sowie der Auswirkungen nochmals erheblich steigender Rohstoff- und Logistikkosten ein organisches Umsatzwachstum in der Bandbreite von 2 bis 4 Prozent, und eine bereinigte Umsatzrendite (EBIT-Marge) zwischen 11,5 und 13,5 Prozent. Für das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie auf Konzernebene erwartet Henkel für das Geschäftsjahr 2022 eine Entwicklung in der Bandbreite zwischen -15 und +5 Prozent (bei konstanten Wechselkursen).

Agenda für ganzheitliches Wachstum: Gute Fortschritte bei der Umsetzung

Vor zwei Jahren, Anfang März 2020, hat Henkel seine Wachstumsagenda für die kommenden Jahre vorgestellt und dafür einen klaren strategischen Rahmen entwickelt. Die Hauptelemente dieses Rahmens sind: ein erfolgreiches Portfolio, klare Wettbewerbsvorteile in den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie zukunftsfähige Geschäftsprozesse – aufbauend auf einer starken Unternehmenskultur.

Portfoliomanagement wie geplant umgesetzt

Im Rahmen des aktiven Portfoliomanagements hatte Henkel Anfang 2020 das Ziel vorgegeben, Marken und Geschäfte mit einem Umsatzvolumen von rund 0,5 Milliarden Euro bis Ende 2021 zu veräußern oder einzustellen. Bis Ende 2021 hat Henkel wie geplant für Geschäfte mit einem jährlichen Umsatzvolumen von insgesamt rund 0,5 Milliarden Euro Vereinbarungen über den Verkauf unterzeichnet, den Verkauf abgeschlossen oder Aktivitäten eingestellt. Der Großteil dieser Portfoliomaßnahmen entfällt auf die Bereiche Beauty Care und Laundry & Home Care, zum Beispiel die Veräußerung der Marken Right Guard und Dry Idea.

Darüber hinaus hat Henkel sein Portfolio auch im Jahr 2021 mit einer zukunftsträchtigen, wachstumsstarken Akquisition gezielt gestärkt. Im Unternehmensbereich Laundry & Home Care hat Henkel seine Position im französischen Markt für nachhaltige Wasch- und Reinigungsmittel mit der Übernahme von Swania ausgebaut. Das Portfolio ist in sehr attraktiven und profitablen Marktsegmenten vertreten und ergänzt das Angebot von Henkel mit etablierten, innovativen Marken wie Maison Verte und YOU.

Anfang Februar 2022 hat Henkel zudem mit der Übernahme des Friseurgeschäfts von Shiseido in Asien/Pazifik sein Professional-Portfolio weiter gestärkt. Die Transaktion umfasst Premiumprodukte für Friseure, die im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von mehr als
100 Millionen Euro erzielt haben. Durch den Ausbau seines Friseurgeschäfts im asiatisch-pazifischen Raum wird Henkel zu einem der führenden Anbieter in dieser sehr dynamischen Region mit attraktivem Wachstumspotenzial für die Zukunft.

Um seine Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken, konzentriert sich Henkel darauf, Innovationen weiter zu beschleunigen, Nachhaltigkeit als klares Differenzierungsmerkmal zu stärken und die Wertschöpfung für Kunden und Konsument:innen durch Digitalisierung zu steigern.

Innovationen erfolgreich eingeführt

Im Bereich erfolgversprechender Innovationen hat Henkel im Geschäftsjahr 2021 weitere Fortschritte erzielt. Dazu haben auch die internen Ideenfabriken und Inkubator-Teams beigetragen, die im vergangenen Jahr in den Unternehmensbereichen Beauty Care und Laundry & Home Care etabliert wurden. Im Unternehmensbereich Adhesive Technologies wurde das neue globale Innovationszentrum in Düsseldorf mit einer Investitionssumme von insgesamt rund 130 Millionen Euro eröffnet. Die Arbeiten zum Aufbau eines weiteren hochmodernen Innovationszentrums für Adhesive Technologies in Shanghai haben bereits begonnen.

Auch im Geschäftsjahr 2021 hat Henkel viele Innovationen erfolgreich in den Markt eingeführt und adäquat mit Investitionen unterstützt. Im Unternehmensbereich Adhesive Technologies hat Henkel unter anderem weitere Lösungen für die Automobilindustrie entwickelt und auf den Markt gebracht – hier unterstützen zum Beispiel nachhaltige Klebstofftechnologien die Wärmeableitung. Zudem ermöglichen innovative Klebstoffe die Entwicklung nachhaltiger Verpackungslösungen.

Im Unternehmensbereich Beauty Care hat Henkel unter anderem die Haarstyling-Marke Taft sowie die Haarcolorationsmarke Igora Royal umfassend erneuert und erfolgreiche Innovationen im Bereich Haarpflege auf den Markt gebracht. Darüber hinaus wurde das Sortiment der nachhaltigen Marke Nature Box unter anderem durch weitere Produkte in fester Form und Nachfüllpackungen erweitert.

Im Bereich Laundry & Home Care wurden die Waschmittel-Caps durch Innovationen gestärkt, die alle Preissegmente abdecken und unter verschiedenen Marken, darunter Perwoll, erhältlich sind. Darüber hinaus hat Henkel die nachhaltigen Persil Eco Power Bars in einigen Ländern Europas im Einzelhandel eingeführt. Zu den Innovationen im Bereich Reinigungsmittel zählen die neuen Spülmaschinen-Caps „Somat Excellence“.

Mit einem neuen Venture-Fonds II mit einem Volumen von 150 Millionen Euro sollen zusätzlich wichtige Impulse im Bereich Innnovation gesetzt werden. Über die Beteiligung an Start-Ups oder Venture-Capital-Fonds soll gezielt in innovative Technologien und neue Geschäftsmodelle investiert werden.

Deutliche Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit

Im Rahmen seiner strategischen Agenda fokussiert sich Henkel auf Nachhaltigkeit, um sich im Wettbewerb klar zu differenzieren, ganzheitlich zu wachsen und Werte für seine Stakeholder zu schaffen. Hier konnte Henkel im Jahr 2021 deutliche Fortschritte erzielen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Im Vergleich zum Basisjahr 2010 hat Henkel im Geschäftsjahr 2021 die CO2-Emissionen in seiner Produktion um 50 Prozent reduziert und den Anteil von Ökostrom auf mehr als ein Drittel erhöht.
  • Bis Ende 2021 hat Henkel die Produktion in 21 Ländern vollständig auf Strom umgestellt, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammt.
  • Der Anteil von recycelbaren oder wiederverwendbaren Verpackungen konnte auf 86 Prozent gesteigert werden. Bis 2025 sollen es 100 Prozent sein.

Auch im Bereich Sustainable Finance hat Henkel im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder wichtige Impulse gesetzt, zum Beispiel mit der Vorstellung eines „Sustainable Finance Framework“, in dem künftig nachhaltige Anleihen platziert werden können. 2021 war Henkel das erste Unternehmen seiner Branche, das eine Euro-Anleihe platziert hat, deren Verzinsung an das Erreichen konkreter Nachhaltigkeitsziele geknüpft ist. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr von Henkel Nachhaltigkeits-Anleihen mit einem Volumen von mehr als 700 Millionen Euro begeben.

Neue Nachhaltigkeitsstrategie und ambitionierte Ziele vorgestellt

Um der wachsenden Bedeutung nachhaltigen Handelns und den steigenden Erwartungen von Kunden und Gesellschaft Rechnung zu tragen, hat Henkel seine langfristige Nachhaltigkeitsstrategie mit der Einführung des neuen „2030+ Sustainability Ambition Framework“ weiterentwickelt. Neben bereits bestehenden Zielen wurden auch neue, langfristige Ambitionen in den drei Dimensionen „Natur“, „Gemeinschaft“ und „Partner“. festgelegt, um weiteren Fortschritt voranzutreiben.

In der Dimension „Natur“ geht es um wichtige Themen wie Klima, Kreislaufwirtschaft und natürliche Ressourcen. Henkel strebt an, seine Produktion nun schon bis 2030 klimapositiv zu gestalten – 10 Jahre früher als ursprünglich geplant – sowie einen Net-Zero Pfad für seine Scope 3 Emissionen (von Rohstoffeinsatz bis Verkauf) nach den Richtlinien der Science Based Targets Initiative (SBTI) zu entwickeln. Dazu sollen bis zum Jahr 2030 100 Prozent des zu beschaffenden Stroms aus erneuerbaren Energiequellen stammen.

Zur Förderung der Kreislaufwirtschaft verfolgt Henkel das Ziel, dass bis 2025 100 Prozent der Verpackungen recycelbar oder wiederverwendbar sind. Dazu gehört die Erhöhung des Anteils von recyceltem Kunststoff bei allen Konsumgüterverpackungen auf über 30 Prozent. Außerdem strebt Henkel bis 2030 geschlossene Kreisläufe für Wasser und Abfallstoffe mit seinen Produktionsstandorten an. Zudem ist das Unternehmen auf einem sehr guten Weg, das bis 2025 gesteckte Ziel zu erreichen, den Wasserverbrauch pro Tonne Produkt um 35 Prozent zu reduzieren (im Vergleich zum Basisjahr 2010).

Unter der Dimension „Gemeinschaft“ fasst Henkel künftig Themen wie Chancengleichheit, Bildung und Wohlergehen zusammen. Hier hat Henkel sich die Ambition gesetzt, bis 2025 über alle Führungsebenen hinweg Geschlechterparität im Unternehmen zu erreichen.

Ein wesentlicher Beitrag der dritten Dimension „Partner“, ist das Ziel, bis 2025 eine 100-prozentige Transparenz bei der Beschaffung von Palm(kern)öl zu erreichen sowie die Verpflichtung zu 100 Prozent verantwortungsvoller Beschaffung gemeinsam mit allen Geschäftspartnern.

Digitalisierung weiter vorangetrieben

Neben Innovation und Nachhaltigkeit hat Henkel die Digitalisierung als strategische Priorität zur Stärkung seiner Wettbewerbsfähigkeit definiert. Auch hier wurden im Jahr 2021 wichtige Fortschritte erzielt. Die Digital-Umsätze sind über alle drei Unternehmensbereiche hinweg erneut prozentual zweistellig gestiegen. Der Anteil der Digitalumsätze auf Konzernebene erhöhte sich damit auf über 18 Prozent. Die Digital-Einheit Henkel dx hat gemeinsam mit den drei Unternehmensbereichen die digitale Transformation im Unternehmen weiter vorangetrieben und die ersten „Innovation Hubs“ in Berlin und Shanghai eröffnet. Über eine gemeinsam mit Adobe entwickelte, integrierte Plattform für das digitale Geschäft und E-Commerce sollen Innovationen beschleunigt und neue Wachstumsmöglichkeiten für Henkel geschaffen werden.

Zukunftsfähige Geschäftsprozesse ausgebaut

Schlanke, schnelle und zukunftsfähige Geschäftsprozesse sind ebenfalls zentrale Elemente des strategischen Rahmens von Henkel. Hier hat Henkel die im Jahr 2020 gestarteten Veränderungen weiter ausgebaut: Im Bereich Adhesive Technologies ist die neue Struktur mit vier Geschäftsfeldern und darunter elf strategischen Geschäftseinheiten fest verankert. In den Bereichen Laundry & Home Care und Beauty Care wurden die organisatorischen Veränderungen zur stärkeren regionalen Fokussierung und zu mehr Kunden- und Verbrauchernähe weiter umgesetzt. Zudem wurde die Einkaufsorganisation noch stärker auf die Unternehmensbereiche und Märkte ausgerichtet. Auch die geplante Zusammenlegung der Unternehmensbereiche Laundry & Home Care und Beauty Care zum Bereich Henkel Consumer Brands wird zu einer weiteren Optimierung der Strukturen führen.

Stärkung der Unternehmenskultur

Darüber hinaus hat Henkel als Teil seiner strategischen Agenda die Unternehmenskultur weiter gestärkt. So hat Henkel im Jahr 2021 seinen neuen Unternehmenszweck (Purpose) entwickelt und intern sowie extern kommuniziert: „Pioneers at heart for the good of generations“. Der neue Purpose verbindet als zentrales Leitbild alle Mitarbeiter:innen bei Henkel. Mit einem neuen, dynamischen visuellen Auftritt der Unternehmensmarke unterstreicht Henkel den Anspruch als Pionier positive Entwicklungen in seinen Märkten und im gesellschaftlichen Umfeld voranzutreiben.

Zur Förderung der Unternehmenskultur wurden im Jahr 2021 auch zahlreiche Schulungs- und Weiterbildungsangebote umgesetzt. So wurde unter anderem ein umfassendes 360-Grad-Feedback-Programm für leitende Führungskräfte eingeführt. Darüber hinaus hat Henkel ein ganzheitliches „Smart Work“-Konzept entwickelt, das künftig einen globalen Rahmen für Themen wie mobiles Arbeiten, digitaler Arbeitsplatz oder Mitarbeitergesundheit bildet.

Integrationsprozess für neuen Unternehmensbereich Consumer Brands gestartet

Ende Januar 2022 hat Henkel umfassende Maßnahmen angekündigt, um die Umsetzung des strategischen Rahmens für ganzheitliches Wachstum auf die nächste Stufe zu heben. Henkel plant, die Bereiche Laundry & Home Care und Beauty Care in einem neuen Unternehmensbereich zusammenzuführen: Henkel Consumer Brands. Mit dem neuen Unternehmensbereich schafft Henkel eine Multikategorie-Plattform für das gesamte Konsumgütergeschäft und fasst damit alle Konsumentenmarken unter einem gemeinsamen Dach zusammen, darunter auch viele Marken-Ikonen wie Persil oder Schwarzkopf sowie das Friseurgeschäft. Der Gesamtumsatz des neuen Unternehmensbereichs wird sich auf rund 10 Mrd. Euro belaufen. Mit dem Zusammenschluss sollen Wachstum und Profitabilität im Konsumgütergeschäft und im gesamten Konzern vorangetrieben werden.

Die Vorbereitungen für den Integrationsprozess des neuen Unternehmensbereichs wurden bereits gestartet. Dazu gehören erste, konstruktive Gespräche mit Arbeitnehmervertretungen. Die Organisationsstruktur des künftigen Unternehmensbereichs wurde ebenfalls festgelegt und intern kommuniziert – mit vier Regionen und zwei globalen Geschäftseinheiten, unterstützt durch zentrale Funktionen. Zudem wurde die erste Führungsebene unter dem zuständigen Vorstandsmitglied bestimmt und eine Projektorganisation für die anstehende Zusammenführung der beiden Unternehmensbereiche eingerichtet. Die neue Organisation soll bis spätestens Anfang 2023 etabliert sein.

Zusammenfassend erklärte Carsten Knobel: „Wir haben 2021 bei der Umsetzung unserer strategischen Agenda weitere Fortschritte gemacht und insgesamt eine gute Geschäftsentwicklung erzielt. Obwohl wir weiter mit einer globalen Pandemie sowie erheblich eingeschränkten Lieferketten und außerordentlich stark steigenden Preisen für Rohstoffe und Logistik konfrontiert waren. Nun richten wir den Blick nach vorne – auf die Aufgaben, die 2022 und in den kommenden Jahren vor uns liegen. Wir setzen auf eine klare Strategie mit einem Fokus auf ganzheitliches Wachstum. Wir bauen auf ein starkes Team, mit vielen hoch engagierten Kolleg:innen weltweit. Und wir vertrauen auf unsere gemeinsamen Werte, unsere Kultur und unseren Purpose, der uns Orientierung gibt. Ich bin voller Zuversicht, dass wir unsere ambitionierten Ziele erreichen und unsere ganzheitliche Wachstumsagenda erfolgreich umsetzen werden.“

Bilanz der Bürgerstiftung – auch Kooperationen mit der Unternehmerschaft

Viele Düsseldorfer haben auch im vergangenen Jahr viel Geld gespendet, um bedürftigen Menschen in unserer Stadt zu helfen. Das geht aus der aktuellen Bilanz der Bürgerstiftung hervor. Demnach konnte sie 1,3 Millionen Euro an unterschiedliche Projekte vergeben. Das Geld wurde von Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen gespendet. Hilfe gab es unter anderem für Opfer der Flutkatastrophe und für Betroffene der Corona-Pandemie. Die Bürgerstiftung berichtet zum Beispiel von knapp 300 Düsseldorfern, denen nach Hochwasserschäden geholfen wurde. Ein neues Projekt seit dem vergangenen Jahr ist die Lernwerkstatt für zunächst zwölf Grundschulen. Hier betreuen angehende und pensionierte Lehrerinnen und Lehrer benachteiligte Erstklässler. Dieses Engagement soll ausgeweitet werden. Weitere Projekte sind das „Radeln ohne Alter“ für Senioren oder das Training der Bolzplatzhelden für Kinder und Jugendliche. Auch wir arbeiten eng mit der Bürgerstiftung zusammen im Rahmen unseres Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung.

Bankenverband: Data Act sorgt für einen fairen Interessenausgleich

Die Europäische Kommission hat ihren Data Act vorgelegt und will damit Sicherheit für den Austausch von Daten garantieren. Tobias Tenner, Leiter Digitalisierung des Bankenverbands, dazu:

„Die EU-Kommission räumt in ihrem Datengesetz-Vorschlag Unternehmern und Verbrauchern zusätzliche Rechte ein, Daten mit Dritten zu teilen. Beide profitieren davon. Es gibt aber eine Schieflage: Banken stellen Dritten seit Jahren Kontodaten über eine Schnittstelle zur Verfügung, die sie aufwändig und kostenintensiv aufgebaut haben und betreiben. Diese Daten sind per Gesetz frei zugänglich, eine Kompensationsmöglichkeit bestand bislang nicht. Eine angemessene Kompensation, wie jetzt im Datengesetz vorgesehen, sorgt für einen fairen Interessenausgleich. Eine Sonderregel für den Finanzsektor darf es nicht geben, was wir brauchen sind gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle.“

Podcastfolge 81: „Die neue Feedbackkultur in den Betrieben“/Teil 5 – EU-Taxonomie – shoppen an den Karnevalstagen – Trennungsmanagement – Nachhaltigkeitsbericht ElectronicPartner – neuer Auftrag für Rheinmetall

Wir sagen „Herzlich Willkommen“ zur Folge 81 der „Düsseldorfer Wirtschaft“. In unserem Podcast-Magazin aus Düsseldorf gehts auch diesmal wieder um zahlreiche Themen. Um ihr Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen, hat die EU einen ambitionierten Plan auf den Weg gebracht: die EU-Taxonomie. Er soll den Unternehmen helfen zu erkennen, welche wirtschaftlichen Aktivitäten auf das EU-Klimaziel einzahlen. Das System bietet Chancen – gibt aber auch Anlass zu Kritik. Wieder ein Bürokratiemonster für unsere Betriebe in Düsseldorf? Lisa Marie sprach mit Finn Arnd Wendland im IW in Köln und sagt Ihnen, was dies für unsere Unternehmen bedeutet.

Im News-Blog berichten wir über unser Shoppen an den Karnevalstagen, über einen großen neuen Auftrag für Rheinmetall und den neuen Nachhaltigkeitsreport der Verbundgruppe ElectronicPartner. Lisa Marie hat wieder interessante Termine für Sie. Wie Trennungen (Unternehmen/Mitarbeiter) wertschätzend und angemessen erfolgen können, besprechen wir in unserem zweistufigen Wissens-Update „Trennungsmanagement“ genauer aufzeigen. / Bedingt durch die Coronakrise und die schnell erfolgte Umsetzung von Homeoffice und getrennten Arbeitsplätzen, kommt es in vielen Unternehmen zu Spannungen und auch zu Konflikten. Unser Referent gibt Ihnen in einem weiteren Treffen Hinweise aus der Mediationspraxis, wie die Kommunikation verbessert, Störungen angesprochen und Konflikte gelöst werden können.

In unserem 5. Teil unserer Serie „Die neue Feedbackkultur in den Betrieben“ treffen wir Hanna Reinermann von Henkel in Holthausen. Bei einem der größten Arbeitgeber unserer Stadt erfahren wir, wie dort Feedback gelebt wird, wo aber auch die Tücken im Konkreten liegen. Perfekt auch Hanna Reinermanns Tipps für Unternehmen, die das Thema gerne umsetzen möchten.

Und natürlich sprechen wir an dieser Stelle auch über das bevorstehende Karnevals-Wochenende. Wir sagen, wo wann gefeiert wird bzw. werden darf. Unseren Podcast hören Sie überall dort, wo es gute Podcast gibt (Apple, Spotify, Google) und im Netz unter https://unternehmerschaft.wigadi.de/podcast/.