Digital, informell, jederzeit: Das neue Feedbacktool von Henkel

Einmal im Jahr fürs Feedbackgespräch zu den Vorgesetzten – so ist es in vielen Unternehmen noch immer üblich. Doch nicht immer erzielt das erteilte Feedback seine volle Wirkung. Im schlimmsten Fall fühlen sich die Mitarbeiter:innen persönlich kritisiert oder ungerecht behandelt. Was in der Arbeitswelt von heute zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist informelles Feedback – also Feedback, das spontan auf dem kurzen Dienstweg gegeben wird, somit direkter und weniger hierarchisch ist. Henkel hat beispielsweise mit einem digitalen Feedbacktool eine solche Möglichkeit geschaffen, schnell, unkompliziert und jederzeit positives Feedback einzuholen und zu erteilen.

Konstruktives Feedback als Werkzeug für persönliche und berufliche Entwicklung

In einer immer komplexer werdenden Welt sind lebenslanges Lernen und stetige Weiterentwicklung essenzielle Bedingungen für unternehmerischen und persönlichen Erfolg. Fachliches Wissen wird wichtiger denn je, ändert sich aber mit der gleichen Geschwindigkeit, mit der sich Technologien und Märkte ändern. Und auch den sogenannten Soft Skills wie Problemlösefähigkeit und Kommunikation kommt eine entscheidende Bedeutung zu. Ein Kulturwandel zeichnet sich ab. Um mit ihm mithalten und sich entsprechend persönlich wie beruflich weiterentwickeln zu können, ist eine offene Feedback- und Fehlerkultur ein wichtiger Faktor – denn sie hilft dabei, eine neue Perspektive einzunehmen, eigene Stärken und Schwächen zu identifizieren sowie Fehler besser zu reflektieren. Allerdings: Sowohl Feedback zu erhalten als auch Feedback zu geben, ist oft mit Hemmungen verbunden. Was denken andere über uns und was werden sie sagen? Wie sollen die eigenen Gedanken und Einschätzungen transportiert werden? Auch, wenn es nicht immer leicht ist: Konstruktives Feedback lebt genau von diesem Perspektivwechsel und ist – richtig gegeben – ein sehr gutes Werkzeug für die persönliche und berufliche Weiterentwicklung.

Gute Feedback- und Fehlerkultur wichtig für den Unternehmenserfolg

Auch für den Erfolg eines Unternehmens ist eine gute Feedback- und Fehlerkultur entscheidend. Wo Fehler zugelassen und offen angesprochen werden können, entstehen Chancen, aus ihnen zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen. Und ein häufig ausgesprochenes Lob führt dazu, dass Mitarbeiter:innen sich stets in ihrem Tun bestätigt und wertgeschätzt fühlen. Es motiviert, weiter über sich hinauszuwachsen. Eine fehlerfreundliche und wertschätzende Feedbackkultur trägt also zu einer besseren Arbeitsatmosphäre bei – und sichert außerdem die Innovationsfähigkeit von Unternehmen. Daher ist es wichtig, im Arbeitsalltag regelmäßig Zeit und Raum für konstruktives Feedback zu schaffen. Das kann in Jour fixe-Terminen oder projektbezogen, aber immer möglichst zeitnah und direkt geschehen.

Digitales Feedbacktool: Lob erteilen mit wenigen Klicks und virtuellen Kärtchen

Bei Henkel findet der Prozess des Feedbackgebens ganzjährig statt. Als Ergänzung zu den Beurteilungsgesprächen setzt das Unternehmen ein digitales Feedbacktool ein. Über dieses können Mitarbeiter:innen sowohl von Kolleg:innen als auch Vorgesetzten Wertschätzung und direktes Feedback einholen – und zwar zu jeder Zeit. Das Feedbacktool funktioniert so: Mitarbeiter:innen schicken ausgewählten Kolleg:innen per Klick eine Feedbackanfrage. Die angefragte Person erhält dann eine E-Mail mit der Bitte, die Anfrage zu beantworten. Sie hat Gelegenheit zu schreiben, was ihr besonders gut gefallen hat. Die Wertschätzung erfolgt in Form virtueller „Kudos“-Kärtchen mit der Aufschrift „Great Job!“, „Glückwunsch“, oder „Dankeschön“, die auf der Feedback-Seite der fragenden Person angezeigt wird.

Henkel etabliert neue Feedbackkultur

Der Fokus liegt dabei ganz bewusst auf einem allzeit verfügbaren Angebot, das so unkompliziert ist, dass man es wirklich nutzt. Auf diese Weise nimmt Henkel den Kulturwandel ernst – und fördert ihn umfassend. Gerade in Zeiten mobilen oder hybriden Arbeitens, in denen physisches Zusammenarbeiten weniger wird, sind kleine Zeichen der Aufmerksamkeit besonders wichtig. Dank des Feedbacktools sind sie ohne physischen Kontakt und mit wenigen Klicks möglich. Damit etabliert Henkel eine neue Feedbackkultur. Eine Kultur, in der Feedback zur selbstverständlichen Routine wird und jederzeit angefordert oder gegeben werden kann, unabhängig von Unternehmensstrukturen und -bereichen.

Die Feedbackkultur der Zukunft

Eine moderne Feedbackkultur wird bei Henkel zum Zukunftskonzept. Denn wenn Hybrid-Modelle aus Homeoffice und Präsenzzeit im Unternehmen zum „New Normal“ werden, erschwert das auch „informelles Feedback“: Bisher boten zufällige Begegnungen in der Kaffeeküche oder der Small Talk vor Beginn eines Meetings die Chance, Lob zu äußern oder auch Anregungen zu geben. Mit den virtuellen Kudos-Karten kann man Kolleg:innen ganz einfach mal loben. Digitale Feedbacktools ermöglichen einen Austausch, der unkompliziert, unabhängig von Zeit und Raum und trotzdem direkt und emotional ist. Indem Henkel die Hürden, Feedback zu geben, senkt, erhöht das Unternehmen gleichzeitig die Motivation und schafft die Grundlage für weitere Veränderungen. Die Zufriedenheit steigt und der Kulturwandel schreitet voran – Schritt für Schritt, Feedback für Feedback.

Quelle: https://www.henkel.de/spotlight/2021-10-05-konstruktive-kritik-erwuenscht-so-gelingt-eine-offene-feedbackkultur-1344464

Metro in Düsseldorf feiert „unabhängige Unternehmen“

Zum 6. Mal in Folge begeht METRO am 12. Oktober in 23 teilnehmenden Ländern den jährlichen Own Business Day. Dabei ruft der Großhändler jeden 2. Dienstag im Oktober die Öffentlichkeit dazu auf, unabhängige Unternehmer zu unterstützen und ihre Arbeit zu würdigen. Vor dem Hintergrund der pandemiebedingten Lockdowns erinnert der diesjährige Own Business Day vor allem an die Resilienz und Relevanz unabhängiger Unternehmen, die den Alltag vieler Menschen bereichern. Die Illumination lokaler Wahrzeichen mit den Namen ausgewählter unabhängiger Unternehmen in Düsseldorf und 6 weiteren Städten in Europa und Asien soll eine klare Botschaft der Unterstützung an die Öffentlichkeit senden. Darüber hinaus sind am 12. Oktober verschiedene Veranstaltungen und Sonderangebote sowie Geschenke für METRO Kunden geplant.

Ob der kleine Blumenladen um die Ecke, das gemütliche Café nebenan oder das traditionelle Restaurant, das bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt ist – unabhängige Unternehmer haben in den letzten rund 2 Jahren stark unter den Lockdowns und COVID-Restriktionen gelitten. Auch musste die Gesellschaft auf sie und das sozial Verbindende ihrer Tätigkeit verzichten, sowie auf die Freude, die mit einem Besuch im Café oder Restaurant verbunden ist. Der Own Business Day 2021 steht daher unter dem Motto „Ohne Euch macht’s keinen Spass!“ und soll daran erinnern, dass die bewusste Entscheidung, am 12. Oktober und danach in diesen Geschäften einzukaufen oder zu essen, für das Überleben und die Erhaltung dieser Betriebe entscheidend ist.

„Die letzten rund 2 Jahre haben uns noch einmal besonders vor Augen geführt, was für eine wichtige Rolle inhabergeführte Restaurants, Bars und Cafés, aber auch die kleinen unabhängigen Händler in unserem Alltag spielen. Sie sind nicht nur der Schlüssel für lebendige und zukunftsfähige Innenstädte – sie stärken unser soziales Miteinander und sind ein Garant für die Vielfalt auf unseren Straßen“, sagt Dr. Steffen Greubel, Vorstandsvorsitzender der METRO AG. „Daher ist es uns ein großes Anliegen, die Öffentlichkeit konsequent und bei jeder Gelegenheit auf diese Selbstständigen aufmerksam zu machen, sie in jeglicher Hinsicht zu unterstützen, sie zu feiern und ihnen Danke zu sagen. Grad in diesen herausfordernden Zeiten
ist dies wichtiger denn je.“

Am Own Business Day 2021 werden wieder farbenfrohe Illuminationen in Düsseldorf, dem Heimatort der METRO, Pakistan sowie in weiteren europäischen und asiatischen Städten – etwa Zagreb, Warschau, Krakau, Kattowitz und Posen – leuchten. So wird in Düsseldorf erneut ab dem 9. Oktober der Rheinturm mit Namen von 50 selbstständigen Düsseldorfer Unternehmen beleuchtet, um so ein starkes Zeichen zu setzen. Auch die Zentrale der METRO AG wird sich an der Illumination beteiligen, indem ausgewählte Firmennamen angestrahlt werden. Der Kö-Graben und seine Umgebung in Düsseldorf werden zu den Feierlichkeiten mit besonderen Dekorationen geschmückt.

Zudem ist in den Ländern, in denen METRO vertreten ist, eine Vielzahl von Veranstaltungen und Aktivitäten geplant. So lädt METRO Deutschland beispielsweise 35 seiner Kunden zu einem exklusiven Kochevent mit dem Sternekoch Tim Raue ein. MAKRO Portugal nimmt an der kulinarischen Veranstaltung „Rota dos Sabores da Baía“ in Seixal als offizieller Sponsor
und Lieferant teil, um lokale Restaurants zu fördern, die regionale Küche unterstützen. METRO Rumänien wird diesen besonderen Tag mit insgesamt 22 Neueröffnungen von LaDoiPasi-Läden begehen. LaDoiPasi ist ein landesweiten Lebensmittel-Franchisenetz, das METRO Rumänien für lokale Unternehmer ins Leben gerufen hat.

Ein weiteres Highlight: METRO richtet erneut eine politische Diskussionsrunde in Düsseldorf aus, in diesem Jahr mit Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, lokalen unabhängigen Unternehmern sowie mit ausgewählten Experten. Statt „business as usual“ ist es jetzt an der Zeit, neue Ideen zu fördern und umzusetzen. Die Gastro-Branche hat während der Pandemie ihr Innovationspotenzial unter Beweis gestellt. Ziel des Abends ist es, über politische Rahmenbedingungen und staatliche Unterstützungsmöglichkeiten zu diskutieren, die notwendig sind, damit die Branche langfristig wachsen kann und ihre Rolle als Motor der Vielfalt in den Innenstädten gefördert wird. Die jüngst veröffentlichte Studie „Innenstadtinitiative“ der METRO AG und des Instituts für Handelsforschung, IFH Köln, hat die Schlüsselrolle der Gastro-Branche für die Attraktivität der Innenstädte und die Notwendigkeit einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen Gastronomie, Politik, Handel und Kultur deutlich gemacht.

Präsident Kirchhoff: „Ampel-Koalition muss beweisen, dass sie zu einer grundlegenden Modernisierung des Landes fähig ist“

Die nordrhein-westfälischen Unternehmer haben mit Blick auf die Sondierungsgespräche von SPD, Grünen und FDP einen verbindlichen Grundkonsens für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland gefordert. Der Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw), Arndt G. Kirchhoff, erklärte am Freitag in Düsseldorf, für Deutschland stehe in den nächsten vier Jahren extrem viel auf dem Spiel. Die Bewältigung der großen Zukunftsfragen von Klimaschutz, Digitalisierung, Alterung der Gesellschaft sowie die Sicherung von Wohlstand und Arbeitsplätzen verlangten nach einer absoluten Kraftanstrengung und einem schlüssigen Gesamtkonzept. „Ich traue das auch einer Ampel-Koalition durchaus zu“, sagte Kirchhoff. Angesichts der Wahlprogramme von SPD und Grünen sei dies jedoch alles andere als ein Selbstläufer. Umso mehr müssten die Ampel-Sondierer nun den Beweis antreten, dass sie gemeinsam wirklich zu einer grundlegenden Modernisierung des Landes fähig seien. „Was wir jetzt nicht brauchen sind Formel-Kompromisse, sondern konkrete Weichenstellungen, die mit Entschlossenheit und Tempo umgesetzt werden“, betonte Kirchhoff.

Eine neue Bundesregierung muss sich nach Worten des NRW-Unternehmerpräsidenten bewusst sein, dass die digitale und nachhaltige Transformation nur mit der großen Innovationskraft und massiven Investitionen der privaten Wirtschaft gelingen kann. „Wer hier auf Staatsgläubigkeit setzt, wird scheitern“, betonte Kirchhoff. Der Ausbau der digitalen Infrastruktur, von Smarten Netzen und neuen Speichertechnologien sowie der Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft müsse in erster Linie marktwirtschaftlich organisiert werden. Dies wiederum vertrage sich in keinster Weise mit neuen Belastungen bei Steuern und Abgaben oder Verboten für die Unternehmen. „Deshalb muss auch der wahlkampfgetriebene Überbietungswettbewerb von SPD und Grünen für neue soziale Wohltaten ein Ende haben“, forderte Kirchhoff. Der SPD traue er durchaus zu, dass sich die Partei auf ihre starken industriepolitischen Wurzeln besinne und der Industrie im Erneuerungs- und Modernisierungsprozess des Landes den Rücken stärke. An die Grünen appellierte er dafür zu sorgen, dass der Weg der Wirtschaft in die Klimaneutralität nicht mit steuer- und sozialpolitischen Hindernissen gefährdet werde.

Rheinmetall gewinnt mit Magnetventilen Aufträge im mittleren zweistelligen Mio EUR-Bereich

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall AG hat weitere strategisch bedeutsame Aufträge großer Automobilhersteller zur Lieferung von Schubumluftventilen der neuesten Generation erhalten. Für eine besondere Applikation des Turbo Bypass Valve Gen. 6, welches bei Turbomotoren Anwendung findet, verzeichnet Rheinmetall nun Abrufe im mittleren zweistelligen MioEUR-Bereich aus China und aus Lateinamerika.

Damit baut das Unternehmen seine Position als Weltmarktführer im Produktsegment Magnetventile weiter aus. Insgesamt wickelt das Unternehmen mit dieser kundenspezifischen Applikation des Schubumluftventils aktuell Projekte mit über 13 Millionen bestellten Komponenten und einem Gesamtauftragswert im hohen zweistelligen Millionenbereich ab.
Nach einem Pilotprojekt sowie dem Erstauftrag eines renommierten internationalen OEM für die spezifische Applikation bestellte nun ein großer chinesischer Autobauer 6,5 Millionen des Magnetventils in dieser kundenspezifischen Ausführung. Die Produktion der Teile wird „local for local“ in der Produktionsstätte in Kunshan (Großraum Shanghai) erfolgen. Der Auftrag hat eine Laufzeit von 2024 bis 2029. Hier handelt es sich zudem um den chinesischen Erstauftrag für das Ventil der neuesten Generation. Aktuell setzen bereits rund vierzig Automobilhersteller in China die Schubumluftventile aus dem Portfolio von Rheinmetall ein.

Zusätzlich beauftragte ein namhafter Automobilhersteller aus Lateinamerika das Unternehmen mit der Lieferung von 2 Millionen Turbo Bypass Valves dieser besonderen Applikation für den USMCA-Markt. Die Produktion soll voraussichtlich im Werk Niederrhein in Neuss erfolgen, wobei der Auftrag eine Laufzeit von 2024 bis 2030 hat. Die Ventile werden an Abgasturboladern oder im Luftkanal von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren oder Hybridantrieben eingesetzt.

Schubumluftventile sorgen nach einem Lastwechsel bei aufgeladenen Motoren dafür, dass die Drehzahl am Turbolader nicht absinkt und die Leistung unverzüglich wieder zum Beschleunigen bereitsteht. Die georderte sechste Generation des Magnetventils (Pierburg Turbo Bypass Valve Gen. 6) zeichnet sich durch besonders schnelle Öffnungszeiten aus und verbindet dies mit geringem Gewicht und kleiner Dimensionierung.

Da die neue Generation des Magnetventils mit diesen Merkmalen eine hohe Effizienz des Turboladers ermöglicht und gleichzeitig Bauraumvorteile bietet, wird sie aktuell weltweit nachgefragt. Zuletzt hatte ein namhafter amerikanischer Hersteller von Turboladern 1,5 Millionen dieser Magnetventile bestellt, die ab 2023 im Werk in Neuss gefertigt werden.

Mental-Coaching: Arbeiten mit Herz und Hirn – neue Podcastfolge online am Freitag ab 8 Uhr

Laut dem wohl bekanntesten Mental-Coach Dr. James Loehr ist mentale Stärke die Fähigkeit, sich ungeachtet der Wettkampfbedingungen (im Sport) oder entsprechenden Situationen (im Beruf- und Privatleben) an seiner oberen Leistungsgrenze zu bewegen. Professor Nowak von der IST-Hochschule in Düsseldorf sagte uns einmal sinngemäß: jeder Mensch bräuchte einen Mental-Coach. Und: immer mehr Unternehmen entdecken die Vorteile dieser Technik. Im Gespräch mit Mental-Coach Bernd Brucker verraten wir in unserer neuen Podcastfolge, warum dies so ist und sagen auch die Gründe, warum Unternehmen vom mentalen Training profitieren.

Außerdem sprechen wir über die aktuellen Herausforderungen des digitalen Lernens in unseren Schulen, was die junge Generation von der Arbeitswelt erwartet, über die aktuellen Engpässe auf dem Ingenieurarbeitsmarkt sowie über die Highlights der diesjährigen A+A 2021. Zu hören überall dort, wo es gute Podcast gibt: auf ApplePodcast, Spotify, Anchor und www.unternehmerschaft.de (Rubrik „Podcast“ anklicken).

Wenn Ihnen gefällt was Sie hören, dann linken Sie uns bitte und empfehlen Sie uns weiter in Ihren persönlichen und beruflichen Netzwerken. Unser Podcast ist werbe- und kostenfrei und älteste Wirtschaftspodcast in der Landeshauptstadt. Er ist eine Produktion der Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung e.V. Wenn Sie einmal Ihr Thema, Ihr neues Produkt, Ihre neue Geschäftsidee dort platzieren möchten, dann melden Sie sich gerne bei Lisa Marie unter fitzner@unternehmerschaft.de.

Neu: EP-Lernwerkstatt – „Kein Kind darf durchs Netz fallen, sonst versagen wir als Gesellschaft“

Was kommt dabei herum, wenn sich eine tief in Düsseldorf verwurzelte Unternehmerfamilie einmal mehr für Chancengleichheit und Bildung einsetzt? Die „Lernwerkstatt Düsseldorf“! Im Jahr 2020 rief die Haubrich Stiftung in Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung Düsseldorf das Projekt ins Leben. Sieben Schulen nehmen mittlerweile an dem beispiellosen Förderprogramm teil, fünf weitere folgen in Kürze.

Als Vorstand der Haubrich Stiftung setzt sich Hartmut Haubrich seit vielen Jahren für die Förderung zahlreicher lokaler Projekte in den Bereichen Bildung, Soziales, Kultur und Sport ein. Seine Überzeugung lautet: „Wir werden unsere Freiheit und Demokratie nur dann bewahren können, wenn wir uns mit all unseren Möglichkeiten für den sozialen Zusammenhalt einsetzen. Freiheit bedeutet auch immer persönliche Verantwortung. Das gilt in ganz besonderer Weise für die jungen Menschen, die aufgrund ihres sozialen Umfelds auf ihre Mitmenschen angewiesen sind, um sich zu eigenverantwortlichen Persönlichkeiten zu entwickeln. Kein Kind darf durchs Netz fallen, sonst versagen wir als Gesellschaft.“

Auslöser für die Idee einer Lernwerkstatt war die Corona-Pandemie. Doch was die Haubrich Stiftung hier geschaffen hat, soll weit über die Corona-Aktivitäten der öffentlichen Hand hinaus gehen und von Bestand sein. Durch die Krise fielen vor allem zu Beginn hunderte von Unterrichtsstunden aus. In vielen eher bildungsfernen Familien und dort, wo zuhause kaum Deutsch gesprochen wird, gab es so gut wie keine Unterstützung für die Kinder. Genau hier setzt das Projekt an, indem es sozial benachteiligten Schüler/innen hilft, Lerndefizite im Bereich Lese- und Schreibfähigkeit aufzuarbeiten. Das Konzept ist so einfach wie gewinnbringend für alle Beteiligten: In Grundschulen mit großem sozialem Handlungsbedarf erteilen Lehramtsanwärter/innen oder Lehrer/innen im Ruhestand gegen Bezahlung Nachhilfe. Die Förderung wird im direkten Anschluss an den Unterricht in kleinen Gruppen von maximal fünf Kindern angeboten.

Eine der Lernwerkstatt-Lehrerinnen ist Hannah Liedtke: „Ich finde, das Projekt ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Schüler erhalten die Möglichkeit, vertieft an Inhalten zu arbeiten und Lehrer bekommen zusätzliche Unterstützung. Mir als Studentin wird die Gelegenheit geboten, praktische Erfahrungen im Schulalltag zu sammeln, was im Studium oft zu kurz kommt.“ Dass die Förderung sich positiv auf die Fähigkeiten der Schüler auswirkt, bestätigt auch Patricia Huschka, Lehrerin an der Katholischen Grundschule Josef-Kleesattel-Straße: „Wir stellen jetzt schon fest, dass das Projekt sehr erfolgreich ist und freuen uns, dass wichtige Lernfortschritte bei den Kindern bemerkbar sind. Auch die zwei Kolleginnen, die sehr engagiert mit den Kindern arbeiten, sind ein großer Gewinn für uns.“

Aktuell nehmen sieben Düsseldorfer Grundschulen an der Lernwerkstatt teil. Nächstes Ziel von Haubrich Stiftung und Bürgerstiftung ist es, diese Anzahl auf zwölf zu erhöhen. „Die Finanzierung ist auf jeden Fall gesichert, egal wie viele Schulen es werden. Auch die operative Umsetzung läuft durch den großartigen Einsatz von Wolfgang Heck und seinen Kollegen bei der Bürgerstiftung einwandfrei und unbürokratisch“, erklärt Hartmut Haubrich.

BGA: Dr. Dirk Jandura ist neuer BGA-Präsident

Neuer Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) ist Dr. Dirk Jandura. Er wurde auf der heutigen Mitgliederversammlung des Verbandes in Berlin in geheimer Abstimmung einstimmig gewählt. Jandura übernimmt ab sofort das Amt von Anton F. Börner, der den Spitzenverband der deutschen Wirtschaft 18 Jahre lang erfolgreich geführt hat.

Der 51-jährige promovierte Diplom-Kaufmann ist fünffacher Familienvater. Seit seinem Eintritt in die Geschäftsführung der Oskar Böttcher GmbH & Co. KG in Berlin im Jahr 2011 vertritt er als Elektrogroßhändler den Kernbereich des deutschen Großhandels. Nach dem beruflichen Einstieg in die Wirtschaftsprüfung/ Steuerberatung absolvierte er zuvor verschiedene Stationen im Corporate-Finance-Bereich sowie in der Projektfinanzierung bei Banken in Frankfurt und London. Jandura ist Mitglied im BGA-Präsidium und bislang Vorsitzender des BGA-Steuerausschusses.

In seiner Rede auf der Mitgliederversammlung beschrieb Jandura die wichtigsten Aufgaben des BGA: „Großhandel, Außenhandel und der gesamte Dienstleistungssektor stehen vor gewaltigen Herausforderungen. Die Digitalisierung verändert die Geschäftsgrundlage vieler Unternehmen. Freihandel und offene Grenzen leiden unter zunehmenden Handelsstreitigkeiten und nationalen Abschottungstendenzen. Der Klimawandel und seine wirtschaftlichen Folgen wirken sich zunehmend auf die Unternehmen aus. Zudem sind die Einbrüche der Corona-Epidemie in vielen unserer Branchen noch immer nicht überwunden.“

Deutschland sei wirtschaftlich, gesellschaftlich, vor allem aber politisch auf diese Veränderungen noch nicht ausreichend vorbereitet. „Zu wenig Tempo, zu hohe Steuern und Abgaben, zu wenig Digitalisierung und zu viel Bürokratie“, so Jandura. Zugleich habe sich die Rolle der Verbände in der Gesellschaft verändert. Er wolle den BGA als Partner und Ratgeber der Politik positionieren. „Wir sind es, die den Graben zu Politik und Gesellschaft überwinden müssen. Wir sind es, die die Brücken bauen müssen“, so Jandura. Zugleich dankte Jandura seinem Vorgänger Anton F. Börner. Dieser sei über viele Jahre Gesicht und Stimme des BGA gewesen. Der Verband habe ihm unendlich viel zu verdanken.

Jörn Gellermann zum zweiten Geschäftsführer von ElectronicPartner Austria ernannt

ElectronicPartner Austria erhält eine Doppelspitze: Jörn Gellermann leitet ab sofort gemeinsam mit Michael Hofer die österreichische Landesgesellschaft der Verbundgruppe EP:, die ihren Sitz in Düsseldorf hat.

Ende September hatte der Verwaltungsrat der ElectronicPartner Handel SE Jörn Gellermann zum gemeinschaftlich vertretungsberechtigten Geschäftsführer der ElectronicPartner Austria GmbH und ElectronicPartner Holding GmbH ernannt. Michael Hofer beschreibt diesen Schritt als absolut logisch und konsequent: „Es ist die angemessene Reaktion und eine Wertschätzung seiner großartigen Leistungen für unser Unternehmen. Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren partnerschaftlich zusammen und ich freue mich sehr, dass wir das nun intensivieren.“

Jörn Gellermann startete seine Laufbahn innerhalb der ElectronicPartner-Gruppe in der deutschen Zentrale. Während der vergangenen 16 Jahre übernahm er vielfältige kaufmännische Aufgaben auf nationaler sowie internationaler Ebene. Von 2005 bis 2008 war er als Controller in Düsseldorf eingesetzt und wechselte anschließend als Head of Business Development National/International zum europäischen Händlerverbund E-Square, dem auch ElectronicPartner angehört. In der Folge verantwortete er bis 2015 den Bereich Organisation und Prozesse der deutschen Landesgesellschaft. Dann wurde er als kaufmännischer Leiter nach Österreich berufen, wo er schließlich Prokura erhielt.

Auch Jörn Gellermann ist es zu verdanken, dass ElectronicPartner Austria souverän die vergangenen anderthalb Jahre Corona-Krise gemeistert hat. „Trotz Abstand sind wir alle noch enger als Team zusammengewachsen. Das spiegelt sich auch in unseren Zahlen und den vielen neuen Projekten wider, die wir angestoßen haben“, berichtet Michael Hofer. Derzeit liegt die Entwicklung der Marke EP: in Österreich über Vorjahr und die Motivation bei den Händlern ist ungebrochen. Davon können sich Kunden und Zuschauer auch im neuen TV-Format von EP: überzeugen, das ab 8. Oktober bei ProSieben, Sat1 und PULS 4 startet. Dabei dreht sich alles um nachhaltige Technologien und Regionalität.

Generation Z sucht Sicherheit und Sinn im Job: Neue Trendstudie „New Work – Die Generation Z in der Arbeitswelt von morgen“

Titelbild Studie New Work – Die Generation Z in der Arbeitswelt von morgen / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/135605 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.

(ots) Was erwartet die Generation Z vom Arbeitsleben? Und was können Unternehmen umgekehrt von den jungen Menschen erwarten? Eine neue Trendstudie, die das Zukunftsinstitut im Auftrag der Peek & Cloppenburg* KG Düsseldorf durchgeführt hat, zeigt die Wünsche und Werte der 16- bis 25-Jährigen in Bezug auf New Work. Dabei haben nicht zuletzt die Erfahrungen durch die Corona-Krise dazu beigetragen, dass Sicherheit und ein Sinn im Job für sie große Bedeutung haben.

Gemeinschaftliche Erfahrungen

Die Trendstudie „New Work – Die Generation Z in der Arbeitswelt von morgen“ lässt den Nachwuchs auf dem Arbeitsmarkt selbst zu Wort kommen. Grundlage für die Ergebnisse bietet auf der einen Seite die vom Zukunftsinstitut in Kooperation mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov im Januar durchgeführte repräsentative Befragung von über 500 jungen Menschen zwischen 16 und 25 Jahren. Daneben hat das Zukunftsinstitut auf der anderen Seite auch statistische Daten und Trend-Insights ausgewertet.

Die kollektiven Erfahrungen in ihrer Jugend und Kindheit haben die Mitglieder der Gen Z gemeinschaftlich geprägt. So halten es 75 Prozent von ihnen für wichtig und erstrebenswert, sich keine finanziellen Sorgen machen zu müssen. Gleichzeitig stimmen 74 Prozent zu, dass sie gerne einen sinnvollen, erfüllenden Beruf haben möchten sowie ebenfalls 74 Prozent gerne unabhängig sein möchten, um ihr Leben selbst bestimmen zu können. Die Ergebnisse spiegeln wider, wie sich der Ausbruch der Corona-Pandemie auf die jungen Menschen ausgewirkt hat. Diese Krise ist mit Sicherheit die größte, die sie bisher so intensiv miterlebt und deren Auswirkungen sie so stark auch selbst mit Schul- und Universitätsschließungen, digitalem Onboarding im ersten Job, Kurzarbeit oder auch dem Verlust des Arbeitsplatzes in ihrem Arbeitsleben getroffen hat.

Geprägt durch die Corona-Krise

Somit ist es nicht überraschend, dass die eigentlich abenteuer- und reiselustige Generation Z sich für einen Arbeitgeber in der Nähe ihrer Familie (15 Prozent) oder den Öffentlichen Dienst (15 Prozent) entscheiden würde. Beides zahlt auf ihr Sicherheitsbedürfnis ein. Auch geben 53 Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass sie mehr Wert auf einen krisensicheren Arbeitsplatz legen. Gleichzeitig hat die Corona-Krise auch die gesellschaftliche Bedeutung von verschiedenen Jobs neu gemischt. Die neue Kategorisierung nach systemrelevanten Berufen, zu denen neben medizinischem Personal, Polizei und Feuerwehr zum Beispiel auch Verkäuferinnen und Verkäufer, Lehrerinnen und Lehrer, Paketzustellerinnen und Paketzusteller gehören, hat die Wertschätzung für viele Berufsgruppen gesteigert. Dass ihre Arbeit etwas Gutes für die Gesellschaft bewirkt, ist daher auch 42 Prozent der Befragten wichtig.

„Ein langfristig sicherer Arbeitsplatz hat für junge Menschen heute eine viel stärkere Anziehungskraft. Es darf aber nicht das Einzige sein, was ein Arbeitgeber bietet, denn der Drang nach Selbstverwirklichung und die Suche nach einem Sinn in ihrem Tun haben für die Mitglieder der Generation Z in etwa eine genauso hohe Bedeutung“, so Lena Papasabbas vom Zukunftsinstitut.

Auf die Unternehmenskultur kommt es an

Auf die Frage, was einen Arbeitgeber attraktiv macht, antworteten 65 Prozent ein „gesundes, konstruktives Arbeitsklima und eine gute Unternehmenskultur“. Zur Unternehmenskultur gehören für sie heute selbstverständlich Vielfalt, Gleichberechtigung und Nachhaltigkeit. Zugleich haben viele junge Menschen gesehen, wie ihre Eltern bis zum Burnout gearbeitet haben und Gesundheit, Familie und Freizeit immer hintenangestellt haben. Daher wünschen sich 48 Prozent auch flexible Arbeitszeitmodelle. 53 Prozent erwarten von ihrem Arbeitgeber zudem gute Karrieremöglichkeiten. Denn Selbstverwirklichung heißt für sie auch, nach ihren Fähigkeiten gefördert zu werden und Anerkennung für ihre Tätigkeit zu finden.

Dr. Igor Matic, Mitglied der Unternehmensleitung der Peek & Cloppenburg KG Düsseldorf: „Anhand der aktuellen Studie wollen wir herausfinden, wo im Unternehmen Handlungsbedarf besteht und wo wir bereits als Ausbildungsunternehmen und potenzieller Arbeitgeber punkten können. Wir müssen uns als Unternehmen um die Mitarbeitenden bewerben beziehungsweise ihnen Anreize bieten, bei uns zu bleiben.“

Mitgestalten bei der Weiterentwicklung

Rund 4.500 Mitarbeitende (rund 33 Prozent) aus der Generation Z sind zurzeit bei Peek & Cloppenburg beschäftigt. Vor allem die hoch geschätzte Sicherheit kann Peek & Cloppenburg als gesundes Familienunternehmen mit rund 120 Jahren Erfahrung bieten. Aktuell ist zudem vieles im Umbruch und daher für all diejenigen der Gen Z ein perfekter Zeitpunkt, um bei Peek & Cloppenburg einzusteigen, die gerne aktiv mitgestalten wollen. Jedes Talent kann auf seine eigene Weise seinen Arbeitsbereich weiterentwickeln und zur Zukunft des Unternehmens beitragen. Die Karrieremöglichkeiten sind vielfältig und können zum Beispiel von der kaufmännischen Ausbildung bis zur Leitung des Verkaufshauses reichen.

Auch Nachhaltigkeit ist ein Bedürfnis der Generation Z sowie ein Anspruch, dem sich Peek & Cloppenburg selbst verschrieben hat. Aktuell bearbeitet das Unternehmen verschiedene Projekte, die zum Teil schnell, zum Teil langfristig umgesetzt werden und die Nachhaltigkeit in allen Bereichen von Peek & Cloppenburg vorantreiben sollen. Auch in Bezug auf flexible Arbeitszeitmodelle stellt sich Peek & Cloppenburg auf die junge Generation ein und bietet Sabbaticals, Freizeitmodelle, vielfältige Benefits, freie Samstage im Verkauf und weitere Möglichkeiten, die zu einem selbstbestimmten Leben beitragen. Die Angebote hängen auch vom jeweiligen Job ab. Denn ebenso vielfältig und abwechslungsreich, wie heute die Lebenswege der Mitarbeitenden verlaufen, sind auch die Berufsbilder bei Peek & Cloppenburg. Als internationales Modeunternehmen beschäftigt es neben dem Verkauf Menschen in so unterschiedlichen Bereichen wie IT, Design, Logistik, Marketing, Einkauf, Finanzen, E-Commerce, Personal und vielen mehr.

Ganz unterschiedliche Bedürfnisse und Charaktere entstehen aus den gemeinsamen Erfahrungen der Generation Z, das müssen auch Unternehmen beachten. Denn der Arbeitsmarkt passt sich heute den Menschen an und nicht mehr umgekehrt. „Wenn wir mit unseren Ergebnissen dazu beitragen können, dass sich auch andere Unternehmen besser auf die nächste Generation der Mitarbeitenden einstellen können, hat die Trendstudie ihren Zweck mehr als erfüllt“, so Dr. Igor Matic.

Hier geht es zur Website mit allen Infos zur Trendstudie: https://karriere.peek-cloppenburg.de/newwork

VDI: Engpässe auf dem Ingenieurarbeitsmarkt nehmen wieder zu/ Starke Nachfrage nach Ingenieuren aus den Bereichen Bau, Energie und Informatik

Untersuchungen mit einem Bildverarbeitungssystem (Quelle: VITRONIC)

Nachdem die Corona-Krise vor allem im dritten Quartal 2020 noch deutlich negative Spuren auf dem Ingenieurarbeitsmarkt hinterlassen hat, zeigen sich im zweiten Quartal 2021 deutlich positive Signale auf der Nachfrageseite. Betrug die Gesamtzahl der offenen Stellen in den Ingenieur- und Informatikerberufen im dritten Quartal 2020 noch 95.900 und sank im vierten Quartal auf 92.400, so stieg die Nachfrage im ersten Quartal 2021 auf 102.500 und im zweiten Quartal auf 117.150. Damit lag im zweiten Quartal 2021 die Gesamtzahl der offenen Stellen über dem langfristigen Durchschnitt der zweiten Quartale von 2015 bis 2019 in Höhe von 116.600. Dieses Ergebnis geht aus dem aktuellen Ingenieurmonitor hervor, den der VDI mit dem Institut der deutschen Wirtschaft herausgibt.

Etwas zeitverzögert reagiert die Entwicklung bei den Arbeitslosen in den Ingenieur- und Informatikerberufen. Die Zahl der Arbeitslosen betrug im dritten Quartal 2020 rund 46.100 und blieb auf ähnlichem Niveau bis zum ersten Quartal 2021 mit 46.200 und sank dann deutlich im zweiten Quartal 2021 auf 42.400. Für das kommende Quartal wird mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit gerechnet.

Vor diesem Hintergrund sind die Engpässe am Arbeitsmarkt im zweiten Quartal 2021 wieder deutlich gestiegen. Kamen rechnerisch auf 100 Arbeitslose im dritten Quartal 2020 noch 208 offene Stellen und im vierten Quartal 2020 insgesamt 203, so stieg die Engpasskennziffer im ersten Quartal 2021 auf 222 und im zweiten Quartal auf 277. Besonders groß sind dabei die Engpässe in den Ingenieurberufen Bau/Vermessung/Gebäudetechnik und Architektur, gefolgt von den Ingenieurberufen Energie- und Elektrotechnik und den Informatikerberufen. Engpässe – wenn auch auf geringerem Niveau – bestehen auch in allen anderen Ingenieurberufen.

Der Blick auf die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung verdeutlicht, dass die mit der Corona-Krise verbundene starke konjunkturelle Eintrübung zwar den Umfang offener Stellen reduziert und die Gesamtzahl an Arbeitslosen in diesem Zeitraum erhöht hat, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in den Ingenieur- und Informatikerberufen aber selbst in diesem Zeitraum weiter gestiegen ist. Unter anderem betrug die Zunahme 3,2 Prozent in den Informatikerberufen und 2,2 Prozent in den Bauingenieurberufen. Das deutet darauf hin, dass Unternehmen ihre Stammbelegschaft erfolgreich halten und teilweise sogar ausbauen konnten.

Strukturell zeigt sich über einen Zeitraum von acht Jahren – von Ende 2012 bis Ende 2020 -, dass die Beschäftigung besonders stark in den Informatikerberufen mit einem Plus von 93,9 Prozent gestiegen ist. Besonders groß war dabei das Beschäftigungswachstum in Berlin/Brandenburg und Bayern. Am zweitstärksten nahm die Beschäftigung in den Ingenieurberufen Bau/Vermessung/Gebäudetechnik und Architektur mit 38,8 Prozent zu.

Die höchste Bedeutung hat die Beschäftigung in Ingenieur- und Informatikerberufen in Bayern und Baden-Württemberg. Am höchsten ist der Anteil der Informatikerinnen und Informatikern an allen Beschäftigten mit 1,6 Prozent in Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg und Berlin/Brandenburg mit je 1,3 Prozent (darunter: Berlin mit 1,8 Prozent). Besonders niedrig ist hingegen die Quote in Sachsen-Anhalt/Thüringen mit 0,45 Prozent. In den Ingenieurberufen finden sich die höchsten Beschäftigtenanteile mit 3,8 Prozent in Baden-Württemberg und mit 3,6 Prozent in Bayern. In Sachsen-Anhalt/Thüringen sind die Anteile wiederum vergleichsweise gering.

Auch bei den Kreisen mit den höchsten Anteilen an Informatiker*innen und Ingenieur*innen an allen Beschäftigten dominieren mit wenigen Ausnahmen die süddeutschen Regionen. Bei den Informatiker*innen liegen Erlangen, Karlsruhe und München an der Spitze, bei den Ingenieuren Wolfsburg, Böblingen und Ingolstadt.

Künftig dürfte die Beschäftigung in den Ingenieur- und Informatikerberufen weiter zunehmen. Unternehmensbefragungen zeigen, dass viele Unternehmen zur Entwicklung klimafreundlicher Produkte in den kommenden fünf Jahren einen Mehrbedarf an Informatiker*innen und Ingenieur*innen haben. Dazu kommt ein steigender Bedarf durch die Digitalisierung.