Zeitumstellung 2024: Sommerzeit startet und endet – Auswirkungen auf Arbeitsrecht im Unternehmen

Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

In diesem Jahr beginnt die Sommerzeit am Sonntag, dem 31. März 2024, und endet am Sonntag, dem 27. Oktober 2024. Nach der 8. Richtlinie 97/44/EG zur Regelung der Sommerzeit vom 22. Juli 1997 sowie der Verordnung über die „Einführung der mitteleuropäischen Sommerzeit ab dem Jahr 2002“ vom 12. Juli 2001 wird die Uhr

im Zeitpunkt des Beginns der Sommerzeit am Sonntag, dem 31. März 2024, 02:00 Uhr, um eine Stunde von 02:00 Uhr auf 03:00 Uhr vorgestellt

und

im Zeitpunkt des Endes der Sommerzeit am Sonntag, dem 27. Oktober 2024, um 03:00 Uhr auf 02:00 Uhr zurückgestellt.

Soweit wegen der Einführung der Sommerzeit eine Stunde weniger gearbeitet wird, liegt ein weder in der Person des Arbeitnehmers noch im betrieblichen Bereich begründetes Leistungshindernis, also ein Fall der Unmöglichkeit vor, der von keiner Partei zu vertreten ist. Der Arbeitnehmer hat deshalb weder die Pflicht noch das Recht, die ausgefallene Arbeitszeit vor- oder nachzuarbeiten. Der Arbeitgeber muss für die ausfallende Arbeitszeit kein Entgelt zahlen. Die durch die Einführung der Sommerzeit entfallende Arbeitsstunde braucht der Arbeitgeber jedenfalls dann nicht nacharbeiten zu lassen und daher auch nicht zusätzlich zu vergüten, wenn der Arbeitnehmer (hier: Stundenlohn für jede zu leistende Arbeitsstunde) trotz der ausgefallenen Arbeitsstunde die vereinbarte Zahl von Arbeitsstunden und damit die geschuldete Arbeitsvergütung erreicht (BAG vom 11. September 1985 – 7 AZR 276/83 –, DB 1986, 1780).

Wird am Sonntag, dem 27. Oktober 2024, eine Stunde länger gearbeitet, weil die Stundenzählung um eine Stunde zurückgestellt wird, liegt Mehrarbeit vor, so dass diese Zeit einschließlich eines eventuellen tarifvertraglichen Mehrarbeitszuschlages zu vergüten ist.

Soweit Unternehmen von der zumindest theoretisch bestehenden Möglichkeit Gebrauch machen wollen, die wegfallende bzw. zusätzliche Arbeitsdauer anderweitig zu verteilen (z. B. auf 2 Schichten durch Verkürzung oder Verlängerung der jeweiligen Schicht um je eine 1/2 Stunde), ist das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrates nach § 87 Abs. 1 Nr. 3 BetrVG zu beachten.

Die Mitbestimmung gibt dem Betriebsrat jedoch nicht das Recht, eine Bezahlung der zu Beginn der Sommerzeit wegfallenden Arbeitszeit zu erzwingen, da das BetrVG lediglich die Verteilung der Arbeitszeit der Mitbestimmung unterwirft.

Rheinmetall AG verzeichnet Rekordwachstum für das Geschäftsjahr 2023

Screenshot: Rheinmetall Instagram

Die Düsseldorfer Rheinmetall AG profitiert vom anhaltenden Boom im Rüstungsbereich und setzt ihren Wachstumskurs fort. Das Geschäftsjahr 2023 schließt der Technologiekonzern mit Rekordzahlen beim Ergebnis und beim Auftragsbestand ab.

In Zeiten einer veränderten Bedrohungssituation in Europa steht der Konzern als Lieferant modernster Verteidigungstechnologie im Fokus des Kundeninteresses. Zahlreiche Großaufträge der Bundeswehr und anderer Streitkräfte wurden unter Vertrag genommen, vor allem im Munitionsbereich, bei Gefechtsfahrzeugen und der Flugabwehr. Auch der Ukraine ist Rheinmetall ein wichtiger Partner geworden, der mit umfangreichen Lieferungen aus dem gesamten Produktportfolio hilft – von taktischen Fahrzeugen über Munition für Gepard-Flakpanzer bis zum mobilen Feldlazarett.

Armin Papperger: „Bei allem, was wir tun, ist es unser vorrangiges Ziel, der Bundeswehr und den Streitkräften unserer Verbündeten und Freunde ein leistungsfähiger Partner zu sein und so vor allem dem Frieden in Europa zu dienen. Dabei ist es uns ein Herzensanliegen, der Ukraine mit allen Kräften bei ihrem Überlebenskampf zu helfen. Dieser Verantwortung stellen wir uns aus voller Überzeugung.“

Der Konzernumsatz erhöhte sich vor allem im Geschäft mit den militärischen Kunden. Als führender Ausrüster der Landstreitkräfte bedient Rheinmetall kurz- und mittelfristig den signifikant gestiegenen Bedarf der militärischen Kunden insbesondere in der Dimension „Land“ – so bei Kampffahrzeugen, Militär-Lkw und Munition, aber auch bei Drohnen und im Feld der Digitalisierung. Im zivilen Geschäft hingegen verzeichnet der Konzern nur leichtes Umsatzwachstum.

Für das Geschäftsjahr 2024 prognostiziert Rheinmetall angesichts des sicherheitspolitischen Umfelds anhaltend starkes Umsatz- und Ergebniswachstum. Erstmals in der Konzerngeschichte soll das prognostizierte Umsatzvolumen die Größenordnung von 10 MrdEUR erreichen.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „Eine neue sicherheitspolitische Dekade hat begonnen. In dieser Situation sind wir bei Rheinmetall dankbar, entscheidende Beiträge dazu leisten zu können, die Wehrfähigkeit unseres Landes wieder herzustellen. Um dieser Aufgabe von nationaler Tragweite gerecht zu werden, scheuen wir keine Mühen: Wir tätigen massive Investitionen, bauen neue Werke und stocken beim Personal deutlich auf.“

Quelle: Rheinmetall

140. Podcastfolge der „Düsseldorfer Wirtschaft“: KI, Innovationen & Tipps zur Sommerzeit!

Die Hosts des Podcasts „Düsseldorfer Wirtschaft“: Lisa Marie Schelig und Christoph Sochart Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Die neueste Ausgabe der „Düsseldorfer Wirtschaft“ (Nr. 140) ist jetzt online! Lisa Marie Schelig und Christoph Sochart beantworten Hörerpost, diskutieren über „Künstliche Intelligenz und Berufsausbildung“ und präsentieren spannende Einblicke in den „Rheinischen Innovationspreis“. Außerdem erwarten Sie praktische Tipps zur Gesundheit und zum Arbeitsrecht anlässlich der Sommerzeit sowie ein besonderer Hörtipp für Ausbilderinnen, Ausbilder und Personaler: Wie können wir das Potenzial junger Menschen ohne Anschluss entfalten? Hören Sie rein auf allen beliebten Podcast-Plattformen und auf www.unternehmerschaft.de. Produktion: Streamboxstudios Produzent: Frank Wiedemeier

AOK: Neue 3.300 qm Fläche im Sevens-Einkaufszentrum angemietet

Foto: Screenshot www.visitduesseldorf.de

Die AOK Rheinland/Hamburg wird im Düsseldorfer Sevens an der Königsallee, Ecke Steinstraße, eine Fläche von 3.300 qm mieten. Diese liegt in den Etagen drei und vier des Gebäudes. Darüber berichten übereinstimmend das Onlineportal „Viernull“ und die „Immobilienzeitung“. Im Sevens werden rund 50 Kolleginnen und Kollegen im direkten Kundenverkehr arbeiten. Außerdem sollen dort die Regionaldirektion und die Zahnklinik mit weiteren 40 Mitarbeitenden angesiedelt werden. Freuen dürfen wir uns auch auf den „Erlebnisraum U-Boot“, so eine Sprecherin im Journalistengespräch. Der Hauptsitz der AOK befindet sich seit einiger Zeit in Lichtenbroich, direkt neben dem neuen Novotel. Dort sind rund 1500 Mitarbeiter der AOK Rheinland/Hamburg eingezogen.

Düsseldorfer Unternehmen präsentieren sich seit gestern auf der MIPIM 2024: Gemeinsam Immobilienwelten gestalten!

Auch der neue Düsseldorfer Metro-Campus in Grafenberg wird in diesen Tagen in Cannes an der französischen Côte d’Azur ein Thema sein, denn: Düsseldorf ist zum 24. Mal auf der Immobilienmesse MIPIM vertreten, die gestern begann – gemeinsam mit den Unternehmen Aengevelt Immobilien, BOHNZIRLEWAGEN, DB InfraGO, die developer, Flughafen Düsseldorf Immobilien, Heuking Kühn Lüer Wojtek, Hines Immobilien, IDR, Metro Properties, Schüßler Plan, ZECH Group, 12.18. Hospitality Management.

METRO PROPERTIES bündelt das Immobilien-Know-How der METRO unter einem Dach. Umfassende Handelskompetenz, ausgeprägte Immobilienexpertise und Umsetzungsstärke – das zeichnet das Unternehmen in Grafenberg aus. Der Betrieb ist stark in der Entwicklung und Betreuung moderner Groß- und Einzelhandelsstandorte wie dem neuen Metro-Campus in Grafenberg. Foto: METRO PROPERTIES

Auch unser Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller wird dabei sein: unter dem Standthema „Building communities. Not audiences.“ stellt er heute die Bemühungen der Stadt vor, den Standort sowohl baulich als auch inhaltlich attraktiv zu gestalten. Es werden aktuelle Entwicklungen am Immobilienstandort Düsseldorf präsentiert, darunter bekannte Projekte und neue Bau- und Revitalisierungsvorhaben.

Rheinmetall sichert sich einen bedeutenden Auftrag im Wert von 100 Millionen Euro für Schubumluftventile von einem führenden Automobilhersteller aus Asien

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat von einem Bestandskunden eine Vertragsverlängerung für die Produktion von Schubumluftventilen für diverse Motorvarianten erhalten. Der Konzern beliefert den Automobilhersteller, der zu den größten im asiatischen Raum zählt, bereits seit dem Jahr 2019 mit Schubumluftventilen in Serie. Nun hat der Hersteller diesen Vertrag nahtlos bis zum Jahr 2032 verlängert. Der Auftragswert dieser Verlängerung beläuft sich auf rund 100 MioEUR netto.

Die Beauftragung ist mit diesem Umfang der größte Einzelauftrag, den der Konzern bisher mit Schubumluftventilen verbuchen konnte. Bestellt wurde ein Ventil der 5. Generation für die Fahrzeugflotte des Herstellers. Die Schubumluftventile zeichnen sich durch eine geringe Leckage und ein geringes Gewicht aus. Sie können an den Konzernstandorten weltweit produziert werden. Durch die gute Zusammenarbeit ist auch für die Zukunft mit weiteren Aufträgen des Herstellers in diesem Produktbereich zu rechnen.

Elektrische Schubumluftventile sorgen für ein optimales Betriebsverhalten von Motoren mit Turboladern, indem beim Schubbetrieb kurzzeitig ein Bypass am Verdichter geöffnet wird. Dadurch kann der Turbolader bei Bedarf auf Drehzahl gehalten werden und das so genannte „Pumpen“ wird wirkungsvoll verhindert. Geräuschverhalten, Motordynamik und Lebensdauer benachbarter Motorkomponenten werden nachhaltig verbessert. Elektrische Schubumluftventile wurden bereits 2004 von Pierburg als erstem Hersteller im Markt eingeführt und sind seitdem weltweit bei mehr als 100 Millionen Motoren verbaut. Mittlerweile steht die 6. Generation zur Verfügung. Trotz laufend gestiegener Anforderungen sind die Ventile von Rheinmetall durch umfangreiche Optimierungen kleiner, leichter und leistungsfähiger als die Varianten der Marktbegleiter.

Rheinmetall unterstreicht mit diesen Aufträgen seine Expertise als kompetenter Partner im globalen Fahrzeugbau entlang der gesamten Technologiekette, nicht nur im Bereich elektrisch angetriebener Fahrzeuge, sondern auch weiterhin im Bereich der klassischen Antriebe. Das vielfältige Portfolio bildet den signifikanten technologischen Wandel in den verschiedenen Antriebsformen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ab. Dazu zählen auch stationäre Anwendungen in der Wasserstofftechnologie, Balance-of-Plant Produkte für Brennstoffzellenfahrzeuge, hocheffiziente Komponenten für batterieelektrische Fahrzeuge und klassische Antriebstechnologien, Leichtbauteile sowie Metall-Kunststoff Verbundwerkstoffe.

Deutschland – das Dauerstreik-Land: jetzt eskalieren die Konflikte!

Wir befinden uns im Dauerstreik: Bahn, Lufthansa, Rheinbahn! Teilweise werden wir von zwei oder drei parallelen Streiks genervt. Das Streikrecht ist auf jeden Fall ein sehr wichtiges Recht, aber jedes Schwert wird stumpf, wenn es ständig eingesetzt wird.

In zahlreichen Branchen gibt es noch keine Einigung. Neben ÖPNV, Bahn und Lufthansa gehören beispielsweise der Einzelhandel, die Universitätskliniken und das Baugewerbe. Im Groß- und Außenhandel liegen bereits zwei Verbandsempfehlungen vor, um die Mitarbeitenden nicht unter dem Konflikt leiden zu lassen.

Das Institut der deutschen Wirtschaft hat berechnet, dass die Konflikte in den ersten Monaten dieses Jahres im Schnitt bereits einen Wert von 4,3 auf der Eskalationsskala erreicht haben. Die siebenstufige Skala gibt an, bis zu welcher Stufe sich ein Konflikt zugespitzt hat: Von Stufe 0, in der am Tisch verhandelt wird bis zur Stufe 7, in der gestreikt wird.

Je nachdem, wie sich diese und neue Konflikte (weiter) entwickeln, könnte dies den Wert im Jahresverlauf noch beeinflussen, schließlich stehen in der ersten Jahreshälfte weitere wichtige Verhandlungen in zentralen Branchen wie in der Chemie- und der Druckindustrie an. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2023 lag die Eskalation bei 3,0 – der höchste Wert, der seit 2000 gemessen wurde.

Auch die Konfliktintensität – die Summe aller im Laufe einer Tarifverhandlung genutzten Konflikthandlungen – ist mit durchschnittlich 11,3 Punkten für den Zeitraum 1. Januar bis 11. März 2024 sehr hoch. Mit Blick auf die weiteren Verhandlungen und auf die noch ausstehenden Tarifrunden kann sich auch dieser Wert noch verändern. Am konfliktreichsten ging es bis Anfang März bei der GDL zu, hier ergibt sich ein Wert von 38 Punkten, gefolgt vom Lufthansa-Bodenpersonal mit 22 und den Eurowings-Discover-Piloten mit 16 Punkten.

Obligatorische Schlichtung

Diese Entwicklung ist ein Problem: Unter den häufigen Arbeitskämpfen leiden Millionen Reisende. Um Eskalationen zukünftig besser einzudämmen, müssen die Spielregeln von Tarifauseinandersetzungen überprüft werden, sagt IW-Tarifexperte Hagen Lesch. Eine Möglichkeit könnte eine obligatorische Schlichtung sein: „Der Streik ist das letzte Mittel in Tarifauseinandersetzungen und muss es auch bleiben. Werden Schlichter im Streitfall einbezogen, könnten sie den Parteien bei der Kompromissfindung helfen. Das hat sich in der Vergangenheit als hilfreich erwiesen.“ Darüber hinaus sei es unverzichtbar, Streiks rechtzeitig anzukündigen, um eine Notfallversorgung sicherzustellen. Die Tarifparteien sollten daher feste Schlichtungsverfahren etablieren. Tun sie das nicht, wird der Gesetzgeber darüber nachdenken müssen.

Quelle: Institut der Deutschen Wirtschaft

DigiTalk: Ausbildung I Potenziale heben: Junge Menschen ohne Anschluss

Miriam Schöpp vom Institut der Deutschen Wirtschaft

Ob klassisch, analog, digital oder hybrid: Im „DigiTalk: Ausbildung“ berichten Ausbilder:innen aus der Praxis, Referent:innen liefern wichtige Impulse und tauschen sich gemeinsam aus.

Der nächste DigiTalk findet in Kürze statt!
Donnerstag, 14. März 2024, 16.00 – 16.45 Uhr
Referentin: Miriam Schöpp, Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.

Thema: Potenziale heben: Junge Menschen ohne Anschluss
Wie können Sie als Unternehmen Jugendliche erreichen, die nicht mehr zur Schule gehen und weder Arbeit, Ausbildung noch Studium nachgehen? Erfahren Sie in unserem DigiTalk: Ausbildung wieso sich das für Sie lohnt.

Melden Sie sich jetzt noch an: ANMELDUNG

Wir freuen uns auf Sie!

Henkel-Klebstoffe kommen im Holzbau beim Pionierprojekt The Cradle im Medienhafen Düsseldorf zum Einsatz

Quelle: Henkel

Das zukunftsweisende „The Cradle“ im Düsseldorfer Medienhafen ist es ganz besonderes Bürogebäude: es wurde geklebt! Beim Holzbau dieses Pionierprojektes kamen Klebstoffe der Marke Loctite von Henkel zum Einsatz.

Ziel war es, die Bestandteile des Bürogebäudes aus kreislauffähigen Materialien herzustellen und nach dem Gebrauch wieder in den Materialkreislauf zurückzuführen. Damit ist The Cradle Düsseldorfs erstes gewerbliches Immobilienprojekt, das auf der Holzhybridbauweise basiert.

Henkel ist weltweit führend mit hochwirksamen Klebstofflösungen, die den konstruktiven Holzbau ermöglichen. Polyurethan-Klebstoffe der Marke Loctite werden dafür eingesetzt, um Balken, Dachstühle, Wände und Böden von Gebäuden aus Holz für den Massenmarkt zu fertigen – als nachhaltige Alternative zur herkömmlichen Bauweise aus Beton und Zement. Diese Holzverbundwerkstoffe bieten zahlreiche Vorteile im modernen Gebäudebau: Sie sind nicht nur erheblich nachhaltiger, sondern auch leistungsfähiger, haltbarer, sicherer und langlebiger als traditionelle Baumaterialien.

Bauen mit Holz ist ein zentraler Faktor, um die weltweiten Emissionen von Treibhausgasen zu reduzieren und Klimaziele zu erreichen. Der konstruktive Holzbau hat einen deutlich geringeren CO2-Fußabdruck im Vergleich zum Bauen mit herkömmlichen Materialien wie Beton und Stahl. Holz ist trotz seiner enormen Stärke und Tragkraft um bis zu 80% leichter als Beton. Dadurch können kleinere Fundamente genutzt werden und bestehende Gebäude energieeffizient erweitert werden. Zudem sparen die Materialien durch das geringere Gewicht CO2 beim Transport. Darüber hinaus ist Holz ein nachwachsender, erneuerbarer Rohstoff, der während der Nutzungsdauer CO2 speichert.

Henkels Loctite Klebstoffe spielen eine entscheidende Rolle bei der Massenproduktion von tragenden Holzwerkstoffen. Sie ermöglichen eine schnellere, skalierbare Produktion, und erhöhen die Produktivität und Effizienz durch einen geringeren Energieverbrauch und weniger Abfälle. Loctite Klebstofflösungen sind:

  • Formaldehyd- und Lösemittelfrei und setzen beim Aushärten keine Emissionen frei
  • Raumtemperatur-aushärtend und benötigen daher keine zusätzliche Energie
  • Weltweit zertifiziert nach den höchsten Sicherheits- und Umweltstandards und bieten hervorragende Eigenschaften gegen Hitze und Entflammbarkeit

Im vergangenen Jahr hat Henkel eine weitere nachhaltige Transformation angestoßen und die ersten biobasierten Polyurethan-Klebstoffe für den Holzbau auf den Markt gebracht. Die neuen Loctite Klebstoffe HB S ECO und CR 821 ECO reduzieren die CO2eq-Emissionen gegenüber ihren fossilen Alternativen um über 60 Prozent.1 Mit diesen ECO-Varianten schafft Henkel einen weiteren Mehrwert für die Branche und trägt dazu bei, den Einsatz von Massivholz noch nachhaltiger zu gestalten.

Fachkräftemangel belastet mehrheitlich Frauen

Der Fachkräftemangel bremst die deutsche Wirtschaft aus. In vielen Branchen werden bereits heute tausende Arbeitskräfte benötigt, die es nicht gibt. Vor allem Frauen spüren die steigende Arbeitsbelastung. Im Jahr 2023 waren fünf der zehn Berufe mit dem größten Fachkräftemangel typische Frauenberufe, also Berufe, in denen mehrheitlich Frauen beschäftigt sind, wie eine neue IW-Auswertung zeigt.

Qualifizierte Arbeitslose fehlen

Die meisten Fachkräfte fehlen in der Kinderbetreuung und Erziehung. Im vergangenen Jahr konnten hier bundesweit über 20.000 Arbeitsplätze nicht besetzt werden. Die Mehrarbeit müssen überwiegend Frauen erledigen, denn sie machen fast 90 Prozent der Beschäftigten in dieser Branche aus. Fast genauso groß ist die Lücke bei der Sozialarbeit- und Sozialpädagogik, etwa in der Schulsozialarbeit oder bei der Suchtberatung, wo der Frauenanteil bei 77 Prozent liegt. Ähnlich dramatisch ist es auch bei der Alten- und Krankenpflege: Zusammengerechnet konnten in beiden Berufsgruppen knapp 33.000 offene Stellen nicht besetzt werden.

Geschlechterrollen aufbrechen

Ein Teil der Lösung: Typische Frauen- und Männerberufe für das jeweils andere Geschlecht attraktiver machen. Das funktioniert bisher allerdings nur teilweise. In einigen männertypischen Berufen steigt der Frauenanteil. Zum Beispiel erhöhte sich der Frauenanteil in der Informatik-Branche seit 2014 von 14,5 Prozent auf 20,4 Prozent. Auch der Anteil der KFZ-Mechanikerinnen hat sich fast verdoppelt und lag 2023 bei fast fünf Prozent. In einigen frauentypischen Berufen hingegen werden die Männer sogar weniger. So sank in der Sozialarbeit der Männeranteil von 25,2 Prozent im Jahr 2014 auf 23 Prozent im Jahr 2023. Es gibt aber auch Gegenbeispiele: In der Gesundheits- und Krankenpflege etwa, einem frauentypischen Beruf, stieg der Männeranteil seit 2014 von 23,2 auf 25,5 Prozent.

Quelle: IW Köln