Hidden Champion aus Düsseldorf: Spezialchemie für Kaffeemaschinen auf Wachstumskurs

Screenshot: Christoph Sochart

(cs) Auf Wachstumskurs befindet sich Hidden Champion Schulz & Sohn. Das Düsseldorfer Großhandelsunternehmen (Mitglied der Unternehmerschaft Düsseldorf) hat sich auf Reinigungsmittel für Kaffeevollautomaten spezialisiert – etwa Tabletten, Pulver und Flüssigreiniger zum Entfetten und Entkalken.

Die Produkte werden speziell für Maschinen großer Hersteller entwickelt, darunter Thermoplan, Franke Coffee Systems und Eversys. Die RHEINISCHE POST porträtiert in der heutigen Ausgabe (14.03.2026). Wir fassen den Text von Redakteur MAXIMILIAN NOWROTH an dieser Stelle zusammen.

Nowroth schreibt in seinem Artikel, dass Erfolg des Familienunternehmens hängt auch mit dem weltweiten Boom von Kaffee zusammen. Systemgastronomen wie Starbucks und McDonald’s nutzen Maschinen dieser Hersteller – und damit indirekt auch Reinigungsmittel „Made in Düsseldorf“. Verkauft werden sie allerdings als sogenannte Private-Label-Produkte unter dem Namen der jeweiligen Maschinenhersteller.

Aus einem kleinen Chemiehändler ist so ein international erfolgreicher Spezialanbieter geworden. Heute beschäftigt das Unternehmen mehr als 100 Mitarbeitende und erzielt rund 20 Millionen Euro Umsatz jährlich, berichtet die Zeitung.

Die Nachfrage wächst weiter: Bis zum Ende des Jahrzehnts könnte sich der Umsatz verdoppeln, langfristig sogar verdreifachen. Um das Wachstum zu bewältigen, hat Schulz & Sohn eine neue 2000-Quadratmeter-Halle im Gewerbepark am Höherweg angemietet.

Neben Kaffee denkt das Unternehmen bereits an neue Geschäftsfelder – etwa Reinigungssysteme für Maschinen, die Getränke wie Matcha oder Tee automatisch zubereiten, schreibt die Zeitung. Den gesamten Artikel gibt es als Kauftext (siehe Quellenangabe).

Quelle: Rheinische Post

 

Krieg und Krise: Deutsche Chemieindustrie rutscht tiefer ins Tal

Wolfgang Große Entrup. Foto: VCI

(cs) Der Krieg im Nahen Osten verschärft die ohnehin angespannte Lage der deutschen Chemieindustrie. Wegen der großen Unsicherheiten durch den Konflikt hat der Branchenverband Verband der Chemischen Industrie (VCI) seine Prognose für das laufende Jahr zurückgezogen. Besonders die möglichen Folgen einer Blockade der Straße von Hormus sorgen für Alarmstimmung in der Branche.

Die deutsche Chemie steckt bereits seit längerem in einer tiefen Krise. Produktion, Preise und Umsätze sind zuletzt erneut gesunken. Zwar sorgten einzelne Großaufträge zum Jahresende 2025 bei einigen Industriekunden für eine leichte Belebung. In der Chemie selbst setzte sich der Abwärtstrend jedoch fort. Die Kapazitätsauslastung der Anlagen blieb deutlich unter der Rentabilitätsschwelle.

Pharma stabilisiert die Branche

Ein Lichtblick kommt aus der Pharmasparte. Während die Chemieproduktion weiter zurückging, legte die Pharmaindustrie deutlich zu und stabilisierte damit das Gesamtbild der Branche.

Im vierten Quartal 2025 stieg die Produktion von Chemie und Pharma insgesamt um 0,9 Prozent. Das lag allerdings vor allem an der starken Entwicklung bei Medikamenten. Die reine Chemieproduktion sank im gleichen Zeitraum um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und verharrt damit auf niedrigem Niveau.

Im Gesamtjahr 2025 ging die Produktion der Branche um 0,5 Prozent zurück. Dabei schrumpfte die Chemiesparte um 3,3 Prozent, während die Pharmaindustrie ein Plus von 4,5 Prozent verzeichnete.

Preise und Nachfrage unter Druck

Auch auf der Preisseite bleibt die Situation schwierig. Die Erzeugerpreise der Branche lagen im vierten Quartal 2025 im Durchschnitt 0,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Besonders Chemikalien verbilligten sich – vor allem wegen des wachsenden Importdrucks aus dem Ausland.

Gleichzeitig kämpfen deutsche Hersteller mit vergleichsweise hohen Produktionskosten. Das schwächt ihre Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Geschäft.

Der Branchenumsatz ging ebenfalls zurück. Im vierten Quartal 2025 sank er gegenüber dem Vorquartal um 0,6 Prozent auf 51,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem Minus von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Vor allem das Inlandsgeschäft schwächelte: Die Erlöse im deutschen Markt fielen saisonbereinigt auf 18,9 Milliarden Euro – ein Rückgang von 2,3 Prozent. Im Auslandsgeschäft gab es zwar eine leichte Erholung gegenüber dem Vorquartal, doch auch dort lagen die Umsätze weiterhin unter dem Vorjahresniveau.

Insgesamt setzte die Branche 2025 rund 220 Milliarden Euro um. Das sind 1,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Während die Chemiesparte ein Minus von 3,8 Prozent verbuchte, legte Pharma um 5,5 Prozent zu.

Sorge vor Rohstoffengpässen

Zusätzliche Risiken entstehen durch den Konflikt im Nahen Osten. Eine mögliche Blockade der Straße von Hormus könnte nicht nur die Energieversorgung beeinträchtigen, sondern auch die Versorgung mit wichtigen Rohstoffen.

Die Industrie befürchtet Engpässe etwa bei Ammoniak, Phosphat, Helium oder Schwefel – alles Stoffe, die für zahlreiche chemische Prozesse unverzichtbar sind. Erste Hinweise auf Störungen internationaler Lieferketten gibt es bereits.

„Unterirdische Jahresbilanz“

Der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes, Wolfgang Große Entrup, findet deutliche Worte. Die Jahresbilanz der Chemie sei „unterirdisch“. Produktion, Umsatz und Preise lägen im roten Bereich.

Viele Unternehmen hätten nach dem Regierungswechsel auf spürbare wirtschaftspolitische Impulse gehofft. Diese seien bislang jedoch kaum in den Betrieben angekommen. Der Frust über langsame Reformen sei groß.

Trendwende nicht in Sicht

Eine schnelle Erholung der Branche ist derzeit nicht absehbar. Die schwache Industriekonjunktur, steigender Importdruck und intensiver Preiswettbewerb belasten weiterhin das Geschäft.

Der Krieg im Nahen Osten verschärft die Lage zusätzlich. Je länger der Konflikt andauert, desto größer werden die Risiken für Energiepreise, Rohstoffversorgung und globale Lieferketten.

Für viele Unternehmen bedeutet das vor allem eines: Planungssicherheit gibt es kaum noch. Statt langfristiger Strategien fahren zahlreiche Betriebe inzwischen auf Sicht.

Neuer Schufa-Score ab 17. März: Was sich für Verbraucher ändert – und was nicht

Foto: Verbraucherzentrale NRW

(cs) Am 17. März 2026 wird beim deutschen Bonitätsriesen SCHUFA ein neues Bewertungssystem eingeführt. Millionen Verbraucher fragen sich: Wird es jetzt fairer – oder nur anders?

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Mitglied der Unternehmerschaft Düsseldorf, sagt uns in einer Presseinformation: Mehr Transparenz ja – aber Probleme bleiben.

Mehr Klarheit beim Score

Der neue Schufa-Score soll einfacher zu verstehen sein.
Statt wie bisher einer Prozentzahl gibt es künftig Punkte zwischen 100 und 999.

Je höher die Zahl, desto besser die Bonität.

Auch die Berechnung wird übersichtlicher:

  • Nur noch 12 Kriterien statt hunderter Faktoren

  • Der Score kann künftig theoretisch nachgerechnet werden

Zu den wichtigen Faktoren gehören unter anderem:

  • Zahlungsstörungen oder Mahnungen

  • Wie lange man schon eine Kreditkarte hat

  • Wann man zuletzt umgezogen ist

  • Bonitätsanfragen von Banken, Online-Shops oder Telekomfirmen

EuGH zwingt Schufa zu mehr Transparenz

Der Druck auf die Schufa kam aus Luxemburg: Der Europäischer Gerichtshof hat in mehreren Urteilen entschieden, dass Auskunfteien mehr offenlegen müssen, wie ihre Bewertungen entstehen.

Die Schufa hatte bereits eine sogenannte Transparenzoffensive gestartet und einen Score-Simulator veröffentlicht.
Jetzt soll das System insgesamt verständlicher werden.

Doch ein Problem bleibt: Wenn ein Vertrag wegen des Scores abgelehnt wird, erfahren Verbraucher den konkreten Wert meist erst auf Nachfrage.

Kritik: Junge Menschen und Viel-Umziehende im Nachteil

Die Verbraucherzentrale sieht weiterhin Schwächen im System.

Bestimmte Gruppen könnten schlechter bewertet werden, etwa:

  • Junge Menschen, die noch wenig Finanzhistorie haben

  • Menschen, die häufiger umziehen, z. B. wegen Ausbildung oder Job

  • Preisvergleichs-Fans, die öfter Anbieter wechseln

Auch Bonitätsanfragen beim Online-Shopping können Punkte kosten – etwa bei „Kauf auf Rechnung“ oder „Buy now pay later“.

Fehlerhafte Einträge bleiben ein Risiko

Ein weiteres Problem: falsche Daten.

Immer wieder melden Inkassobüros angebliche Zahlungsprobleme – auch wenn Forderungen gar nicht berechtigt sind.
Dann müssen Betroffene selbst aktiv werden und eine Korrektur verlangen.

Deshalb rät die Verbraucherzentrale:

✔ Eigene Schufa-Daten regelmäßig prüfen
✔ Fehler sofort melden
✔ Eine kostenlose DSGVO-Auskunft bei der Schufa anfordern

Wichtig: Dafür braucht man kein kostenpflichtiges Schufa-Konto.

Zusammenfassung:

Der neue Schufa-Score bringt mehr Transparenz und ein einfacheres Punktesystem.
Doch laut Verbraucherzentrale bleiben entscheidende Fragen offen:

  • Werden bestimmte Gruppen weiterhin benachteiligt?

  • Wie stark beeinflusst der Score tatsächlich Vertragsentscheidungen?

Für Verbraucher gilt deshalb weiterhin: Augen auf bei den eigenen Schufa-Daten.

Quelle: Verbraucherzentrale NRW

INTERNORGA 2026: METRO lässt die Gastro-Stars kochen – und Düsseldorf schaut schon Richtung „Chefs in Town“

Foto: METRO

(cs) Hamburg wird zum Hotspot der Gastronomie! Wenn vom 13. bis 17. März die INTERNORGA ihre Tore öffnet, trifft sich die Gastro-Elite in der Hansestadt. Mittendrin: Großhändler METRO AG – mit einem imposanten Messeauftritt – und einem Blick auf „Chefs in Town“ in Düsseldorf.

In Halle B1/OG, Stand 204 & 205 präsentiert METRO auf rund 500 Quadratmetern alles, was Profiküchen heute brauchen:
🔥 kulinarische Inspiration
⚙️ effiziente Prozesse
💻 digitale Lösungen
🍽️ starke Produkte für Küche und Bar

Kurz gesagt: die Gastronomie von morgen – live zum Anfassen.

Die Highlights im Überblick

Freitag (13. März)
Der Auftakt gehört Sterneköchin Alina Meissner-Bebrout, die ihre moderne Interpretation bodenständiger Sterneküche präsentiert. Am Nachmittag bringt das Frauennetzwerk Foodservice wichtige Impulse für mehr Sichtbarkeit und Vernetzung in der Branche.

Samstag (14. März)
Der Tag von Tim Raue: Der TV- und Sternekoch steht gleich mehrfach auf der Bühne. Außerdem zeigt das Hamburger Restaurant Salt & Silver, wie weltoffene norddeutsche Küche schmeckt.

Sonntag (15. März)
Tim Raue begeistert erneut – inklusive Meet & Greet um 13 Uhr. Außerdem zeigt Sebastian Copien, wie spektakulär pflanzliche Fine-Dining-Küche sein kann.

Montag (16. März)
Tim Raue kehrt noch einmal auf die Bühne zurück. Dazu präsentiert Heiko Antoniewicz seine raffinierte Aromenküche.

Neben den Star-Köchen setzt METRO auf praxisnahe Lösungen für den Gastro-Alltag.

Gemeinsam mit R express entstehen mehrere Show-Cooking-Stationen, an denen Profis direkt sehen können, wie Küchen effizienter arbeiten.

Themen sind unter anderem:

  • cleveres Mise en Place
  • die richtige Produktauswahl für stressige Servicezeiten
  • moderne Umami-Geschmackskonzepte
  • neue Ideen für deutsche, mediterrane und schnelle Küche

Dazu gibt es Verkostungen, Weinberatung, Kaffee- und Bar-Specials.

Screenshot: Martin Behle/ Instagram


„Chefs in Town on Tour“ bringt Düsseldorfer Gastro-Spirit nach Hamburg

Parallel macht auch Chefs in Town Station in Hamburg.

Die mobile Version des Düsseldorfer Gastro-Festivals bringt Köche, Gastronomen und Branchenexperten auf eine eigene Talkbühne am METRO Stand.

Moderiert werden die Gespräche von der Düsseldorfer Gastronomin Kerstin Rapp-Schwan.

Diskutiert werden Themen, die die Branche bewegen:

  • Fachkräftemangel
  • Nachhaltigkeit
  • Kalkulation und Wirtschaftlichkeit
  • Digitalisierung im Restaurant

Ein offener Austausch – direkt aus der Praxis für die Praxis.

Düsseldorf wird im September wieder zur Gastro-Hauptstadt

Schon jetzt richtet sich der Blick vieler Branchenprofis auf den Herbst:
Vom 25. bis 27. September geht Chefs in Town in Düsseldorf in die dritte Runde.

Das Konzept: Die ganze Stadt wird zum kulinarischen Festival.
Restaurants, Bistros und Bars veranstalten eigene Events – von exklusiven Menüs bis zu Bar-Nights mit Gast-Barkeepern.

2024 nahmen rund 120 Betriebe teil und organisierten etwa 200 Veranstaltungen.

Auch prominente Namen stehen bereits für dieses Jahr fest:

  • Tim Raue
  • Alina Meissner-Bebrout
  • Tohru Nakamura

Gastronomiebetriebe können sich noch bis zum 31. März anmelden und mit eigenen Ideen Teil des Festivals werden.

Auch Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller betont die Bedeutung der Veranstaltung. Chefs in Town zeige, welchen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wert die Gastronomie für die Stadt hat.


+ So berichtete der Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“ über Chefs in town im vergangenen Jahr: bitte hier klicken!

+ So berichteten wir im vergangenen Jahr im März 2025: bitte hier klicken!

+ So berichteten wir im Juli 2025: bitte hier klicken!

+ Für alle Infos zu Chefs in town: bitte hier klicken!

Webinarserie zeigt Tourismusverantwortlichen, wie Regionen vom Wachstum des Caravaning-Tourismus profitieren können

Henkel: Milliarden-Umsatz – mehr Gewinn – höhere Dividende für Aktionäre

Carsten Knobel beim Düsseldorfer Arbeitgebertag. Foto: Frank Wiedemeier

(cs) Während Kriege, Handelsstreit und wirtschaftliche Unsicherheiten die Welt erschüttern, zeigt der Düsseldorfer Konsumgüter-Riese Henkel: Es geht auch anders! Der Konzern hat 2025 ein starkes Geschäftsjahr hingelegt – mit Milliarden-Umsatz und steigender Profitabilität.

Milliarden-Umsatz trotz schwierigem Umfeld

Die Zahlen können sich sehen lassen:
Der Konzern setzte 20,5 Milliarden Euro um. Gleichzeitig verbesserte Henkel seine Profitabilität deutlich. Die bereinigte EBIT-Marge kletterte auf starke 14,8 Prozent – ein Plus von 0,5 Prozentpunkten.

Auch für Aktionäre gibt es gute Nachrichten:
Das Ergebnis je Vorzugsaktie stieg währungsbereinigt um 4,7 Prozent.

Henkel-Chef Carsten Knobel sagt:
„Trotz großer globaler Herausforderungen haben wir viele unserer Ziele erreicht oder sogar übertroffen.“

Mehr Geld für Aktionäre

Der Erfolg soll auch bei den Anteilseignern ankommen:
Für die Hauptversammlung im April schlägt der Vorstand eine höhere Dividende vor.

  • 2,07 Euro je Vorzugsaktie

  • 2,05 Euro je Stammaktie

Das entspricht einer Steigerung um 1,5 Prozent.

Innovationen treiben das Geschäft

Besonders gut lief es in den beiden großen Geschäftsbereichen:

Adhesive Technologies (Industrieklebstoffe)

  • organisches Wachstum: +1,5 %

  • starke Nachfrage vor allem bei Mobilität und Elektronik

Consumer Brands (Konsumgüter wie Haarpflege)

  • organisches Wachstum: +0,3 %

Grund für den Erfolg laut Konzern:
Innovationen, effizientere Prozesse und ein stärkeres Fokus auf profitable Produkte.

Milliarden-Investitionen für die Zukunft

Henkel denkt aber schon weiter:
Allein in den letzten Monaten vereinbarte der Konzern Übernahmen mit einem Umsatzvolumen von rund 1,2 Milliarden Euro.

Außerdem investiert das Unternehmen kräftig in:

  • starke Marken

  • neue Innovationen

  • Digitalisierung

  • Nachhaltigkeit

Optimistischer Blick nach vorn

Und die Aussichten bleiben positiv:
Für 2026 erwartet Henkel weiteres Umsatz- und Gewinnwachstum, auch wenn der Start ins Jahr wegen der Weltlage zunächst etwas vorsichtig ausfallen könnte.

Chef Knobel lobt vor allem die Belegschaft:
„Durch Teamarbeit und großen Einsatz haben unsere Mitarbeiter das Unternehmen erfolgreich durch ein schwieriges Umfeld geführt.“

Fazit:
Trotz Krisen, Konflikten und wirtschaftlicher Unsicherheit zeigt Henkel: Der Düsseldorfer Traditionskonzern bleibt ein echter Gewinner.

Baustellen-Chaos in Düsseldorf geht in die nächste Runde – Rheinbrücke dicht!

(cs) Autofahrer in Düsseldorf brauchen starke Nerven: Die nächste Groß-Sperrung steht an! Die wichtige B1 über die Josef-Kardinal-Frings-Brücke wird komplett dicht gemacht.

Von Freitag (13. März) ab 20 Uhr bis Montag (16. März) um 5 Uhr geht gar nichts mehr – weder Autos noch Busse und Bahnen der Rheinbahn dürfen über die Brücke. Grund sind dringende Reparaturen.

Brücke wird sogar angehoben!

Bei den Arbeiten werden insgesamt 16 Brückenlager instandgesetzt. Dafür müssen Bauarbeiter den Überbau der Brücke teilweise anheben. Heißt: In dieser Zeit darf kein Verkehr darüber rollen.

Und das ist erst der Anfang!
Die Vollsperrung kommt gleich zweimal:

  • 13.–16. März 2026

  • 27.–30. März 2026

Jeweils von Freitagabend bis Montagmorgen.

Auch Radfahrer betroffen

Nicht nur Autofahrer müssen sich umstellen:
Der Radweg Richtung Neuss bleibt bis Mitte April gesperrt. Grund sind neue Betonplatten im Bereich von Rad- und Gehweg.

Immerhin: Der Rad- und Gehweg Richtung Düsseldorf kann in dieser Zeit in beide Richtungen genutzt werden.

Behörden warnen vor Umwegen

Straßen.NRW rät Autofahrern: Brücke weiträumig umfahren!
Besonders Firmen sollen ihre Lieferanten und Fahrer früh informieren. Umleitungen sind ausgeschildert – Staus trotzdem wahrscheinlich.

Hintergrund der Dauer-Baustelle

Die Josef-Kardinal-Frings-Brücke wird seit 2024 umfangreich saniert.
Die Fahrbahn Richtung Düsseldorf ist bereits fertig. Jetzt ist die Richtung Neuss dran.

Mit den aktuellen Arbeiten sollen Fahrbahn, Abdichtung und weitere Schäden an der Brücke endgültig behoben werden.

Klar ist aber auch:
Für Düsseldorfer Autofahrer heißt das erst einmal wieder Geduld, Stau – und Umwege!

Premiere von „Stubo unterwegs“ bei Henkel

Foto: Christoph Sochart

(cs) Mit der Veranstaltung „Stubo unterwegs“ ist ein neues Format zur Berufsorientierung erfolgreich gestartet. Die Premiere fand beim Unternehmen Henkel statt und stieß auf großes Interesse: Die Teilnehmerzahl musste auf 30 Personen begrenzt werden, obwohl deutlich mehr Anfragen eingingen. StuBo’s sind die Koordinator/in für Berufliche Orientierung an unseren Schulen.

Im Mittelpunkt der Betriebserkundung standen vor allem die chemischen sowie die gewerblich-technischen Ausbildungsberufe. Im Anschluss an die praktische Erkundung erhielten die Teilnehmenden in einer Präsentation zudem einen umfassenden Überblick über alle Ausbildungsberufe bei Henkel – einschließlich der kaufmännischen Ausbildungsmöglichkeiten. Außerdem gab es einen Vortrag aus der Berufsberatung der Agentur für Arbeit mit Lea Fleuht.

Ein besonderer Dank gilt den „Henkelanern“ aus der Ausbildungsabteilung, Funda Mutlu (Leitung) und Ludger Knurr, die den Besuch ermöglicht und fachkundig begleitet haben.

Im Rahmen einer rund zweistündigen, sehr anschaulichen Betriebserkundung von 14:30 bis 16:30 Uhr – mit pünktlichem Beginn und pünktlichem Ende – konnten die Teilnehmenden Ausbildungsberufe direkt vor Ort kennenlernen und einen Blick hinter die Kulissen eines großen Ausbildungsunternehmens werfen.

Ergänzend informierten die Kollegin der Berufsberatung über ihre berufsorientierte Beratung. Zudem wurde anhand der vorgestellten Berufe ein Einblick in den aktuellen Düsseldorfer Ausbildungsmarkt gegeben.

Das neue Format „Stubo unterwegs“ stellt lokale Ausbildungsstandorte vor und soll zunächst zweimal im Jahr stattfinden. Getragen wird die Initiative von der Kommunalen Koordinierung der Landeshauptstadt Düsseldorf, der Agentur für Arbeit, dem Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung sowie dem Netzwerk Schule/Wirtschaft.

Die Veranstaltungen richten sich an die Stubos – die Studien- und Berufswahlkoordinatorinnen und -koordinatoren an Düsseldorfer Schulen. Sie arbeiten häufig in Teams und koordinieren die gesamte Berufliche Orientierung an ihren jeweiligen Schulen. In der Regel nehmen 20 bis 30 Stubos teil; bei Bedarf kann die Teilnehmerzahl entsprechend begrenzt werden.

Die gelungene Premiere bei Henkel hat gezeigt, wie wertvoll der direkte Einblick in Ausbildungsbetriebe für die Arbeit der Stubos ist – und macht Lust auf die nächsten Termine von „Stubo unterwegs“.

Leistung zählt wieder! Warum Firmen jetzt Klartext reden müssen

(cs) Unsere Betriebe stehen vor einer heiklen Frage: Wer leistet eigentlich was? Lange wurde darüber kaum gesprochen – jetzt ist das Thema mit voller Wucht zurück. Der Grund: Fachkräftemangel, Homeoffice und immer mehr Regeln setzen die Unternehmen unter Druck.

Das Beratungsunternehmen Kienbaum schlägt Alarm: Leistung wird wieder zum entscheidenden Maßstab in Unternehmen.

Das große Leistungs-Paradox

Viele Chefs klagen:
„Die Leistungsbereitschaft sinkt.“

Viele Mitarbeitende sagen dagegen:
„Der Druck steigt – aber Anerkennung fehlt.“

Die Folge: Frust auf beiden Seiten. Genau dieses Spannungsfeld beschreibt Kienbaum als „Leistungsdilemma“.

Der Kern des Problems ist oft nicht mangelnde Motivation – sondern fehlende Klarheit. Wenn niemand genau weiß, was gute Leistung ist, wird alles schwammig.

Dann passiert etwas Gefährliches:

  • Starke Leistungen gehen unter

  • Durchschnitt wird zur Norm

  • Talente bleiben unentdeckt

Am Ende leidet vor allem eines: das Vertrauen im Unternehmen.

Erfolgreiche Firmen machen Leistung sichtbar

Die gute Nachricht: Es geht auch anders.

Unternehmen, die klar definieren, was Leistung bedeutet, sind laut Studie erfolgreicher. Sie haben:

  • zufriedenere Mitarbeitende

  • höhere Produktivität

  • ein stärkeres Arbeitgeber-Image

Doch die Realität zeigt: Nur etwa jedes zweite Unternehmen hat ein funktionierendes System dafür.

Leistung heißt mehr als nur Zahlen

Moderne Firmen schauen nicht nur auf Ergebnisse. Sie fragen auch:

  • Wie arbeitet jemand im Team?

  • Wie entwickelt sich eine Person weiter?

  • Wie verhält sie sich gegenüber Kollegen?

Führungskräfte sind dabei nicht nur Bewerter – sondern Coaches. Sie geben Orientierung und helfen bei der Entwicklung.

Klar ist aber auch:
Schwache Leistung darf nicht einfach ignoriert werden.
Und starke Leistung muss sichtbar belohnt werden.

Zum Beispiel durch:

  • Karrierechancen

  • Bonuszahlungen

  • besondere Anerkennung

Geld ist mehr als nur Gehalt

Bezahlung ist für Unternehmen ein wichtiges Signal: „Deine Arbeit ist uns etwas wert.“

Immer mehr Firmen kombinieren deshalb zwei Dinge:

  • Team-Boni, die Zusammenarbeit stärken

  • individuelle Belohnungen für besondere Leistungen

Ein neuer Trend sind außerdem Spot Awards – spontane Prämien für besondere Leistungen im Alltag.

Transparenz wird Pflicht

Ab 2026 kommt eine neue Herausforderung: die EU-Entgelttransparenzrichtlinie.

Das bedeutet für Unternehmen unter anderem:

  • Gehaltsspannen müssen offengelegt werden

  • Unterschiede zwischen Männern und Frauen müssen analysiert werden

  • gleiche Arbeit muss gleich bezahlt werden

Was für manche nach Bürokratie klingt, kann auch eine Chance sein: mehr Vertrauen und mehr Fairness im Unternehmen.

Fazit: Leistung braucht Klarheit

Die nächsten Jahre werden zeigen, welche Firmen wirklich handeln.

Denn eines wird immer deutlicher:
Leistung und Vertrauen gehören zusammen.

Wer Leistung klar definiert, fair bewertet und transparent belohnt, gewinnt doppelt:

  • wirtschaftlich

  • und kulturell.

Oder anders gesagt:
Leistung ist keine harte Kennzahl – sondern sichtbare Verantwortung.

Quelle: KIENBAUM

Rheinmetall auf Rekordkurs: Verteidigungsriese wächst rasant und peilt nächste Milliarden-Sprünge an

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG Foto: Frank Wiedemeier

(cs) Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall AG (Mitglied in der Unternehmerschaft Düsseldorf) bleibt im Höhenflug. Das Unternehmen meldet für das Geschäftsjahr 2025 neue Rekordzahlen – und stellt für 2026 bereits den nächsten Wachstumssprung in Aussicht. Getrieben wird der Boom vor allem durch steigende Verteidigungsausgaben in Europa.

Rheinmetall entwickelt sich rasant zu einem der wichtigsten europäischen Verteidigungsunternehmen. Hohe Auftragsbestände, steigende Verteidigungsetats und eine klare strategische Ausrichtung sorgen dafür, dass der Düsseldorfer Konzern auch in den kommenden Jahren auf Wachstumskurs bleiben dürfte.

Rekordjahr 2025: Umsatz und Gewinn explodieren

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache:

  • Umsatz: 9,9 Milliarden Euro – ein Plus von 29 %

  • Operatives Ergebnis: 1,84 Milliarden Euro – 33 % mehr als im Vorjahr

  • Operative Marge: gestiegen auf 18,5 %

  • Auftragsbestand: neuer Rekord von 63,8 Milliarden Euro

  • Dividende: soll auf 11,50 Euro je Aktie steigen

Damit setzt der Konzern seinen Wachstumskurs eindrucksvoll fort. Besonders bemerkenswert: Der Gewinn wächst noch schneller als der Umsatz – ein Zeichen für steigende Effizienz und hohe Nachfrage.

Sicherheitslage treibt Nachfrage

Hinter dem Boom steht die veränderte geopolitische Lage. Viele europäische Staaten investieren massiv in ihre Streitkräfte. Davon profitiert Rheinmetall stark – vor allem durch Aufträge der Bundeswehr und anderer NATO-Partner.

Der Anteil des Deutschland-Geschäfts stieg zuletzt auf 38 % des Konzernumsatzes, während 62 % international erzielt werden.

Vorstandschef Armin Papperger bringt es auf den Punkt:

„Die Welt verändert sich rasant und Rheinmetall ist bestens vorbereitet.“

Transformation zum Rüstungs-Systemhaus

Strategisch stellt sich Rheinmetall neu auf. Der Konzern trennt sich von seinem zivilen Automotive-Geschäft und konzentriert sich vollständig auf den Verteidigungssektor.

Zugleich baut das Unternehmen seine Rolle als umfassender Systemanbieter aus. Neben Land- und Luftsystemen ist Rheinmetall inzwischen auch in neuen Bereichen aktiv:

  • Marine und Schiffbau

  • Digitale Gefechtsführung

  • Drohnen-Technologie

  • Satelliten und Space

  • Flugabwehrsysteme

Durch Übernahmen und Partnerschaften entwickelt sich der Konzern immer stärker zum technologischen Komplettanbieter für moderne Streitkräfte.


Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „Die Welt verändert sich rasant und Rheinmetall ist bestens vorbereitet. Wir werden gebraucht, wenn es darum geht, die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und Europas zu erhöhen und eine wirksame Abschreckung zu schaffen. Mit unseren Produkten werden wir an den steigenden Ausgaben für die Ausstattung der Streitkräfte einen bedeutenden Anteil haben und liefern, was moderne Streitkräfte im 21. Jahrhundert brauchen. Gemeinsam mit unserem neuen Bereich Naval Systems setzen wir die Segel in den Wind und nehmen jetzt volle Fahrt auf.“


Wachstumstreiber: Fahrzeuge, Munition und Digitalisierung

Besonders stark liefen 2025 mehrere Geschäftsbereiche:

Vehicle Systems

  • Umsatz: 4,99 Milliarden Euro (+32 %)

  • Wichtige Projekte: Boxer-Radpanzer und Militär-Lkw

Weapon and Ammunition

  • Umsatz: 3,53 Milliarden Euro (+27 %)

  • Operative Marge: 29 %

Electronic Solutions

  • Umsatz: 2,5 Milliarden Euro (+45 %)

  • Treiber: Digitalisierung der Bundeswehr und Flugabwehrsysteme

Vor allem der Bereich Munition und Schutzsysteme wächst rasant – ausgelöst durch steigende Nachfrage aus NATO-Staaten und der Ukraine.

Mega-Ausblick für 2026

Auch für das laufende Jahr stellt Rheinmetall weitere Rekorde in Aussicht.

Die Prognose:

  • Umsatz: 14 bis 14,5 Milliarden Euro

  • Wachstum: bis zu 45 %

  • Operative Marge: rund 19 %

Damit würde der Konzern innerhalb von nur zwei Jahren seinen Umsatz fast verdoppeln.