Großhändler begrüßen Koalitionsvertrag

Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen begrüßt die Einigung von SPD, Grünen und FDP auf einen Koalitionsvertrag. „Es ist ein gutes Zeichen, dass wir jetzt bald wieder eine handlungsfähige Bundesregierung haben“, so BGA-Präsident Dr. Dirk Jandura. „Die vierte Welle der Corona-Pandemie droht unser Land und unsere Wirtschaft erneut lahmzulegen. Klimawandel, Fachkräftemangel und digitaler Strukturwandel verändern unsere Wirtschaft. Die Aufgaben für die neue Bundesregierung sind deshalb enorm. SPD, Grüne und FDP haben heute einen ambitionierten Fahrplan vorgelegt. Die starke Betonung von Modernisierung, digitalem Aufbruch und Investitionen ist richtig. Bisher hat es an der Umsetzung gehapert, und wir hoffen, dass das nun anders wird“, so Jandura.

„Eine wettbewerbsfähige Wirtschaft ist das Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. Ohne eine Erneuerung der wirtschaftlichen Grundlagen, ohne leistungsstarke Unternehmen werden wir weder die Bewältigung des Klimawandels noch unseren Sozialstaat finanzieren können“, so der BGA-Präsident weiter.  

„Wir müssen dringend den Klimaschutz und seine Vorgaben so gestalten, dass auch kleine und mittelständische Unternehmen bei der Umsetzung nicht auf der Strecke bleiben“, betont Jandura. „Viele Großhändler, Außenhändler und Dienstleister haben mit zu hohen Energiepreisen, zu vielen Vorschriften und Auskunftspflichten sowie dem dramatischen Fachkräftemangel zu kämpfen. Wir werden all diese Aufgaben nur im Dialog miteinander lösen können. Deshalb ist es gut, wenn sich Wirtschaft und Politik wieder aufeinander zubewegen“, so der BGA-Präsident.

Kritisch beurteilt Jandura die Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro: „Durch diesen Eingriff wird die Arbeit der Mindestlohnkommission ebenso entwertet wie die gemeinsame Lohnfindung von Arbeitgebern und Gewerkschaften per Tarifvertrag.“ Ebenso kritisch sei, „dass die Bundesregierung offensichtlich das Ziel nicht weiterverfolgt, die Sozialversicherungsbeiträge unter 40 Prozent zu halten. Die Kosten des Sozialstaats dürfen dauerhaft nicht aus dem Ruder laufen“, so Jandura.

„Kritisch ist auch das Vorhaben, Freihandelsabkommen nachträglich noch durch zusätzliche Forderungen nach verpflichtenden Umwelt-, Sozial- und Menschenrechtstandards zu überfrachten. Das führt zum Scheitern dieser Handelsabkommen und Deutschland droht, den erleichterten Zugang zu internationalen Märkten an Länder wie China zu verlieren.“

Digitalisierungsstrategie: Rheinmetall übernimmt Aktivitäten des Drohnenherstellers EMT

Der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern übernimmt im Zuge seiner Digitalisierungs-strategie die Aktivitäten des renommierten Drohnenherstellers EMT. Eine entsprechende Vereinbarung haben beide Seiten nun unterzeichnet. Die in Penzberg, Bayern, ansässige EMT Ingenieurgesellschaft Dipl.-Ing. Hartmut Euer mbH engagiert sich auf dem Feld der Entwicklung, Produktion und Instandhaltung von unbewaffneten, taktischen Flugsystemen zur Aufklärung. Wichtigster EMT-Kunde ist die Bundeswehr, die derzeit das neuentwickelte Aufklärungssystem LUNA NG einführt. LUNA NG ist ein Schlüsselelement in der vernetzten Kommunikation und Aufklärung (C4ISTAR) und Kernstück der taktischen Datenübertragung.

Die Übernahme, die in Form eines Asset-Deals erfolgt, soll voraussichtlich zum Jahreswechsel 2021/22 wirksam werden und steht neben den üblichen Gremien-zustimmungen auch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung. Über den Kaufpreis haben die Vertragspartner Stillschweigen vereinbart.

Das unbemannte Aufklärungssystem LUNA NG verleiht der Bundeswehr eine Schlüsselfähigkeit und gilt als wichtiger Baustein auf dem Weg der Digitalisierung der Streitkräfte. So ist das System die Basis für neue Anwendungen und Entwicklungstätigkeiten wie z.B. das Manned-Unmanned Teaming. Zudem können KI-Fähigkeiten und Anwendungen (z.B. zur automatisierten Datenauswertung) weiter ausgebaut sowie direkt getestet und integriert werden.

Für den militärischen Kunden verbindet sich mit der jetzt vereinbarten Übernahme durch Rheinmetall ein Höchstmaß an Sicherheit und Verlässlichkeit, was die langfristige Betreuung, Wartung und auch die Weiterentwicklung dieses leistungsvollen Systems sowie den Service für weitere in der Nutzung befindlicher unbemannter Flugsysteme bei den Streitkräften anbetrifft. Mit der LUNA Familie wird den internationalen Kunden von Rheinmetall eine Fähigkeit gegeben, im Rahmen von Einsätzen die militärische Lage optimal zu beurteilen und anhand dieser Informationen ein hohes Maß an Schutz für die Kräfte vor Ort entstehen zu lassen.

Strategische Orientierung: Komplettanbieter für die Streitkräfte – Treiber der Digitalisierung

In der Transaktion kommt auch der strategische Ansatz des Rheinmetall-Konzerns zum Ausdruck, seine Position als Systemanbieter für die Streitkräfte entlang des militärischen Bedarfs auszubauen und das Portfolio entsprechend zu komplettieren. Gleichzeitig werden wichtige wehrtechnische Kompetenzen in Deutschland erhalten.

Als Treiber der Digitalisierung der Streitkräfte stärkt Rheinmetall mit dem Schritt seine Stellung im militärischen Geschäft. In der Zusammenführung eigener Kompetenzen mit den Fähigkeiten der EMT erweitert Rheinmetall seine technologische Verantwortung für zentrale Elemente der vernetzten, digitalen Kommunikation und Aufklärung der Streitkräfte.

Informationen, die anhand von unbemannten Flugsystemen gewonnen und verteilt werden, tragen beim militärischen Nutzer im Wirkverbund mit vorhandenen Rheinmetall-Systemen des digitalen Gefechtsfelds wesentlich zur Entscheidungsfindung auf strategischer und taktischer Ebene bei.

Erhalt der Standorte – Integration in die Konzernstruktur

Rheinmetall will die hochentwickelten Fähigkeiten und Kompetenzen der EMT vollumfänglich übernehmen. Der Konzern beabsichtigt, die vier Standorte des Drohnenspezialisten in Bayern und Schleswig-Holstein zu erhalten und sie mit dem vorhandenen Personal in die Konzernstruktur zu integrieren.

Dazu werden die Aktivitäten der EMT künftig bei der Tochtergesellschaft Rheinmetall Technical Publications, Bremen, angesiedelt sein. Als genehmigter luftfahrttechnischer Betrieb nimmt Rheinmetall Technical Publications bereits seit über zehn Jahren die Rolle als systembetreuende Firma für das Kleinfluggerät Zielortung (KZO) wahr und stellt dabei die Einsatzbereitschaft des Systems sowie die Erfüllung seiner spezifizierten Leistungen sicher.

EMT: Ein führender Hersteller unbemannter Flugsysteme in Deutschland

EMT ist ein deutsches Unternehmen, das 1978 in Gauting bei München als „Elektro-Mechanische Technologien GmbH“ gegründet wurde. Kunden des zugelassenen Luftfahrtbetriebs für taktische unbemannte Flugsysteme sind die Bundeswehr sowie Streitkräfte ausländischer Staaten. An den vier Standorten Penzberg (Oberbayern, Hauptsitz seit 1987), Iffeldorf (ebenfalls Oberbayern), Abenberg (Mittelfranken) sowie Osterrönfeld in Schleswig-Holstein beschäftigt das Unternehmen knapp 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Unternehmen befindet sich seit Dezember 2020 in Insolvenz in Eigenverwaltung.

Unbemannte Flugsysteme von EMT sind mit verschiedenen Nutzlasten für kurze und mittlere Reichweiten (bis zu 100 km) ausgelegt. Bekannteste Produkte sind die Nächstbereichsdrohne ALADIN sowie das – ebenfalls unbewaffnete – taktische Aufklärungssystem LUNA, das die Bundeswehr seit 2000 zur luftgestützten Aufklärung im Kosovo, in Mazedonien und Afghanistan sowie seit 2016 auch in Mali nutzt. Mittlerweile befindet sich bei der Bundeswehr das leistungsfähigere Nachfolgesystem LUNA NG in Einführung, das dort gleichzeitig auch das von Rheinmetall in den neunziger Jahren entwickelte Kleinfluggerät Zielortung (KZO) ablöst.

EMT bietet mit seiner Produktpalette bei unbemannten Flugsystemen Lösungen für den militärischen Bereich ebenso wie für zivile und polizeiliche Anwendungen. Zum jeweiligen Flugsystem ist auch die dazugehörige Auswerte- und Flugsteuerungssoftware verfügbar, bis hin zur maßgeschneiderten Peripherie für die verschiedensten Einsatzszenarien von Aufklärung, Rettung sowie Objekt- und Infrastruktursicherung.

Faire Chancen für Mädchen und Frauen – diese Initiativen gewinnen den Million Chances Award

Female Empowerment at its best: Im November verlieh Schwarzkopf zusammen mit der Fritz Henkel Stiftung im vierten Jahr in Folge den Million Chances Award in Düsseldorf. Während der Preisverleihung am 17. November wurden gemeinnützige Initiativen ausgezeichnet, die sich für Chancengleichheit, Selbstbestimmtheit und Unabhängigkeit von Frauen und Mädchen einsetzen.

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der früheren Schwarzkopf-Geschäftsführerin Martha Schwarzkopf wurden auch in diesem Jahr starke Vereine und Projekte ausgezeichnet, die sich – wie Martha selbst – für Emanzipation und Gleichberechtigung einsetzen. Die hochkarätige Jury rund um Henkel- Personalvorständin Sylvie Nicol, Entertainer Riccardo Simonetti und Vorjahresgewinnerin Dr. Stefanie Gundel von der Initiative GründerMütter wählte in den drei Kategorien „Build Up“, „Move Up“, „Start Up“ die Siegerprojekte aus. Dabei setzt sich „Build Up“ für die Ausbildung von Mädchen ein, „Move Up“ hilft Frauen beim Start in die Arbeitswelt und „Start Up“ unterstützt Frauen bei beruflichen oder privaten Schwierigkeiten. Eine weitere Initiative wählte die Schwarzkopf-Community online durch ein Public Voting. Jedes Siegerprojekt erhält ein Preisgeld von jeweils 10.000 Euro, bereitgestellt von der Fritz Henkel Stiftung.

Jurymitglied und Henkel-Personalvorständin Sylvie Nicol: „Lebensmut, Perspektiven und Empowerment von und für Frauen – diese Themen sind weiterhin hochaktuell und relevant. Die Gewinnerinitiativen des Million Chances Awards setzen sich für Chancen für Frauen und Mädchen ein und stärken sie auf ihrem Weg – sowohl emotional als auch ökonomisch. Auch wir als Unternehmen möchten Frauen und Mädchen auf ihrem Lebensweg fördern und freuen uns deshalb besonders, diese Initiativen unterstützen zu können.“

Die Jury setzt sich wie folgt zusammen: Henkel-Personalvorständin Sylvie Nicol, Vorjahresgewinnerin Dr. Stefanie Gundel von der Initiative GründerMütter, Dr. Katarzyna Mol-Wolf, geschäftsführende Gesellschafterin von INSPIRING NETWORK und Editorial Director der Frauenzeitschrift EMOTION, Jennifer Knäble, Unternehmerin und TV-Moderatorin, Dr. Elke Neujahr, CEO DKMS LIFE und Global CEO DKMS, Karol-Monique Westhoff, Geschäftsführerin der Fritz Henkel Stiftung, Entertainer Riccardo Simonetti und Topmodel Franziska Knuppe.

Das sind die Gewinner des vierten Million Chances Awards:

Build Up: Afghanischer Frauenverein e. V.

„Roschani“ heißt „Licht“ in Afghanistan. Diesem Namen werden die Roschani-Mädchenschule und die angrenzende Schneiderei im umkämpften Ghazni mehr als gerecht. Was als Klassenzimmer im Jahr 1999 zur Talibanzeit mit 20 Mädchen begann, ist heute eine durch deutsche Spenden finanzierte Schule für 600 Mädchen und eine Schneiderei, in der 60 junge Mütter in Not die Chance bekommen, sich auszubilden und ein eigenes Einkommen aufzubauen.

Mehr Informationen finden Sie unter: www.afghanischer-frauenverein.de

Move Up: LebensHeldin! e. V.

Jede Stunde erhalten acht Frauen in Deutschland die Diagnose Brustkrebs – und sie werden immer jünger. Nach der Therapie bleiben sichtbare körperliche und unsichtbare seelische Narben. LebensHeldin! e. V. möchte Frauen helfen, während und nach der Krankheit Lebensmut, Kraft und Lebensfreude wiederzufinden. Der Verein bringt gesunde mit erkrankten Frauen zusammen, bricht Stigmatisierung auf und fördert eine Reintegration in die Berufswelt.

Mehr Informationen finden Sie unter: www.lebensheldin.de

Start Up: IMMA e. V.

Im Wohnprojekt Mirembe von IMMA e. V. wohnen unter anderem Frauen, die Opfer von Menschenhandel geworden sind, die sexuell missbraucht wurden, zwangsverheiratet waren oder werden sollten, die von weiblicher Genitalbeschneidung betroffen sind, oder solche, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung verfolgt werden. Ziel von Mirembe ist es, diesen hochbelasteten Frauen einen sicheren Ort zu bieten, an dem sie und ihre Kinder begleitet werden.

Mehr Informationen finden Sie unter: www.imma.de

Public Voting: Project Três

Projekt Três unterstützt und fördert Frauen durch Aus- und Weiterbildungen im Bereich Handwerk in Indien und Kenia. Das Projekt glaubt fest daran, dass die Wissensvermittlung über fairen Handel und nachhaltige Selbstständigkeit der Schlüssel zur Schaffung neuer, lebensverändernder, wirtschaftlicher und sozialer Möglichkeiten ist.

Mehr Informationen finden Sie unter: www.projecttres.com

Über die Fritz Henkel Stiftung
Die Fritz Henkel Stiftung setzt sich weltweit für mehr Gerechtigkeit und Zusammenhalt in der Gesellschaft ein. Dafür fördert sie Projekte in den Bereichen Bildung und Wissenschaft, Soziales, Kunst und Kultur, Gesundheit und Bewegung sowie Umwelt. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Kooperation mit gemeinnützigen Organisationen und weiteren Partnern. Darüber hinaus unterstützt die Stiftung das freiwillige ehrenamtliche Engagement von Henkel-Mitarbeitern und -Pensionären im Rahmen der Initiative „Miteinander im Team“ (MIT). Im Jahr 2011 gegründet, ist die gemeinnützige Stiftung nach dem Firmengründer Fritz Henkel benannt, agiert aber unabhängig vom Unternehmen.

Podcast-Folge 73: 3G am Arbeitsplatz & Homeofficepflicht – was heißt das für die Betriebe?

Die vierte Welle trifft das Land mit voller Wucht. Die Pandemielage wird immer kritischer. Kanzlerin Angela Merkel nennt die Situation „dramatisch“. Jetzt hat der Bundestag 3G und Homeoffice-Pflicht für Beschäftigte und Betriebe beschlossen. Deshalb hat unsere Podcastredaktion beschlossen, heute eine Special-Ausgabe der „Düsseldorfer Wirtschaft“ zu veröffentlichen. Viele Unternehmen befürworten die Einführung der 3G-Regel am Arbeitsplatz. Allerdings gibt es auch Tücken und Fallstricke. Was bedeuten die neuen verschärften 3G-Regeln für unsere Betriebe? Dies klärte ich, Lisa Marie, gestern im Rahmen eines Whats App- Talks mit Rechtsanwalt Alexander Jarre, Arbeitsrechtler bei den Düsseldorfer Arbeitgeberverbänden.

Die Idee hatte Christoph Sochart. Redaktion und Moderation: Lisa Marie Fitzner. Produktion Frank Wiedemeier.

Wenn Ihnen gefallen hat, was Sie gehört haben, dann abonnieren Sie uns auf Ihrer ganz persönlichen Podcast-Plattform und empfehlen Sie uns bitte weiter in Ihre beruflichen und privaten Netzwerke. Und – ganz wichtig – hinterlassen Sie uns ein „gefällt mir“!

Unseren Podcast gibt’s seit März 2020 und ist DIE Stimme der Düsseldorfer Wirtschaft. Es ist und bleibt kosten- und werbefrei.

Die kommende reguläre Folge erscheint am Freitag – dann geht’s an dieser Stelle um smarte Ausbildungsideen bei Siemens. Im Gespräch mit Siemens-Ausbildungschef Holger Bentler.

Den Podcast gibts auf ApplePodcast, Spotify, Anchor und auf www.unternehmerschaft.de.

Podcastfolge Nr. 72: die Girls‘ & Boys‘ Academy in Düsseldorf – eine Erfolgsgeschichte

Hoher Besuch an der Katholischen Hauptschule Itterstraße: Dagmar Wandt, Leiterin Amt für Schule und Bildung der Landeshauptstadt Düsseldorf, Birgitta Kubsch-von Harten, Vorsitzende der Geschäftsführung Agentur für Arbeit, und u.a. Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer der Düsseldorfer Arbeitgeberverbände, ziehen nach dem ersten Projektjahr der Girls‘ & Boys‘ Academy in Düsseldorf eine Zwischenbilanz und sprechen mit Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Unternehmensvertretern. Alle Stimmen dazu gibt’s in unserer 72. Podcast-Folge am FREITAG AB 8 UHR. Außerdem sprechen Lisa Marie und Christoph über die Highlights des 13. Düsseldorfer Lesefestes. Die Nachrichten aus der Düsseldorfer Wirtschaft und die Termintipps für die kommende Woche runden diese Folge ab. Hinterlassen Sie uns ein Like und empfehlen Sie unseren Podcast gerne weiter. Sie hören ihn kostenfrei auf Ihrem persönlichen Podcast-Catcher und im Netz unter www.unternehmerschaft.de (in der Rubrik „Podcast“).

Rheinmetall unter den Top 30 im Europäischen Diversity-Ranking

Vielfalt ist für Rheinmetall ein zentraler Wert und in Zeiten der Transformation ein wesentlicher Faktor für Innovation und stetiges Wachstum. Nun wurde der Technologiekonzern beim europaweiten Ranking „Diversity Leaders 2022“ der Financial Times mit Platz 28 ausgezeichnet. Das Unternehmen erzielt damit einen exzellenten Rang und ist unter den Top 30 der prämierten Unternehmen vertreten. Insgesamt wurden bei dem Ranking 850 Unternehmen gelistet.

Die Umfrage erfolgte anonym und online im Zeitraum von April bis August 2021 auf Basis einer repräsentativen Auswahl von 100.000 Beschäftigten europäischer Unternehmen.

„Diese hervorragende Platzierung ist eine besondere Auszeichnung für die offene Unternehmenskultur unseres Konzerns und die Wahrnehmung unserer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung“, so Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG. „Es freut uns sehr, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ganz Europa unsere Aktivitäten zugunsten von Inklusion, Integration und Chancengleichheit wertschätzen.“

Armin Papperger: „Rheinmetall bekennt sich zum Wert der Vielfalt. Wir werden unser Engagement in diesem Bereich auch künftig vorantreiben und unseren Blick auf Zusammenarbeit und Förderung weiter schärfen.“

Die Rheinmetall AG setzt sich seit geraumer Zeit aktiv für das Thema Diversität und die Wertschätzung aller Menschen unabhängig von Geschlecht, Alter, sexueller Identität, gesundheitlichen Voraussetzungen, ethnischer oder sozialer Herkunft, Hautfarbe, Religion, Kultur oder Weltanschauung ein. Im März 2017 hat das Unternehmen die Charta der Vielfalt unterzeichnet und zuletzt mit der Teilnahme am Diversity-Tag 2021 im DACH-Raum ein klares Zeichen für Chancengleichheit und Vielfalt gesetzt.

Der international operierende Konzern hat Standorte auf sechs Kontinenten und beschäftigte im Berichtsjahr 2020 alleine in Deutschland Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter siebzig verschiedener Nationalitäten. Rheinmetall fördert die Gleichstellung aller sowie die Schaffung eines positiven und diskriminierungsfreien und unterstützenden Arbeitsumfelds.

Die Präsenz von Frauen im Unternehmen und die Förderung von Talenten aus allen Gesellschaftsgruppen soll künftig weiterhin gestärkt und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgebaut werden. Das erfolgreiche Abschneiden im Diversity-Ranking der Financial Times belegt für Rheinmetall, dass man sich hier auf dem richtigen Weg befindet.

Das Ranking „Diversity Leaders 2022“ basiert auf einer unabhängigen Umfrage und bezieht sich auf börsennotierte wie privat geführte Unternehmen aus allen Branchen mit mindestens 250 Beschäftigten. Die Bewertung erfolgt anhand eines Scores, welcher durch eine ausführliche Befragung zu Themen wie Alter, Behinderung, Ethnizität, Geschlecht und sexueller Orientierung (LGBTQ+) ermittelt wird.

13. Düsseldorfer Lesefest

15.11.2021 Unternehmerschaft ddorf
Vorstellung Programm Lesefest 2021 im KAP 1
Copyright Paul Esser
smart 01772191545

In diesen Stunden findet das 13. Düsseldorfer Lesefest statt. Höhepunkt ist der Vorlesetag am Freitag: rund 100 ehrenamtliche Vorleserinnen und Vorleser lesen dann in Kitas und Grundschulen in unserer Stadt vor.

Weitere Highlights sind am Freitag die traditionelle „Weinlesung“ und abschließend am Montag die Lesung „Poetry & Gold“ in der „Kassette“. Weitere Termine unten. Alle Termine sind kostenfrei, müssen aber verbindlich gebucht werden: www.leseban.de.

Foto von links: Klaus Stickelbroeck (von den Düsseldorfer „Krimi-Cobs“), Martina Biermann (Mitglied der „Düsseldorfer Lesebande“), Michaela Hutzheimer und Dr. Norbert Kamp (beide Stadtbibliothek), Georg Dybowsky (sorgte für den musikalischen Abend im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung). Vorne von links: halten die Fäden des Lesfestes in der Hand: Lisa Marie Fitzner und Christina Moeser (von der Düsseldorfer Stiftung Pro Ausbildung)

Hintergrundinformationen:

„Kind sein ist untrennbar mit Lesen verbunden. Umso wichtiger ist es, die Freude am Lesen mit Aktionen wie dem Lesefest zu fördern“, sagt Projektreferentin Christina Moeser im Vorfeld der Lesewoche. Lesen ist eine Basiskompetenz, ohne die sich die Welt nicht erschließt: Den Schlüssel dazu liefern Familie und Schule. Für eine Extraportion Spaß sorgt das „Düsseldorfer Lesefest“, dass komplett ehrenamtlich von der „Düsseldorfer Lesebande“ durchgeführt wird. Christina Moeser, Projektreferentin in der Stiftung Pro Ausbildung: „Dem Finale einer Geschichte so sehr entgegenzufiebern, dass man aufpassen muss, nicht direkt ans Buchende zu blättern – dieses Gefühl bekommt man nur, wenn man liest. Dies den Kindern zu vermitteln, ist das Ziel des Lesefest“. Lisa Marie Fitzner, die in der Stiftung Pro Ausbildung ebenfalls das Lesefest begleitet, fügt an: „Kinder tauchen in für sie unbekannte Welten ein und lassen sich von Geschichten treiben – viel besser als das Erwachsene können. Umso wichtiger ist es deswegen, sie bei dieser kreativen Entfaltung zu unterstützen.“

Eine Erfolgsgeschichte in Düsseldorf – die Girls‘ & Boys‘ Academy

Hoher Besuch an der Katholischen Hauptschule Itterstraße: Dagmar Wandt, Leiterin Amt für Schule und Bildung der Landeshauptstadt Düsseldorf, Birgitta Kubsch-von Harten, Vorsitzende der Geschäftsführung Agentur für Arbeit, und u.a. Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer der Düsseldorfer Arbeitgeberverbände, ziehen nach dem ersten Projektjahr der Girls‘ & Boys‘ Academy in Düsseldorf eine Zwischenbilanz und sprechen mit Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Unternehmensvertretern.

Seit Jahren verändert sich das Ausbildungswahlverhalten von Mädchen und Jungen kaum: Der Kraftfahrzeugmechatroniker ist ein beliebter Ausbildungsberuf in Düsseldorf. Rund 96* Prozent der Azubis sind Jungs. Oder ein anderes Beispiel: Rund 98* Prozent der Auszubildenden als Medizinische Fachangestellte in unserer Stadt sind Mädchen.

Mit der Girls‘ & Boys‘ Academy schaffen die Landeshauptstadt Düsseldorf, die Agentur für Arbeit, die Arbeitgeberverbände in Düsseldorf und das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen ein neues Konzept, um das Thema „Mädchen und Jungen in jeweils für sie untypischen Berufsfeldern“ neu anzugehen. Düsseldorf ist eine von insgesamt fünf Modellregionen in NRW.

Ihrer individuellen Stärken und Talenten oftmals nicht bewusst, denken Mädchen und Jungen in längst überholten Rollenbildern und wählen einen – ihrem Geschlecht zugeschriebenen – Beruf. Noch heute entscheiden sich Mädchen eher für Berufsfelder aus dem SAGE-Bereich (soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege sowie Erziehung und Bildung) und Jungen aus dem MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Schade, denn so schränken sie ihre Berufswahl ein! Aus diesem Grund gibt es in unserer Stadt die Girls‘ + Boys‘ Academy.

Gefördert wird das innovative und in diesem fokussierten und individuellen Format für Deutschland einmalige Projekt von der Agentur für Arbeit Düsseldorf und der Landeshauptstadt Düsseldorf. Träger ist die Stiftung Pro Ausbildung, eine Initiative der Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie in Düsseldorf.

Das kurzweilige Konzept begleitet Düsseldorfer Mädchen und Jungen (rund 100 Schülerinnen und Schüler im ersten Projektjahr. Im zweiten Projektjahr erwarten wir ca. 200 Schülerinnen und Schüler) in einem intensiven, kontinuierlichen Prozess. Innerhalb dieses Prozesses können sie ihre Persönlichkeit weiterentwickeln, ihre Interessen erkunden, ihre Stärken entdecken, soziale Kompetenzen erlernen, sich selbst reflektieren sowie weibliche bzw. männliche Vorbilder in den jeweiligen Berufsfeldern kennenlernen.

Erste Kooperationsschule in Düsseldorf ist die KHS Itterstraße. Weitere Kooperationsschulen sind die GHS Graf-Recke-Straße und die Städt. Gesamtschule Stettiner Straße. Unterstützt wird die Academy u.a. von Bosch Sicherheitssysteme, Diakonie Düsseldorf, Rheinbahn, Stadtwerke Düsseldorf, den Abenteuerspielplätzen Düsseldorf, dem Jugendamt und vielen weiteren externen Partnern.

Projektreferentin Ilka Hüsges: „Dabei setzten wir auf eine geschlechterneutrale Berufswahl- und Stärkenorientierung. Unsere Inhalte bauen auf lern- und erlebnispädagogischen Elementen sowie praxisorientierten Übungen zur Stärkenfindung auf. Zudem werden wir mit den Schülerinnen und Schüler Rollenklischees mit Hilfe von genderuntypischen Berufsvorbildern hinterfragen.“

* Diese Zahlen sind Annäherungswerte der Düsseldorfer Arbeitgeberverbände mit den Erfahrungen der vergangenen fünf Jahre.

Girls and Baoys Academies
KHS Itterstr

Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw) zur aktuellen Corona-Lage

von Arndt G. Kirchhoff
Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw)

„Zentrale Bausteine zur Bekämpfung der Pandemie bleiben eine sehr hohe Impfquote sowie flächendeckende und zügige Auffrischungsimpfungen. Die Impfung dient dem eigenen Schutz und auch dem der Mitmenschen. Und sie ist unverzichtbare Voraussetzung für gesellschaftliche und wirtschaftliche Normalität. Deshalb muss auch klar sein, dass diejenigen, die sich nicht impfen lassen wollen, Einschränkungen werden in Kauf nehmen müssen.

Bei allen Regelungen, die jetzt von der Politik getroffen werden, muss der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. In diesem Zusammenhang vertraue ich darauf, dass es nicht zu einer überproportionalen Belastung des Arbeitsplatzes kommt, der im Verlauf der Pandemie nie ein überdurchschnittlicher Infektionstreiber war. Ganz wichtig ist, dass alle Regelungen, bei denen das Wirtschaftsleben ganz konkret betroffen ist, den Praxistest im betrieblichen Alltag bestehen und organisatorisch auch tatsächlich leistbar sind. Bei alldem muss klar sein: Erneute gravierende Einschränkungen des Wirtschaftslebens oder gar Schließungen müssen unbedingt vermieden werden.

Ausdrücklich begrüße ich, wenn das Auskunfts- und Dokumentationsrecht über den Impf- und Genesenenstatus jetzt kommt. Wichtig ist dabei, dass diese Informationen nicht nur für den grundsätzlichen Zugang zum Arbeitsplatz, sondern auch für die Fortentwicklung passgenauer betrieblicher Hygienekonzepte verwendet werden können.

Wenn sich einzelne Beschäftigte nicht impfen lassen wollen, kann es nicht sein, dass die negativen Folgen auf die Arbeitgeber abgewälzt werden. Auch am Arbeitsplatz gebietet es schon die Fairness, dass geimpfte Beschäftigte deutlich weniger Einschränkungen unterliegen als ihre ungeimpften Kolleginnen und Kollegen. Alles andere würde in unseren Belegschaften auch für erhebliche Unruhe sorgen. Mit Blick auf 3G am Arbeitsplatz bedeutet das natürlich auch, dass nicht geimpfte Beschäftigte die erforderlichen Corona-Tests eigenverantwortlich beibringen müssen und der Arbeitgeber nicht zusätzlich mit Kosten belastet wird. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass die Zeit, in der die Tests durchgeführt werden, keine Arbeitszeit sein kann. Dies wäre nicht zuletzt auch gegenüber allen geimpften Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern inakzeptabel. Ebenso können Beschäftigte keinen Entgeltanspruch für die ausgefallene Arbeitszeit erheben, wenn sie aus Gründen, die sie selbst zu vertreten haben, nicht am Arbeitsplatz erscheinen. Es kann doch nicht sein, dass Impf- und Testmuffel faktisch bezahlt freigestellt werden.

Was das Homeoffice angeht, so haben unsere Unternehmen ihre Angebote für mehr mobiles Arbeiten entweder ohnehin beibehalten oder intensivieren sie aktuell wieder deutlich. Mobiles Arbeiten ist in der betrieblichen Praxis längst angekommen; es funktioniert. Auch deshalb wäre eine pauschale Homeoffice-Pflicht für Arbeitgeber und Beschäftigte wenig zielführend.“

71. Ausgabe: Wirtschaftsdezernent Dr. Michael Rauterkus und Theresa Winkels Gäste in unserem Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“

Wirtschaftsdezernent Dr. Michael Rauterkus und Theresa Winkels, Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung in unserer Stadt, sind die Gäste unserer 71. Ausgabe der „Düsseldorfer Wirtschaft“. Unser Thema ist der Düsseldorfer Klimapakt, der vor einigen Tagen unterzeichnet wurde und deren strategischer Partner die Unternehmerschaft Düsseldorf ist. Unser Podcast ist die Stimme der Düsseldorfer Wirtschaft und erscheint immer freitags um 8 Uhr. Es geht außerdem um die boot 2022, um das aktuelle Lieferketten-Drama in der Metall und Elektroindustrie, um den „digitalen Zwilling“ bei Henkel, um neue Ausbildungsberufe bei der Stadt und um unsere digitale Gesundheitskompetenz. Sie erreichen die Redaktion unter service@unternehmerschaft.de. Den Podcast gibts überall dort, wo es gute Podcasts gibt. Alle weiterführenden Informationen zur Sendung sind online unter www.unternehmerschaft.de zu finden. Wenn Ihnen gefällt was Sie hören, dann empfehlen Sie uns gerne weiter und lassen Sie uns ein Like da. Redaktion: Lisa Marie Fitzner, Christoph Sochart – Produktion: Frank Wiedemeier

Link: https://kurzelinks.de/0i29