Peter Sebastian Krause ist neuer Vorsitzender von Südwestmetall

(ud) Peter Sebastian Krause, Vorsitzender auch des Düsseldorfer Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektroindustrie „düsseldorf metall“, ist neuer Vorsitzender des Arbeitgeberverbands der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie (M+E), Südwestmetall. Der Vorstand des Verbands wählte ihn auf seiner Sitzung am 14. Januar 2026 zum Nachfolger von Dr. Joachim Schulz (69), der nach knapp vier Jahren an der Verbandsspitze seinen Rücktritt erklärt hatte. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Katrin Stegmaier-Hermle, Sprecherin der Geschäftsführung der Balluff GmbH (Neuhausen auf den Fildern), gewählt. Sie bekleidet dieses Amt neben Dr. Harald Marquardt (stv. Vorsitzender seit 2009).

Der Jurist Krause gehört dem Vorstand von Südwestmetall bereits seit 2010 an. Damals wurde er als Vorstandsmitglied der Kolbenschmidt Pierburg AG in Neckarsulm (heute Rheinmetall Automotive) in das Gremium gewählt. Seit November 2020 ist er Mitglied im Engeren Vorstand, seit 2022 stellvertretender Vorsitzender des Verbands. Zuletzt war er als Vorstandsmitglied für Personal und Arbeitsdirektor der Rheinmetall AG tätig.

Schulz hatte bereits bei seiner Wiederwahl im Juni 2024 erklärt, dass aus persönlichen Gründen die 2026 endende zweijährige Amtsperiode seine letzte sein würde. Der um einige Monate vorgezogene Wechsel im Vorsitz, so Schulz, schaffe nun die Voraussetzung, dass in der Vorbereitungsphase der für den Herbst anstehenden Tarifrunde Kontinuität herrsche: „Unsere Industrie steht vor enormen Herausforderungen. Dieser Tarifrunde kommt daher eine ganz besondere Bedeutung zu. Deshalb braucht es schon frühzeitig im Vorfeld der Verhandlungen eine klare Führung, damit auch eine durchgängige Verantwortlichkeit gesichert ist.“ Sein Nachfolger Krause bringe „genau die Erfahrung und Expertise mit, die wir jetzt benötigen, um den Verband in dieser entscheidenden Zeit zu führen und um die Interessen unserer Mitgliedsunternehmen kraftvoll zu vertreten“.

Krause kündigte an, einen Schwerpunkt seiner Arbeit auf die Tarifpolitik legen zu wollen: „Wir müssen einen Rahmen schaffen, der die Unternehmen noch besser dabei unterstützt, die Transformation erfolgreich zu bewältigen. Dabei muss der sehr heterogenen Lage in den Firmen Rechnung getragen werden. Der Erfolg der Tarifpolitik muss sich daran messen lassen, ob es gelingt, den Arbeitsplatzabbau zu bremsen und am Standort Deutschland wieder mehr zu investieren.“

Seinem Vorgänger dankte Krause für das langjährige und intensive Engagement im Verband: „Dr. Schulz hat das Amt im Mai 2022 übernommen, einer Zeit, die noch im Zeichen der Corona-Krise, vor allem aber unter dem Eindruck des gerade ausgebrochenen Ukraine-Kriegs stand.“ Schulz habe den Verband in diesen Jahren mit Weitblick und tiefem analytischem Verständnis durch zwei schwierige Tarifrunden geführt und die Organisationsentwicklung des Verbands vorangetrieben: „Der Verband und unsere Industrie sind ihm zu großem Dank verpflichtet.“ Schulz gehört dem Südwestmetall-Vorstand seit 2009 an. Auch nach seinem Rücktritt als Verbandsvorsitzender bleibt er als Vorsitzender der Bezirksgruppe Stuttgart weiterhin Mitglied des Führungsgremiums.

Susanne Wege übernimmt CEO-Position bei TEEKANNE – neue Doppelspitze ab April 2026

(cs) Die Düsseldorfer TEEKANNE stellt ihre Unternehmensführung neu auf: Zum 1. April 2026 übernimmt Susanne Wege (52) die Position der Chief Executive Officer (CEO). Gemeinsam mit Dr. Christian Mestwerdt, der weiterhin als Chief Financial Officer und Chief Operating Officer (CFO/COO) tätig ist, bildet sie künftig die neue Doppelspitze des Familienunternehmens.

Susanne Wege folgt auf Frank Schübel (61), der TEEKANNE in den vergangenen neun Jahren entscheidend geprägt hat. Unter seiner Führung entwickelte sich das Unternehmen zu einer der am stärksten wachsenden Teemarken weltweit. Schübel verantwortete zentrale Investitionen in das internationale Produktionsnetzwerk, trieb Prozessinnovationen voran und stellte die Organisation strategisch neu auf. Er hat die Neuausrichtung der Geschäftsführung aktiv mitgestaltet und verabschiedet sich zum 1. April 2026 in den Ruhestand.

Die Neuordnung der Unternehmensführung ist Teil einer langfristig angelegten Nachfolgestrategie. „Im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung haben die Gesellschafter und ich seit zwei Jahren die neue Gruppenstruktur und anstehende Nachfolgeregelungen vorbereitet“, betont Frank Schübel. Der erfahrene Manager war zuvor unter anderem bei Nestlé, der Molkerei Weihenstephan und Berentzen tätig und gilt als ausgewiesener Kenner der Konsumgüter- und Lebensmittelbranche. Für die Zukunft des 143 Jahre alten Unternehmens sieht er „inhaltliche Konsistenz und keine Überraschungen“. Nach seinem Ausscheiden möchte Schübel sich verstärkt privaten Themen widmen und neue Projekte auch außerhalb der Lebensmittelbranche verfolgen.

Fotos: Teekanne

Mit Susanne Wege gewinnt TEEKANNE eine international erfahrene Führungspersönlichkeit mit ausgeprägtem Marken- und Verbraucherfokus. Zuletzt war sie seit 2019 Geschäftsführerin für die Region DACH und Polen beim italienischen Kaffeeunternehmen Lavazza mit Hauptsitz in Turin. In dieser Rolle verantwortete sie die strategische Ausrichtung, die kommerzielle Entwicklung sowie den organisatorischen Ausbau mehrerer Kernmärkte. Zuvor war Wege in verschiedenen leitenden Marketing- und Vertriebsfunktionen bei Red Bull tätig, unter anderem als Geschäftsführerin in Schweden. Weitere Karrierestationen umfassen die Position des Sales Directors bei Danone Waters Deutschland.

Mit der neuen Doppelspitze richtet TEEKANNE seine Führung gezielt auf die weitere Stärkung der Marke, nachhaltiges Wachstum im Kernmarkt sowie den Ausbau des internationalen Geschäfts aus. Susanne Wege bringt dafür umfassende internationale Erfahrung, strategische Steuerungskompetenz und eine klare Perspektive auf Marken- und Geschäftsentwicklung mit.

„Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe bei TEEKANNE“, sagt Susanne Wege. „TEEKANNE ist eine Marke, die über 140 Jahre Tradition und Innovationskraft verbindet. Gemeinsam mit Christian Mestwerdt und den TEEKANNE-Teams werden wir die Weiterentwicklung des Familienunternehmens vorantreiben, Wachstumspotenziale im Kern- und internationalen Geschäft erschließen und die Marke zukunftssicher positionieren.“

IHK-Empfang in Düsseldorf: Austausch, Impulse und starke Netzwerke

(cs) Beim diesjährigen Empfang der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf kamen rund 1.300 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen. Im Mittelpunkt stand der persönliche Austausch: Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer der Düsseldorfer Arbeitgeberververbände, nutzte die Gelegenheit, um mit Vertreterinnen und Vertretern der Mitgliedsbetriebe über aktuelle wirtschaftliche Herausforderungen, Perspektiven und regionale Entwicklungen zu sprechen.

Ein inhaltlicher Höhepunkt des Abends war die Keynote des ehemaligen Bundesaußenministers Sigmar Gabriel. In seinem Vortrag ordnete er die aktuellen geopolitischen und wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ein und gab Impulse für die Rolle der deutschen Wirtschaft in einem zunehmend komplexen internationalen Umfeld. Der IHK-Empfang bot damit erneut eine wichtige Plattform für Dialog, Vernetzung und Meinungs­austausch innerhalb der regionalen Wirtschaft.

Fotos: IHK

 

Sigmar Gabriel sprach in Düsseldorf

(cs) Sigmar Gabriel (SPD), Mitglied im Rheinmetall-Aufsichtsrat, sprach am Montag vor rund 1.300 Gästen auf dem Neujahrsempfang der IHK. Er mahnte eine „kriegstüchtige“ und eigenständige EU an, die sich nicht auf die USA verlassen könne, besonders angesichts der amerikanischen Neigung zum Rückzug aus globaler Verantwortung. Gabriel betonte, dass Europa unter Trump politisch und militärisch mehr zusammenwachsen müsse, um als Machtfaktor bestehen zu können. Er sagte auch, dass Amerikas Rückzug als globale Ordnungsmacht schon vor Trump begann und Europa deshalb selbst ein ernstzunehmendes Machtzentrum werden muss. Zudem sieht Sigmar Gabriel Europa durch interne EU-feindliche Parteien und fehlende Führungsfiguren gefährdet, wenn es nicht entschlossen handelt. Gabriel ist Vorsitzender der „Atlantik-Brücke“, die sich mit den deutsch-amerikanischen Beziehungen befasst, und gilt als Experte auf diesem Gebiet. Nach 75 Jahren euro-atlantischer Partnerschaft und 70 Jahren, in denen die USA der wichtigste Garant für die außenpolitische Sicherheit Deutschlands gewesen sei, könnte eine Ära zu Ende zu gehen. Europa steht nun vor der Aufgabe, sich sicherheitspolitisch neu zu orientieren, so Gabriel. Und zur Thematik Wirtschaft erklärte der ehemalige deutsche Außenminister, dass die ökonomische Leistungsfähigkeit Europas von Deutschland abhinge.

Indeed: Arbeitsmarkt 2026 stabilisiert sich in „zwei Geschwindigkeiten“

(cs) Der deutsche Arbeitsmarkt hat das Jahr 2025 mit einem deutlichen Dämpfer beendet. Im Dezember ging die Zahl der Stellenausschreibungen saisonbereinigt um 1,7 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück. Im Jahresvergleich ergibt sich sogar ein Minus von 11,6 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Düsseldorfer Unternehmens Indeed.

„Der Arbeitsmarkt beendet das Jahr mit einem deutlichen Dämpfer“, erklärt Dr. Virginia Sondergeld, Ökonomin und Arbeitsmarktexpertin bei Indeed. Zwar sei ein leichter Rückgang zum Jahresende saisonal nicht ungewöhnlich, doch die aktuelle Entwicklung falle schwächer aus als erwartet: „Der besonders schwache Beginn der Winterpause überrascht. Denn in der zweiten Jahreshälfte waren erste Anzeichen einer Stabilisierung zu beobachten.“

Tatsächlich hatten die Stellenausschreibungen im August und November 2025 jeweils um bis zu 1,5 Prozent gegenüber dem Vormonat zugelegt. Selbst im Dezember 2024, trotz Rezession, schrieben Unternehmen noch 0,6 Prozent mehr Stellen aus. Vor diesem Hintergrund fällt der aktuelle Rückgang umso stärker ins Gewicht. Dennoch gibt Sondergeld einen vorsichtig optimistischen Ausblick: „Es gibt Licht am Ende des Tunnels: Für 2026 rechne ich mit einer verhaltenen Entspannung.“


Ausblick 2026: Ein Arbeitsmarkt der zwei Geschwindigkeiten

Die erwartete Stabilisierung des Arbeitsmarktes im Jahr 2026 stützt sich unter anderem auf die Prognose des Sachverständigenrats, der von einem Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent ausgeht. Mit dem konjunkturellen Aufschwung dürften Unternehmen wieder häufiger neue Stellen ausschreiben.

Allerdings warnt Sondergeld davor, diese Entwicklung als flächendeckende Entwarnung zu verstehen:
„Das erwartete Wachstum ist ein wichtiger Lichtblick und wird auch den Arbeitsmarkt stützen. Die Beschäftigungsimpulse sind jedoch ungleich verteilt.“

Für 2026 zeichnet sich damit ein Arbeitsmarkt der zwei Geschwindigkeiten ab:

  • Wachstumsbranchen wie das Bauwesen, der Gesundheits- sowie Sozialsektor profitieren von staatlichen Investitionen und dem demografischen Wandel.

  • Wissensintensive Büro- und Tech-Berufe bleiben hingegen unter Druck. Unternehmen setzen hier weiterhin auf Kostendisziplin und nutzen verstärkt Produktivitätsgewinne durch Künstliche Intelligenz.

  • In der Industrie droht bei anhaltender Exportschwäche in vielen Bereichen weiterer Stellenabbau.


Gewinner- und Verliererbranchen im Überblick

Die aktuellen Indeed-Daten bestätigen diese strukturelle Zweiteilung des Arbeitsmarktes:

Zuwächse im Jahresvergleich:

  • Bauwesen: +4,2 Prozent

  • Sozialdienst & Sozialarbeit: +4,9 Prozent

Deutliche Rückgänge:

  • Softwareentwicklung: –18,4 Prozent

  • Marketing: –15,6 Prozent

  • Büro & Verwaltung: –15,9 Prozent

  • Kundenservice: –22,2 Prozent

Gerade klassische Büro- und Tech-Berufe stehen damit weiter unter erheblichem Anpassungsdruck.


Dezember 2025: Nur drei von 24 Berufsgruppen mit Zuwächsen

Auch im Monatsvergleich (November zu Dezember 2025) zeigt sich ein überwiegend negatives Bild. Lediglich drei von 24 analysierten Berufsgruppen konnten zulegen:

  • Buchhaltung: +4,3 Prozent (trotz Minus im Jahresvergleich)

  • Sozialdienst & Sozialarbeit: +1,4 Prozent

  • Management: +0,1 Prozent

Die stärksten Rückgänge verzeichneten:

  • Kundenservice: –6,7 Prozent

  • Softwareentwicklung: –4,0 Prozent

  • Einzelhandel und Lagerhaltung: jeweils –3,3 Prozent


Datengrundlage: Der Indeed Arbeitsmarkt Index

Die Analyse basiert auf dem Indeed Arbeitsmarkt Index, den Dr. Virginia Sondergeld regelmäßig auswertet. Der Index misst die Entwicklung der Personalnachfrage auf Grundlage von mehreren Millionen Stellenausschreibungen, die entweder direkt auf Indeed veröffentlicht oder über Karrierewebseiten von Unternehmen aggregiert werden. Dadurch lassen sich Veränderungen am Arbeitsmarkt nahezu in Echtzeit beobachten und einordnen.

Aktuelle Daten und weiterführende Analysen zum deutschen und internationalen Arbeitsmarkt sind unter data.indeed.com abrufbar.

Pendler am Limit: Düsseldorfs Verkehr vor der Beinah-Katastrophe – Bahnchaos verschärft die Lage – mit einer wichtigen Ausnahme

(cs/ud) Düsseldorf steuert verkehrlich auf schwierige Zeiten zu – und für viele Pendler fühlt sich das bereits jetzt wie eine Beinah-Katastrophe an. Während die Landeshauptstadt ab Februar 2026 die Theodor-Heuss-Brücke für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen sperrt und damit eine zentrale Rheinquerung faktisch aus dem Wirtschafts- und Lieferverkehr nimmt, kommt es parallel zu massiven Einschränkungen auf einer der wichtigsten Bahnachsen ins Ruhrgebiet. Die Belastungen überlagern sich – mit spürbaren Folgen für Arbeitnehmer, Unternehmen und den Standort Düsseldorf insgesamt.

Als wäre das nicht genug, trifft Pendlerinnen und Pendler seit dem 9. Januar 2026 die nächste Hiobsbotschaft: Vier Wochen lang ist die zentrale Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Essen gesperrt. Grund sind Bauarbeiten an einer maroden Autobahnbrücke in Duisburg. Bis zum 6. Februar fahren auf diesem Abschnitt keine Züge. Ausfälle, Umleitungen und Ersatzbusse prägen den Alltag. Fernzüge halten nicht mehr in Duisburg und Oberhausen, ICE-Verbindungen werden ausgedünnt, Fahrzeiten verlängern sich spürbar.

Gerade für Berufspendler aus dem Ruhrgebiet nach Düsseldorf ist das ein harter Schlag. Wer täglich auf verlässliche Bahnverbindungen angewiesen ist, muss mehr Zeit einplanen, mehrfach umsteigen oder auf überfüllte Ersatzbusse ausweichen. In der Summe entsteht der Eindruck eines Verkehrssystems, das nur noch reagiert, statt vorausschauend zu planen.

Allerdings gibt es in diesem Bahnchaos einen wichtigen Lichtblick: Die S-Bahn-Linie S6 zwischen Essen und Düsseldorf ist von der Sperrung nicht betroffen. Sie steht Pendlern weiterhin als direkte Schienenverbindung zur Verfügung und wird von der Bahn ausdrücklich als Alternative empfohlen. Für viele dürfte sie in den kommenden Wochen zur rettenden Lebensader werden – auch wenn bereits jetzt absehbar ist, dass die Züge deutlich voller sein werden als sonst.

Straße dicht, Schiene gestresst – und kein Gesamtkonzept

Das eigentliche Problem liegt tiefer. Düsseldorf erlebt nicht eine einzelne Baustelle, sondern eine Kumulation von Einschränkungen: Rheinbrücken am Limit, Autobahnbrücken marode, Bahnstrecken gesperrt. Jede Maßnahme für sich mag begründbar sein. In der Summe aber entsteht eine Situation, die für Pendler und Wirtschaft gleichermaßen hochriskant ist. Wenn Lieferverkehre ausweichen müssen, steigen Staus. Wenn Bahnverbindungen wegfallen, wechseln mehr Menschen ins Auto. Das System gerät weiter unter Druck.

Besonders kritisch sehen viele Beobachter, dass der geplante Neubau der Theodor-Heuss-Brücke erneut ohne schienengebundenen ÖPNV auskommen soll. Zwei Fahrspuren pro Richtung mögen heute ausreichend erscheinen, doch sie sind keine Antwort auf die wachsenden Pendlerströme von morgen. Wer Jahrzehnte vorausplant, müsste größer denken – gerade in einer Metropolregion wie Rhein-Ruhr.

So bleibt der Eindruck, dass Düsseldorf verkehrlich von Baustelle zu Baustelle hangelt, ohne dass ein belastbares Gesamtkonzept erkennbar ist. Für die Menschen, die täglich hierher pendeln, ist das mehr als ein Ärgernis. Es ist eine Beinah-Katastrophe – mit Ansage.

Kommentar: Düsseldorf kappt eine Lebensader – und lässt Wirtschaft und Pendler im Stau stehen

(cs/ud) Es gibt Entscheidungen, die sind technisch gut begründet – und politisch trotzdem hochproblematisch. Die ab Februar 2026 geplante faktische Sperrung der Theodor-Heuss-Brücke für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gehört genau in diese Kategorie. Ja, die Brücke ist alt. Ja, sie ist sanierungsbedürftig. Und ja, niemand will Bilder wie aus Dresden oder Genua. Aber die Konsequenzen dieser Maßnahme treffen Düsseldorf an einer empfindlichen Stelle: mitten im Alltag der regionalen Wirtschaft und zehntausender Pendler.

Die Theodor-Heuss-Brücke ist keine Nebenstraße, sie ist eine der zentralen Rheinquerungen im Norden der Stadt. Wer heute glaubt, man könne den Lieferverkehr „einfach umleiten“, verkennt die Realität. Fast alle Rheinbrücken in Düsseldorf sind oder waren Baustellen. Die Fleher Brücke, die Südbrücke, die Oberkasseler Brücke – sie alle haben in den vergangenen Jahren Kapazität verloren. Das System ist bereits am Limit. Nun fällt mit der Theodor-Heuss-Brücke faktisch eine weitere leistungsfähige Achse für den Wirtschaftsverkehr weg.

3,5 Tonnen – das trifft Handwerk, Handel und Logistik ins Mark

Die Grenze von 3,5 Tonnen klingt moderat, ist es aber nicht. Für viele Handwerksbetriebe, für Lieferdienste, für Handels- und Industrieunternehmen bedeutet sie ein faktisches Durchfahrtsverbot. Transporter, Materialfahrzeuge, kleine Lkw: all das darf künftig nicht mehr über die Brücke. Wer in Heerdt, Lörick oder Meerbusch sitzt und Kunden, Baustellen oder Betriebe auf der linken Rheinseite bedienen muss, wird längere Umwege fahren – mit mehr Zeitverlust, höheren Kosten und zusätzlichem CO₂-Ausstoß. Das ist das Gegenteil dessen, was man sich unter moderner Verkehrs- und Wirtschaftspolitik vorstellt.

Noch gravierender ist die Situation für die vielen Pendler. Tausende Menschen fahren täglich nach Düsseldorf, um hier zu arbeiten – in der Industrie, im Büro, im Groß- und Einzelhandel. Schon heute sind die Alternativrouten regelmäßig überlastet. Wenn sich ab 2026 der Verkehr weiter verdichtet, wird aus dem morgendlichen Stau ein Dauerzustand. Attraktiv ist das nicht – weder für Arbeitnehmer noch für Arbeitgeber.

Verständnis für die Technik, Kritik an der Gesamtstrategie

Die Stadt argumentiert mit harten Fakten: Überlastungen durch Schwerverkehr, teils illegale 44-Tonner, massive Schäden an der Bausubstanz. Dass gehandelt werden muss, steht außer Frage. Aber genau hier beginnt die politische Verantwortung. Warum ist es so weit gekommen, dass eine Brücke von 1957 so lange „auf Verschleiß“ gefahren wurde? Warum wird erst jetzt mit einem Neubau ernsthaft vorangemacht? Und warum gibt es für die Übergangszeit kein schlüssiges, regional abgestimmtes Verkehrskonzept, das Wirtschaft und Pendler wirklich entlastet?

Besonders bitter: Der Neubau wird zwar geplant, aber erneut ohne schienengebundenen ÖPNV. Zwei Fahrspuren pro Richtung – mehr nicht. Das mag technisch nachvollziehbar sein, ist aber verkehrspolitisch mutlos. Wer weiß, dass eine Brücke jahrzehntelang halten soll, müsste größer denken: leistungsfähiger ÖPNV, echte Alternativen zum Auto, Entlastung der Straße. Stattdessen bleibt Düsseldorf im Status quo gefangen – mit allen bekannten Problemen.

Die Gefahr der schleichenden Vollsperrung

Die Stadt betont, man wolle eine vollständige Sperrung „auf ein Minimum reduzieren“. Doch genau diese Gefahr steht unausgesprochen im Raum. Wenn trotz Ablastung weitere Schäden auftreten, wenn Baustellen sich verzögern, wenn der Verkehr weiter wächst, dann droht genau das Szenario, das man eigentlich verhindern wollte. Für die Wirtschaft wäre das ein harter Schlag, für die Stadt ein Standortnachteil.

Natürlich ist Infrastrukturerneuerung eine Mammutaufgabe. Natürlich lässt sich nicht alles gleichzeitig lösen. Aber Düsseldorf muss sich die Frage gefallen lassen, ob es seiner Rolle als Wirtschafts- und Arbeitsstandort gerecht wird, wenn eine der wichtigsten Rheinquerungen für den Lieferverkehr praktisch wegfällt – in einer Phase, in der nahezu alle Alternativen ebenfalls eingeschränkt sind.

Die Theodor-Heuss-Brücke braucht Schutz. Aber Düsseldorf braucht auch Bewegung. Ohne ein belastbares Gesamtkonzept droht aus einer notwendigen Sicherungsmaßnahme ein verkehrspolitischer Offenbarungseid.

Stimmung in der Metall- und Elektroindustrie weiterhin tief im Keller – viele Unternehmen werden Stellen abbauen – einziger Lichtblick ist die Ausbildungssituation

(ud) Die Stimmung in den Unternehmen der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie bleibt nach dem langjährigen Tiefpunkt vor Jahresfrist auch zum Jahreswechsel 2025/26 weiterhin tief im Keller. Jedes vierte Unternehmen muss Stellen abbauen. Der Präsident von Metall NRW, Arndt Kirchhoff, nannte die Ergebnisse in der Rheinischen Post „Ausdruck einer gravierenden Standortschwäche, die durch massive geopolitische Unsicherheiten noch verstärkt wird“.

Dies ist das Ergebnis einer in Düsseldorf vorgelegten aktuellen Konjunkturumfrage des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW) zum Jahreswechsel 2025/2026, an der 354 Betriebe mit fast 95.000 Beschäftigten dieses Industriezweigs teilgenommen haben. Das Ergebnis deckt sich mit derselbigen Umfrage unter den Betrieben in Düsseldorf.

Die darin abgebildeten Branchen sind unter anderem der Maschinenbau, die Elektroindustrie, der Automobilbau, Hersteller von Metallerzeugnissen, die Metallerzeugung und -bearbeitung sowie Gießereien. Nur 14 Prozent der Unternehmen bezeichnen ihre aktuelle Geschäftslage als gut, für die nächsten sechs Monate rechnen gerade einmal zehn Prozent mit einer Besserung. Eine Umkehr des Trends, wonach in der größten Industriebranche Nordrhein-Westfalens die Produktion inzwischen um 23 Prozent unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2018 liegt und seit Juni 2024 Monat für Monat rund 2.100 Arbeitsplätze verloren gehen, ist auch für das Jahr 2026 nicht in Sicht.

Die Rheinische Post ergänzt in ihrer Ausgabe vom 02. Januar 2026: Da die Arbeitgeber die Hälfte der Sozialabgaben tragen, treffen die steigenden Krankenkassen-Beiträge 2026 auch sie. Künftig drohen zudem Renten- und Pflegebeiträge zu steigen. „Die Lage ist ernst. Ohne Reformen werden die Beitragssätze zur Sozialversicherung in nicht allzu ferner Zukunft 50 Prozent erreichen“, hatte unlängst die Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, gewarnt. Sie forderte, alle zehn Jahre das Rentenalter um sechs Monate anzuheben.

Der Präsident von METALL NRW, Arndt G. Kirchhoff, bezeichnete die Ergebnisse der Umfrage seines Verbandes als „Ausdruck einer tiefen Wettbewerbsfähigkeitskrise und gravierenden Standortschwäche, die durch massive geopolitische Unsicherheiten noch verstärkt wird“. Er beobachte eine anhaltend pessimistische Stimmung in vielen Unternehmen dieses Industriezweigs quer durch alle Branchen, Betriebsgrößen und Regionen Nordrhein-Westfalens. Insbesondere mit Blick auf wirtschafts- und sozialpolitische Entscheidungen in Brüssel und Berlin begegne ihm immer wieder eine bittere Mischung aus tiefer Unruhe, großer Verunsicherung und zuweilen sogar Fassungslosigkeit in der Unternehmerschaft. „Bei Unternehmerinnen und Unternehmern im Land verstärkt sich der Eindruck, beträchtliche Teile der Politik hätten ungeachtet der seit drei Jahren bestehenden Rezession ein immer noch massives Erkenntnisproblem, die wirtschaftlichen Realitäten auch nur wahrzunehmen“, sagte Kirchhoff.

So jedenfalls sei ein nachhaltiger und dringend notwendiger Stimmungswechsel in den Betrieben nicht herbeizuführen. Die Politik müsse endlich begreifen, dass es die international nicht mehr wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen den Unternehmen hierzulande immer schwerer machten, mit den rasanten und zum Teil dramatischen Veränderungen auf den globalen Märkten Schritt halten zu können. „Ich kann immer nur wiederholen: Wenn wir massive Wohlstandsverluste in unserem Land verhindern wollen, darf die Politik keine Zeit mehr verlieren, um grundlegende Reformen umzusetzen“, betonte der NRW-Metallarbeitgeberpräsident. Deutschland müsse endlich zur Kenntnis nehmen, dass sich wichtige Volkswirtschaften der Welt nicht mehr an die Handelsregeln hielten und ihre Märkte lieber mit Zöllen abschotteten, die Kontinente in Einflusszonen zerfielen, in denen die jeweiligen Großmächte mit radikalen Mitteln eine ausschließlich interessengeleitete Machtpolitik betrieben. In dieser für die Exportnation Deutschland so schwierigen globalen Gemengelage müsse die Politik umso mehr alles daransetzen, im Inland ihre Hausaufgaben in der Wirtschafts- und Sozialpolitik zu machen.

Vor diesem Hintergrund warnte Kirchhoff eindringlich vor der Illusion zu glauben, die bisherigen Maßnahmen in der Energie- und Steuerpolitik würden bereits reichen, um die Wettbewerbsposition des Standorts Deutschland grundlegend zu verbessern. Nach wie vor sei der schwere Rucksack für die Betriebe mit immer noch zu hohen Energiekosten, international nicht konkurrenzfähigen Steuerlasten und Arbeitskosten, kurzen Arbeitszeiten, einer in Teilen sanierungsbedürftigen Infrastruktur, einer erdrückenden Bürokratie und langwierigen Planungs- und Genehmigungsverfahren prall gefüllt. Er nehme zwar wahr, dass sich die Bemühungen zum Bürokratieabbau und zur Beschleunigung von Verfahren mittlerweile erhöhten. Das sei erfreulich, doch zugleich bereite ihm der parteiübergreifende Unwille der Politik, insbesondere grundlegende Reformen zur Finanzierung und Zukunftssicherung der Sozialsysteme in Angriff zu nehmen, ganz große Sorgen, so Kirchhoff.

Der NRW-Metallarbeitgeberpräsident wörtlich: „Geht der Anstieg der Lohnzusatzkosten ungebremst so weiter und liegen die Sozialbeiträge Mitte der 2030er Jahre bei 50 Prozent, brauchen wir uns in Deutschland über alle anderen Themen wie Energiepolitik, Sozialpolitik, Klimaschutz oder auch Wehrhaftigkeit bald nicht mehr zu unterhalten.“ Es gehe in den nächsten Monaten und Jahren entscheidend um eine grundlegende Verbesserung der Kosten-Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Hierbei seien auch die Arbeitskosten von großer Bedeutung. In der Metall- und Elektroindustrie würden die Tarifentgelte der Beschäftigten im April um weitere 3,1 Prozent steigen. „Für viele Betriebe in Nordrhein-Westfalen ist das schon ein ganz dickes Brett, weil der beim Tarifabschluss 2024 von Arbeitgebern und Gewerkschaften für das Jahr 2026 erwartete Aufschwung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausbleiben dürfte“, so Kirchhoff. Mit ihrer Ankündigung, auch im kommenden Jahr weiteres Personal abzubauen, sendeten viele Betriebe ein eindringliches Warnsignal.

Mit Blick auf die im internationalen Maßstab sehr kurzen Arbeitszeiten forderte Kirchhoff eine ehrliche Debatte über die Verlängerung der Lebensarbeitszeit. „Wir werden alle im Schnitt gesünder älter, deshalb ist es auch zumutbar, das Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung anzupassen“, sagte Kirchhoff. Er appellierte auch an die Gewerkschaften, in dieser Frage ihre „Politik der verschränkten Arme“ zu überdenken. Wer bei der Rente sowohl Leistungskürzungen als auch Beitragssteigerungen verhindern wolle, müsse endlich beginnen, über die dritte Stellschraube Lebensarbeitszeit pragmatisch nachzudenken.

Als „bitteren Beleg für sinkendes Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit nordrhein-westfälischer M+E-Standorte“ bezeichnete der Metallarbeitgeberpräsident die per saldo nach wie vor zurückhaltende private Investitionstätigkeit. „Wenn immer noch deutlich mehr als ein Drittel unserer Unternehmen ihre Investitionstätigkeit im Inland weiter drosseln will, dann zeigt dies die hohe Gefährdung unserer industriellen Basis“, erklärte Kirchhoff. Schon zum Jahreswechsel 2024/25 sei die inländische Investitionsbilanz klar im Minus gewesen. Die weiterhin nachlassenden oder gar fehlenden Investitionen in Innovationen oder neue Maschinen, Anlagen und Produkte würden schon in absehbarer Zeit spürbare Wohlstandsverluste erwarten lassen. Kirchhoff wörtlich: „Ich kann mich nur wiederholen: Um das Ruder wirklich herumzureißen, braucht Deutschland jetzt einen wirtschafts- und sozialpolitischen Befreiungsschlag.“

Die Ergebnisse der METALL-NRW-Umfrage im Einzelnen:

Geschäftslage: Mit der Wirtschaftslage ist die nordrhein-westfälische M+E-Industrie sehr unzufrieden, die aktuelle Beurteilung fällt noch schlechter aus als vor Jahresfrist: Gerade mal 14 Prozent der befragten Unternehmen bezeichnen ihre gegenwärtige Geschäftslage als „gut“ (2024/25: 15 Prozent). Derweil ist fast die Hälfte der Betriebe (46 Prozent) mit der aktuellen Lage „unzufrieden“ (2024/25: 48 Prozent).

Geschäftserwartungen: Auch die Geschäftsperspektiven für die nächsten sechs Monate sehen die Betriebe per saldo deutlich pessimistisch. 26 Prozent erwarten rückläufige Geschäfte (2024/25: 40 Prozent), nur 10 Prozent erwarten eine Besserung (2024/25: 5 Prozent).

Auftragslage: Die aktuelle Auftragslage lässt ebenfalls zu wünschen übrig und bewegt sich weitgehend auf dem niedrigen Vorjahresniveau.
·        Die Ordertätigkeit aus dem Inland bezeichnen 8 Prozent als „gut“ (2024/25: 8 Prozent), demgegenüber 55 Prozent als „schlecht“ (2024/25: 57 Prozent).
·        Die Nachfrage aus dem Ausland bewerten 13 Prozent der Betriebe als „gut“ (2024/25: 15 Prozent), dagegen 41 Prozent als „schlecht“ (2024/25: 47 Prozent).

Auftragserwartungen: Wenig verheißungsvoll ist auch der Blick nach vorn: Die Erwartungen bei den Bestellungen sind im Vorjahresvergleich per saldo noch immer deutlich pessimistisch.
·        Bei den Inlandsaufträgen rechnen nur 11 Prozent mit einer  Verbesserung (2024/25: 6 Prozent). An eine Verschlechterung glauben derzeit 27 Prozent (2024/25: 40 Prozent).
·        Bei den Auslandsorders erwarten immerhin 14 Prozent in den kommenden sechs Monaten eine Verbesserung (2024/25: 13 Prozent). Mit einer Verschlechterung rechnen 22 Prozent (2024/25: 31 Prozent).

Ertragslage: Auch die Ertragslage ist gleichbleibend schlecht. Die Zahl der Betriebe, die ihre Erträge als „gut“ bezeichnen, verharrt ebenso auf dem niedrigen Niveau von 2024/25 (13 Prozent) wie die Zahl der Unternehmen, die ihre Ertragslage als „schlecht“ bewerten, auf dem hohen Niveau des Vorjahres (48 Prozent).

Ertragserwartungen: Der Blick auf die Erträge der nächsten sechs Monate in der nordrhein-westfälischen M+E-Industrie macht wenig Hoffnung: Mehr als doppelt so viele Betriebe rechnen eher mit einer rückläufigen Ertragsentwicklung (28 Prozent (2024/25: 41 Prozent)) als mit einer Verbesserung (13 Prozent (2024/25: 7 Prozent)).

Investitionen: Die geringe Nachfrage, die schwache Ertragslage sowie hohe Energiepreise, Arbeitskosten und Bürokratielasten machen sich unter dem Strich erneut bei den Investitionsplänen der Unternehmen bemerkbar.
·        Im Inland wollen 36 Prozent der Firmen ihre Investitionen weiter zurückfahren (2024/25: 44 Prozent), nur 22 Prozent der Betriebe wollen sie dagegen ausbauen (2024/25: 14 Prozent).
·        Im Ausland beabsichtigen 25 Prozent (2024/25: 31 Prozent), ihre Investitionen weiter zu drosseln, wie schon im Vorjahr planen lediglich 18 Prozent mit zunehmenden Investitionen.

Beschäftigung: Die anhaltende Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung hinterlässt in den Unternehmen im wichtigsten Industriezweig Nordrhein-Westfalens auch bei der Beschäftigung tiefe Spuren.
·        Neueinstellungen: Während in den vergangenen sechs Monaten 19 Prozent der Betriebe Neueinstellungen meldeten, planen dies für das nächste Halbjahr nur noch 15 Prozent. Vor einem Jahr lagen die Vergleichswerte noch bei 16 Prozent (2. Halbjahr 2024) und 9 Prozent (1. Halbjahr 2025).
·        Beschäftigungsabbau: In den vergangenen sechs Monaten haben 30 Prozent der Unternehmen Beschäftigung abgebaut, für die nächsten sechs Monate planen 25 Prozent mit einer rückläufigen Beschäftigung. Vor Jahresfrist lagen die Vergleichswerte bei 27 Prozent (2. Halbjahr 2024) und 31 Prozent (1. Halbjahr 2025).
·        Kurzarbeit: Auch der Anteil der Unternehmen mit Kurzarbeit bleibt hoch und liegt sowohl im Rückblick auf die vergangenen sechs Monate als auch beim Ausblick auf die kommenden sechs Monate bei 28 Prozent. Vor einem Jahr meldeten 27 Prozent der Betriebe (2. Halbjahr 2024) sowie 39 Prozent (1. Halbjahr 2025) Kurzarbeit.

Ausbildung: Als stabil erweist sich erfreulicherweise die Ausbildungssituation in der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie. Nach wie vor wollen fast drei Viertel der Betriebe (72 Prozent) ihr hohes Engagement unverändert beibehalten (2024/25: 71 Prozent). Allerdings: Gegenwärtig planen nur 9 Prozent der Betriebe eine Ausweitung ihres Ausbildungsplatzangebots (2024/25: 11 Prozent). 19 Prozent wollen weniger Ausbildungsplätze anbieten (2024/25: 18 Prozent).

Flughafen Düsseldorf begrüßte 21-millionsten Passagier

(ud) Überraschung am Silvestermorgen: Beim Check-in für ihren Flug mit Etihad Airways über Abu Dhabi nach Phuket wurde Dorit Golling gemeinsam mit ihrem Ehemann Maik als 21-millionster Fluggast des Jahres begrüßt. Die Airline beschenkte das Paar aus Neuss mit einem Fluggutschein für die nächste gemeinsame Reise. Der Airport machte die Überraschung mit einer Einladung in die Open Sky Lounge sowie Gutscheinen für Gastronomie und Shopping perfekt.

Etihad Airways, die Düsseldorf derzeit täglich mit Abu Dhabi verbindet, erweitert ihr Angebot ab September auf zwei tägliche Flüge. Für das beschenkte Paar wie für alle Reisenden wächst damit die Auswahl an Verbindungsmöglichkeiten und Umsteigeoptionen über den Golf.

„21 Millionen Passagiere sind ein starkes Ergebnis und ein Vertrauensbeweis unserer Gäste“, sagt Lars Redeligx, CEO des Düsseldorfer Airports. „Mein Dank gilt allen Reisenden und ebenso dem gesamten Team DUS sowie unseren Partnern, die mit großem Einsatz dafür sorgen, dass der Betrieb verlässlich bleibt und unsere Gäste eine angenehme Reise haben. Dieser Erfolg in einem durchaus anspruchsvollen Jahr gehört uns allen.“

Mit dem Erreichen der 21-Millionen-Marke setzt der Düsseldorfer Airport seine Erholung nach der Pandemie fort. Nach 20 Millionen Fluggästen im Jahr 2024 zeigt sich eine weiterhin wachsende Nachfrage. Trotz struktureller Belastungen der Branche in Deutschland und punktueller Herausforderungen in Spitzenzeiten ist es dem Airport gemeinsam mit seinen Partnern gelungen, Abläufe weiter zu stabilisieren und das Reiseerlebnis zu verbessern.

Der symbolische Empfang des 21-millionsten Passagiers setzt ein Ausrufezeichen hinter das Jahr und unterstreicht zugleich den Anspruch, diesen Weg 2026 konsequent weiterzugehen.

Rückblick 2025 – Ein starkes Jahr für die Düsseldorfer Wirtschaft

(ud) 2025 war für unseren Podcast Düsseldorfer Wirtschaft ein ganz besonderes Jahr.
Wir haben viele neue Episoden veröffentlicht, neue Formate ausprobiert und gezeigt, wie innovativ, vielfältig und zukunftsorientiert die Wirtschaft in unserer Stadt ist.

Mit spannenden Gästen, exklusiven Einblicken in Düsseldorfer Betriebe und neuen Ideen im lokalen Podcastbereich haben wir Wirtschaft erlebbar gemacht.
Ein echtes Highlight war unser Live-Podcast, bei dem Wirtschaft nicht nur gehört, sondern gemeinsam erlebt wurde.

Premiere feierte außerdem unsere Dokumentation über Unternehmer und Bürgermeister Josef Hinkel – ein neues, journalistisches Format, das auf große Resonanz gestoßen ist.
Mit rund 25.000 Hörerinnen und Hörern pro Folge zeigt sich: Wirtschaftsthemen aus Düsseldorf bewegen.

Mit RA Alexander Jarre, Christina Moeser und Christoph Sochart (von links). Fotos: Frank Wiedemeier

Ein großer Dank gilt dabei unseren Medienpartnern Streamboxstudios und Antenne Düsseldorf, die diesen Podcast inhaltlich, technisch und medial möglich machen.

Ausblick 2026 – Ein Jubiläumsjahr mit vielen Highlights

2026 wird gefeiert:
Seit sechs Jahren gibt es dann den Podcast Düsseldorfer Wirtschaft.
Gestartet im März 2020 als Pionier – der erste Podcast zum Thema Wirtschaft in Stadt und Region – ist er heute eine feste Stimme der Düsseldorfer Unternehmerschaft.

Das Jubiläum feiern wir gebührend, unter anderem mit der 200. Episode als Live-Podcast.
Außerdem kehren beliebte Formate zurück:

  • Betriebserkundungen fürs Ohr,
  • eine neue Doku-Serie,
  • und intensive Begleitungen von Unternehmerinnen und Unternehmern durch ihren Arbeitsalltag.

Auch 2026 bleibt unser Anspruch:
nah dran an den Menschen, offen für Innovationen und immer im Dialog mit der Wirtschaft unserer Stadt.

Der Podcast Düsseldorfer Wirtschaft wird produziert von den Streamboxstudios und der Unternehmerschaft Düsseldorf – für alle, die wissen wollen, was Düsseldorf wirtschaftlich bewegt.