Aus drei Linien werden sieben: FlixBus baut Angebot am Düsseldorfer Flughafen massiv aus

Foto: Flughafen Düsseldorf

 (ud) FlixBus steuert unseren Düsseldorfer Flughafen ab sofort täglich bis zu 19-mal mit sieben Linien an. Bislang waren es sechs Abfahrten mit drei Linien. Hiermit stärkt der Düsseldorfer Flughafen insbesondere seine Vernetzung mit den Niederlanden und Belgien. Neue Ziele sind unter anderem Maastricht, Enschede, Groningen, Antwerpen und Gent. Damit haben Flugpassagiere noch mehr nachhaltige, günstige und schnelle An- und Abreisemöglichkeiten.

FlixBus schließt den Düsseldorfer Airport seit rund einem Jahr an das größte Fernbusnetz Europas an. Nun kommen vier weitere Linien hinzu, die den Flughafen mit neuen Zielen innerhalb Deutschlands, der Niederlande, Belgien und Frankreich verbinden:

  • Linie 027: bis zu drei Mal täglich mit Halt in Groningen, Enschede, Münster, Bonn
  • Linie 081: bis zu sechs Mal täglich mit Halt in Brüssel, Roermond, Hannover
  • Linie 280: bis zu zwei Mal täglich mit Halt in Gent, Antwerpen, Eindhoven
  • Linie N179: bis zu zwei Mal täglich mit Halt in Brüssel, Mons, Maastricht, Paris

Bereits seit vergangenem Jahr verkehren folgende Linien über den Flughafen:

  • Linie 068: bis zu zwei Mal täglich mit Halt in Utrecht, Amsterdam, Frankfurt, Isselburg
  • Linie N116: bis zu zwei Mal täglich mit Halt in Venlo, Eindhoven, Rotterdam, Den Haag, Amsterdam, Frankfurt, Siegen
  • Linie N79: bis zu zwei Mal täglich mit Halt in Lüttich, Brüssel, Paris, Aachen

Mehr Verbindungen in die Niederlande und nach Belgien

Der FlixBus-Halt am Airport erfreut sich besonderer Beliebtheit auf den Strecken in die Niederlande, weshalb das Angebot hier nochmals deutlich aufgestockt wird. So erhöhen sich die Frequenzen insbesondere ab Eindhoven, als neue Städte kommen Maastricht, Enschede, Groningen und Roermond hinzu. Im Zuge der Erweiterung wird auch das Angebot für belgische Passagiere gestärkt – mit höheren Frequenzen ab Brüssel sowie neuen Direktverbindungen ab Antwerpen und Gent. Innerhalb Deutschlands können erstmals auch Fahrgäste aus Münster, Bonn und Hannover mit FlixBus zum Flughafen reisen.

Schnelle Reisezeiten ohne Umstiege

Die Anreise mit FlixBus ist dabei in einigen Fällen deutlich schneller als mit der Bahn: Die Anreise aus dem niederländischen Venlo dauert eine gute Stunde, mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln braucht man dazu eine halbe Stunde länger und einen Umstieg. Fahrgäste aus Roermond erreichen den Flughafen umsteigefrei innerhalb von 80 Minuten und damit ebenfalls schneller als mit der Bahn. Zeitlich in etwa gleichauf, aber ohne Umstieg, liegt Amsterdam.

Stadtnaher Mobility-Hub

Die grüne Busflotte fährt die Haltestelle 14 an, die direkt am Terminal auf der Ankunftsebene nahe des REWE-Marktes liegt. Passagiere profitieren von einer optimalen Anbindung an den Luftverkehr, den öffentlichen Personennahverkehr, unter anderem mit dem S-Bahnhof „Düsseldorf Flughafen Terminal“ und dem SkyTrain zum Fernbahnhof, sowie zum Straßenverkehrsnetz der A52/A44, der B8 und einem Kurzzeitparkplatz in unmittelbarer Nähe.

Mit dem Zuwachs an FlixBus-Verbindungen erweitert der Flughafen abermals sein Einzugsgebiet. Den Passagieren und Gästen werden mit den neuen Linien und der dichten Taktung weitere bequeme und nachhaltige An- und Abreisemöglichkeiten geboten. Damit unterstreicht der größte Airport Nordrhein-Westfalens seine Rolle als stadtnaher Mobility-Hub, der vom Elektroroller bis zum A380 viele Verkehrsträger miteinander verbindet.

Neue Regeln für möbliertes Wohnen geplant

So viele Mietangebote wurden in den sieben größten deutschen Städten inseriert

(cs) In vielen großen Städten in Deutschland ist Wohnraum knapp und teuer. Besonders oft werden Wohnungen nur noch möbliert oder befristet angeboten. Das heißt: Sie sind schon eingerichtet oder nur für eine bestimmte Zeit zu mieten. Jetzt will Stefanie Hubig (SPD), Bundesjustizministerin, strengere Regeln für solche Angebote einführen. In einer Stellungnahme, die uns vorliegt, faßt das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) die Diskussion zusammen.

Warum sind möblierte Wohnungen umstritten?

Möblierte oder befristete Wohnungen sind meist deutlich teurer als normale Mietwohnungen.

Ein Grund:
Für viele befristete Mietverträge gilt die Mietpreisbremse nicht. Vermieter können also höhere Preise verlangen.

Bei möblierten Wohnungen kommt oft ein sogenannter Möblierungszuschlag dazu. Wie hoch dieser Zuschlag sein darf, ist bisher nicht klar geregelt. Das macht die Preise schwer verständlich.

Was soll sich ändern?

Der neue Gesetzentwurf sieht mehrere Änderungen vor:

  • Befristete Mietverträge sollen nur noch dann von der Mietpreisbremse ausgenommen sein, wenn sie höchstens sechs Monate dauern.

  • Der Zuschlag für Möbel soll sich künftig am Anschaffungswert und Zustand der Möbel orientieren.

  • Für vollständig möblierte Wohnungen ist ein pauschaler Aufschlag von 5 Prozent der Nettokaltmiete geplant.

Damit will die Ministerin mehr Klarheit und Fairness schaffen.

Wird Wohnen dadurch günstiger?

Fachleute bezweifeln das. Das eigentliche Problem ist der Mangel an normalen Mietwohnungen.

In den sieben größten deutschen Städten ist die Zahl der klassischen Mietangebote zwischen 2021 und 2025 um rund 32.000 Inserate gesunken. Die Zahl der möblierten Wohnungen ist dagegen nur um etwa 5.000 gestiegen. Angebote für Wohnen auf Zeit sind sogar leicht zurückgegangen.

Möblierte Wohnungen sind im Schnitt rund 18 Prozent teurer als unmöblierte. Bei Wohnungen auf Zeit liegt der Preis sogar etwa 33 Prozent höher.

Warum steigt die Nachfrage?

Trotz der hohen Preise gibt es viele Interessenten. Dazu gehören:

  • internationale Studierende

  • Fachkräfte aus dem Ausland

  • Berufstätige, die nur vorübergehend in einer Stadt arbeiten

Sie suchen flexible Lösungen und nehmen höhere Mieten oft in Kauf.

Kritik an den Plänen

Kritiker sagen: Eine feste Grenze von 5 Prozent beim Möblierungszuschlag könnte Vermieter benachteiligen, die hochwertige Möbel bereitstellen.

Auch die Begrenzung auf sechs Monate sei möglicherweise zu starr. Manche Fachkräfte brauchen länger, um eine dauerhafte Wohnung zu finden.

So viele Mietangebote wurden in den sieben größten deutschen Städten inseriert

Unsere Lebenszufriedenheit auf einem historischen Hoch

So hoch ist die durchschnittliche Lebenszufriedenheit in Deutschland von auf diese Weise Beschäftigten auf einer Skala von 0 (ganz und gar unzufrieden) bis 10 (sehr zufrieden)

(cs) Demografischer Wandel, wirtschaftliche Stagnation, geopolitische Unsicherheit: Wer nur auf die Schlagzeilen schaut, könnte meinen, die Stimmung im Land sei am Boden. Doch eine aktuelle Auswertung des Institut der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt ein anderes Bild: Die Lebenszufriedenheit der Menschen in Deutschland liegt derzeit auf historisch hohen Werten – vergleichbar mit den 2010er Jahren.

Wie passt das zusammen?

Zufriedenheit kennt Lebensphasen

Besonders zufrieden sind laut Studie zwei Gruppen: junge Erwachsene und Menschen im Ruhestand. Beide erreichen auf einer Skala von 0 bis 10 jeweils mehr als sieben Punkte. Dazwischen liegt das berühmte „Tal der Tränen“: Im mittleren Alter sinkt die durchschnittliche Lebenszufriedenheit auf rund sechs Punkte. Kein Wunder. In dieser Phase bündeln sich Karriere, Kinder, finanzielle Verpflichtungen und oft auch die Verantwortung für ältere Angehörige. Wer alles gleichzeitig stemmen muss, spürt den Druck.

Geld macht nicht alles – aber viel

Ein klarer Faktor ist das Einkommen. Menschen mit weniger als 1.000 Euro netto im Monat kommen im Schnitt auf 6,2 Punkte. Am höchsten ist die Zufriedenheit in der Gruppe mit 3.500 bis 4.000 Euro netto – hier liegt sie bei 8,6 Punkten. Interessant: Wer mehr als 4.000 Euro verdient, ist im Schnitt etwas weniger zufrieden (7,7 Punkte). Allerdings ist diese Gruppe in der Studie relativ klein, die Aussagekraft daher begrenzt. Die Botschaft ist dennoch eindeutig: Finanzielle Sicherheit wirkt sich stark auf das Wohlbefinden aus. Nicht Luxus macht zufrieden, sondern Stabilität.

Das Gefühl, selbst steuern zu können

Noch spannender ist ein psychologischer Faktor: die Frage, ob Menschen glauben, ihr Leben selbst gestalten zu können. Wer sich fremdbestimmt fühlt, kommt im Schnitt nur auf 5,3 Punkte. Wer dagegen überzeugt ist, durch eigenes Handeln etwas bewirken zu können, erreicht 8,5 Punkte. Der Unterschied ist enorm. Es geht also nicht nur um äußere Umstände – sondern um innere Haltung. Selbstwirksamkeit scheint ein zentraler Schlüssel zur Zufriedenheit zu sein.

Arbeit als Stabilitätsanker

Auch die Erwerbstätigkeit spielt eine große Rolle. Menschen mit Job sind nachweislich zufriedener als Nichterwerbstätige. Besonders hoch ist die Zufriedenheit bei Vollzeitbeschäftigten (7,4 Punkte), dicht gefolgt von Teilzeitkräften (7,2 Punkte). Geringfügig Beschäftigte liegen mit 6,7 Punkten deutlich darunter. Gründe könnten unsichere Arbeitsbedingungen, geringere soziale Absicherung oder fehlende Perspektiven sein. Arbeit bedeutet eben nicht nur Einkommen. Sie bedeutet auch Struktur, soziale Kontakte, Anerkennung – und das Gefühl, gebraucht zu werden.

Mehr als nur Stunden zählen

Gleichzeitig zeigt sich: Nicht allein die Wochenarbeitszeit entscheidet. Teilzeit kann ebenfalls zufrieden machen – etwa weil sie mehr Zeit für Familie oder Weiterbildung lässt.

Wichtig sind offenbar andere Faktoren:

  • eine wertschätzende Unternehmenskultur
  • flexible Arbeitszeitmodelle
  • Entwicklungsmöglichkeiten
  • Anerkennung im beruflichen Umfeld

Fehlt diese Wertschätzung, leidet die Zufriedenheit – selbst bei gutem Gehalt.

Learnings

Die IW-Studie zeigt: Trotz Krisen bleibt die Lebenszufriedenheit in Deutschland erstaunlich stabil. Sie speist sich aus einem Mix aus materieller Sicherheit, sinnvoller Arbeit, sozialer Einbindung – und dem Gefühl, das eigene Leben mitgestalten zu können.

Vielleicht liegt darin eine leise, aber wichtige Erkenntnis:
Nicht die Weltlage allein bestimmt unser Wohlbefinden. Sondern auch, wie wir unseren Platz darin erleben.

So hoch ist die durchschnittliche Lebenszufriedenheit der Bundesbürger mit diesem monatlichen Nettoeinkommen auf einer Skala von 0 (ganz und gar unzufrieden) bis 10 (sehr zufrieden)

Einschränkungen für Berufspendler ab Freitag

Screenshot

(cs) Berufspendlerinnen und -pendler unserer Unternehmen müssen sich zum kommenden Wochenende auf erhebliche Einschränkungen im Nahverkehr einstellen: Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Rheinbahn AG zu einem 48-stündigen Warnstreik aufgerufen.

Der Streik beginnt am Freitag, 27. Februar 2026, und soll bis einschließlich Samstag andauern. Ab Sonntag, 1. März 2026, fährt die Rheinbahn voraussichtlich wieder regulär.

Was bedeutet das konkret?

  • Es fahren keine U-Bahnen und Straßenbahnen.

  • Nur wenige Buslinien sind im Einsatz.

  • Schulbusse entfallen komplett.

  • Betroffen ist das gesamte Rheinbahn-Netz: Düsseldorf, Kreis Mettmann, Meerbusch sowie die Verbindungen nach Duisburg, Krefeld, Neuss und Ratingen.

Die S-Bahnen und Regionalzüge sind nicht vom Streik betroffen und verkehren wie gewohnt.

Empfehlungen für Pendler

  • Plant eure Fahrten frühzeitig und prüft Alternativen.

  • Alle verfügbaren Verbindungen werden in der Fahrplanauskunft sowie in der Rheinbahn-App angezeigt.

  • An den Haltestellen informieren die digitalen Anzeigetafeln über die nächsten Fahrten.

  • Der On-Demand-Service „flexy“ ist nicht vom Streik betroffen.

  • Weitere Mobilitätsangebote für Düsseldorf sind in der App „redy“ gebündelt.

Bitte berücksichtigt die Einschränkungen bei eurer Arbeitswegplanung und stimmt euch – wenn möglich – zu Homeoffice-Optionen oder flexiblen Arbeitszeiten mit euren Vorgesetzten ab.

Equal Pay Day 2026 – als Aufreger nicht geeignet

Foto: ki

(cs) Am Freitag (27. Februar 2026) ist in Deutschland Equal Pay Day. Darauf weist heute das Düsseldorfer Institut ifaa hin. Der Tag zeigt symbolisch: Bis zu diesem Datum arbeiten Frauen rechnerisch unbezahlt – im Vergleich zu Männern. Der Grund ist die sogenannte Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Auch 2026 verdienen Frauen in Deutschland im Durchschnitt weniger als Männer. Die Lohnlücke bleibt bei 16 Prozent, bereinigt aber bei 6%. 

Nach Zahlen des Statistisches Bundesamt (Destatis) liegt der unbereinigte Gender Pay Gap auch 2025 bei 16 Prozent. Das bedeutet: Frauen verdienen im Durchschnitt 16 Prozent weniger pro Stunde als Männer. Als Aufreger ist diese Zahl jedoch nicht geeignet, reduziert sich doch der Verdienstunterschied merklich auf sechs Prozent, wenn Faktoren wie Berufs- und Arbeitgeberwahl und Merkmale der Arbeitsplätze berücksichtigt werden. Erwerbspausen, der Umfang des zeitlichen Engagements in der bisherigen Erwerbsbiografie und freiwillige Arbeitgeberwechsel sind dabei noch gar nicht eingerechnet, spielen aber eine wichtige Rolle für die individuelle Lohnentwicklung, betont das Kölner Institut der Deutschen Wirtschaft (IW).

„Diese Ursachen sind seit Langem wohlbekannt und die Folge von privaten Lebensentscheidungen“, sagt IW-Ökonom Oliver Stettes. Neben der Berufswahl betreffe das insbesondere die Frage, welcher Partner nach der Geburt das eigene berufliche Engagement zugunsten der Kinderbetreuung zurückfahre. Dies sei heute in der Regel noch immer die Frau. „Häufig liegt dies an fehlenden Kita- und Ganztagsplätzen. Hier hat der Staat den Hebel in der Hand, eine der Ursachen direkt selbst zu ändern“, kritisiert Oliver Stettes.

Neben der allgemeinen Lohnlücke gibt es also auch eine bereinigte Entgeltlücke.

Hier werden wichtige Unterschiede berücksichtigt, zum Beispiel:

  • Ausbildung und Qualifikation
  • Branche und Beruf
  • Arbeitszeit
  • Führungsposition
  • Unternehmensgröße

Dies zeigt: Ein Teil des Unterschieds lässt sich durch verschiedene Arbeitsbedingungen erklären. Fachleute gehen davon aus, dass die Lücke noch kleiner sein könnte, wenn man weitere Faktoren wie Elternzeiten oder Pflegezeiten einrechnet.

Tarifverträge sorgen für klare Regeln

In vielen Branchen gibt es Tarifverträge, zum Beispiel in der Metall- und Elektroindustrie. Dort werden Arbeitsaufgaben nach festen Regeln bewertet – unabhängig davon, ob ein Mann oder eine Frau die Arbeit macht. Andreas Feggeler vom ifaa erklärt: Solche Tarifverträge helfen dabei, gleiche Arbeit auch gleich zu bezahlen.

Gutes Beispiel: Vodafone

Vodafone nutzt den Aktionstag, um auf die Maßnahmen zu verweisen, die im Unternehmen 365 Tage im Jahr für eine möglichst faire Bezahlung unabhängig vom Geschlecht sorgen. Die wichtigsten Werkzeuge dafür: Daten und Transparenz. Dies teilt uns das Düsseldorfer Unternehmen heute mit. Aktuelle Zahlen zeigen: Vodafone hat den bereinigten Gender Pay Gap im vergangenen Jahr erneut reduziert. Er liegt jetzt bei nur noch 2,3 Prozent – und damit deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt. Seit 2017 analysiert Vodafone Vergütungsstrukturen mit einer regelbasierten Software, die geschlechterspezifische Unterschiede automatisch erkennt und adressiert. Die Lösung wird fortlaufend weiterentwickelt und hat maßgeblich dazu beigetragen, die Lohngleichheit im Unternehmen spürbar zu verbessern. Ergänzend setzt Vodafone auf objektive Entgeltkriterien im gesamten Employee Lifecycle, regelmäßige Sensibilisierung der Führungskräfte sowie eine Eltern-Policy, die flexible Arbeitszeiten und -modelle ermöglicht. Die Entgelthöhe richtet sich entweder nach Tarifvertrag oder nach klar definierten Stellenbewertungen und Gehaltsbandbreiten. Auch die Vodafone Eltern-Policy leistet einen Beitrag zur Reduzierung des Gender Pay Gaps: So werden beispielsweise Mütter in Elternzeit bei Gehaltsrunden berücksichtigt.

Digitaler Elternabend zu Einstiegs- und Berufsmöglichkeiten in der Chemie-Branche

(cs) Ihr Kind steht kurz vor dem Schulabschluss und die Frage nach dem passenden Berufsweg rückt näher? Orientierung bietet ein digitaler Elternabend am 18. März 2026 von 17:00 bis 18:15 Uhr.

Chemie Rheinland lädt in Kooperation mit der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) und der Agentur für Arbeit Köln interessierte Eltern herzlich zu einer Online-Informationsveranstaltung rund um Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Chemie-Branche ein.

Im Mittelpunkt stehen die vielfältigen Karrierechancen einer der wichtigsten Industriebranchen Deutschlands. Vorgestellt werden sowohl klassische Ausbildungsberufe als auch duale Studiengänge und weitere Qualifizierungswege. Zudem erhalten Eltern konkrete Hinweise, wie sie ihre Kinder im Bewerbungsprozess gezielt unterstützen können.

Neben fachlichen Informationen erwarten die Teilnehmenden praxisnahe Einblicke: Junge Menschen berichten von ihrem persönlichen Einstieg in die Branche und teilen ihre Erfahrungen aus Ausbildung und Studium. Ausbildungsprofis geben darüber hinaus wertvolle Tipps zu Bewerbung, Auswahlverfahren und Anforderungen der Unternehmen.

Die Teilnahme ist kostenlos, die Veranstaltung findet digital statt.

Jetzt anmelden und informieren – für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben in der Chemie-Branche: https://kurzlinks.de/zii0

„Chefs in Town“: Großes Gastro-Event kommt wieder nach Düsseldorf

Foto: cs

(cs) Ende September wird Düsseldorf wieder zur Bühne für die Gastronomie. Vom 25. bis 27. September findet das Event Chefs in Town zum dritten Mal statt. In Restaurants, Bistros und Bars in der ganzen Stadt zeigen Köchinnen, Köche und Barkeeper, was sie können. Jetzt sind die Betriebe aufgerufen, mitzumachen. Gastronomien und Bars können sich mit eigenen, kreativen Ideen anmelden. Die Registrierung ist ab sofort möglich und läuft bis zum 31. März. Gemacht wird Chefs in Town von der METRO in Düsseldorf.

Viele Betriebe waren schon dabei
Im vergangenen Jahr haben rund 120 Betriebe teilgenommen. Zusammen haben sie etwa 200 Veranstaltungen organisiert. Dazu gehörten besondere Menüs, Gastauftritte von Spitzenköchen und besondere Bar-Abende. Auch bekannte Köche waren dabei, zum Beispiel Alexander Herrmann, Tim Raue und The Duc Ngo.

Diese Stars haben sich schon angekündigt
Für dieses Jahr haben bereits einige prominente Namen zugesagt. Mit dabei sind unter anderem:
• Tim Raue
• Alina Meissner-Bebrout
• Tohru Nakamura

Neben besonderen Koch-Events soll es auch wieder Gesprächsrunden und Branchentreffen geben. Dabei geht es um Themen aus der Gastronomie – und auch um den Nachwuchs in der Branche.

Wichtig für die Stadt
Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller betont, wie wichtig das Event für die Stadt ist. „Chefs in Town“ zeige, welchen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wert die Gastronomie für Düsseldorf habe.


+ So berichtete der Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“ über Chefs in town im vergangenen Jahr: bitte hier klicken!

+ So berichteten wir im vergangenen Jahr im März 2025: bitte hier klicken!

+ So berichteten wir im Juli 2025: bitte hier klicken!

+ Für alle Infos zu Chefs in town: bitte hier klicken!

Screenshot: www.chefsintown.de

Grundsteinlegung für den neuen METRO-Markt in Derendorf – wir waren dabei und berichten über die Hintergründe

Foto: cs

(cs) Auf dem Gelände des ehemaligen Großmarktes an der Ulmenstraße 297 in Düsseldorf-Derendorf nimmt eines der spannendsten Handelsprojekte der kommenden Jahre Gestalt an: Mit der Grundsteinlegung startet der Bau des neuen Marktes von METRO Deutschland. Die Eröffnung ist für Mitte 2027 geplant.

Mit rund 7.500 Quadratmetern Verkaufsfläche wird der neue Standort etwas kleiner ausfallen als der bisherige Markt in Grafenberg – dafür aber moderner, effizienter und näher an vielen gastronomischen Betrieben in der Innenstadt und im Norden der Stadt gelegen. Gesehen bei der Grundsteinlegung wurden unter anderem Annette Klinke, Bezirksbürgermeisterin Stadtbezirk 1 Düsseldorf, Florian Röhrs, Geschäftsführer BREMER West GmbH & Co. KG, Roland Ruffing, CEO METRO Deutschland, und Sabrina Ley, Geschäftsführerin Sales & Operations METRO Deutschland, an der Grundsteinlegung teil.

„Mit diesem Neubau setzen wir ein klares Signal: Wir investieren nicht nur in einen neuen Standort, sondern auch in die Zukunft der regionalen Gastronomie und in die Stadtteilentwicklung der Stadt Düsseldorf. Für unsere Gastronomiekundschaft, Hoteliers sowie Händlerinnen und Händler bedeutet der neue Markt eine noch bessere, moderne und bedarfsgerechte Einkaufsumgebung. Der Grundstein, den wir heute legen, steht für einen Großhandel, der nachhaltiger und leistungsfähiger ist und den wir hier an der Ulmenstraße Schritt für Schritt Realität werden lassen“, so Roland Ruffing.

Großmarkt schließt – Fläche wird neu genutzt

Möglich wird das Projekt, weil der traditionsreiche Düsseldorfer Großmarkt an der Ulmenstraße am 31. Dezember 2024 geschlossen wurde, um Platz für die neue METRO und eine geplante Weiterentwicklung des Areals zu schaffen. Das Areal wird damit neu geordnet – ein bedeutender Einschnitt für den Standort, der jahrzehntelang ein zentraler Umschlagplatz für Obst, Gemüse und weitere Frischeprodukte war.

Der neue METRO-Markt soll die Versorgung von Gastronomie, Hotellerie und Gewerbekunden in Düsseldorf und der Region langfristig sichern. Wer künftig bei METRO einkauft, wird dies voraussichtlich vor allem in Derendorf tun.

Zentrale bleibt in Flingern

Wichtig für den Standort Düsseldorf: Die METRO-Unternehmenszentrale bleibt weiterhin in Flingern. Dort ist zusätzlich ein kleinerer Gastro-Markt vorgesehen. Gleichzeitig werden durch den Umzug größere Flächen frei, auf denen unter anderem ein neues Wohngebiet entstehen soll – ein weiterer Baustein in der städtebaulichen Entwicklung des Quartiers.

Impuls für Derendorf

Mit dem Neubau an der Ulmenstraße erhält Derendorf einen modernen Großhandelsstandort, der verkehrlich gut angebunden ist und die wachsende Gastronomieszene der Stadt bedienen soll.

Nach Jahren der Diskussionen und Planungen geht es nun sichtbar voran: Mit dem besseren Wetter starten die Bauarbeiten für das Projekt, das nicht nur für METRO-Kunden, sondern auch für die Stadtentwicklung in Düsseldorf von Bedeutung ist.

Die Stadt verfolgt für die gesamten Flächen des ehemaligen Großmarktes andere strategische Stadtentwicklungsziele, unter anderem Umsiedlung von Gewerbeflächen zur zukünftigen Wohnbauflächenentwicklung. Durch die Umsiedlung des Metro Cash&Carry Marktes hin zur Ulmenstraße in Derendorf können an dessen bisherigen Standort in Flingern bis zu 1.400 Wohnungen entstehen.

Die übrigen im städtischen Besitz verbleibenden Flächen sollen langfristig gewerblich verpachtet werden. Ziel ist, damit den Produktionsstandort Düsseldorf nachhaltig zu stärken. Um dieses Vorhaben zu unterstützen, befindet sich derzeit ein neuer Bebauungsplan in Aufstellung.

Foto: cs

130 Jahre Transporter: Düsseldorfer Sprinter-Werk feiert mit Sondermodellen

Auch die neuen Sprinter-Modelle werden in Düsseldorf gebaut. Foto: Mercedes-Benz

(cs) Düsseldorf ist seit Jahrzehnten Transporter-Stadt. Und in diesem Jahr gibt es dafür einen besonderen Anlass: 1896 – also vor 130 Jahren – stellte Carl Benz den ersten Transporter der Welt vor. Heute läuft dessen moderner Nachfahre im großen Stil im Düsseldorfer Werk von Mercedes-Benz Vans vom Band. Zum Jubiläum präsentiert der Hersteller nun mehrere attraktive Sondermodelle für gewerbliche Kunden.

Größtes Vans-Werk weltweit steht in Düsseldorf

Das Mercedes-Benz Werk Düsseldorf wurde 1962 gegründet und ist heute das weltweit größte Werk von Mercedes-Benz Vans. Auf rund 325.000 Quadratmetern Produktionsfläche fertigen etwa 5.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die geschlossenen Varianten des Mercedes-Benz Sprinter und des Mercedes-Benz eSprinter.

Damit zählt der Standort zu den wichtigsten industriellen Arbeitgebern und Ausbildungsbetrieben in der Region. Seit 2019 wird in Düsseldorf auch der eSprinter produziert, seit 2023 die neue Generation des elektrischen Transporters.

Künftig fertigt das Werk sämtliche Verbrenner-Varianten des neuen Commercial Vans im Large-Van-Segment auf Basis der neuen Mercedes-Benz Van Architektur – sowohl Fahrzeuge mit geschlossenem als auch mit offenem Aufbau. Zudem sollen in Düsseldorf auch offene Varianten mit Elektroantrieb vom Band laufen. Der Standort bleibt damit ein zentrales Element der Transformationsstrategie hin zu mehr Elektromobilität.

Vom „Velociped“ zum Hightech-Transporter

Der Blick zurück zeigt, wie visionär die Idee war: Zehn Jahre nach der Erfindung des Automobils kombinierte Carl Benz das Fahrgestell seines „Velociped“ mit einem kubischen Laderaum. Aus dem ersten Serien-Pkw entstand das erste leichte Nutzfahrzeug – gedacht für den professionellen Gütertransport.

130 Jahre später steht dieser Gedanke noch immer im Mittelpunkt: Fahrzeuge, die exakt auf die Bedürfnisse gewerblicher Kunden zugeschnitten sind.

Sondermodelle für Profis – auch elektrisch

Zum Jubiläumsjahr bringt Mercedes-Benz Vans nun Sondermodelle auf Basis der bewährten Baureihen Mercedes-Benz Vito und Mercedes-Benz Sprinter auf den Markt – selbstverständlich auch in den jeweiligen Elektroausführungen.

Die Modelle verfügen jeweils über speziell geschnürte Ausstattungspakete, die häufig gewählte Optionen bündeln. Ziel ist es, Komfort, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit miteinander zu verbinden – und das zu einem attraktiven Preis. Gerade für Handwerksbetriebe, Lieferdienste und andere professionelle Anwender in Düsseldorf und der Region dürfte das Angebot interessant sein.

Starker Standort mit Zukunft

Für Düsseldorf ist das Jubiläumsjahr mehr als nur ein Marketinganlass. Das Sprinter-Werk steht für industrielle Tradition und gleichzeitig für den Wandel hin zur Elektromobilität. Mit der Kombination aus Verbrenner- und Elektroproduktion bleibt der Standort breit aufgestellt – und fest in der Stadt verankert.

130 Jahre nach dem ersten Transporter zeigt sich: Die Idee von Carl Benz lebt – und sie fährt in Düsseldorf weiter in die Zukunft.

Tarifverhandlungen in der chemischen Industrie: der Zeitdruck steigt!

Matthias Bürk Foto: Ivgenia Möbus

(cs) Die Chemie-Tarifrunde steuert auf eine entscheidende Phase zu – doch eine Lösung ist weiter nicht in Sicht. Auch die zweite bundesweite Verhandlungsrunde ist ohne Ergebnis geblieben. Für rund 1.700 Betriebe mit etwa 585.000 Beschäftigten bedeutet das: Verlängerung statt Abschluss. Während die Branche mit hohen Energiekosten, Produktionsrückgängen und Stellenabbau ringt, prallen die Vorstellungen von Arbeitgebern und Gewerkschaft hart aufeinander. Die nächste Chance auf einen Durchbruch bietet sich am 24. und 25. März im rheinland-pfälzischen Bad Breisig – dann geht der Tarifkonflikt in die dritte Runde.

Die Auseinandersetzung zwischen dem Arbeitgeberverband Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) und der Gewerkschaft Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) steht unter schwierigen Vorzeichen. Die Chemie- und Pharmabranche – nach Automobil- und Maschinenbau die drittgrößte Industriebranche Deutschlands – kämpft mit hohen Energiekosten, schwacher Nachfrage und anhaltendem Wettbewerbsdruck.

Arbeitgeber fordern „Atempause“

Aus Sicht der Arbeitgeber haben sich die Rahmenbedingungen grundlegend verändert. BAVC-Verhandlungsführer Matthias Bürk spricht von einer Branche im Krisenmodus: Nach einem Produktionseinbruch von rund 20 Prozent, historisch niedriger Auslastung und Stellenabbau gebe es „keine Zuwächse, die wir verteilen können“. Stattdessen gehe es darum, die Lasten der Krise fair zu verteilen.

Mit dem Tarifabschluss 2024 seien die Unternehmen bereits in Vorleistung gegangen. Nun brauche es eine „tarifpolitische Atempause“, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu stärken. Ein „Weiter so“ sei angesichts der wirtschaftlichen Lage keine Option. Man werde jedoch weiter konstruktiv an einem Kompromiss arbeiten.

BAVC-Verhandlungsführer Matthias Bürk: „In der Industrie haben sich die Rahmenbedingungen für Tarifpolitik fundamental verändert. Anders als über Jahrzehnte gewohnt, gibt es derzeit keine Zuwächse, die wir verteilen können. Im Gegenteil: Im Zentrum der Verhandlungen steht, wie wir die Lasten der Krise fair verteilen. Nachdem die Arbeitgeber mit dem Tarifabschluss 2024 massiv in Vorleistung gegangen sind, ist es nun vor allem an der IGBCE, sich zu bewegen. Die Unternehmen brauchen jetzt eine tarifpolitische Atempause, um sich so gut wie möglich neu aufzustellen.“

Gewerkschaft pocht auf Kaufkraft und Jobsicherheit

Die IGBCE weist das Arbeitgeberangebot als unzureichend zurück. Es sei „noch zu weit von den Sorgen und der Lebensrealität der Beschäftigten entfernt“, erklärte IGBCE-Verhandlungsführer Oliver Heinrich. Die Gewerkschaft fordert eine spürbare Erhöhung der Einkommen für Tarifbeschäftigte und Auszubildende sowie verbindliche Instrumente zur Beschäftigungssicherung.

Branche zwischen Krise und Gewinnzonen

Die wirtschaftliche Lage der Branche ist gespalten. Während Teile der Pharmaindustrie wachsen, leidet die klassische Chemieproduktion unter hohen Energiepreisen und schwacher Industriekonjunktur. Große Unternehmen haben Sparprogramme aufgelegt und Stellenabbau angekündigt, teilweise wurden Anlagen geschlossen.

Nach Angaben des Branchenverbands Verband der Chemischen Industrie (VCI) setzte die Chemie- und Pharmaindustrie 2025 rund 220 Milliarden Euro um. Doch die Zahlen verdecken die strukturellen Probleme in energieintensiven Bereichen. Bürk betont: „Wir müssen weiter verhandeln, um den Graben von beiden Seiten zuzuschütten. Am Ende brauchen wir einen Tarifabschluss, mit dem unsere Branche wettbewerbsfähiger wird.“ Nun gelte es, kühlen Kopf zu bewahren. „Wir werden weiter konstruktiv an einem Kompromiss arbeiten. Beide Seiten sind in der Pflicht, für Fortschritte in den Verhandlungen zu sorgen.“

Graben bei Kernfrage der Wettbewerbsfähigkeit

Im Kern dreht sich der Konflikt um die Frage, welchen Beitrag die Tarifparteien zur Wiedergewinnung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit leisten sollen. Die Arbeitgeber setzen auf Lohnzurückhaltung und flexible Lösungen. Die Gewerkschaft verweist auf profitable Teilbranchen und geplante Dividenden und fordert eine Beteiligung der Beschäftigten an wirtschaftlichen Erfolgen.

Ob in Bad Breisig der Durchbruch gelingt? Klar ist: Die Tarifrunde 2026 wird zur Richtungsentscheidung für einen Industriezweig, der zwischen Transformationsdruck und globalem Wettbewerb um seine Zukunft ringt. Der aktuelle Tarifvertrag läuft Ende Februar aus – der Zeitdruck steigt.