Bilanz der Bürgerstiftung – auch Kooperationen mit der Unternehmerschaft

Viele Düsseldorfer haben auch im vergangenen Jahr viel Geld gespendet, um bedürftigen Menschen in unserer Stadt zu helfen. Das geht aus der aktuellen Bilanz der Bürgerstiftung hervor. Demnach konnte sie 1,3 Millionen Euro an unterschiedliche Projekte vergeben. Das Geld wurde von Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen gespendet. Hilfe gab es unter anderem für Opfer der Flutkatastrophe und für Betroffene der Corona-Pandemie. Die Bürgerstiftung berichtet zum Beispiel von knapp 300 Düsseldorfern, denen nach Hochwasserschäden geholfen wurde. Ein neues Projekt seit dem vergangenen Jahr ist die Lernwerkstatt für zunächst zwölf Grundschulen. Hier betreuen angehende und pensionierte Lehrerinnen und Lehrer benachteiligte Erstklässler. Dieses Engagement soll ausgeweitet werden. Weitere Projekte sind das „Radeln ohne Alter“ für Senioren oder das Training der Bolzplatzhelden für Kinder und Jugendliche. Auch wir arbeiten eng mit der Bürgerstiftung zusammen im Rahmen unseres Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung.

Bankenverband: Data Act sorgt für einen fairen Interessenausgleich

Die Europäische Kommission hat ihren Data Act vorgelegt und will damit Sicherheit für den Austausch von Daten garantieren. Tobias Tenner, Leiter Digitalisierung des Bankenverbands, dazu:

„Die EU-Kommission räumt in ihrem Datengesetz-Vorschlag Unternehmern und Verbrauchern zusätzliche Rechte ein, Daten mit Dritten zu teilen. Beide profitieren davon. Es gibt aber eine Schieflage: Banken stellen Dritten seit Jahren Kontodaten über eine Schnittstelle zur Verfügung, die sie aufwändig und kostenintensiv aufgebaut haben und betreiben. Diese Daten sind per Gesetz frei zugänglich, eine Kompensationsmöglichkeit bestand bislang nicht. Eine angemessene Kompensation, wie jetzt im Datengesetz vorgesehen, sorgt für einen fairen Interessenausgleich. Eine Sonderregel für den Finanzsektor darf es nicht geben, was wir brauchen sind gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle.“

Podcastfolge 81: „Die neue Feedbackkultur in den Betrieben“/Teil 5 – EU-Taxonomie – shoppen an den Karnevalstagen – Trennungsmanagement – Nachhaltigkeitsbericht ElectronicPartner – neuer Auftrag für Rheinmetall

Wir sagen „Herzlich Willkommen“ zur Folge 81 der „Düsseldorfer Wirtschaft“. In unserem Podcast-Magazin aus Düsseldorf gehts auch diesmal wieder um zahlreiche Themen. Um ihr Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen, hat die EU einen ambitionierten Plan auf den Weg gebracht: die EU-Taxonomie. Er soll den Unternehmen helfen zu erkennen, welche wirtschaftlichen Aktivitäten auf das EU-Klimaziel einzahlen. Das System bietet Chancen – gibt aber auch Anlass zu Kritik. Wieder ein Bürokratiemonster für unsere Betriebe in Düsseldorf? Lisa Marie sprach mit Finn Arnd Wendland im IW in Köln und sagt Ihnen, was dies für unsere Unternehmen bedeutet.

Im News-Blog berichten wir über unser Shoppen an den Karnevalstagen, über einen großen neuen Auftrag für Rheinmetall und den neuen Nachhaltigkeitsreport der Verbundgruppe ElectronicPartner. Lisa Marie hat wieder interessante Termine für Sie. Wie Trennungen (Unternehmen/Mitarbeiter) wertschätzend und angemessen erfolgen können, besprechen wir in unserem zweistufigen Wissens-Update „Trennungsmanagement“ genauer aufzeigen. / Bedingt durch die Coronakrise und die schnell erfolgte Umsetzung von Homeoffice und getrennten Arbeitsplätzen, kommt es in vielen Unternehmen zu Spannungen und auch zu Konflikten. Unser Referent gibt Ihnen in einem weiteren Treffen Hinweise aus der Mediationspraxis, wie die Kommunikation verbessert, Störungen angesprochen und Konflikte gelöst werden können.

In unserem 5. Teil unserer Serie „Die neue Feedbackkultur in den Betrieben“ treffen wir Hanna Reinermann von Henkel in Holthausen. Bei einem der größten Arbeitgeber unserer Stadt erfahren wir, wie dort Feedback gelebt wird, wo aber auch die Tücken im Konkreten liegen. Perfekt auch Hanna Reinermanns Tipps für Unternehmen, die das Thema gerne umsetzen möchten.

Und natürlich sprechen wir an dieser Stelle auch über das bevorstehende Karnevals-Wochenende. Wir sagen, wo wann gefeiert wird bzw. werden darf. Unseren Podcast hören Sie überall dort, wo es gute Podcast gibt (Apple, Spotify, Google) und im Netz unter https://unternehmerschaft.wigadi.de/podcast/.

Aktionswochen „Praktikum jetzt!“ für Schülerpraktika nutzen!

Die Partner im Ausbildungskonsens Nordrhein-Westfalen rufen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber dazu auf, in einem zweiwöchigen Aktionszeitraum vom 28. März bis 8. April 2022 vermehrt Praktikumsplätze für Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen der Sekundarstufe I anzubieten. Gleichzeitig appellieren sie an alle Schülerinnen und Schüler, die in der Vorabgangsklasse kein Praktikum absolvieren konnten, dies in diesem Jahr nachzuholen. Im vergangenen Jahr konnten viele Schülerinnen und Schüler ihr Praktikum aufgrund der Corona-Situation nicht absolvieren. Für die Berufliche Orientierung ist ein betriebliches Praktikum aber von besonderer Bedeutung, denn es erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Ausbildungswahl. Für die Unternehmen sind Praktika zudem eine gute Möglichkeit der frühzeitigen Fachkräftegewinnung. Der Aktionszeitraum wurde so gewählt, dass die Praktika in den anschließenden Osterferien freiwillig verlängert oder Erfahrungen in weiteren Betrieben gesammelt werden können.

Weitere Ausbreitung kriegerischer Handlungen verhindern

„Mit Entsetzen blicke ich auf die Bilder und Nachrichten aus der Ukraine. Mein Mitgefühl gilt den Menschen, die in diesen Stunden und Tagen um ihr Leben und ihre Freiheit fürchten müssen. Die Unternehmen des Groß- und Außenhandels stehen für offenen, freien Handel und den friedlichen Austausch untereinander. Das ist unser Credo. Frieden, die Bewahrung des Völkerrechts und der Menschenrechte, gegenseitiger Respekt und die territoriale Unversehrtheit sind dafür Grundbedingungen. Der völkerrechtswidrige Angriff auf die Ukraine ist nicht zu rechtfertigen. Er bedroht die politische und wirtschaftliche Stabilität Europas. Es ist nun Aufgabe der Politik, die nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um die weitere Ausbreitung kriegerischer Handlungen zu verhindern und Russland wieder an den Verhandlungstisch zu bringen.“

Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) zu den aktuellen Entwicklungen in der Ukraine

Virtuelle Betriebserkundungen für Eltern und ihre Kinder

Eltern und ihre Kinder haben in unserer Stadt die Möglichkeit, sich digital über Ausbildungsmöglichkeiten von Unternehmen in der Region zu informieren. Das Angebot richtet sich an Eltern sowie Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen und 10. Klassen. Vorgestellt werden Düsseldorfer Unternehmen und ihre Ausbildungsberufe. Auszubildende berichten, wie sie Ihre Ausbildungsberufe gefunden haben und stellen vor, wie die Ausbildung abläuft. Außerdem geben sie Tipps, wie man sich am besten bewerben kann. Ein Live-Chat, in dem die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern Fragen stellen können runden den Live Talk ab.

Dienstag, den 22. März von 18:30 – 19:15 Uhr
Unternehmen: PROVINZIAL Versicherung AG

Mittwoch, den 06. April von 18:30 – 19:15 Uhr
Unternehmen: Stadtwerke Düsseldorf AG

Eine Anmeldung vorab ist erforderlich. Nach der Anmeldungen erhalten die Teilnehmenden eine Eingangsbestätigung und weitere Informationen. https://www.kommunale-koordinierung.com/eltern-und-teens/virtuelle-betriebserkundung/

www.kompetenzzentrum-duesseldorf.de

Groß- und Außenhandel: Lieferkettengesetz schießt deutlich übers Ziel hinaus

„Der heute veröffentlichte Entwurf des europäischen Sorgfaltspflichtengesetzes schießt deutlich über das Ziel hinaus. Er lässt sogar das ohnehin schon problematische deutsche Lieferkettengesetz hinter sich. Wie erwartet werden nun auch noch Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen vorgeschrieben. Insbesondere die geplante zivilrechtliche Haftung lehnen wir ausdrücklich ab“, so Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) heute in Berlin. „Es ist mir völlig schleierhaft, wie Unternehmen diese Masse an Vorgaben aus Brüssel umsetzen sollen.“

„Wenn es das Ziel ist, konkret Menschenrechte zu schützen, dann brauchen wir ein praxistaugliches Gesetz und gleiche Wettbewerbsbedingungen in der ganzen Europäischen Union. Insbesondere die weitere Verschärfung der Maßnahmen auf nationaler Ebene muss unter allen Umständen vermieden werden“, betont Jandura.

„Die geplante Ausnahme der Kommission für kleine und mittlere Unternehmen hilft in der Praxis nicht weiter. Die Realität sieht schon heute so aus, dass die Großen ihre Verantwortung entlang der Lieferkette an die Kleinen weitergeben. Daher brauchen wir einen verbindlichen Rechtsrahmen für kleine Unternehmen“, Jandura abschließend.

ElectronicPartner veröffentlicht Nachhaltigkeitsbericht

Um das Thema Nachhaltigkeit in der gesamten Verbundgruppe künftig noch effektiver umzusetzen, hat ElectronicPartner einen Report mit bereits laufenden Maßnahmen und vor allem neuen Zielen veröffentlicht. Dabei orientiert sich die Kooperation an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen.

Zahlreiche Unternehmen in der Europäischen Union unterliegen ab 2024 einer neuen Berichterstattungspflicht zum Thema Nachhaltigkeit. „Schon bevor die entsprechenden Beschlüsse Form angenommen hatten, sind wir in eine Bestandsaufnahme gegangen und haben klare Schritte für die kommenden Jahre definiert. Wir werden unsere gesamte Unternehmung verantwortungsbewusst nachhaltig für die Zukunft aufstellen“, sagt Karl Trautmann, Vorstand von ElectronicPartner.

Der Nachhaltigkeitsbericht geht auf Potenziale und Handlungsfelder in allen Bereichen der Verbundgruppe ein – von den eigenen Bürogebäuden über die Mitgliedsbetriebe bis zu Produktempfehlungen und Lieferantenauswahl. Ein Fokus liegt auf dem Thema nachhaltiger Konsum. Hier werden das Müllaufkommen und die Entsorgungswege in der Zentrale, in den Mitgliedsbetrieben und in der Lagerwirtschaft beleuchtet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den unterschiedlichen Optionen, den eigenen Warenversand möglichst klimaneutral zu gestalten. Zu den Maßnahmen, die sich aktuell in der Umsetzung befinden, gehört unter anderem die vollständige energetische Sanierung der Düsseldorfer Zentrale inklusive der Installation einer großen Photovoltaikanlage. Auch beim eigenen Fuhrpark hat ElectronicPartner bereits neue Wege eingeschlagen: Soweit möglich, wurden die Dienstwagen abgeschafft und durch klimafreundliche Mobilitätslösungen ersetzt.

Um dem Nachhaltigkeits-Begriff der UNO in einem größeren Kontext gerecht zu werden, bezieht ElectronicPartner diesen Begriff nicht nur auf den Umgang mit der Natur, sondern auf die gesamte Lebensumwelt. Dazu gehören weitere Aspekte wie Ernährung, Gesundheit, Gleichberechtigung, Bildung und internationale Zusammenarbeit. „Was genau wir in den einzelnen Bereichen schon jetzt umsetzen und wie unsere nächsten Ziele aussehen, haben wir übersichtlich zusammengefasst. Beispiele sind gesundes ressourcenschonendes Essen in unserer Kantine, betriebliches Gesundheitsmanagement, Fortbildungsprogramme und unser internationales GO GREEN Projektteam“, zählt Karl Trautmann auf. Unter dem Motto GO GREEN arbeitet die Verbundgruppe mit ihren Landesgesellschaften in den Niederlanden, in Österreich und in der Schweiz an einem Konzept, um Nachhaltigkeit bei den Marken EP: und MEDIMAX zu fördern und aktiv an die Endverbraucher heranzutragen. Erste Projekte, wie beispielsweise eine Baumpflanzaktion im Siegerland, laufen bereits erfolgreich. Auch die Erschließung neuer, nachhaltiger Sortimente und die Befassung mit Maßnahmen zur regenerativen Strom-Gewinnung und -speicherung sind Teil von GO GREEN.

„Seit 85 Jahren übernimmt ElectronicPartner Verantwortung: Als Familienunternehmen, das lokal verwurzelt und international ausgerichtet ist, ist es unsere Pflicht, beim Thema Nachhaltigkeit vollen Einsatz zu zeigen – für unsere Mitglieder, Geschäftspartner, Mitarbeiter, junge Menschen und die Welt, in der wir leben“, erklärt Karl Trautmann und fasst zusammen: „Wir sind uns schon immer unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst gewesen und dieser nachgekommen, unabhängig von Moden und Trends. So sind auch unsere intensivierten Bestrebungen für mehr Nachhaltigkeit die konsequente Umsetzung des Selbstverständnisses von ElectronicPartner und die richtige Reaktion auf die Herausforderungen unserer Zeit.“

Hier geht es zum Nachhaltigkeitsbericht von ElectronicPartner.

Folge 80: „Die neue Feedbackkultur“, Teil 4

Hier ist Düsseldorf. Hier ist die Unternehmerschaft Düsseldorf. Herzlich willkommen zur Folge 80 der „Düsseldorfer Wirtschaft“. Heute im Podcast wieder zahlreiche Themen. Im Fokus heute der 4. Teil unserer Serie „Die neue Feedbackkultur in unseren Unternehmen“. Wir ziehen heute eine kleine Zwischenbilanz und besuchten deshalb Frank Lowsky, Geschäftsführer eines Bereiches am Düsseldorfer Flughafen. Außerdem im Programm die tagesaktuellen Nachrichten aus der Düsseldorfer Wirtschaft und die Termine für die kommende Woche. Unseren Podcast hören Sie überall dort, wo es gute Podcasts gibt. Und natürlich im Netz unter www.unternehmerschaft.de.

Rheinmetall – Großauftrag aus der Schweiz

Rheinmetall ist von der schweizerischen Beschaffungsbehörde armasuisse mit der Lieferung einer neuen Generation der bewährten und hocheffektiven Schnellnebelgranate Maske 76 beauftragt worden. Der Wert dieses Auftrags über die im Kundenland als „7,6cm Nebelpatrone 21 mit elektrischer Zündung“ bezeichnete Munition liegt in einem mittleren zweistelligen MioEUR-Bereich. Ab November 2022 soll das Pilotlos abgenommen werden. Die Auslieferung des letzten Loses ist für August 2027 vorgesehen. Rheinmetall konnte sich in dem Beschaffungsverfahren gegen andere Anbieter durchsetzen. Der Auftrag bedeutet zudem, dass die Maske-Fertigung im Werk Neuenburg über die nächsten Jahre gut ausgelastet ist.

Mit der Ende 2021 beauftragten Bestellung tauscht die Schweizer Armee nach einer Nutzungsdauer-phase von rund 25 Jahren ihren gesamten Bestand an der Vorgängergeneration Maske-C durch die modernere Version aus. Ein weiterer Vertrag wurde über die Durchführung von Munitionsüberwachungsbeschüssen über die gesamte Nutzungsdauer der Nebelgranaten geschlossen.

Die Maske 76 ist für den Verschuss aus Nebelmittelwurfanlagen auf taktischen Fahrzeugen vorgesehen und dient dem Schutz der Soldatinnen und Soldaten. Die Maske-Familie basiert auf einem bi-modularen und bi-spektralen Munitionskonzept. Es besteht aus einem schnell reagierenden Täuschmodul, welches durch bewährte Täuschtechnologien eine intensive Überstrahlung erzeugt. Dazu kommt ein lang anhaltendes Tarnmodul, welches durch einen sichtbaren und Infrarot-Nebel die feindliche Sichtlinie sowohl im sichtbaren als auch im Infrarot-Spektrum unterbricht. Hierdurch schützt der Nebelwurfkörper Maske gepanzerte Fahrzeuge effektiv vor Waffensystemen mit visueller oder infraroter Zieloptik bzw. vor Zielsuchköpfen, Laser-Zielbeleuchtern und Laserentfernungsmessern.

Die Maske-Schnellnebelgranaten sind darüber hinaus auch in zahlreichen weiteren Kalibern verfügbar. Erst kürzlich hat Rheinmetall die jüngste Version Maske 81 vorgestellt. Sie eignet sich für sämtliche Nebelmittelwurfanlagen im Kaliber 81 mm und lässt sich aus vorhandenen Werfern verschießen. Das macht Maske 81mm vor allem für Kunden interessant, welche Großgerät mit Nebelmittelwurfanlagen der Bauart des ehemaligen Warschauer Paktes nutzen.