Unternehmen geben Cybersicherheit höchste Priorität

Der Safer Internet Day soll auf Bedrohungen aus dem Netz aufmerksam machen: Das Risiko, digital angegriffen zu werden, steigt rasant. Die meisten Unternehmen haben die Bedrohung erkannt und wollen sich besser schützen, zeigt eine Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Deutschland arbeitet derzeit wieder vermehrt zu Hause: Während das Homeoffice die Gesundheit der Beschäftigten schützt, birgt es Risiken für die IT-Sicherheit von Unternehmen. So entstand deutschen Unternehmen 2020 nach IW-Berechnungen aufgrund von Cyberattacken im Homeoffice ein Schaden von rund 52 Milliarden Euro. Nicht nur die Systeme im Unternehmen selbst müssen geschützt werden, sondern auch die digitalen Lösungen bei den Mitarbeitern zu Hause. Die Sicherheit ist wichtiger denn je, weil das Risiko, als Unternehmen Opfer einer Attacke zu werden, kontinuierlich steigt.

Die gute Nachricht zum Safer Internet Day: Die IT-Sicherheit steht inzwischen auf der Prioritätenliste deutscher Unternehmen ganz oben. Darauf deuten die Ergebnisse einer aktuellen IW-Befragung hin. So fürchtet mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen, dass Unberechtigte Zugriff auf ihre Daten haben könnten, wenn sie diese gemeinsam mit anderen Unternehmen nutzen würden. Damit Mitarbeiter sowohl im Homeoffice als auch am Arbeitsplatz vor Ort uneingeschränkt arbeiten können, setzen Unternehmen inzwischen oftmals auf Cloud-Lösungen. Bei der Wahl eines entsprechenden Anbieters ist die IT-Sicherheit für 83 Prozent ein sehr wichtiges Kriterium. „Das Bewusstsein für die Gefahren im Netz steigt“, sagt IW-Digitalisierungsexpertin Barbara Engels.

Aus Angst vor Sicherheitslücken und Datenklau sollten Unternehmen nicht zögern, digitale Lösungen umzusetzen. Das hemmt nicht nur die Digitalisierung, sondern auch die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. „Der Verbleib im Analogen kann nicht die Lösung sein, um sich vor Cyberangriffen zu schützen“, so Engels. Stattdessen müssten Unternehmen umfassende Investitionen in smarte Sicherheitslösungen tätigen, die regelmäßig überprüft und aktualisiert werden.

Politik gefordert – wir müssen schneller, moderner und digitaler werden!

Der Großhandel blickt wieder nach vorn. Nach den massiven Einbrüchen und Unsicherheiten zu Beginn der Corona-Krise hat er sich im vergangenen Jahr aus der Krise herausgearbeitet“, so Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) anlässlich der Veröffentlichung der vorläufigen Entwicklung der Großhandelsumsätze im Jahr 2021.

„Das ist eine gute Nachricht für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und die fast zwei Millionen Beschäftigten im Großhandel. Die Wirtschaft ist jedoch noch nicht über den Berg. Viele Risiken lasten auf den Unternehmen. Engpässe in Versorgung, Logistik und bei Fachkräften, Energiekosten und bürokratische Lasten drücken die Unternehmen. Hinzu kommen nicht zu unterschätzende geopolitische Risiken, insbesondere der Ukraine-Konflikt. Die Politik muss daher alles daransetzen, bestehende Konflikte nicht eskalieren zu lassen.“

„Der BGA geht davon aus, dass der seit März 2021 im Großhandel zunehmende Preisdruck durch die steigenden Einkaufspreise in der zweiten Jahreshälfte 2022 abnimmt. Wichtig wird dabei sein, dass die Politik die notwendigen Modernisierungsmaßnahmen zügig angeht. Wir müssen schneller, moderner und digitaler werden. Nur dann kann die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft auf dem höheren Preisniveau erhalten werden“, so Dr. Jandura abschließend.

Der Großhandel ist in Deutschland im Jahr 2021 nach den vorläufigen Daten um nominal 10,3 Prozent gegenüber 2020 und um 2,5 Prozent real gestiegen. Dabei konnte insbesondere der Produktionsverbindungshandel, der in der Krise massive Einbrüche verkraften musste, im Zeitraum von Januar bis November 2021 um nominal 14,1 Prozent und real 1,7 Prozent in einem schwierigen Umfeld aus geopolitischen Unsicherheiten und strukturellem Wandel deutlich wachsen. Der Konsumgütergroßhandel konnte seinen stetigen Erholungskurs fortsetzen und legte im gleichen Zeitraum um nominal 4,9 Prozent und real 2,8 Prozent zu.

Neues KIT: Der Weg in die datengetriebene Zukunft leicht gemacht

„Die sogenannte Hybridisierung unterstützt die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und generiert mehr Wertschöpfung. Viele Unternehmen stehen vor oft den gleichen Hürden in der Umsetzung,“ so Nicole Ottersböck, wissenschaftliche Expertin des ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft. Um diese zu meistern, ist in dem Projekt AnGeWaNt ein Kit entstanden, das Unternehmen hilfreiche Werkzeuge, Methoden und Hinweise an die Hand gibt. Modell in dem Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) stehen drei Unternehmen, die ihre Produkt-basierten Geschäftsmodelle um digitale Dienste erweitert haben. Hier geht es zum Download: https://www.angewant.de/transferkit/

Was kann das sogenannte Transfer-Kit? Drei ausgewählte Anwendungsbeispiele:
1.        Geschäftsmodellentwicklung –  aber wie?
Seit Jahrzehnten verkaufen die Betriebe in AnGeWaNt physische Produkte, wie eichfähige Waagen, Nutzfahrzeuge oder Anbauteile für Nutzfahrzeuge. Digitale, hybride Geschäftsmodelle daraus abzuleiten, erfordert einen Blick über den Tellerrand. Unterschiedliche Herangehensweisen können bei der Geschäftsmodellentwicklung unterstützen. Zum Beispiel:
§        Unternehmen nehmen die Perspektive der Kunden an: Welche Bedarfe haben die Kunden? Daraus lassen sich Geschäftsmodelle erweitern.
§        Welche technischen Möglichkeiten gibt es? Ausgehend von der technischen Basis können Projektteams neue Ideen zur Hybridisierung entwickeln.
Drei Methoden der Geschäftsmodellentwicklung wurden im Projekt entwickelt und getestet. Die Anleitungen zur Durchführung der Methoden können im Transfer-Kit kostenfrei heruntergeladen werden. Eine Auswahlhilfe beantwortet die Frage, welche Methode für welches Unternehmen passend ist.
2.        Sind meine Strukturen und Prozesse noch geeignet?
Wenn sich das Geschäftsmodell verändert und zusätzlich digitale Smart Services angeboten werden sollen, sind dann bestehende Arbeitsabläufe und Schnittstellen weiterhin die effizienteste Möglichkeit der Aufgabenbearbeitung? Oder müssen neue Strukturen geschaffen werden? Das Transfer-Kit unterstützt hier mit Methoden, die helfen alteingesessene Prozesse auf den Prüfstand zu stellen und neu zu denken.
3.        Neue Aufgaben: Wer kann sie meistern? It´s all about Data!
Nahezu in allen Arbeitsbereichen entstehen neue Aufgaben und Kompetenzanforderungen. Dazu gehören Aspekte wie die Sicherstellung der Datenverfügbarkeit und des Datentransfers beispielsweise über Webplattformen oder die Datenanalyse, um hilfreiche Informationen aus den Daten gewinnen zu können. Das AnGeWaNt-Transfer-Kit enthält Methoden und Instrumente zur Erfassung von Veränderungen, neuen Anforderungen an die Belegschaft und gibt Hinweise wie neue Kompetenzen aufgebaut werden können.
Hier gelangen Sie zum AnGeWaNt- Transfer-Kit https://www.angewant.de/transferkit/
Ausblick: Im Frühjahr 2022 erscheint die AnGeWaNt-Broschüre. Diese dient Unternehmen als Leitfaden zur Gestaltung hybrider Wertschöpfung.

Podcastfolge 78: neue Einkommensstudie – Miniserie: die neue Feedbackkultur in unseren Betrieben – Markenzusammenführungen bei Henkel – Metro-Wachstumsoffensive – Termine, die Sie nicht verpassen sollten

In unserer neuen Podcastfolge am Freitag (04.02.) ab 8 Uhr geht es unter anderem um unser Einkommen. Sie, liebe Podcastfreunde, zählen nur als reich, wenn Sie einen Ferrari fahren? Ein Strandhaus besitzen und Millionen auf dem Konto haben? Nein. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, wie viel Sie monatlich verdienen müssen, um „finanziell gesehen“ zu den oberen zehn, fünf oder ein Prozent Deutschlands zu gehören. Lisa Marie hat sich die Studie angeschaut. Außerdem sprechen wir in der zweiten Folge unserer Miniserie „Die neue Feedbackkultur in unseren Betrieben“ mit Unternehmer und Konfliktmanager Bernd Lichtenauer. Mit den Meldungen und Terminen aus der Düsseldorfer Wirtschaft runden wir die 78. Folge unserer Sendung ab. Hören können Sie uns auf Ihrem Lieblings-Podcast-Catcher und im Netz unter www.unternehmerschaft.de.

Tarifsystem – neue Studie: große Wertschätzung – sinkende Beteiligung

Tarifautonomie, Tarifbindung, Tarifverträge – das sind hohe Güter im deutschen Wirtschaftssystem, die zum Wohlstand beitragen und in Politik und Gesellschaft geschätzt werden. Trotzdem sinkt die Tarifbindung kontinuierlich und dennoch verlieren die Tarifvertragsparteien an Bindekraft und Mitgliedern.

Ein Blick auf aktuelle Befragungen verdeutlicht diese Diskrepanz zwischen Wertschätzung und tatsächlicher Beteiligung am System. Laut Auswertungen des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) wurden 2019 mit 48 Prozent knapp die Hälfte der Beschäftigten nach einem Tarifvertrag bezahlt. Bei 41,6 Prozent der befragten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer lag der Vergütung keine tarifvertragliche Bindung zugrunde, 10,5 Prozent konnten dazu keine verlässliche Angabe machen. In Westdeutschland gaben 48,5 Prozent der Befragten an, dass sie nach Tarifvertrag bezahlt werden. In Ostdeutschland fiel dieser Anteil mit 45,7 Prozent etwas geringer aus.

Unterschiede zeigten sich hinsichtlich des Alters, des Erwerbsstatus und der Unternehmensgröße. So stieg die Wahrscheinlichkeit einer Bezahlung nach Tarif mit zunehmendem Alter. Während unter 40-Jährige nur zu knapp 45 Prozent nach Tarif bezahlt wurden, erhielten bei den über 40-Jährigen mehr als 50 Prozent einen Tariflohn. Außerdem lag der Bezahlung bei geringfügig Beschäftigten mit 18,6 Prozent deutlich seltener ein Tarifvertrag zugrunde als bei Vollzeit- (50,3 Prozent), Teilzeitbeschäftigten (49,8 Prozent) oder Auszubildenden (47,8 Prozent). Zudem wurden Befragte in Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten mit 62,4 Prozent deutlich häufiger nach Tarifvertrag bezahlt als solche in kleinen und mittleren Unternehmen (29,7 Prozent). Zwischen Frauen und Männern fanden sich hingegen kaum Unterschiede.

Berücksichtigt wurden bei der Auswertung der SOEP-Daten Erwerbstätige in Vollzeit, Teilzeit oder geringfügiger Beschäftigung sowie Auszubildende. Zudem flossen nur Personen in die Stichprobe ein, die im Befragungsjahr jünger als 68 Jahre waren. Im Unterschied zu vergangenen SOEP-Wellen beschränkt sich die Abfrage seit 2018 darauf, ob dem Arbeitsverdienst eine tarifliche Bindung zugrunde liegt. Die frühere Unterscheidung nach Flächentarif, Haustarif, außertariflicher Bezahlung oder an einen Tarif angegliederte Entlohnung entfällt. Das SOEP ist derzeit jedoch die einzige jährliche Erhebung, in der die Beschäftigten selbst nach einer möglichen Tarifbindung ihres Verdienstes befragt werden. Im IAB-Betriebspanel und in der Verdienststrukturerhebung des Statistischen Bundesamts, also den beiden Quellen, die meist zur Ermittlung der Tarifbindungsquote herangezogen werden, wird der Anteil tarifgebundener Beschäftigter lediglich indirekt aus dem Tarifbindungsstatus der befragten Betriebe abgeleitet. So werden alle Beschäftigten eines tarifgebundenen Betriebs als tarifgebunden gezählt.

Um die unmittelbare Tarifbindungsquote unter den Beschäftigten zu ermitteln, müsste neben dem Tarifbindungsstatus des Betriebs jedoch zusätzlich die Gewerkschaftsmitgliedschaft herangezogen werden. Denn Tarifverträge werden zwischen Gewerkschaften auf der einen und Arbeitgeberverbänden oder einzelnen Unternehmen auf der anderen Seite geschlossen und gelten laut Tarifvertragsgesetz (§ 3 Abs. 1) nur für die Mitglieder dieser Organisationen. Unmittelbar und damit im engeren Sinne tarifgebunden sind somit nur Beschäftigte, die in einem tarifgebundenen Unternehmen arbeiten und gleichzeitig Mitglied einer Gewerkschaft sind (Lesch/Schneider/Vogel, 2021, 35 f.). Da lediglich 15,8 Prozent der Befragten eine Gewerkschaftsmitgliedschaft angaben, traf diese Kombination nur auf 12,4 Prozent und damit etwa ein Viertel der nach Tarif bezahlten Beschäftigten zu.

Dass die üblicherweise angegebene Tarifbindung im Jahr 2019 fast viermal höher ausfiel als diese unmittelbare Tarifbindung, ist den Arbeitgebern zu verdanken. Denn in Deutschland ist es in tarifgebundenen Betrieben üblich, alle Mitarbeiter nach Tarif zu bezahlen, egal, ob sie Mitglied einer Gewerkschaft sind oder nicht. Letztlich profitierten somit über ein Drittel (35,7 Prozent) der Beschäftigten von tarifvertraglichen Regelungen, ohne einen originären Anspruch zu haben und „direkter Teil“ des Tarifvertragssystems zu sein. 2,8 Prozent der befragten Personen erhielten hingegen trotz Gewerkschaftsmitgliedschaft keinen Tariflohn und weitere 38,8 Prozent waren weder in einer Gewerkschaft aktiv noch in einem Unternehmen mit tariflicher Bindung tätig.

Doch nicht nur die Diskrepanz zwischen nach Tarifvertrag bezahlten und aktiv am Tarifsystem beteiligten Beschäftigten ist groß. Trotz des aus der oben beschriebenen Entlohnungspraxis resultierenden Trittbrettfahrerproblems – warum sollte man einen Gewerkschaftsbeitrag zahlen, wenn man ohnehin nach Tarifvertrag bezahlt wird? – überrascht zudem die geringe Mitwirkung in Gewerkschaften vor dem Hintergrund der Einstellungen der Bevölkerung zu Gewerkschaften und Tarifverträgen. In einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach antworteten 74 Prozent auf die Frage, was die soziale Marktwirtschaft ausmache, „dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber faire Arbeitsbedingungen und Löhne aushandeln“ (IfD, 2021, 17). Ebenfalls große Zustimmung erhielt mit 61 Prozent die Antwortkategorie „Gewerkschaften, die sich wirksam für die Rechte von Arbeitnehmern einsetzen“. Befragt wurden Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren (IfD, 2021, 17). Tarifverträgen wird also genau wie den Gewerkschaften als notwendigen Akteuren ein hoher Stellenwert eingeräumt.

In eine ähnliche Richtung weisen die Ergebnisse einer im Sommer 2021 durchgeführten repräsentativen Befragung unter 1.038 Wahlberechtigten im Auftrag der Gewerkschaft ver.di. Dort bewerteten 86 Prozent der Befragten die abnehmende Tarifbindung als negativ oder stark negativ. Diese negative Bewertung einer großen Mehrheit der Wahlberechtigten bestand über alle Parteipräferenzen hinweg. Statt jedoch in Gewerkschaften einzutreten, um das Tarifsystem und damit auch die Tarifbindung zu stärken, sehen viele nicht sich selbst, sondern den Staat in der Pflicht. In der gleichen Umfrage stimmten zwei Drittel der Befragten der Aussage zu, dass der Staat eingreifen müsse, wenn immer mehr Unternehmen aus einer Tarifbindung aussteigen. Bei dieser Frage unterschieden sich die Antworten deutlich je nach Parteipräferenz. Während Anhänger der Linken zu knapp 90 Prozent und Anhänger von SPD und Grünen zu über 70 Prozent für Staatseingriffe plädierten, sprach sich bei Befürwortern von FDP und AFD mit 59 beziehungsweise 55 Prozent jeweils eine Mehrheit dagegen aus. Die Befragten mit CDU-Präferenz gaben zu 60 Prozent an, dass der Staat zur Stärkung der Tarifbindung eingreifen sollte (ver.di, 2021).

Die Bevölkerung schätzt die Institutionen des Tarifsystems somit zwar sehr, ist aber nicht bereit für deren Fortbestand einzustehen. Statt selbst durch einen Gewerkschaftsbeitritt die Voraussetzungen für ein funktionierendes Tarifsystem und eine stabile Tarifbindung zu schaffen, soll es der Staat richten. Dieser Ruf nach Staatshilfe verwundert hinsichtlich der geltenden Tarifautonomie und eines auf Freiheit ausgelegten Wirtschaftssystems. Doch nicht nur eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung sieht den Staat in der Pflicht. Auch die regierenden Parteien sehen sich seit einigen Jahren immer mehr in der Verantwortung, wenn es um die Stützung der Tarifbindung geht. So griff der Staat mit dem Tarifautonomiestärkungsgesetz und dem darin enthaltenen gesetzlichen Mindestlohn bereits 2015 direkt in die Lohnfindung ein. Die geplante politisch motivierte Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro untergräbt die Zuständigkeit der Tarifparteien im Bereich der Lohnsetzung weiter. Momentan verfolgt der Gesetzgeber damit eine Strategie der Ausweitung der Tarifgeltung auf Kosten der Autonomie der Tarifparteien und des Tarifsystems. Dabei läge es doch im Interesse von Politik und Gesellschaft, die das Tarifsystem tragenden Organisationen zu stärken. So gilt es, die große Wertschätzung, die Gewerkschaften und Tarifverträge genießen, auch in entsprechende Beteiligung und steigende Mitgliedszahlen umzuwandeln.

Quelle: IW Köln

Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung: Unternehmen können sich noch beteiligen

Auch in diesem Jahr stellen Düsseldorfer Unternehmen Schülerinnen und Schüler ihre Ausbildungsberufe vor. Die „Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung“ (DTBO) finden vom 1. bis 6. April statt. Bis zum 13. Februar können sich Unternehmen mit ihren Angeboten anmelden.

Die Unternehmen öffnen dabei ihre Türen und informieren interessierte Jugendliche über Ausbildungsmöglichkeiten: live vor Ort und auch digital.

Die Informationsbesuche der Schülerinnen und Schüler erfolgen auf freiwilliger Basis. So ist garantiert, dass die Unternehmen ernsthaft interessierte Besucher erwarten dürfen. Die DTBO werden gemacht von der Kommunalen Koordinierung der Landeshauptstadt und vom Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung.

Das Angebot ist kostenfrei. Interessierte Unternehmen können sich auf der Homepage (www.berufsorientierungstage.de) und im Organisationsbüro anmelden Ezgi Yildiz (Foto) unter 021.6690822, dtbo@koko-dus.de.

Geschäftsstelle von der Grafenberger Allee bis Ende Februar nicht erreichbar

Die Grafenberger Allee soll fahrradfreundlicher werden. Deshalb finden zur Zeit unweit unserer Verbandsgeschäftsstelle Aufpflasterungen statt. Die Achenbachstraße ist die letzte Einmündung von insgesamt sechs einmündenden Nebenstraßen, die zur Optimierung des Radverkehrs aufgepflastert wird. Die Achenbachstraße ist von der Grafenberger Allee aus abgebunden. Die Zu- und Ausfahrt über die Goethestraße und Schumannstraße sind möglich. Eine Umleitung für den fahrenden Verkehr ist ausgeschildert. Planmäßig sollen die Umbauarbeiten bis Ende Februar abgeschlossen werden. Park- und Anfahrttipps zu unserer Geschäftsstelle finden Sie HIER! Foto: CS

Düsseldorfer Schulen können sich für das Berufswahl-Siegel bewerben

Das größte deutsche Schulprojekt geht auch in Düsseldorf in eine neue Runde: ab sofort können sich alle weiterführenden Schulen für das Düsseldorfer Berufswahl-Siegel bewerben. Dieses Gütesiegel gibt es in unserer Stadt seit 22 Jahren – eine Erfolgsgeschichte. Es werden Schulen für die Umsetzung einer exzellenten Berufs- und Studienorientierung ausgezeichnet. Zudem werden die Schulen durch eine kompetente Beratung dabei unterstützt, ihre Berufs- und Studienorientierung kontinuierlich zu verbessern. Das Siegel wird von der Düsseldorfer Stiftung Pro Ausbildung vergeben. Alle Informationen gibt es im Netz unter www.stiftung-proausbildung.de. Kontakt: Ezgi Yildiz, 0211 6690822, yildiz@unternehmerschaft.de.

Auszubildende berichten aus ihrem Arbeitsalltag bei Vodafone

Die letzte Prüfung ist endlich bestanden und die Abschlussfeier wird bereits geplant. Bald heißt es für viele: Adieu Schule und hallo Arbeitswelt. Für Jugendliche bedeutet der Ausbildungsstart mehr Unabhängigkeit. Sie verdienen ihr eigenes Geld, sammeln Praxiserfahrungen und können sich selbst verwirklichen. Ein lebensveränderndes Ereignis.

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Umfassende Maßnahmen: Henkel plant Zusammenführung von Laundry & Home Care und Beauty Care in neuen Unter­nehmens­bereich „Consumer Brands“

Henkel plant, die Bereiche Laundry & Home Care und Beauty Care in einen neuen Unternehmensbereich zusammenzuführen: Henkel Consumer Brands. Das Unternehmen wird umgehend mit den Vorbereitungen für den Integrationsprozess beginnen und strebt an, die neue Organisation bis spätestens Anfang 2023 etabliert zu haben. Mit dem neuen Unternehmensbereich schafft Henkel eine Multikategorie-Plattform für das künftige Wachstum des gesamten Konsumgütergeschäfts. Der Bereich wird alle Konsumentenmarken über alle Kategorien hinweg unter einem gemeinsamen Dach zusammenführen – darunter viele Marken-Ikonen wie Persil und Schwarzkopf – und auch das Friseurgeschäft umfassen.

„Wir werden unsere Kräfte im Konsumgütergeschäft bündeln und damit einen starken, integrierten Unternehmensbereich als Grundlage für weiteres, profitables Wachstum schaffen. Der neue, integrierte Bereich Consumer Brands bietet deutliche Vorteile für Henkel, für unsere Aktionär:innen, Kunden und Teams. Wir sind damit auch gut aufgestellt, um unsere Zukunft in einer hochdynamischen Branche aktiv zu gestalten“, sagt Carsten Knobel, CEO von Henkel.

„Wir schaffen eine Multikategorie-Plattform mit insgesamt rund 10 Milliarden Euro Umsatz. Sie bietet ein breiteres Fundament, um unser Portfolio weiter zu optimieren und aktiv zu gestalten und auf ein höheres Wachstums- und Margenprofil zu bringen. Wir wollen zudem erhebliche Synergien und Effizienzgewinne erzielen, die wir zum Teil für gezielte Investitionen in unsere strategischen Prioritäten wie Innovation, Nachhaltigkeit und Digitalisierung nutzen werden. Damit werden wir ein noch attraktiverer Arbeitgeber, der interessantere Aufgaben und Entwicklungsmöglichkeiten in einer spannenden Branche bietet. Kurz gesagt: Ich bin überzeugt, dass die Zusammenführung die Umsetzung unserer Strategie für ganzheitliches Wachstum auf die nächste Stufe heben wird“, ergänzt Carsten Knobel.

Der Zusammenschluss soll Wachstum und Profitabilität im Konsumgütergeschäft und im Unternehmen vorantreiben. Das zeigt sich auch in der neuen mittel- bis langfristigen finanziellen Ambition des Unternehmens: Henkel strebt nun für den Konzern ein organisches Umsatzwachstum von 3 bis 4 Prozent, eine bereinigte EBIT-Marge von rund 16 Prozent und ein Wachstum des bereinigten Ergebnisses je Vorzugsaktie (EPS) im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich an (bei konstanten Wechselkursen,
inkl. M&A).

Starke Plattform: Fokus auf attraktives Wachstums- und Margenpotenzial

Mit dem neuen Unternehmensbereich Consumer Brands kann Henkel sein volles Potenzial für organisches und anorganisches Wachstum noch besser ausschöpfen. Dabei soll der Fokus noch stärker auf Produkte mit attraktivem Wachstums- und Margenpotenzial gerichtet werden – über die Maßnahmen des bis Ende 2021 abgeschlossenen aktiven Portfoliomanagements hinaus.

Weitere Portfoliomaßnahmen umfassen Verkäufe und Einstellungen von Marken und Geschäften, die nicht zu den künftigen strategischen Kerngeschäften zählen, sowie Übernahmen in Kategorien über alle Konsumentenbereiche hinweg. Die Umsetzung erster Maßnahmen im Beauty Care-Portfolio wird bereits im Laufe des Jahres 2022 erfolgen.

Größenvorteile schaffen: Signifikante Synergien und Effizienzgewinne

Mit der Zusammenführung beider Unternehmensbereiche wird Henkel Größenvorteile schaffen, die dem Unternehmen erhebliche Synergien bringen werden und es effizienter und agiler machen. Dadurch kann Henkel in einem sehr volatilen Umfeld künftig schneller und flexibler handeln. Die Synergien werden in Bereichen wie Verwaltung, Vertrieb, Marketing und Supply Chain erwartet.

Dadurch wird der neue Bereich Consumer Brands höhere und zielgerichtetere Investitionen in strategisch wichtige Felder einsetzen können, wie etwa die Digitalisierung der Forschung und Entwicklung, die weitere Stärkung der Expertise im Online-Handel oder zum Beispiel im Bereich Nachhaltigkeit die Entwicklung wiederverwertbarer Verpackungen. Die Synergien sollen zudem das Margenprofil des Unternehmensbereichs stärken.

Gemeinsame Teams: Schlankere Strukturen, schnellere Entscheidungsprozesse und attraktive Möglichkeiten

Die neue Einheit stellt die Kunden und Vertriebskanäle in den Mittelpunkt – mit einem integrierten Ansatz für Einzelhändler, Handel oder Vertriebspartner in allen Konsumgüterbereichen. Mit schlankeren Strukturen und schnelleren Entscheidungsprozessen wird sich das gemeinsame Team unter einer Führung auf die Weiterentwicklung des gesamten Konsumgütergeschäftes konzentrieren. Durch den Zusammenschluss wird Henkel noch verantwortungsvollere Positionen und Möglichkeiten bieten und so ein noch attraktiverer Arbeitgeber für Teams und Führungskräfte, Talente sowie für Neueinstellungen werden.

Klare Führungsstrukturen für den neuen Unternehmensbereich Consumer Brands

Der Integrationsprozess und der neue Unternehmensbereich werden von Wolfgang König (49), derzeit Executive Vice President für Beauty Care, geführt. Bruno Piacenza (56), der seit 2011 als Executive Vice President den Unternehmensbereich Laundry & Home Care von Henkel verantwortet, wird diesen weiterhin führen, eng mit Wolfgang König im Übergangsprozess zusammenarbeiten und bis spätestens Ende 2022 bei Henkel bleiben.

„Im Namen des Gesellschafterausschusses und des Aufsichtsrats von Henkel wünsche ich Wolfgang König alles Gute für seine neue Aufgabe. Seine internationale Management- und Führungserfahrung in der Konsumgüter-, Haushalts- und Körperpflegeindustrie wird sehr wertvoll sein, um gemeinsam mit dem neuen Führungsteam unseren neuen Unternehmensbereich Consumer Brands aufzubauen und erfolgreich weiterzuentwickeln“, sagt Dr. Simone Bagel-Trah, Vorsitzende des Gesellschafterausschusses und des Aufsichtsrats von Henkel.

„Ich möchte auch Bruno Piacenza ganz herzlich danken. Er blickt auf mehr als 30 Jahre bei Henkel zurück und hat unser Laundry & Home Care-Geschäft seit mehr als 11 Jahren als Vorstandsmitglied geführt. Dank seiner Leidenschaft und Expertise haben sich unsere Top-Marken und das Geschäft in dieser Zeit erfolgreich entwickelt. Wir sind sehr dankbar für sein Engagement und seinen Beitrag und freuen uns, dass er mit Wolfgang König zusammenarbeiten wird, um einen effizienten Übergangsprozess zu gewährleisten.“

„Unter der Leitung von Wolfgang König wird sich das gemeinsame Team darauf konzentrieren, das gesamte Consumer Brands-Geschäft mit schlankeren Strukturen und schnelleren Entscheidungsprozessen voranzubringen. Ich möchte auch meine persönliche Wertschätzung für Bruno Piacenza und seine vielen Leistungen im Laufe von mehr als drei Jahrzehnten bei Henkel zum Ausdruck bringen“, ergänzt Henkel-CEO Carsten Knobel.

Aktienrückkauf-Programm im Gesamtvolumen von bis zu 1 Milliarde Euro

Der Vorstand hat zudem die Umsetzung eines Aktienrückkauf-Programms in einem Gesamtwert von bis zu 1 Milliarde Euro beschlossen. Danach sollen Henkel-Vorzugsaktien in einem Gesamtwert von bis zu 800 Millionen Euro und Stammaktien in einem Gesamtwert von bis zu 200 Millionen Euro zurückgekauft werden. Dies entspricht auf Basis der aktuellen Börsenkurse einem Anteil von rund 3 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft. Das Programm soll voraussichtlich im Laufe des Februars 2022 begonnen und bis spätestens zum 31. März 2023 unter Einschaltung eines Kreditinstituts über die Börse durchgeführt werden.

Im April 2019 hatte die Hauptversammlung den Henkel-Vorstand ermächtigt, eigene Aktien von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals erwerben zu können. Henkel beabsichtigt, die zurückgekauften Aktien zunächst als eigene Aktien zu halten und behält sich das Recht vor, diese einzuziehen und das Grundkapital entsprechend herabzusetzen.

„Mit dem Aktienrückkauf-Programm schaffen wir Werte für unsere Aktionär:innen und untermauern gleichzeitig unser Vertrauen in unsere finanzielle Stärke sowie das künftige Potenzial unserer Geschäfte. Dank unserer starken Bilanz und geringen Verschuldung sowie unseres starken Cashflow wird dies nicht unsere Fähigkeit beinträchtigen, strategische Übernahmen in beiden Unternehmensbereichen – Consumer Brands und Adhesive Technologies – durchzuführen“, sagt Carsten Knobel.

Henkel veröffentlicht vorläufige Ergebnisse für 2021

Auf Grundlage der vorläufigen Geschäftszahlen hat Henkel im Geschäftsjahr 2021 eine insgesamt gute Entwicklung erzielt. Diese ist vor allem auf das zweistellige Wachstum im Unternehmensbereich Adhesive Technologies zurückzuführen. Gleichzeitig beeinträchtigten die anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie die Profitabilität, vor allem die außergewöhnlich stark steigenden Rohstoffpreise sowie angespannte Lieferketten.

Auf Basis vorläufiger Geschäftszahlen stieg der Umsatz des Henkel-Konzerns im Geschäftsjahr 2021 auf 20.066 Millionen Euro. Das organische Umsatzwachstum lag bei 7,8 Prozent. Der Unternehmensbereich Adhesive Technologies verzeichnete einen Umsatz von 9.641 Millionen Euro. Dies entspricht einem organischen Wachstum von 13,4 Prozent im Jahr 2021. Beauty Care verzeichnete einen Umsatz von 3.678 Millionen Euro und ein organisches Wachstum von 1,4 Prozent. Im Unternehmensbereich Laundry & Home Care stieg der Umsatz auf 6.605 Millionen Euro, was einem organischen Wachstum von 3,9 Prozent entspricht. Für Henkel betrug die bereinigte Umsatzrendite (EBIT-Marge) 13,4 Prozent. Adhesive Technologies erzielte eine bereinigte Umsatzrendite von 16,2 Prozent. Beauty Care schloss das Geschäftsjahr 2021 mit einer bereinigten Umsatzrendite von 9,5 Prozent ab, während die bereinigte Umsatzrendite von Laundry & Home Care 13,7 Prozent betrug. Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie (EPS) für den Konzern für das Geschäftsjahr 2021 stieg auf rund 4,56 Euro, ein Anstieg um +9,2 Prozent (bei konstanten Wechselkursen). Alle Zahlen basieren auf den vorläufigen Geschäftszahlen.

„Trotz eines sehr herausfordernden Geschäftsumfelds mit beispiellosen Störungen der globalen Lieferketten, Rohstoffknappheit und erheblich steigenden Preisen haben wir eine insgesamt gute Entwicklung erreicht, mit deutlichem organischen Wachstum, getragen von allen Unternehmensbereichen. Dabei erzielten wir eine stabile Marge und einen sehr starken Anstieg beim Ergebnis je Vorzugsaktie. Das ist der Verdienst unseres globalen Henkel-Teams, das wieder einmal über sich hinausgewachsen ist und unsere Geschäfte am Laufen gehalten hat, um für unsere Kunden und Konsument:innen auf der ganzen Welt da zu sein“, sagt Carsten Knobel.

Jahresprognose 2022

Unter Berücksichtigung der aktuellen Einschätzung des Marktumfeldes, insbesondere der weiterhin angespannten Lage in den Märkten für Rohstoffe und Materialien sowie in den Lieferketten und dem damit verbundenen starken Anstieg der Materialkosten, legte Henkel für das Geschäftsjahr 2022 folgende Prognose vor (auf der Basis der aktuellen Struktur der drei Unternehmensbereiche):

Henkel erwartet für den Konzern ein organisches Umsatzwachstum in der Bandbreite von
2 bis 4 Prozent im Jahr 2022. Für Adhesive Technologies erwartet Henkel im Jahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum zwischen 5 und 7 Prozent. Für Beauty Care wird eine negative organische Umsatzentwicklung zwischen -5 und -3 Prozent erwartet. Der Rückgang ist im Wesentlichen bedingt durch bereits entschiedene und in Umsetzung befindliche Maßnahmen zur Verbesserung des Portfolios, einschließlich der Einstellung von Aktivitäten, die nicht zum künftigen Kerngeschäft gehören werden – im Umfang von rund 5 Prozent des Umsatzes des Unternehmensbereichs im Jahr 2021. Für Laundry & Home Care erwartet Henkel ein organisches Wachstum zwischen 2 und 4 Prozent.

Die bereinigte Umsatzrendite (EBIT-Marge) des Konzerns wird voraussichtlich zwischen 11,5 und 13,5 Prozent liegen. Für Adhesive Technologies erwartet Henkel eine bereinigte Umsatzrendite zwischen 15 und 17 Prozent, für Beauty Care zwischen 7,5 und 10 Prozent und für Laundry & Home Care im Bereich von 10,5 bis 13 Prozent.

Für das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie auf Konzernebene erwartet Henkel für das Geschäftsjahr 2022 eine Entwicklung in der Bandbreite zwischen -15 und +5 Prozent (bei konstanten Wechselkursen), unter Berücksichtigung hoher Marktunsicherheit und -volatilität.

Neue mittel- bis langfristige finanzielle Ambition

Mit der neuen Multikategorie-Plattform und einem vereinten Konsumgüter-Team wird Henkel das Wachstum und die Rentabilität des Konsumgütergeschäfts und des Konzerns vorantreiben. Als Teil seiner neuen mittel- bis langfristigen finanziellen Ambition strebt Henkel für das Consumer Brands-Geschäft ein nachhaltig verbessertes Wachstums- und Margenprofil mit 3 bis 4 Prozent organischem Umsatzwachstum und einer bereinigten EBIT-Marge im mittleren Zehn-Prozent-Bereich an. Für Adhesive Technologies strebt Henkel ein organisches Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent und eine bereinigte EBIT-Marge im hohen Zehn-Prozent-Bereich an.

Auf dieser Grundlage strebt Henkel für den Konzern mittel- bis langfristig ein organisches Umsatzwachstum von 3 bis 4 Prozent, eine bereinigte EBIT-Marge von rund 16 Prozent und ein Wachstum des bereinigten Ergebnisses je Vorzugsaktie im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereiches (bei konstanten Wechselkursen und einschließlich Akquisitionen) an. Gleichzeitig legt Henkel einen kontinuierlichen Fokus auf den Ausbau des Free Cashflow.

Nächste Schritte

Henkel wird die jeweiligen Arbeitnehmervertreter:innen so bald wie möglich informieren und den Konsultationsprozess aufnehmen, da die Zusammenführung weltweit auch Auswirkungen auf die Mitarbeiter:innen in beiden Unternehmensbereichen haben wird.

Weitere Einzelheiten zur Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2021, zum Ausblick auf das Geschäftsjahr 2022 sowie aktuelle Informationen zu den Fortschritten und nächsten Schritten der strategischen Agenda für ganzheitliches Wachstum werden im Rahmen der Analysten- und Pressekonferenz am 23. Februar 2022 vorgestellt.

Weitere Informationen zum Integrationsprozess der beiden Unternehmensbereiche sowie zu den geplanten Portfoliomaßnahmen, einschließlich der erwarteten Synergien und Restrukturierungsausgaben, werden zusammen mit den Zahlen für das erste Quartal am 5. Mai 2022 veröffentlicht.

Ein detailliertes Update für beide Unternehmensbereiche – Consumer Brands und Adhesive Technologies – wird im Rahmen eines Investorentags im Laufe des Jahres 2022 gegeben.