Hauptgeschäftsführer RA Michael Grütering: „IG Metall treibt Unternehmen an die Grenzen der Leistungsfähigkeit“

Die Metall­ar­beit­ge­ber der Regi­on Düs­sel­dorf haben die IG Metall davor gewarnt, die Unter­neh­men in Tarif­run­den nicht Jahr für Jahr mit über­zo­ge­nen For­de­run­gen an die Gren­zen ihrer Leis­tungs­fä­hig­keit zu trei­ben. Der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Arbeit­ge­ber­ver­ban­des Metall- und Elek­tro­in­dus­trie Düs­sel­dorf und Umge­bung e.V. RA Micha­el Grü­te­ring sag­te anläss­lich der am 25.11.2014 statt­ge­fun­de­nen Vor­stands- und Bei­rats­sit­zung des Ver­ban­des, die hete­ro­ge­ne Lage in den ein­zel­nen Betrie­ben und Bran­chen der export­ori­en­tier­ten Metall- und Elek­tro­in­dus­trie erfor­de­re ange­sichts zuneh­men­der Unsi­cher­hei­ten auf vie­len rele­van­ten Märk­ten eine ver­nunfts­be­zo­ge­ne Tarif­po­li­tik. Das vor­ge­leg­te For­de­rungs­pa­ket sei alles ande­re als situa­ti­ons­ge­recht. „Die Gewerk­schaft muss auf­pas­sen, dass sie den Bogen nicht über­spannt“, erklär­te Grü­te­ring.

Die For­de­rung nach Ein­kom­mens­ver­bes­se­run­gen von 5,5 Pro­zent sei „rea­li­täts­fern“, ein all­ge­mei­ner Anspruch auf Alters­teil­zeit „nicht umsetz­bar“ und die Ein­füh­rung einer tarif­ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Bil­dungs­teil­zeit „nicht nach­voll­zieh­bar“. Er habe die Sor­ge, so Grü­te­ring, dass die Tarif­run­de 2015 erneut mit zu vie­len strit­ti­gen The­men über­frach­tet wer­de. „Das macht eine ver­nünf­ti­ge Lösung schwe­rer“, beton­te Grü­te­ring wei­ter.

Nach Wor­ten des Ver­bands­ge­schäfts­füh­rers sei die Höhe der Lohn­for­de­rung völ­lig unan­ge­mes­sen. In der nord­rhein-west­fä­li­schen Metall- und Elek­tro­in­dus­trie ver­dien­ten Mit­ar­bei­ter der­zeit im Schnitt 4.180 Euro, das Jah­res­ein­kom­men lie­ge durch­schnitt­lich über 50.000 Euro. „Das sind Welt­klas­se-Ver­gü­tun­gen, die die Unter­neh­men zuneh­mend schwer am Markt ver­die­nen kön­nen“, sag­te Grü­te­ring. Ein erneu­ter Zuwachs um 5,5 Pro­zent wer­de daher vie­le Unter­neh­men über­for­dern und Arbeits­plät­ze kos­ten.

Verbände: IG Metall agiert wirklichkeitsfern

Die M+E‑Verbände wer­fen der IG Metall ange­sichts ihrer For­de­rungs­emp­feh­lun­gen uni­so­no eine Ver­ken­nung der wirt­schaft­li­chen Lage vor. ME Saar Haupt­ge­schäfts­füh­rer Mal­ter bezeich­ne­te die Höhe der Lohn­for­de­rung der IG Metall Mit­te als über­zo­gen und unan­ge­mes­sen: „Gera­de erst haben alle Wirt­schafts­for­scher ein­schließ­lich des Sach­ver­stän­di­gen­ra­tes ihre Wachs­tums­pro­gno­sen für 2014 und 2015 dra­ma­tisch nach unten kor­ri­giert. Aber das hat die IG Metall in ihrer For­de­rungs­hö­he von 5,5 Pro­zent völ­lig aus­ge­blen­det, sie ver­kennt voll­kom­men die hete­ro­ge­ne Lage in unse­ren Teil­bran­chen und Unter­neh­men.“ Der VMET-Vor­sit­zen­de Bruhn warf der Gewerk­schaft vor, sie schü­re „Illu­sio­nen bei Beschäf­tig­ten und in der Öffent­lich­keit über Spiel­räu­me in der Tarif­run­de 2015“ und habe ange­sichts rück­läu­fi­ger Umsät­ze in der M+E‑Branche „die For­de­run­gen, der Rea­li­tät nicht ange­passt“. „Rück­läu­fi­ge Kon­junk­tur­pro­gno­sen und stei­gen­de Lohn­stück­kos­ten zei­gen, auf welch dün­nem Eis wir uns bewe­gen“, so Bruhn wei­ter.

Auch die gefor­der­te Teil­zeit für per­sön­li­che Wei­ter­bil­dung, die vom Arbeit­ge­ber bezu­schusst wer­den soll, leh­nen die ME-Arbeit­ge­ber ent­schie­den ab. Die M+E‑Unternehmen gäben bereits „aus Eigen­in­ter­es­se um ihre Wett­be­werbs­fä­hig­keit zu sichern“ acht Mil­li­ar­den Euro für Aus­bil­dung und betriebs­not­wen­di­ge Wei­ter­bil­dung aus, merk­te Mal­ter an: „Dafür brau­chen wir kei­nen tarif­li­chen Zwang.“ Der Gewerk­schafts­vor­schlag wer­de letzt­lich dar­in mün­den, dass etwa „die Wei­ter­bil­dung eines Inge­nieurs durch den Lohn­ver­zicht eines Schicht­ar­bei­ters finan­ziert“ wer­de, und zwar „auch dann, wenn der Inge­nieur anschlie­ßend kün­digt und bei der Kon­kur­renz Kar­rie­re macht. Das ist kein fai­rer Lösungs­an­satz“, so Mal­ter und Bruhn ergänz­te: „Bei der Alters­teil­zeit wol­len wir eine fai­re und frei­wil­li­ge Lösung fin­den. Alters­teil­zeit soll gerech­ter gestal­tet wer­den. Wenn die Soli­da­ri­tät aller in Anspruch genom­men wird, muss es einen Unter­schied machen, ob jemand nicht mehr kann oder vor­her aus­stei­gen will.“

Nie­der­sach­sen­Me­tall-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Schmidt warf der IG Metall vor, den Bogen zu über­span­nen: „Was hier so schön klingt, kos­tet die Betrie­be aber noch ein­mal rich­tig Geld. Das gibt die aktu­el­le wirt­schaft­li­che Lage und ins­be­son­de­re der Aus­blick auf das Jahr 2015 nicht her. Irgend­wann bricht auch der fle­xi­bels­te Bogen.“ Zur „ohne­hin ange­spann­ten Gesamt­la­ge“ kämen „so noch nicht gekann­te wirt­schaft­li­che Unter­schie­de“ inner­halb der Bran­chen, erklär­te Schmidt: „Eine Grund­vor­aus­set­zung ver­ant­wort­li­cher Tarif­po­li­tik ist es, die­se Unter­schie­de zu erken­nen und bei den Tarif­ver­hand­lun­gen zu berück­sich­ti­gen. Unse­re Unter­neh­men brau­chen mehr Dif­fe­ren­zie­rung bei den Tarif­ver­trä­gen – alles ande­re passt so nicht mehr in die Zeit.“ Dif­fe­ren­zie­rung kön­ne etwa über betrieb­li­che Öff­nungs­klau­seln und die Mög­lich­keit der Ver­schie­bung von Ent­gelt­er­hö­hun­gen je nach Ertrags­la­ge ver­ein­bart wer­den, sag­te der Haupt­ge­schäfts­füh­rer und warn­te, wer „alle Betrie­be über einen Kamm sche­ren“ wol­le, sor­ge „für eine Flucht der Betrie­be aus dem Flä­chen­ta­rif­ver­trag. Dann geht die Tarif­bin­dung den Bach run­ter und das Ende des Flä­chen­ta­rif­ver­tra­ges in Deutsch­land ist vor­pro­gram­miert.“

Die Gewerk­schaft gibt sich unter­des­sen unbe­ein­druckt und kün­digt in Per­son des baden-würt­te­m­ber­gi­schen Bezirks­lei­ters Zit­zels­ber­ger bereits eine „har­te Aus­ein­an­der­set­zung“ um das gesam­te For­de­rungs­pa­ket an. Auch Bay­erns Bezirks­lei­ter Wechs­ler sag­te, alle drei For­de­run­gen sei­en gleich­be­rech­tigt: „Wir wer­den uns die­ses Gesamt­pa­ket nicht auf­schnü­ren las­sen.“

Mitgliedsunternehmen ausgezeichnet

Auf dem Düs­sel­dor­fer Wirt­schafts­fo­rum wur­de unser Ver­bands­mit­glied “Ent­gelt und Ren­te AG” aus Lan­gen­feld mit dem “Inno­va­ti­ons­preis 2014” aus­ge­zeich­net. Das Unter­neh­men hat mit dem online­ba­sier­ten „Ren­ten­ma­na­ger“ eine inno­va­ti­ve Ser­vice-App für die Ver­wal­tung der betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung ent­wi­ckelt. „Bei dem sich abzeich­nen­den Kampf um weni­ger wer­den­de Fach- und Füh­rungs­kräf­te ist die betrieb­li­che Alters­vor­sor­ge ein erst­klas­si­ges Instru­ment zur Mit­ar­bei­ter­bin­dung“, sag­te Vor­stand Gis­bert Scha­dek. Die Aus­zeich­nung „Rhein­län­der des Jah­res“ ging an den Geschäfts­füh­rer der Ratin­ger Inter­bo­den Immo­bi­li­en GmbH, Dr. Rei­ner Göt­zen. Das Wirt­schafts­fo­rum Düs­sel­dorf ist ein Infor­ma­ti­ons-For­mat für Düs­sel­dorf und das Rhein­land: Statt Fach­vor­trä­gen mit nur einem Stand­punkt erwar­ten die Teil­neh­mer poin­tier­te Impuls-Refe­ra­te und Fach-Talk­run­den. Hier wer­den die neu­es­ten Busi­ness-Trends kon­tro­vers und dif­fe­ren­ziert dis­ku­tiert.

Wirtschaftsforum D++sseldorf (8)

Gis­bert Scha­dek (Ent­gelt und Ren­te AG), Nor­bert Hüss­on (Bezirks­vor­sit­zen­der Ber­gi­sches Land der Mit­tel­stands- und Wirt­schafts­ver­ei­ni­gung der CDU), Micha­el Oel­mann (Her­aus­ge­ber Wirt­schafts­blatt) und Initia­tor Prof. Dr. Ger­hard Nowak bei der Ver­lei­hung des Inno­va­ti­ons­prei­ses. (Foto: Wirt­schafts­fo­rum)

Unser TV-Magazin auf center tv: alle Sendetermine

Wir sind ab sofort wie­der mit unse­rem TV-Maga­zin “Düs­sel­dor­fer Wirt­schaft” bei cen­ter tv auf Sen­dung. In der aktu­el­len Fol­ge begrüßt Chris­ti­an Zee­len Herrn RA Micha­el Grü­te­ring, Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Düs­sel­dor­fer Arbeitgeberverbände/Unternehmerschaft Düs­sel­dorf, und Herrn RA Alex­an­der Jar­re, Geschäfts­füh­rer der Düs­sel­dor­fer Arbeit­ge­ber­ver­bän­de. Im Gespräch berich­ten bei­de u.a. über die Tätig­keits- und Kom­pe­tenz­fel­der der Arbeit­ge­ber­ver­bän­de sowie das funk­tio­nie­ren­de Netz­werk der Mit­glieds­un­ter­neh­men mit- und unter­ein­an­der.

In den Kurz­nach­rich­ten erhal­ten Sie Infor­ma­tio­nen über das 6. Düs­sel­dor­fer Lese­fest vom 17.–22.11.2014, die vom Auf­sichts­rat der METRO AG bestä­tig­te Ver­län­ge­rung von Vor­stands­vor­sit­zen­den Olaf Koch und das 125-jäh­ri­ge Jubi­lä­um der Rhein­me­tall AG.

Das “aktu­el­le arbeits­recht­li­che Urteil”, vor­ge­stellt und kom­men­tiert von Alex­an­der Jar­re, Arbeits­rechts­ex­per­te der Düs­sel­dor­fer Arbeit­ge­ber­ver­bän­de, beschäf­tigt sich mit dem The­ma “Rah­men­be­din­gun­gen von Prak­ti­kan­ten — nach der Ent­schei­dung des LAG Hamm vom 17.10.2014”.

Sen­de­ter­mi­ne:

Frei­tag, 14.11.2014, 16:45 Uhr und 22:15 Uhr
Sams­tag, 15.11.2014, 04:35 Uhr und 22:00 Uhr
Sonn­tag, 16.11.2014, 18:45 Uhr
Mon­tag, 17.11.2014, 10:40 Uhr und 16:35 Uhr
Mitt­woch, 19.11.2014, 13:30 Uhr und 20:00 Uhr
Don­ners­tag, 20.11.2014, 09:00 Uhr
Frei­tag, 21.11.2014, 12:40 Uhr
Sams­tag, 22.11.2014, 21:15 Uhr
Sonn­tag, 23.11.2014, 05:30 Uhr und 23:15 Uhr

Die aktu­el­le Sen­dung fin­den Sie in Kür­ze unter http://www.centertv.de.

Das TV-For­mat “Düs­sel­dor­fer Wirt­schaft” knüpft an das erfolg­rei­che gleich­na­mi­ge Radio­for­mat auf ANTENNE DÜSSELDORF an, das eben­falls von der Unter­neh­mer­schaft Düs­sel­dorf kon­zi­piert und pro­du­ziert wird. Hier brin­gen wir jede Woche live (immer mitt­wochs ab 19.04 Uhr) span­nen­de Inter­views, Repor­ta­gen, Kurz­nach­rich­ten und Ver­an­stal­tungs­hin­wei­se aus den Unter­neh­men und der Unter­neh­mer­schaft.

Gesamtmetall-Präsident Dr. Rainer Dulger zur Forderungsempfehlung: “Die IG Metall schürt Illusionen”

Gesamt­me­tall-Prä­si­dent Dr. Rai­ner Dul­ger kri­ti­siert die heu­te bekannt gege­be­ne For­de­rungs­emp­feh­lung des IG-Metall-Vor­stands für die Tarif­run­de 2015: “Mit die­ser Emp­feh­lung schürt die Gewerk­schaft Illu­sio­nen bei den Beschäf­tig­ten und der Öffent­lich­keit über die Spiel­räu­me in der Tarif­run­de 2015. Schließ­lich haben die Wirt­schafts­in­sti­tu­te und die Bun­des­re­gie­rung die Wachs­tums­pro­gno­sen für das kom­men­de Jahr gera­de erst mas­siv gesenkt.”

Eine Bil­dungs­teil­zeit sei ange­sichts der mehr als 8 Mil­li­ar­den Euro, die die Unter­neh­men der Bran­che bereits heu­te Jahr für Jahr für Bil­dung aus­ge­ben, nicht nur über­flüs­sig, in der gefor­der­ten Form sei sie auch unge­recht: “Bei einer bezu­schuss­ten Bil­dungs­teil­zeit wür­de letzt­end­lich der Schicht­ar­bei­ter dem Inge­nieur das Mas­ter­stu­di­um bezah­len”, so Dul­ger wei­ter. “Qua­li­fi­zie­rung und Wei­ter­bil­dung sind täg­li­cher geleb­ter All­tag. Umso unver­ständ­li­cher ist es, dass die IG Metall die längst bestehen­den Tarif­ver­trä­ge zur Wei­ter­bil­dung gekün­digt hat.”

Eine Neu­re­ge­lung der Alters­teil­zeit hin­ge­gen soll nach Ansicht des Gesamt­me­tall-Prä­si­den­ten Bestand­teil eines Tarif­pa­ke­tes wer­den: “Die­ses Instru­ment wol­len wir erhal­ten, aber wir müs­sen es gerech­ter gestal­ten.”

Dul­ger for­der­te die IG Metall auf, die Zeit bis zum end­gül­ti­gen For­de­rungs­be­schluss zu nut­zen, um das For­de­rungs­vo­lu­men zu über­den­ken: “Wir müs­sen in die­ser Tarif­run­de eine Lösung fin­den, die fair für alle ist: Für die Beschäf­tig­ten, aber auch für die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Unter­neh­men. Jeder erwirt­schaf­te­te Euro kann nur ein­mal aus­ge­ge­ben wer­den.”

Präsident Kirchhoff: „Gesamtpaket überfordert M+E‑Unternehmen in NRW

Die nord­rhein-west­fä­li­schen Metall­ar­beit­ge­ber haben die For­de­rungs­emp­feh­lung der Gro­ßen Tarif­kom­mis­si­on der IG Metall NRW nach Ein­kom­mens­ver­bes­se­run­gen von 5 bis 5,5 Pro­zent als „unver­träg­lich mit der wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung“ zurück­ge­wie­sen. Der Prä­si­dent des Ver­ban­des der Metall- und Elek­tro-Indus­trie Nord­rhein-West­fa­len (METALL NRW), Arndt G. Kirch­hoff, sag­te am Frei­tag in Düs­sel­dorf, zusam­men mit der For­de­rung nach tarif­li­chen Rege­lun­gen zur Bil­dungs- und Alters­teil­zeit schnü­re die Gewerk­schaft für die Tarif­run­de 2015 ein teu­res Gesamt­pa­ket, des­sen Umset­zung die M+E‑Unternehmen über­for­dern wür­de. „Auf­trä­ge und Pro­duk­ti­on sin­ken, die Lohn­stück­kos­ten stei­gen, unser Export­mo­tor stot­tert, die Aus­sich­ten für 2015 trü­ben sich erkenn­bar ein – da müs­sen wir in der Tarif­po­li­tik ver­nünf­tig blei­ben“, beton­te Kirch­hoff.

Der Metall­ar­beit­ge­ber­prä­si­dent warn­te die IG Metall davor, die Tarif­run­de wie schon im Jahr 2012 ein wei­te­res Mal zu über­frach­ten. Schon damals habe das For­de­rungs­pa­ket aus Lohn­er­hö­hun­gen, Rege­lun­gen zur Zeit­ar­beit und der Über­nah­me von Aus­ge­bil­de­ten eine Lösung äußerst schwie­rig gemacht. Auch des­halb sei mit der Gewerk­schaft ver­ab­re­det wor­den, über das gro­ße The­ma Arbeits­zeit-Fle­xi­bi­li­sie­rung nicht unter dem Druck einer Tarif­run­de zu spre­chen. „Vor­stel­lun­gen über neue Teil­zeit­mo­del­le – und dazu gehört auch die Fra­ge der Wei­ter­bil­dung – müs­sen wir in die­sem Rah­men dis­ku­tie­ren und nicht schon vor­her ein­zel­ne Pflö­cke in Tarif­run­den set­zen“, beton­te Kirch­hoff.

Einer Neu­re­ge­lung zur Alters­teil­zeit indes zeig­ten sich die NRW-Metall­ar­beit­ge­ber auf­ge­schlos­sen. Aller­dings müss­ten hier­bei dif­fe­ren­zier­te Lösun­gen gefun­den wer­den. „Wir müs­sen jenen Mit­ar­bei­tern eine belast­ba­re Brü­cke bau­en, die zum Ende ihres Berufs­le­bens nicht mehr voll arbei­ten kön­nen“, erklär­te Kirch­hoff. Aller­dings leh­ne er Lösun­gen ab, die das vor­zei­ti­ge Aus­schei­den noch leis­tungs­fä­hi­ger Mit­ar­bei­ter ali­men­tier­ten, „die noch arbei­ten kön­nen, aber nicht mehr wol­len“. Hier finan­zi­el­le Anrei­ze für den vor­zei­ti­gen Ruhe­stand zu set­zen, sei auch ord­nungs­po­li­tisch falsch. Die Unter­neh­men sei­en an einer zukunfts­fes­ten Fort­füh­rung der Alters­teil­zeit inter­es­siert. Die Lösung müs­se aber dem demo­gra­fi­schen Wan­del und der Siche­rung von Fach­kräf­ten Rech­nung tra­gen. „Alles ande­re schmä­lert die Wett­be­werbs­fä­hig­keit unse­rer Betrie­be“, sag­te Kirch­hoff.

Konjunkturmotor stottert

Die Wachs­tums­aus­sich­ten für die deut­sche Wirt­schaft haben sich merk­lich ein­ge­trübt – zum einen auf­grund der Kri­sen in Ost­eu­ro­pa und im ara­bi­schen Raum, zum ande­ren wegen der schwä­che­ren Gang­art der Welt­wirt­schaft. Das arbeit­ge­ber­ver­bands­na­he Insti­tut der Deut­schen Wirt­schaft (IW) hat des­halb sei­ne Kon­junk­tur­pro­gno­sen für das lau­fen­de und das kom­men­de Jahr nach unten revi­diert.

Laut IW Köln wird die deut­sche Wirt­schaft 2014 um knapp 1 ½ Pro­zent und 2015 auch nur um gut 1 ½ Pro­zent wach­sen. Das bedeu­tet einen Rück­gang um jeweils knapp einen ½ Pro­zent­punkt gegen­über den Erwar­tun­gen der IW-Kon­junk­tur­for­scher vom Früh­jahr. Gleich­wohl wird die Zahl der Erwerbs­tä­ti­gen wei­ter zuneh­men, und zwar um 300.000 in 2014 und um rund 270.000 in 2015, schät­zen die IW-For­scher. Die Arbeits­lo­sen pro­fi­tie­ren davon wegen zuneh­men­der Ver­mitt­lungs­pro­ble­me aber kaum; ihre Zahl wird 2015 bei durch­schnitt­lich 2,9 Mil­lio­nen ver­har­ren.

Pro­ble­ma­tisch ist die sto­cken­de Erho­lung bei den Aus­rüs­tungs­in­ves­ti­tio­nen, die 2014 um 3 ¾ Pro­zent und 2015 nur um knapp 3 Pro­zent stei­gen wer­den. Obwohl die Finan­zie­rungs­be­din­gun­gen für Inves­ti­tio­nen nach wie vor sehr gut sind, zei­gen sich die Unter­neh­men zurück­hal­tend, weil sich ihre Geschäfts­er­war­tun­gen seit Beginn die­ses Jah­res spür­bar ein­ge­trübt haben.

Die IW-Kon­junk­tur­for­scher wei­sen dar­auf hin, dass das gegen­wär­ti­ge wirt­schaft­li­che und poli­ti­sche Umfeld wohl kei­nen anhal­ten­den und brei­ten Auf­schwung trägt. IW-Direk­tor Prof. Micha­el Hüt­her: „Zum einen feh­len kla­re inves­ti­ti­ons­freund­li­che Wei­chen­stel­lun­gen, zum ande­ren schwä­chen glo­ba­le Ver­un­si­che­run­gen wie die Ukrai­ne-Kri­se, aber auch die grund­sätz­li­che Neu­be­wer­tung der Emer­ging Mar­kets die wirt­schaft­li­che Dyna­mik.“

http://www.konjunktur-in-deutschland.de/

kapak feiert FSC Friday 2014

SAM_0115

Geleb­te Part­ner­schaft Schu­le-Wirt­schaft: Das Gym­na­si­um Kor­schen­broich (Gyko) fei­er­te gemein­sam mit dem Unter­neh­men Kapak den “FSC Fri­day 2014”. Die Idee, die dahin­ter steckt: Öffent­lich­keits­wirk­sam und authen­tisch soll dar­ge­stellt wer­den, wie Wirt­schaft und Gesell­schaft die Bewirt­schaf­tung unse­rer Wäl­der öko­lo­gisch ange­passt, sozi­al för­der­lich und den­noch wirt­schaft ren­ta­bel för­dern und gewähr­leis­ten kön­nen. Das Ziel: “Die Bedürf­nis­se der heu­ti­gen Genera­ti­on sol­len befrie­digt wer­den kön­nen ohne die Bedürf­nis­se kom­men­der Genera­tio­nen zu gefähr­den”, so ein Spre­cher gegen­über unse­rer Redak­ti­on. Des­halb besuch­te ein sozi­al­wis­sen­schaft­li­cher Kurs des Gyko jetzt das Unter­neh­men. Auf dem Pro­gramm stan­den Vor­trä­ge, eine Betriebs­be­sich­ti­gung, prak­ti­sche Bei­spie­le und inten­si­ve Gesprä­che. Der Abschluss war ein Luft­bal­lon­wett­be­werb “damit die Bot­schaft des FSC in die Welt getra­gen wird”, so der Spre­cher. Das Kor­schen­broi­cher Tra­di­ti­ons-Unter­neh­men (seit 60 Jah­ren im Fami­li­en­be­sitz) stellt Falt­schach­teln und Falt­kar­tons her. Dabei ist dem Unter­neh­men eine hohe Umwelt­ver­träg­lich­keit und zugleich ein gutes Qua­li­täts­ma­nage­ment wich­tig: ” Wir ver­ste­hen unser Geschäft als lang­fris­ti­ge Part­ner­schaft, von denen bei­de Sei­ten pro­fi­tie­ren. Was am Ende zählt, ist der Mensch.”

6. Düsseldorfer Lesefest

Düs­sel­dorf — die “Lese­stadt”: Im 6. Jahr fin­det in die­sem Jahr wie­der das “Düs­sel­dor­fer Lese­fest” statt mit über 60 Ter­mi­nen für rund 10.000 Kin­dern und 2.000 Erwach­se­nen. Da in der Regel die Tickets schnell ver­ge­ben sind, soll­te man sich zeit­nah anmel­den. Alle Infos und Ter­mi­ne unter www.leseban.de. Die Unter­neh­mer­schaft Düs­sel­dorf ist Haupt­un­ter­stüt­zer des Lese­fes­tes.

Erfolgreicher Kongress in Düsseldorf

Unse­re Han­dels­ver­bän­de WIGADI konn­ten am 24. Sep­tem­ber einen span­nen­den und inno­va­ti­ven Kon­gress bege­hen. Key­note-Gäs­te waren Garrelt Duin, Minis­ter für Wirt­schaft, Ener­gie, Indus­trie, Mit­tel­stand und Hand­werk des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len, sowie Anton F. Bör­ner, Prä­si­dent des Bun­des­ver­ban­des Groß­han­del, Außen­han­del, Dienst­leis­tun­gen (BGA).

In einem Infor­ma­ti­ons­teil konn­ten die bei­den Aus­bil­dungs­kam­pa­gnen

  • Dei­ne Chan­ce – Han­del (WIGADI)
  • Groß Han­deln – Groß Raus­kom­men (BGA)

vor­ge­stellt wer­den. Im drit­ten Teil gab es abschlie­ßend zwei Ver­triebs-Work­shops, die es in sich hat­ten. Die The­men:

The­ma 1: Die Kunst der stra­te­gi­schen Ver­hand­lungs­füh­rung. War­um erfolg­rei­che Ver­hand­lungs­füh­rung kein Zufall ist und war­um es bes­ser ist auch mal eine hei­li­ge Kuh zu schlach­ten!

The­ma 2: Mehr Fokus auf den Ver­trieb – 180 Grad Feed­back der Ver­kaufs­kom­pe­ten­zen

Eine Foto­nach­le­sen fin­den Sie hier: http://wigadi.de/wp/impressionen-wigadi-kongress-2014/

ANTENNE DÜSSELDORF sen­det eine Nach­le­se am 01. Okto­ber ab 19:04 Uhr.