Thomas Buschmann gestern in Düsseldorf: Wir dürfen uns nicht verleiten lassen, durch die zahllosen Krisen und Rettungseinsätze den Blick für die Zukunft aus dem Auge zu verlieren

Der Bankenverband NRW lud gestern (28.09.) zum Parlamentarischen Abend in den Landtag ein. Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Finanzwirtschaft waren dabei – unter anderem auch dabei: NRW- Wirtschaftsministerin Mona Neubaur. Es sprachen Thomas Buschmann, der Vorsitzender des Bankenverbands NRW, sowie Jochen Metzger, Präsident der Hauptverwaltung NRW der Deutschen Bundesbank. Thomas Buschmann sagte unter anderem: „Wir dürfen uns nicht verleiten lassen, durch die zahllosen Krisen und Rettungseinsätze den Blick für die Zukunft aus dem Auge zu verlieren. Deswegen finden wir es toll, dass die neue Landesregierung einen „Zukunftsvertrag“ verabredet hat, der – davon bin ich überzeugt – dieses Land nach vorne bringen wird. Denn im Fokus steht die Transformationsfinanzierung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Das ist genau unser Thema, bei der Mitgliederversammlung eben haben wir uns darüber unterhalten, vor allem, wie wir es umsetzen können.“

Foto oben von links: Thomas Buschmann, Jochen Metzger, Landtags-Vize-Präsident Rainer Schmeltzer, BdB-Geschäftsführer Dr. Hilmar Zettler

Nachfolgend der Redetext von Thomas Buschmann:

Herzlich willkommen zum Parlamentarischen Abend des Bankverbands Nordrhein- Westfalen. Dieses Jahr an ungewohnter Stelle, aber wir fanden, dass der Beginn einer neuen Legislaturperiode ein guter Anlass ist, dass Politik und Finanzwirtschaft sich mal richtig kennenlernen. Denn wir müssen miteinander reden – über Geld natürlich. Das ist am Ende des Tages der Nukleus, um den es bei der Bewältigung der Krisen, aber auch der Gestaltung der Zukunft geht.

Meine Damen und Herren, wir befinden uns in einer so genannten Stapelkrise. Unglaublich viele Krisen stecken ineinander, übereinander, nebeneinander in einem inzwischen großen Haufen – und wenn Sie an einer Stelle ziehen, kann der ganze Stapel umfallen. Das ist sowohl für die Politik als auch die Kreditwirtschaft eine riesige, weil komplexe Herausforderung. Die können wir nur gemeinsam bewältigen.

Und – was noch viel wichtiger ist – wir dürfen uns nicht verleiten lassen, durch die zahllosen Krisen und Rettungseinsätze den Blick für die Zukunft aus dem Auge zu verlieren. Deswegen finden wir es toll, dass die neue Landesregierung einen „Zukunftsvertrag“ verabredet hat, der – davon bin ich überzeugt – dieses Land nach vorne bringen wird. Denn im Fokus steht die Transformationsfinanzierung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Das ist genau unser Thema, bei der Mitgliederversammlung eben haben wir uns darüber unterhalten, vor allem, wie wir es umsetzen können.

Die positive Botschaft, die ich aus dem Kreis der privaten Banken in NRW für Sie, Regierung und Parlament – mitbringe, ist die Zusage, dass wir unseren Beitrag dazu leisten und Sie nach besten Kräften unterstützen werden. Wir haben von der EU mit der Taxonomie ein Mandat erhalten, diese Transformation zu forcieren, vor allem bei der Finanzierung. 70 Mrd. Euro stehen an Investitionen allein in NRW jährlich für die nächsten 10 Jahre auf der Agenda, hat das IW Köln ausgerechnet.

Aber in der Digitalisierung und Nachhaltigkeit – vor allem, wenn wir sie gemeinsam denken – stecken die Chancen, dieser Stapelkrise Herr zu werden. Vor allem, wenn wir auch die Transformation gemeinsam im Schulterschluss angehen. Aber das müssen wir jetzt auch. Kein „wir werden“, „wir müssten“, „wir sollten“ bringt uns voran, sondern schnelles, beschleunigtes Handeln. Da denke ich an Planungs- und Genehmigungsverfahren, da denke ich an Rahmenbedingungen und Regulierung, an die Beständigkeit und Verlässlichkeit politischer Entscheidungen, an Simplifizierung von bürokratischem Aufwand, an „wir machen“ und „wir tun“. Ja, das gilt auch für uns Banken, wir haben da auch noch einiges zu tun, damit wir unseren Kunden optimal zur Seite stehen können.

Aber wir sind dran. Wir entwickeln unsere Rating- und Prüfprozesse weiter, wir implementieren ein neues Denken für innovative Finanz- und Förderprodukte. Mit der Fin.Connect.NRW haben wir eine Plattform, auf der Informationen besser verteilt und Finanzierungen besser gematcht werden können. Vielen Dank, Frau Neubaur, dass Sie sich unserer Initiative weiter annehmen und sie forcieren wollen. Die Fin.Connect.NRW kann auch der Treiber sein, die Awareness bei den Unternehmern zu erhöhen und sie zu Investitionen zu motivieren. Vielleicht – weil es auch ein komplexes Thema ist – sollten wir mal über ein Kompetenzzentrum Sustainable Finance nachdenken. Und wir sollten uns mal über Risiken bei der Nachhaltigkeitsfinanzierung austauschen, über Möglichkeiten der Risikoabsicherung, die vielleicht mehr Investoren und auch StartUps nach NRW zieht.

Meine Damen und Herren, es gibt genügend Gesprächsstoff, den wir gleich noch vertiefen werden. Eine Bitte hätte ich noch: Wir müssen mehr Selbstbewusstsein in diesem Land schaffen. NRW ist ein Wirtschaftsstandort, der Strukturwandel kann, der global wie kein anderer vernetzt ist, der richtig stark aufgestellt ist. NRW kann die Transformation schaffen, besser und schneller. Davon bin ich überzeugt.

Vielen Dank.

Thomas Buschmann im Gespräch mit NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur

Ist dies die Lösung für unser Energieproblem im Süden unserer Stadt?

Viele Menschen im Düsseldorfer Süden können in Zukunft mit Energie von Henkel heizen. Das Unternehmen wird langfristig „industrielle Abwärme“ in das Fernwärmenetz der Stadtwerke einspeisen. Das ist Energie, die Henkel selbst nicht mehr weiterverwenden kann. Julien Mounier (li.), Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf, und Dr. Daniel Kleine, Henkel President Germany und Standortleiter Düsseldorf. Foto: Henkel

Henkel und die Stadtwerke Düsseldorf haben heute eine langjährige Partnerschaft besiegelt: Als erstes Unternehmen der Landeshauptstadt wird Henkel industrielle Abwärme aus seinem eigenen Kraftwerk in das Fernwärme-Netz der Stadtwerke Düsseldorf einspeisen und damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Klimaschutz und den Düsseldorfer Klimazielen 2035 leisten.

Der Konsumgüter- und Industriekonzern wird Kamin-Abwärme des Kraftwerks in das städtische Fernwärmenetz einspeisen und dadurch Düsseldorfer Haushalte mit Energie versorgen. Die industrielle Abwärme kann Henkel für die eigene Energieversorgung nicht effizient nutzen, da der Standort kein Warmwassernetz betreibt.

Im Rahmen des Projektes sollen künftig bis zu 40 Prozent der Fernwärme für die Stadtteile Garath und Benrath über die Abwärme und Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung von Henkel gedeckt werden. Dadurch können die Stadtwerke ihren Erdgasverbrauch erheblich reduzieren. Die CO2-Emissionen der Stadt Düsseldorf sinken um etwa 6.500 Tonnen jährlich.

Das Projekt wird gefördert mit Mitteln des Landes NRW, vertreten durch die Bezirksregierung Arnsberg, Abteilung Bergbau und Energie. Der Leitungsbau beginnt voraussichtlich im November 2022, die Einspeisung der Abwärme soll bis Ende 2024 erfolgen. Die Partnerschaft zwischen Henkel und den Stadtwerken ist langfristig angelegt. Denkbar sind weitere Ausbaustufen.

„Wir freuen uns, mit Henkel ein Düsseldorfer Traditionsunternehmen als Partner gewonnen zu haben. Diese Kooperation ist eine wichtige Investition in den Klimaschutz und stärkt auch den Wirtschaftsstandort Düsseldorf. Sie zeigt: Ökologie und Ökonomie stehen nicht im Gegensatz zueinander. Klug vereint sind sie die Grundlage für eine lebenswerte und wirtschaftlich erfolgreiche Stadt“, so Julien Mounier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf.

„Mit dem Projekt leisten wir nicht nur einen Beitrag zur Energieversorgung unserer Heimatstadt, sondern auch zu mehr Klimaschutz, denn die energetische Nutzung von industrieller Abwärme ist hocheffizient und nachhaltig. Als Unternehmen haben wir uns das Ziel gesetzt, bis 2030 klimapositiv zu produzieren. Doch die Klimakrise lässt sich nur gemeinsam lösen, und deshalb sind Partnerschaften wie diese so wichtig“, sagt Dr. Daniel Kleine, Henkel President Germany und Standortleiter Düsseldorf.

Zum Düsseldorfer Fernwärme-System

Energiewende ist immer auch Wärmewende, vor allem in städtischen Ballungsräumen, wo dem Wärmesektor eine wichtige Rolle bei der Reduzierung klimaschädlicher Emissionen beigemessen wird. Ein Teil der Düsseldorfer Fernwärme wird mit der Müllverbrennung in Flingern erzeugt, wobei rund die Hälfte der Abfälle biogenen Ursprungs sind. In Garath werden etwa 50 Prozent der Fernwärme mit dem nachwachsendem und klimaschonenden Brennstoff Altholz produziert.

Der weitaus größte Teil der Düsseldorfer Fernwärme wird in Kraft-Wärme-Kopplung im Erdgaskraftwerk Block „Fortuna“ erzeugt. Durch die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Fernwärme erhöht sich die Brennstoffausnutzung auf bis zu 85 Prozent. Deswegen gehört Block „Fortuna“ zu den effizientesten Erdgaskraftwerken der Welt. Die Fernwärme, die in Kraftwerken mit diesen Wirkungsgraden erzeugt wird, ist zum Beispiel bei Neubauten den regenerativen Energien gleichgestellt.

Bürgerinformation

Die Stadtwerke Düsseldorf laden am 19. Oktober, 19 Uhr, zu einer Bürgerinformation in das Rathaus Benrath, Benrodestraße 46, ein, bei der u.a. der Verlauf der Trasse und der Arbeiten erläutert wird.

In unserer Stadt gibts einen neuen Mobilitätspartner für „redy“

E-Scooter sind wendig und flink. Archiv-Foto: HUK-COBURG

Die Rheinbahn baut das Angebot an Mobilitätspartnern in ihrer App „redy“ aus. Ab sofort können die Kundinnen und Kunden auch die E-Bikes von TIER Mobility bequem über die App buchen. Ganz egal, ob Bus oder Bahn fahren, Taxi rufen, Rad, Roller, Auto, E-Scooter oder Transporter ausleihen – das alles geht mit nur einer App. „redy“ bündelt die Angebote des Verkehrsunternehmens mit denen weiterer Mobilitätspartner. Nutzerinnen und Nutzer bekommen so einen Überblick über die verschiedenen Mobilitätsangebote für ihre Strecke, können diese einfach miteinander vergleichen und haben so einen bequemen Zugang zu leistungsstarken Mobilitätsmitteln abseits des eigenen Pkw. Sie entscheiden selbst, was ihnen wichtig ist – sei es Kosten-sensibilität, Geschwindigkeit, Dauer oder Nachhaltigkeit.

Eine Registrierung für alle Angebote

Die App „redy“ ist im App-Store und im Google-Play-Store für die Betriebssysteme iOS und Android verfügbar. Die Userinnen und User nutzen nach einer einmaligen Registrierung die Angebote der unterschiedlichen Dienstleister, ohne sich bei ihnen separat anmelden zu müssen. Sie buchen die Mobilitätsangebote jeweils individuell nach ihrem Bedarf und zahlen ganz bequem zentral in der Anwendung. Die Zahlung ist per Lastschrift, PayPal oder Kreditkarte möglich.

Über TIER Mobility

TIER Mobility ist der weltweit größte Anbieter von geteilten Mikromobilitätslösungen. Das Unternehmen stellt Städten und ihren Bewohnerinnen und Bewohnern verschiedene Elektrofahrzeuge wie E-Scooter, E-Bikes und E-Mopeds zur Miete zur Verfügung. Ziel des Unternehmens ist es, Städten zu helfen, ihre Abhängigkeit vom privaten Auto zu reduzieren. TIER wurde 2018 von Lawrence Leuschner, Matthias Laug und Julian Blessin in Berlin gegründet und ist derzeit in mehr als 250 Städten in 22 Ländern in Europa und dem Mittleren Osten aktiv. Mit dem Fokus, die sicherste, fairste und nachhaltigste Mobilitätslösung anzubieten, ist das Unternehmen seit 2020 klimaneutral. Weitere Informationen auf www.tier.app.

Im September trifft sich die HR-Community auf Europa’s größtem Expo- Event in Köln

Vom 13. bis 15. September 2022 bietet die Zukunft Personal Europe in Köln HR-Wissen pur und gleichzeitig einen Ort der Begegnung für die HR-Welt. Auf der ZP Europe wird die gesamte HR-Wertschöpfungskette abgebildet, Besucher:innen finden intelligente Antworten zu den Highlight Topics Recruiting & Attraction, Operations & Services, Learning & Development, Corporate Health und Future of Work.

Rund 700 Aussteller, Sponsoren und Partner füllen die Messehallen und bieten einen umfassenden Marktüberblick über HR-Produkte, Services und Best Practices. In 550 Vorträgen auf 17 Bühnen referieren namhafte Speaker:innen zu topaktuellen HR-Themen wie Auswirkungen der Energiekrise auf Unternehmen, nachhaltiges Handeln, Führungskultur, digitale Transformation, agile Verwaltung und Employer Branding. Die Messe ist Dienstag und Mittwoch jeweils von 09:00 bis 18:00 Uhr und am Donnerstag von 09:00 bis 17:30 Uhr geöffnet. Die One-Day-Tickets liegen bei 95 Euro, die All- Days-Tickets bei 150 Euro. Weitere Informationen und den Ticketshop finden Interessierte hier.

Wieder ein Export-Minus!

Ein Transportschiff auf dem Rhein bei Düsseldorf bringt in Köln produzierte Ford Fiesta Modelle zum Seehafen in Antwerpen.

Im Juli 2022 sind die deutschen Exporte gegenüber Juni 2022 kalender- und saisonbereinigt um 2,1 % und die Importe um 1,5 % gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, stiegen die Exporte im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli 2021 um 14,3 % und die Importe um 29,3 %. Die Exporte in die Russische Föderation sanken im Juli 2022 gegenüber Juni 2022 kalender- und saisonbereinigt um 15,1 % auf 1,0 Milliarden Euro, gegenüber dem Vorjahresmonat Juli 2021 nahmen sie um 55,1 % ab. Die Importe aus Russland nahmen im Juli 2022 gegenüber Juni 2022 um 17,4 % auf 2,9 Milliarden Euro ab.

Exporte (kalender- und saisonbereinigte Warenausfuhren), Juli 2022
131,3 Milliarden Euro
-2,1 % zum Vormonat
+14,3 % zum Vorjahresmonat

Importe (kalender- und saisonbereinigte Wareneinfuhren), Juli 2022
125,9 Milliarden Euro
-1,5 % zum Vormonat
+29,3 % zum Vorjahresmonat

Außenhandelsbilanz (kalender- und saisonbereinigt), Juli 2022:
+5,4 Milliarden Euro

Über 1.000 Ausbildungsstellen unbesetzt

In Düsseldorf gibts noch über 1.000 freie Ausbildungsstellen. Darüber freuen sich nicht nur die 3M-Azubis. Foto: Archiv/Unternehmerschaft Düsseldorf

Obwohl das neue Ausbildungsjahr in vielen Firmen gerade begonnen hat, gibt es immer noch Angebote für Kurzentschlossene. Laut der Düsseldorfer Arbeitsagentur sind in der Region noch über 1.000 Ausbildungsstellen unbesetzt (1.158 Stand Ende August). Knapp 500 Stellen hat alleine die Stadt Düsseldorf besetzt, bei der Polizei starten 200 junge Menschen in das Berufsleben und auch große Firmen wie Henkel können besonders viele Berufsausbildungen anbieten. In Bereichen von Veranstaltungskaufleuten, Chemielaborant:innen, Kaufleuten für Digitalisierungsmanagement bis hin zu Köch:innen werden insgesamt 140 junge Menschen ausgebildet. Die Rheinbahn freut sich über einen Anteil von 40 Prozent der weiblichen Berufsanfänger: von insgesamt 30 starten 12 junge Frauen ihre Ausbildung, hauptsächlich in technischen Berufen.

(Mit Material von Antenne Düsseldorf)

Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall tritt im Bereich der zukunftsorientierten Mobilität mit innovativer Technik für teleoperiertes Fahren an

In dem neugegründeten Tochterunternehmen MIRA GmbH führt der Rheinmetall-Konzern seine Kompetenzen aus verschiedenen Konzerngesellschaften zusammen, um einen wirksamen und zukunftsweisenden Beitrag zur Mobilitätswende zu leisten.

Die MIRA GmbH ebnet mit entscheidenden Technologien den Weg zur einer automatisierten, fahrerlosen Mobilität. Möglich macht das Düsseldorfer Start-up dies mittels Teleoperation – der Remote-Steuerung von Fahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr. Damit ermöglicht es MIRA bereits heute, den Herausforderungen in Nahverkehr, Logistik und Industrie mit neuen, effizienten und individualisierbaren Mobilitätsmodellen zu begegnen.

Mobilitätsanbindung im ländlichen Raum, hohe Verkehrsdichte in Innenstädten, nachhaltige Gütertransporte und effiziente Lieferketten stehen aktuell im öffentlichen Diskurs. Für viele dieser akuten Herausforderungen versprechen fahrerlose Mobilitätskonzepte effektive Lösungen. Der aktuelle technische Stand des autonomen Fahrens erfordert in zahlreichen Grenzsituationen weiterhin menschliche Interaktion. Solche sogenannten „Edge Cases“ lassen sich voraussichtlich auch langfristig nur mit einer Kombination aus menschlicher und künstlicher Intelligenz lösen. Teleoperation liefert hierzu die technologische Basis und ermöglicht es bereits heute, neue nachhaltige Mobilitätslösungen Wirklichkeit werden zu lassen.

Mit Teleoperation zu mehr Nachhaltigkeit, Effizienz und Produktivität

MIRA macht die räumliche Entkoppelung von Fahrer und Fahrzeug mittels Teleoperation möglich. Damit lässt sich ein Fahrzeug über einen Fahrstand von einem beliebigen Ort aus steuern. Visuelle Informationen der aktuellen Verkehrslage, übertragen über ein 4G/5G-Mobilfunk-Netz, ermöglichen es dem Fahrzeugführer, dieses Fahrzeug sicher zu operieren.

Die MIRA Teleoperations-Technologie besteht aus einem modular aufgebauten, skalierbaren Gesamtsystem aus zertifizierter Hard- und Software, die den höchsten Anforderungen an funktionaler Sicherheit und Cyber-Security genügt.

Schlüsseltechnologie für zahlreiche Anwendungen im industriellen und öffentlichen Raum

Die MIRA-Technologie ist für zahlreiche Branchen und Unternehmen einsetzbar, die ihre Logistik- und Transportprozesse effizient und sicher optimieren wollen.

Angefangen bei der Steuerung von On-Demand-Shuttles, der bedarfsgerechten Zu- und Rückführung von Sharing-Fahrzeugen bis hin zur Überwachung und Steuerung fahrerloser Fahrzeuge im Betrieb großer Flotten. Auch Betreibern kritischer Infrastruktur und öffentlichen Nahverkehrsanbietern schafft MIRA die Grundlage für die effiziente Neugestaltung ihrer Logistik- und Mobilitätskonzepte.

Insbesondere bei zwei Anwendungsfällen bietet sich Teleoperation im öffentlichen und industriellen Verkehrsraum an:

Teleoperation bei selbstfahrenden („autonomen“) Fahrzeugen:

Der Teleoperator unterstützt ein selbstfahrendes, fahrerloses Fahrzeug im Falle eines Problems wie beispielsweise einem Systemausfall oder bei einer nicht lösbaren Fahraufgabe mittels Übernahme der Fahrzeugführungsaufgabe. Dies kann indirekt durch die Beurteilung und Freigabe einer vom Fahrzeug vorgeschlagenen Ausweichroute oder durch eine entsprechende Vorgabe durch den Teleoperator erfolgen. Falls erforderlich kann darüber hinaus auch die direkte Übernahme der Fahrzeugführung wie Lenken, Bremsen und Beschleunigen durch den Teleoperator mit anschließender Rückgabe in den automatisierten Fahrbetrieb erfolgen.

Mit Teleoperation kann so der gesetzlichen Forderung nach einer Technischen Aufsicht für autonom fahrende Fahrzeuge entsprochen werden.

Teleoperation von nicht-selbstfahrenden Fahrzeugen:

Der Teleoperator führt ein fahrerloses Fahrzeug kontinuierlich und direkt aus einem Fahrstand heraus. Durch diese räumliche Entkoppelung von Fahrer und Fahrzeug lässt sich die Effizienz des eingesetzten Fahrpersonals bei nicht-selbstfahrenden Fahrzeugen bereits heute deutlich steigern und Fahrzeuge können insbesondere über größere Entfernungen optimiert gefahren (Logistik, First-/Last-Mile) oder zugestellt werden (Mietwagen, Car-Sharing Fahrzeuge).

Pilot-Projekt im öffentlichen Straßenverkehr

MIRA bietet schon heute StVZO-konforme Teleoperations-Technologie für den Einsatz in PKW, Nutzkraftfahrzeugen und Spezialfahrzeugen. Die Ersterprobung zur Demonstration und Evaluierung von realitätsnahen Kundengeschäftsmodellen erfolgt im Düsseldorfer Industriehafen. Dieses Pilot-Projekt wird unterstützt von den Genehmigungsbehörden der Bezirksregierung, der Stadt Düsseldorf und dem TÜV Rheinland als technischem Sachverständigen. Weitere Betriebsbereiche sind bereits in Vorbereitung.

 

Mehr Informationen: www.mira-mobility.com

Studienfahrt Schule/Wirtschaft Düsseldorf + Gelsenkirchen feiert 24jähriges Bestehen: Lehrkräfte und Unternehmensvertreter auf Informationsbesuch in Straßburg

Seit 20 Jahren gibts die Studienfahrt der Arbeitskreise Schule/Wirtschaft Düsseldorf + Gelsenkirchen. Sie findet aktuell in Strassburg statt. Auf dem Programm stehen Betriebserkundungen und Besuche des Europarates und des Europäischen Parlaments.

24 Jahre „Studienfahrt Arbeitskreise Schule/Wirtschaft Düsseldorf + Gelsenkirchen“! Anlässlich dieses kleinen Jubiläums fahren Vertreterinnen und Vertreter aus Schule und Unternehmen in diesem Jahr nach Straßburg unter dem Motto „Straßburg-Elsässische Provinz und europäische Metropole“. Seit 20 Jahren unternehmen die Arbeitskreise gemeinsam mit der „Europäischen Akademie NRW“ solche Fahrten.

Bisherige Stationen waren beispielsweise Berlin und Brüssel, Ost- und Mitteldeutschland, die BeNe-Lux-Staaten sowie Polen. Auf dem Programm stehen traditionell aspektliche Betriebserkundungen, thematische Führungen durch die Region und Gespräche mit der Politik und Unternehmensvertretern. Zu den bekanntesten Gäste gehörten beispielsweise Schul- und Wirtschaftsministerinnen und -minister, Schulsenatorinnen (z.B. Hamburg und Berlin) und nicht zuletzt Gregor Gysi, der uns in Berlin drei abendliche, amüsante Stunden schenkte.

Im Elsaß gibts zunächst am ersten Seminartag eine politisch-historische Stadterkundung mit Expertin Sophie Hof sowie am zweiten Tag einen Informationsbesuch mit Diskussion im Rheinhafen Straßburg mit Unternehmensvertreter Manfred Rausch. Auf dem Programm stehen auch ein Informationstermin mit Führung im ehemaligen KZ Natzweiler-Struthof und am dritten Seminartag eine Erkundungstour durch das Elsaß mit Fahrt über die Weinstraße, zum Mont Sainte-Odile und mit Aufenthalten in Riquewihr, Colmar und Ammerschwihr.

Kirche und Politik stehen im Fokus des vierten Seminartages. Mit der Überschrift „Recht und Freiheit in Europa“ besuchen wir den Europarat und das Europäische Parlament. Der letzte Tag wird abgerundet mit einem Informationstermins im Straßburger Münster. Interessanterweise gibt es in diesen Stunden auch eine kleine Premiere zu feiern: Erstmalig ist der Kreis der teilnehmenden Vertreterinnen und Vertreter aus den Betrieben größer wie der der Lehrkräfte.

Wenn die Tage im Elsaß auch prall gefüllt waren, so fiel die Resonanz gut aus. Das Feedback bei ausnahmslos positiv. Und es wurden auch bereits Pläne für das 25. Treffen im kommenden Jahr geschmiedet. In die engere Wahl kamen die Wirtschaftsregionen Maastricht und Speyer. Geplant ist die Fahrt wieder für die erste Woche der Sommerferien.

Der Hafen ist einer der größten Binnenhäfen Europas. Duisburg und Düsseldorf/Neuss sind noch größer.

Die Arbeitskreise Schule/Wirtschaft Düsseldorf + Gelsenkirchen bestehen seit über 60 Jahren in einem Verbund aus 100 weiteren Arbeitskreisen in NRW, getragen von den lokalen Arbeitgeberverbänden und vom Bildungswerk der nordrhein-westfälischen Wirtschaft. In Deutschland gibt es über 500 Arbeitskreise. Auf dem Programm stehen Betriebserkundungen, Workshops und Seminare für Lehrerinnen und Lehrer, Netzwerkveranstaltungen für Lehrkräfte und Ausbildende und oftmals gibt es auch enge Kooperationen mit den lokalen Bildungslandschaften, wie den Bildungsbüros und den Kommunalen Koordinierungen.

In den Arbeitskreisen Schule/Wirtschaft sind Lehrerinnen und Lehrer sowie Unternehmensvertreter organisiert. Eine Teilnahme ist immer kostenlos. Bei den Studienfahrten übernehmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer allerdings einen Großteil der Kosten. Mehr Infos unter https://schuwidus-ge.de

Seit 20 Jahren gibts die Studienfahrt der Arbeitskreise Schule/Wirtschaft Düsseldorf + Gelsenkirchen. Sie findet aktuell in Strassburg statt. Auf dem Programm stehen Betriebserkundungen und Besuche des Europarates und des Europäischen Parlaments.

Folge 96: »the balcony foundation« – Best Practice für Transformation im Betrieb und in der Gesellschaft

Der Düsseldorfer Unternehmer Markus Schüssel engagiert sich für die nachhaltigen Ziele der Vereinten Nationen. Auch seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „ziehen mit“. Jetzt gründete er zusätzlich eine entsprechende Non-Profit-Organisation. Im Podcast, der am Freitag erscheint, sprechen wir über sein Engagement. Foto: mehr

Hallo und herzlich Willkommen zu unserer 96. Podcastfolge. Wir sprechen heute mit dem Düsseldorfer Unternehmer Markus Schüssler über seine Gedanken zu mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Mit seinem Unternehmen verfolgt er die nachhaltigen Ziele der Vereinten Nationen, beispielsweise „hochwertige Bildung“, „Sauberes Wasser“, „Bezahlbare Energie“, „Menschenwürdige Arbeit“ und „Industrie, Innovation und Infrastruktur“. Jetzt hat er zusätzlich in unserer Stadt auch die Non-Profit-Organisation »the balcony foundation«. gegründet. Über die Ziele und Themen seines „Start-UPs“ mehr in der Sendung.

In den News berichten wir über eine neue Studie des IW in Köln zur Digitalisierung in der Ausbildung, über eine neue Kooperation zwischen Rheinmetall und der Aachener Uni und über knallende Sektkorken bei ElectronicPartner. Terminlinks aus unserer Sendung: www.startupwoche-dus.de, www.tonhalle.de, www.derausbilderkreis.de, www.wigadi.de und bei Insta @aquazooduesseldorf.

Wir freuen uns, wenn Sie uns ein Feedback geben zur Sendung unter sochart@unternehmerschaft.de bzw. fitzner@unternehmerschaft.de und den Link zur Sendung weiterleiten an Ihre privaten und beruflichen Netzwerke: https://kurzelinks.de/0i29

Professor Michael Hüther: „Habecks Ansätze sind völlig richtig“

Prof. Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft, im Journalistengespräch.

Russland drosselt seine Gaslieferungen, es drohen Versorgungsengpässe. Wirtschaftsminister Robert Habeck hat deshalb neue Maßnahmen angekündigt, die den Gasverbrauch reduzieren sollen – sie sind essenziell, sagt IW-Direktor Michael Hüther. Darüber hinaus könnten längere Laufzeiten von Atomkraftwerken die Situation entlasten.

Habeck will zum einen weniger Gas zur Stromproduktion nutzen, die Lücken könnten mit Kohlekraftwerken überbrückt werden. Zum anderen setzt das Ministerium auf eine Stärkung der Einspeicherung und auf ein Gasauktionsmodell, das noch im Sommer an den Start gehen soll. Dadurch sollen Unternehmen Anreize erhalten, Gas einzusparen.

Versteigerung verteilt knappe Ressourcen effizient

„Die Ansätze sind völlig richtig“, sagt IW-Direktor Michael Hüther. Der Ausstieg aus dem russischen Gas gestaltet sich technisch schwierig, solange Deutschland noch keine ausreichenden Alternativen zu den Pipelines aufgebaut hat. „Kurzfristig kann die Industrie komplizierte Anpassungen kaum leisten, entsprechend müssen andere Verbräuche gesenkt werden.“ Die kurzfristigen (auf ein Jahr möglichen) Einsparpotenziale der Industrie bei Gas beziffert der Branchenverband BDEW auf acht Prozent. Deshalb ist es so wichtig, vor allem den Gaseinsatz zur Stromproduktion zu reduzieren, hier könnten neben Kohlekraftwerken auch Atomkraftwerke aushelfen, sofern sie denn länger als bisher geplant am Netz blieben. „Die Versteigerung ist insofern sinnvoll, als dass sie zu einer effizienten Verteilung von knappen Ressourcen führt“, so Hüther. Deutlich höhere Kosten würden drohen, wenn der Staat das Gas das Gutdünken abdreht und dadurch Produktionsausfälle verursacht.

Gassparen bei privaten Haushalten nur per Appell

Die öffentliche Verwaltung und Unternehmen der öffentlichen Hand, aber auch Schwimmbäder und ähnliche Einrichtungen könnten im Herbst zum Gassparen beitragen, wenn die Heizung hier um zwei Grad gedrosselt würde. „Bei den privaten Haushalten kann man hingegen nur mit Appellen arbeiten“, sagt Hüther. Allein schon, weil Heizungen – außer bei Fernwärme – sich nicht zentral regulieren lassen. Darüber hinaus gilt: Es braucht schließlich mehr schwimmende LNG-Terminals, sodass international stärker Gas geordert werden kann.