Plötzlich Schichtarbeit in der Pandemiezeit: Wie ist Schichtarbeit gesundheitsgerecht zu gestalten?

Aufgrund der Coronapandemie müssen zahlreiche Betriebe Schichtarbeit einführen. Auf der einen Seite kommt des Öfteren vor, dass Unternehmen, die normalerweise nicht im Schichtbetrieb arbeiten, vorübergehend oder für einen bestimmten Zeitraum Schichtarbeit einführen.

So wird zum Beispiel in zahlreichen Behörden, Gesundheitsorganisationen und Betrieben in Schicht beziehungsweise auch samstags gearbeitet, um den Belangen der Bevölkerung und Kunden zu entsprechen. Auf der anderen Seite kann durch die zusätzliche Einführung von Schichten bei gleichzeitiger Absenkung der Anzahl der Anwesenden unter anderem die Mitarbeiteranzahl pro Schicht im Betrieb geringgehalten werden, um gewährleisten zu können, dass Abstandsregeln eingehalten werden.

Dabei stellt sich für Betriebe und Beschäftigte die Frage, wie die Schichtarbeit gesundheitsgerecht zu gestalten ist. „Denn nur eine ergonomisch gestaltete Schichtarbeit minimiert die gesundheitlichen Risiken bei den Beschäftigten und ermöglicht einen bedarfsgerechten und reibungslosen betrieblichen Ablauf“, so Dr. Ufuk Altun, wissenschaftlicher Experte des Düsseldorfer ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V.

Arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse

Folglich sollte die Schichtarbeit ergonomisch und nach arbeitswissenschaftlichen Kriterien gestaltet sein. Ausgehend von den arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen lassen sich folgende Empfehlungen formulieren:

– Die Anzahl der aufeinanderfolgenden Nachtschichten sollte möglichst gering sein.
– Nach einer Nachtschichtphase sollte eine möglichst lange Ruhephase (arbeitsfreie Zeit) folgen.
– Die Anzahl der aufeinanderfolgenden Spätschichten sollte möglichst gering sein.
– Einzelne Arbeitstage sowie einzelne freie Tage sollten vermieden werden.
– Geblockte Freizeit am Wochenende ist besser als einzelne freie Tage am Wochenende.
– Schichtpläne mit schnellem Vorwärtswechsel der Schichtarten bevorzugen.
– Die Frühschicht sollte nicht zu früh beginnen.
– Die Massierung von Arbeit über größere Zeiträume, von Arbeitstagen hintereinander oder von Arbeitszeiten an einem Tag sollte begrenzt werden.
– Schichtpläne sollten vorhersehbar und überschaubar sein.
– Der Schichtplan sollte bei Bedarf Flexibilität für Beschäftigte vorsehen.

Wer in Schichten arbeitet, kann auch selbst für die eigene Gesundheit was tun
Auch Beschäftigte sollten ein besonderes Augenmerk auf ihre Gesundheit legen. Damit die Beschäftigten im Schichtdienst physisch leistungsfähig und psychisch gesund bleiben, ist für sie unter anderem eine gesunde und ausgewogene Ernährung, ein ruhiger und erholsamer Schlaf, viel Bewegung und Zeit für die Familie und privates Leben besonders wichtig. Weitere Empfehlungen für eine gesundheitsgerechte Schichtarbeit sind unter anderem:

– Regelmäßige Schlaf- und Aufwachzeiten, um die biologischen Rhythmen des Körpers aufeinander abzustimmen.
– Regelmäßige Essens- und Pausenzeiten während der Schichtarbeit.
– Ruhige und schlaffördernde Gestaltung der Schlafumgebung.
– Vermeidung vom hellen Licht, dies kann die innere Uhr umstellen.
– Angenehme Temperaturen zwischen 16 – 18 ° Celsius und regelmäßige Lüftung des Schlafzimmers.
– Kein Fernsehen, Computer, Tablets und Blaulicht im Schlafzimmer.
– Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie auf koffeinhaltige Getränke wie Kaffee und Cola.
– Bei schwerer körperlicher Arbeit ausreichende Kalorienaufnahme.
– Zeit zum Abschalten. Um klare Grenzen zwischen Freizeit und Arbeit zu ziehen, empfiehlt es sich auch vollständig von der Arbeit abzuschalten.
– Vor und nach der Arbeit Spazierengehen. So kann der Stress durch regelmäßige Bewegung an der frischen Luft besser abgebaut werden. Zudem können Spaziergänge in hellen Tagesstunden, einem Bewegungsmangel entgegen wirken.
– Gemeinsame und regelmäßige Aktivitäten mit Familie und Freunde.

sms group: 3D-Darstellung erreicht nächstes Level

Mit der neuesten Investition in ein laserbasiertes Lichtschnittsystem von TBK Automatisierung und Messtechnik GmbH aus Graz, Österreich, einem Unternehmen der SMS group (www.sms-group.com), wird der japanische Profilhersteller Osaka Steel Co. Ltd. dank einer Dimensionsmessung der nächsten Generation eine höhere Produktivität und Qualitätskontrolle erreichen können. PROgauge ermöglicht dem Unternehmen eine Oberflächen­analyse auf Basis einer 3D-Darstellung und damit die Optimierung seiner Produktion in einem bisher nicht messbaren Bereich. Osaka Steel, mit Sitz in Osaka, ist auch über die Grenzen Japans hinaus für seine hochqualitativen Stahlprodukte bekannt und beliefert damit zahlreiche Industriebereiche, darunter Bauwesen, Tiefbau, Schiffbau, Stahltürme und Industriemaschinenbau. Mit dem PROgauge von TBK verfügt das Unternehmen erstmals über eine Oberflächenprüfung direkt nach dem Fertiggerüst.

Zuschlag von deutschem Hersteller: Rheinmetall liefert High-tech-Motorblöcke aus Aluminium

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall AG hat von einem namhaften deutschen Automobilhersteller einen Folgeauftrag für die Produktion von Zylinderkurbel-gehäusen aus Aluminium in einem Gesamtwert von mehr als 100 MioEUR erhalten.

Der Serienstart ist für 2023 geplant. Die Laufzeit des Auftrags wird sich über das Jahr 2030 hinaus erstrecken.

Das Unternehmen beliefert den Premiumhersteller bereits seit Mitte der neunziger Jahre mit Motorblöcken für unterschiedliche Fahrzeugmodelle. Das derzeit in Serie befindliche Kurbelgehäuse für die betreffende Fahrzeugklasse wird im Niederdruck-Kokillenguss hergestellt, während die neu georderten Gehäuse künftig im Niederdruck-Sandgussverfahren produziert werden.

Hierbei handelt es sich um ein von der zum Konzern gehörenden KS HUAYU AluTech GmbH entwickeltes innovatives Gießverfahren. Es ermöglicht die Herstellung hochintegrierter Gussteile mit höchstem geometrischen Freiheitsgrad und einer damit verbundenen Gewichtsoptimierung. In Verbindung mit den Eigenschaften des eingesetzten Werkstoffs ermöglicht es zudem eine erhöhte Bauteilfestigkeit und entspricht so den nach wie vor steigenden Anforderungen der Automobilhersteller.

Nachhaltigkeit ist ein in Zukunft immer wichtiger werdender Anspruch im Automobilsektor. Daher war ein weiteres Kriterium für die Auftragsvergabe eine ganzheitliche Betrachtung der CO2-Bilanz in Verbindung mit der Sicherheit einer möglichst kurzen Lieferkette. Mithilfe des Fertigungsstandortes in Neckarsulm konnte auch diese Bedingung erfüllt werden.

Rheinmetall erfolgreich im Krisenjahr 2020

Die Düsseldorfer Rheinmetall AG hat das Geschäftsjahr 2020 mit dem drittbesten operativen Ergebnis der jüngeren Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Trotz der krisenhaften Belastungen des Geschäfts mit Automobilprodukten ist es dem Konzern gelungen, in der Automotive-Sparte die Verluste aus dem ersten Halbjahr 2020 auszugleichen und im Gesamtjahr 2020 ein positives operatives Ergebnis zu erwirtschaften. In Verbindung mit dem erfolgreichen Geschäftsverlauf im Defence-Bereich ergibt sich auf Konzernebene für 2020 ein operatives Konzernergebnis in Höhe von 426 MioEUR. Angesichts der robusten Finanz- und Ertragslage des Konzerns will die Rheinmetall AG den Aktionären für das zurückliegende Geschäftsjahr eine Dividende von 2,00 EUR pro Aktie auszahlen.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „Wir sind stolz darauf, das Corona-Jahr 2020 so erfolgreich gemeistert zu haben. Beim operativen Ergebnis war 2020 unser drittbestes Jahr. Unsere Liquidität hat nicht gelitten – im Gegenteil. Wir weisen einen starken Cash-Flow von über 200 MioEUR aus.

Deshalb sind wir auch in der Lage, der Hauptversammlung eine Dividende von 2,00 EUR vor-zuschlagen. Und was unsere Märkte anbetrifft: Wir haben viele wichtige Aufträge gewonnen und unseren Auftragsbestand auf einen Rekordwert von über 13 MrdEUR gesteigert. Und dann kommen noch unsere Rahmenverträge für militärische Lkw und Munition in einer Größenordnung von mehr als 3,5 MrdEUR hinzu.“

„Unsere Erfolge im zurückliegenden Geschäftsjahr motivieren uns zusätzlich, 2021 nun ein neues wichtiges Kapitel in der Firmenhistorie einzuläuten. Wir geben die bisherige Trennung in die Bereiche Automotive und Defence auf und stellen die fünf Divisionen des Konzerns unter die direkte Führung durch den Konzernvorstand. Mit unserer Neuaufstellung als ein integrierter Technologiekonzern wollen wir vor allem auch den technologischen Austausch zwischen den Divisionen forcieren. Wir werden gleichzeitig ein aktives Portfoliomanagement betreiben und uns auf die Geschäftsfelder mit einem nachhaltigen und wertsteigernden Wachstums- und Ergebnispotenzial konzentrieren. Sicherheitstechnologie und Elektromobilität werden dabei von zentraler Bedeutung sein.“

Konzern zeigt sich widerstandsfähig in der Krise: Umsatz und operatives Ergebnis bleiben auf hohem Niveau – Auftragsbestand erreicht mit über 13 MrdEUR neuen Höchstwert

Der Rheinmetall-Konzern erzielte in dem durch die weltweite Corona-Krise stark beeinflussten Geschäftsjahr 2020 einen Konzernumsatz von 5.875 MioEUR. Gegenüber dem Vorjahr sind die Erlöse damit um 380 MioEUR oder 6% zurückgegangen; um Wechselkurs- und M&A-Effekte bereinigt lag der Umsatzrückgang bei 5,5%.

Dabei war das Geschäftsjahr 2020 von einer gegenläufigen Umsatzentwicklung der beiden Unternehmensbereiche Automotive und Defence geprägt. Während der Defence-Bereich seinen Umsatz nochmals steigern konnte, war die Umsatzentwicklung bei Automotive von der negativen Entwicklung der globalen Automobilindustrie beeinflusst, deren Produktions- und Absatzzahlen im Jahr 2020 deutlich hinter denen der Vorjahre zurückgeblieben sind.

Der Auslandsanteil am Konzernumsatz lag im Berichtsjahr bei 66% und damit unter dem Wert des Vorjahres von 69%.

Am 31. Dezember 2020 lag der Auftragsbestand im Rheinmetall-Konzern bei einem Wert von 13,4 MrdEUR und erreichte damit einen neuen Höchstwert. Damit wurde der Wert des Vorjahresstichtags (10,8 MrdEUR am 31. Dezember 2019) um rund 2,5 MrdEUR oder 23% übertroffen.

Im Geschäftsjahr 2020 erwirtschaftete der Rheinmetall-Konzern ein operatives Konzernergebnis (EBIT vor Sondereffekten) von 426 MioEUR und blieb damit um 79 MioEUR unter dem entsprechenden Vorjahresergebnis (505 MioEUR). Die operative Marge im Konzern lag bei 7,3% und damit leicht unter dem Vorjahreswert von 8,1%.

Das operative Ergebnis des Geschäftsjahres 2020 wurde um Sondereffekte in Höhe von insgesamt 337 MioEUR bereinigt. Diese Sondereffekte betrafen im Wesentlichen die nicht zahlungswirksamen Wertminderungen in Höhe von 300 MioEUR, die im Unternehmensbereich Automotive infolge der sich mittelfristig abzeichnenden geringeren Wachstumsdynamik im internationalen Automobilbau anfielen. Außerdem berücksichtigen die Sondereffekte 40 MioEUR für Rückstellungen in Bezug auf Restrukturierungsmaßnahmen in der Automotive-Sparte. Im Unternehmensbereich Defence wurden positive Sondereffekte in Höhe von 3 MioEUR erfasst, die auf Restrukturierungsmaßnahmen (-7 MioEUR) sowie auf eine nachträgliche Verkaufspreisanpassung im Zusammenhang mit der Veräußerung eines Produktbereichs im Geschäftsjahr 2012 (+10 MioEUR) zurückzuführen sind. Unter Berücksichtigung aller Sondereffekte lag das EBIT im Rheinmetall-Konzern bei 89 MioEUR und blieb um 422 MioEUR hinter dem entsprechenden Vorjahreswert von 512 MioEUR.

Das Ergebnis nach Steuern blieb mit 1 MioEUR um 353 MioEUR unter dem Vorjahreswert von 354 MioEUR. Nach Abzug des auf andere Gesellschafter entfallenden Ergebnisses von 27 MioEUR (Vorjahr: 19 MioEUR) ergab sich ein auf die Aktionäre der Rheinmetall AG entfallendes Ergebnis von -27 MioEUR, nach 335 MioEUR im Vorjahr. Daraus errechnet sich ein Ergebnis je Aktie von -0,62 EUR, nach 7,77 EUR im Jahr zuvor. Das um Sondereffekte adjustierte Ergebnis je Aktie erreichte im Geschäftsjahr 2020 5,88 EUR. Auf dieser Grundlage wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, für das Geschäftsjahr 2020 eine Dividende von 2,00 EUR je Aktie auszuzahlen, nach 2,40 EUR im Jahr zuvor. Dies entspricht – bezogen auf das adjustierte Ergebnis je Aktie – einer Ausschüttungsquote von 34% (Vorjahr: 31%).

Der im Rheinmetall-Konzern im Geschäftsjahr 2020 erwirtschaftete operative Free Cash Flow erreichte 217 MioEUR oder 3,7% vom Umsatz. Er lag damit am oberen Ende der angestrebten Zielbandbreite von 2% bis 4% vom Umsatz.

Defence: Operatives Ergebnis erhöht sich um 21% auf 414 MioEUR, operative Rendite steigt auf gut 11%

Die Geschäftsentwicklung bei Defence-Produkten war auch 2020 geprägt von der weltweit hohen Nachfrage im militärischen Sektor und von Rheinmetalls erfolgreicher Positionierung in wichtigen Märkten rund um den Globus.

Im Geschäftsjahr 2020 erzielte die Defence-Sparte einen Umsatz von 3.723 MioEUR und übertraf damit den Vorjahreswert um 201 MioEUR oder rund 6%. Unter Berücksichtigung von Wechselkursänderungen und M&A-Aktivitäten lag das organische Wachstum bei rund 5%.

Der Umsatzanstieg wurde unter anderem durch die höheren Stückzahlen bei der Auslieferung von Boxer-Fahrzeugen an die australischen Streitkräfte sowie durch die Lieferung von logistischen Fahrzeugen (Lkw) an die Bundeswehr erzielt. Damit steigerte die Division Vehicle Systems im Geschäftsjahr 2020 ihren Umsatz um 2% auf 1.823 MioEUR. In der Division Weapon and Ammunition haben ein zunehmendes Exportgeschäft und die Lieferungen von medizinischer Schutzausrüstung zu einem Umsatzanstieg von rund 17% auf 1.196 MioEUR geführt. Die Division Electronic Solutions musste dagegen einen leichten Umsatzrückgang von knapp 2% auf 931 MioEUR hinnehmen.

Rheinmetall Defence erzielte im Berichtszeitraum einen Auftragseingang in Höhe von 6.387 MioEUR, nach 5.186 MioEUR im Jahr zuvor. Dies entspricht einer Steigerung um 1.201 MioEUR oder 23%. Als größter Einzelauftrag schlägt sich in den Auftragsbüchern die Bestellung der ungarischen Streitkräfte von über 200 Einheiten des neuentwickelten Schützenpanzers Lynx im Wert von mehr als 2 MrdEUR nieder. Zudem wurden weitere Aufträge für die Bundeswehr im Bereich der militärischen Logistikfahrzeuge mit einem Gesamtwert von 865 MioEUR akquiriert, so spezielle Wechsellader-Lkw für knapp 300 MioEUR und weitere logistische Fahrzeuge im Wert von über 450 MioEUR.

Die Book-to-Bill-Ratio der Defence-Sparte insgesamt lag 2020 bei 1,7 (Vorjahr: 1,5). Mit einer Book-to-Bill-Ratio von jeweils über 1 unterstreichen die einzelnen Defence-Divisionen ihre künftigen Wachstumsperspektiven.

Der Auftragsbestand am 31. Dezember 2020 bezifferte sich auf 12,9 MrdEUR. Gegenüber dem Wert des Vorjahresstichtags von 10,4 MrdEUR entspricht dies einem Anstieg um 2,5 MrdEUR oder 24%.

Im Geschäftsjahr 2020 belief sich das operative Ergebnis (EBIT vor Sondereffekten) auf 414 MioEUR, nach einem entsprechenden Vorjahreswert von 343 MioEUR. Dies bedeutet eine Ergebnisverbesserung um 21%, die vor allem aus der positiven Entwicklung in den Divisionen Weapon and Ammunition (+50%) und Electronic Solutions (+23%) resultiert, während die Division Vehicle Systems ein operatives Ergebnis auf dem hohen Niveau des Vorjahres auswies.

Die operative Ergebnisrendite im Defence-Geschäft erhöhte sich damit von 9,8% im Vorjahr auf 11,1% im Berichtszeitraum.

Automotive: Positives operatives Ergebnis – Aufwärtstrend im zweiten Halbjahr 2020

Im Unternehmensbereich Automotive zeigten sich die negativen Einflüsse der Corona-Krise in allen relevanten Märkten. Davon war insbesondere die erste Jahreshälfte 2020 mit einem starken Umsatzrückgang von -34% betroffen als Folge des umfassenden Produktionsstopps in den Automobilwerken außerhalb Chinas während des zweiten Quartals. Dem folgte mit dem schrittweisen Wiederanlaufen der internationalen Fahrzeugproduktion im zweiten Halbjahr eine Verbesserung der wirtschaftlichen Entwicklung. Dennoch gingen die Umsatzerlöse des Unternehmensbereichs bezogen auf das Gesamtjahr 2020 um 21% oder 585 MioEUR auf 2.151 MioEUR zurück. Bereinigt um Wechselkurseffekte betrug das Minus 19%. Die globale Automobilproduktion schrumpfte im selben Zeitraum nach jüngsten Marktdaten um über 16%.

Im Geschäftsjahr 2020 reduzierte sich der Umsatz der Division Mechatronics um 21% auf 1.202 MioEUR, wobei sich vor allem die Umsätze mit Kunden in Europa rückläufig entwickelten. Die Umsatzerlöse der Division Hardparts beliefen sich auf 688 MioEUR und blieben damit um 27% unter dem Wert des Vorjahres. Bei Kleinkolben war dieser Umsatzrückgang vor allem auf die Entwicklung der Märkte in Europa und Nordamerika zurückzuführen, wohingegen der Bereich Großkolben generell unter der weltweiten Marktschwäche in diesem Segment litt. Der Umsatz der Division Aftermarket hingegen zeigte sich in der Krise weitgehend stabil und sank nur geringfügig um 4% auf 345 MioEUR.

Die Joint-Venture-Gesellschaften mit chinesischen Partnern in China und in Deutschland werden nach der At-Equity-Methode bilanziert und sind daher nicht im Konzernumsatz enthalten. Die Umsätze dieser Gesellschaften betrugen 2020 insgesamt 1.129 MioEUR, was im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 11% bzw. 9% nach der Bereinigung von Wechselkurseffekten entspricht.

Das operative Ergebnis von Rheinmetall Automotive (EBIT vor Sondereffekten) lag im Berichtsjahr bei 33 MioEUR, nach 184 MioEUR im Vorjahr. Trotz der erheblichen Umsatzeinbußen gelang es dem Automobilbereich, ein positives operatives Ergebnis auszuweisen. Zu verdanken ist dies vor allem einem strikten Kostenmanagement sowie einem umfassenden Programm zur Produktionsanpassung, das unmittelbar in der Frühphase der Pandemie eingeleitet wurde. Die operative Marge im Geschäftsjahr 2020 reduzierte sich auf 1,5%, nach 6,7% im Vorjahr.

Rheinmetall-Konzernprognose 2021 und neue Mittelfristziele: Umsatzwachstum und Renditeverbesserung

Im Zuge der Neuaufstellung der Konzernstruktur und dem Entfall der Unternehmensbereiche Automotive und Defence erfolgt die Berichterstattung ab dem Geschäftsjahr 2021 nunmehr ausschließlich auf Konzernebene bzw. auf der Ebene der Divisionen.

Auf Basis der aktuellen Marktprognosen für die relevanten Märkte erwartet Rheinmetall für das laufende Geschäftsjahr 2021 im Konzern ein Umsatzwachstum und rechnet mit einer operativen Ergebnis- und Renditeverbesserung. Der Jahresumsatz im Rheinmetall-Konzern soll im Geschäftsjahr 2021 – gemessen am Vorjahresumsatz – um 7% bis 9% steigen (Vorjahr: 5.875 MioEUR).

Ausgehend von dieser Umsatzprognose wird für den Konzern im laufenden Geschäftsjahr 2021 – unter Einrechnung der Holdingkosten – mit einer operativen Ergebnisverbesserung und mit einer Steigerung der operativen Ergebnisrendite auf 8% bis 9% gerechnet (Vorjahr: 7,3%).

Entwicklung der Divisionen und Konzernbereiche im Geschäftsjahr 2021

Für die Division Vehicle Systems erwartet Rheinmetall beim Umsatz eine Fortsetzung des Wachstumstrends, der sich 2021 insbesondere auf die Lieferungen von logistischen Fahrzeugen an die Bundeswehr und auf den australischen Boxer-Auftrag stützt (Pro-forma-Umsatz 2020: 1.846 MioEUR). Hinsichtlich der Margenentwicklung wird – auf Basis des geplanten Produktmix – mit einer operativen Ergebnisrendite gerechnet, die sich auf dem hohen Vorjahresniveau (Pro-forma-Rendite 2020: 8,1%) bewegt.

In der Division Weapon and Ammunition tragen im Geschäftsjahr 2021 die Programme der Bundeswehr zur Munitionsbeschaffung, aber auch Umsätze aus internationalen Aufträgen zur Fortsetzung des Wachstumskurses bei. Für die Division wird deshalb im Jahr 2021 ein deutliches Umsatzwachstum (Vorjahr: 1.196 MioEUR) erwartet sowie eine gegenüber dem Vorjahr verbesserte operative Rendite (Vorjahr: 15,5%).

Für die Division Electronic Solutions geht Rheinmetall im Jahr 2021 von einem leichten Umsatzwachstum aus, das erst in den Folgejahren mit dem Anstieg der Stückzahlen in großvolumigen Fahrzeugprogrammen an Dynamik gewinnen wird (Pro-forma-Umsatz 2020: 935 MioEUR). Für die operative Rendite wird ein Wert auf der Höhe des Vorjahresniveaus (Pro-forma-Rendite 2020: 9,8%) erwartet.

Die Division Sensors and Actuators rechnet aufgrund der prognostizierten Markterholung und des geplanten Serienhochlaufs neuer Produkte im Geschäftsjahr 2021 mit einem deutlichen Umsatzwachstum (Umsatz Vorjahr: 1.202 MioEUR). Auf Basis dieser höheren Umsatzerwartung geht die Division von einer signifikanten Steigerung der operativen Ergebnisrendite aus (Vorjahr: 3,0%).

Für die Division Materials and Trade wird im Geschäftsjahr 2021 ebenfalls ein starkes Umsatzwachstum erwartet (Pro-forma-Umsatz 2020: 546 MioEUR). Resultierend aus diesem Wachstum rechnet die Division gleichfalls mit einer spürbaren Verbesserung der Ergebnisrendite (Pro-forma-Rendite 2020: 5,2%).

Das Nicht-Kerngeschäft mit Klein- und Großkolben geht gleichermaßen von einer Umsatzerholung aus, wobei die Wachstumsdynamik durch die weiterhin rückläufige Entwicklung auf den Märkten für Großkolben abgeschwächt wird (Pro-forma-Umsatz 2020: 479 MioEUR). Für das operative Ergebnis und die Rendite wird – nach einem Verlust im Geschäftsjahr 2020 – wieder mit positiven Werten gerechnet (Pro-forma-Rendite 2020: -4,5%).

Mittelfristziele bis 2025

Rheinmetall hat mit Blick auf das Jahr 2025 neue Mittelfristziele für Umsatz, Ergebnis und Cash Flow gesetzt.

Der Konzernumsatz soll in den fünf Divisionen des Kerngeschäfts bis 2025 auf insgesamt rund 8,5 MrdEUR ansteigen.

Die Profitabilität soll sich bis dahin im Konzern auf eine operative Rendite von mindestens 10% verbessern.

Für den operativen Free Cash Flow wird bis 2025 ein höherer Zielkorridor von rund 3% bis 5% vom Umsatz angestrebt.

BAUINDUSTRIE NRW unterstützt Ziele der neuen Klimagesetze der NRW-Landesregierung

„Mit dem neuen Klimaschutz- und dem neuen Klimaanpassungsgesetz macht die NRW-Landesregierung zwei wichtige Schritte nach vorne und räumt den Herausforderungen durch den Klimawandel einen angemessenen Stellenwert ein. Die Häufung von Hitze-, Trocken- und Extremwetterereignisse der verganenen Jahre haben aufgezeigt, welche Wirkung der Klimawandel zunehmend auch in unserem Bundesland hat.“ kommentiert Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin der BAUINDUSTRIE NRW in Düsseldorf, das vom nordrhein-westfälischen Kabinett gestern beschlossene Klimaschutz- und Klimaanpassungsgesetz.

Dies gelte in besonderem Maße auch für die gebauten Infrastrukturen. Neue Gebäude und Infrastrukturen müssten deshalb nicht nur möglichst CO2-effizient, sondern auch entsprechend der zukünftigen klimatologischen Bedingungen ausgelegt sein und existierende Gebäude und Infrastrukturen baulich angepasst werden.

„Die gesteckten Klimaschutzziele und die Stärkung der Klimaresilienz in unserem Land können nur gemeinsam mit der Bauwirtschaft erreicht werden, unsere Unternehmen haben das erforderliche Know-how – wir können das!“ unterstreicht Wiemann. „Und Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen zahlen sich für die Menschen in unserem Land aus – direkt spürbar im täglichen Leben und indirekt durch eine Belebung der Konjunktur. Denn Bauinvestitionen haben immer auch eine unmittelbare Multiplikatorwirkung für die gesamtwirtschaftliche Produktion und Beschäftigung.“, so Wiemann weiter. Laut dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) erzeugen Bauinvestitionen in Höhe von 1 Mrd. Euro gesamtwirtschaftliche Produktionswirkungen von 2,44 Mrd. Euro.

Schon jetzt haben in unserer Branche Themen wie CO2-Bepreisung, Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Emissionsfreiheit Auswirkungen auf Bauverfahren, Baustoffe und Produkte. Ein an die Folgen des Klimawandels angepasstes Bauen wird stark an Bedeutung gewinnen. „Im Bausektor fordern wir bei der Erreichung der Klimaziele den Fokus nicht nur auf die Betriebsemissionen von Gebäuden zu legen. Zukünftig sollte der gesamte CO2-Fußabdruck von Bauwerken in Verbindung mit dem Ressourcenverbrauch und einer Bilanzierung der Umweltauswirkungen sowie einer langfristigen Betrachtung der Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus hinweg bewertet werden“, so Wiemann. Für die ausgewogene Planung und Beurteilung eines Bauwerks sollten die unterschiedlichen Dimensionen und Kriterien der Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus in Relation zueinander betrachtet werden. Wirtschaftlichkeits- und Umweltaspekte sowie soziokulturelle Aspekte spielen von der Gewinnung der Baustoffe bis über die Nachnutzungsphase eine Rolle. Die Baurestmassen stellen ein wertvolles Rohstofflager der Zukunft dar, die nachhaltig nutzbar gemacht werden sollten.

Woche der Ausbildung: Livechat der Berufsberatung

Wie finde ich trotz Pandemie die passende Ausbildung? Wie laufen derzeit Bewerbungsgespräche ab? Und wie hilft die Berufsberatung – auch während des Lockdowns? Neben der Beratung am Telefon und per Videokommunikation
bietet die Arbeitsagentur Live-Chats bei youtube.de auf dem YouTube-Kanal der Bundesagentur für Arbeit an:

– Mittwoch, 17.03.21, 17-18 Uhr: „Fit für den Bewerbungsprozess“
– Freitag, 19.03.21, 17-18 Uhr: „Wie unterstützt die Bundesagentur beim Thema Ausbildung?“

Links zu den Live-Chats
Link zum Live-Chat 17.03.21: https://www.youtube.com/watch?v=BSnAePBDK9I
Link zum Live-Chat 19.03.21: https://www.youtube.com/watch?v=pagaYSitMmw

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Tarifgespräche in Nordrhein-Westfalen ergebnislos vertagt

Auch die 5. Tarifverhandlung für die rund 700.000 Beschäftigten der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie ist am Montag ergebnislos beendet worden. Die Verhandlungen seien zwar in einer grundsätzlich konstruktiven Atmosphäre verlaufen, hätten aber bisher keine Annäherung gebracht. „Wenn die Gewerkschaft wirklich eine Einigung will, dann muss sie jetzt schleunigst ihre Politik der verschränkten Arme aufgeben“, erklärte der Präsident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Arndt G. Kirchhoff in Düsseldorf. Es sei erfreulich, dass die IG Metall bis Ostern zum Ergebnis kommen wolle, „denn auch Unternehmen und Beschäftigte wollen angesichts der anhaltenden Pandemie jetzt dieses Thema erledigt wissen“. Dann sei aber auch von der Gewerkschaft Bewegung am Verhandlungstisch erforderlich. Dazu gehöre auch, nach Wegen zu suchen, wie auf Basis des Strukturvorschlags der Arbeitgeber eine Lösung möglich sei.

Kirchhoff bekräftigte die Forderung der Arbeitgeber, dass der Tarifabschluss zwingend die extrem heterogene wirtschaftliche Situation in den mehr als 2.000 Mitgliedsbetrieben seines Verbandes berücksichtigen müsse. Es sei sehr erfreulich, dass einige Unternehmen inzwischen wieder eine „recht ordentliche Auftragslage“ meldeten und im Aufholprozess vorankämen. Diese Entwicklung bestätige den Optimismus der Arbeitgeber, ab dem Jahr 2022 wieder Entgeltsteigerungen in Aussicht stellen zu können. „Wir haben dies mit unserem Lösungsvorschlag klar zum Ausdruck gebracht – und darauf können sich unsere Mitarbeiter auch verlassen“, betonte Kirchhoff. Zugleich müsse die IG Metall aber endlich akzeptieren, dass es nach wie vor eine im Vergleich zu anderen konjunkturellen Schwächeperioden deutlich höhere Zahl von Betrieben gebe, die um ihre wirtschaftliche Existenz kämpften oder dringend notwendige Zukunftsinvestitionen aufgrund des pandemiebedingten enormen Verzehrs von Eigenkapital nicht mehr stemmen könnten. „Wir verhandeln hier einen Flächentarifvertrag, deshalb muss der Tarifabschluss eine für alle Betriebe verkraftbare Antwort geben“, sagte Kirchhoff. Gerade diese Unternehmen hätten viel investiert, um die Beschäftigung in ihren Firmen zu stabilisieren. Er erwarte, dass die Gewerkschaft diesen enormen Einsatz zum Wohle der Mitarbeiter auch einmal zur Kenntnis nehme. „Es wäre verantwortungslos, diese Unternehmen jetzt durch tarifliche Kostensteigerungen zu bestrafen“, so Kirchhoff.

Auch 2021 gehen die Düsseldorfer Schülerinnen und Schüler auf Job-Erkundung

(cs) Seit acht Jahren gibt es bereits die „Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung (DTBO)“. Ziel: die Schülerinnen und Schüler lernen Berufsbilder und Ausbildungsberufe hautnah und pragmatisch kennen, kommen mit Auszubildenden und Ausbildern ins Gespräch und können in den Betrieben hinter die Kulissen blicken.

Während viele Städte das Standardelement der Berufsfelderkundungen in diesem Jahr pandemiebedingt nicht anbieten, geht Düsseldorf einen anderen Weg: die „Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung werden hybrid“, freut sich Gregor Nachtwey, Leiter der Kommunalen Koordinierung der Landeshauptstadt Düsseldorf. „Rund 6.600 Plätze können wir in diesem Jahr vom 17. bis 24. März anbieten. So viele wie noch nie.“ Die meisten Termine fänden digital statt. Das würde ganz gut passen, da viele Schülerinnen und Schüler sowieso zuhause seien, sagt Gregor Nachtwey. „Durch die Corona-Pandemie wurde ein regelrechter Digitalisierungsschub ausgelöst, der das beschleunigt, was sich schon zuvor angekündigt hatte: unsere Arbeitswelt ist im Wandel“.

Die Formate sind abwechslungsreich: es gibt Treffen auf digitalen Plattformen, Livechats, umfangreich gestaltete Padlets, virtuelle Erklärformate sowie digitale und analoge Betriebserkundungen (soweit die Hygienebestimmungen dies zulassen) zu rund 80 Ausbildungsberufen aus Handwerk, Industrie und Verwaltung. (Anm. f. Redaktionen: alle Berufe finden Sie unter www.berufsorientierungstage.de).

Die Berufsorientierungstage sind ein Modul eines vielfältigen Instrumentenkasten zur Berufsorientierung, der in der achten Klasse beginnt. Potenzialanalysen, Pflegen eines Berufswahlpasses, Praxisphasen und eine organisierte Übergangsbegleitung in der Schule sind die Elemente eines standardisierten Prozesses, der durch die Kommunale Koordinierung begleitet wird.

Gregor Nachtwey: „Unsere Jugendlichen lernen Schritt für Schritt ihre Stärken kennen und können das Erlebte und Erlernte in ihren individuellen Prozess der Berufswahl einbringen. Die Ergebnisse sind eine erste Orientierungshilfe, die von Eltern und Lehrkräften genutzt werden können, um über berufliche Wünsche und Fähigkeiten zu sprechen“.

Livetipp: Im Rahmen einer kurzweiligen Veranstaltung werden die „Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung 2021“ am 17. März 2021, 18 Uhr, auf der Webseite www.kommunale-koordinierung.com eröffnet. Expertinnen und Experten aus Region, unter anderem von den Arbeitgeberverbänden, der Agentur für Arbeit, der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer, der Schulaufsicht, der Kommunalen Koordinierung und des Kompetenzzentrums Berufliche Orientierung, informieren über die Möglichkeiten der Berufs- und Studienorientierung in Düsseldorf, diskutieren über den Ausbildungsmarkt und über die Anforderungen der Berufswelt und sagen, was für Schüler, Eltern und Unternehmen jetzt wichtig wird. Stadtdirektor Burkhard Hintzsche wird im Stream die „Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung 2021“ an diesem Abend eröffnen.

Gute Noten für den Standort Rheinland

Das Rheinland ist ein vielversprechender Gründungsstandort – das ist das Ergebnis einer Studie, die der digihub Düsseldorf/Rheinland unter Scaleups im Rheinland durchgeführt hat. Die Studie gibt einen Überblick über den Status Quo des Gründungsgeschehens im Rheinland und macht Verbesserungspotenziale in der Start-up-Förderung sichtbar. Im Rahmen einer digitalen Pressekonferenz stellte der digihub Düsseldorf/Rheinland gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und Theresa Winkels, Amtsleiterin der Wirtschaftsförderung, die Studie vor.

OB Keller: „Dank der Studie des digihub Düsseldorf/Rheinland können wir Bedarfe von Gründerinnen und Gründern erkennen und schauen, wie wir Startups und Scaleups beispielsweise noch gezielter fördern können. Erfreulich ist, dass die befragten Scaleups ein positives Resümee ziehen und wir uns offenbar auf einem guten Weg befinden.“

Theresa Winkels, Amtsleiterin Wirtschaftsförderung und Aufsichtsratsvorsitzende des Digihub Düsseldorf/Rheinland ergänzt: „Die Wirtschaftsförderung hat bereits zahlreiche gezielte Unterstützungsangebote für Startups und Scaleups umgesetzt, wie zum Beispiel die Startup-Woche,  das Mentoring-Programm  und die Präsentation von Startups und Scaleups auf unseren Messen und Investorenseminaren im Ausland. Darüber hinaus haben wir eine Reihe von Netzwerken initiiert, in denen wir eng mit den Hochschulen in Düsseldorf, der IHK und dem Digihub zusammenarbeiten. Die Studie des Digihub zeigt uns, dass wir die richtigen Themen belegen und dass wir das nächste Level zünden können. Und ich bin froh, dass wir das Team des Digihub als Partner dabei haben.

Starke Erfolgsbilanz und ambitionierte Nachhaltigkeits­ziele für 2025

Henkel hat seinen 30. Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht und seine Leistungen und Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit 2020 vorgestellt.

„Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil unserer strategischen Agenda für ganzheitliches Wachstum und hat bei Henkel eine lange Tradition. 2010 haben wir unsere langfristige Nachhaltigkeitsstrategie und Ziele bis 2030 definiert. Wir sind stolz auf die Fortschritte, die wir seitdem erzielt haben. Wir haben die meisten Ziele erreicht und einige davon sogar übertroffen“, sagte Carsten Knobel, Vorstandsvorsitzender von Henkel. „Mit nachhaltigen Innovationen sowohl im Konsumenten- als auch im Industriegeschäft wollen wir herausragenden Wert schaffen, um das Wachstum unserer Märkte zu übertreffen und gleichzeitig unsere führende Rolle im Bereich Nachhaltigkeit zu stärken.“

„Die globale Pandemie hat uns im letzten Jahr vor viele neue Herausforderungen gestellt. Dennoch ist es uns als globales, engagiertes Team gelungen, unsere Nachhaltigkeitsagenda voranzutreiben – insbesondere in unseren drei Kernthemen Klima, Kreislaufwirtschaft und sozialer Fortschritt. Wir haben im vergangenen Jahr viel erreicht und große Fortschritte erzielt – sowohl auf Unternehmensebene als auch bei unserem Produkt- und Technologieportfolio“, ergänzte Sylvie Nicol, Personalvorständin und Vorsitzende des Sustainability Councils von Henkel.

Vorreiter im Bereich Nachhaltigkeit

Im Jahr 2010 hat Henkel eine langfristige Nachhaltigkeitsstrategie bis 2030 mit konkreten Zielen definiert, die seither kontinuierlich weiterentwickelt wurden. Im Mittelpunkt steht dabei die Idee, mit weniger Ressourcen mehr Wert zu schaffen, also einer wachsenden Weltbevölkerung ein gutes Leben zu ermöglichen und gleichzeitig weniger Ressourcen zu verbrauchen.

2020 markiert die Halbzeit der Strategieumsetzung. In den vergangenen 10 Jahren hat Henkel in allen Dimensionen seiner Nachhaltigkeitsstrategie große Fortschritte erzielt. Insgesamt konnte das Unternehmen seinen ökologischen Fußabdruck in den drei Dimensionen CO2-Emissionen, Abfall und Wasser um 39 Prozent reduzieren und damit das Ziel einer 30-prozentigen Reduzierung für 2020 deutlich übertreffen. Darüber hinaus hat Henkel mit der Reduzierung der weltweiten Unfallrate um 50 Prozent pro eine Million Arbeitsstunden die Zielsetzung für 2020 übererfüllt.

30 Jahre erfolgreiche Nachhaltigkeitsberichterstattung

1992 veröffentlichte Henkel seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht. Damit ist es eines der wenigen Unternehmen in seinen Branchen sowie im deutschen DAX-Umfeld, das mit Stolz auf 30 Jahre konsequente Nachhaltigkeitsberichterstattung zurückblicken kann. Der erste Bericht hieß „Umweltbericht“ und beinhaltete unter anderem die Grundsätze des Umweltschutzes bei Henkel. „Seitdem haben sich die Berichterstattung und unsere Nachhaltigkeitsstrategie deutlich weiterentwickelt. Heute greifen wir eine Vielzahl von Themen auf, die für unsere Stakeholder und für den zukünftigen Erfolg unseres Unternehmens wichtig sind. Sie reichen von der Sicherstellung sozialer und ökologischer Standards in unserer Lieferkette bis hin zu Fortschritten auf dem Weg zu einem klimapositiven Unternehmen“, erklärte Uwe Bergmann, Leiter des Nachhaltigkeitsmanagements bei Henkel.

Ambitionierte Ziele für den Klimaschutz

Um die CO2-Emissionen zu reduzieren und die globale Erwärmung zu begrenzen, verfolgt Henkel die langfristige Vision, bis 2040 ein klimapositives Unternehmen zu werden.

Bereits bis 2025 will das Unternehmen den CO2-Ausstoß seiner Produktion um 65 Prozent reduzieren. Die Energieeffizienz soll kontinuierlich verbessert und bis 2030 nur noch Strom aus erneuerbaren Quellen verwendet werden. Im März 2020 bestätigte die „Science Based Targets Initiative“ (SBTi), dass Henkels Ziele zur Reduzierung von Emissionen die Anforderungen des Pariser Klimaschutzabkommens erfüllen.

Ein wichtiger Meilenstein im vergangenen Jahr war der Abschluss eines umfangreichen virtuellen Stromabnahmevertrags für einen neuen Windpark in Bee County, Texas. Dieser wird langfristig 100 Prozent des Strombedarfs von Henkel in den USA abdecken.

Darüber hinaus will Henkel die große Reichweite seiner Marken und Technologien auf der ganzen Welt nutzen, um Kunden, Verbrauchern und Lieferanten zu helfen, ihre eigenen CO2-Emissionen zu reduzieren. In den letzten fünf Jahren konnten bereits mehr als 55 Millionen Tonnen eingespart werden. Bis 2025 strebt Henkel das Ziel von 100 Millionen Tonnen an.

Messbare Erfolge bei Verpackungszielen

Henkel treibt die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft aktiv voran und verfolgt ambitionierte Verpackungsziele. Bis 2025 sollen 100 Prozent der Henkel-Verpackungen recycelbar oder wiederverwendbar sein.* Ende 2020 hatte Henkel das schon für rund 89 Prozent seiner Verpackungen erreicht.

Zudem arbeitet das Unternehmen kontinuierlich daran, den Anteil an recyceltem Material in seinen Verpackungen zu erhöhen. Sehr viele Henkel-Verpackungen bestehen bereits aus recyceltem Material. Bis 2025 soll der Anteil von recyceltem Kunststoff auf mehr als 30 Prozent für alle Konsumgüterprodukte weltweit steigen. Ende 2020 lag dieser Anteil bei rund 15 Prozent.

Sozialer Fortschritt und gesellschaftlicher Beitrag

Der Kampf gegen soziale Ungleichheit ist eine der größten globalen Herausforderungen unserer Zeit. Die Corona-Pandemie hat diese zum Teil noch verstärkt und trifft oft die Schwächsten unserer Gesellschaft besonders hart. Um zum Kampf gegen die Pandemie beizutragen, hat Henkel im vergangenen Jahr ein globales Solidaritätsprogramm gestartet und damit seine Nothilfe-Aktivitäten deutlich ausgeweitet. Dies zahlte in das Fokusfeld „sozialer Fortschritt“ ein, eines der sechs Nachhaltigkeitsschwerpunkte von Henkel.

Henkel möchte seinen positiven sozialen Beitrag für die Gesellschaft bis 2025 weiter ausbauen: durch 100 Prozent verantwortungsvolle Beschaffung, mit mehr als 50.000 als Nachhaltigkeitsbotschafter ausgebildeten Mitarbeitern, und indem das Unternehmen dazu beiträgt, das Leben von 20 Millionen Menschen weltweit zu verbessern.

Ein Beispiel ist Henkels Engagement für eine nachhaltige Palmöl-Produktion und die langjährige Zusammenarbeit mit der Entwicklungsorganisation Solidaridad zur Unterstützung von Palmöl-Kleinbauern in Südamerika, Afrika und Asien. Bis heute wurden damit bereits rund 34.000 Kleinbauern erreicht, die etwa 305.000 Hektar Land bewirtschaften.