So will Henkel die Kreislauf­wirtschaft entlang der gesamten Wert­schöpfungs­kette fördern

Recyceln, wiederverwenden, Emissionen sparen – das Thema Kreislaufwirtschaft ist hoch im Kurs. Verpackungsmaterialien wie Plastik bieten viele Vorteile, doch die Allgegenwart des beliebten Kunststoffs stellt uns auch vor neue Herausforderungen: Wie können wir einen verantwortungsvollen Umgang mit Plastik im Sinne einer Kreislaufwirtschaft fördern und mit Recycling das Plastikmüll-Problem eindämmen? Und wie können wir die Kreislaufwirtschaft entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette vorantreiben und damit das Klima schützen?

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Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie

Die Metallarbeitgeber und die IG Metall in Nordrhein-Westfalen haben am Dienstag in Düsseldorf bei der 7. Tarifverhandlung für die rund 700.000 Beschäftigten dieses Industriezweigs ein Ergebnis erzielt.

  • Corona-Beihilfe im Juni 2021 in Höhe von 500 Euro
  • Automatische Entlastung für krisenbetroffene Betriebe
  • Jährliche Sonderzahlung von 18,4 Prozent im Februar 2022 sowie von 27,6 Prozent ab Februar 2023
  • Gesamtlaufzeit von 21 Monaten
  • Optionale tarifliche Regelungen zur Beschäftigungssicherung und zur Begleitung betrieblicher Transformationsprozesse

Der Präsident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Arndt G. Kirchhoff, bezeichnete den Tarif-Kompromiss am Dienstag in Düsseldorf als „ein von Fairness, Vernunft und Weitsicht geprägtes Ergebnis in einer außergewöhnlich schwierigen Wirtschaftslage“. Es sei gelungen, der enorm heterogenen wirtschaftlichen Situation Rechnung zu tragen.

„Für uns ist es ganz wichtig, dass unsere Unternehmen wie schon im Jahr 2020 auch im Jahr 2021 keine Erhöhung der Tabellenentgelte verkraften müssen“, betonte Kirchhoff. Zudem sei mit der IG Metall für das laufende Jahr erstmals ein automatisch wirksamer Entlastungsmechanismus für krisenbetroffene Betriebe vereinbart worden. Die neue jährliche Sonderzahlung von 18,4 Prozent eines Monatsentgelts im Februar 2022 sowie von 27,6 Prozent eines Monatsentgelts ab Februar 2023 sei für die Unternehmen „schmerzhaft und nur schwer verdaulich, aber mit einem verhalten optimistischen Blick auf verbesserte konjunkturelle Aussichten im kommenden Jahr so gerade noch vertretbar“.

Der Tarifabschluss biete den Firmen „einen unbürokratischen und einfach umsetzbaren“ tariflichen Rahmen für betriebliche Regelungen zur Beschäftigungssicherung und die Begleitung von Transformationsprozessen. Die entsprechenden Regelungen seien bewusst an bereits bestehende Tarifvereinbarungen angekoppelt worden. „Das vermeidet zusätzliche Komplexität und vereinfacht den betrieblichen Umsetzungsprozess“, sagte Kirchhoff.

Die Tarifvereinbarung sieht im Einzelnen vor:

  • eine Corona-Beihilfe von 500 Euro im Juni 2021,
  • eine neue Sonderzahlung von 18,4 Prozent eines Monatsentgelts im Februar 2022 steigend auf 27,6 Prozent eines Monatsentgelts ab Februar 2023, die künftig jährlich anfällt.

Laufzeit:

  • Der Tarifvertrag gilt rückwirkend zum 1. Januar 2021, hat eine Gesamtlaufzeit von 21 Monaten und endet am 30. September 2022.

Differenzierung:

  • Die tarifliche Leistung des Tariflichen Zusatzgeldes B (T-Zug B) wird im Oktober fällig und kann in Abhängigkeit vom Unternehmensergebnis entfallen.

TV Zukunft, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungssicherung:

  • METALL NRW und IG Metall NRW haben einen tariflichen Rahmen vereinbart, innerhalb dessen Betriebsparteien u.a. betriebliche Transformationsprozesse begleiten können.
  • Darin können auf Basis einvernehmlich erstellter betrieblicher Analysen Gespräche über die Zukunft des Betriebes erfolgen – dieser Prozess kann aber nicht einseitig durch eine Betriebspartei erzwungen werden.
  • Die Betriebsparteien können zur weiteren Beratung eine von denTarifvertragsparteien zu gründende Transformationsagenturhinzuziehen.
  • Besteht keine Einigkeit über einen Regelungsbedarf im Betrieb, kann zur Erreichung eines Konsenses eine Moderation vereinbart werden.
  • Kommt es auch dann zu keiner Einigung, werden von der Moderation die von den Betriebsparteien identifizierten jeweiligen Handlungsbedarfe schriftlich festgehalten.
  • Damit sind die betrieblichen Gespräche zu Transformationsprozessen beendet – es bleibt also bei der unternehmerischen Entscheidungsfreiheit in diesen Fragen.

Optionale Regelungen zur kollektiven Arbeitszeitabsenkung bei Beschäftigungsproblemen in Betrieben:

  • Wie bisher: Durch Betriebsvereinbarung können Arbeitgeber und Betriebsrat bei vorübergehenden Beschäftigungsproblemen bis zu zwölf Monate die individuelle regelmäßige Wochenarbeitszeit auf eine Dauer von unter 35 bis zu 30 Stunden absenken.
    • Dies kann einheitlich für alle Beschäftigten oder für Teile des Betriebs (Betriebsteile, Abteilungen, Beschäftigtengruppen) erfolgen.
    • Dabei können auch eine unterschiedliche Absenkung der Arbeitszeit und eine unterschiedliche Dauer der Arbeitszeit vereinbart werden.
    • Die monatlichen Vergütungen vermindern sich entsprechend der verkürzten Arbeitszeit.
    • Die Betriebsparteien können Ausgleichszahlungen vereinbaren, die mit den tariflichen Jahresleistungen verrechnet werden. Der Anspruch darauf vermindert sich entsprechend.
  • Neu: Bei einer Arbeitszeitabsenkung ab 13 Monaten insbesondere bei der Begleitung von betrieblichen Transformationsprozessen erhalten die Beschäftigten pro Woche – gemessen am durchschnittlichen Stundenentgelt – einen Zuschlag
    • von 25 Prozent bei einer Absenkung auf 32 Wochenstunden
  • Bei einer Arbeitszeitabsenkung ab 25 Monaten erhalten die Beschäftigten pro Woche – gemessen am durchschnittlichen Stundenentgelt – einen Zuschlag
    • von 25 Prozent bei einer Absenkung auf 33 Wochenstunden
    • von 50 Prozent bei einer Absenkung auf 32 Wochenstunden
  • Bei Konjunktur- oder Transformationsbedingten Arbeitszeitverkürzungen sind betriebsbedingte Kündigungen nicht möglich.

Gemeinsame Erklärung zur Bedeutung des Fachkräftenachwuchses

  • Die Tarifparteien wollen die Ausbildungsbereitschaft in den Betrieben fördern.
  • Die Tarifparteien empfehlen, Dual Studierende nach erfolgreichem Abschluss ihres Studiums in ein Arbeitsverhältnis zu übernehmen.

Statement des Präsidenten von METALL NRW, Arndt G. Kirchhoff:

NRW-Metallarbeitgeberpräsident Arndt G. Kirchhoff erklärte, in dieser wirtschaftlichen Ausnahmesituation seien die Tarifparteien in NRW ihrer großen Verantwortung für Unternehmen und Beschäftigte gerecht geworden. Die Pandemie habe das Land weiterhin fest im Griff und sorge bei Unternehmen und Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie für massive Verunsicherung. „Umso wichtiger ist es jetzt, dass wir als Tarifpartner in Nordrhein-Westfalen in diesen Zeiten der Ungewissheit langfristig verlässliche und tragfähige Perspektiven setzen können“, betonte Kirchhoff. Der Flächentarif stehe seit Jahren massiv unter Druck und müsse sich die Akzeptanz bei den Mitgliedsunternehmen stets aufs Neue verdienen. Der Tarifabschluss sei daher auch ein Punktsieg für die Tarifautonomie in Deutschland.

Nach Worten des NRW-Metallarbeitgeberpräsidenten zeigten die getroffenen Vereinbarungen alle Elemente eines echten Kompromisses. Die Arbeitgeber hätten ihre wichtigsten Ziele durchsetzen können: Einen langfristigen und damit Planungssicherheit schaffenden Tarifvertrag, automatische Kostenentlastungen für krisenbelastete Betriebe als tarifpolitische Antwort auf die heterogene wirtschaftliche Lage in der M+E-Industrie, einfach umsetzbare betriebliche Wahloptionen zur Beschäftigungssicherung sowie die Beibehaltung der unternehmerischen Freiheit bei betrieblichen Transformationsprozessen.

Bauindustrie in Düsseldorf unterstützt Ziele der neuen Klimagesetze

„Mit dem neuen Klimaschutz- und dem neuen Klimaanpassungsgesetz macht die NRW-Landesregierung zwei wichtige Schritte nach vorne und räumt den Herausforderungen durch den Klimawandel einen angemessenen Stellenwert ein.

Die Häufung von Hitze-, Trocken- und Extremwetterereignisse der letzten Jahre haben aufgezeigt, welche Wirkung der Klimawandel zunehmend auch in unserem Bundesland hat.“ kommentiert Prof. Beate Wiemann (Foto), Hauptgeschäftsführerin der BAUINDUSTRIE NRW, das vom nordrhein-westfälischen Kabinett gestern beschlossene Klimaschutz- und Klimaanpassungsgesetz.

Dies gelte in besonderem Maße auch für die gebauten Infrastrukturen. Neue Gebäude und Infrastrukturen müssten deshalb nicht nur möglichst CO2-effizient, sondern auch entsprechend der zukünftigen klimatologischen Bedingungen ausgelegt sein und existierende Gebäude und Infrastrukturen baulich angepasst werden.

„Die gesteckten Klimaschutzziele und die Stärkung der Klimaresilienz in unserem Land können nur gemeinsam mit der Bauwirtschaft erreicht werden, unsere Unternehmen haben das erforderliche Know-how – wir können das!“ unterstreicht Wiemann. „Und Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen zahlen sich für die Menschen in unserem Land aus – direkt spürbar im täglichen Leben und indirekt durch eine Belebung der Konjunktur. Denn Bauinvestitionen haben immer auch eine unmittelbare Multiplikatorwirkung für die gesamtwirtschaftliche Produktion und Beschäftigung.“, so Wiemann weiter. Laut dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) erzeugen Bauinvestitionen in Höhe von 1 Mrd. Euro gesamtwirtschaftliche Produktionswirkungen von 2,44 Mrd. Euro.

Schon jetzt haben in unserer Branche Themen wie CO2-Bepreisung, Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Emissionsfreiheit Auswirkungen auf Bauverfahren, Baustoffe und Produkte. Ein an die Folgen des Klimawandels angepasstes Bauen wird stark an Bedeutung gewinnen. „Im Bausektor fordern wir bei der Erreichung der Klimaziele den Fokus nicht nur auf die Betriebsemissionen von Gebäuden zu legen.

Zukünftig sollte der gesamte CO2-Fußabdruck von Bauwerken in Verbindung mit dem Ressourcenverbrauch und einer Bilanzierung der Umweltauswirkungen sowie einer langfristigen Betrachtung der Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus hinweg bewertet werden“, so Wiemann. Für die ausgewogene Planung und Beurteilung eines Bauwerks sollten die unterschiedlichen Dimensionen und Kriterien der Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus in Relation zueinander betrachtet werden. Wirtschaftlichkeits- und Umweltaspekte sowie soziokulturelle Aspekte spielen von der Gewinnung der Baustoffe bis über die Nachnutzungsphase eine Rolle. Die Baurestmassen stellen ein wertvolles Rohstofflager der Zukunft dar, die nachhaltig nutzbar gemacht werden sollten.

125 Jahre Rheinbahn in 125 Stationen – Bildband gibts ab Donnerstag

Seit 125 Jahren ist die Rheinbahn ein wichtiger Motor für Düsseldorf und das Umland. Als zuverlässiger Partner hält sie die Region seit 1896 im wahrsten Sinne des Wortes am Laufen – auch in schwierigen Zeiten war sie einfach immer da. Passend zum Jubiläum am 25. März veröffentlicht das Verkehrsunternehmen nun einen Bildband, der diese bewegte Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart in 125 Stationen mit großformatigen Fotos und spannenden Fakten aufbereitet und zum Durchblättern anregt.

Der Bilderbogen spannt sich von der Erschließung der linksrheinischen Gebiete über den weltweit ersten Straßenbahn-Speisewagen bis zur Eröffnung der Wehrhahnlinie und zum heutigen Einsatz modernster umweltfreundlicher Fahrzeuge. Interessenten bekommen es ab Donnerstag, 1. April, für 18,96 Euro in jedem KundenCenter der Rheinbahn.

“Gesetzliche Impfpflicht geht an der Realität vorbei”, sagt Herr Hüther

In deutschen Unternehmen werde zu wenig getestet und zu selten im Homeoffice gearbeitet, monieren verschiedene Politiker – und fordern gesetzliche Pflichten. An der Realität vieler Betriebe geht das vorbei, sagt IW-Direktor Michael Hüther.

Eine Testpflicht ist aktuell eine pauschale Misstrauenserklärung der Politik an die Wirtschaft, für die es keine Grundlage gibt. Die Unternehmen haben sich längst selbst verpflichtet, ihre Mitarbeiter regelmäßig zu testen. Und das funktioniert: Ausweislich einer schon über zwei Wochen alten Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages testen knapp 50 Prozent der Unternehmen bereits oder wollten damit bald beginnen. Vor allem bei großen Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten war dies der Fall, die Quote lag hier bei 80 Prozent. In anderen Unternehmen wären Tests überflüssig: 23 Prozent der Unternehmen arbeiten komplett aus dem Homeoffice, neun Prozent haben wegen des Lockdowns geschlossen.

“Statt Beteiligungen wird nur gedroht”

Darüber hinaus gestaltet sich das Testen aus betrieblicher Sicht schwierig: Von den Unternehmen, die in Kürze testen wollen, verweisen 43 Prozent auf Beschaffungsprobleme, weitere 39 Prozent auf fehlende Informationen zum Umgang mit Tests in den Betrieben. “Anstatt die Unternehmen zu Beteiligten zu machen, indem man die Teststrategie gerade für kleinere Betriebe gemeinsam entwickelt, wird nur gedroht”, sagt IW-Direktor Michael Hüther.

Durchschlagende Wirkung können die Tests ohnehin erst entfalten, wenn über eine funktionierende Tracing-App die Nachverfolgung schneller und leichter würde. Dazu hat die Politik trotz wiederholter Ankündigungen keine Entscheidung getroffen. Dabei gibt es überzeugende Lösungen, die aber von politischer Seite offenkundig nicht zur Kenntnis genommen werden.

“Neues Vertrauen kann nicht entstehen”

Erneut in der Diskussion ist eine Homeoffice-Pflicht. Sie geht an der Sache vorbei, zumal in Büros über die Covid19-Arbeitsschutzregeln alle relevanten Vorkehrungen getroffen sein müssen und eine Anfahrt mit dem Auto oder dem Fahrrad kein nennenswertes Ansteckungsrisiko birgt. Zudem bringt das weit verbreitete Homeoffice auf längere Dauer Probleme mit sich: Darunter leiden nicht nur Geschäftskontakte, sondern auch die Unternehmenskultur.

“Es hilft wenig, wenn die Politik nach Vertrauensverlusten mit Misstrauenserklärungen an die Unternehmen reagiert”, sagt IW-Direktor Michael Hüther. “Neues Vertrauen kann so nicht entstehen. Es ist an der Zeit, dass wir auch in der Pandemiebekämpfung zu Augenmaß und einem Miteinander zurückkehren. Das sollte der Politik wichtig sein.”

Millionenauftrag für Rheinmetall

Die Bundeswehr hat die EuroSpike GmbH, ein Joint Venture Rheinmetalls mit den Partnern Diehl Defence und Rafael, einen weiteren Auftrag zur Lieferung der modernen Panzerabwehrlenkflugkörpersysteme MELLS erteilt. Aus dem bestehenden Rahmenvertrag wurden 666 Lenkflugkörper und 82 Waffenanlagen abgerufen. Der Auftragswert liegt bei rund 88 MioEUR. Rheinmetall wird dabei Schlüsselkomponenten an Eurospike, den Hersteller der Mehrrollenfähigen Leichten Lenkflugkörpersysteme (MELLS), liefern. Für Rheinmetall verbindet sich mit dieser Beauftragung ein Auftragseingang von rund 17 MioEUR netto. Die Auslieferung erfolgt zwischen 2022 und 2024.

Das jetzt von der Bundeswehr beauftragte vierte Los der MELLS Flugkörper ist für den Einsatz bei Infanterie und Panzergrenadiertruppe vorgesehen. Rheinmetall wird 82 Waffenanlagen („Integrated Command and Launch Unit“) einschließlich Transport- und Lagerbehältern sowie 666 Sätze mit Komponenten für den von Rafael hergestellten Lenkflugkörper Spike LR (Long Range) ausliefern. Die jetzt bestellten Waffenanlagen des neuesten Typs können bereits den verbesserten Spike-Lenkflugkörper LR 2 verschießen.

Der im Oktober 2019 geschlossene Rahmenvertrag enthielt eine Option zur Herstellung und Lieferung von rund 100 Waffenanlagen und einer fünfstelligen Zahl von MELLS Lenkflugkörpern im Zeitraum 2024 bis 2031. Insgesamt würden sich hieraus für Rheinmetall Auftragseingänge in einem dreistelligen MioEUR-Bereich verbinden.

Das von EuroSpike – einem Joint Venture an dem Rheinmetall 40 Prozent hält – hergestellte MELLS ist ein moderner Effektor der neuesten Generation. Er lässt sich gegen gepanzerte Bodenziele auf Entfernungen von bis zu 4.000 Metern bzw. 5.500 Metern (Spike-LR 2) einsetzen.

Rheinmetall verfügt über eine ausgewiesene Expertise bei MELLS. So integrierte das Unternehmen den modernen Lenkflugkörper bereits in den Schützenpanzer Marder und derzeit in den Schützenpanzer Puma. Zudem erfolgt durch ein anderes Unternehmen die Integration in den Luftlandewaffenträger Wiesel.

Auf längere Sicht hätte auch die weitergehende Vernetzung der Waffenanlagen und der Lenkflugkörper mit dem ebenfalls von Rheinmetall gelieferten Soldatensystem „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System“ über das Führungs- und Informationssystem TacNet Zukunftspotential. Hierdurch kann die Sensor-to-Shooter-Kette weiter optimiert werden.

Seestern am Wochenende gesperrt

Die Straßen im Linksrheinischen sollen ab Herbst deutlich entlastet werden. Der Durchgangsverkehr kann dann über einen neuen Anschluss direkt vom Heerdter Lohweg aus auf die B7 fahren. So kommen die Fahrer schneller auf die Autobahn und sorgen für weniger Staus in Oberkassel und Heerdt. Am Wochenende gab es deshalb auch erhebliche Verkehrsprobleme, da die B7 in beide Richtungen bis Montag Morgen komplett gesperrt war. Unter anderem wurde die Straße gefräst und neu asphaltiert. Außerdem wurden Stahlbetonplatten an der neuen Brücke dort verlegt. Quelle: Antenne Düsseldorf

Infektionsherd Arbeitsplatz?

In der Debatte um Lockerungen wird oft auf die Infektionsgefahren auf der Arbeit hingewiesen. Zwar liegt die Inzidenzrate der Erwerbstätigen tatsächlich leicht über dem Bevölkerungsdurchschnitt. Die Zahl der Krankmeldungen ist jedoch im Jahr 2020 stabil geblieben, sagt das Institut der Deutschen Wirtschaft in einer Stellungnahme, die unserer Redaktion vorliegt.

Obwohl die Corona-Pandemie das vergangene Jahr fest im Griff hatte, sind die monatlichen Krankmeldungen 2020 in etwa auf dem Niveau der Vorjahre geblieben. Zwar gab es im März einen deutlichen Anstieg, innerhalb von zwei Monaten sanken die Zahlen aber wieder.

Sogar in den Herbst- und Wintermonaten 2020 war der Krankenstand der bei den Betriebskrankenkassen Versicherten nicht höher als 2019.

Der sprunghafte Anstieg im März, als sich im Durchschnitt 6,7 Prozent der Beschäftigten pro Tag krankgemeldet haben, lässt sich vor allem damit erklären, dass sich Arbeitnehmer beim Verdacht auf eine Atemwegserkrankung telefonisch krankschreiben lassen konnten. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch kaum Testmöglichkeiten, sodass die Krankschreibung den bestmöglichen Infektionsschutz bot.

Die tieferen Werte ab Mai lassen wiederum vermuten, dass Lockdown sowie Abstands- und Hygieneregeln das Infektionsgeschehen positiv beeinflusst haben. Damit kann zumindest die Frage gestellt werden, ob neben der Inzidenzrate nicht auch andere Aspekte in die Entscheidungsfindung für Lockerungen einfließen sollten.

Zwar liegt die Inzidenzrate bei den Erwerbstätigen zwischen 15 und 60 Jahren derzeit leicht über dem Bevölkerungsdurchschnitt. Allerdings zeigen diese Zahlen nicht, ob sich die Betroffenen auf der Arbeit, dem Arbeitsweg oder im privaten Umfeld infiziert haben.

Die niedrigen Krankmeldungen ab Mai 2020 könnten schließlich auch das Ergebnis der Vorkehrungen der Arbeitgeber sein, die zur Eindämmung des Infektionsgeschehens beigetragen haben.

Anderenfalls müsste sich ein erhöhtes Infektionsrisiko der Arbeitnehmer auch im Krankenstand niederschlagen.

Natürlich können auch die Homeoffice-Regeln den niedrigen Krankenstand erklären. Doch nur ein Teil der Belegschaften kann davon profitieren. In der Industrie dürften viele Tätigkeiten Präsenz erfordern. Dort zeigen sich aber keine atypischen Entwicklungen. Nur das Baugewerbe weist einen leicht erhöhten Krankenstand aus. Wenig überraschend ist dagegen, dass im Gesundheits- und Sozialwesen relativ viele Beschäftigte krankgemeldet sind, da sie oft im Brennpunkt des Geschehens stehen.

Ein stärkerer Fokus auf den Schutz der Hochbetagten und die Beschleunigung der Impfungen sollten weitere Lockerungen ermöglichen. Denn vor allem Handel, Verkehr und Gastgewerbe sind wirtschaftlich stark angeschlagen. Auch die Industrie und Unternehmensdienste hinken dem Vorkrisenniveau noch immer deutlich hinterher.

Vorbild: Der erste vollelektrische Krankentransportwagen (eKTW) auf Basis des eSprinter – die ersten Bilder heute bei uns

Die Sonderfahrzeugbranche Rettung, Feuerwehr und Polizei ist für Mercedes-Benz seit Jahrzehnten von großer Bedeutung. Bereits im Jahr 1995 wurde der Sprinter erstmals als Rettungswagen eingesetzt und weist heute als Einsatzfahrzeug mit unterschiedlichen Ausbauvarianten einen großen Marktanteil im Gesundheitswesen auf. In Zeiten einer Pandemie ist der Bedarf an zuverlässigen Krankentransport- und Rettungsfahrzeugen besonders groß. Mercedes-Benz Vans und sein Partner Ambulanz Mobile GmbH & Co. KG aus Schönebeck in Sachsen-Anhalt entwickelten zu diesem Zeitpunkt auf Basis des eSprinter ein vollelektrisches Fahrzeug im Dienste der Gesundheit. Der eSprinter wird in Düsseldorf produziert.

Mit einer Reichweite von 120 [1] Kilometern und einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 120 km/h ist der elektrische Krankentransportwagen (eKTW) nicht nur in der Stadt sondern auch im urbanen Umfeld lokal emissionsfrei unterwegs. Trotz der notwendigen Einbauten im Patientenraum überschreitet der eKTW das Gesamtgewicht von 3,5t nicht. So wird es Fahrern auch mit einem Pkw-Führerschein ermöglicht, den Krankentransport durchzuführen. Dafür wurde auf den Einbau besonders gewichtsparender und dennoch hochwertiger Materialien geachtet. Die Energieversorgung des Aufbaus ist von derjenigen des Basisfahrzeugs durch den Einbau zweier Steuergeräte getrennt und funktioniert autark. Damit ist die Funktion der medizinischen Geräte unabhängig von der Fahrzeugbatterie.

„Wie unsere konventionell angetriebenen Fahrzeuge bieten auch die eVans von Mercedes-Benz eine gute Basis für branchenspezifische Lösungen. Ich freue mich, dass wir zusammen mit unserem Partner Ambulanz-Mobile erstmals einen batterieelektrisch angetriebenen Krankentransporter anbieten können, der den sicheren Transport von Personen jetzt auch lokal emissionsfrei durchführt und somit zur ökologischen Entlastung von Ballungsräumen beitragen kann“, betont Sven Dannenmann, Leiter des Branchen- und Aufbauhersteller-Zentrums Mercedes-Benz Vans.

Hans-Jürgen Schwarz, Geschäftsführer Ambulanz Mobile GmbH & Co. KG: „Wir sind sehr stolz, dass Mercedes-Benz Vans mit uns dieses Projekt gestartet hat. Es ist eine Herausforderung einen ersten vollelektrischen Krankenwagen zu bauen und unser spezieller Anteil ist die Versorgung und die Versorgungseinrichtung hinten autark vom Basisfahrzeug zu gestalten.“

Mitte März wurde der eKTW in Bindow bei Königs Wusterhausen erstmals in Kundenhand übergeben. In der evangelischen Hilfsorganisation Johanniter-Unfall-Hilfe „Regionalverband Südbrandenburg“ wird er seitdem im Testbetrieb eingesetzt. Dabei wird die Hilfsorganisation eng von der Ambulanz Mobile GmbH begleitet, um Erkenntnisse aus dem Alltagsbetrieb in die Weiterentwicklung des Fahrzeugs umzusetzen, das für den europaweiten Vertrieb vorgesehen ist.

Ambulanz Mobile GmbH – langjähriger „Mercedes-Benz VanPartner“

Mercedes-Benz Vans arbeitet seit langem eng mit Ambulanz Mobile GmbH im Bereich der Krankentransport- und Rettungsfahrzeuge zusammen. Innovative Projekte, wie der sogenannte „Wünschewagen“ des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) waren Ergebnisse dieser Kooperation. Das Projekt ermöglicht unheilbar kranken Menschen die Erfüllung eines letzten Wunsches, wie zum Beispiel den Besuch am Meer oder bei Verwandten. Das Fahrzeug basiert auf einem herkömmlichen Krankentransportwagen, enthält eine notfallmedizinische Grundausstattung und hat ausreichend Platz für individuelle Anpassungen, um die Fahrt für den Patienten so angenehm und sicher wie möglich zu gestalten.

Im Wechselbad der Pandemie

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen die deutsche Wirtschaft hart. Doch anders als im ersten Lockdown im Frühjahr 2020, zeichnet sich derzeit eine zunehmende Spaltung ab: So herrscht in großen Teilen des Dienstleistungssektors seit mehr als einem Vierteljahr nahezu Stillstand – und eine konkrete Öffnungsperspektive und Verbesserung der wirtschaftlichen Lage sind nicht in Sicht, sagt das Institut der Deutschen Wirtschaft.

Gleichzeitig sorgt die relativ gute Lage auf vielen Weltmärkten aber dafür, dass sich die deutsche Industrie weiter erholt. Nachdem das Verarbeitende Gewerbe mit einem Rückgang von 23 Prozent im zweiten Quartal 2020 am stärksten innerhalb des Branchengefüges getroffen wurde, konnte die Produktionslücke im Schlussquartal auf knapp 6 Prozent vermindert werden.

Im Vergleich mit früheren Industriekrisen ist das Erholungstempo beim Welthandel insgesamt beeindruckend: Nach nur einem halben Jahr erreichten die globalen Einfuhren nach ihrem Einbruch von 13 Prozent im Frühjahr 2020 wieder das Niveau vom Jahresanfang. Zum Vergleich: Der nur 5 Prozentpunkte stärkere Rückgang beim Weltimport nach der Finanzmarktkrise 2008/2009 konnte erst nach 20 Monaten ausgeglichen werden.

USA. Auch dank des historisch größten Konjunkturpakets zeichnet sich eine rasche Erholung der US-Wirtschaft ab. Vor dem witterungsbedingten Rückgang im Februar 2021 verbuchten die Einzelhandelsumsätze im Januar mit 7,6 Prozent den dritthöchsten Anstieg seit Beginn der 1990er Jahre. Zudem haben die USA eine der höchsten Impfraten weltweit, was für wachsende Zuversicht unter Verbrauchern und Unternehmen sorgt. Somit ist davon auszugehen, dass die USA das Vorkrisenniveau ihrer Wirtschaftsleistung schon zu Beginn des zweiten Quartals 2021 erreichen und Anfang des Jahres 2022 den Vorkrisenwachstumspfad fortsetzen wird.

China. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hat das Vorkrisenniveau bereits im zweiten Quartal 2020 erreicht. Dank niedriger Infektionszahlen und einer flächendeckenden Teststrategie dürfte sich dieser Trend fortsetzen, sodass Chinas BIP 2021 um 9 Prozent zulegen wird. Nach dieser hohen Schlagzahl und auch wegen einiger ungelöster Handelskonflikte wird die Wirtschaftsleistung 2022 um etwa 5 Prozent zulegen.

EU. Ganz anders ist die Lage in Europa. In zahlreichen EU-Ländern läuft eine dritte Infektionswelle, so dass keine vollständige Öffnung des wirtschaftlichen Lebens möglich ist. Es ist also nicht damit zu rechnen, dass es vor Ende des zweiten Quartals zu einer deutlichen Erholung kommt. Für das gesamte Jahr 2021 ist deshalb nur von einem Anstieg der wirtschaftlichen Leistung in Höhe von 3,75 Prozent auszugehen – nach dem Einbruch von 6,8 Prozent im vergangenen Jahr. Im Jahr 2022 wird das Wirtschaftswachstum bei etwa 4 Prozent liegen.

Der Konsum wird 2021 stagnieren
Zwar bleibt die weitere Entwicklung der Pandemie – gerade mit Blick auf die langsame Impfkampagne in Deutschland – ungewiss. Dennoch spricht der anziehende Welthandel dafür, dass auch die deutsche Wirtschaft bald auf den Wachstumspfad zurückkehren wird

Konsum. Nach dem Rückgang von gut 6 Prozent im vergangenen Jahr wird der Konsum 2021 stagnieren. Das liegt am erneuten Nachfragerückgang im ersten Quartal 2021 und der verzögerten Erholung im zweiten Quartal infolge anhaltender Schließungen. Auch der erwartete kräftige Nachholbedarf im zweiten Halbjahr 2021 wird nicht ausreichen, die Jahresbilanz ins Plus zu bringen.

Investitionen. Der starke Abschwung hat vor allem die Investitionen in neue Maschinen und Produktionsanlagen getroffen – hier steht 2020 ein Minus von 12 Prozent in den Büchern. Mit der für das zweite Halbjahr 2021 erwarteten Erholung werden die Investitionen zwar kräftig anziehen. Der durchschnittliche Zuwachs von 6 ½ Prozent wird allerdings nicht ausreichen, um die Lücke aus dem Vorjahr zu füllen. Dies wird erst im Jahr 2022 gelingen, für das ein Zuwachs von mehr als 10 Prozent in Aussicht steht.

Außenhandel. Die Weltwirtschaft hat wieder an Fahrt aufgenommen, was die deutschen Exporte beflügelt. Deshalb ist im Jahr 2021 wieder ein Wachstum der realen Ausfuhren von 9 ½ Prozent drin. Die Importe werden wegen der schwachen Konsum- und Reisenachfrage 2021 mit knapp 7 Prozent weniger stark zulegen zu als die Exporte.

Arbeitsmarkt. Die Corona-Krise trifft den deutschen Arbeitsmarkt weitaus heftiger als die Finanz- und Wirtschaftskrise 2009. Der steigende Anteil Langzeitarbeitsloser wird im laufenden Jahr den schnellen Abbau der Arbeitslosigkeit erschweren. So wird die Zahl der Arbeitslosen auf knapp 2,8 Millionen im Jahresdurchschnitt 2021 ansteigen und erst 2022 auf knapp 2,6 Millionen sinken – und damit das Vorkrisenniveau nicht erreichen können.

Quelle: Institut der Deutschen Wirtschaft