„Schule vorbei, was nun?“ – Nach 3 Jahren coronabedingter Pause findet die beliebte Infomesse endlich wieder in Präsenz statt!

„Wie geht es nach dem Schulabschluss weiter?“ – Diese Frage beschäftigt jedes Jahr zahlreiche Schulabgängerinnen und -abgänger. Die Veranstaltung richtet sich daher gezielt an alle Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen. Auch Eltern und Lehrkräfte sind herzlich willkommen!

Im Stil einer Messe präsentieren sich bei „Schule vorbei, was nun?“ 25 Aussteller. Mit dabei sind alle Düsseldorfer Berufskollegs, Gesamtschulen, IHK und HWK, die Agentur für Arbeit, das Jugendinformationszentrum zeTT, die Abendrealschule, die Abteilung Schulische Weiterbildung der VHS Düsseldorf sowie die Stadt Düsseldorf und die Bildungsberatung des Amts für Schule und Bildung.

An den einzelnen Ständen informieren sie die Schüler*innen über die vielfältigen Bildungsgänge und Ausbildungsmöglichkeiten und ihre Inhalte. Auch Fragen wie persönliche Eignung und Zugangsvoraussetzungen können direkt vor Ort geklärt werden. Zudem erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Berufswelten durch VR-Brillen zu erleben.

Die Veranstaltung, die es bereits seit mehreren Jahrzehnten gibt, wird erstmalig in Zusammenarbeit mit dem Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Düsseldorf veranstaltet und soll dort eine neue Heimat finden.

Weitere Informationen sowie Materialien zur Vorbereitung auf die Veranstaltung gibt es unter: https://biwenav.de/schule-vorbei-was-nun

Zeit & Ort:

26.09.2022, 17:00–19:00 Uhr
im BiZ der Arbeitsagentur Düsseldorf (Grafenberger Allee 300, 40237 Düsseldorf), Haltestelle „Schlüterstr./Arbeitsagentur“

Kontakt:

Bildungsberatung Düsseldorf
Eva Christen
Tel.: 0211 8992955 bildungsberatung@duesseldorf.de

Podcastfolge 102: Typisch Frau – typisch Mann / Arbeitgeberevent-Highlight „Unternehmen im Fluss“ / Popup-Store im Endspurt / Nach der Wissenschaft / die Rheinbahn und die mobile Zukunft / Start der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie

Unseren beliebten Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“ gibt es neuerdings immer mittwochs ab 05:55 Uhr: werbefrei, promifrei und kostenfrei! Zu hören überall dort, wo es Podcasts gibt und hier auf der Webseite > „Podcast“. Wenn es Ihnen gefällt, dann empfehlen Sie uns gerne und leiten Sie den Link einfach weiter an Ihre Freunde, Kolleginnen und Kollegen. Ein dickes Dankeschön, sagt die Redaktion.

In den vergangenen 12 Monaten fehlten in unserer Stadt so viele Fachkräfte wie nie. Ein bundesweiter Trend im Übrigen.

Das Spannende: Zu den Top-Mangelberufen gehören ausnahmslos Jobs, die entweder fast nur Frauen oder fast nur Männer wählen. Diese Erkenntnis sollten Politik und Unternehmen nutzen, um das Problem anzugehen.

Das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung sagte uns, dass fast 538.000 qualifizierte Arbeitskräfte fehlen. Die größten Lücken tun sich auf in der Sozialarbeit, in Erziehung und Pflege, im Handwerk und in der Informatik.

In der Sozialarbeit und Sozialpädagogik fehlen bundesweit fast 21.000 Menschen, in der Kinderbetreuung 21.000 und in der Altenpflege über 18.000 Menschen.

Im Handwerk sind und bleiben die Mangelberufe die Bauelektrik, die Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik und die Kraftfahrzeugtechnik – davon berichtete uns auch Unternehmerin Simone Thedens in unserer 100. Podcastfolge.

Das ist nur ein Thema der „Düsseldorfer Wirtschaft“. Wir sprechen auch darüber, wie die Rheinbahn über die mobile Zukunft nachdenkt und über den komplexen Beginn der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie.

Wenn Ihnen unsere Podcastfolge gefällt, dann abonnieren Sie unseren Podcast – so verpassen Sie keine Folge mehr. Und: empfehlen Sie uns bitte weiter. Gerne können Sie auch den Link www.unternehmerschaft.de weiterleiten.

Wie immer freuen wir uns auch über Ihr Feedback unter sochart@unternehmerschaft.de.

Neuer „TechHub“ ergänzt Startup-Kultur in unserer Stadt

Bei der Awardverleihung (v.l.n.r.): Prof. Dr. Jürgen Stember, WiföLAB Hochschule Harz, Rüdiger Schaar, 1. Vorsitzender des Fördervereins des TechHub.K67, Katja Riese, Wirtschaftsförderung Düsseldorf, Dr. Michael Rauterkus, Thomas Hammann, DVWE Foto: Hochschule Harz

Die Düsseldorfer Wirtschaftsförderung erhält für das Projekt TechHub.K67 den „Award für Innovative Wirtschaftsförderungen“: Der Preis wurde bundesweit ausgelobt und am Dienstag, 13. September, in Halberstadt verliehen. Vergeben wird der Preis gemeinsam von den kommunalen Spitzenverbänden, dem Deutschen Verband der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaften e. V., dem Deutschen Institut für Urbanistik und der Hochschule Harz.

Der TechHub.K67 bringt die unterschiedlichsten Akteure der regionalen Wirtschaft zu einem innovativen Projekt zusammen und ergänzt den Support für Startups am Standort. Startups, die sich für das Programm des TechHub.K67 qualifiziert haben, erhalten für mindestens sechs Monate einen kostenfreien Arbeitsplatz sowie ein individuelles Coaching- und Workshopprogramm.

Wirtschaftsdezernent Dr. Michael Rauterkus: „Der TechHub.67 ist eine ganz wichtige Ergänzung in unserem bestehenden Startup-Ökosystem in Düsseldorf. In der Phase zwischen erster Akzeleration und Wachstum fehlt es oft an Unterstützung. Hier setzen wir an und leisten damit einen qualifizierten Beitrag für Gründer aber auch zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Düsseldorf.“

Der TechHub.K67 verfolgt drei wesentliche Ziele: Er unterstützt Startups in der (Pre-) Seed Phase mit Mentoring und Coaching, dem Kontakt zu Investoren sowie einem Zugang und der Vermittlung ins regionale Unternehmensnetzwerk. Darüber hinaus bietet er eine Plattform für regionale Unternehmen, um in einen einfachen und niederschwelligen Austausch mit Startups zu kommen sowie Kollaborationen zu testen. Außerdem unterstützt er beim Tech-Community-Building, indem er einen Ort für den Austausch von Tech-Innovationen schafft, die den Akteurinnen und Akteuren aus Startup-Ökosystem, Mittelstand und Corporates offensteht.

Rüdiger Schaar, 1. Vorsitzender des Fördervereins des TechHub.K67: „Die Vernetzung von unterschiedlichen Akteuren der regionalen Wirtschaft ist unheimlich wichtig für alle Beteiligten. Gerade der Austausch mit Startups kann etablierten Unternehmen helfen, Problemstellungen neu zu überdenken und Lösungen direkt zu implementieren. Mit dem K67 haben wir einen Ort für diese Vernetzung geschaffen. Ich freue mich sehr, dass die Innovationskraft des TechHub.K67 mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde.“

Der Netzwerk-Charakter steht im Zentrum des TechHub.K67: Die Community kommt zu regelmäßigen Events zusammen um sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und die Geschäftsmodelle zu diskutieren. Verortet ist der Hub beim Düsseldorfer Scale Up Auxmoney.

Hintergrund
Der TechHub.K67 unterstützt Startups, die bereits ein funktionierendes Geschäftsmodell oder einen Prototyp entwickelt haben. Damit ergänzt das Angebot den bereits bestehenden Support für Startups in Düsseldorf, der beispielsweise durch den Digital Innovation Hub Düsseldorf/Rheinland geleistet wird. In dieser Startup-Phase ist der Kontakt zu Investoren und dem B2B-Netzwerk in der Region Rhein-Ruhr enorm wichtig. Dort setzt das Konzept der Hub-Paten an: Unternehmen aus Düsseldorf und der Region können sich als Paten für den Hub engagieren und so nicht nur Lösungen für aktuelle Herausforderungen erarbeiten, sondern die Innovationsdynamik in der Region fördern und Teil des branchenübergreifenden Netzwerkes werden.

Der TechHub.K67 bringt etablierte und neue Akteure der Region zusammen und stärkt als Netzwerk die Wirtschaftskraft der Region. Als starker Partner steht der gemeinnützige Förderverein des K67 im Rücken des Projektes: Neben der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt als Initiator sind die Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf, die Destination Düsseldorf, die Digitale Stadt Düsseldorf, der Digital Innovation Hub Düsseldorf/Rheinland, die Creditreform Düsseldorf/Neuss und die Kanzlei Ganteführer Mitglieder des Vereins.

Finanziert wird der Hub über das Patenmodell sowie Spenden von Unternehmen, Stiftungen und Einzelpersonen. Weiterführende Informationen sind www.techhubk67.de zu finden.

„Bürgergeld“ kommt ab dem 1. Januar 2023 – Arbeitgeber kritisieren scharf: Das ist kein Zeichen von Fairness und Respekt gegenüber den arbeitenden Menschen in diesem Land

Nun ist es Fakt: am 01. Januar kommt das neue „Bürgergeld“. Es wird das „Hartz-IV-System ersetzen.

Die Kernpunkte:

+ Alleinstehende erhalten zukünftig 502 EUR im Monat

+ Volljährige Partner bekommen 451 Euro

+ Kinder im Alter von 14 bis 17 Jahren: 420 Euro

+ Sechs- bis 13-Jährige: 348 Euro

+ Fünfjährige 318 Euro

+ Übernommen werden die Kosten für Miete (unabhängig von der Höhe) und die Energiekosten

+ Die Jobcenter soll den Druck auf Arbeitssuchende reduzieren. Im Vordergrund soll zukünftig die Weiterbildung stehen

+ Ersparnisse bis zu 60.000 EUR werden nicht angetastet

+ Im ersten halben Jahr sollen keine Sanktionen angewendet werden

Arbeitsminister Heil sagte im Deutschlandfunk: „Das Thema Mitwirkungspflichten, das bleibt. Aber das konzentrieren wir auf das, wo es notwendig ist. Und ich sage es mal deutlich: Menschen, die chronisch keine Termine (beim Jobcenter) wahrnehmen, die haben auch mit Rechtsfolgen im neuen System zu rechnen. Aber der Geist des neuen Systems ist nicht der von Misstrauen, sondern von Ermutigung, von Befähigung.“

Die Arbeitgeber und die CDU kritisieren die Reform sehr deutlich. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger: „In einer Zeit, wo wir von Rekord zu Rekord bei den offenen Stellen hecheln, ist das heute vom Kabinett beschlossene Bürgergeld eine arbeitsmarktpolitisch fatale Wegmarke. Damit werden keine Brücken ins Arbeitsleben, sondern in das Sozialtransfersystem geschlagen. Das ist kein Zeichen von Fairness und Respekt gegenüber den arbeitenden Menschen in diesem Land. Uns als Sozialpartner geht es darum, alle Menschen dazu zu befähigen, dauerhaft auf eigenen Beinen zu stehen. Jeder Einzelne muss die Chance erhalten, sich mit seinen jeweils eigenen Fähigkeiten in die Gesellschaft und auch in die Arbeitswelt einzubringen.“

Auch das Handwerk kritisiert die neuen Regelungen. Damit setze der Staat falsche Impulse, und Arbeit werde gerade für Geringverdiener „unattraktiv“ gemacht.

CDU-Vize Linnemann warnt in Düsseldorf vor schlimmer Rezession

Der Vize-Bundesvorsitzende der CDU, Dr. Carsten Linnemann, warnte am Dienstag (13.09.) vor 20 Unternehmerinnen und Unternehmern der Unternehmerschaft Düsseldorf, vor einer schlimmen Rezession. „Ich bin überzeugt, dass uns eine Erdrutsch-Rezession bevorsteht“. Die Inflation werden wir auf absehbare Zeit nicht mehr einfangen können“, so Dr. Carsten Linnemann.

Sehr offene Worte und eine engagierte Diskussion. Von links: Henning Brandes, Siemens, Peter Sebastian Krause, Rheinmetall, Michael Grütering, Axel Pollheim, Jutta Zülow, Udo Bremer, Dr. Carsten Linnemann, Johann Andreas Werhahn, Kreisrat Rhein-Kreis Neuss + JAA Verwaltung GmbH, Ramon Ohmes, Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank, Alexander Jarre, Arbeitgeberverbände, Dr. Ulrich Nass, NSK Deutschland. Nicht im Bild: Michael Hellmann, Mercedes-Benz Sprinter-Werk. Fotos: Frank Wiedemeier

Urteil zur Arbeitszeiterfassung: Zurück zur Stechuhr??

Das Bundesarbeitsgerichts (BAG) hat entschieden: in Deutschland besteht die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung. Nach Paragraf 3 sind Arbeitgeber allerdings schon heute verpflichtet, „ein System einzuführen, mit dem die von den Arbeitnehmern geleistete Arbeitszeit erfasst werden kann“.

Die Folgen für unsere Betriebe dürften interessant sein. Wir prüfen das Urteil dazu – in Kürze wird es auch einen „Podcast-Spezial“ zu diesem Thema geben. Konkret: Bisher mussten nur Überstunden und Sonntagsarbeit dokumentiert werden – nicht die gesamte Arbeitszeit.

Auf der einen Seite könnte das Urteil also Auswirkungen auf die häufig praktizierten Vertrauensarbeitszeitmodelle (und damit auch auf die mobile Arbeit) haben.

Allerdings gibt es auch Gestaltungsspielräume. Klar ist: Unternehmen müssen nun über Lösungen nachdenken. Welche dies sein könnten: auch darüber werden wir im Podcast sprechen. Das Erscheinungsdatum werden wir mitteilen.

Die Pressemitteilung des BAGs im Wortlaut

Im September trifft sich die HR-Community auf Europa’s größtem Expo- Event in Köln

Vom 13. bis 15. September 2022 bietet die Zukunft Personal Europe in Köln HR-Wissen pur und gleichzeitig einen Ort der Begegnung für die HR-Welt. Auf der ZP Europe wird die gesamte HR-Wertschöpfungskette abgebildet, Besucher:innen finden intelligente Antworten zu den Highlight Topics Recruiting & Attraction, Operations & Services, Learning & Development, Corporate Health und Future of Work.

Rund 700 Aussteller, Sponsoren und Partner füllen die Messehallen und bieten einen umfassenden Marktüberblick über HR-Produkte, Services und Best Practices. In 550 Vorträgen auf 17 Bühnen referieren namhafte Speaker:innen zu topaktuellen HR-Themen wie Auswirkungen der Energiekrise auf Unternehmen, nachhaltiges Handeln, Führungskultur, digitale Transformation, agile Verwaltung und Employer Branding. Die Messe ist Dienstag und Mittwoch jeweils von 09:00 bis 18:00 Uhr und am Donnerstag von 09:00 bis 17:30 Uhr geöffnet. Die One-Day-Tickets liegen bei 95 Euro, die All- Days-Tickets bei 150 Euro. Weitere Informationen und den Ticketshop finden Interessierte hier.

Josef-Kardinal-Frings-Brücke („Südbrücke“): Fahrbahnsperrung wegen Instandsetzung

Die Südbrücke muss saniert werden. Der linksrheinische Brückenübergang ist in Fahrtrichtung Neuss gebrochen und muss ausgetauscht werden. Diese Arbeiten beginnen sofort (Montag, 12. September 2022) und endet voraussichtlich am 23. September. In dieser Zeit ist die Brücke von 21 bis 6 Uhr nur einspurig befahrbar.

Hintergrund der Arbeiten ist ein Bruch am Brückenübergang an der linksrheinischen Deichbrücke in Fahrtrichtung Neuss. Dieser wurde am 24. Februar gemeldet. Anschließend wurde festgestellt, dass der Brückenübergang ausgetauscht werden muss. Bis es so weit ist, wurde die gebrochene Übergangskonstruktion zunächst mit Stahlplattenüberfahrten überbaut. Dazu wurde durch die Stadt eine erste Medienmeldung am 4. März herausgegeben.

Bei den nun anstehenden Arbeiten werden – in Vorbereitung zum eigentlichen Austausch des gebrochenen Brückenübergangs – an den dort anschließenden Stahlbauteilen, Randträgern und Verankerungen Instandsetzungsarbeiten ausgeführt. Zur Zugänglichkeit dieser Bauteile können die im Frühjahr verbauten Stahlplattenüberfahrten hochgeklappt werden. Die anstehenden Arbeiten werden bewusst aufgrund der besseren Witterungsverhältnisse und zur Minimierung der Gesamtbauzeit vorgezogen ausgeführt.

Bis zum finalen Einbau des neuen Brückenübergangs müssen die im Frühjahr verbauten Stahlplattenüberfahrten daher zunächst noch dort verbleiben. Der Abschluss der Bauarbeiten ist noch für dieses Jahr vorgesehen. Eine genaue Terminierung für diese abschließenden Arbeiten ist aufgrund der Sonderbauweise und damit einhergehenden von Spezialanfertigungen zur Zeit in der Abstimmung mit den ausführenden Auftragnehmern und wird mit entsprechendem Vorlauf mitgeteilt.

(Mit Material der Landeshauptstadt Düsseldorf)

Wasserstoffstrategie: Rheinmetall gewinnt erneut Multi-Millionen Euro Auftrag für Brennstoffzellen-Komponenten

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat den fünften Auftrag zur Lieferung von Brennstoffzellenkomponenten erhalten, diesmal von einem europäischen Kunden aus dem industriellen Bereich. Die Gesamtauftragssumme für diesen Einzelauftrag für Kathoden- und Absperrventile für industrielle Anwendungen liegt im niedrigen zweistelligen MioEUR-Bereich. Inclusive dieses Auftrags, der Ende Juni 2022 eingebucht wurde, konnte mittlerweile ein Gesamtauftragswert für Kathodenklappen erzielt werden, der fast im dreistelligen MioEUR-Bereich liegt.

Das neue Auftragspaket untermauert einmal mehr den Erfolg im Rahmen der Wasserstoffstrategie des Konzerns, der seine Position im Bereich der alternativen Antriebe weiter konsequent ausbauen will. Als bewährter Technologiepartner leistet Rheinmetall seit vielen Jahren Beiträge zur Optimierung der Wasserstoffnutzung und somit auch im Sinne der angestrebten Energiewende – sowohl für Fahrzeuge diverser Kategorien wie auch für stationäre Systeme.

In der Beauftragung zeigt sich das große Marktpotenzial von Wasserstoffkomponenten und gleichzeitig auch die Kompetenz von Rheinmetall, in enger Zusammenarbeit mit Kunden zukunftsweisende Lösungen zu entwickeln. Der neue Auftrag unterstreicht, dass das Unternehmen die Transformation von Otto- und Dieselmotoren hin zu alternativen Antriebsformen in unterschiedlichen Anwendungsbereichen erfolgreich mitgestaltet.

Beauftragt sind Klappensysteme mit integrierter Lagerelektronik und einem großen Bohrungsdurchmesser (>55mm), die als Bypass- und hochdichtende Absperrventile für Brennstoffzellen zum Einsatz kommen. Durch ihr spezielles Design erfüllen die Komponenten höchste Dichtheitsanforderungen für Brennstoffzellenmodule mit einer Ausgangsleistung von >300kW im industriellen Bereich. Aufgrund der langjährigen Erfahrung als Regelklappenhersteller für Nutzfahrzeuge mit hoher Lebensdauer und großem Saugkanaldurchmesser sowie der extrem niedrigen Leckageeigenschaften der Klappen konnte sich der Technologiekonzern einmal mehr erfolgreich im Markt platzieren.

Basierend auf den bereits ausgelieferten und erfolgreich verifizierten Mustern der Klappensysteme werden ab dem Jahr 2024 die Produktionslinien am Standort Berlin für höhere Serienvolumina angepasst. Rheinmetall liefert die Serienteile direkt an den Kunden. Die Lieferung von Ersatzteilen erfolgt bedarfsbezogen.

Die Aufträge zeigen das große Marktpotenzial von Wasserstoffkomponenten und gleichzeitig auch die Kompetenz von Rheinmetall, in enger Zusammenarbeit mit Kunden zukunftsweisende Lösungen zu entwickeln. Der neue Auftrag unterstreicht, dass das Unternehmen die Transformation von Otto- und Dieselmotoren hin zu alternativen Antriebsformen in unterschiedlichen Anwendungsbereichen erfolgreich mitgestaltet.

Im Rahmen der nationalen deutschen Wasserstoffinitiative ist die Rheinmetall AG industrieller Partner des neuen Innovations- und Technologiezentrums Wasserstofftechnologie in Duisburg. In seiner Division Sensors and Actuators entwickelt Rheinmetall innovative Lösungen, um die Industrie mit hochwertigen Wasserstoffprodukten zu unterstützen und einen effizienten und zuverlässigen Einsatz von Brennstoffzellen zu ermöglichen.

Die bestellten Klappensysteme von Rheinmetall regeln die Frisch- und Abluftmassenströme und isolieren auf der Kathodenseite die Brennstoffzellen-Stacks an den Ein- und Auslasspunkten von der Umgebung. Die sehr geringe Leckage, die durch eine spezielle Konstruktion erreicht wird, wurde erfolgreich nachgewiesen. Betriebszeiten von bis zu 12.000 Stunden werden erreicht und sollen mit einer in der Entwicklung befindlichen neuen Generation auf mindestens 30.000 Stunden Lebensdauer für Nutzfahrzeuge, Off-road Anwendungen im Bereich Zug und Marine sowie stationäre Anwendungen gesteigert werden.

Das Unternehmen befindet sich weiterhin kontinuierlich in ausführlichen Gesprächen mit weiteren Kunden für mobile und stationäre Anwendungen der Brennstoffzellentechnologie, die das Geschäftspotenzial erweitern und weitere Nominierungen erwarten lassen.

Fachkräftemangel – Arbeitsmarkt- oder Produktivitätsproblem?

Laut einer aktuellen Umfrage des Münchner Ifo-Instituts klagen 87 Prozent der Unternehmen in Deutschland über einen Fachkräftemangel. Mehr als ein Drittel der Befragten sieht darin eine Gefahr für die Wettbewerbsfähigkeit. Wie kann dieses Problem gelöst werden?

In der öffentlichen Diskussion steht das zu geringe Angebot an Arbeitskräften auf dem Arbeitsmarkt im Fokus, dass durch die Generierung zusätzlicher Arbeitskräfte gelöst werden soll. Ein anderer, für die Wettbewerbsfähigkeit wesentlich besserer Lösungsansatz, wird häufig nicht betrachtet. Aus betrieblicher Sicht stellt der Fachkräftemangel ein Kapazitätsproblem durch eine Abweichung von Kapazitätsangebot und -bedarf dar. Eine solche Abweichung kann durch einen Kapazitätsaufbau (z. B. Einstellung Personal) behoben werden. Diese einfache und naheliegende Reaktion auf das Problem ist jedoch nicht die einzig mögliche und beste. „Der betriebswirtschaftlich beste, aber auch anspruchsvollste Weg zur Lösung eines Kapazitätsproblems ist, die Steigerung der Produktivität“, so Olaf Eisele, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Düsseldorfer ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft.  Praxisbewährte Methoden für ein dazu erforderliches Produktivitätsmanagement in Unternehmen liefert das Industrial Engineering.

Empfehlung für Unternehmen
Die Lösung des Fachkräftemangels sollte nicht allein in der Personalbeschaffung auf dem Arbeitsmarkt gesucht werden. Unternehmen sollten im Hinblick auf ihre Wettbewerbsfähigkeit auch systematisch ihre Produktivität analysieren und verbessern. Dadurch kann das Kapazitätsproblem unter Umständen trotz des angespannten Arbeitsmarkts behoben oder zumindest reduziert werden. Produktivitätsanalysen und -verbesserungsmaßnahmen sollten sich nicht wie in der Vergangenheit üblich nur auf direkte Arbeitsprozesse konzentrieren, sondern in allen Unternehmensbereichen (auch den indirekten) stattfinden. Zu empfehlen ist also ein systematisches, ganzheitliches Produktivitätsmanagement. Das ifaa beschäftigt sich mit diesem Thema in Forschungsprojekten, Arbeitskreisen und zahlreichen Veröffentlichungen sowie Arbeits- und Handlungshilfen, die als Downloads für interessierte Unternehmen frei zur Verfügung gestellt werden: ifaa – Institut angewandte Arbeitswissenschaft.
Kriterien für die Wettbewerbsfähigkeit
Die Hauptkriterien und Leistungsindikatoren für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens sind Qualität, Produktivität und Flexibilität. Festmachen lassen sich diese beispielsweise an Fehlerquoten, Stückkosten bzw. Preis und Lieferzeiten von Produkten und Dienstleistungen. Diese haben maßgeblichen Einfluss auf die Kundenzufriedenheit und damit Absatzzahlen, Umsatz und Gewinn im Vergleich zum Wettbewerb. Durch die Beschaffung von Anlagen und Personal bei fehlenden Produktionskapazitäten kann unter Umständen die Lieferfähigkeit aufrechterhalten werden. Eine Verbesserung von Qualität und Produktivität ist dadurch jedoch nicht sichergestellt. Die praktische Erfahrung in Unternehmen zeigt vielmehr, dass die Qualität, Produktivität und Lieferzeit nach solchen Maßnahmen durch Beschaffungsaufwand, Anlaufprobleme oder Anlernverluste zunächst sogar schlechter werden. Die Einstellung von Personal oder die Beschaffung von Anlagen führen somit nicht automatisch zu mehr Wettbewerbsfähigkeit. Dies wird nur durch besser organisierte, fehlerreduzierte und effizientere Arbeitsprozesse erreicht.
Produktivitätspotenziale in Unternehmen
Zur Lösung von Kapazitätsproblemen existieren in Unternehmen noch umfangreiche Produktivitätspotenziale. Diese Potenziale können entweder durch organisatorische (Vermeidung von Verschwendungen) oder technische (Automatisierung) Maßnahmen ausgeschöpft werden. Verschiedene Analysen hierzu weisen beispielsweise in indirekten Unternehmensbereichen organisatorische Produktivitätspotenziale von 30% bis 45% aus: Schlankes Informationsmanagement in der digitalen Arbeit (arbeitswissenschaft.net).
Hohe Produktivitätspotenziale, die bisher noch nicht realisiert wurden, werden zudem durch technische Maßnahmen im Rahmen der Digitalisierung und Industrie 4.0 erwartet. In einer Umfrage des ifaa erwarteten die befragten Unternehmen Produktivitätsgewinne von 37% bis zum Jahr 2027: ifaa-Studie: Produktivitätsstrategien im Wandel (arbeitswissenschaft.net).
Auch wenn diese hohen Erwartungen bisher noch nicht flächendeckend realisiert werden konnten, zeigen einzelne Beispiele bereits welche hohen Potenziale noch möglich sind. Analysen zu Ergebnissen konkreter Technologien, wie beispielsweise Robotic Process Automation (RPA), weisen in betrieblichen Anwendungen realisierte Einsparungen von 30% bis 80% aus: Robotic Process Automation – MRK in indirekten Bereichen (arbeitswissenschaft.net).