ifaa-Tipps gegen heiße Tage in Büro und Homeoffice

Der Sommer wird aller Voraussicht nach heiß: neben Corona und der aktuellen Diskussion, ob Beschäftigte wieder ins Büro müssen oder nicht, kommen wahrscheinlich warme Temperaturen auf Deutschland zu. „Ganz gleich, ob Beschäftigte im Büro, in der Produktion oder von zuhause arbeiten, wichtig ist es, so gut wie möglich mit den Temperaturen umzugehen,“ so Dr. Stephan Sandrock vom Düsseldorfer  ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft. Er weiß, wie der Job trotz Hitze gut läuft.

Andauernde Hitze kann sich in Büro und Produktion auf das körperliche Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten auswirken. „Gegen die mögliche Belastung können Beschäftigte einiges tun,“ so der Fachbereichsleiter für Arbeits- und Leistungsfähigkeit. „Das gilt für das Büro und für das Arbeiten von zu Hause gleichermaßen.“
ifaa-Tipps für Gesundheit und gutes Raumklima:

  • Trinken Sie ausreichend: Zwei bis drei Liter von Wasser, Früchtetee oder Saftschorlen unterstützen Kreislauf und Flüssigkeitshaushalt.
  • Verzichten Sie möglichst auf koffeinhaltige Getränke: Sie sind schweißtreibend und belasten den Kreislauf.
  • Lüften: In den frühen Morgenstunden ist lüften optimal. Am besten öffnen Sie alle Fenster für eine gute Luftzufuhr. Eigentlich sollten später Fenster und Türen wegen der größeren Hitze geschlossen bleiben. Aufgrund von Corona ist regelmäßiges Lüften dennoch angesagt.
  • Nutzen Sie vorhandene Sonnenschutzeinrichtungen.
  • Aufgrund von Corona ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS) noch in einigen Situationen vorgeschrieben bzw. notwendig, um in erster Linie andere vor einer Infektion zu schützen. Bei warmen Temperaturen kann das dauerhafte Tragen der MNS unangenehm sein. Sollte das Tragen aufgrund der individuellen Arbeitssituation den ganzen Arbeitstag über notwendig sein, versuchen Sie zwischendurch regelmäßig an die frische Luft zu gehen und atmen Sie durch.
  • Greifen Sie zu bei frischem Obst und Gemüse. Schwere Lebensmittel belasten unnötig.
  • Bevorzugen Sie lockere Kleidung, die idealerweise atmungsaktiv ist. Klären Sie mit Ihrem Arbeitgeber, ob für die Zeit der Hitze legere Kleidung getragen werden kann.
  • Für den Kreislauf: Halten Sie Ihre Unterarme unter fließend kaltes Wasser oder legen Sie ein kaltes Tuch in den Nacken oder auf die Stirn.
  • Verwenden Sie die kühleren Stunden für Aufgaben, die die grauen Zellen und/oder den Körper stärker belasten.
  • Lassen Sie die Klimaanlage nicht auf Hochtouren laufen, sie sollte nicht zu kalt eingestellt sein. Am besten beträgt der Unterschied zwischen den Temperaturen draußen und im Büro nicht mehr als 6 °C. Größere Temperaturunterschiede können eine Erkältung und Kreislaufbeschwerden nach sich ziehen.

    Was sagt der gesetzliche Arbeitsschutz bei hohen Temperaturen in der Arbeitsstätte?
    Nach der technischen Regel für Arbeitsstätten zum Thema Raumtemperatur (ASR A3.5) sollte es in Arbeitsräumen nicht wärmer als 26 °C sein. Technische Regeln konkretisieren die Arbeitsstättenverordnung, sind allerdings rechtlich nicht bindend. Bei über 26 °C zu arbeiten kann gesundheitsgefährdend sein, zum Beispiel bei schwerer körperlicher Arbeit oder bei gesundheitlich Vorbelasteten und besonders schutzbedürftigen Beschäftigten (zum Beispiel Ältere, Schwangere, stillende Mütter). In diesen Fällen ist anhand einer angepassten Gefährdungsbeurteilung über weitere Maßnahmen zu entscheiden. Der Arbeitgeber ist bei einer Lufttemperatur im Raum von über 30 °C angehalten, wirksame Maßnahmen zu ergreifen. Das bedeutet beispielsweise für eine effektive Steuerung des Sonnenschutzes (zum Beispiel Jalousien auch nach der Arbeitszeit geschlossen halten) und der Lüftungseinrichtungen (zum Beispiel Nachtauskühlung) zu sorgen, die inneren thermischen Lasten zu reduzieren (zum Beispiel elektrische Geräte nur bei Bedarf betreiben), auf das Lüften in den frühen Morgenstunden zu verweisen, Gleitzeitregelungen zur Arbeitszeitverlagerung zu nutzen, die Bekleidungsregelungen zu lockern oder geeignete Getränke zur Verfügung zu stellen (zum Beispiel. Trinkwasser).

Cool ohne Kuh? Veganes Eis auf dem Prüfstand Verbraucherzentrale NRW hat 53 pflanzliche Eissorten gecheckt und gibt Tipps für vegane Schleckermäuler

Die Verbraucherzentrale NRW ist Mitglied unseres Arbeitgebernetzwerks. Foto: CS

Ob klassisches Vanille- und Schokoladeneis oder exotischere Sorten wie Salzkaramell-Brownie- oder Erdnussbutter-Cookie-Eis: Für viele gehört ein leckeres Eis einfach zum Sommer. Wer eine pflanzliche Variante ohne Milch und Sahne wünscht, findet mittlerweile eine große Auswahl im Supermarkt. Aber wie sind diese Eissorten zusammengesetzt und sind sie weniger klimaschädlich? Die Verbraucherzentrale NRW hat für ihre aktuelle Marktstichprobe etwas genauer hingeschaut und verrät, was wirklich in den bunten Kartons aus dem Tiefkühlfach steckt.

Im März waren die Ernährungsfachleute der Verbraucherzentrale NRW wieder in Supermärkten, Discountern und Biomärkten unterwegs. Insgesamt 53 cremige, vegane Eis-Alternativen kamen unter die Lupe, davon ein Drittel Bioprodukte. Die Expert:innen bewerteten die Zusammensetzung, die Kennzeichnung, Nachhaltigkeitsaussagen und den Preis der Eisprodukte ohne tierische Bestandteile wie Milch oder Sahne.

Zusatzstoffe und Aromen: Bio ist meist besser

Die pflanzlichen Eis-Alternativen beinhalten neben einer Vielzahl verschiedener Zuckerzutaten oft pflanzliche Fette wie Kokosfett und Ersatzzutaten wie Mandeln, Hafer oder Lupinen. Es können zudem bis zu neun Zusatzstoffe und drei Aromen pro Produkt enthalten sein. Ähnlich viele verschiedene Zusatzstoffe können sich auch in Speiseeis mit Milch oder Sahne befinden. „Hier empfiehlt sich ein Blick in die Zutatenliste oder ein Griff zu Bioprodukten, die meist mit weniger Zusatzstoffen und Aromen auskommen“, erklärt Nora Dittrich, Referentin für Ernährung bei der Verbraucherzentrale NRW.

Große Unterschiede beim Zucker- und Fettgehalt

Auch veganes Eis gehört zu den Süßigkeiten. Wer eine aus gesundheitlicher Sicht bessere Wahl treffen möchte, sollte sich die Nährwerttabelle etwas genauer anschauen. Der Marktcheck zeigt große Unterschiede beim Kalorien-, Fett- und Zuckergehalt, so dass sich der Vergleich lohnt. Manches Eis enthält pro 100-Gramm-Portion – das sind etwa ein bis zwei Kugeln Eis – schon rund die Hälfte der für Erwachsene maximal empfohlenen, täglichen Zuckermenge von 50 Gramm. Viele Produkte kommen hier aber auch deutlich besser weg.

Schöne Werbebegriffe statt klarer Informationen

Die Mehrheit der geprüften Produkte wurde gut sichtbar als „vegan“ auf der Vorderseite bezeichnet – aber eben nicht alle. Einige Eisprodukte geben diese Information nur auf der Rückseite der Verpackung oder verwenden rechtlich undefinierte Begriffe wie „plant based“ oder „pflanzlich“. „Für eine bewusste Wahl beim Einkauf sollten nach unserer Ansicht vegane Ersatzprodukte schon auf der Vorderseite die definierte Angabe ,vegan‘ angeben“, unterstreicht Dittrich. „Außerdem sollte die prozentuale Menge maßgeblicher Ersatzzutaten auf den ersten Blick erkennbar sein.“ Auf vielen Verpackungen werden zwar auf der Vorderseite Ersatzzutaten wie Lupinen oder Kokosmilch angegeben, nur ausnahmsweise wird aber zusätzlich deren Anteil im Produkt ergänzt. So werben manche Firmen zum Beispiel mit einer Mandelbasis, letztlich sind aber nur drei Prozent Mandelmark enthalten – dafür aber viel Kokosfett. Zudem sind Werbeaussagen wie „100% natürlich“, oder „natürliche Zutaten“ nicht geschützt. Diese Eisprodukte können trotzdem lange Zutatenlisten aufweisen oder zugesetzten Zucker, Zusatzstoffe und Aromen enthalten.

Klimavorteile nicht nachvollziehbar

Wem Umwelt- und Klimaschutz wichtig sind, der liegt bei pflanzlichem Eis in der Regel richtig. Denn durch den Verzicht auf Milch und Sahne können vegane Produkte eine bessere Klimabilanz vorweisen. Schlagworte wie „klimaneutral“ oder „negative CO2-Bilanz“ sind allerdings nicht hilfreich, wenn die Information fehlt, wie dies erreicht wurde. Ebenfalls im Dunkeln bleibt meist die Herkunft der Zutaten. „Zumindest für die maßgeblichen ersetzenden oder mengenmäßig bedeutenden Zutaten wäre dies nützlich, denn viele Menschen wünschen möglichst kurze Transportwege, wie beispielsweise Soja aus Europa statt aus Übersee. Hier sollten die Hersteller nachbessern“, fordert Dittrich.

Preise schwer vergleichbar

Die Preise für die veganen Eisangebote variieren stark: Das Kilo kostete im Überprüfungszeitraum zwischen 6 und 26 Euro. Umfassende Preisvergleiche waren allerdings nur bei Produkten möglich, die ihre Füllmenge sowohl in Gramm als auch in Millilitern ausweisen. Der Grund: Eis wird durch den oftmals enthaltenen Lufteinschlag cremig, wirkt aber bei einer Füllmengenangabe in Litern preislich günstiger und weniger kalorien-, zucker- oder fettreich als bei einer Gewichtsangabe in Kilogramm.

Das Fazit der Verbraucherschützer: „Ein Blick auf die Nährwerttabelle und Zutatenliste gibt Aufschluss über die konkrete Zusammensetzung“, sagt Nora Dittrich. „Insgesamt ist ein gelegentlicher Eisgenuss im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung aber völlig in Ordnung.“

Weiterführende Infos und Links:

Mehr zum Marktcheck unter: www.verbraucherzentrale.nrw/veganes-eis

Stadt macht in diesem Jahr ein Minus von knapp 300 Millionen Euro

Stadtkämmerin Dorothée Schneider hat den Controllingbericht zur haushalts- und personalwirtschaftlichen Lage nach dem Stichtag 31.03.2022 im Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt. Dieser prognostiziert ein Jahresergebnis für das Haushaltsjahr 2022 in Höhe von -295,5 Millionen Euro und somit eine Verschlechterung der Haushaltslage der Landeshauptstadt Düsseldorf zum 31.12.2022 um 162,9 Millionen Euro. In der Prognose sind bisher noch keine Unterstützungsleistungen seitens des Bundes und des Landes NRW für Geflüchtete aus der Ukraine berücksichtigt. Bei den Steuern (insbesondere Gewerbesteuer, Gemeindeanteile an der Einkommen- und Umsatzsteuer und anderem) wird aktuell von einer Erreichung des Planansatzes ausgegangen.

Aufgrund der Aufnahme Geflüchteter aus der Ukraine in der Landeshauptstadt Düsseldorf ergeben sich für den Haushalt erhebliche Verschlechterungen zum Jahresende insbesondere in den Aufwendungen für soziale Einrichtungen für Obdachlose, Aussiedler und Flüchtlinge (-64,7 Millionen Euro). Der Bund hat sich hier zu einer Mitverantwortung bei Finanzierung, Unterbringung, Verpflegung und Betreuung der Geflüchteten bekannt und will die Kommunen über die Länder mit insgesamt 2 Milliarden Euro entlasten. Nach derzeitigem Stand werden voraussichtlich 430,8 Millionen Euro nach NRW fließen. Welcher Betrag davon insgesamt der Landeshauptstadt Düsseldorf konkret zugewiesen wird, stand zum Berichtszeitpunkt noch nicht fest. Daher sind in der Prognose bisher noch keine Unterstützungsleistungen seitens des Bundes und des Landes NRW für Geflüchtete aus der Ukraine berücksichtigt, sondern nur der zusätzliche Aufwand.

Darüber hinaus kommt es im Hochbaubereich aufgrund verzögerter Baufortschritte sowie Baukostensteigerungen zu Verschlechterungen. Auf der anderen Seite können auch einige Verbesserungen gemeldet werden. So weist der beschlossene Verkauf von Grundstücken nach aktuellem Stand ein Mehrertrag in Höhe von 3,3 Millionen Euro aus, während im Bereich der Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz mit einer Verbesserung in Höhe von 2,4 Millionen Euro gerechnet wird.

Stiftung der Deutschen Wirtschaft: Im Tandem die Schule besser machen – Förderangebot für Lehrkräfte, die Führungsverantwortung anstreben oder neu übernommen haben

Wer die Schule gemeinsam im Tandem mit einem Kollegen oder einer Kollegin weiterentwickeln möchte, kann sich jetzt für ein Förderangebot unserer Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw), eine Initiative unserer Zentrale der Arbeitgeberverbände, bewerben. Das bundesweite Programm TaLea – Tandem Leadership for Learning richtet sich an Lehrkräfte aller Schulformen, die gerade Führungsverantwortung übernommen haben oder dies bald anstreben. Ziel ist es, dass die Tandempartner zu bestmöglichen Bildungserfolgen der Schülerinnen und Schülern beitragen können. Dafür bauen sie im Laufe eines Schuljahres ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und Haltung in Bezug auf Leadership und Management anhand eines konkreten Projekts an ihren Schulen aus. Das Programm besteht unter anderem aus Wochenendworkshops, Webtalks und individuellen Coaching-Stunden. Bewerbungsschluss ist am 30. Juni 2022. Durchgeführt wird TaLea in Kooperation mit der Dieter Schwarz Stiftung. Alle Informationen gibt es unter www.sdw.org/talea.

Flughafen-Chef: Mir tut aufrichtig leid, welche Unbill unsere Passagiere dabei ertragen müssen. Kurzfristig können wir nur die Missstände offen ansprechen und Kooperationen anbieten

v.l.n.r.: Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Landeshauptstadt Düsseldorf; Dr. Rolf Pohlig, stellvertretender Vorsitzender Aufsichtsrat Flughafen Düsseldorf, Thomas Schnalke, Vorsitzender der Geschäftsführung Flughafen Düsseldorf und Rolf Tups, Vorsitzender des Flughafen-Aufsichtsrates.

In sommerlicher Atmosphäre fand der traditionelle Jahresempfang des Düsseldorfer Airports coronabedingt dieses Mal im Juni statt. Dafür aber wieder persönlich vor Ort. Die Flughafengeschäftsführer Thomas Schnalke und Lars Mosdorf begrüßten rund 500 hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Luftverkehrsbranche, Nachbarschaft und Medien in der Event-Location Station Airport.

„Mit frischem Rückenwind und voller Aufbruchstimmung gehen wir in diesen Sommer. Und dies nach einem weiteren, schwierigen Jahr unter Pandemie-Bedingungen“, resümierte der Vorsitzende der Flughafengeschäftsführung, Thomas Schnalke. „Heute können wir sagen, dass wir die Krise erfolgreich nutzen konnten, um unser Unternehmen fit für die Zukunft zu machen: Erstens haben wir unser Ergebnis nachhaltig verbessert. Zweitens haben wir die Strategie des Airports in den Handlungsschwerpunkten Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Mobilität geschärft und drittens haben wir unsere Vereinbarungen mit Airlines und Geschäftspartnern neu strukturiert. Wir haben eine Verantwortung für die Mobilität in der Region – und der wollen wir gerecht werden.“

Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des Flughafens für die Stadt Düsseldorf und die Region: „Der Düsseldorfer Airport ist und bleibt das Tor Nordrhein-Westfalens zur Welt. Der Flughafen ist ein echter Standortvorteil und trägt zur Internationalität Düsseldorfs bei. Insbesondere die asiatische Community und die Wirtschaft der Region wissen die Nähe eines der größten internationalen Airports in Deutschland zu schätzen. Für die anstehenden Großevents wie die Invictus Games 2023, die Euro 2024 oder die World University Games 2025 wird der Flughafen eine tragende Rolle spielen. Die schnelle Erreichbarkeit der Innenstadt ist im internationalen Vergleich bemerkenswert und wird durch den Anschluss an das Stadtbahnnetz weiter verbessert. Gleichzeitig wertet die Entwicklung der Airport City II den Düsseldorfer Norden zusätzlich auf.“

Rolf Tups, Vorsitzender des Flughafen-Aufsichtsrates, ging auf die erfolgreiche Restrukturierung und die finanzielle Situation ein: „Hinter unserem Unternehmen liegt eine enorme Veränderungsleistung, die das gesamte Team sehr engagiert, flexibel, mit langem Atem und erfolgreich geschultert hat – von der Geschäftsführung über die Führungskräfte bis zu jedem einzelnen Mitarbeiter, jeder einzelnen Mitarbeiterin. Zugleich hat der Umbau des Unternehmens, wenn er uns auch viel abverlangt hat, die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass wir heute auf solider wirtschaftlicher und finanzieller Basis stehen und zuversichtlich sind, uns 2023 ohne Fördermittel Dritter am Kapitalmarkt zu finanzieren.“

Abschließend richtete Thomas Schnalke den Blick in die Zukunft: „Im Einklang mit den Prognosen der Branche werden auch wir in diesem Sommer in Peakzeiten schon wieder an die Passagierzahlen des Vorkrisenniveaus anknüpfen können. Und genau das stellt den Luftverkehr vor große Herausforderungen, denn der Personalmangel bei zahlreichen Dienstleistern der Passagierabfertigung führt aktuell europaweit zu verzögerten Prozessen und zum Teil erheblichen Wartezeiten für die Fluggäste. Auch das Bild am Flughafen Düsseldorf ist immer wieder geprägt von langen Schlangen und Verspätungen. Mir tut aufrichtig leid, welche Unbill unsere Passagiere dabei ertragen müssen. Kurzfristig können wir nur die Missstände offen ansprechen, Kooperationen anbieten und ergebnisoffen über Vorschläge diskutieren – etwa über unsere Bereitschaft, die Auswahl und Steuerung des Dienstleisters an den Sicherheitskontrollen selbst zu übernehmen. Ich versichere, dass wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, die wir als Flughafen haben, um darauf hinzuwirken, die Situation im Terminal zu verbessern.“

Unter den Gästen waren unter anderem: Gregor Berghausen (Hauptgeschäftsführer Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf), Karin-Brigitte Göbel (Vorsitzende des Vorstandes Stadtsparkasse Düsseldorf), Pauline Kao (Generalkonsulin Amerikanisches Generalkonsulat Düsseldorf), Rolf Königs (CEO/Chairman AUNDE Group), Birgitta Radermacher (Regierungspräsidentin Bezirksregierung Düsseldorf), Helga Stulgies (Dezernat für Umweltschutz und öffentliche Einrichtungen Landeshauptstadt Düsseldorf), Cornelia Zuschke (Dezernat für Planen, Bauen, Mobilität und Grundstückswesen Landeshauptstadt Düsseldorf) sowie zahlreiche weitere Repräsentanten der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik sowie der Luftfahrtbranche.

„ocean tribute“ Award seit fünf Jahren auf Erfolgskurs für die Meere

Mit der Initiierung des „ocean tribute“ Awards im Jahr 2017 haben sich die monegassische Fürst Albert II Stiftung, die Deutsche Meeresstiftung und die boot Düsseldorf ein klares Ziel gesetzt: Menschen, Projekte oder Initiativen bei ihrem Einsatz für den Meeresschutz zu unterstützen. Seit 2018 wird der mit 20.000 € dotierte Preis jährlich verliehen.  Prominente Preisträger wie der Hamburger Segler und Vendée Globe-Teilnehmer Boris Herrmann, mit seinem Team Malizia Sieger 2019, verleihen dem Award beachtliche internationale Bedeutung.

Die Ausschreibung für den „ocean tribute“ Award 2023 ist gerade gestartet und interessierte Projekte können sich unter https://oceantributeaward.boot.de/de/Jetzt_bewerben ab sofort anmelden. Gefragt sind unter anderem Initiativen die innovative und zukunftsorientierte Technologien zum Schutz und Erhalt der Meere entwickeln, zur Verringerung des Müllaufkommens beitragen und damit für saubere Meere sorgen oder eine nachhaltige Bewirtschaftung zum Schutz der Meeres- und Küstenökosysteme vorantreiben. Die Bewerbungen sollten mit einer detaillierten Beschreibung bis spätestens zum 31. August 2022 auf der Website eingereicht werden.

Anschließend bewertet die Expertenjury aus Wissenschaft und Forschung sowie Vertretern der Stiftungen und der boot Düsseldorf die Einsendungen und wählt fünf besonders engagierte Projekte aus. Dabei legt die Jury besonders viel Wert auf die praktische Wirksamkeit des Projektes, die Beteiligung möglichst vieler Menschen an der Initiative sowie die Vernetzung mit anderen Meeresaktiven. Die fünf Nominierten für die Endausscheidung werden ab Oktober auf der Website des „ocean tribute“ Awards und auf den social media-Kanälen der boot vorgestellt. Das interessierte Publikum kann nun für seinen Favoriten in einem „public voting“ abstimmen.

boot Director Petros Michelidakis erklärt: „Wer die meisten Stimmen aus der öffentlichen Abstimmung und der Fachjury auf sich vereint, ist der Sieger des ‚ocean tribute‘ Awards 2023 und erhält damit nicht nur ein attraktives Preisgeld, sondern wird auch im exklusiven Rahmen der „blue motion night“ auf der boot Düsseldorf im Januar präsentiert. Leider konnte dies aufgrund der Pandemie in den vergangenen zwei Jahren nicht live stattfinden. Umso mehr liegt uns die öffentliche Verleihung des Preises sehr am Herzen. Er ist inzwischen eine feste Größe in der Riege der Aktionen für den Meeresschutz. Und solange die Gewässer und maritimen Lebensräume in Gefahr sind, werden wir uns für ihren Schutz einsetzen.“

Der Gewinner des „ocean tribute“ Awards 2022 ist das französische Unternehmen HelioRec. Dies verkündete Petros Michelidakis im April in einem Film zur Preisverleihung, zu sehen auf https://oceantributeaward.boot.de/. Gemeinsam mit Frank Schweikert, Vorstand der Deutschen Meeresstiftung, beschreibt er, warum sowohl die Jury als auch die Öffentlichkeit für HelioRec aus Nantes gestimmt haben: „Das französische Unternehmen punktet mit seinen umweltfreundlichen Elektroladestationen (ECS) für den maritimen Sektor auf der Basis von schwimmenden Solarkraftwerken. Ungenutztes Wasser wird durch ein schwimmendes Offshore-System für Solarzellen in eine saubere Energiequelle umgewandelt. Die Hauptziele des Projekts sind die Einsparung von Landfläche in einem Hafengebiet, die Erzeugung einer sauberen Energiequelle, die Errichtung von Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge und Elektroboote im Hafen und die Realisierung neuer digitale Dienste zur Datenvorhersage und -optimierung. Weitere Konzepte des Projektes sind Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge und Elektroboote im Hafen. Ein weiteres Ziel ist der Ansatz der Kreislaufwirtschaft: Recycelter Kunststoff wird für die Herstellung schwimmender Systeme verwendet und reduziert die Systemkosten und den Kohlenstofffußabdruck.“

Die Zukunft deutscher Innenstädte – Vom Warenhaus zur Mixed-Use-Immobilie: PwC untersucht Nachnutzungspotentiale

Die Zukunft deutscher Innenstädte: Eine Machbarkeitsstudie zur Umsetzung von Mixed-Use Konzepten in ehemaligen Warenhausimmobilien.

PwC zeigt in einer Studie zur Zukunft der deutschen Innenstädte, dass erfolgversprechende Mixed-Use-Nachnutzung von ehemaligen Warenhausimmobilien planungsrechtlich an nahezu allen untersuchten Standorten möglich ist. Neben umfassenden baulichen Veränderungen seien allerdings passgenaue Nutzungsstrategien für den jeweiligen Standort erforderlich.

Vom Warenhaus als epochalem Symbol des deutschen Wirtschaftswunders ist heute nur noch wenig übrig. Sich wandelndes Verbraucherverhalten und das Aufkommen neuer Einzelhandelskonzepte führten bereits in den letzten Jahrzehnten zu einer tiefgreifenden Veränderung des stationären Handels.

Und die COVID-19 Pandemie wirkte in den letzten zwei Jahren als Beschleuniger des Wandels im Einkaufsverhalten. Dabei scheint der Onlinehandel als größter Gewinner hervorzugehen. Der stationäre Einzelhandel dagegen, der die Innenstädte über Jahrzehnte im Nachkriegsdeutschland bis ins neue Jahrtausend hinein geprägt hatte, verschwindet immer mehr aus den Einkaufsstraßen unserer Innenstädte.

Benjamin Schrödl, Director, PwC Deutschland: „Investoren sowie Stadtplaner müssen sich in Anbetracht des Wandels zwangsläufig mit der zukünftigen Nutzung ehemaliger Warenhaus-Immobilien befassen. Insbesondere kleine bis mittelgroße Städte werden angesichts dieser Entwicklung vor große Herausforderungen gestellt, denn oft bildeten die Warenhäuser das Herz der Innenstädte. Die zügige Behebung des Leerstandes bietet die Chance die Attraktivität der Innenstädte wieder deutlich zu steigern und neben Einkaufsmöglichkeiten auch andere Nutzungsarten wie insbesondere Wohnen wieder in die Zentren zu holen.“

Nach der von PwC 2020 durchgeführten Studie wurden Mixed-Use-Nachnutzungskonzepte für Warenhausimmobilien als erfolgversprechend ausgemacht. In der aktuellen Studie wurden diese Erkenntnisse auf praktische Umsetzbarkeit an ausgewählten ehemaligen Warenhausstandorten untersucht, die von der Schließungswelle während der letzten 2 Jahre betroffen waren.

Harald Heim, Partner, PwC Deutschland: „Der Fokus liegt auf den gegebenen bauplanerischen Voraussetzungen und den sich daraus ergebenden Implementierungsmöglichkeiten bzw. -hindernissen. Neben der Befragung verschiedener Projektentwickler und weiterer Branchenexperten wurden eigene Analysen und Auswertungen der gültigen Bebauungspläne durchgeführt.“

Die Implementierung von Mixed-Use-Konzepten

  1. Mit rund 88 % befinden sich fast alle untersuchten ehemaligen Warenhäuser in ausgewiesenen Kerngebieten und nur 3% in sonstigen Sondergebieten. In 9% der Fälle richtet sich die Bebauung vollständig nach §34 BauGB.
  2. Bei mehr als der Hälfte der ehemaligen Warenhäuser sind bauliche Veränderungen oder Anpassungen erforderlich. Thomas Veith, Head of Real Estate, PwC Deutschland:“Erfreulicherweise konnten wir feststellen, dass bereits ein Jahr nach Bekanntwerden der Warenhausschließungen für mehr als 70% der Schließungsstandorte Pläne für die zukünftige Nutzung vorliegen, wobei jedoch für eine langfristige Nachnutzung größtenteils umfangreiche bauliche Veränderungen erforderlich sind.“
  3. In 91% der Fälle ist ein erfolgversprechendes Mixed-Use-Konzept bauplanungsrechtlich möglich. Trotz des Alters der vorliegenden Bebauungspläne (knapp 60% sind älter als 30 Jahre, 38% davon sogar älter als 40 Jahre) hat sich gezeigt, dass eine grundlegende Anpassung in ihrer ursprünglichen Form in der Regel nicht erforderlich ist. Benjamin Schrödl, Director, PwC Deutschland: „Ein Mixed-Use-Konzept, bestehend aus mindestens zwei Nutzungsarten, lässt sich an allen untersuchten ehemaligen Warenhausstandorten mit vorliegendem Bebauungsplan bauplanungsrechtlich umsetzen.“
  4. Mit 50% ist der Mixed-Use-Ansatz die am häufigsten gewählte Nachnutzungsform. In weiteren 38% der Fälle ist eine Entscheidung bezüglich der Nachnutzung und demnach auch bezüglich eines potenziellen Mixed-Use-Ansatzes noch ausstehend.
  5. Für 63% der bestehenden Mixed-Use-Konzepte ist die Integration von Einzelhandelsflächen für das Erdgeschoss geplant. Harald Heim, Partner, PwC Deutschland: „Speziell den kommunalen Akteuren dürfte die Stärkung des innerstädtischen Einzelhandels ein besonders großes Anliegen sein.“ Unabhängig von der, gemäß BauNVO individuell festgesetzten, Art der baulichen Nutzung, kann eine Nutzungsbeimischung durch klassische Wohnformen, i.d.R. ab dem 1. Obergeschoss, mittels vertikaler Gliederung erzielt werden – hierbei handelt es sich um ein bauplanerisches Vorgehen, bei dem Gebäuden in ihrer vertikalen Anordnung unterschiedliche Nutzungen zugesprochen werden. Über die Grundnutzungsarten Einzelhandel, Gastronomie, Büro und Wohnen hinaus orientiert sich die Planung der Standorte an lokalen Trends und Bedarfslücken. „Beispiele hierfür sind kulturelle Nachnutzungen wie ein Kunst Pop-up Store, die Integration eines Fitnessstudios, einer Oper oder einer Bibliothek“, so Schrödl.
  6. In Kleinstädten werden Mixed-Use-Szenarien schneller umgesetzt. „Während Investoren aufgrund höherer Bodenpreise in Großstädten vorschnelle Planungsentscheidungen vermeiden, besteht in kleineren Städten aufgrund des stadtprägenden Charakters von Warenhaus-Immobilien ein erhöhter Druck, eine zeitnahe Nachnutzung zu definieren“, erläutert Benjamin Schrödl, Director, PwC Deutschland. Darüber hinaus scheinen die bürokratischen Wege in der Bauplanung in Großstädten länger und zeitintensiver als in kleineren Städten zu sein.

Über PwC:

PwC, die auch einen Standort in Düsseldorf hat, betrachtet es als seine Aufgabe, gesellschaftliches Vertrauen aufzubauen und wichtige Probleme zu lösen. Mehr als 295.000 Mitarbeiter in 156 Ländern tragen hierzu mit hochwertigen, branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei.

Mehr als Schule: Partner wollen neue Bildungswege gehen

Rund 180 Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Wirtschaft, Gewerkschaften, Arbeitsverwaltung, Hochschulen, Bildungs- und Sozialeinrichtungen sowie die Bezirksregierung Münster haben beim Emscher-Lippe-Gipfel 2022 neue Ansätze und Wege erörtert, um das Motto des diesjährigen Gipfels Wirklichkeit werden zu lassen: „(Aus-)Bildung mehr machen!“ Dazu signalisierten die Vertreter der Wirtschaft ihre Bereitschaft zu deutlich mehr Patenprogrammen. Vor allem wollen die Akteure in der Emscher-Lippe-Region neue Wege der Vernetzung gehen. Mit dabei auch unsere Hauptgeschäftsführer Michael Grütering, der auch Chef unseres Standortes in Gelsenkirchen ist. Weiterlesen: https://arbeitgeber-emscher-lippe.com/emscher-lippe-gipfel-2022-mehr-als-schule-partner-wollen-neue-bildungswege-gehen/

Podcast-Folge 95: Berufsbildung im multiplen Strukturwandel: Zeit für einen neuen Aufbruch

Hallo und herzlich Willkommen zu unserer 95. Podcastfolge. Wir müssen heute unter anderem über den sich verschärfenden Lehrermangel sprechen. Wir kennen ihn ja bereits heute schon – vor allem in den MINT-Fächern, aber die Experten sagen, dass sich der Mangel noch deutlich verschärfen wird ab ca. 2025. Zehntausende Lehrerinnen und Lehrer werden dann fehlen. Dazu haben wir einen Bericht des Instituts der Deutschen Wirtschaft bekommen und Christoph wird darüber mit Andrea Voss sprechen, die den Bericht des IW gelesen hat. Ein anderes großes Thema in dieser Sendung sind die Veränderungen auf unserem Ausbildungsmarkt. Die gute Nachricht: Der Ausbildungsmarkt scheint sich in diesem Frühjahr mit einem steigenden Ausbildungsangebot von den Fesseln der Corona-Pandemie zu befreien. Die schlechte Nachricht: Allerdings sind die wirtschaftlichen Folgen und die damit verbundenen Risiken des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine bei weitem noch nicht absehbar. Hinzu kommt, dass die Bewerbungszahlen weiter sinken und strukturelle Herausforderungen bestehen. Damit stellt sich auch die Nachwuchsfrage noch drängender – angesichts des wieder deutlich anziehenden Fachkräftemangels und der anstehenden Verrentung der Babyboomer-Jahrgänge. Dazu haben wir mit Dirk Werner (Foto) gesprochen am Rande einer Tagung in Köln. Was er uns sagte, hören wir später in dieser Sendung. Außerdem in der Sendung: die Nachrichten und Termine. Sie hören uns dort, wo Sie Ihre Podcasts hören und im Netz: www.unternehmerschaft.de. Bitte, empfehlen Sie uns gerne weiter in Ihre privaten und beruflichen Netzwerke.

>> Die Links + Infos zu den veröffentlichten Terminen: www.nacht-der-museen.de I www.jobmessen.de I Sprechstunde für Studieninteressierte rund um die Themen Berufsausbildung, Jobeinstieg und Arbeitsmarkt: 08004555500. I Termin am 22.06.: www.duesseldorf-move.de I Champagner-Event: www.everchamp.de. I Für interessierte Businessfrauen: 1. September, Frauen-Wirtschaftsforum, www.competentia.nrw.de.

Rheinmetall: Minister Pinkwart übergibt Förderbescheid über 4,7 MioEUR für die Entwicklung eines innovativen Wasserstoff-Tanksystems

Das Entwicklungsvorhaben eines Konsortiums der Düsseldorfer Rheinmetall AG und dem Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen wird durch das Land Nordrhein-Westfalen mit einer Förderung in Höhe von 4,7 MioEUR unterstützt. Wirtschafts- und Innovationsminister Andreas Pinkwart übergab einen entsprechenden Förderbescheid für das Projekt H2LORICA am 9. Juni 2022 an die Konsortialpartner.

Entsprechend der Ende 2020 formulierten Wasserstoff-Roadmap der Landesregierung sollen bis zum Jahr 2030 in Nordrhein-Westfalen 11.000 Lkw, 3.800 Busse und 1.000 Abfallsammler mit Brennstoffzellenbetrieb im Einsatz sein. Damit diese Zielsetzungen erreicht werden können, müssen entsprechend effiziente, sichere und kostengünstige Wasserstoff-Tanksysteme für die Mobilitätsanwendungen zur Verfügung stehen.

Hier setzt die Entwicklungsinitiative an. Die Partner haben eine Technologie zur Herstellung von innovativen Drucktanks für Wasserstoff entwickelt, die eine Reihe entscheidender Vorteile bieten. Diese Technologie soll nun zur Produktreife gebracht werden.

Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben zielt auf die Entwicklung eines innovativen Wasserstoff-Drucktanksystems als Typ IV Drucktank (700 bar). Konkrete Entwicklungsziele sind hierbei vor allem die Erhöhung der Wasserstoff-Speichermenge, eine höhere Zyklenbeständigkeit und eine längere Lebensdauer. Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen weiterhin eine bessere Brandschutzsicherung, eine Reduzierung der Betankungszeit und ein verbessertes Thermomanagement. Eine innovative Fertigungstechnologie soll bei gleichzeitiger Erhöhung der Fertigungs-qualität eine deutliche Verkürzung der Fertigungszeit um 80-90 % ermöglichen. Diese Aspekte sollen letztlich zu einer relevanten Kosteneinsparung führen. Die Gesamtausgaben der beiden Projektpartner belaufen sich auf etwa 7,3 MioEur. Förderungsempfänger auf Seiten Rheinmetalls ist die Konzerntochter Rheinmetall Invent GmbH, die für die Entwicklungsarbeiten in der H2-Technologie verantwortlich zeichnet.

Minister Pinkwart: „Wasserstoff bietet riesige Chancen für Nordrhein-Westfalen. Mit der Wasserstoff Roadmap haben wir uns ambitionierte Ziele gesetzt und zeigen, wie der Hochlauf einer zukunftsweisenden Wasserstoffwirtschaft gelingen kann. Vor allem im Schwerlastverkehr sind wasserstoffbasierte Antriebe eine klimafreundliche Alternative. Ich freue mich daher sehr, dass wir mit Hilfe des Förderprogramms progres.nrw-Innovation die Entwicklung der dafür benötigten Wasserstoff-Tanksysteme unterstützen können. Das ist ein wichtiger Baustein für den Ausbau der Tankinfrastruktur in unserem Land.“

Wasserstoff ist Schlüsseltechnologie für die globale Energiewende als gesamtgesellschaftliches Interesse, für den regionalen Strukturwandel und für die strategische Ausrichtung Rheinmetalls als integrierten Technologiekonzern insbesondere.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „Klimaneutralität zu erreichen, bedeutet für uns Chance, Herausforderung und Verpflichtung zugleich. Wir von Rheinmetall wollen die Nutzbarmachung der Wasserstofftechnologie entscheidend mitprägen – mit unserer Erfahrung und mit vollem Engagement. Wir sind dankbar, für unsere technologische Ambition die inhaltliche und finanzielle Unterstützung der Landesregierung zu haben und wollen unseren Beitrag dazu leisten, NRW zu einem bedeutenden Player in der H2-Technologie zu machen.“

Experten schätzen das Marktpotential für die Wasserstoffwirtschaft weltweit bis zum Ende dieses Jahrzehnts auf über 100 MrdEUR jährlich. Davon entfallen allein 30 MrdEUR auf die reine Wertschöpfung.

Rheinmetall ist Teil dieser Wertschöpfungskette und ein Treiber dieser Wertschöpfung. Wasserstoff ist wichtiges Element der Konzernstrategie. Das Interesse gilt mobilen wie auch den stationären Anwendungen der Wasserstofftechnologie. Neben der sicheren Erzeugung und Distribution von Wasserstoff sowie der Datensicherheit für die Wasserstoffinfrastruktur wird der Schwerpunkt des Engagements auf dem Brennstoffzellensystem selbst liegen. Rheinmetall verfügt heute schon über Technologien und Produkte, die bei der Weiterentwicklung der Energie von Morgen notwendig werden: das Spektrum reicht von der erneuerbaren Stromerzeugung über die Produktion von Wasserstoff, seiner Lagerung, seiner Verteilung bis hin zur Nutzung.