Gerresheimer investiert bis zu 94 Millionen Dollar in US-Produktionsstandort

Gerresheimer AG in Düsseldorf, ein führender Anbieter von Healthcare & Beauty Solutions und Drug-Delivery-Systemen für Pharma, Biotech und Kosmetik, investiert bis zu 94 Mio. US-Dollar in den Ausbau seiner Produktions-, Liefer- und Logistikkapazitäten für Glasfläschchen (Vials) in den USA. Das Projekt wird von der “Biomedical Advanced Research and Development Authority (BARDA)”, Teil des “Office of the Assistant Secretary for Preparedness and Response (ASPR)” des “U.S. Department of Health and Human Services (HHS)” und des “Department of Defense (DOD)” unterstützt. Durch den Ausbau wird die Kapazität von Gerresheimer um neue Glasformlinien zur Herstellung von Fläschchen erweitert. BARDA wird Gerresheimer bis zu 66 Mio. US-Dollar für dieses Projekt zur Verfügung stellen. Die Investition ist Teil des weltweiten Expansionsplans und des Strategieprozesses formula G der Gerresheimer.

Rheinmetall steigert Ertragskraft: Operatives Ergebnis und Marge weiter verbessert

Die Rheinmetall-Zentrale in Düsseldorf

Der Düsseldorfer Rheinmetall Konzern hat seine Ertragskraft im ersten Halbjahr 2022 weiter erhöht. Das operative Konzernergebnis stieg auf 206 MioEUR und übertraf damit den Rekordwert des Vorjahres nochmals um 15 MioEUR bei einer ebenfalls verbesserten operativen Ergebnismarge.

Rheinmetall aktualisiert seine Jahresprognose vom März 2022 und erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2022 nunmehr einen organischen Umsatzanstieg von rund 15% sowie eine operative Ergebnismarge von über 11%.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „Rheinmetall bleibt auf Wachstumskurs. Beim Umsatz und beim operativen Ergebnis liegen wir nach sechs Monaten über Vorjahr. Das stimmt uns sehr optimistisch für das Geschäftsjahr 2022 insgesamt. Wir verzeichnen steigende Auftragseingänge – auch in unserem zivilen Geschäft, wo wir wichtige Beiträge für den technologischen Wandel hin zu klimaschonender Mobilität und neuen Formen der Energieversorgung leisten, zum Beispiel mit Hilfe der Wasserstofftechnologie. Und angesichts der aktuellen sicherheitspolitischen Lage werden wir in den kommenden Monaten und Jahren mit unseren Produkten in vielen Ländern zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit beitragen. Mit unseren militärischen Systemen tragen wir Verantwortung für Sicherheit und damit auch für Frieden und Freiheit.“

Rheinmetall AG: Operative Ergebnismarge auf 7,7% verbessert

Der Konzernumsatz ist im ersten Halbjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 92 MioEUR oder 3,5% auf 2.674 MioEUR (Vorjahr: 2.582 MioEUR) gestiegen.

Das operative Ergebnis hat sich nach sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr weiter erhöht und erreicht einen neuen Rekordwert für ein erstes Halbjahr. Mit 206 MioEUR übertraf das operative Ergebnis den Vorjahreswert von 191 MioEUR um 15 MioEUR oder 8%. Diese Verbesserung stützt sich überwiegend auf das Umsatzwachstum in der margenstarken Division Weapon and Ammunition. Zusätzlich wirkten sich ein besserer Produktmix und ein striktes Kostenmanagement positiv aus. Die operative Ergebnismarge übertraf mit 7,7% den Vorjahresvergleichswert von 7,4%.

Das Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten verringerte sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 2,50 EUR auf 2,28 EUR. Bereinigt um Sondereffekte ergab sich zum 30. Juni 2022 ein Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten von 2,63 EUR (Vorjahr: 2,50 EUR).

Vehicle Systems: Operative Marge weiter verbessert

Der Umsatz in der Division Vehicle Systems lag im ersten Halbjahr 2022 mit 851 MioEUR um 19 MioEUR oder 2% unter dem Vorjahreswert. Der Auftragseingang ist gegenüber dem Vorjahreswert um 1.293 MioEUR auf 680 MioEUR zurückgegangen. Dieser Rückgang resultierte vor allem aus großen Einzelaufträgen (Challenger 2 Upgrade für Großbritannien, Puma-Modernisierung und Pionierpanzer für die Bundeswehr), die den Vorjahreswert weit überdurchschnittlich erhöht haben. Der Auftragsbestand lag mit 10,3 MrdEUR zum 30. Juni 2022 mit 232 MioEUR oder 2% unter dem Vorjahreswert.

Das operative Ergebnis verbesserte sich in den ersten sechs Monaten 2022 trotz des leichten Umsatzrückgangs von 65 MioEUR auf 75 MioEUR. Diese positive Entwicklung ist auf einen besseren Produktmix und ein striktes Kostenmanagement zurückzuführen. Die operative Marge übertraf mit 8,8% den Vorjahreswert von 7,5%.

Weapon and Ammunition: Neuer Rekordwert beim Auftragseingang

Die Division Weapon and Ammunition erzielte im ersten Halbjahr 2022 einen Umsatz von 564 MioEUR und lag damit um 93 MioEUR oder rund 20% über dem Vorjahreswert. Der hohe Umsatzanstieg resultierte im Wesentlichen aus Munitions- und Treibladungslieferungen an einen internationalen Kunden. Der Auftragseingang stieg im ersten Halbjahr 2022 auf einen Rekordwert von 1.542 MioEUR (Vorjahr: 429 MioEUR). Hierzu trug insbesondere ein Munitionsauftrag aus Ungarn bei. Der Auftragsbestand erhöhte sich damit zum 30. Juni 2022 um 1,2 MrdEUR oder rund 45% auf 3,9 MrdEUR (Vorjahr: 2,7 MrdEUR).

Das operative Ergebnis verbesserte sich im ersten Halbjahr 2022 um 24 MioEUR auf 71 MioEUR (Vorjahr: 47 MioEUR). Diese positive Entwicklung ist sowohl auf den Umsatzanstieg als auch auf ein höheres Beteiligungsergebnis zurückzuführen. Die operative Marge konnte auf 12,5% gesteigert werden, nach 10% im Vorjahr.

Electronic Solutions: Auftragsbestand klettert auf 2,7 MrdEUR

Die Division Electronic Solutions steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr 2022 um 49 MioEUR auf 411 MioEUR (Vorjahr: 362 MioEUR). Der Auftragseingang stieg ebenfalls deutlich um 258 MioEUR oder 58% auf 702 MioEUR. Wesentliche Auftragseingänge bezogen sich im ersten Halbjahr 2022 auf Gefechtshelme für die Bundeswehr und eine Vielzahl kleinerer Projekte. Der Auftragsbestand lag am 30. Juni 2022 bei 2,7 MrdEUR und damit um rund 15% über dem Vorjahreswert (Vorjahr: 2,4 MrdEUR).

Das operative Ergebnis ist im ersten Halbjahr 2022 um 4 MioEUR auf 25 MioEUR (Vorjahr: 29 MioEUR) zurückgegangen, was im Wesentlichen auf die Übernahme der Aktivitäten des Drohnenherstellers EMT sowie auf höhere Kosten für den weiteren Aufbau von Know-how im Bereich Cyber Security zurückzuführen ist. Die operative Marge verringerte sich auf 6,1% (Vorjahr: 8,0%).

Sensors and Actuators: Stabile operative Marge in rückläufigem Marktumfeld

Der Umsatz der Division Sensors and Actuators ging im ersten Halbjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 7 MioEUR auf 691 MioEUR zurück (Vorjahr: 697 MioEUR). Der Umsatzrückgang resultierte im Wesentlichen aus geringeren Kundenabrufen aufgrund der unverändert bestehenden Versorgungsengpässe bei Halbleitern. Das Booked Business konnte für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2022 um rund 50% auf ein Volumen von 1.431 MioEUR gesteigert werden (Vorjahr: 951 MioEUR).

Das operative Ergebnis ging im ersten Halbjahr 2022 leicht um 1 MioEUR auf 50 MioEUR (Vorjahr: 51 MioEUR) zurück. Die operative Marge blieb mit 7,3% auf dem guten Vorjahresniveau (Vorjahr: 7,3%).

Materials and Trade: Umsatz nochmals gesteigert

Die Division Materials and Trade steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr 2022 auf 374 MioEUR und übertraf damit den Vorjahreswert um 54 MioEUR oder rund 17%. Der Umsatzanstieg ist insbesondere auf ein starkes Wachstum im Bereich der Aftermarket-Aktivitäten zurückzuführen. Die Division erreichte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2022 ein Booked Business von 403 MioEUR. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 23% (Vorjahr: 327 MioEUR).

Das operative Ergebnis der Division Materials and Trade lag im ersten Halbjahr 2022 mit 27 MioEUR auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 27 MioEUR). Die operative Marge verringerte sich auf 7,2% (Vorjahr: 8,5%). Während die gestiegenen Umsatzerlöse sich positiv ausgewirkt haben, wurde das Ergebnis durch einen Rückgang der At-Equity-Ergebnisse von den chinesischen Joint-Ventures belastet.

Ausblick: Deutliches Umsatzwachstum bei stabil hoher Renditeerwartung

Die im März 2022 gegenüber dem Kapitalmarkt kommunizierte Jahresprognose wurde auf Basis der derzeit vorliegenden Marktprognosen aktualisiert. Der Rheinmetall-Konzern erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2022 unverändert ein Umsatzwachstum und bestätigt seine Ergebnis-prognose.

Vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Risiken hinsichtlich der Entwicklung der globalen Automobilproduktion geht das Unternehmen nunmehr davon aus, dass der organische Umsatzanstieg im laufenden Geschäftsjahr mit rund 15% am unteren Ende der bisherigen Prognosespanne, die ein organisches Wachstum zwischen 15% und 20% vorgesehen hat, liegen wird.

Die bisherige Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2022 wird bestätigt: Rheinmetall rechnet für 2022 mit einer Verbesserung des operativen Ergebnisses und einer operativen Ergebnisrendite von über 11%.

Jutta Zülow erhält das Bundesverdienstkreuz

Jutta Zülow (links) und Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher: Foto: Bezirksregierung Düsseldorf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat auf Vorschlag des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst der Vorsitzenden der Unternehmerschaft Düsseldorf, Jutta Zülow, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

In einer Feierstunde im Plenarsaal der Bezirksregierung mit beruflichen Weggefährten, Familie und Freunden der Geehrten überreichte Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher der Unternehmerin die hohe Auszeichnung. „Ich übernehme diese Aufgabe sehr gerne, zumal ich in den vergangenen Jahren miterlebt habe, mit welcher Leidenschaft und Kraft Sie sich einbringen. Das gilt für Ihre berufliche Tätigkeit ebenso wie für Ihr soziales, gesellschaftliches Engagement.“

Nicht erst mit der Übernahme des Vorstandsvorsitzes der Zülow AG im Jahr 2010, eines in den 1970er Jahren gegründeten Handwerksbetriebs in der Radio- und Fernsehbranche, engagiert sich Jutta Zülow wirtschaftspolitisch. So übernahm sie nach zehn Jahren Mitgliedschaft 2008 den Vorsitz des Allgemeinen Arbeitgeberverbands Düsseldorf und Umgebung und ist seit 2016 Vorsitzende der Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung. Als Mitglied des Kuratoriums des Industrieclubs Düsseldorf kümmert sich Jutta Zülow zudem um die Förderung von Forschung und Lehre.

Die Vernetzung vieler regionaler Akteure sowie die gegenseitige Befruchtung durch intensiven Austausch und Zusammenarbeit – diesen Ansatz verfolgt Jutta Zülow mit dem von ihr begründeten Gnadentaler Unternehmerstammtisch (GUT) auf ihrem Firmensitz Gut Gnadental ebenso wie als Hochschulrätin der Hochschule Niederrhein. Seit über zehn Jahren ist die Vorsitzender der Unternehmerschaft Düsseldorf aktives Mitglied im Beirat der Digitalen Stadt Düsseldorf, Deutschlands größtem IT- und Kommunikations-Netzwerk. Seit 2008 ist die Jutta Zülow ebenso Vorsitzende des Allgemeinen Düsseldorfer Arbeitgeberverbandes. Die von ihr initiierte Aktion „Wirtschaft pro Schule“ greift die Idee mit Blick auf die Jugendlichen auf: in Düsseldorf und im Rhein-Kreis Neuss kooperieren Schulen und Unternehmen, um Schülerinnen und Schülern Einblicke ins Berufsleben zu geben und sie für eine Ausbildung zu gewinnen.

Neues erfahren, den Horizont erweitern – dafür wird Jutta Zülow ausgezeichnet. Mit der Tandem-Stiftung haben sie und ihr zwischenzeitlich verstorbener Mann Burkhard Zülow ein Projekt ins Leben gerufen, das auf ganz besondere Weise Chancen eröffnet. Am so genannten Tandem-Tag wird der Zülowsche Firmensitz Gut Gnadental regelmäßig zum Sportplatz. Beim integrativen Sportfest können Besucher mit und ohne Beeinträchtigung unterschiedliche Sportarten vom Fußball bis zum Bogenschießen oder Voltigieren ausprobieren.

Birgitta Radermacher: „Ich wünsche Ihnen für Ihre zahlreichen Projekte weiterhin gutes Gelingen und dass Sie Mitstreiterinnen und Mitstreiter haben, die Sie bei all Ihren Aktivitäten unterstützen. Es braucht Menschen wie Sie, die das gesellschaftliche Leben aktiv mitgestalten und denen der Zusammenhalt am Herzen liegt.“

(Mit Material der Bezirksregierung Düsseldorf)

Adventure School 2022 geht erfolgreich zu Ende: Talente fördern – Zusammenhalt stärken – Düsseldorf bereichern

Mit großem Erfolg geht die „Adventure School 2022“, das Ferienprogramm der Landeshauptstadt Düsseldorf, zu Ende. Über 2.000 Schülerinnen und Schüler nahmen an den zahlreichen Workshops und Veranstaltungen teil. Am Donnerstag wurde vor Ort Bilanz gezogen, unter anderem dabei Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, Michael Grütering (Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände), Andrea Zinnenlauf (Vodafone Stiftung) und Karl Cramer (Bürgerstiftung Düsseldorf).

Viele Programmelemente steuerten das zdi-Netzwerk und die „Girls‘ & Boys‘ Academy“ unserer Stiftung Pro Ausbildung bei. Auf dem Programm standen dabei viele Workshops von einem Tag bis zu einer ganzen Woche. Dabei wurde programmiert und gezimmert, 3D-Druck erlernt, Filme produziert, das eigene „RoboLAB“ gestartet und gelernt, wie man wirklich glücklich sein kann. Sehr beliebt waren auch die Klimaprogramme und die Workshops „Aus Alt macht Neu“. Und die jungen Damen engagierten sich in der „Girls Coding Challenge“.

Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerschaft und unserer Stiftung: „Wir freuen uns, dass das Ferienprogramm mit unserem zdi und der Girls‘ & Boys‘ Academy sich größter Beliebtheit erfreut und das wir trotz Krise unsere Wege zum Ziel flexibel und nicht selten situativ-entschieden umsetzen konnten. Dazu gehörte immer wieder neue Wege zu gehen, alternative Formate zu entwickeln und nach Möglichkeit an Bewährtem festzuhalten. Die Leitfrage war und ist: Wie können wir Kinder und Jugendliche für MINT begeistern? Wie können wir erreichen, dass auch Mädchen sich für Technik interessieren. Immer natürlich im Sinne unserer Stiftungsidee: wir wollen Talente entdecken und fördern. Kinder und Jugendliche, die ihre Fähigkeiten kennen und die Chance bekommen, sich auszuprobieren, finden einen sinnvollen Übergang von der Schule in die Arbeits- und Berufswelt. Den Arbeitgeberverbänden geht es am Ende darum Talente zu fördern, den Zusammenhalt zu stärken und Düsseldorf zu bereichern. Besonderer Dank gilt unseren Partnern: stellvertretend möchte ich die Bürgerstiftung Düsseldorf und die Vodafone Stiftung nennen“.

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche: „Mir bereitet es eine große Freude, auch in diesem Jahr wieder hier in der Lore-Lorentz-Schule zu stehen und in die begeisterten Gesichter der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler zu schauen. Die Adventure School war auch in diesem Jahr wieder ein großer Erfolg. Düsseldorfer Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, kostenlos an vielfältigen Programmen teilzunehmen. Dabei stehen Spaß, experimentieren, mitmachen und seine eigenen Fähigkeiten kennenlernen und vertiefen an erster Stelle. Begleitet von Experten und Lehrkräften können Schülerinnen und Schüler bereits heute in eine praxisorientierte und berufliche Orientierung einsteigen.“

So berichtet die Stadt Düsseldorf

Düsseldorfer in den Rat der Arbeitswelt berufen

Prof. Dr.-Ing. Sascha Stowasser, Direktor des ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft in Düsseldorf ist neu in den Rat der Arbeitswelt berufen worden. Der Arbeitswissenschaftler wird künftig gemeinsam mit fünf weiteren neu ernannten Experten in dem insgesamt 12-köpfigen Gremium an der Arbeitsweltberichterstattung für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales arbeiten.

Der Rat der Arbeitswelt hat die Aufgabe, innerhalb des Wandels der Arbeitswelt Orientierung zu geben und Handlungsempfehlungen auszusprechen. Der erste Arbeitswelt-Bericht wurde 2021 dem Ministerium vorgelegt. Der nächste Bericht wird im Frühjahr 2023 erwartet.

Zur Person:
Sascha Stowasser ist von Haus aus Wirtschaftsingenieur. Sein Studium schloss er an der Universität Karlsruhe ab. Von 1996 bis 2001 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arbeitswissenschaft und Betriebsorganisation (ifab) der Universität Karlsruhe. Nach seiner Promotion 2002 arbeitete Stowasser als Oberingenieur am ifab und habilitierte sich im Fach Arbeitswissenschaft. Von 2005 bis 2008 übernahm er Führungsaufgaben bei der Bosch Rexroth AG. Seit 2008 ist Sascha Stowasser Direktor und geschäftsführendes Vorstandsmitglied des ifaa. Außerdem ist er seit 2009 außerplanmäßiger Professor für Maschinenbau am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Sascha Stowasser ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Gremien der Arbeitsweltgestaltung, Betriebsorganisation und Normung (Auswahl):

  • Vorsitzender des DIN-Normenausschusses Ergonomie
  • Vorsitzender des Beirates des Verbands Deutscher Sicherheitsingenieure
  • Kuratorium des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo)
  • Plattform Lernende Systeme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Seine wissenschaftlichen Arbeiten werden in zahlreichen Publikationen veröffentlicht. Zudem ist er Herausgeber der Zeitschriften „WERKWANDEL” sowie „Leistung und Entgelt” und der ifaa-Edition beim Springer-Verlag.

Weitere Informationen zum Rat der Arbeitswelt: www.rat-der-arbeitswelt.de

Stadtflucht? Landflucht? Wie sehr entwicklen sich die Lebensverhältnisse in Deutschland tatsächlich auseinander

Das Bild könnte in Düsseldorf nicht unterschiedlicher sein: Die einen möchten gerne in Düsseldorf wohnen, weil es cool und hipp ist. Mit der Folge, dass die Preise in unserer Stadt für Wohnungen und Häuser weiter steigen – im ersten Halbjahr um 15 Prozent. Und die anderen möchten gerne ins Umland ziehen, weil sie das Landleben zumindest nach Feierabend genießen wollen, weil die Kinder hier entspannter aufwachsen können und weil die Preise für Wohnungen und Häuser zumindest erschwinglicher sind als in Düsseldorf. Allerdings sieht dies in anderen Regionen Deutschlands teilweise ganz anders aus. Eine neue Dokumentation unseres Instituts der Deutschen Wirtschaft Dossier geht der Frage nach, wie sehr sich die Lebensverhältnisse in Deutschland tatsächlich auseinander entwickeln, welche Rolle die Corona-Pandemie dabei spielt und was politisch zu tun ist, um eine regionale Spaltung zu verhindern.

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Rheinmetall: öffentliche Erklärung im Zusammenhang mit den aktuellen politischen Beratungen zum Ukraine-Krieg

Vorstand der Rheinmetall AG: Armin Papperger

Mit Blick auf Presseanfragen, die an Rheinmetall im Zusammenhang mit aktuellen politischen Beratungen zum Ukraine-Krieg gerichtet werden, liegt unserer Redaktion eine offizielle Erklärung des Unternehmens vor:

In der Öffentlichkeit wie auch in der Politik wird eine intensive Diskussion darüber geführt, mit welchen Mitteln die Ukraine im Abwehrkampf gegen die russische Aggression zu unterstützen ist. Immer wieder wird dabei auf die deutsche wehrtechnische Industrie mit ihren Produkten für die militärische Ausstattung abgehoben. Auch uns erreichen diesbezüglich aus den Medien viele Anfragen.

Vor fünf Monaten hat die Bundesregierung nach der Zeitenwende-Rede von Bundeskanzler Scholz die deutsche Industrie um substanzielle Beiträge für die Unterstützung der Ukraine gebeten. Wir haben auf diese Anfrage schnell reagiert und stehen seitdem in einem engen Austausch mit der Regierung.

Rheinmetall sieht seine Rolle in den laufenden Prozessen darin, die Bundesregierung dort, wo es erwünscht oder erforderlich ist, mit seinem technologischen Know-how und mit entsprechenden industriellen Leistungen zu unterstützen. Dies gilt sowohl im Hinblick auf eine bedarfsgerechte Ausstattung der Bundeswehr wie auch für militärische Unterstützungsleistungen für die Ukraine oder andere Länder.

In all diesen Fällen gilt das Primat der Politik. Es obliegt allein der Bundesregierung, darüber zu entscheiden, welche Ausrüstung die Bundeswehr erhält und ob Unterstützung für die Ukraine oder andere Partnerländer direkt oder auf anderen Wegen – zum Beispiel als „Ringtausch“ – gewährt wird.

Rheinmetall begrüßt das verantwortungsvolle Handeln der Bundesregierung und den sorgfältigen Abstimmungsprozess, der dabei mit allen Beteiligten im In- und Ausland vorgenommen wird. Rheinmetall ist dankbar, mit den zuständigen Stellen in einem regelmäßigen und konstruktiven Dialog zu stehen.

Fachkräftemangel im Großhandel auf Rekordniveau

Bei der aktuellen Konjunkturumfrage des ifo Instituts klagen 36,3 Prozent der Großhändler in Deutschland über Fachkräftemangel. Dazu der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen, Dr. Dirk Jandura:

„Wir haben ein Rekordniveau beim Fachkräftemangel erreicht. Das Problem brennt uns auf den Nägeln. Dieses liegt an einer erleichterten und vor allem unbürokratischen Zuwanderung von Fachkräften. Wir müssen die Hürden zur Anerkennung der Qualifikationen senken. Es braucht zentrale Anlaufstellen, am besten bereits bei den deutschen Auslandsvertretungen und digital. Die bisherigen Verfahren, dass die Vergleichbarkeit von ausländischen Berufsabschlüssen bereits aus dem Ausland bei den örtlichen IHKs in Deutschland beantragt werden muss, macht das Verfahren undurchsichtig und unnötig schwierig. Wir brauchen die Fachkräfte, entsprechend sollten wir ihnen dienstleistungsorientiert und ortsnah bei den Formalien entgegenkommen.“

REHADAT-Talentplus – das neue Portal zu Arbeitsleben und Behinderung

Das Portal REHADAT-Talentplus steht nach einer Überarbeitung in neuem Layout online bereit: Mit erweiterten Inhalten, informiert das Portal Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber darüber, wie sie Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen im eigenen Unternehmen beschäftigen oder ausbilden können.

Nur drei Prozent aller Behinderungen sind angeboren, nur wenige entstehen durch Unfälle, die allermeisten – fast 90 Prozent – durch Krankheiten im Laufe des Lebens. Das Thema ist daher für viele Unternehmen und ihre Beschäftigten von großer Relevanz. REHADAT-Talentplus informiert praxisnah zu wichtigen Fragestellungen zur beruflichen Teilhabe, bietet Handlungsempfehlungen sowie Hintergrundinformation zu rechtlichen Grundlagen und Förderungsmöglichkeiten.

Die Personalgewinnung wird im Zuge des Fachkräftemangels immer schwieriger. Deswegen sind vorhandene und noch nicht ausgeschöpfte Potenziale, wie die von Menschen mit Beeinträchtigungen, für Unternehmen zunehmend wichtiger. REHADAT-Talentplus zeigt, wie Menschen mit Behinderungen gezielt angesprochen werden können, welche Rolle die Unternehmenskommunikation und -kultur dabei spielen und was im Bewerbungsverfahren zu beachten ist. In REHADAT-Talentplus werden auch kontextbezogen Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen für Beratungen genannt, die wichtigsten Förderinstrumente sowie Hinweise zur barrierefreien Arbeitsplatzgestaltung erläutert. Das umfangreiche Lexikon zur beruflichen Teilhabe erklärt alle relevanten Begriffe und rundet das Angebot ab.

Dazu Andrea Kurtenacker, Projektleiterin von REHADAT: „Seit vielen Jahren wird Talentplus von Unternehmen und Beschäftigten gleichermaßen genutzt. Unsere Zugriffszahlen belegen, dass der Bedarf an strukturierten Informationen zu diesem Thema sehr groß ist. Wir freuen uns daher sehr, dass wir REHADAT-Talentplus jetzt in einer modernisierten, völlig überarbeiteten Version zur Verfügung stellen können“.

Der direkte Link zum Portal: www.rehadat-talentplus.de.

ElectronicPartner begrüßt den neuen Ausbildungsjahrgang

Vorstand Karl Trautmann (rechts), Leiter Bereich Personal Timo Stockem (2.v.r) und Personalreferentin Tabea Wenken (2.v.l) begrüßen den neuen Ausbildungsjahrgang bei ElectronicPartner.

Bei der Düsseldorfer Verbundgruppe stehen die neuen Auszubildenden bereits in den Startlöchern. Neun junge Menschen werden in den nächsten drei Jahren in verschiedenen Fachbereichen umfassend auf ihre berufliche Laufbahn vorbereitet.

Kontinuierliche Nachwuchsförderung ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur von ElectronicPartner, vor allem in Zeiten des steigenden Fachkräftemangels. „Wir haben uns das Thema Nachhaltigkeit auf unsere ‚grüne‘ Fahne geschrieben und unserer Bewegung letztes Jahr mit ‚GO GREEN‘ sogar einen Namen gegeben. Dazu gehören aber nicht nur die Punkte Produktion und Konsum, sondern auch die berufliche Förderung unserer Mitarbeitenden und des Nachwuchses. Punkt vier der UNO Nachhaltigkeitsziele lautet ‚Hochwertige Bildung‘ – diesen Anspruch verfolgen wir seit Jahrzehnten und entwickeln unsere Programme immer weiter“, erklärt Vorstand Karl Trautmann.

Die Berufsanfänger absolvieren eine zielorientierte theoretische sowie praktische Ausbildung und durchlaufen dabei mehrere Abteilungen, um umfassende Einblicke in die Abläufe des Unternehmens zu gewinnen. Sie werden dabei von Beginn an aktiv in die Geschäftsprozesse eingebunden und übernehmen ihrem Kenntnisstand entsprechend bereits verantwortungsvolle Aufgaben. Die Bandbreite der Berufsfelder erstreckt sich vom Groß- und Außenhandelsmanagement über Fachinformatik für Anwendungsentwicklung und Systemintegration bis hin zur Marketingkommunikation sowie Mediengestaltung in Print und Grafik. Dieses Jahr ist auch wieder eine duale Studentin im Fachbereich Business Administration dabei. Außerdem bietet ElectronicPartner zum ersten Mal die Ausbildung zum Kaufmann/-frau im E-Commerce an.

Zu Beginn erwartete die Auszubildenden ein umfassendes Onboarding im Rahmen einer Einführungswoche, bei der sie alle wichtigen Informationen zum Ausbildungsalltag erhielten und ihre Ansprechpartner kennenlernten. Dazu gehörten Workshops, IT-Schulungen sowie ein Austausch mit den Azubi-Paten. Das Besondere in diesem Jahr: Die Berufsstarter hatten bereits im Juni die Möglichkeit, bei einem zwanglosen Kick-off ihren Arbeitsplatz, einige ihrer künftigen Kollegen und Auszubildende aus den höheren Jahrgängen kennenzulernen. Somit war die größte Nervosität schon vor dem Start überwunden und erste Kontakte waren geknüpft.

„Wir freuen uns, die neuen Azubis nun auch offiziell bei uns zu begrüßen und mit unserem gezielten Ausbildungsprogramm bei einem qualifizierten Start ins Berufsleben unterstützen zu können“, erklärt Timo Stockem, Leiter Personal, und ergänzt: „Wir investieren bewusst intensiv in junge Menschen, um ihnen eine optimale Basis für ihre Zukunft zu ermöglichen und von Anfang an zu zeigen, dass sie bei ElectronicPartner attraktive Perspektiven erwarten.“