NRW-Bauwirtschaft: Deutlicher Auftragseinbruch

„Die Bauwirtschaft in Nordrhein-Westfalen verzeichnet von Januar bis November 2020 in fast allen Sparten einen Auftragsrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum“ kommentiert Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des in Düsseldorf beheimateten Bauindustrieverbands Nordrhein-Westfalen, die baukonjunkturelle Entwicklung in NRW.

„Zwar konnten viele Unternehmen ihre guten Auftragsbestände abarbeiten, Sorgen bereitet uns aber der deutliche Auftragsrückgang bei privaten Auftraggebern und der Öffentlichen Hand“, so Wiemann zum Einbruch im Wirtschaftshochbau von -14,3% (Bundesweit -7,5%) und im Öffentlichen Hochbau von -21,4% (bundesweit +3%).

„Auch im Straßenbau verzeichnen wir einen Rückgang von -3,9%, gleichzeitig gehen die Baupreise im Straßenbau um -0,7% zurück, nachdem sie im Zweijahresvergleich noch um +3,6% gestiegen waren. Ich appelliere deshalb an Bund, Land und Kommunen, eingeplante Investitionsmittel auch zu vergeben – einen erneuten Investitionsstau können wir uns in NRW nicht leisten!“

Für die Umsetzung stehen die Bauunternehmen in NRW bereit: „Trotz Corona haben unsere Unternehmen in den ersten 11 Monaten 2020 ihre Kapazitäten weiter aufgestockt, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,4 % auf 130.616 Mitarbeiter“, so Prof. Wiemann. „Wir stellen nach wie vor ein – und bieten auch während der aktuellen Pandemie Auszubildenden eine gute und sichere Perspektive“, so Prof. Wiemann.

„Positive baukonjunkturelle Entwicklungen sehen wir in NRW derzeit nur noch im Wohnungsbau mit +12,6% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, der Anstieg der Baupreise bei Wohngebäuden (Rohbau) ist zudem gestoppt, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnen wir einen Rückgang von -0,9%.“ Ebenfalls stützend wirkt sich die Auftragslage im Tiefbau (+16,4%) und im sonstigen Öffentlichen Tiefbau (+12,4%) aus.

Messe Düsseldorf sagt boot 2021 wegen anhaltender Pandemie ab

Die Messe Düsseldorf hat aufgrund der anhaltenden Pandemie und den damit verbundenen weltweiten Lockdown-Maßnahmen am Donnerstag, 21. Januar, entschieden, die boot Düsseldorf für das Jahr 2021 abzusagen. Die nächste boot öffnet, wie im Messekalender terminiert, ihre Tore vom 22. bis 30. Januar 2022. Eine Durchführung zum geplanten Termin im April sei unter den gegebenen Umständen nicht mehr gewährleistet, sagt Wolfram N. Diener, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf: „Das anhaltend hohe Infektionsgeschehen und das vorerst nicht absehbare Ende des Lockdowns lassen eine Wiederaufnahme des Messebetriebs Ende April zunehmend unrealistisch erscheinen. Wir haben die Lage mit unseren Partnern neu bewertet und uns gemeinsam für eine frühzeitige Absage der boot 2021 entschieden. Unsere Priorität liegt auf der Gesundheit und der Planungssicherheit unserer Aussteller, Besucher und Dienstleister. Alle Aktivitäten werden nun auf die erfolgreiche Durchführung der boot 2022 konzentriert.“

Ihr beliebter Wirtschafts-Podcast startet neue Staffel

Nach einer kreativen Winterpause starten wir am Freitag unseren beliebten Wirtschafts-Podcast aus Düsseldorf. Den ersten Podcast der neuen Staffel, die 37. Folge, gibt es als Video- UND Audio-Edition.

In dieser 37. Folge blicken wir zurück auf ein „verrücktes“ Podcastjahr 2020 und geben auch einen Ausblick in die neue Staffel. Die Veränderungen bieten noch mehr Service und noch mehr tagesaktuellen Input. Außerdem gibt es Tipps für Unternehmen, die einen eigenen Podcast planen.

Das Video sehen Sie im Netz unter https://youtu.be/8BxVlYv6CNk – den Audiopodcast hören Sie wie immer dort, wo es gute PODs gibt auf Itunes, Spotify und hier: https://unternehmerschaft.wigadi.de/podcast/

ElectronicPartner startet mit positiver Bilanz und neuen Projekten ins Jahr 2021

ElectronicPartner zieht eine erste positive Bilanz für das Jahr 2020. Trotz verschärftem Shutdown blickt die Verbundgruppe mit realistischer Zuversicht auf die kommenden Monate.

„Spätestens seit dem erneuten Treffen von Bund- und Ländervertretern ist klar, dass die extremen Herausforderungen für den Fachhandel auch in den kommenden Wochen anhalten. Jetzt gilt es, nicht in Routine, nicht in Stillstand zu verfallen, sondern engagiert weiterzumachen. Mit gezielten Maßnahmen fördern wir die Dynamik innerhalb der Verbundgruppe. Durch unsere digitale Jahresveranstaltung im März und April 2021 sorgen wir für einen zusätzlichen Impuls“, erklärt ElectronicPartner Vorstand Friedrich Sobol.

ElectronicPartner Vorstand Friedrich Sobol ist stolz auf die Leistungen von Mitgliedern und Mitarbeitern in 2020 und blickt mit realistischer Zuversicht auf die kommenden Monate.

Die vorläufigen Zahlen für das Jahr 2020 zeigen, dass die Entwicklung der Kernmarken EP:, MEDIMAX und comTeam sehr positiv ausfallen. Den Mitgliedern ist es gelungen, mit Unterstützung ihrer Kooperation kreative und zielführende Konzepte umzusetzen, die sie als zuverlässige Ansprechpartner in der Gunst ihrer Kunden halten. Diese Position weiter zu festigen und auszubauen ist das Ziel einer ganzen Reihe geplanter Projekte für 2021.

Dazu gehört auch die Fortsetzung der Privatisierung von MEDIMAX Filialen, also die Umwandlung der Fachmarktlinie in einen reinen Franchise-Betrieb. „Der zweite Shutdown konnte diesen Prozess nicht verzögern, sodass über die Hälfte der Märkte bereits übergeben ist und die nächsten Vertragsunterzeichnungen unmittelbar bevorstehen. Dieses Vertrauen in die Marke MEDIMAX sowie in die Zusammenarbeit mit ElectronicPartner ist für uns ein deutliches Zeichen, dass wir die Weichen richtig gestellt haben“, freut sich Friedrich Sobol.

ElectronicPartner verzeichnet somit beeindruckende Erfolge in schwierigen Zeiten. Wie diese im Detail aussehen und welche neuen Entwicklungen anstehen, präsentiert die Verbundgruppe anlässlich der eigenen Jahresveranstaltung vom 19. März bis 04. April 2021.

Das Event findet genau dort statt, wo sich die Mitglieder bereits zuhause fühlen: im INFONET, dem hauseigenen B2B-Shop. In gewohnter Umgebung erwarten die Teilnehmer Informationen und Videopräsentationen von Herstellern, aktuelle Produkt-Highlights, Podcasts ihrer Ansprechpartner und vieles mehr. „Wir haben frühzeitig begonnen, die wichtigste Veranstaltung unserer Kooperation unter den gegebenen Herausforderungen maximal nutzerfreundlich für unsere Mitglieder aufzusetzen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und ich freue mich schon jetzt auf das, was wir den Händlern und Unternehmern im März präsentieren können“, fasst der Vorstand zusammen.

Die ElectronicPartner Jahresveranstaltung findet vom 19. März bis 04. April 2021 komplett virtuell statt.

Rheinbahn startet ins Jubiläumsjahr

Die Busse und Bahnen der Rheinbahn sind aus dem Straßenbild Düsseldorfs und der Region nicht wegzudenken. Am 25. März 1896 gegründet, hält die Rheinbahn seitdem den Großraum Düsseldorf mobil, bringt die Menschen seit Generationen verlässlich und sicher zur Arbeit, in die Schule, zum Einkaufen oder zu ihren Freizeitaktivitäten. Sechs besonders gestaltete Fahrzeuge weisen seit Mittwoch auf die Unternehmensgründung vor 125 Jahren hin. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, der Vorsitzende des Rheinbahn-Aufsichtsrats, Andreas Hartnigk, die Vorstände Klaus Klar, Michael Richarz und Susanne Momberg sowie der Vorsitzende des Betriebsrates, Michael Pink, schickten die Fahrzeuge auf Strecke und läuteten damit das Jubiläumsjahr offiziell ein.

„Mobilität ist ein Grundbedürfnis aller Bürgerinnen und Bürger und ein wichtiges Rückgrat unserer Gesellschaft – heute genauso wie vor 125 Jahren. Ich freue mich, dass die Rheinbahn in ihrem Jubiläumsjahr auf diese stolze Geschichte zurückblicken kann. Der Auftrag der Rheinbahn für unsere gesamte Region hat sich seit ihrer Gründung 1896 nicht verändert, dafür ist ihre Bedeutung für das öffentliche Leben über die Jahrzehnte immer weiter gewachsen. Heute ist der öffentliche Nahverkehr die zentrale Säule für das Gelingen der Verkehrswende. Und diese werden wir gemeinsam schaffen“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller bei der Vorstellung der Fahrzeuge.

„Seit 125 Jahren ist die Rheinbahn Lebensader Düsseldorfs und der Region“, ergänzte der Vorstandsvorsitzende und Arbeitsdirektor, Klaus Klar. „Unser Unternehmen hat in dieser Zeit mehrere Milliarden Fahrgäste befördert, ist unzählige Male von der Erde bis zur Sonne und zurück gefahren, war selbst in schwierigen Phasen wie der aktuellen Corona-Pandemie immer für die Menschen da und hat die Region im wahrsten Sinne des Wortes als zuverlässiger Partner mit am Laufen gehalten. Mein Dank gilt den vielen Generationen Rheinbahnerinnen und Rheinbahnern, die diese Leistung und Verlässlichkeit ermöglicht haben. Auch an sie denken wir in diesem besonderen Jahr. Unsere Geschichte macht Freude auf die Zukunft, an der wir jeden Tag arbeiten und in der wir viel vorhaben.“

Die vier Bahnen und zwei Busse werden ab sofort im gesamten Düsseldorfer Stadtgebiet und in der Region fahren und auf die Gründung vor 125 Jahren hinweisen. Auf dem komplett in gut sichtbarem Rheinbahn-Rot gehaltenen Design zeichnen sich die Silhouetten bekannter Gebäude im Bedienungsgebiet ab, so zum Beispiel der Düsseldorfer Rheinturm, der Quirinus Münster in Neuss, das Neanderthal-Museum im Kreis Mettmann oder die Teloy-Mühle in Meerbusch.

Zum Hintergrund: Kaum ein Düsseldorfer Unternehmen hat eine im wahrsten Sinne des Wortes so „bewegte“ Geschichte geschrieben, wie das unter dem Namen „Rheinische Bahngesellschaft AG“ gegründete Nahverkehrsunternehmen.

Die Erschließung des neuen Stadtteils Oberkassel vor dem ersten Weltkrieg, die erste elektrische Schnellbahn Europas, die Geschäftsführung des Düsseldorfer Flughafens, der weltweit erste Straßenbahn-Speisewagen und viele Meilensteine mehr zeugen von der Bedeutung der Rheinbahn seit ihrer Gründung 1896. Die wichtigsten Meilensteine in 125 Jahren Rheinbahn finden Sie hier: www.rheinbahn.de/unternehmen/geschichte/

Neu in der Springer-Edition vom ifaa: Ganzheitliche Gestaltung mobiler Arbeit. Wie geht mobile Arbeit in der Praxis?

Arbeiten von zuhause ist ein sehr wichtiges Thema in der Corona-Pandemie. In der betrieblichen Praxis wird zunehmend erkennbar, dass in den Unternehmen ein umfassendes Konzept für die Einführung mobiler Arbeit fehlt. Jeder Betrieb hat andere Voraussetzung und geht mobile Arbeit beziehungsweise Homeoffice unterschiedlich an.

Vor diesem Hintergrund hat das Düsseldorfer ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. ein Praxisbuch veröffentlicht. Es ist in der Springer-Edition erhältlich: https://www.springer.com/de/book/9783662619766

Das Buch basiert auf dem vom ifaa entwickelten Rahmenkonzept, das die ganzheitliche Gestaltung und Einführung mobiler Arbeit in den Blick nimmt. Als Ideengeber für die Gestaltung ganzheitlicher Mobilarbeitskonzepte wendet sich das Buch vor allem an betriebliche Akteure. Mit einer praxisbezogenen Vorgehensweise und erprobten Empfehlungen gibt das Buch handlungsleitende Impulse für die Implementierung moderner Arbeitsformen.

Erschienen ist das Buch im Springer-Verlag und ist als Paperback überall im Buchhandel sowie als eBook online erhältlich.
ISBN 978-3-662-61977-3 e-Book 9,99 €, Softcover 14,99 €

NRW-Metallarbeitgeber wollen allenfalls tariflichen Rahmen zur Unterstützung betrieblicher Transformationsprozesse

Die nordrhein-westfälischen Metallarbeitgeber können sich sinnvolle tarifliche Rahmenregelungen für firmenbezogene Zukunftstarife vorstellen, die den Transformationsprozess in den Unternehmen unterstützen. Der Präsident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Arndt G. Kirchhoff, betonte am Montag nach der 2. Tarifverhandlung für die rund 700.000 Beschäftigten dieses Industriezweigs in Düsseldorf, tarifliche Regelungen dürften jedoch in keiner Weise die Entscheidungsfreiheit des Unternehmers beeinträchtigen. „Neue Mitbestimmungsrechte sind hier nicht notwendig“, sagte Kirchhoff. Die Tarifparteien könnten allerdings gerade kleinen und mittleren Unternehmen Entscheidungshilfen geben, die ihnen den Zugang zu Transformations-Know-how erleichtern. Die Unternehmen würden tarifpolitische Regelungen zur Transformation dann akzeptieren, wenn diese sie bei der Bewältigung der massiven Herausforderungen von Digitalisierung, Energiewende und Mobilitätswende unterstützen. Die Verhandlungen mit der IG Metall in NRW über dieses Thema bezeichnete Kirchhoff als „konstruktiv“.

Präsident Kirchhoff: „Die unternehmerische Entscheidungsfreiheit darf nicht eingeschränkt werden“

Angesichts der politischen Debatte über weitere Verschärfungen des Lockdowns und der durch Lieferengpässe bedingten Zunahme von Kurzarbeit in Teilen der Automobilindustrie warnte der NRW-Metallarbeitgeberpräsident noch einmal nachdrücklich vor zusätzlichen tariflichen Kostenbelastungen. Die tiefe Ungewissheit über die mittelfristige wirtschaftliche Entwicklung in der Metall- und Elektroindustrie habe seit dem Jahreswechsel noch einmal zugenommen. „Die Verunsicherung in weiten Teilen unserer Mitgliedschaft ist mit Händen greifbar – quer durch alle Branchen, Regionen und Betriebsgrößen“, erklärte Kirchhoff. Er verwies auf die Ende 2020 vorgelegte Konjunkturumfrage seines Verbandes, wonach die Stimmung in den Betrieben so schlecht sei wie seit der Finanzkrise 2008/2009 nicht mehr. Der wirtschaftliche Einbruch des vergangenen Jahres und die enormen Anstrengungen, so viele Beschäftigte wie nur möglich an Bord zu halten, hätten die Unternehmen viel Substanz gekostet. Beschäftigungssicherung habe trotz der zum Teil dramatischen Umsatzeinbrüche auch in den Unternehmen erkennbar Priorität. „Wenn sich die IG Metall die Sicherung von Arbeitsplätzen auf die tarifpolitischen Fahnen geschrieben hat, dann erreicht sie ihr Ziel nur, wenn die Betriebe von zusätzlichen Kostenerhöhungen verschont bleiben“, sagte Kirchhoff.

Vodafone-Chef im Podcast über die nächste industrielle Revolution

Als ich vor fünf Jahren zu Vodafone gekommen bin, da fehlte in Deutschland das klare Ziel für die digitale Zukunft. Es brauchte eine Vision. Etwas worauf wir alle gemeinsam hinarbeiten. Wir haben unsere Gigabit Vision kreiert und sie wird heute immer mehr zur Realität. Damals konnte sich das kaum jemand vorstellen.“

Im Podcast ‚Die Wirtschaftsreporter‘ erinnert sich Vodafone Deutschland CEO Hannes Ametsreiter an seinen Start beim Düsseldorfer Digitalisierungs-Konzern zurück und erklärt, was sich seitdem verändert hat. Mit mehr als 22 Millionen Gigabit-Anschlüssen, die Vodafone aktiviert hat, sei Deutschland mittlerweile auf der Überholspur. „Auch beim 5G Ausbau kommen die Netzbetreiber gut voran“, erklärt Ametsreiter. Die meisten 5G-Antennen gehen dabei in Nordrhein-Westfalen ans Netz.

Nachholbedarf in Schulen und Unternehmen
„Bei der Digitalisierung in Unternehmen, Behörden und Schulen bleibt aber noch viel zu tun“, führt Ametsreiter fort. „Corona war ein digitaler Weckruf. Ich stelle aber auch fest, dass es an vielen Stellen noch immer keinen digitalen Fortschritt gibt. Dabei sollte in einem Jahr jedes Unternehmen und jede Schule ausreichend Zeit gehabt haben, um auf digitale Konzepte umzustellen. Wo das nicht der der Fall ist, ist das eine schlechte Entwicklung.“

Lieblings-Emojis, Diversity und Zukunfts-Technologien
Im Podcast spricht der Vodafone Deutschland CEO auch über Diversity, seine Leidenschaft für Sport und die neusten Innovationen, an denen die Vodafone-Techniker momentan im 5G Lab arbeiten. Schließlich verrät Ametsreiter, was seine liebsten Emojis sind und was ihn persönlich am Home Office nervt.

https://die-wirtschaftsreporter-funke.podigee.io/6-neue-episode

Hallo Albert – Wie ein digitaler Kollege die 3D-Druck-Prozesse revolutioniert

Darragh Fitzpatricks neuer Kollege lebt in einer Wolke. Er ist ein kluger und angenehmer Zeitgenosse. Und er schläft nie: Rund um die Uhr ist er in den weltweiten Forschungslabors von Adhesive Technologies aktiv. Erst kürzlich hat er die rasante Entwicklung 3D-gedruckter Nasenstäbchen für COVID-19-Tests ermöglicht. Er heißt Albert und ist neu bei Henkel.

Du hast es natürlich längst erraten: Albert ist kein Teammitglied aus Fleisch und Blut, sondern ein neues Tool für die digitale Materialentwicklung. Zu Henkel kam er im Mai 2019 im Rahmen der Akquisition des 3D-Druck Start-ups Molecule. Alberts cloud-basiertes System erfasst Daten aus allen 3D-Druck-Experimenten, die in den weltweiten Henkel-Laboren durchgeführt werden. Unsere Forschungsteams bei Adhesive Technologies nutzen die Plattform jetzt, um innovative Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln.

Darragh Fitzpatrick, Labor- und Innovationsleiter im Bereich 3D-Druck am Henkel-Standort in Dublin, hat jeden Tag mit Albert zu tun und ist begeistert: „Ich arbeite seit fast 20 Jahren in Forschungs- und Entwicklungsteams bei Henkel, aber Albert ist ein echtes Phänomen – etwas revolutionär Neues.“

Innovative Lösungen zur Unterstützung von COVID-19-Tests

Die Partnerschaft zwischen Loctite und Origin demonstriert anschaulich, wie Albert kollaborative Innovationsprozesse beschleunigen kann. Zunächst wählte die Software das bestmögliche Material für die Corona-Teststäbchen aus. Dazu wurden über 16.000 Präparate aus dem Henkel-3D-Portfolio gescreent. Albert fand die Stecknadel im Heuhaufen auf Knopfdruck, sodass die 3D-Druck-Experten der beiden Partner umgehend in die Entwicklungsphase einsteigen konnten.  Die dringend benötigten Stäbchen für den Nasen-Rachen-Abstrich konnten dadurch schnell millionenfach produziert werden und den Kampf gegen die Pandemie unterstützen. Diese Geschwindigkeit der 3D-Druck-Innovation wäre mit traditionellen Produktionsmethoden nicht machbar gewesen.

Mit Big Data schneller Innovationen vorantreiben

Albert verändert alle Prozessschritte in der Produktentwicklung. Zunächst unterstützt er die Teams bei der Materialrecherche und der Erstellung von zeitsparenden Testabläufen. Die Plattform errechnet außerdem die ungefähren Materialkosten verschiedener Formulierungsoptionen. Ein weiteres Feature ist der unmittelbare Zugang zu Sicherheitsinformationen verschiedener Formulierungen und Rohstoffe. Bei der Planung der Aktivitäten liefert Albert Live-Daten aller verfügbaren Rohstoffchargen inklusive der jeweiligen Lagerstandorte. Für die termingerechte und regelkonforme Ausführung der Arbeitsschritte können die Teams auf Alberts Labormanagement-Funktionen zurückgreifen. Das Tool bietet zudem detaillierte Ablaufinformationen für die Vorbereitung und Durchführung von Tests – damit die Ergebnisse immer verlässlich und vergleichbar sind.

„Mit Albert sind die traditionellen Laborprotokolle durch digitale Methoden ersetzt worden, sodass die  Datensätze aus der Forschung und Entwicklung jetzt in ein digitales System gesamthaft eingepflegt werden können. Und das macht einen entscheidenden Unterschied“, sagt Darragh. „In der Vergangenheit waren Informationen über Formulierungen, Projektdesign, Testmethoden und Ergebnisse fragmentiert gespeichert und manchmal nur schwer zu finden. Albert stellt alle diese digitalen Daten jetzt in einem Format zur Verfügung, auf das alle unsere globalen Forschungs- und Entwicklungsteams unmittelbar zugreifen können. Das macht uns schneller und eröffnet neue Chancen, international zusammenzuarbeiten und unsere Teams global zu vernetzen.“

Mit Albert einmal um die Henkel-Welt

„Albert war ursprünglich exklusiv für das 3D-Druck-Geschäft konzipiert und wurde in Dublin und Düsseldorf im Piloteinsatz getestet“, sagt Darragh. „Inzwischen unterstützt er an unserem kalifornischen Standort Irvine auch die Produktentwicklung für die Elektroindustrie. Als nächstes wird er im neuen Innovationszentrum von Henkel in Düsseldorf eingesetzt werden.“ Dort soll Albert zunächst in der Lagerverwaltung arbeiten und im Lauf der Zeit ständig weiterentwickelt werden. Für die Nutzer ist es außerordentlich spannend, mit ihren Inputs direkt zu seinen neuen Fähigkeiten beitragen zu können. Eine neue Benutzeroberfläche bietet jetzt außerdem weitere Funktionen, verbesserte Interaktion und Ästhetik. „Es ist schön zu sehen, wie sich Albert bei Henkel einlebt. Und wir freuen uns alle, in den kommenden Jahren mit ihm zu arbeiten“, so Darragh.

Quelle: henkel.de

Die ANDRITZ Maerz überträgt das weltweite Geschäft der Kupferöfen auf die SMS group

ANDRITZ Maerz GmbH in Düsseldorf und SMS group GmbH (www.sms-group.com) haben beschlossen, das globale Kupfer­ofengeschäft zusammen mit den geistigen Eigentumsrechten (Know-how, Referenzen, Patente usw.) und die zugehörigen Service­aktivitäten von ANDRITZ Maerz auf die SMS group zu übertragen. Diese Akquisition stärkt die Position der SMS group als System­lieferant zur Produktion von Nichteisenmetallen.

PT. Krakatau Posco

Seit Jahrzehnten liefert SMS-Anlagen für die Kupferindustrie, an­gefangen von Schmelzaggregaten bis hin zu Walzen, Pressen und Schmiedeeinheiten zur Herstellung von Stangen, Rohren, Drähten, Blechen, Brammen und weiteren Formen. Im Rahmen der New-Horizon-Initiative hat SMS innerhalb der letzten Jahre seine Akti­vitäten zur Bereitstellung ganzheitlicher Lösungen für die Nichteisen­metallindustrie erheblich ausgeweitet. Die Integration der Kupferöfen von ANDRITZ Maerz in die SMS group ist ein wichtiger Meilenstein, um der führende Partner für Komplettlösungen für Nichteisenmetalle zu werden.

 

Mit einem Team von erfahrenen Spezialisten und Ingenieuren setzt SMS das traditionelle Kupfergeschäft von ANDRITZ Maerz fort, das 60 Jahre Erfahrung mit mehr als 70 Referenzen umfasst, die Schmelz- und Raffinationsöfen für die Primär- und Sekundärkupfer­produktion wie Kipp-Raffinationsöfen und elliptische Öfen, Schacht- und Herdöfen, Trommelöfen (inklusive Peirce-Smith Konverter- und Anodenöfen), Badschmelzöfen sowie Top Blown Rotating Converter (TBRC). Die Kipp- und Trommelöfen ermöglichen die Herstellung hochwertiger Produkte in der Draht-, Rohr- und Profilherstellung sowie die Herstellung von Anoden für die Elektrolyse.

 

Die kürzlich von SMS entwickelten Innovationen wie BlueControl (dynamische Prozesssteuerungssimulation), H2-Ready-Systeme (Lösungen zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks mit innovativen Brennern und Raffinationstechnologien auf Wasserstoffbasis) sowie zahlreiche Leistungsmodule (Geräte- und Instrumenten-Upgrades) werden in die von der ANDRITZ Maerz übernommenen Produkte des Kupferofengeschäfts mit integriert.

 

Darüber hinaus wird SMS seine Serviceaktivitäten durch die Ein­beziehung seiner bestehenden starken internationalen Nieder­lassungen mit über 3.000 Servicespezialisten und über 50 Werk­stätten erweitern, die modulare, maschinenspezifische Ersatzteil­lösungen anbieten, die auf alle Kunden-anforderungen zugeschnitten sind. SMS-Service liefert On-Demand-Einzelersatzteile sowie reguläre Ersatzteilpakete und kann die komplette Lagerung anbieten. Planung, Beschaffung und Logistik sind vollständig im SMS-Lager­service enthalten. Servicetechniker der SMS stehen jederzeit zur Verfügung, um Kunden bei der Fehlerbehebung und bei erforderlichen Reparaturen zu unterstützen. SMS ist weltweit aktiv und garantiert kurze Reaktionszeiten und hohe Verfügbarkeit. Das bedeutet, dass die Anlagen unserer Kunden in kürzester Zeit wieder betriebsbereit sind.

 

Mit diesem wichtigen Know-how-Transfer baut SMS seine starke Position bei der Lieferung von Komplettlösungen für die Nichteisen­metallindustrie aus. Mit dem umfangreichen Produktportfolio bietet SMS Komplettlösungen für die Primär- und die wachsenden Sekundärmetallproduktionslinien, einschließlich der Anlagen für das Recycling von Elektronikschrott (BlueMetals-Prozess), Batterien (BlueBattery-Prozess) und Katalysatoren (BlueCAT-Prozess) an.

 

Kupfer ist für unseren Alltag sowie für die Elektrifizierung der Welt unverzichtbar. Es ist aufgrund seiner hohen thermischen und elektrischen Leitfähigkeit, Duktilität und Formbarkeit ein wichtiges Industriemetall. Außerdem kann Kupfer ohne Qualitätsverlust sowohl aus Erzen als auch aus bereits hergestellten Produkten recycelt werden. Heute werden rund

 

30 Prozent des weltweiten Kupfers aus Schrott und Abfällen ge­wonnen und in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt. Mit diesem umfangreichen Produktportfolio bei den Kupferöfen möchte SMS die Recyclingrate deutlich erhöhen, indem der Ressourcenkreislauf geschlossen wird, und leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.