Geschäftsklimaindex der deutschen Kleinstunternehmen rutscht weiter ab

Die pandemiebedingten Einschränkungen belasten die Lage der Kleinunternehmen in Deutschland, schreibt das Düsseldorfer Handelsblatt. Ihre Geschäftslage hat sich den dritten Monat in Folge verschlechtert. Der Geschäftsklimaindex, den das Ifo-Institut gemeinsam mit dem Website-Entwickler Jimdo erhebt, ist auf minus 4,4 Punkte abgerutscht. Eine Million Existenzen seien bedroht, heißt es. Damit werden die Kleinstunternehmen zunehmend von der Gesamtwirtschaft abgekoppelt, wo sich die Lage weiter verbessert. Der entsprechende Ifo-Geschäftsklimaindex ist zuletzt auf plus 24,8 Punkte gestiegen. Grund für die schlechte Lage der Kleinunternehmen ist weiter der Dienstleistungsbereich.  Hier sei die fehlende Nachfrage das treibende Problem, sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe.

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Quelle: Handelsblatt

Die Woche der Ausbildung bei der Agentur für Arbeit in Düsseldorf vom 14. bis 18. März

Die Arbeitslosenzahlen in Düsseldorf sind im vergangenen Monat gesunken – mit Blick nach vorne soll der Fokus der Arbeitsagentur jetzt auf das Thema Ausbildung gerichtet werden. Man möchte die Betriebe motivieren, weiter in Ausbildung zu investieren, heißt es. Dafür gibt es Hilfe: Der gemeinsame Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter könne beispielsweise durch Online-Infoveranstaltungen, Bewerbertage und vielem mehr bei der Suche nach Azubis unterstützen. Für junge Menschen läuft außerdem von 14. bis 18 März die Woche der Ausbildung bei der Düsseldorfer Arbeitsagentur.

Die Ausbildungswoche im Überblick: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/duesseldorf/woche-der-ausbildung-2022

Pressemeldung: 220307_010_Woche_der_Ausbildung Kopie-3

Text: Antenne Düsseldorf
Foto: Siemens

Henkel in Holthausen: Starke Nachhaltigkeitsbilanz im Jahr 2021 und neue Ambitionen für 2030 und darüber hinaus

Henkel hat seinen 31. Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, in dem das Unternehmen über seine Leistungen und Fortschritte im Jahr 2021 berichtet und zudem sein neues „2030+ Sustainability Ambition Framework“ vorstellt.

„Nachhaltigkeit ist tief in der DNA von Henkel verankert und integraler Bestandteil unseres Handelns und Wirtschaftens. Neben Innovation und Digitalisierung ist Nachhaltigkeit eine strategische Priorität unserer Agenda für ganzheitliches Wachstum“, sagte Carsten Knobel, Vorstandsvorsitzender von Henkel. „Nachhaltigkeit ist zudem einer unserer Unternehmenswerte und spiegelt sich in unserem Purpose ‚Pioneers at heart for the good of generations‘ wider. Mithilfe unserer noch ambitionierteren Nachhaltigkeitsstrategie werden wir unsere Transformation beschleunigen und das Portfolio sowie unsere Prozesse noch stärker an Nachhaltigkeit ausrichten.“

„Das vergangene Jahr und die andauernde Covid-19-Pandemie hat unsere Widerstandsfähigkeit auf die Probe gestellt – die jeder und jedes Einzelnen, die der Gemeinschaft und auch die des Unternehmens. Unser Auftrag, ökologische, gesellschaftliche und politische Herausforderungen anzugehen, war daher noch nie so klar wie heute“, sagte Sylvie Nicol, Mitglied des Henkel-Vorstands und verantwortlich für Personal und Nachhaltigkeit. „Ich bin stolz darauf, dass Henkel es im vergangenen Jahr trotz aller Herausforderungen geschafft hat, Nachhaltigkeit in wichtigen Bereichen wie Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft weiter voranzutreiben.“

Starke Erfolgsbilanz in einem herausfordernden Jahr

Im Jahr 2021 hat Henkel seine Nachhaltigkeitsstrategie noch fester im Unternehmen verankert. Das Unternehmen hat unter anderem bei der CO2-Reduzierung in der Produktion (insbesondere durch Ökostrom), der Rohstoffbeschaffung und der nachhaltigen Finanzierung wichtige Fortschritte erzielt.

Henkel möchte seinen CO2-Fußabdruck in der Produktion bis 2025 um 65 Prozent reduzieren (gegenüber dem Basisjahr 2010). Bis Ende 2021 konnte das Unternehmen diesen bereits halbieren. Um das Ziel bis 2025 zu erreichen, fokussiert sich Henkel vor allem darauf, seine Energieeffizienz zu verbessern und bis 2030 100 Prozent des Stroms ausschließlich aus erneuerbaren Quellen zu beziehen. Bis Ende 2021 hat Henkel die Produktion in 21 Ländern, darunter in Kolumbien und Frankreich, vollständig auf Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energien umgestellt. Heute liegt das Unternehmen bereits bei einem Anteil von 68 Prozent erneuerbarem Strom.

Darüber hinaus setzt sich Henkel aktiv für den Aufbau einer echten Kreislaufwirtschaft ein, arbeitet mit verschiedenen Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen und beteiligt sich an internationalen Initiativen wie der Plastic Bank und der New Plastics Economy der Ellen MacArthur Foundation. Im Rahmen seiner ambitionierten Verpackungsstrategie möchte das Unternehmen Verpackungsmaterial reduzieren, recyceln und dazu beitragen, die Entsorgung von Abfällen in die Umwelt zu vermeiden. Als eines der wichtigsten Ziele sollen bis 2025 100 Prozent der Henkel-Verpackungen recycelbar oder wiederverwendbar sein. Ende 2021 lag der Anteil bereits bei 86 Prozent. Darüber hinaus arbeitet Henkel kontinuierlich daran, bis 2025 den Anteil an recyceltem Material in Verpackungen auf mehr als 30 Prozent für alle Kunststoffverpackungen seiner Konsumgüterprodukte weltweit zu erhöhen. Ende 2021 konnte das Unternehmen diesen Anteil um drei Prozent auf rund 18 Prozent steigern.

Auch beim Ziel einer 100 Prozent verantwortungsvollen Beschaffung von Palm- und Palmkernöl ist Henkel gut vorangekommen. Im Jahr 2021 bezog das Unternehmen 93 Prozent seines Gesamtbedarfs sowie die Derivate als zertifizierte Rohstoffe nach dem Massenbilanzmodell des RSPO („Roundtable on Sustainable Palm Oil“). Dies ist unter anderem das Ergebnis der langjährigen Zusammenarbeit mit der Entwicklungsorganisation Solidaridad, die Palmöl-Kleinbauern in Südamerika, Afrika und Asien unterstützt. Bis heute konnten die Partner mehr als 36.000 Kleinbauern in aller Welt unterstützen.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein war die Ankündigung des neuen Sustainable Finance Framework von Henkel, mit dem Henkel eine direkte Verbindung zwischen seiner Nachhaltigkeitsstrategie und der Finanzierungsstrategie schafft. Der Rahmen ermöglicht die Emission von zwei Anleihearten: Sustainability-Linked Bonds und Green Bonds. 2021 hat Henkel die ersten beiden Emissionen unter den Vorgaben dieses Rahmenwerks platziert und ist damit das erste Unternehmen in seinem Sektor, das eine Euro Anleihe platziert, deren Verzinsung an die Erreichung bestimmter Nachhaltigkeitsziele gekoppelt ist. Insgesamt wurden Anleihen mit einem Volumen von mehr als 700 Millionen Euro platziert.

Neue Ambitionen im 2030+ Sustainability Ambition Framework

Diese Erfolge stehen im Einklang mit den Zielen, die Henkel im Jahr 2010 in einer langfristigen Strategie festgelegt hat. Nach einem erfolgreichen Jahrzehnt hat Henkel im vergangenen Jahr unter Berücksichtigung externer Entwicklungen und Erwartungen seine Strategie und seine Ambitionen weiterentwickelt. Das Ergebnis ist das neue 2030+ Sustainability Ambition Framework. Darin hat Henkel neue und zusätzliche langfristige Ambitionen definiert, die dazu beitragen sollen, Wirtschaft und Gesellschaft in Zukunft noch nachhaltiger zu gestalten.

Henkel’s 2030+ Sustainability Ambition Framework besteht aus drei Dimensionen:

  • Natur: Henkel will eine kreislauforientierte und CO2-neutrale Zukunft ermöglichen. Hierfür gestaltet es sein Geschäft, seine Produkte und seine Rohstoffe auf Basis innovativer Technologien um.
  • Gemeinschaft: Henkel wird als Unternehmen und mit seinen Marken Menschen helfen, ein besseres Leben zu führen. Dafür fördert das Unternehmen Chancengerechtigkeit und Bildung und stärkt Gesundheit und Wohlergehen.
  • Partner: Henkel steigert seine Leistung und treibt den Systemwandel mit Integrität voran – basierend auf seinen Unternehmenswerten, wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Leidenschaft für innovative Technologien.

„Wir wollen sicherstellen, dass die Ambitionen des Rahmenwerks sowohl den Erwartungen unserer Stakeholder in Bezug auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen (ESG) als auch unserem steigenden Engagement in diesen Bereichen entsprechen“, erklärte Ulrike Sapiro, Chief Sustainability Officer bei Henkel. „Wir haben genau analysiert, wo wir noch einen Schritt weiter gehen, schneller handeln und mutiger sein können. Eines unserer wichtigsten Ergebnisse war, dass wir unsere Produktion nun schon bis 2030 klimapositiv gestalten wollen – 10 Jahre früher als ursprünglich geplant.“

Die wichtigsten neuen Ambitionen sind:

  • Klimapositive Produktion bis 2030 und „net-zero Pfad“ für Scope 3-Emissionen (vom Rohstoffeinsatz bis zum Verkauf) nach den Richtlinien der Science Based Targets Initiative (SBTI)
  • Kreislaufbewirtschaftung von Wasser und Abfallstoffen in der Produktion bis 2030
  • Geschlechterparität über alle Managementebenen hinweg bis 2025
  • Ausweitung der Bildungsprogramme für die Gesellschaft und des freiwilligen gesellschaftlichen Engagements
  • Gestaltung der Arbeitswelt der Zukunft für Henkel und die Mitarbeitenden durch Weiterentwicklung des 2021 initiierten „Smart Work“-Programms

„Wir wissen, dass sich die Welt um uns herum, die Erwartungen unserer Stakeholder und die Möglichkeiten, Nachhaltigkeit voranzutreiben, ständig verändern. Deshalb soll unser 2030+ Sustainability Ambition Framework regelmäßig überprüft, aktualisiert und um neue Ziele und Ambitionen erweitert werden“, sagte Ulrike Sapiro.

Bildunterschrift: Für Henkel-Chefin Simone Bagel-Trah, hier im Gespräch mit unserer Vorsitzenden Jutta Zülow und unserem Hauptgeschäftsführer Michael Grütering, steht das Thema „Nachhaltigkeit“ ganz oben auf der Agenda. Foto: Frank Wiedemeier

Tag der gesunden Ernährung am 7.3.: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland

Wie kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen am heimischen Arbeitsplatz präventiv begegnet werden? Neben ausreichend körperlicher Bewegung und Verzicht auf schädliche Substanzen wie Nikotin, kann gesunde Ernährung dabei unterstützen. Folgende Tipps gibt Dr. Anika Peschl vom ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V.:

+ Verzicht auf stark salzhaltige Fertiggerichte: Im Homeoffice fällt der Gang in die Kantine weg. Zur schnellen Nahrungsaufnahme sind Fertigprodukte mit einem häufig hohen Salzgehalt nicht günstig. Dadurch kann der Blutdruck steigen. Eher sinnvoll: Beschäftigte können am Abend zuvor eine gesunde, möglichst salzarme Mahlzeit vorbereiten, die dann in der Mittagspause aufgewärmt wird.

+ Reichlich Wasser trinken: Eine hohe Wasserzufuhr kann das Risiko, eine koronare Herzerkrankung zu entwickeln, reduzieren. Deswegen sollte auch am heimischen Arbeitsplatz das Trinken nicht vergessen werden. Routinen können helfen: Etwa ein Glas Wasser direkt nach dem Aufstehen trinken und eine Kanne ungesüßten Tee oder eine Flasche Wasser in Sichtweite platzieren.

+ Fokus auf gesunde Fette und Vollkornprodukte sowie Verzicht auf zu viel Zucker:Omega-3-Fettsäuren senken den Cholesterinspiegel und schützen vor gefährlichen Gefäßverkalkungen. Entsprechend sollte selbstgemischtes Müsli, Salat mit gesunden Ölen, Avocado und Nüssen sowie Vollkornbrot und magerem Fleisch oder Fisch bevorzugt werden.

+ Genussmittel in Maßen: Im Homeoffice sollte natürlich auf den Konsum von alkoholischen Getränken verzichtet werden. Kaffee kann sich in moderaten Mengen positiv auf die Herzgesundheit auswirken. Wie viel Koffein für den Körper gesund ist, hängt auch von genetischen Faktoren ab. Hier ist es also sinnvoll, auf den eigenen Körper zu hören.
40 % aller Sterbefälle in Deutschland sind auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen*

Sie gehören zudem zu den sechs großen Krankheitsgruppen, die Arbeitsunfähigkeit verursachen**. Die Arbeit im Homeoffice kann sich zwar durch eventuelle Stressminderung (z. B. durch die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben) positiv auf Herz und Kreislauf auswirken. Allerdings kann der häufig damit verbundene Bewegungsmangel negative Folgen für das Herz-Kreislaufsystem haben. Ein gesunder Lebensstil kann die positiven Effekte des Arbeitens im Homeoffice erhöhen.

Der Mix machts: Eigenverantwortung und Aufklärungsarbeit
Zum großen Teil sind die Beschäftigten selbst gefragt, ihren Lebensstil anzupassen. Der Arbeitgeber kann auf der anderen Seite durch Aufklärungsarbeit im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung über gesunde Ernährung informieren. So können Unternehmen beispielsweise eine Ernährungsberatung und Impulsvorträge anbieten sowie Ernährungsinformationen über verschiedene Kanäle (z. B. Betriebszeitung, Aushänge) streuen.

Schwere Einbußen für die Wirtschaft – Düsseldorfer Unternehmen sollten ihre Geschäftsprozesse analysieren, neu bewerten und ggf. auch überdenken

Steigende Energiepreise, gestörte Lieferketten, gefährdete Produktionsstandorte, Wirtschaftssanktionen: Wirtschaftsexperten sehen schwere Einbußen für die Unternehmen und senken reihenweise ihre Prognosen. Die DZ Bank nahm ihre Vorhersage für den Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr von 3,0 auf 1,9 Prozent zurück, die Ratingagentur Scope von 4,4 auf 3,5 Prozent.

Die Kriegshandlungen Russlands führen zur Unterbrechung von Lieferketten. Der Transport ist eingeschränkt, die Produktion in Zulieferbetrieben fällt aus. Schon jetzt müssten die Unternehmen in Düsseldorf ihre Geschäftsprozesse und Businessstrategien analysieren, neu bewerten und ggf. auch überdenken, hieß es am Freitag (04.03.) im Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“. Die Mitglieder der Düsseldorfer Arbeitgeberverbände und des Außenhandelsverbandes NRW werden über die aktuellen Ereignisse stets auf dem Laufenden gehalten über das Rundschreibensystem der Verbände, über die Webseiten (unternehmerschaft.de und ahvnrw.de) sowie über Podcast- und Radiosendungen auf Antenne Düsseldorf.

Im vergangenen Jahr war das deutsche Handelsvolumen mit Russland um über 34 Prozent auf knapp 60 Milliarden Euro gestiegen. Rund 250.000 Stellen bei Unternehmen in Deutschland hingen von Exporten nach Russland ab. „Eine vollständige Isolation Russlands könnte auch den Rest der Welt ökonomisch schwer treffen. Jede Sanktion zum Schaden Russlands ist auch eine Sanktion, die dem Rest der Welt schadet“, sagt Klaus-Jürgen Gern, Experte für internationale Entwicklungen im Konjunkturteam des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel) im Gespräch mit tagesschau.de.

Auch viele Düsseldorfer Unternehmen betreiben bzw. betrieben Handel mit der Ukraine und Russland. „Unser Außenhandel blickt sorgenvoll in dieses Jahr“, sagte uns Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels. „Der Angriff Russlands auf die Ukraine wird tiefgreifende Einschnitte auch für den gesamten Außenhandel mit sich bringen. Auch wenn der Anteil des Außenhandels mit der Ukraine und Russland am Gesamtvolumen bei unter 3 Prozent liegt, sind die Folgen substantiell. Die stark steigenden Energie- und Rohstoffpreise werden breite Teile der deutschen Wirtschaft zusätzlich belasten. Die Lieferprobleme und Lieferengpässen werden sich punktuell verschärfen. Wir rechnen mit deutlichen Folgeproblemen im Logistikbereich durch Fahrermangel, verringerte Luftfrachtkapazitäten und weitere Engpässe bei der Seefracht“.

Der Dachverband aller deutschen IHKs, der DIHK mit Sitz im Berliner „Haus der Wirtschaft“, korrigiert seine Prognose für 2022, sieht aber noch keine Rezession.

Aufgrund des Krieges kommt es auch zu Produktionsunterbrechen in deutschen Autowerken. Es fehlen beispielsweise wichtige Teile von Zulieferern in der Ukraine fehlen.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet außerdem mit einer Knappheit und einem Preisanstieg bei Rohmaterialien. Die deutschen Auto-Hersteller haben im vergangenen Jahr etwas mehr als 40.000 Fahrzeuge in beide Länder – Russland und Ukraine – exportiert. Konkret waren es 4.100 Pkw in die Ukraine und 35.600 Pkw nach Russland. Dies entspricht 1,7% aller aus Deutschland heraus exportierten Pkw. Russland steht bei den Pkw-Exporten aus Deutschland auf Platz 18.

In Russland selbst produzierten die deutschen Hersteller 170.000 Pkw in 2021, die weitgehend auch dort abgesetzt wurden. Der Marktanteil deutscher Hersteller in Russland liegt bei knapp 20 Prozent. Die deutsche Automobilindustrie – Hersteller und Zulieferer zusammengefasst – unterhält etwa eigene 43 Fertigungsstandorte in Russland und sechs der Ukraine. Zudem gibt es weitere internationale Werke die Komponenten zuliefern.

Fotoquelle (Archiv): henkel.de

„Sanktionstracker“: In einer Woche 977 Sanktionen gegen Russland verhängt

(rnd) Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine haben westliche Staaten zahlreiche Sanktionen verhängt. Immer wieder kommen neue hinzu. Einen tagesaktuellen Überblick über alle aktuell verhängten Sanktionen bietet das stiftungsfinanzierte Rechercheprojekt „Correctiv“ an – in Form eines „Sanktionstrackers“. Laut aktuellen Zahlen des Projekts (Stand: 3. März) wurden allein seit dem 22. Februar 977 Sanktionen gegen Russland verhängt, seit März 2014 sind es 4358 Sanktionen.

Quelle: Redaktionsnetzwerk Deutschland

Chemie-Arbeitgeber warnen vor Folgen des Ukraine-Kriegs

Im Vorlauf der bundesweiten Tarifverhandlungen haben die Chemie-Arbeitgeber vor den wirtschaftlichen Folgen der russischen Invasion in die Ukraine als „sicherlich schwerwiegend“ gewarnt. Die wirtschaftlichen Folgen werden sicherlich schwerwiegend sein. „Wir müssen die Lage weiter beobachten und die wirtschaftlichen Auswirkungen im Laufe der Verhandlungen bewerten“, so Matthias Bürk, Verhandlungsführer der hessischen Chemie-Arbeitgeber.

Im Vorlauf der bundesweiten Tarifverhandlungen haben die Chemie-Arbeitgeber vor den wirtschaftlichen Folgen der russischen Invasion in die Ukraine als „sicherlich schwerwiegend“ gewarnt.

Der Verhandlungstag war geprägt von einer intensiv geführten Debatte über die wirtschaftliche Lage und die zukünftigen Herausforderungen, die angesichts des Kriegsgeschehens in der Ukraine noch größer werden könnten.

Die Gewerkschaft  fordert eine Entgelterhöhung mit dem Ziel der Kaufkraftsteigerung sowie eine Erhöhung der Nachtschichtzuschläge auf 25 Prozent. Diese Forderungen lehnen die Chemie-Arbeitgeber als zu teuer ab. „Ich habe nach dem heutigen Tag den Eindruck gewonnen, dass die IGBCE die notwendigen Konsequenzen der stattfinden Transformation unserer Branche noch nicht ausreichend verinnerlicht hat“, betont der Verhandlungsführer der hessischen Chemie-Arbeitgeber Matthias Bürk (Merck KGaA; links im Bild).

Klimaneutrale Produktion, Digitalisierung, demografischer Wandel, Kreislaufwirtschaft und EU-Chemikalienpolitik seien Themen, die auch in Hessen Milliardeninvestitionen der Unternehmen erforderlich machen. „Gelingt uns der Umbruch nicht, stehen der Industriestandort und damit Arbeitsplätze auf dem Spiel“, erklärt Bürk.

Daher müsse die Gewerkschaft mit realistischeren Einschätzungen der Lage in die Bundesrunde gehen und den enormen Finanzierungsbedarf der Unternehmen auch im Interesse der Beschäftigten stärker in den Blick nehmen.

Der Verteilungsspielraum sei bereits vor der aktuellen Krise deutlich eingeschränkt gewesen, denn die massiv gestiegenen Energie-, Rohstoff- und Materialkosten schmälerten die Erträge.

So gaben in einer Verbandsumfrage Anfang Februar 91 Prozent der hessischen Mitgliedsunternehmen an, dass ihr Geschäft durch die sehr hohen Energiekosten stark beeinflusst wird. 90 Prozent benennen gestiegene Rohstoffkosten und 86 Prozent Lieferengpässe bei Vorprodukten als größte Belastungsfaktoren.

Die russische Invasion war zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar. Ihre wirtschaftlichen Folgen werden aber sicherlich schwerwiegend sein. „Wir müssen die Lage weiter beobachten und die wirtschaftlichen Auswirkungen im Laufe der Verhandlungen bewerten“, so Bürk.

Mit Blick auf die weiteren Tarifverhandlungen betonte der Verhandlungsführer: „Wir bewegen uns nicht im luftleeren Raum. Sich ausschließlich auf vordergründig positive Umsatzzahlen der Vergangenheit zu fokussieren, greift zu kurz. Wir müssen jetzt als Sozialpartner gemeinsam ein positives Wirtschaftsumfeld für unsere Unternehmen schaffen, damit wir auch im Interesse unserer Beschäftigten in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben.“ Dies könne nur mit angemessenen Kosten ‑ auch beim Faktor Arbeit – gelingen.

Die derzeitig stark verzerrte Inflation könne auf keinen Fall der Maßstab für unverhältnismäßige Sprünge in einer Hochlohnbranche wie der Chemie sein. „Die chemisch-pharmazeutische Industrie hat in der Vergangenheit durch ihre Tarifverträge die Teuerungsraten in Summe stetig übertroffen. Seit 2010 sind die Verbraucherpreise um 20 Prozent gestiegen, die Tarifentgelte aber um 30 Prozent. So können wir jetzt nicht mehr weitermachen“, sagt Bürk abschließend.

In den nächsten Tagen folgen weitere regionale Runden in den anderen Tarifbezirken, bevor am 21. und 22. März 2022 auf Bundesebene in Hannover weiterverhandelt wird.

DRK in unserer Stadt: Spenden für wirkungsvolle humanitäre Hilfe für die Ukraine

Die Not der Ukrainerinnen und Ukrainer sowohl im Land als auch auf der Flucht und damit ihr Bedarf an humanitärer Hilfe ist immens und wächst immer weiter. Geldspenden sind in der gegenwärtigen Lage die beste und wirkungsvollste Art zu unterstützen. 

„Wir wissen, dass die Betroffenheit auch unter den Düsseldorfern angesichts der entsetzlichen Ereignisse in der Ukraine groß ist und der Wunsch, den betroffenen Menschen Unterstützung zu bieten, ebenso. Es ist überwältigend zu sehen, wie schnell und engagiert die Zivilgesellschaft auf allen Ebenen zu helfen bereit ist. Dies trifft auf unzählige Privatpersonen, kleine und große Initiativen, Unternehmen und natürlich auch auf all unsere ehrenamtlichen und hauptamtlichen Rotkreuzler:innen zu. Auch wenn es für viele weniger persönlich und ungreifbarer erscheinen mag, sind Geldspenden tatsächlich in der gegenwärtigen Lage die beste und wirkungsvollste Art, um die humanitäre Hilfe im Ausland zu unterstützen“, sagt Stefan Fischer, Vorsitzender des Vorstands DRK-Düsseldorf.

„Damit die Hilfe tatsächlich ankommt, bitten uns all unsere Schwestergesellschaften in der Ukraine und den Nachbarländern sehr eindringlich darum, die stark beanspruchten Logistik- und Hilfeleistungsstrukturen nicht zu blockieren. Gut gemeinte, aber nicht abgestimmte Lieferungen füllen Lagerhäuser, binden Transport- und Sortierkapazitäten. Sie helfen leider nicht, sie behindern vielmehr die humanitäre Arbeit vor Ort. Es bestehen seitens unser Schwestergesellschaften momentan keinerlei Kapazitäten zur Annahme nicht zentral abgesprochener und nicht zentral angeforderter Hilfslieferungen und Unterstützungsangebote“, so Fischer weiter.

Geldspenden sind gegenüber Sachspenden wesentlich effektiver: Ihr großer Vorteil ist es, dass sie sehr flexibel eingesetzt werden können. Damit lässt sich die humanitäre Hilfe gezielter an die jeweiligen Bedarfslagen vor Ort anpassen. Dies ist absolut erforderlich in Situationen, die sich beständig ändern und höchst unvorhersehbar sind, wie aktuell in der Ukraine und ihren Nachbarländern.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung:

IBAN: DE63370205000005023307

BIC: BFSWDE33XXX

Stichwort: Nothilfe Ukraine

NRW-Unternehmensverbände: Modernisierungsprozess des Landes nach NRW-Landtagswahl mit noch mehr Tempo fortsetzen

Die nordrhein-westfälischen Unternehmer haben die Landespolitik aufgefordert, den Modernisierungs- und Erneuerungsprozess Nordrhein-Westfalens nach der Landtagswahl mit noch mehr Tempo fortzusetzen. „Stillstand oder gar Rückschritt können wir uns nicht leisten, die Herausforderungen sind gewaltig“, sagte der Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw), Arndt G. Kirchhoff, am Mittwoch in Düsseldorf. Er erwarte, dass die Wirtschafts- und Standortpolitik in der nächsten Legislaturperiode einen noch größeren Stellenwert einnehme. Nordrhein-Westfalen müsse sich seine Zukunftsfähigkeit immer wieder aufs Neue erarbeiten. „Deshalb ist das Werben für und das Ermöglichen von privaten Investitionen die Kernaufgabe für die Landespolitik der nächsten Jahre“, betonte Kirchhoff bei der Vorlage eines „Wirtschaftspolitischen Papiers“ seiner Organisation zur Landtagswahl 2022 mit Forderungen und Erwartungen der Wirtschaft an eine neue Landesregierung.

Der NRW-Unternehmerpräsident bescheinigte der amtierenden Landesregierung, in den vergangenen fünf Jahren vieles zum Besseren bewegt zu haben. Die wirtschaftspolitische Grundstimmung habe sich eindeutig gebessert. Die Wirtschaftspolitik sei deutlich innovations- und investitionsfreundlicher geworden. „Nicht der komplette, aber doch so mancher bürokratische Unsinn wurde beseitigt“, erklärte Kirchhoff. Gleichzeitig warnte er die Landespolitik, nach der Wahl in alte Verhaltensmuster zurückzufallen. Im Jahr 2017 sei Nordrhein-Westfalen ein Land gewesen, das als Sinnbild für wirtschaftsfeindliche Überregulierung sowie bürokratische Sonderwege gegolten und unter einer bundesweiten Schlusslicht-Debatte gelitten habe. Nordrhein-Westfalen sei teilweise sogar als Sozialfall der Republik betrachtet worden.

Die Unternehmerinnen und Unternehmer im Land erwarteten von einer neuen Landesregierung einen klaren Fokus auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Angesichts der weltweit ambitioniertesten Klimaziele in Deutschland sei der Veränderungs- und der Zeitdruck für die Unternehmen immens. Diesen fundamentalen Wandel der Wirtschaft ökonomisch, ökologisch und sozial zu stemmen könne technisch, zeitlich und auch finanziell anspruchsvoller nicht sein. „Ich habe es schon oft gesagt: Zwingende Voraussetzung für all dies sind viel schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren“, sagte Kirchhoff. Das gelte für den Ausbau der Erneuerbaren Energien, für den Aufbau von Stromnetzen und Speicherkapazitäten und natürlich auch für die Erstellung neuer Anlagen für klimaneutrale Produktionsprozesse und ressourcenschonende Produkte. Zugleich forderte Kirchhoff, die Anstrengungen bei der Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur entschlossen fortzusetzen. „Nach jahrzehntelangen parteiübergreifenden Versäumnissen hat die amtierende Landesregierung hier den Hebel endlich umgelegt“, so Kirchhoff. Auch nach der Landtagswahl dürfe es beim Ausbau von Straßen, Brücken, Schleusen und Schienenwegen keinen verkehrspolitischen Richtungswechsel geben.

Mit Blick auf den russischen Überfall auf die Ukraine erklärte der NRW-Unternehmerpräsident, die nordrhein-westfälische Wirtschaft unterstütze uneingeschränkt die Entscheidungen der Politik, mit denen sie auf den massiven Bruch des Völkerrechts durch Russland reagiere. „Unsere Unternehmen und wir Verbände wissen um unsere Verantwortung“, sagte Kirchhoff. Man müsse erkennen, dass sich zumindest derzeit Demokratie und westliche Werte nicht überall in der Welt durchsetzen ließen. Moralische Überlegenheit allein reiche offensichtlich nicht immer aus. „Wenn wir unsere Freiheit und unsere Werte verteidigen wollen, dann müssen wir moralisch Stärke zeigen und auch wirtschaftlich stärker sein als die Diktaturen dieser Welt“, betonte Kirchhoff. Deshalb sei Deutschland und Europa auch jenseits aller sozial- und gesellschaftspolitischen Fragen existenziell auf wirtschaftlichen Erfolg angewiesen. Und das müsse deutsche und europäische Politik wieder deutlich stärker zur Leitlinie ihres Handelns machen, so Kirchhoff.

BILDUNG.WIRTSCHAFT.NRW – 5. Online-Informationsveranstaltung für Unternehmen: „Fachkräfte binden und gewinnen durch geförderte Weiterbildung“

Das Bildungswerk der Nordrhein-Westfälischen Wirtschaft e.V. (BWNRW) und die Fortbildungsakademie der Wirtschaft gGmbH (FAW) haben in Nordrhein-Westfalen unter dem Motto BILDUNG.WIRTSCHAFT.NRW eine enge Kooperation vereinbart.

Ziel dieser Kooperation ist es, den Unternehmen in Nordrhein-Westfalen ein hochwertiges, wirtschaftsnahes und passgenaues Angebot an geförderter Weiterbildung zu unterbreiten. Die Unternehmen erhalten auf diese Weise Unterstützung dabei, ihren Beschäftigten – auch vor dem Hintergrund der aktuellen Transformationsprozesse –  eine zukunftsorientierte Anpassung beruflicher Kompetenzen zu ermöglichen. Bestehende Tätigkeitsfelder ändern sich gegenwärtig quer durch alle Branchen, und oftmals wird es schwieriger, geeignete Fachkräfte zu finden. Umso wichtiger ist es, vorhandene Beschäftigte zu binden und durch passgenaue Weiterbildungsangebote fit für die Zukunft zu machen.

Ein wesentlicher Bestandteil des gemeinsamen Angebotes sind Teilqualifizierungen (TQ), die im Rahmen der ARBEITGEBERINITIATIVE TEILQUALIFIZIERUNG „Eine TQ besser!“ gemeinsam von den Bildungswerken der deutschen Wirtschaft entwickelt wurden. TQ bieten die Möglichkeit, sich schrittweise bis zum vollständigen Berufsabschluss weiterzubilden. Da jedes TQ-Modul ein in sich geschlossenes Kompetenzbündel umfasst und die Übernahme von Aufgaben in einem konkreten betrieblichen Einsatzgebiet ermöglicht, eignen sich bestimmte TQs auch als Zusatzqualifikation für qualifizierte Beschäftigte im Transformationsprozess. So können
z. B. langjährige Beschäftigte mit einer fachfremden oder veralteten Ausbildung damit modular für neue Aufgaben im Betrieb qualifiziert werden.

Im Rahmen der

5. Online-Informationsveranstaltung für Unternehmen:
„Fachkräfte binden und gewinnen durch geförderte Weiterbildung“
am Dienstag, 29. März 2022, 11.00 – 12.00 Uhr
möchten wir interessierte Mitgliedsunternehmen aus Ihren Verbänden über die Möglichkeiten einer Weiterbildungsförderung für Beschäftigte informieren und laden hierzu herzlich ein. Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Einladung an geeignete Ansprechpartner in den Unternehmen weiterleiten. Anmeldungen nimmt Frau Elke Finke (Projektleitung BILDUNG.WIRTSCHAFT.NRW) gerne per Mail (elke.finke@faw.de) oder telefonisch (Tel.: 0521-787 156 18) entgegen. Die Zugangsdaten zum Webex-Meeting werden nach der Anmeldung versandt.In der einstündigen Veranstaltung wird u. a. erläutert, was eine Teilqualifizierung ist, welche Kompetenzen (und Berufe) damit erlernt werden können, wie diese in der Praxis umgesetzt werden und welche Fördermöglichkeiten existieren (je nach Konstellation bis zu 100 Prozent). TQ können z. B. im Rahmen des so genannten „Qualifizierungschancengesetzes“ durch die Agenturen für Arbeit gefördert werden.

Neben den Weiterbildungskosten können dabei während der Qualifizierung auch Zuschüsse zum Entgelt gezahlt werden. Je kleiner ein Betrieb ist, desto höher ist in der Regel auch die Förderung. Teilqualifizierungen haben außerdem den Vorteil, dass sie flexibel umgesetzt werden können, z.B. in Voll- oder Teilzeit, als Schulung in Präsenz oder im virtuellen Klassenzimmer.