Kaum Fluktuation auf dem Arbeitsmarkt

Die Arbeitskräftefluktuation in Deutschland ist im Zeitverlauf nahezu konstant, sie sinkt jedoch leicht in wirtschaftlichen Krisenzeiten wie der Finanz- und Wirtschaftskrise und der Corona-Pandemie.

Dies liegt unter anderem daran, dass die Personalabgänge maßgeblich durch arbeitnehmerseitige Kündigungen bestimmt sind, die prozyklisch den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen folgen. Während die volkswirtschaftliche Perspektive die Funktion von Personalbewegungen für eine bessere Ressourcenallokation herausstellt, gilt auf betrieblicher Ebene eine hohe Fluktuation häufig als Ausdruck einer geringen Mitarbeiterbindung. Allerdings zeigen sich nur wenige Betriebe (2016 waren es rund 9 Prozent) auch tatsächlich besorgt über das Ausmaß ihrer Fluktuation in den kommenden Jahren. Vielmehr sind Personalwechsel und Beschäftigungsentwicklung stark durch das betriebliche Umfeld wie den Wettbewerbsdruck und die jeweilige personalpolitische Strategie geprägt. Demgegenüber spielt die Diversität der Belegschaft mit Blick auf das Geschlecht, die Altersverteilung und den kulturellen Hintergrund der Beschäftigten für die Dynamik der Personalbewegungen eher eine untergeordnete Rolle. Angesichts steigen der Fachkräfteengpässe in Verbindung mit den strukturellen Veränderungen durch den ökologischen und digitalen Wandel könnte die Fluktuation als volkswirtschaftliche Kennziffer und betriebliche Steuerungsgröße noch weiter an Bedeutung gewinnen

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METRO bringt vegane Flüssig-Ei-Alternative auf den Markt

Foto: Simply Eggless

Ab sofort bietet die Düsseldorfer METRO eine pflanzliche und zukunftsweisende Alternative zum klassischen Hühnerei an: das vegane Flüssigei von Simply Eggless. Das jetzt erstmals in Deutschland erhältliche Produkt auf Lupinen-Basis überzeugt in puncto Geschmack und Textur wie das Original. Dieses neu entwickelte, innovative Trendprodukt erweitert das pflanzenbasierte Sortiment des Großhändlers und bietet Gastronominnen und Gastronomen sowie ihren Gästen eine weitere nachhaltigere Alternative zum gewohnten tierischen Produkt.

Pflanzenbasierte Nahrung liegt bereits seit Jahren voll im Trend. Egal ob Vegetarier, Veganer oder Menschen, die sich gesundheitsbewusst ernähren und einfach mal was anderes probieren möchten – für sie alle bietet METRO ein breit gefächertes Sortiment, das verschiedenste Ernährungsgewohnheiten abdeckt. Ab sofort kommt nun ein neues Trendprodukt im Kühlregal hinzu: Die pflanzliche Flüssigei-Alternative von Simply Eggless. „Wir freuen uns sehr, als erster Lebensmittelhändler in Deutschland flächendeckend ein veganes und hochwertiges Flüssigei-Produkt anzubieten. Unsere Kundinnen und Kunden erhalten bei uns bereits viele Produkte, die als pflanzenbasierte Protein-Alternativen tierische Produkte wie Fleisch, Wurst, Fisch oder Käse ersetzen können. Nun gibt es endlich auch eine pflanzliche Alternative zum Hühnerei“, sagt Muna Sueifan, Category Managerin Einkauf Feinkost & Tiefkühlkost bei METRO Deutschland. „Mit diesem und vielen weiteren Produkten werden wir der wachsenden Nachfrage nach innovativen und nachhaltigen Produkten, die auch das Gastgewerbe spürt, gerecht. Ziel ist unser Sortiment kontinuierlich auf Basis der wachsenden Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden zu optimieren.“

Simply Eggless: Vielseitig und innovativ

Als pflanzenbasiertes Produkt auf Basis von Lupinen liegen die Vorteile der neuen Ei-Alternative auf der Hand: Es ist für die gesundheitsbewusste Ernährung ohne tierische Produkte perfekt geeignet, ist sehr proteinreich, hat einen hohen Ballaststoffgehalt und enthält kein Cholesterin. Ob als Rührei, Omelette oder im Kuchen als Backzutat – das vegane Flüssigei ist vielseitig einsetzbar und verhält sich dabei hinsichtlich Textur und Geschmack wie das Original. Im Sinne der Nachhaltigkeit bestehen die Flaschen zudem zu 50% aus recyceltem PET (rPET). Das pflanzenbasierte Flüssigei von Simply Eggless ist ab sofort im Kühlregal in allen METRO Großmärkten und ab März auch beim METRO Lieferservice deutschlandweit zunächst in 400ml Flaschen in limitierten Mengen verfügbar. Künftig sind eine hohe Verfügbarkeit, sowie weitere, an die Bedürfnisse der Gastronomie angepasste, Verpackungsgrößen sichergestellt.

Einsatz in der Gastronomie

Durch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in der Küche ist die Ei-Alternative auch für die Gastronomie äußerst attraktiv. Denn nicht nur Veganer sind an pflanzenbasierten Gerichten im Restaurant ihrer Wahl interessiert. Immer mehr Menschen wollen den Konsum von tierischen Produkten bewusst reduzieren und greifen daher gerne auf pflanzliche Alternativen zurück. „Egal ob für das Rührei beim Hotelfrühstück, das Omelette beim Brunch oder für das Backen von veganen Kuchen auf der Dessertkarte – mit dem pflanzenbasierten Flüssigei von Simply Eggless bieten wir dem Gastgewerbe eine weitere Lösung, um diese Nachfrage ihrer Gäste zu decken“, resümiert Muna Sueifan.

Aktuelle Studie: Digitalisierungsbedarf, Corona, Lieferengpässe – Die Zukunft des stationären Einzelhandels liegt im Omnichannel

Aktuelle Studie: Digitalisierungsbedarf, Corona, Lieferengpässe – Die Zukunft des stationären Einzelhandels liegt im Omnichannel / Handelsexperte Prof. Dr. Gerrit Heinemann, Ladeninhaberin Patricia Bernhardt und Luca Beltrami, Head of Product for Retailers bei Faire (von Links nach Rechts) bei der Vorstellung der Studie, die das Marktforschungsinstitut IFH Köln im Auftrag von Faire umgesetzt hat.

Der unabhängige, mittelständische Einzelhandel in Deutschland sieht sich mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, die seinen Erfolg erschweren: hohe Ladenmieten, Wettbewerbsdruck durch E-Commerce und große Händler sowie die Pandemie. Gleichzeitig stellt sich die Frage: Wie steht es hier um die Digitalisierung? Vier von zehn Einzelhändler:innen haben sich noch nicht mit digitalen Lösungen beschäftigt. Hier bedarf es vor allem unkomplizierter und schnell einsetzbarer Lösungen. Denn laut Studie ist die Überforderung mit den Aufgaben und Technologien ein Grund für die Digitalisierungslücke. Ein Erfolgsbeispiel ist das Umdenken im Beschaffungsprozess: Bereits jede:r fünfte Einzelhändler:in informiert sich mittlerweile auf Onlinegroßhandelsplattformen. 64 Prozent der Befragten sind offen für digitalen Beschaffungsalternativen.

Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Studie, die das Marktforschungsinstitut IFH Köln im Auftrag der weltweit größten digitalen Großhandelsplattform Faire Wholesale im Juli 2022 umgesetzt hat. 213 unabhängige Einzelhändler:innen verschiedener Branchen mit einem maximalen Umsatz von 1,5 Mio. Euro äußerten sich in der Befragung zum Thema „Wie digital ist der deutsche Einzelhandel?“

Mit digitalen Lösungen den Herausforderungen begegnen

Die Hälfte der befragten Unternehmen, deren Läden in städtischen Lagen angesiedelt sind, gibt an, dass sich die Corona-Pandemie negativ auf ihre Geschäfte ausgewirkt hat. Im Lockdown konnte niemand shoppen gehen, Lieferengpässe schmälerten das Sortiment. 36 Prozent der Befragten informieren sich normalerweise auf Großhandels- und Ordermessen zu neuen Trends und Produkten. Diese wurden jedoch während der Corona-Krise abgesagt.

„Traditionell stellen wir unsere Produkte auf internationalen Handelsmessen stationären Händler:innen vor, doch diese Veranstaltungen fielen in den vergangenen zwei Jahren immer wieder aus“, beschreibt Faire Kundin Antje Risau, Gründerin von WeeDo Funwear das Problem aus Hersteller:innensicht. „Ein Riesenproblem, das wir mit einer digitalen Großhandelsplattform wie Faire lösen konnten. Dort treffen auch im Lockdown kleine Einzelhändler:innen und kleine Marken aufeinander. Online rettet somit kleine stationäre Marken und Läden.“

Einzelhandel intelligent gedacht – Faire unterstützt mit neuen Technologien und Dienstleistungen sowohl unabhängige Einzelhändler:innen, als auch Hersteller:innen und kleine Marken. Beide Seiten können somit lokale und globale Netzwerke bilden, die ihnen dabei helfen, dem Wettbewerb mit den Einzelhandelsriesen standzuhalten. Welche Rolle die digitale Transformation dabei spielt war die zentrale Fragestellung der Studie von Faire und IFH Köln.

Wie digital ist der deutsche Einzelhandel aufgestellt?

Um es vorweg zu nehmen: Es besteht digitaler Nachholbedarf, aber zugleich entdecken immer mehr die Vorteile von Online. Noch haben sich vier von zehn Einzelhändler:innen nicht mit digitalen Lösungen beschäftigt, unter anderem weil sie derzeit keinen Bedarf für Digitalisierung sehen oder mit den hiermit verbundenen Aufgaben überfordert sind. 57 Prozent der befragten Händler:innen betreiben keinen Onlineshop. Besonders kleinere Einzelhändler:innen geben fehlende Zeit an, wieso sie bisher keinen zusätzlichen Onlinekanal aufgebaut haben. Doch gerade traditionell zeitaufwendige Aufgaben, wie die Auswahl und den Einkauf neuer Waren lassen sich mühelos digitalisieren, d.h. über Onlinegroßhandel abwickeln. Das hat bereits jede:r fünfte Einzelhändler:in erkannt – Tendenz steigend. War der Besuch auf Großhandels- und Ordermessen früher mit Zeit und Kosten verbunden, gelingt der Einkauf beim Onlinegroßhandel digital schnell und bequem.

„Die Pandemie hatte weitreichende Auswirkungen darauf, wie Konsument:innen weltweit einkaufen und Geschäfte machen. Sie stellte uns zwar vor eine Herausforderung, aber dieser Moment bietet uns auch die Gelegenheit zu überdenken, wie wir bisher vorgegangen sind, und zu entscheiden, wie wir uns neu aufstellen wollen“, kommentiert Max Rhodes, Mitbegründer und CEO von Faire, die Umfrageergebnisse. „Unsere Plattform gibt unabhängigen Einzelhändler:innen die Möglichkeit, mit einfachen Online-Tools einige der gängigsten Probleme zu lösen, mit denen sie konfrontiert sind. Wenn sich ein:e Einzelhändler:in bei Faire anmeldet, wird er oder sie Teil eines globalen Netzwerks, das gemeinsam mit Einzelhandelsriesen konkurrieren kann. Unsere Mission ist es, ihnen dabei zu helfen, eine bessere Zukunft für sich und ihre Community aufzubauen.“

Mit maßgeschneiderten finanziellen und logistischen Bedingungen, wie z. B. kostenlosen Rücksendungen und einem 60-Tage-Nettozahlungsziel, bietet das 2017 in den USA gegründete Unternehmen kleinen Händler:innen Konditionen, wie sie üblicherweise allein großen Handelsketten zur Verfügung stehen. Mit seinem datengesteuerten Ansatz begleitet Faire Händler:innen bei der passgenauen Auswahl von Artikeln. Mit Faire profitieren Marken von leistungsstarken Vertriebs-, Marketing- und Analysetools, die ihr Geschäft vereinfachen.

Experte Prof. Dr. Heinemann sieht mangelnde Digitalisierung kritisch

„Obwohl die derzeitigen Herausforderungen im stationären Einzelhandel gewaltig sind, verweigern immer noch 4 von 10 Händlern das Thema Digitalisierung“, sagt der E-Commerce-Experte im Hinblick auf die Studienergebnisse der IFH Köln. „Sie gehören damit höchstwahrscheinlich zu den Handelsbetrieben, die den Strukturwandel nicht überleben werden. Die fortschrittlichen Händler allerdings haben die Gunst der Stunde genutzt und setzen vor allem auf die Vorteile der Digitalisierung auf der Beschaffungsseite in Einkauf und Logistik.“

Onlinegroßhandel wird als Einkaufskanal immer relevanter

Insgesamt ist die Digitalisierung bei größeren Einzelhändler:innen weiter verbreitet – vor allem im Einkauf und den internen Prozessen ist sie ausgeprägter. Die globalen Krisen treiben insbesondere in der Beschaffung der Waren ein Umdenken hervor: Der Onlinegroßhandel wird als Einkaufsort relevanter, Händler:innen suchen nach digitalen Alternativen zu Messen und langwierigen Recherchen in den Weiten des Internet. Zahlreiche Faire-Tools erleichtern den Bestellprozess und knüpfen an beliebte und gelernte Social Media Mechanismen an.

„Ich habe schon ganz oft auf „Dies könnte dir auch gefallen“ geklickt, das funktioniert wie bei Instagram und Pinterest“, sagt Ramona Krämer, Inhaberin des Hamburger Krämerladens. „Ich liebes es, dass ich weltweit einkaufen kann, momentan bestelle ich viel in Amerika.“ Vorgestellt hat Faire die Studie in der Düsseldorfer Boutique In Love with Loretto 23. Die Ladenbesitzerin Patricia Bernhardt setzt auf die Digitalisierung und bestellt ihre kuratierte Ware bei Faire. Damit repräsentiert sie die neue Generation unabhängiger Händler:innen: stark im Sortiment, offen für digitale Lösungen, aktiv in den sozialen Medien.

64 Prozent der Befragten gaben an, offen für alternative Beschaffungsmöglichkeiten wie den Onlinegroßhandel zu sein. Trotz vergleichsweise geringerem Digitalisierungsgrad suchen kleinere Händler:innen eher nach neuen Einkaufsmöglichkeiten. Jeder fünfte:r Einzelhändler:in informiert sich bei Onlinegroßhändler:innen, 80 Prozent haben dabei positive Erfahrungen gemacht. Bei 68 Prozent hat sich die Nutzung von Onlinegroßhandelsplattformen während der Pandemie positiv ausgewirkt. Während der aktuellen Krisen wünschen sich insbesondere größere Einzelhändler:innen zunehmend Unterstützung vom Großhandel, vor allem hinsichtlich Konditionen (35 Prozent) und Warenauswahl (15 Prozent).

Fazit und Ausblick

„Es gilt, mit dem richtigen Angebot beim Einzelhandel zu punkten“, sagt Max Rhodes. „Die Studienergebnisse spiegeln wider, was wir jeden Tag erleben. Kleine, unabhängige Einzelhändler:innen haben es schwer im traditionellen Großhandelssystem: Kurzfristige Zahlungsziele und große Mindestbestellmengen machen den Beschaffungsprozess für kleine Unternehmen risikoreich. Es braucht moderne Konzepte, faire Konditionen und digitale Angebote für unabhängige Retailer:innen.“

Die Experten von Faire haben schon bei der Gründung erkannt: Der Einzelhandel wird immer mehr zum Omnichannel. Es wird immer seltener Einzelhändler:innen geben, die nur online oder nur stationär sind. Dieser Überzeugung ist auch Prof. Dr. Heinemann und nennt das Konzept „Kanal Egal“. „Jeder wird über Websites, soziale Medien oder Marktplätze ein bisschen von beidem anbieten. Eine ideale Kombination stellt dazu die Beschaffungsplattform Faire.com dar, auf der sich bereits 70.000 Qualitätsmarken zum Großhandelspreis tummeln.“

Digital Commerce und stationärer Handel sind kein Widerspruch, sondern ideale Partner bei der Demokratisierung und Digitalisierung des Einzelhandels.

Über das IFH

Als Brancheninsider liefert das IFH KÖLN Informationen, Marktforschung und Beratung zu handelsrelevanten Fragestellungen rund um eine erfolgreiche Gestaltung der Zukunft und der Entwicklung passender Geschäftsmodelle. Das IFH KÖLN ist erster Ansprechpartner für unabhängige, fundierte Daten, Analysen und Strategien, die Unternehmen und Handelsstandorte erfolgreich und zukunftsfähig machen. Durch die Betrachtung von Märkten, Kunden und dem Wettbewerb, bietet das IFH KÖLN einen 360°-Blick für die Strategieableitung bei handelsrelevanten Themen. Mehr unter: www.ifhkoeln.de

Über Faire

Faire ist der weltweit erste Online-Marktplatz, der ausschließlich unabhängige Einzelhändler:innen und Marken zusammenbringt und so die Demokratisierung des Großhandels vorantreibt. Dank unkomplizierten finanziellen und logistischen Bedingungen, wie z. B. kostenlosen Rücksendungen und einem 60-Tage-Nettozahlungsziel, bietet das 2017 gegründete Unternehmen kleinen Händler:innen Konditionen, wie sie üblicherweise allein großen Handelsketten zur Verfügung stehen. Mit seinem datengesteuerten Ansatz begleitet Faire Händler:innen bei der passgenauen Auswahl von Artikeln. Mit Faire profitieren Marken von leistungsstarken Vertriebs-, Marketing- und Analysetools, die ihr Geschäft vereinfachen. Kleine Unternehmen zu stärken ist eine Herzensangelegenheit von Faire. Alle Mitglieder des Gründer- und Vorstandsteams haben einen Einzelhandelshintergrund. Der Hauptsitz von Faire ist in San Francisco, USA. Mit seinen 10 internationalen Standorten verbindet Faire kleine Händler:innen und Hersteller:innen weltweit. Faire wird von Investoren wie Durable Capital Partners, Sequoia Capital, Forerunner Ventures, Founders Fund, Khosla Ventures, Lightspeed Venture Partners, Y Combinator, DST Global, Dragoneer, D1 Capital Partners, Norwest Venture Partners, Baillie Gifford und Wellington Management unterstützt. www.faire.com

Henkel erzielt deutliches organisches Umsatzwachstum im ersten Quartal

Henkel-Chef Carsten Knobel. Foto: Henkel

Henkel hat im ersten Quartal 2022 in einem sehr herausfordernden Marktumfeld den Konzernumsatz auf rund 5,3 Mrd Euro gesteigert. Das deutliche organische Umsatzwachstum von +7,1 Prozent war vor allem durch eine sehr starke Preisentwicklung getrieben, bei gleichzeitig leicht rückläufigem Volumen. Nominal betrachtet betrug der Umsatzzuwachs +6,1 Prozent.

„Diese sehr gute Umsatzentwicklung ist ein Beleg für unsere Wachstumsagenda sowie für das große Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit. Ihnen gebührt unser Dank für ihren großartigen Einsatz“, sagte Carsten Knobel, Vorstandsvorsitzender von Henkel. „Doch das gesamtwirtschaftliche Umfeld hat sich seit Anfang des Jahres weiter dramatisch verschlechtert. Die Auswirkungen der globalen Corona-Krise mit einer außerordentlich angespannten Situation an den Rohstoffmärkten und in den globalen Lieferketten haben sich durch den Krieg in der Ukraine dramatisch verschärft.“

„Trotz dieser außergewöhnlich schwierigen Rahmenbedingungen verfolgen wir eine klare Strategie für ganzheitliches Wachstum. Mit unserem Adhesive Technologies-Geschäft sind wir weltweit führend und bieten innovative Lösungen in vielen wichtigen Industrien – mit einem klaren Fokus auf Zukunftstrends wie Mobilität, Vernetzung und Nachhaltigkeit. Und durch den Zusammenschluss der Konsumentengeschäfte Laundry & Home Care und Beauty Care schaffen wir mit Henkel Consumer Brands eine Multikategorie-Plattform mit rund 10 Mrd Euro Umsatz. Unser künftiges Consumer Brands-Geschäft soll bis spätestens Anfang 2023 etabliert sein und bietet ein breiteres Fundament, um unser Portfolio noch konsequenter zu optimieren und auf ein höheres Wachstums- und Margenprofil zu entwickeln“, erläuterte Carsten Knobel.

Das Umsatzwachstum im ersten Quartal war vor allem durch den Unternehmensbereich Adhesive Technologiesgetragen, der einen zweistelligen organischen Anstieg von +10,7 Prozent erreichte. Hier erzielten alle Geschäftsfelder organische Umsatzzuwächse.

Der Unternehmensbereich Beauty Care verzeichnete im ersten Quartal eine leicht rückläufige organische Umsatzentwicklung von -1,2 Prozent. Dabei erreichte das Friseurgeschäft ein zweistelliges organisches Umsatzwachstum. Das Konsumentengeschäft lag insbesondere aufgrund der Umsetzung der für 2022 angekündigten Portfoliomaßnahmen wie erwartet unter dem Niveau des Vorjahres.

Der Unternehmensbereich Laundry & Home Care erzielte eine sehr starke organische Umsatzsteigerung von +4,9 Prozent, die durch ein deutliches Wachstum im Geschäftsfeld Waschmittel getragen wurde. Das Geschäftsfeld Reinigungsmittel dagegen verzeichnete im ersten Quartal eine leicht rückläufige organische Umsatzentwicklung.

In regionaler Hinsicht wurde die deutliche Umsatzentwicklung von Henkel maßgeblich von den Wachstumsregionen getrieben. Aber auch die reifen Märkte verzeichneten eine starke organische Umsatzentwicklung.

Mit Blick auf den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2022 sagte Carsten Knobel: „Die Unsicherheit und Volatilität in unserem wirtschaftlichen Umfeld haben sich durch den Krieg in der Ukraine weiter verschärft. So haben sich die Preise für Rohstoffe und Logistik noch einmal deutlich erhöht. Zudem haben wir uns – vor dem Hintergrund der Entwicklungen des Krieges in der Ukraine – Mitte April dazu entschlossen, unsere Geschäftsaktivitäten in Russland aufzugeben. Darüber hinaus haben wir beschlossen, unsere Geschäftsaktivitäten in Belarus einzustellen. Hiervon betroffen sind ein Jahresumsatz von insgesamt rund 1 Mrd Euro und mehr als 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen erwarten wir nun für den weiteren Jahresverlauf eine deutlich höhere Belastung unserer Ergebnisgrößen als noch zum Anfang des Jahres und haben daher Ende April unsere
Jahresprognose entsprechend aktualisiert.“

Henkel erwartet nun auf Konzernebene im Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum von +3,5 bis +5,5 Prozent. Die bereinigte Umsatzrendite (EBIT-Marge) soll in der Bandbreite von 9,0 bis 11,0 Prozent liegen. Für das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie (EPS) bei konstanten Wechselkursen erwarten wir nun einen Rückgang in der Bandbreite von -35 bis -15 Prozent.

Rheinmetall: Klimaneutralität bis zum Jahr 2035

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat es sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2035 die CO2-Neutralität im Konzern zu erreichen. Auf dem Weg dorthin hat nun das südafrikanische Tochterunternehmen Rheinmetall Denel Munition (RDM) erste Schritte unternommen, die eigene Klimabilanz zu verbessern und damit das weltweite Konzernziel zu unterstützen. Am Unternehmensstandort Somerset West installierte Rheinmetall in diesem Zusammenhang neue E-Fahrzeuge und netzunabhängige, solarbetriebene Ladestationen.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: “Weltweit fokussieren Unternehmen ihre Aufmerksamkeit auf ESG-Ziele (Environmental, Social and Governance). Auch der Rheinmetall-Konzern verpflichtet sich konzernweit dazu, in der Praxis sichtbare Schritte zu unternehmen, um Verantwortung gegenüber unserer Umwelt und der Gesellschaft wahrzunehmen. Die Initative in Südafrika ist nur ein Beispiel hierfür.“

Die neuen Fahrzeuge wurden von Jan Patrick Helmsen, CEO der südafrikanischen RDM, am Hauptstandort des Rheinmetall-Tochterunternehmens in Somerset West enthüllt und werden von nun an hier und am Standort Boskop in Potchefstroom in Betrieb sein.

„Als Teil der Rheinmetall-Gruppe, die sich die Klimaneutralität bis zum Jahr 2035 zum Ziel gesetzt hat, unterstützt RDM dieses ambitionierte Ziel mit einem Masterplan, mit Hilfe dessen durch die Implementierung von Solarenergie und grünem Wasserstoff sowie anhand weiterer Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien Klimaneutralität erreicht werden soll. Ein wichtiger Schritt dabei ist die Abkehr vom Verbrennungsmotor in der Fahrzeugflotte mit einem völlig neuen Mobilitätskonzept, das für alle vier RDM-Standorte in Südafrika gilt“, so Helmsen.

Als Kick-Start, um die Abkehr von den mehr als 350 Verbrennermotoren in der RDM-Flotte anzustoßen, hat das Unternehmen die ersten elektronisch betriebenen Busse vorgestellt, die an den Standorten Somerset West und Boskop verkehren werden. Darüber hinaus kommen auch Elektroautos, die neuen „eBakkies“, und ein neues Mobilitätskonzept für Transporte innerhalb des Standortes, das auf E-Scootern und E-Bikes beruht, zum Einsatz.

Die Standorte von RDM umfassen insgesamt 5.000 Hektar, sodass nicht nur zwischen den Standorten, sondern auch innerhalb eines Standortes weite Strecken zurückgelegt werden müssen. Das Unternehmen hat bereits ein App-basiertes System etabliert, bei dem Mitarbeiter bislang schon Mitfahrgelegenheiten in einem Bus oder Auto von individuellen Standpunkten aus buchen können. Dieses System wird nun mit E-Scootern und E-Bikes weiter ausgebaut. Hierdurch sollen die Mobilität der Mitarbeiter und gleichzeitig die Umweltfreundlichkeit erhöht werden.

Der Betrieb der E-Scooter und E-Bikes erfolgt vergleichbar mit den Mietfahrradsystemen in Großstädten, insbesondere in Europa, wo ein Fahrrad an einer bestimmten Station gebucht und entnommen werden kann, um es später nach Gebrauch wieder in eine beliebige Ladestation zurückzustellen. An den RDM-Standorten wurden dementsprechend elektronische Ladestationen, die durch Solarpanels betrieben werden, über den jeweiligen Standort verteilt installiert.

Im Jahr 2021 hat Rheinmetall den United Nations Global Compact unterzeichnet, der ein verantwortungsvolles, nachhaltiges und transparentes Wirtschaften von Unternehmen forciert.

Unsere digitale Zukunft: Wie Automatisierung, Konnektivität und Künstliche Intelligenz die Welt verändern

Wir stellen uns immer und immer wieder die Frage, wie unsere digitale Zukunft aussehen wird. In Podcasts und unseren Veranstaltungen beschäftigen wir uns oft mit dieser Frage.  Werden wir zunehmend von zuhause aus arbeiten? Wird die KI zukünftig unsere Autos fahren? Welche Rolle werden digitale Medien zukünftig in unserem Leben spielen? Wie wird sich die Industrie verändern? Henkel beschäftigt sich in einem neuen Online-Special mit dieser Thematik. Der Text ist sehr empfehlenswert. https://www.henkel.de/spotlight/digitale-zukunft

ONLINE Wissens-Update „Änderungen im Nachweisgesetz“ – Zusatztermin

Aufgrund der hohen Nachfrage zu unserem Seminarangebot Wissens-Update „Änderungen im Nachweisgesetz – Was ist zu tun?“ bieten wir Ihnen einen Zusatztermin an.

Wir laden Sie herzlich ein, um Sie über den Inhalt des neuen Gesetzes zur Umsetzung der Arbeitsbedingungenrichtlinie zu informieren und Handlungsempfehlungen für den Umgang mit den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen aufzeigen.

TERMIN: 16. August 2022, 15:00 – 17:00 Uhr

Anmeldung: www.unternehmerschaft.de > Termine

Referent ist unser Jurist Alexander Jarre, Düsseldorfer Arbeitgeberverbände. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung. Die Zugangsdaten zur Online-Sitzung erhalten Sie kurz vor dem Termin mit einer separaten Email zugeschickt.

NUR FÜR MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER UNSERER MITGLIEDSBETRIEBE!!

IFH-Studie: 45.000 lokale Geschäfte vor dem Aus

Handel ist Wandel. Dieser altbekannte Spruch wird heute noch richtiger. Gründe sind der Demographische Wandel, die Digitalisierung und der Forcierung des Onlinehandels, sagt eine neue Studie des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH). Schon heute kaufen rund 73 Prozent der Internetnutzer auch online ein, besonders die Jüngeren. Fast jedem zehnten Einzelhandelsgeschäft droht die Schließung. Rund 45.000 stationäre Geschäfte sollen laut den Ergebnissen vor dem Aus stehen. Das entspricht einem Umsatzrückgang im stationären Handel von etwa 11,5 Prozent in den nächsten fünf Jahren. Laut Studie haben vor allem kleinere Städte noch Handlungsbedarf. Einen Gegentrend soll die Aktion BUY LOCAL sein. Die Initiative will inhabergeführte Handels- und Handwerksunternehmen vor Ort stärken und gleichzeitig mit der Online-Welt verbinden. Und damit eine Antwort auf wachsende Konkurrenz durch den Online-Handel geben.

Weitere Informationen:
www.buylocal.de
www.ifhkoeln.de

Energiekosten sind in Deutschland viel zu hoch

Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) zur Veröffentlichung der Verbraucherpreise durch das Statistische Bundesamt heute in Berlin:

„Die Lage bleibt ernst. Die Energiekosten treiben die Inflation; sie sind in Deutschland viel zu hoch. Unternehmen aber auch Verbraucherinnen und Verbraucher werden im europäischen Vergleich übermäßig belastet. An der Energieknappheit können wir derzeit wenig ändern. Wir sollten deshalb alle Maßnahmen ergreifen, die zu einer strukturellen Stabilisierung oder Reduzierung der Energiepreise beitragen können. Eine Debatte über den zu hohen Steueranteil an den Energiekosten ist überfällig. Er ist nicht nur für die Bürger, sondern für die Wettbewerbsfähigkeit aller Unternehmen in Deutschland eine echte Belastung.“

Wasserstoffstrategie: Rheinmetall gewinnt weiteren Multi-Millionen Euro Auftrag für Brennstoffzellen-Komponenten

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat einen weiteren Großauftrag im mittleren zweistelligen MioEUR-Bereich zur Lieferung von Brennstoffzellenkomponenten erhalten. Ein europäischer Brennstoffzellenhersteller hat das Unternehmen mit der Lieferung von Kathodenventilen beauftragt.

Das Auftragspaket untermauert den bisherigen Erfolg im Rahmen der Wasser-stoffstrategie des Konzerns, der seine Position im Bereich der alternativen Antriebe weiter konsequent ausbauen will. Als bewährter Technologiepartner leistet Rheinmetall seit vielen Jahren Beiträge zur Optimierung der Wasserstoffnutzung und somit auch im Sinne der angestrebten Energiewende – sowohl für Fahrzeuge diverser Kategorien wie auch für stationäre Systeme.

Beauftragt sind Klappensysteme mit integrierter Lagerelektronik, die als Bypass- und Absperrventile für Brennstoffzellen zum Einsatz kommen. Durch ihr spezielles Design erfüllen die Komponenten höchste Dichtheitsanforderungen mit einer Leckage von max. 2ccm/min. Aufgrund der Verfügbarkeit verschiedener Varianten, kundenspezifischer Anpassung der Steuerungs- und Lagerelektronik sowie der extrem niedrigen Leckageeigenschaften konnte sich Rheinmetall mit dem Produkt erfolgreich im Markt platzieren.
Erste Teile werden bereits in diesem Jahr ausgeliefert, der Serienstart wird 2025/2026 erfolgen. Die Fertigung erfolgt bis zum Jahr 2030 am Rheinmetall-Produktionsstandort Berlin, die Stückzahl beläuft sich auf insgesamt 1,5 Mio. Komponenten. Basierend auf den bereits ausgelieferten und erfolgreich verifizierten Mustern der Klappensysteme werden ab dem Jahr 2023 die Produktionslinien am Standort für höhere Serienvolumina angepasst.

Mit den bereits erteilten Aufträgen von zwei weiteren Brennstoffzellenherstellern über Kathodenventile ergibt sich über die Gesamtlaufzeit mittlerweile ein Auftragswert im hohen zweistelligen MioEUR-Bereich. Die Aufträge zeigen einerseits das große Markt-potenzial von Wasserstoffkomponenten und gleichzeitig auch die Kompetenz von Rheinmetall, in enger Zusammenarbeit mit Kunden zukunftsweisende Lösungen zu entwickeln. Das Unternehmen baut seine Position als führender globaler Lieferant von Klappensystemen weiter aus und stellt die erfolgreiche Transformation von Otto- und Dieselmotoren hin zu alternativen Antriebsformen unter Beweis.

Im Rahmen der nationalen deutschen Wasserstoffinitiative ist die Rheinmetall AG industrieller Partner des neuen Innovations- und Technologiezentrums Wasserstofftechnologie in Duisburg. In seiner Division Sensors and Actuators entwickelt Rheinmetall innovative Lösungen, um die Industrie mit hochwertigen Wasserstoffprodukten zu unterstützen und einen effizienten und zuverlässigen Einsatz von Brennstoffzellen zu ermöglichen.

Die bestellten Klappensysteme (Kathodenventile) von Rheinmetall regeln die Frisch- und Abluftmassenströme und isolieren auf der Kathodenseite die Brennstoffzellen-Stacks an den Ein- und Auslasspunkten von der Umgebung. Die sehr geringe Leckage, die durch eine spezielle Konstruktion erreicht wird, wurde erfolgreich nachgewiesen. Betriebszeiten von bis zu 12.000 Stunden werden erreicht und sollen mit einer in der Entwicklung befindlichen neuen Generation auf mindestens 30.000 Stunden Lebensdauer für Nutzfahrzeuge, maritime und stationäre Anwendungen gesteigert werden.

Aktuell befindet sich das Unternehmen in ausführlichen Gesprächen mit weiteren Kunden für mobile und stationäre Anwendungen der Brennstoffzellentechnologie, die das Geschäftspotenzial erweitern und weitere Nominierungen erwarten lassen.