aus Düsseldorf: Digital Mentor – Qualifizierung für die Arbeit mit künstlicher Intelligenz

Wer in meinem Betrieb kennt sich sowohl mit den technischen Eigenheiten von KI aus und weiß zudem, was es bezüglich der Führung, der Gesundheit und auch der Sicherheit im Betrieb zu beachten gilt? Diese und weitere zentrale Fragen zur Etablierung eines Digital-Mentors untersucht und beantwortet das ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. als Konsortialführer im Rahmen des dreijährigen vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) geförderten Forschungsprojekts „Digital-Mentor – Modell und Erprobung eines präventiv agierenden KI-Helfers“.

Ziel des Projekts
„Ziele des Projekts sind zum einen die Entwicklung eines Konzeptes, welche Anforderungen an eine Person in der Funktion eines Digital-Mentors zu stellen sind,“ so Dr. Martina Frost, Projektleiterin von enAlble und wissenschaftliche Expertin am ifaa. Zudem wird ein Lern- und Qualifizierungskonzept für den Digital-Mentor entwickelt und der Einsatz erster Pilot-Digital-Mentoren in Betrieben erprobt.

Bisher Konzentration auf technische Aspekte
Vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und ihre Beschäftigten stehen aufgrund ihrer spezifischen Bedingungen (zum Beispiel fehlende personelle, finanzielle, zeitliche Ressourcen und KI-Kompetenzen) vor der Herausforderung, sinnvolle KI-Anwendungen für ihr  Unternehmen zu erkennen, diese strategisch zu bewerten sowie präventiv, partizipativ und produktiv zu gestalten und zu nutzen. Die bisher vorhandenen externen KI-Berater konzentrieren sich bei ihrer Beratung dabei fast ausschließlich an den technischen Aspekten.

Neue Funktion des Digital Mentors: Bindeglied zu Führungskräften und Beschäftigten
Die neu zu entwickelnde Funktion des Digital-Mentors kann Führungskräfte und Beschäftigte in KMU und ihre Betriebsräte gezielt dazu befähigen, entscheidende (Wissens-) Lücken zu schließen und eine, für alle Seiten gewinnbringende KI-Nutzung zu ermöglichen. Voraussetzung dafür ist, dass der Digital-Mentor neben technischen KI-Grundkenntnissen vor allem Kompetenzen in der Arbeits- und Organisationsgestaltung und in der Gestaltung einer innovationsförderlichen, wertschätzenden Unternehmenskultur besitzt.

Der Digital Mentor
– fokussiert sich darauf, dass neben den betrieblichen Anforderungen an KI auch die die Bedarfe und Anforderungen (z. B. Kompetenzen) der Beschäftigten und Führungskräfte von Anfang an im Veränderungs- und Entwicklungsprozess berücksichtigt werden.
– überprüft produktive und präventive Gesichtspunkte beim Einsatz von KI
– nutzt seine kommunikativen und sozialen Kompetenzen, um alle Beteiligten bei der Einführung und Nutzung von KI einzubinden
– unterstützt Führungskräfte, Beschäftigte und Betriebsräte beim Veränderungsprozess im Unternehmen
– unterstützt die Beteiligten in der selbstständigen Weiterentwicklung
„Zudem soll erprobt werden, inwiefern Betriebsratsmitglieder und weitere betriebliche Akteure selbst als Digitale-Mentoren ausgebildet werden und agieren können. Das Projekt enAlble ist somit ein Lern- und Experimentierraum für die präventive Nutzung von KI für und von KMU,“ fasst Frost zusammen.

Interdisziplinäres Team im Verbund mit Praxis- und Umsetzungspartnern

Das dreijährige Verbundprojekt wird im Rahmen der Bekanntmachung des BMAS „Zukunftsfähige Unternehmen und Verwaltungen im digitalen Wandel (Lern- und Experimentierräume KI)“ durchgeführt und ist am 25.09.2020 gestartet.

Als Verbundpartnersind an dem Projekt beteiligt:
•        ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. – Düsseldorf
•        G-ibs mbH – GeseIlschaft für Innovation, Beratung und Service – Berlin
•        Stiftung „Mittelstand – Gesellschaft – Verantwortung“
•        RKW – Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e. V. – Eschborn
•        youCcom GmbH – Essen
•        ed-media e.V. – Institut für Innovation in Bildungs- und Unternehmensprozessen – Zweibrücken
•        IZAG gGmbH – Institut für zukunftsorientierte Arbeitsgestaltung – Magdeburg

Zudem ist eine Vielzahl von Unternehmen am Projekt beteiligt sowie vier geförderte Betriebe.

Valuepartner
·        BDA – Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände
·        METALL NRW – Verband der Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen e. V.
·        Arbeitgeberverband Region Braunschweig e.V
·        HESSENMETALL – Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen e. V.
·        Südwestmetall – Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V.
·        Offensive Mittelstand (nationale Initiative)
·        ZDH – Zentralverband des Deutschen Handwerks
·        Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kaiserslautern
·        DEHOGA Rheinland-Pfalz e.V.
·        Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)

Neuentwicklung der SMS group ermöglicht die gezielte Wärmebehandlung schwerer Großrohre

Seversky Pipe Plant, ein Unternehmen der TMK Gruppe, hat der SMS group (www.sms-group.com) das Endabnahmezertifikat für eine Wärmebehandlungslinie zur Vergütung von Rohren am Standort Polevskoy in der Region Swerdlowsk in Russland erteilt. Mit einer Jahreskapazität von bis zu 300.000 Tonnen, Durchmessern zwischen 168 und 370 Millimetern, Wandstärken bis zu 40 Millimetern und Längen bis zu 13,5 Metern ist die Linie eine der produktivsten der Welt. Auch kleine Losgrößen und verschiedene Produktgruppen kann die Linie kostengünstig verarbeiten.

Die Anlage bei TMK verfügt nun über eine vollautomatische Wärme­behandlungslinie mit allen Einrichtungen zum Abschrecken und Anlassen und erfüllt so alle Voraussetzungen für die Produktion von Endmaterial in hoher Qualität. TMK kann jetzt auch einbaufertige Qualitätsrohre für die Öl- und Gasindustrie anbieten.

Nach Beendigung der Heiß-, Kalt- und Leistungstests hat TMK der SMS group das Abnahmezertifikat erteilt. „Dank der hohen Qualität der von SMS group gelieferten Einrichtungen und der engen Zusammenarbeit der Expertenteams von TMK und SMS group, sowohl im Remote-Service als auch vor Ort, konnten wir die Linie trotz der Corona-bedingten Einschränkungen rechtzeitig in Betrieb nehmen“, sagt V. A. Toporov, Technical Director der Seversky Pipe Plant.

Zum Lieferumfang gehörte die komplette Wärmehandlungslinie, zu deren Kernkomponenten der Quenching Head der SMS group zählt. Er ist mit seiner innovativen, patentierten Innenlanze für Rohrwand­stärken von mehr als 25 Millimetern ein herausragendes Produkt der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der SMS group. Zusammen mit dem Quenching Head sorgt die neu konstruierte Innenlanze der SMS group für eine maximale Wärmeübertragung und erleichtert so die erfolgreiche Behandlung schwergewichtiger Rohre. Dies war mit Wasserbehältersystemen oder den bisherigen Ausführungen der Innenlanze schwierig oder gar unmöglich. Die neue, fahrbare Konstruktion erhöht zudem die Prozessgeschwindigkeit erheblich und steigert die Produktionsleistung um etwa 40 Prozent verglichen mit herkömmlichen Systemen zur Innenkühlung. SMS group lieferte außerdem das komplette Wasseraufbereitungssystem sowie die Elektrik und Automation für die gesamte Wärmebehandlungslinie.

Die neue Wärmebehandlungsline von SMS group stärkt TMKs Position als größter Stahlrohrhersteller und Exporteur in über 80 Länder weltweit. TMK betreibt bedeutende Stahlrohrproduktions­stätten in Russland, Rumänien und Kasachstan. Den größten Anteil am Umsatz haben sogenannte OCTG-Rohre (Oil Country Tubular Goods).

Teil-Lockdown hat dramatische Folgen für viele Großhandelsbetriebe

„Der erneute temporäre Lockdown für Gastronomie, Freizeiteinrichtungen und weitere Wirtschaftsbereiche hat existenziell bedrohliche Folgen für viele Unternehmen im Groß- und Außenhandel, die mit diesen Branchen auf das engste verzahnt sind. Wir plädieren daher eindringlich, diese Unternehmen nicht zu vergessen und sie in die beschlossene außerordentliche Wirtschaftshilfe miteinzubeziehen. Um die Folgen abzumildern, muss auch den mittelbar betroffenen Zulieferbetrieben dringend geholfen werden.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), im Hinblick auf die grundsätzliche Bereitschaft der Politik, Unterstützungsmaßnahmen auch für diejenigen Unternehmen zu ergreifen, die indirekt, aber in vergleichbarer Weise durch die Anordnungen der Politik betroffenen sind.

Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA)

„Die fast immer familiengeführten mittelständischen Unternehmen haben sich zu einem bedeutenden Teil als Lieferanten von Nahrungs- und Genussmitteln sowie Getränken auf ihre Kunden in Gastronomie und Freizeiteinrichtungen hochspezialisiert. So entfallen beispielsweise im Bereich des Großhandels für Foodservice und weiteren Bereichen des Zustellgroßhandels mit der Schließung der Hauptkundengruppe Gastronomie über 60 Prozent der Geschäfte. Ähnlich dramatisch ist die Situation für kleine Fachgroßhändler, die ausschließlich die Gastronomie mit beispielsweise Fleisch, Obst und Nonfood-Produkten beliefern. Solche Unternehmen sind somit von der Schließung ebenso betroffen wie die Gastronomen selbst. Sie sehen sich nun sehr kurzfristig und unverschuldet mit erneuten massiven Umsatzeinbrüchen in den kommenden Wochen konfrontiert und bangen um ihre betriebliche Existenz und die ihrer Familien und Beschäftigten. Diese Betriebe brauchen zum Überleben gleichermaßen staatliche Unterstützung. Zudem kann nur so gewährleistet werden, dass die jetzt geschlossenen Sektoren schnell wieder durchstarten können. Diejenigen Unternehmen im Großhandel, die von den jetzigen Schließungsmaßnahmen in Gastronomie und Freizeiteinrichtungen stark betroffenen sind, müssen daher unbedingt in die außerordentliche Wirtschaftshilfe miteinbezogen werden“, so Börner abschließend.

Kurzarbeitergeld: Linkliste!!

Wenn die Corona-Krise zum Stresstest für Ihr Unternehmen wird, ist das Kurzarbeitergeld für Sie da! Rund 680.000 Menschen sind in NRW in Kurzarbeit, 3,3 Millionen in Deutschland (lt. Schätzungen – die offizielle Zahl für heute gibts erst in einem halben Jahr) und es werden täglich mehr im neuen Lockdown: betroffen sind nun vor allem die Gastronomie, Caterer, Kultureinrichtungen und auch der Großhandel, der die Restaurants und Cafes beliefert. Kurzarbeitergeld hilft, Ihrem Betrieb wertvolle Arbeitskräfte zu erhalten, auch wenn Ihre Beschäftigten vorübergehend zu wenig Arbeit haben. Für die Zeit der Kurzarbeit ersetzt es Ihnen einen Teil des Entgelts für Ihre Beschäftigten. Außerdem werden Ihnen die Sozialversicherungsbeiträge abzüglich der Arbeitslosenversicherung pauschaliert erstattet.

Die wichtigsten Links gibts nachfolgend:

Metro für Alle geöffnet

Wegen der verschärften Corona-Krise können wir alle ab heute (3. November 2020) auch wieder in der METRO an der Schlüterstraße einkaufen gehen. Das dürfen normalerweise nur Gastronomen oder andere Gewerbetreibende tun. Diese Regelung wurde jetzt für den Monat November aufgehoben. Alle 18 METRO-Märkte in NRW sind jetzt für den allgemeinen Einkauf freigegeben; also zum Beispiel auch in Neuss, Duisburg oder Krefeld. Hintergrund ist, dass diese Geschäfte sehr groß sind und breite Gänge haben. Dadurch sollen die Corona-Schutzmaßnahmen besonders gut eingehalten werden können. Eine entsprechende Regelung hatte es auch schon während des ersten Corona-Lockdowns im Frühjahr gegeben. Quelle: www.antenneduesseldorf.de

Mehr Infos dazu unter https://www.metro.de/service/einkaufshinweise

Großer Markterfolg für Rheinmetall mit umweltschonender Gaspumpe – Aufträge über weitere 350 MioEUR treiben Lifetime-Auftragseingang auf über 1 Milliarde Euro

Mit jüngst erhaltenen Aufträgen von über 350 MioEUR verbucht der Rheinmetall Konzern in seiner Automotive-Sparte einen weiteren Rekord für eine neuentwickelte elektrische Gaspumpe für Tanksysteme (EVAP – Electrical Vapor Pump). Geordert wurde die im Sommer 2018 erstmals am Markt eingeführte Weltneuheit von drei internationalen Automobilherstellern. Die produzierten Fahrzeuge werden in Nordamerika, Japan, China und Korea vertrieben. Gemeinsam mit bereits im vergangenen Jahr verbuchten Aufträgen über mehr als 700 MioEUR überschreitet der Lifetime-Auftragseingang für das umweltschonende System damit die Milliarden-Eurogrenze nur zwei Jahre nach der Markteinführung.

Die eigenentwickelte Komponente dient bei Verbrennungsmotoren dazu, den Aktivkohlebehälter bei fehlendem Vakuum im Ansaugtrakt zu spülen. Sie ist damit insbesondere für moderne Motorengenerationen geeignet, wie Hybridantriebe oder Direkteinspritzer. Für den Bereich Mechatronics von Rheinmetall handelt es sich bei den EVAPs, die an Standorten im nordamerikanischen Fountain Inn/ South Carolina sowie in der Region Shanghai/ China produziert werden, um das größte Projekt der Firmengeschichte.

Nicht nur für die Emissionen der Verbrennungsmotoren von Fahrzeugen, sondern auch für die Emission ihrer Kraftstoffvorräte bestehen aktuell strenge gesetzliche Grenzwerte. Um diese einzuhalten, wird ein Aktivkohlebehälter eingesetzt, der die Kraftstoffdämpfe auch bei Stillstand des Motors oder im Elektrobetrieb sammelt und so lange bindet, bis sie im Motor verbrannt werden. Da die Kapazität des Behälters zum Speichern von Kohlenwasserstoffverbindungen allerdings begrenzt ist, wird dieser Bereich durch die EVAP regelmäßig mit Frischluft ‚gespült‘.

Die neuartige Pumpe arbeitet mit großem Durchsatz bei gleichzeitig geringem Druck, wobei sie dank einer innovativen Kühlung ihrer Elektronik über eine hohe thermische Widerstandsfähigkeit verfügt. Diese stellt sicher, dass die Pumpe auch unter den schwierigen Bedingungen im Motorraum zuverlässig arbeitet. Sie ist zudem mit einem integrierten Drucksensor versehen, der den Systemdruck an die Steuereinheit des Fahrzeugs meldet.

Bauwirtschaft: Teils deutlicher Auftragseinbruch in den ersten acht Monaten des Jahres 2020

„Die Corona-Pandemie wirkt sich mittlerweile spürbar auf die Bauwirtschaft in Nordrhein-Westfalen aus. In fast allen Sparten verzeichnet die Branche in den ersten acht Monaten dieses Jahres einen Auftragsrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum“ kommentiert Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbands Nordrhein-Westfalen, die baukonjunkturelle Entwicklung von Januar bis August 2020 in NRW.

„Das trifft nicht nur die Bauwirtschaft, denn Bauinvestitionen haben eine unmittelbare Multiplikatorwirkung für die gesamtwirtschaftliche Produktion und Beschäftigung. Laut dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) erzeugen Bauinvestitionen in Höhe von 1 Mrd. Euro gesamtwirtschaftliche Produktionswirkungen von 2,44 Mrd. Euro.“

„Besonders deutlich zeigt sich, dass der Investitionsstopp vieler Unternehmen aus der Industrie und den unternehmensnahen Dienstleistungen zu deutlichen Auftragsrückgängen führt, was sich mittlerweile auch in der Produktion bemerkbar macht“, so Wiemann zum Einbruch im Wirtschaftshochbau von -22,4% (Bundesweit -9,1%). „Auch im Öffentlichen Hochbau sind die Auftragsvolumina um 8,4% zurückgegangen, bei gleichzeitig abnehmendem Auftragsbestand unserer Unternehmen. Im Vergleich zum Bundesschnitt von immer noch +3,2% stehen wir in NRW damit schlechter dar.“

„Im Straßenbau verzeichnen wir einen Rückgang von -4,8%, gleichzeitig gehen die Baupreise im Straßenbau um -0,9% zurück, nachdem sie im Zweijahresvergleich noch um +3,6% gestiegen waren“.

„Lichtblick ist der Wohnungsbau mit +19% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, hier liegen wir in Nordrhein-Westfalen deutlich über dem Bundesschnitt von +4,7%. Gleichzeitig ist der Anstieg der Baupreise bei Wohngebäuden (Rohbau) gestoppt, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnen wir sogar einen Rückgang von -1%. Der Flaschenhals beim Wohnungsbau ist und bleibt bezahlbares Bauland.“ Ebenfalls stützend wirkt sich die Auftragslage im Tiefbau (+10,6%) und im sonstigen Öffentlichen Tiefbau (+13,6%) aus, auch wenn auch hier der Trend rückläufig ist.

„Unsere Unternehmen haben auch in diesem Jahr ihre Kapazitäten weiter aufgestockt, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,5 % auf 129.634 Mitarbeiter“, so Prof. Wiemann. „Damit diese Arbeitsplätze weiterhin sicher bleiben, gilt es, Tempo zu machen: bei der weiteren Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren und bei der Digitalisierung, beim Abbau bürokratischer Hürden und bei der Schaffung von Anreizen für die Wirtschaft.“

„Die öffentlichen Investitionen in unsere Infrastruktur müssen auf Ebene von Bund, Ländern und Kommunen nicht nur in voller Höhe erhalten, sondern sogar erhöht und auch umgesetzt werden. Das entfaltet volkswirtschaftlich längerfristige Wirkungen und kommt der Wirtschaft und den Menschen in unserem Land zugute“, so Prof. Wiemann.

Xingcheng Special Steel bestellt bei SMS Concast eine Jumbo-Stranggießanlage

Jiangyin Xingcheng Special Steel Works Co. (JYXC), Ltd. aus Jiangyin, Provinz Jiangsu, China, hat SMS Concast, einem Unternehmen der SMS group (www.sms-group.com), einen Auftrag für eine dreisträngige Jumbo-Stranggießanlage erteilt, die in der Lage ist, Rundvorblöcke mit 1.200 Millimetern Durchmesser kontinuierlich zu gießen. Dies wird ein neuer Rekord in der Stahlproduktions­technologie sein, da es die erste Anlage der Welt sein wird, die 1.200-Millimeter-Rundvorblöcke in einem gebogenen Strangguss­verfahren gießt.

Diese herausfordernde neue Vorblockgießmaschine (CC#0) mit einem Nennradius von 18 Metern soll ein breites Spektrum an Rundvorblöcken von 600 bis zu 1.200 Millimetern Durchmesser produzieren. Die anspruchsvollen Stahlsorten reichen von Wälz­lagerstahl bis hin zu rostfreiem Stahl. Diese Qualitäten zielen auf die Schmiede- und Großlagerindustrie ab, die ihrerseits beispielsweise Lager und Wellen für grüne Technologien wie Windkraftanlagen erzeugen.

Hoa Phat hat die Inbetriebnahme von zwei Konverterstahlwerken durch SMS group erfolgreich abgeschlossen

Die Hoa Phat Group, Vietnam, ein Konsortium aus zwei Unternehmen, nämlich WISDRI und der Düsseldorfer SMS group, hat die Inbetriebnahme von zwei Konverter­stahlwerken mit der ersten Schmelze des vierten von insgesamt vier Konvertern erfolgreich abgeschlossen. Die aktuelle Inbetriebnahme konnte trotz der Reisebeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie durch die intensive Remote-Unterstützung der SMS group reibungslos umgesetzt werden. Die beiden Konverterstahlwerke sind für die Produktion von vier Millionen Jahrestonnen Flüssigstahl ausgelegt.

SMS group hat vier 120-Tonnen-BOF-Konverter mit Sauerstoff­lanzen-Anlagen, Sublanzenanlagen, Ausmauerungsvorrichtungen, Konverterkippantrieben, der von der SMS group entwickelten wartungsfreien Lamellenaufhängung sowie dem pneumatischen Schlackenstoppersystem P3S geliefert. Alle Konverter sind mit einer SMS group-Primärgasentstaubung mit Trocken-Elektrofilter (ESP) ausgerüstet. Die Konverter, die Tragringe, die Konverterkippantriebe und Teile der Entstaubung wurden in der SMS group-Werkstatt gefertigt. Das Konverterstahlwerk wurde mit der X-Pact®-Elektrik und -Automation ausgestattet.

Lockdown 2.0: NRW macht wieder dicht!

Massive Kontaktbeschränkungen ab 2. November — Groß- und Einzelhandel bleibt offen — In der Öffentlichkeit sind nur noch Angehörige des eigenen und eines weiteren Hausstandes mit maximal zehn Personen gestattet  — Freizeiteinrichtungen werden geschlossen — Profisport ohne Zuschauer — Gastronomiebetriebe werden vom 2. November für den restlichen Monat geschlossen — Schulen und Kindergärten bleiben offen

BGA-Präsident Börner: Völlig unangemessen erscheint uns in der aktuellen Situation die Schließung der Gastronomie.

Von Christoph Sochart. Wir befinden uns inmitten der zweiten Corona-Welle. Der zweite Lockdown ab Montag trifft uns alle hart. Geschlossen bleiben Hotels (für private Reisen), Restaurants und Kneipen, Theater und Oper, Kinos, Schwimmhallen und Fitnessstudios. Auch Sporthallen sind geschlossen, sodass jeglicher Vereinssport wie auch Wettbewerbe und Turniere ausfallen werden. Der Profisport findet ohne Zuschauer statt. In der Öffentlichkeit treffen sich nur noch Angehörige des eigenen und eines weiteren Hausstandes mit maximal zehn Personen. Schulen, Kitas und der Groß- und Einzelhandel bleiben geöffnet.

Dieser Lockdown trifft die gesamte Wirtschaft. Professor Hüther vom Institut der Deutschen Wirtschaft schreibt uns dazu: “ (…) Ein bundesweiter Lockdown ist nicht zielführend, es gilt, Infektionsherde subsidiär einzuhegen. Denn es ist sicher, dass ökonomische Substanz beschädigt wird, wenn es zu einem harten Lockdown kommt. Und das betrifft beileibe nicht nur Hotels, Restaurants und Teile der Kulturszene, sondern auch große Unternehmen.“

Die harten Auflagen seien auch deshalb notwendig, sagt die Kanzlerin, weil man bei 75 Prozent der Infektionen nicht mehr wisse, wo sie passiert seien.

Anton F. Börner, Präsident unseres Großhandelsverbandes, sagt dazu: „Völlig unangemessen erscheint uns in der aktuellen Situation die Schließung der Gastronomie, die für viele mittelständische Betriebe in der jetzigen Lage den Todesstoß bedeuten kann. Zudem ist eine solche Maßnahme auch ungeeignet, denn es hat sich gezeigt, dass gerade im Bereich der Gastronomie die Hygienekonzepte erfolgreich sind und Infektionen nur in wenigen Ausnahmefällen stattgefunden haben. Brennpunkte sind ganz klar die privaten Bereiche und auch wenn es unpopulär ist, müssen wir uns hierauf konzentrieren.“

Michael Stempfle vom ARD-Hauptstadtstudio ergänzt: „Was bringt die Schließung von Restaurants im November? Kann damit die derzeit stark ansteigende Ausbreitung des Coronavirus wirklich verlangsamt werden? Ein Beweis? Fehlanzeige. (…) Pächter und Restaurantbesitzer haben sich in den vergangenen Monaten viel Mühe gegeben, Schutzmaßnahmen zu ergreifen: So forderten sie ihre Gäste auf, Masken zu tragen. Sie stellten die Tische weiter auseinander und verzichteten auf den sonst üblichen Umsatz.“

Wir werden erst in zwei Wochen vielleicht sehen, ob dieses November-Experiment funktioniert. Im Dezember sollte dann wieder alles „normal“ ablaufen, so das Ziel dieser Maßnahmen. Mein Restaurant schrieb mir jedenfalls, ich könnte jetzt schon Plätze für Dezember reservieren. Wie sagt der Volksmund: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Quellen: Rheinische Post, BGA, IW Köln, tagesschau u.a.