Rheinmetall gewinnt sehr interessanten Auftrag im Themenbereich „Sekundärluftsysteme“ von einem global agierenden Automobilhersteller der Premiumklasse

Der Technologiekonzern Rheinmetall hat eine Ausschreibung eines namhaften deutschen, global agierenden Automobilherstellers der Premiumklasse gewonnen und konnte sich damit gegen weltweit tätige Tier1-Marktbegleiter durchsetzen. Der Gesamtauftragswert liegt im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.

In den Jahren 2025 bis 2032 werden über 4 Millionen Gebläse und mehr als 4,5 Millionen Ventilmodule für Sekundärluftsysteme produziert sowie weitere Entwicklungsleistungen zur kundenspezifischen Anpassung erbracht. Bei der Gebläsekomponente handelt es sich um ein kundenspezifisch konstruiertes, wasserfestes und bürstenloses Gebläse mit integrierter ECU (Embedded Control Unit). Die Komponente zeichnet sich durch eine intelligente Kennfeldregelung aus, die auch mehrere verschiedene Eingangsgrößen, wie z. B. Außentemperatur oder Luftdruck, verarbeiten kann, um einen gewünschten Ausgabezustand zu erreichen. Der Einsatz kann sowohl in Hybrid- als auch konventionellen Konfigurationen erfolgen. Die Systeme bestehen aus den Gebläsen und kompakten, ebenfalls kundenspezifischen, elektromagnetisch gesteuerten Ventilen mit geringer Leckage.

Für die Business Unit Automotive Emission Systems der Rheinmetall-Division Sensors and Actuators handelt es sich bei dem Kundenauftrag um die erste Mechatronikkomponente mit Mikroprozessorsteuerung zur Schadstoffreduzierung, mit der die strengeren Anforderungen der geplanten Emissionsgesetzgebung im Rahmen der Euro-7-Abgasnorm erfüllt werden können.

Rheinmetall unterstreicht mit dem Gewinn der Ausschreibung das strategische Ziel, seine globale Marktführerschaft im Bereich Emissionsreduzierung weiter auszubauen. Folgeaufträge von weiteren namhaften, global agierenden Automobil- und Nutzfahrzeugherstellern werden erwartet, da ab dem Jahr 2025 mit einer weiteren Verschärfung der Emissionsgrenzwerte durch die geplante Euro-7-Abgasnorm zu rechnen ist.

Sekundärluftsysteme werden für die Schadstoffreduzierung genutzt, indem diese durch eine exotherme Reaktion des vorhandenen Verbrennungsabgases zusätzliche Wärme erzeugen, die den Aufheizvorgang von Katalysatoren stark verkürzt. Da Abgaskatalysatoren für ihre Funktion eine Mindesttemperatur erfordern, unterhalb derer kein katalytischer Prozess ablaufen kann, helfen Sekundärluftsysteme die Zeit vom Motorstart bis zum Erreichen der Mindesttemperatur zu verkürzen. Somit erreicht der Katalysator bereits kurz nach Motorstart die volle Reinigungsleistung.

Durch das Sekundärluftsystem wird deshalb die Emission von Stickstoff, Kohlenwasserstoffen und Kohlenmonoxid deutlich reduziert und die geforderten Grenzwerte können auch zukünftig eingehalten werden. Insbesondere bei heute üblichen Start-Stopp-Systemen und elektrischem Fahrbetrieb stellt das Erkalten der Katalysatoren eine technische Herausforderung dar.

Die Rheinmetall-Division Sensors and Actuators steht für herausragende Kompetenz bei Thermo- und Fluidmanagement-Anwendungen im Mobility- und Industriebereich. Die fünf Business Units Actuators, Air Emission Systems, Commercial Diesel Systems, Pump Technology und Solenoid Valves entwickeln Lösungen für die großen Herausforderungen der Mobilität wie Downsizing, Emissionsreduktion und Effizienzsteigerung bei gleichzeitiger Leistungsoptimierung. Das umfassende Produktportfolio deckt vielfältige AGR-Systeme, elektromotorische Drossel-, Regel- und Abgasklappen, Magnetventile, Aktuatoren und Ventiltriebsysteme sowie Öl-, Wasser- und Vakuumpumpen für Pkw, Nutzfahrzeuge und Offroad-Anwendungen von light- bis heavy-duty sowie Industrieanwendungen ab.

KI in der Führung – Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz muss transparent sein

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) verändert auch die Führung im Unternehmen. „Wichtig ist, dass der Einsatz von KI-Systemen transparent gemacht wird, um Ängsten seitens der Mitarbeiter zu begegnen,“ so Prof. Sascha Stowasser, Direktor des ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft.

Als Mitglied der Plattform Lernende Systeme betont er: „ Führungskräfte müssen ihren Fürsorgepflichten nachkommen, indem sie auf den Gesundheitsschutz achten, den Einsatz des KI-Systems transparent machen, KI-Empfehlungen kritisch hinterfragen und die Beschäftigten in die Gestaltung der neuen Prozesse einbinden.“ Mehr zum Thema im Whitepaper „Führung im Wandel: Herausforderungen und Chancen durch Künstliche Intelligenz“. Kostenfreien Download:https://www.plattform-lernende-systeme.de/files/Downloads/Publikationen/AG2_WP_Fuehrung_im_Wandel.pdf

Was kann KI?
KI-Systeme können Führungskräfte von Routinetätigkeiten entlasten und verschaffen Zeit für Personalführung, strategische Planung sowie das Change-Management im KI-Zeitalter.  KI-Systeme können Führungsaufgaben übernehmen, die zuvor alleinige Aufgabe des Menschen waren. Beispielsweise können sie Führungskräfte dabei unterstützen, individuelle Lehrpläne für die Weiterbildung der Beschäftigten zu erstellen. Dazu wird die KI mit sensiblen, personenbezogenen Daten arbeiten müssen. Die Befürchtung, dass die Berechnungen eines Computerprogramms Einfluss auf die Personalpolitik, Weiterbildungsmöglichkeiten oder Karrierechancen nehmen können, kann für die Beschäftigten psychisch belastend und demotivierend sein“, so Stowasser. Aus diesem Grund sind Aufklärung über den Einsatz von KI und der sichere Umgang mit personenbezogenen Daten sehr wichtig.

Über das Whitepaper
Das Whitepaper „Führung im Wandel: Herausforderungen und Chancen durch Künstliche Intelligenz“ wurde von Mitgliedern der Arbeitsgruppe Arbeit/Qualifikation und Mensch-Maschine-Interaktion der Plattform Lernende Systeme verfasst. Es steht zum kostenfreien Downloadzur Verfügung.
Mit dem Wandel der Arbeitswelt durch den Einsatz von KI-Systemen beschäftigen sich weitere Publikationen und Anwendungsszenarien der Arbeitsgruppe.

Foto: Sascha Stowasser

Arndt G. Kirchhoff für weitere zwei Jahre Präsident der nordrhein-westfälischen Metallarbeitgeber

Die nordrhein-westfälischen Metallarbeitgeber haben auf ihrer Mitgliederversammlung 2022 Arndt G. Kirchhoff (67) für weitere zwei Jahre in seinem Amt als Präsident bestätigt. Das teilte der Verband der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW) am Dienstag in Düsseldorf mit. Der mittelständische Unternehmer aus Iserlohn führt den bundesweit mitgliederstärksten Metallarbeitgeberverband seit dem Jahr 2014. Ebenfalls wiedergewählt als Vizepräsidenten wurden Dr. Margarete Haase (Arbeitgeberverband kölnmetall), Dr. Stephan A. Kufferath-Kassner (Arbeitgeberverband der Metallindustrie von Düren, Jülich, Euskirchen und Umgebung), Friedrich-Wilhelm Wengeler (Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Ruhr/Vest) sowie Dr. Ernst Wolf (Unternehmerverband für den Kreis Gütersloh – Fachgruppe Metall). Als Vizepräsidenten neu gewählt wurden Dr. Marcus Korthäuer (Unternehmerverband Metall Ruhr-Niederrhein) und Michael Vitz (Arbeitgeberverband der Metallindustrie von Wuppertal und Niederberg). In seinem Amt als Schatzmeister bestätigt wurde Egbert Neuhaus (Unternehmensverband Westfalen-Mitte).

Die aktuelle wirtschaftliche Lage in der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie bezeichnete Kirchhoff als „extrem angespannt“. Rezession und Corona-Pandemie hätten die Unternehmen bereits in den vergangenen drei Jahren enorm belastet und in der wirtschaftlichen Entwicklung zurückgeworfen. Dieser Trend habe sich in den letzten Monaten noch einmal massiv verstärkt durch die tiefe Verunsicherung über die wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine, die massiven globalen Lieferengpässe und die teilweise extremen Steigerungen von Energie-, Rohstoff- und Beschaffungspreisen. „Das Gros unserer Unternehmen arbeitet derzeit an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit, um auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig bleiben zu können“, sagte der Metallarbeitgeberpräsident. Abseits der konjunkturellen Schieflage habe dieser Industriezweig gleichzeitig die gewaltigen strukturellen Umbrüche der digitalen und nachhaltigen Transformation und des demografischen Wandels zu meistern. „Jede Herausforderung für sich ist schon ein dickes Brett, alles zusammen verlangt unseren Unternehmen erhebliche Anstrengungen ab“, betonte Kirchhoff.

Mit Blick auf die im Herbst 2022 anstehende Tarifrunde für die rund 700.000 Beschäftigten dieses Industriezweigs in Nordrhein-Westfalen erklärte Kirchhoff, die Unternehmen hätten in den vergangenen Jahren in schwierigstem Umfeld Arbeitsplätze halten und Realeinkommen sichern können. Zu diesem Kraftakt habe auch das verantwortungsvolle Miteinander der Tarifpartner beigetragen. „Diesen Kurs dürfen wir auch jetzt nicht verlassen, nachdem sich die Welt für uns alle noch dramatischer verändert hat“, sagte Kirchhoff. Ihm sei bewusst, dass hohe Preise für Energie und Lebensmittel auch den Geldbeutel der Beschäftigten belasteten. Auf der anderen Seite stünden jedoch durch massive Kostensteigerungen auch die Unternehmen erheblich unter Druck. Die kommende Tarifrunde werde daher äußerst herausfordernd. „Die Tarifvertragsparteien der deutschen Metall- und Elektroindustrie stehen in den kommenden Monaten möglicherweise vor einer ihrer größten Bewährungsproben“, betonte Kirchhoff.

Premiere in Düsseldorf: ein neues Innovationsplanspiel für Schülerinnen und Schüler

Im Rahmen einer Pilotveranstaltung für Nordrhein-Westfalen fand in Düsseldorf jetzt die Premiere von „Future Sprit“ statt, einem neuen Innovationsplanspiel für Jugendliche. Unterstützt wird die Idee in der Landeshauptstadt von der Theodor-Litt-Realschule, von der Kommunalen Koordinierung der Landeshauptstadt und vom Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung der Stiftung Pro Ausbildung.

Ins Leben gerufen hat das Projekt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) – unterstützt durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE) sowie durch das Ministerium für Schule und Bildung (MSB). Das ifok-Institut führt die zweitägigen Workshops durch.

„Future Spirit“ will die Jugendlichen der 9. bis 13. Klasse dabei unterstützen, sich aktiv mit unternehmerischen Innovationen und der beruflichen Selbständigkeit auseinanderzusetzen. Das neue Format hat unter anderem das Ziel, die Schülerinnen und Schüler aktiv zur kritischen Wahrnehmung und Analyse der eigenen Lebenswelt als Baustein unternehmerischen Denkens anzuleiten und sie zu ermutigen, kreativ zu werden, Eigeninitiative zu ergreifen und innovative Lösungen für die Probleme der Gesellschaft zu formulieren.

Die Initiative ist talenteorientiert ausgerichtet. Es geht in den Workshops auch darum, dass die Jugendliche ihre Stärken erkennen und versuchen, diese auszubauen. Sie bietet jungen Menschen so spielerisch die Möglichkeit, den eigenen Unternehmergeist zu wecken und zugleich mit Start-ups aus der Region in Kontakt zu kommen.

Mit dem Innovationsplanspiel soll die Berufliche Orientierung im Rahmen der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ um ein neues Format mit Fokus auf Entrepreurship und Selbständigkeit erweitert werden. „FutureSpirit“ wird im Rahmen von Open.NRW, der Open Government- Strategie des Landes, im Jahr 2022 als Pilotprojekt umgesetzt.

Für das Innovationsplanspiel wird ein Mix aus Arbeitsformen und Methoden genutzt: selbstständige und moderierte Gruppenarbeit, Experteninput, Präsentationstraining und Feedback kommen gezielt zum Einsatz. An beiden Workshoptagen arbeiten die Schülerinnen und Schüler innerhalb eines Rahmenszenarios, das ihren „detektivischen Spürsinn“ fordert.

Die Aufgabe: Herauszufinden, mit welcher innovativen Idee eine Gruppe junger Gründerinnen und Gründer schon bald große Erfolge feiern will. Die ersten Hinweise: Zufällig aufgetauchte, anonyme Stimmen der ersten zufriedenen Testerinnen und Tester sowie Nutzerinnen und Nutzer. Die Herausforderung: Die Hinweise bleiben mehrdeutig und bieten viel Raum für Interpretation.

Der Weg zum Ziel: Um das Geheimnis zu lüften, müssen die Jugendlichen die Entwicklung der Innovation „rekonstruieren“ – und dabei selbst in unterschiedliche Rolle, beispielsweise in die von Erfinderinnen und Erfindern, schlüpfen. Methodisch geführt entwickeln die Schülerinnen und Schüler so ihre ganz eigene innovative Gründungsidee.

Der Premieren-Workshop fand mit Schülerinnen und Schüler einer 9. Klasse der Theodor-Litt-Realschule statt. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Dr. Jens Stuhldreier, im MAGS Leiter des Referats Berufliche Orientierung und Übergang Schule-Beruf, und von Christoph Sochart vom Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung/Kommunalen Koordinierung.

Jens Stuhldreier, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales: „Innovations-ähigkeit zählt zu den immer wichtiger werdenden erfolgs- und wettbewerbs-entscheidenden Faktoren für Unternehmen. In diesem Kontext gewinnen auch das unternehmerische Denken und Handeln von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an enormer Bedeutung.“, so Stuhldreier und ergänzt: „Mit FutureSpirit wollen wir ein Format auf den Weg bringen, das Jugendliche einlädt, Innovationsmethoden und Werkzeuge für kreative Teamarbeit kennenzulernen und ihre Kompetenzen wie Offenheit, Neugier und vernetztes Denken als wichtige Bestandteile der beruflichen Persönlichkeitsentwicklung weiter zu schärfen.“

Die Partner von „Future Spirit NRW“ in Düsseldorf

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, abgekürzt MAGS NRW, ist eines von zwölf Ministerien in der Landesverwaltung des deutschen Landes Nordrhein-Westfalen. Es wird durch Minister Karl-Josef Laumann (CDU) geleitet (Stand: Mai 2022). Das Ministerium hat die Aufgabe, die Lebensbedingungen der Menschen in Nordrhein-Westfalen mitzugestalten und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in den Bereichen Arbeitspolitik, Gesundheitspolitik, Krankenhausversorgung und Sozialpolitik zu verbessern.

Die Kommunale Koordinierung der Landeshauptstadt Düsseldorf leistet für alle weiterführenden Düsseldorfer Schulen und Berufskollegs Serviceleistungen zur Beruflichen Orientierung. Sie berät und unterstützt die Schulen beim Aufbau und Einsatz der vom Land vorgegebenen Standards der Beruflichen Orientierung. Darüber hinaus steht die Kommunale Koordinierung mit den Akteuren der Düsseldorfer Wirtschafts- und Arbeitswelt in engem Kontakt. Erstes Anliegen dabei ist, Angebot und Nachfrage zwischen den Schulen und der Wirtschafts- und Arbeitswelt passgenau zu machen. Hierbei werden vorhandene Angebote weiterentwickelt, neue Angebote mit entwickelt und erforderliche Abstimmungs- und Vermittlungsprozesse organisiert oder mitgestaltet. Alle Abstimmungs- und Steuerungsprozesse sowie die Serviceangebote werden gemeinsam mit der zuständigen Schulaufsicht entwickelt.

Das Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung engagiert sich seit 2006 für eine vernetzte, stärken-und talenteorientierte, pragmatische und präventive Berufliche Orientierung in Düsseldorf. Das Team des Kompetenzzentrums besteht aus praxiserfahrenen Expertinnen und Experten, die innovative Bildungsprogramme und aktuelle Themen praxisnah umsetzen und einer breiten Zielgruppe zugänglich machen. Partner des Kompetenzzentrums sind die Kommunale Koordinierung der Landeshauptstadt, die Agentur für Arbeit Düsseldorf, die Unternehmerschaft Düsseldorf sowie Kreishandwerkerschaft, IHK und die Handwerkskammer.

Das Institut für Organisationskommunikation (IFOK) ist seit 1995 ein international tätiges Beratungsunternehmen in der Kommunikationsbranche mit Schwerpunkt in Analyse, Strategischer Beratung und Öffentlichkeitsarbeit. Rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten an den Standorten in Bensheim, Berlin, Brüssel und Washington. Die ifok- Kunden kommen aus Politik, Wirtschaft und Institutionen. Für diese arbeitet das Institut daran gesellschaftliche Veränderungsprozesse und Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft erfolgreich zu bewältigen und zu gestalten. IFOK ist dabei ein Spezialist für Beteiligungsprozesse.

BU: Eröffnet wurde die Veranstaltung von Dr. Jens Stuhldreier, im MAGS Leiter des Referats Berufliche Orientierung und Übergang Schule-Beruf (rechts), und Christoph Sochart vom Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung/Kommunalen Koordinierung.

Zum deutschen Diversity Tag 2022 (31. Mai): Vielfalt im Unternehmen fördern, führen und feiern: das ifaa gibt Hinweise für Führungskräfte

Vielfaltsbewusstsein zielt sowohl auf die Rekrutierung von Fachkräften, als auch darauf, Beschäftigte im Unternehmen zu halten. „Führungskräfte stehen vor der Herausforderung, eine produktive Zusammenarbeit in gemischten Teams sicherzustellen, verschiedene Sichtweisen und Unterschiedlichkeit sinnvoll zu bündeln sowie Konflikte rechtzeitig zu erkennen“, so Dr. Anika Peschl, wissenschaftliche Expertin am Düsseldorfer ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V.

„Nur wenn Vielfalt im Unternehmen gefördert und sinnvoll geführt wird, kann sich Diversität in einen Mehrwert für das Unternehmen verwandeln. Wenn die Vorteile von Vielfalt dann auch von den Beschäftigten erkannt werden, wirkt sich das positiv auf das Arbeitsklima aus und stärkt den Diversity-Gedanken im Betrieb“, so die Wissenschaftlerin.

Was zeichnet eine vielfaltsbewusste Führung aus?

  • Stärken erkennen und nutzen: Das Mitarbeitergespräch ist eine Gelegenheit, Fähigkeiten, Kompetenzen und Sichtweisen zu erfragen und diese zum Beispiel bei Teamzusammenstellungen zu berücksichtigen.
  • Empathie:Führungskräfte sollten Verständnis für unterschiedliche Sichtweisen und Voraussetzungen zeigen und die Fähigkeit besitzen, sich in andere hineinzuversetzen.
  • Kommunikationsfähigkeit:Eine adressatengerechte Ansprache, aktives Zuhören und das Stellen von Rückfragen gehören zum Beispiel in diese Kategorie.
  • Konfliktfähigkeit:Führungskräfte sollten ausgrenzendes Verhalten thematisieren und unterbinden. Sie erkennen Konflikte, unterstützen bei der Lösung oder lösen diese.
  • Selbstreflexion:Führungskräfte sollten sich über eigene Vorurteile bewusst sein und nicht von Einzelaspekten auf die gesamte Person schließen.
  • Situatives Verständnis: Die Fähigkeit, vielfältige Blickwinkel der Beschäftigten und wirtschaftliche Ziele des Unternehmens auszubalancieren trägt zum Erfolg b

Wie können Unternehmen eine vielfaltsbewusste Führung stärken?

Zur Stärkung trägt bei:

Institut der Deutschen Wirtschaft: Russland und China rücken zusammen – nicht erst seit dem Krieg in der Ukraine

In den vergangenen Jahren sind sich Russland und China politisch immer nähergekommen – spätestens seit dem Krieg in der Ukraine ist das deutlich geworden. Auch wirtschaftlich rücken die beiden Länder zusammen, wie eine soeben veröffentliche Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt.

„Grenzenlose Freundschaft“: So beschrieben Russland und China im vergangenen Februar ihre immer enger werdende Beziehung. Das verwundert nicht, manövrieren sich die beiden Länder doch außenpolitisch zunehmend ins Abseits. Russland führt einen Angriffskrieg in der Ukraine und die Xinjiang Police Files belasten die chinesische Staatsführung schwer. Der Schulterschluss zwischen Russland und China findet neben der politischen vor allem auch auf der wirtschaftlichen Ebene statt, wie eine neue IW-Auswertung wichtiger Handelsstatistiken zeigt.

China importiert russische Energie
Kleidung, Elektrogeräte, Maschinen: Die Liste chinesischer Exporte nach Russland ist lang. Laut der chinesischen Zollbehörde hat sich das Außenhandelsvolumen des Warenhandels mit Russland von rund 84 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017 auf knapp 147 Milliarden Euro im vergangenen Jahr erhöht. Die Russen hingegen versorgen China mit Metallen, Holz und landwirtschaftlichen Produkten wie Rindfleisch, Sojabohnen und Weizen. Viel wichtiger für das Reich der Mitte sind allerdings die Energieprodukte aus Russland. Weil China weltweit am meisten Energie verbraucht, ist das Land stark abhängig von ausländischer Energie. Der Anteil Russlands an den chinesischen Importmengen von Kohle, Öl und Gas ist zwischen 2010 und 2020 jeweils um mehr als das doppelte angestiegen. So machten russische Kohlelieferungen 2010 rund sieben Prozent der gesamten Importmenge Chinas aus – 2020 waren es bereits 16,4 Prozent.

Russland ist abhängig von China
Dass es sich bei der „grenzenlosen Freundschaft“ um eine ungleiche Partnerschaft handelt, wird beim Blick auf den gesamten Außenhandel sehr deutlich. Die Geschäfte mit China machen rund 18 Prozent des gesamten russischen Außenhandels aus. Damit ist China der mit Abstand wichtigste Handelspartner für Russland. Umgekehrt ergibt sich ein ganz anderes Bild: Russland gehört nicht zu den zehn wichtigsten Handelspartnern Chinas – nur 2,4 Prozent des Handelsvolumens kommt über Geschäfte mit Russland zustande. „China begibt sich auf einen schwierigen Balanceakt: Einerseits ist Russland ein wichtiger Verbündeter, andererseits will Peking es sich nicht mit dem Westen verscherzen, indem es sich auf die Seite Russlands schlägt“, sagt IW-Ökonomin Sonja Beer. „Es bleibt abzuwarten, wie lange China diesen Schaukelkurs noch fahren kann.“

Jahresbilanz: 2021 stand bei der Rheinbahn voll und ganz im Zeichen des 125. Gründungsjubiläums

Klaus Klar

Die Bilanz des Jahres 2021 steht bei der Rheinbahn – wie bei vielen anderen Unternehmen auch – weiterhin klar im Zeichen der Corona-Pandemie. Trotz der herausfordernden Gesamtsituation schloss die Rheinbahn das Jahr 2021 auch dank des staatlichen Rettungsschirms mit einem Jahresergebnis in Höhe von -81 Millionen Euro ab (2020: -87,5 Millionen Euro). Rückgänge bei den Fahrgästen bei zugleich ausgeweitetem Angebot, Aufwendungen bei den Infektionsschutzmaßnahmen für Fahrgäste und Mitarbeitende, der staatliche Rettungsschirm sowie eine veränderte Methode bei der Berechnung der Fahrgäste für alle Verkehrsunternehmen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) wirken sich auf den Jahresabschluss aus.

Die wichtigsten Zahlen für 2021 im Überblick:

  • Fahrgäste (in Mio.)*: 165,0 (2020: 188,3)
  • Abonnenten (in Tsd.): 182 (2020: 192)
  • Fahrgeldeinnahmen (in Mio. Euro): 197,7 (2020: 216,4)
  • Operatives Ergebnis (in Mio. Euro): -81 inklusive 51,8 Rettungsschirm (2020: -87,5 inklusive 35,1 Rettungsschirm)
  • Kostendeckungsgrad (ohne Rettungsschirm): 69 Prozent (2020: 68,6 Prozent)

Die Folgen der Corona-Pandemie wirken sich dabei mit rund 57 Millionen Euro auf den Kostendeckungsgrad 2021 aus. Hier sind vor allem die Mindererlöse bei den Fahrgeldeinnahmen im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 und die Maßnahmen für den Infektionsschutz zu erwähnen. Gleichzeitig investierte die Rheinbahn 2021 72,9 Millionen Euro in die Modernisierung ihrer Fahrzeugflotte und Infrastruktur und bleibt damit auch in herausfordernden Zeiten einer der zentralen Gestalter für das Gelingen der Verkehrswende in Düsseldorf und der Region. Zur Modernisierung ihrer Bahnflotte hat die Rheinbahn 2021 etwa die Beschaffung von 91 neuen Hochflur-Stadtbahnen auf den Weg gebracht.

Nahverkehr ist systemrelevant
„2021 ist als zweites Jahr der Corona-Zeitrechnung in die Geschichte eingegangen. Waren wir vor einem Jahr noch zuversichtlich, dass wir als Gesellschaft die Pandemie hinter uns lassen könnten, hat uns allen die Omikron-Variante noch Geduld abverlangt“, erklärt Finanz-Vorstand Susanne Momberg.

Technik-Vorstand Michael Richarz ergänzt: „2021 hat uns auch gezeigt, dass die Menschen in die Busse und Bahnen zurückkehren, wenn das öffentliche Leben wieder aufblüht. Lag die Auslastung unserer Fahrzeuge im Januar 2021 noch bei unter 40 Prozent, ist sie im Jahresverlauf auf über 60 Prozent angestiegen. Der Weg zurück in die Normalität ist zwar beschwerlich, aber die Richtung stimmt.“

„Die Pandemie hat uns zudem stolz gemacht. Stolz auf unsere Belegschaft, die weiterhin mit hoher Zuverlässigkeit und ausgeprägtem Verantwortungsgefühl durch die Pandemie gefahren ist“, stellt Klaus Klar (Foto), Vorstandsvorsitzender und Arbeitsdirektor, zusammenfassend fest. „Ebenso stolz sind wir auf unsere Kundinnen und Kunden, die sich gewissenhaft und solidarisch an die Infektionsschutzregeln gehalten haben, obwohl diese sich in steter Regelmäßigkeit geändert haben. Gemeinsam haben sie alle dazu beigetragen, dass der öffentliche Nahverkehr in Düsseldorf und der Region auch im vergangenen Jahr sicher und ein Garant für zuverlässige Mobilität geblieben ist.“ 

2021 war mehr als nur Corona
Doch es gab und gibt noch viel mehr als nur Corona. 2021 stand bei der Rheinbahn auch voll und ganz im Zeichen des 125. Gründungsjubiläums. Mit zahlreichen Aktionen hat die Rheinbahn auf ihre bewegte Geschichte hingewiesen. Seit 1896 ist die Rheinbahn im wahrsten Sinne des Wortes „Einfach. Immer. Da.“, wie der 2021 präsentierte Markenclaim herausstellt. Darüber hinaus hat sich die Rheinbahn weiter auf den Weg in die Zukunft gemacht: Neue kundenorientierte Apps (Rheinbahn App und redy) und Tarifangebote, Baumaßnahmen für mehr Barrierefreiheit und der Umstieg auf Ökostrom sind einige Beispiele für das Innovationspotenzial, mit dem die Rheinbahnerinnen und Rheinbahner nach vorne sehen und den Nahverkehr auch in Zukunft noch einfacher machen wollen.

Der frisch erschienene Unternehmensbericht 2021 ist hier abrufbar:

https://www.rheinbahn.de/unternehmen/zahlen_und_fakten/Seiten/default.aspx

Vom Niedergang Russlands und dem Aufstieg Chinas

In diesen Tagen scheint es, als habe der „Kalte Krieg“ nie aufgehört. So schreibt heute das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) in einer Mail an unsere Redaktion: „Sicher, der Systemfeind Kommunismus, ihn gibt es heute in dieser Form nicht mehr. Aber an der grundsätzlichen Dynamik zweier Machtblöcke in Ost und West, der Fähigkeit beider Lager, sich dank zahlloser Atomwaffen gegenseitig zu vernichten, der unausgesprochenen Einigung, militärische Konflikte nie direkt gegeneinander, sondern stets über Stellvertreter auszutragen, hat sich nichts geändert.“ RND-Mann Sven Christian Schulz hat mit zwei interessanten Russland-Experten gesprochen und zeichnet ein trauriges Bild der Zukunft Russlands. Er schreibt vom Niedergang Russlands und dem Aufstieg Chinas als neuem Gegengewicht des Westens. Russland habe sich ins Aus manövriert. Weiterlesen.

„Der Lösungsansatz eines Klimageldes ist falsch“

Zum Vorstoß eines Klimageldes durch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil äußert sich Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA):

„Die Erkenntnis des Arbeitsministers ist richtig, aber nicht neu: Die Energiepreise sind in Deutschland schon lange zu hoch. Die Inflation treibt die Preise jetzt zusätzlich. Der Lösungsansatz eines Klimageldes aber ist falsch. Wieder soll nur die Wirkung, nicht aber die Ursache der steigenden Energiepreise bekämpft werden. Das ist zu kurzfristig gedacht. Eine der Hauptursachen der hohen Energiepreise ist der Staat selbst. In Deutschland ist Energie im europäischen Vergleich überdurchschnittlich besteuert. Der Staat nimmt Geld ein, um es dann als Klimageld neu zu verteilen.

Vor allem aber übersieht d
er Arbeitsminister, dass mit einem solchen Klimageld zwar Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entlastet werden, nicht aber die vielen kleinen und mittelständigen Unternehmen in Deutschland, die seit je her eine Vielzahl der Arbeits- und Ausbildungsplätze stellen. Sie sollen wieder einmal leer ausgehen, dabei sind es gerade diese Unternehmen, die sich in der Pandemie und auch jetzt während des russischen Angriffskrieges ihrer Verantwortung bewusst sind, Arbeitsplätze erhalten und die Lasten der Krisen tragen. Besonders der von klein und mittelständischen Unternehmen geprägte Großhandelssektor und die Dienstleistungsunternehmen sind auf Mobilität und damit auf bezahlbare und wirtschaftlich verträgliche Energiepreise angewiesen. Ihnen endlich zu helfen wird höchste Zeit, denn damit stärkt Politik den Mittelstand, sichert die Versorgung der Menschen und erhält Arbeitsplätze.

Dazu wird neue und teure Bürokratie geschaffen. Zielgerichtet wäre, die dreimonatige Senkung der Besteuerung langfristig beizubehalten, das wäre einfach und gerecht. Wir haben in Deutschland kein Einnahmeproblem, sondern ein Ausgabenproblem. Der Verzicht auf Einnahmen wäre die einfache Lösung, statt die Ausgaben und die dafür benötigten Verwaltungsausgaben immer weiter in die Höhe zu treiben. Wir brauchen nicht mehr Staat, sondern einen effizienten Staat.“

Premiere: METRO AG unterstützt das Düsseldorfer Frankreichfest (1. bis 3. Juli 2022) mit frischen Waren und Zutaten

La Grande Fête Française! Vom 1. bis 3. Juli 2022 findet zum 20. Mal das Düsseldorfer Frankreichfest. Die Feier stärkt seit jeher die Freundschaft zwischen beiden Ländern. Die Besucher können sich auch in diesem Jahr auf stimmungsvolle Musik, kulturelle und touristische Angebote sowie auf viele original französische Waren und Köstlichkeiten freuen.

Erneut werden über 100 Gastronomen und Händler in der Altstadt vertreten sein. Viele von ihnen reisen extra aus Frankreich an. Unterstützung vor Ort erfahren sie in diesem Jahr erstmals von der Düsseldorfer METRO AG. Der neue Premium-Partner des Frankreichfestes stellt den Händlern Logistik und frische Lebensmittel mit hoher Qualität zur Verfügung.

Michael Widmer, Geschäftsleiter Großmarkt Düsseldorf: „Das Team der METRO freut sich auf das 20. Düsseldorfer Frankreichfest! Als Partner der Gastronomie und Premiumpartner des diesjährigen Frankreichfestes möchte METRO die Gastronomen des Festes auch in diesem Jahr mit besonderen Services unterstützen. Zum Beispiel: Unser METRO LKW wird Gastronomen und Händler direkt auf dem Festgelände exklusiv mit frischem Crushed- und Würfeleis versorgen. Darüber hinaus können benötigte Artikel aus dem METRO Store Düsseldorf sowohl im Vorfeld der Veranstaltung zur Abholung als auch während des Festes kurzfristig bestellt werden. Ein Support-Team vor Ort und im Store steht als Ansprechpartner unmittelbar zur Verfügung und wird für eine reibungslose Abwicklung sorgen.“

Markus Stolz, Corporate Public Policy METRO AG: „Die Coronakrise hat die Gastronomielandschaft stark verändert. Daher gilt es für viele Gastronomen ihre wirtschaftliche Situation neu zu bewerten und ihre Konzepte an sich verändernde Begebenheiten anzupassen. Neben der Gewinnung geeigneter Arbeitskräfte werden auch die richtige Wahl des Standortes und die Wertschätzung des Gastgewerbes für die Innenstadtentwicklung immer wichtiger. Das stellt viele Gastronomen vor große Herausforderungen. Dazu gehört auch, dass Gastronomie bzw. HoReCa (Hotel-/Restaurant-Catering-Branche) in den Nach-Corona-Zeiten als fester Beitrag zur Lebens- und Aufenthaltsqualität sowie Besucherfrequenzen von Innenstädten regelmäßig mitgedacht und mitentwickelt wird. Deswegen nutzt die METRO das diesjährige 20. Frankreichfest zum Dialog mit den relevanten Stakeholdern und unterstützt die mitwirkenden Gastronomen und kleinen Händler als Premium-Partner mit passenden Services.“

Rüdiger Schaar (Mitglied des Vorstands Destination Düsseldorf): „Das Düsseldorfer Frankreichfest ist wieder da! Und mit ihm die Gastronomen und Händler, die mit ihren hochwertigen Speisen und Waren das Savoir-vivre mit an den Rhein tragen. Für sie alle waren die Corona-Jahre herausfordernd. Umso wichtiger, dass wir gemeinsam den Weg zurück in die Normalität finden. Mit der METRO freuen wir uns über einen starken Partner aus unserer Stadt, der die Bedürfnisse der Gastronomen und Händler versteht und so eine Bereicherung für das Frankreichfest sein wird.“