Wie die Digitalisierung Ausbildung wieder attraktiv macht

Im Wettbewerb um Auszubildende setzen immer mehr Unternehmer auf digitale Tools: Mit 3D-Brillen, Lernvideos und Podcasts wird die Ausbildung digitaler und zukunftsorientierter. 39 Prozent der deutschen Ausbildungsunternehmen sind in diesem Bereich Vorbild, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Wer Azubis sucht, hat es schwer: Bundesweit gab es zuletzt rund 63.000 unbesetzte Stellen – und das waren nur die, die offiziell bei den Arbeitsagenturen gemeldet wurden. Besonders dramatisch ist die Lücke im Handwerk, in der Gastronomie und im Bau. Die Unternehmen reagieren auf den Mangel – unter anderem, indem sie ihre Ausbildungen attraktiver gestalten und für die Zukunft fit machen. Wer nicht nur klassisch auf Baustellen vom Meister lernt, sondern auch mit Lernvideos, Podcasts und 3D-Brillen ins Berufsleben startet, hat mehr von seiner Lehrzeit. Eine neue IW-Studie zeigt nun, wie viele Unternehmen ihre Auszubildenden digital ausbilden.
Rund 39 Prozent der Ausbildungsunternehmen vermitteln so viele digitale Inhalte und haben so viele digitale Lernformate im Einsatz, dass sie als Vorbild für andere bezeichnet werden können. Diese Unternehmen wissen um die strategische Bedeutung einer digitalen Ausbildung. Weitere 41 Prozent haben den Bedarf erkannt und in digitale Tools für die Ausbildung investiert. Für die Studie wurden über drei Jahre jeweils rund 700 Ausbildungsunternehmen befragt.
Pandemie gut genutzt
Besonders erfreulich: 2019 galten nur 30 Prozent der Firmen als Vorreiter in diesem Bereich. Viele Unternehmen haben also die Pandemie genutzt, um sich hier weiterzuentwickeln und ihren Auszubildenden künftig mehr bieten zu können. Nur rund 20 Prozent der Unternehmen setzen nicht auf digitale Ausbildung, 2019 waren es noch rund 24 Prozent.
Weniger körperlich schwere Arbeit 
Digitale Ausbildungselemente machen die Lehrzeit nachweislich attraktiver: Im Pflegeberuf beispielsweise reduzieren sie den Verwaltungsaufwand, im Bauhandwerk erleichtern sie die Kommunikation und Baustellendokumentation. In der Logistik machen sie körperlich schwere Arbeit zum Teil überflüssig und sorgen dafür, dass Routinetätigkeiten wegfallen.
„Die Digitalisierung ist ein zweifaches Mittel gegen den Fachkräftemangel“, sagt Studienautorin Paula Risius. „Sie macht Berufsbilder moderner und zukunftsfähiger und Arbeitsabläufe effizienter. Je früher Mitarbeiter mit digitalen Elementen in Kontakt kommen, desto besser.“
Quelle: IW Köln

Bankenverband: Fünf Trinkgeldtipps für den Urlaub

Für guten Service ist es in Deutschland meist üblich ein Trinkgeld von fünf bis zehn Prozent des Rechnungsbetrages zu zahlen. In manchen Urlaubsländern liegt dieser Betrag aber höher, und in anderen kann man sogar in ein Fettnäpfchen treten, wenn man überhaupt Trinkgeld gibt. Wie viel Trinkgeld wo angemessen ist und welche Besonderheiten sonst noch zu beachten sind, haben wir einmal aufgelistet:

1. Generell gilt: Mit fünf bis zehn Prozent Aufschlag liegt man im Restaurant und beim Taxifahren fast nie falsch. Etwas anderes gilt in den USA und Kanada: Hier werden tendenziell eher 15 bis 20 Prozent erwartet, es sei denn auf der Rechnung ist bereits eine Servicegebühr verzeichnet. Kofferträger und Kofferträgerinnen erhalten in Europa im Durchschnitt 1 Euro pro Gepäckstück und das Housekeeping in Hotels pro Tag 1 bis 1,50 Euro.

2. Es gibt Länder, in denen ein höheres Trinkgeld zwar nicht unbedingt notwendig ist, aber trotzdem gern gesehen wird. Dazu gehören Belgien, Dänemark, Estland, Israel, Kroatien, Luxemburg, Malaysia, die Niederlande, Österreich, die Schweiz sowie Slowenien. In diesen Ländern genügt in der Regel das Aufrunden des Rechnungsbetrags.

3. Vorsicht in asiatischen Ländern: In China, Japan, Südkorea und Taiwan kann das Geben von Trinkgeld gar als Beleidigung aufgefasst werden: Denn guter Service gilt in diesen Ländern als Selbstverständlichkeit. Eine Servicepauschale ist häufig bereits in den Preisen in Bars, Restaurants und Hotels enthalten. Wenn Sie Ihrer Zufriedenheit dennoch Ausdruck verleihen möchten, können Sie der entsprechenden Person ein kleines, symbolisches Geschenk persönlich überreichen.

4. Entrichten Sie Ihr Trinkgeld nach Möglichkeit in bar – bei Kartenzahlung ist nicht gewährleistet, dass das Trinkgeld am Ende wirklich bei der richtigen Person ankommt. Ideal ist es natürlich, wenn Sie das Trinkgeld in Landeswährung zahlen. Als Notlösung gelten in vielen Urlaubsgebieten auch US-Dollars.

Übrigens: In Frankreich, Griechenland und Spanien ist es üblich, das Trinkgeld beim Verlassen des Restaurants auf dem Rechnungsteller oder Tisch liegen zu lassen.

5. In Großbritannien, Irland und Schottland wird der Begriff Trinkgeld übrigens wörtlich genommen: Wenn Sie in einem gemütlichen Pub mit der Leistung des Personals zufrieden waren, dann geben Sie der Person am Zapfhahn einfach ein Getränk aus – das macht man dort so.

Übrigens: Sagt Ihnen ein „Caffè sospeso“ etwas? Die Idee des „aufgeschobenen Kaffees“ entstammt der neapolitanischen Kultur. Wenn Sie einen Kaffee ordern, bestellen und bezahlen Sie gleich noch einen zweiten mit. Nicht für Sie selbst, sondern als nette Geste für einen Menschen, der ihn sich nicht leisten kann. Der bezahlte Kaffee wird dann später auf Nachfrage an Bedürftige von dem oder der Barista als Spende ausgegeben.

 

Rheinmetall baut globale Marktführerschaft im Bereich Emissionsreduzierung langfristig aus

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall erzielt beim langfristigen Ausbau seiner globalen Marktführerschaft im Bereich Emissionsreduzierung im Motorenbereich weitere wichtige Erfolge. Rheinmetall konnte nun eine Reihe von Verträgen mit Erstkunden über Abgasrückführungs-systeme schließen, die ab 2025 in Millionen-Stückzahlen gefertigt werden. Der Wert dieser Neubeauftragungen umfasst ein Volumen in Höhe von insgesamt 250 MioEUR (over lifetime).

Abgasrückführungssysteme dienen der Verringerung der Stickoxid-Emissionen und der Kraftstoffreduzierung. Bei den Komponenten handelt es sich um kompakte und robuste Teller- und Klappenventile mit hoher Lebensdauer und Stellgenauigkeit. Mit Blick auf die sich weiter verschärfende Emissionsgesetzgebung in den USA, Asien und Europa werden Produktanpassungen von Rheinmetall auch langfristig unterstützt.

Die globale Aufstellung erlaubt dem Konzern eine bestmögliche und passgenaue Unterstützung der verschiedenen Motorenhersteller aus unterschiedlichen Regionen, die immer anspruchsvollere, regional unterschiedliche Emissionsgesetzgebungen (EU7, TREM 5, Post EPA 10, Stage 5) für Motoren im Kraft- und Nutzfahrzeugbereich erfüllen müssen. Als Technologie-Entwicklungspartner arbeitet der Konzern darüber hinaus gemeinsam mit den Herstellern daran, Abgasrückführungskonzepte im Zusammenhang mit neuen Emissions- und CO2-Standards weiterzuentwickeln.

Rheinmetall unterstreicht mit den jüngsten Vertriebserfolgen das strategische Ziel, seine globale Marktführerschaft im Bereich Emissionsreduzierung langfristig zu erhalten und auszubauen. Folgeaufträge von weiteren namhaften, global agierenden Herstellern aus dem Mobilitätsbereich werden erwartet, da in den kommenden Jahren mit einer weiteren Verschärfung der individuellen Emissionsgrenzwerte durch die regionalen Gesetzgebungen zu rechnen ist.

Die Rheinmetall-Division Sensors and Actuators steht für herausragende Kompetenz bei Thermo- und Fluidmanagement-Anwendungen im Mobility- und Industriebereich. Die fünf Business Units Actuators, Air Emission Systems, Commercial Diesel Systems, Pump Technology und Solenoid Valves entwickeln Lösungen für die großen Herausforderungen der Mobilität wie Downsizing, Emissionsreduktion und Effizienzsteigerung bei gleichzeitiger Leistungsoptimierung. Das umfassende Produktportfolio deckt vielfältige AGR-Systeme, elektromotorische Drossel-, Regel- und Abgasklappen, Magnetventile, Aktuatoren und Ventiltriebsysteme sowie Öl-, Wasser- und Vakuumpumpen für Pkw, Nutzfahrzeuge und Offroad-Anwendungen von light- bis heavy-duty sowie Industrieanwendungen ab.

EP:Fachhändler wieder auf Platz eins bei Handelsblatt-Umfrage

Bereits zum vierten Mal in Folge belegen die EP:Fachhändler den ersten Platz beim Handelsblatt-Ranking „Beste Kundenberatung“. Sie konnten sich erneut gegen sechs große Wettbewerber durchsetzen und sogar ihre eigene Bewertung aus dem vergangenen Jahr toppen. „Dass es unseren EP:Mitgliedern auch nach zwei Jahren Pandemie gelungen ist, diesen ersten Platz zu verteidigen, zeigt, wie nah sie – trotz Abstand – am Kunden und seinem individuellen Bedarf sind. Unsere gesamte Verbundgruppe ist stolz auf die Auszeichnung durch eine der wichtigsten Wirtschaftszeitungen Deutschland“, erklärt ElectronicPartner Vorstand Friedrich Sobol.

Durchgeführt wurde die repräsentative Onlineumfrage wieder in Kooperation mit dem Forschungsinstitut ServiceValue. In diesem Jahr haben 13.485 Verbraucher teilgenommen. Kunden durften nur dann ein Urteil abgeben, wenn sie in den vergangenen zwölf Monaten eine Fachberatung beim jeweiligen Unternehmen erhalten hatten. So entstanden für 755 Unternehmen aus 40 Branchen 34.506 Kundenurteile. Im Fokus standen unter anderem die Fachkenntnisse der Berater und ihre Lösungskompetenz. In der Kategorie „Elektro-Fachmärkte“ überzeugten die Leistungen der EP:Händler am meisten.

„Dieses Ergebnis passt zum einen zur erfreulichen Umsatzentwicklung der Marke: Mit einem erneuten Plus von 11,8 Prozent hat EP: 2021 zum siebten Mal in Folge besser abgeschnitten als der Kanal Fachhandel. Zum anderen unterstreicht die Handelsblatt-Platzierung, dass wir mit unserem neuen Branding keine leeren Versprechungen machen“, erläutert der Vorstand. Damit spielt er auf den kürzlich eingeführten Claim „EP:Einfach persönlicher.“ an, der den bisherigen Slogan „Unser Service macht den Unterschied“ konsequent weiterführt und spezifiziert. „In einer Welt, in der das Wort ‚Service‘ immer öfter leichtfertig verwendet wird, möchten wir ganz klar zeigen, was das Besondere an den EP:Fachhändlern ist: Sie sind persönlich für ihre Kunden da, unmittelbar, zuverlässig und menschlich. Hier setzt das Handelsblatt nun ein Ausrufezeichen hinter“, fasst Friedrich Sobol zusammen.

Kirchentag in Düsseldorf? Davon würde auch die lokale Wirtschaft profitieren

Der Haupt- und Finanzausschuss der Landeshauptstadt kommt am Montag, 13. Juni, 15 Uhr, im Plenarsaal des Rathauses, Marktplatz 2, zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Auf der Tagesordnung steht unter anderem der Controllingbericht der Stadtkämmerin zur Haushaltslage nach dem 31. März 2022, die Handlungsfelder Nachhaltigkeit der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Ein weiteres Thema ist der Deutsche Evangelische Kirchentag, der 2027 in unserer Stadt sein soll. 5 Tage, 100.000 Besucher, 40.000 Ehrenämter und 2.000 Veranstaltungen. In der Beschlussvorlage heisst dazu: Neben den dargelegten gesellschaftlichen Aspekten wird der geplante Kirchentag 2027 positive Effekte für die lokale Wirtschaft Düsseldorfs haben. Zunächst sind hier die Umsätze zu nennen, die der Deutsche Evangelische Kirchentag direkt in Düsseldorf verursacht. So rechnet man mit einem signifikanten Auftragsvolumen, das in der Stadt generiert wird. Neben den direkten Ausgaben in der Region erzeugt der Kirchentag eine erhebliche Wertschöpfungskette. Zudem wird durch die hohe nationale und internationale Medienpräsenz eine erhöhte Tourismusauslastung erfolgen, welche ebenfalls die lokale Wirtschaft fördert. Insgesamt geht der Deutsche Evangelische Kirchtag so von bis zu 20 Millionen Euro aus, welche zurück in die Region fließen.

In der Beschlussvorlage finden sich weitere Gründe für die Durchführung des Kirchentages in unserer Stadt: Der Kirchentag verfolgt ähnliche Zielsetzungen, die auch die Landeshauptstadt Düsseldorf verfolgt. Hier ist zum Beispiel die Sicherung des sozialen Friedens durch interreligiösen Austausch oder die Ermöglichung von umfassender Teilhabe zu erwähnen. Ein Leuchtturmprojekt wie der Deutsche Evangelische Kirchentag wird aller Wahrscheinlichkeit nach einen Verstärkungs- und Beschleunigungseffekt auf diese Themen erzielen.

So hat sich der Kirchentag zu einer Veranstaltung mit integrativer Kraft entwickelt, die junge und alte Menschen aus allen Bevölkerungsschichten zusammenführt. Sie wirkt in viele gesellschaftliche Bereiche hinein und stellt eine Aktivierung des kulturellen Lebens dar. Zudem sind die Kirchentage Orte des Dialoges zwischen den christlichen Konfessionen und zwischen den Religionen. So ist ein vielschichtiger Austausch möglich, welcher nicht nur zu Förderung des sozialen Friedens führen, sondern vielmehr eine lehrreiche Begegnungsstätte darstellt.

Darüber hinaus können Teilnehmende in direkten Kontakt zu Prominenten und Führungspersönlichkeiten der Gesellschaft treten, diese unmittelbar erleben und mit ihnen diskutieren. Insbesondere junge Menschen erfahren, wie wichtig es ist, sich in die Gesellschaft zu integrieren und so ein selbstbestimmtes Mitglied zu werden.

Zentrale Ansprechpartner mit Erfahrungen in der Organisation und Durchführung städtischer Großveranstaltungen in Düsseldorf werden seitens D.LIVE gestellt. Zudem wird der Deutsche Evangelische Kirchentag durch eine zentrale Schnittstelle im Amt für Schule und Bildung ab dem Jahr 2025 aktiv unterstützt. Hierfür ist im Amt für Schule und Bildung (Sachgebiet 40/11) eine befristete Stelle ab dem Jahr 2025 bis Ende 2027 einzurichten, heißt es in der Vorlage.

Alle Interessierten sind zu dieser Sitzung herzlich eingeladen. Die Sitzung wird aber auch auf Youtube gestreamt – der Stream ist über die Adresse www.duesseldorf.de/livestream erreichbar.

Die Tagesordnung und die Unterlagen zu dieser Sitzung sind im Internetangebot der Landeshauptstadt Düsseldorf unter www.duesseldorf.de/Medienportal/sitzungen zu finden.

Schulen erhalten das beliebte Berufswahlsiegel

Im Savoy-Theater haben wir in dieser Woche die beliebten Berufswahlsiegel an 8 Schulen in Düsseldorf und dem Südkreis Mettmann verliehen. Insgesamt waren rund 100 Gäste dabei, darunter Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Vertreter aus der Wirtschaft und der Politik. Die Grussworte übernahmen der Düsseldorfer Stadtdirektor Burkhard Hintzsche und Martina Lüking vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW. Weitere Gäste waren Anja Esser vom Ministerium für Schule und Bildung sowie der Düsseldorfer Schulrat Uwe Schorscher. Das Berufswahlsiegel erhielten: Alfred-Herrhausen-Schule, Cecilien Gymnasium, Freie-Christliche-Gesamtschule, Joseph-Beuys-Gesamtschule, Bettine-von-Arnim-Gesamtschule, Berufskolleg Hilden des Kreises Mettmann, Realschule Hochdahl und die Prisma-Schule Langenfeld.

In den Interview, Gesprächen und Grussworten wurde noch einmal sehr deutlich, dass das Berufswahlsiegel und die landesweite Übergangs-Initiative „Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA) eben keine Konkurrenzprodukte sind, sondern sich gegenseitig ergänzen. Während KAoA die Standardelemente sind, die alle Schulen verbindlich einsetzen, also beispielsweise den Berufswahlpass, die Potenzialanalyse und die Berufsfelderkundungen, ergänzen die zusätzlichen Angebote durch das Berufswahlsiegel diese Standardelemente. Das Berufswahlsiegel wurde vor 22 Jahren in Düsseldorf FÜR unsere Stadt und den Südkreis Mettmann gegründet, ist also ein lokales Bildungsprojekt. Mittlerweile ist es aber auch das GRÖßTE DEUTSCHE SCHULPROJEKT mit rund 1.600 Schulen im gesamten Bundesgebiet. In Düsseldorf ist jede fünfte Schulen mit dem Berufswahlsiegel ausgezeichnet. Die Dauer des Gütesiegels beträgt grundsätzlich drei Jahre. Anschließend muss es durch die Schule neu beantragt werden. www.netzwerk-berufswahlsiegel.de

Fotos: W. Meyer

So berichtet ANTENNE DÜSSELDORF: https://www.antenneduesseldorf.de/artikel/duesseldorfer-schulen-erhalten-das-berufswahlsiegel-1335211.html

 

Steigende Gaspreise: Tipps der Verbraucherzentrale Düsseldorf

Auch hier in Düsseldorf ist das Leben für viele Menschen deutlich teurer geworden. Die Inflation liegt bei rund 7 % und das merken wir ganz besonders auch bei den Energiepreisen. Gas wird teurer – die Düsseldorfer Stadtwerke haben angekündigt, die Preise ab August um 37 Prozent zu erhöhen. In vielen anderen Städten sind die Preise wohl noch stärker gestiegen, hat uns Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale NRW gesagt. Er rät: Wir sollten uns schnell über Alternativ-Tarife informieren. Allerdings seien die Chancen hier nicht sonderlich hoch, wesentlich günstigere Tarife zu finden. Die Verbraucherzentrale berät Düsseldorferinnen und Düsseldorfer aktuell auch zu den Gaspreisen und gibt Tipps, wie wir Geld sparen können. Quelle: Antenne Düsseldorf

Die Krise und keine Ende: Pkw-Markt im Mai weiter im Minus

Im Mai wurden etwas mehr 207.000 Fahrzeuge neu zugelassen. Das sind rund 23.000 Einheiten und damit 10,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres wurden damit laut der aktuellen Monatsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) insgesamt rund 1,013 Millionen Pkw erstmals in den Verkehr gebracht. Das sind minus 9,3 Prozent bzw. rund 103.000 Pkw weniger als im Vorjahreszeitraum.

Bei der Zahl der Besitzumschreibungen war im Mai ein Rückgang von minus 13,2 Prozent auf rund 487.000 Pkw im Vergleich zum Vorjahresmonat zu verzeichnen. Von Januar bis Mai 2022 wechselten insgesamt rund 2,4 Millionen Pkw die Besitzer, das sind minus 12,2 Prozent bzw. rund 335.000 Halterwechsel weniger als im Vorjahreszeitraum.

Auch wenn der Rückgang im Mai nicht so hoch ausfällt wie im April, bleibt damit eine übliche jahreszeitliche Belebung in Kfz-Handel laut dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) aus. Mit einer Veränderung ist weiter nicht zu rechnen, da es nach wie vor Lieferengpässe durch die eingeschränkte Versorgung mit Fahrzeugteilen und -systemen und die damit verbundene stockende Produktion in vielen Herstellerwerken gibt. Dies macht sich auch im knappen Angebot an gebrauchten Fahrzeugen bemerkbar.

Neuer Schwung für Start-UPs?

Neuer Schwung für die Gründer-Szene: Bundesregierung bringt Start-up-Strategie auf den Weg / Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, äußert sich in einem Statement zur Start-up-Strategie der Bundesregierung.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat heute den Entwurf für eine umfassende Strategie zur Förderung junger innovativer Unternehmen vorgelegt, die nun in die Ressortabstimmung mit den anderen Ministerien geht. Dazu Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena):

„Die Bundesregierung packt ein wirklich wichtiges Thema umfassend an. Insbesondere mit Blick auf die spektakulären Potentiale, die es im Clean-Tech-Bereich gibt, ist die Start-up-Strategie der Bundesregierung eine enorm wichtige Initiative, um mit den Ideen und der Denkweise junger Gründerinnen und Gründer schnell digitale Geschäftsmodelle für das Erreichen der Klimaziele auf den Weg zu bringen. So kann sich Deutschland auch im internationalen Wettbewerb gut positionieren.

Besonders freut mich, dass die Bundesregierung in ihrer Strategie den Aktivitäten der Deutschen Energie-Agentur (dena) im SET Hub-Programm und dem Future Energy Lab eine besondere Rolle zuschreibt.

Mit dem Start-up Energy Transition Hub stellen wir schon im dritten Jahr das breite Wissen der Expertinnen und Experten der dena zur Verfügung. Start-ups aus dem Energiesektor vermitteln wir im Mentoring-Programm des Hubs frühzeitig die durchaus komplexen regulatorischen Züge des Energiesystems. Künftig sollen es Pilotprojekte rund um die Smart-Meter-Gateway-Technologie Start-ups ermöglichen, die Digitalisierung der Energiewende noch aktiver mitzugestalten.

Das dena Future Energy Lab wurde dank der Unterstützung der Bundessregierung rechtzeitig als ein Ort in Berlin ins Leben gerufen, an dem Start-ups und digitale Technologien unter einem Dach vereint sind, mit dem Wissen etablierter Unternehmen der Energiebranche vernetzt werden und ihre Geschäftsmodelle mit den Rahmenbedingungen des Energiesystems abgeglichen werden können. Wir freuen uns, dass Pilotprojekte zu digitalen Zukunftstechnologien weiter ausgebaut werden sollen. Es geht um Themen wie den Aufbau von energieeffizienten Algorithmen, die Chancen mit Quantentechnologie, Daten sicher verschlüsselt auszutauschen und ganz aktuell um die Dringlichkeit von digitalen Identitäten als verlässliches Fundament für teil- oder vollautomatische Datenaustausche im Energiesystem der Zukunft.

Ganz allgemein hat die Bundesregierung mit der Start-up-Strategie aus meiner Sicht drängende Themen aufgegriffen. Diese sind auch ein zentraler Aspekt in der von der dena Breakthrough Energy und 1.5 ° Ventures initiierten Tech for Net Zero Allianz. Viele der von dieser Allianz adressierten Punkte finden sich in dem jetzt vorliegenden Entwurf wieder.

Die Förderung und Finanzierung von Start-ups etwa, die Ausgründungen aus der Wissenschaft, dass Gründerinnen und Diversität gestärkt und Start-ups für öffentliche Aufträge mobilisiert werden. Wir werden die Aktivitäten der Bundesregierung mit ganzer Kraft unterstützen.“

Hinterland of Things: Die Luft für Gründerinnen und Gründern wird dünner

Innovation und nachhaltiges Unternehmertum sind entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit von Ländern und Regionen. Die Founders Foundation setzt sich für die Ausbildung der Unternehmer von morgen ein. Deren Leuchtturm-Veranstaltung, die Hinterland of Things Konferenz, fand jetzt wieder in Bielefeld statt. Die Stadt ist auch Standort einer unserer fünf Verbandsgeschäftsstellen. Die jährliche Tech-Konferenz bietet eine Plattform für den persönlichen Austausch zwischen den führenden Stakeholder der internationalen Startup Szene in familiärer Atmosphäre.

Die Founders Foundation ist gemeinnützig und wurde von der Bertelsmann Stiftung ins Leben gerufen und finanziert. Unter der Leitung von CEO und Co-Founder Sebastian Borek sowie CFO und Co-Founder Dominik Gross bietet sie ein dreigeteiltes Modell: Mit Veranstaltungen wie dem Founders Talk, Startup Weekends und offenen Workshops sensibilisiert sie die Menschen der Region für das Thema Gründen. Die Founders Academy ist ein zweimonatiges Programm aus Workshops, Meetups und einem abschließenden Pitchday, das sich neben dem Vollzeitjob absolvieren lässt.

Die Hinterland-Konferenz. Über einen Tag hinweg kamen im Lokschuppen in Bielefeld Innovationstreiber, angehende und bereits erfolgreiche Gründerinnen und Gründer, Hidden Champions und Entscheiderinnen und Entscheider zusammen, um zu diskutieren, zu netzwerken und Allianzen zu schmieden – für eine gemeinsame digitale Zukunft.

Ein Ergebnis des Kongresses: viele Start-Ups fürchten Kapitalknappheit. Investoren sind unsicher: Krieg, gebrochene Lieferketten, hohe Inflation und steigende Zinsen. Der Zugang zum Kapital würde schwieriger, sagte unter anderem Expertin Verena Pausder, die wir auch aus unserem Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“ her kennen. Was lernen wir für Düsseldorf und unsere Gründungsszene daraus: Auf der einen Seite wird es für unsere Gründerinnen und Gründer schwieriger an Geld zu kommen. Die Jungunternehmerinnen und -unternehmer müssen lernen ihr Unternehmen durch diese schwierige Krisenzeit zu lenken. Auf der anderen Seite haben die Investorenfonds in den vergangenen erfolgreichen Jahren viel Geld eingesammelt, dass auch investiert werden muss. Ein Tipp dazu gab es auch auf dem Kongress: Die Investoren suchen nach einfachen und schnellen Lösungen, damit man als Unternehmen Geld sparen und effizienter arbeiten kann. So können schwere Zeiten auch gute Zeiten für Unternehmen sein. Wenn man die Herausforderungen als Chance begreift und die vorhandenen Möglichkeiten nutzt.

Die Bertelsmann Stiftung hat in den vergangenen Jahren bis zu 17 Millionen Euro in das Projekt Founders Foundation investiert. Das Engagement beschränkte sich nicht nur auf Bielefeld, sondern kommt der ganzen Region Ostwestfalen-Lippe zu Gute kommen. Bei Erfolg sei das Modell auch auf andere Flächenregionen in Deutschland übertragbar. „Dass wir jetzt den Startschuss für die Founders Foundation geben können, verdanken wir auch der Initiative der Familie Mohn. Sie engagiert sich mit diesem Projekt im Sinne von Reinhard Mohn für Unternehmertum und die Zukunft der Region“, sagte Jörg Dräger (Bertelsmann Stiftung) bei der Gründung des Projekts.