Wichtiger Hinweis für unsere Logistik-Betriebe: Theodor-Heuss-Brücke muss ab 1. Februar für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt werden – Stadt weist durch Schilder und Variotafeln auf Ablastung hin

(vp) Die sanierungsbedürftige Theodor-Heuss-Brücke soll als wichtige Rheinquerung bis zur Errichtung eines Ersatzneubaus nutzbar bleiben. Um die Verkehrssicherheit weiter zu gewährleisten und die Bausubstanz zu schützen, begrenzt die Landeshauptstadt die Brücken-Nutzung ab Sonntag, 1. Februar 2026, für Fahrzeuge, die schwerer sind als 3,5 Tonnen.

Die Landeshauptstadt informiert über die Ablastung auf 3,5 Tonnen neben der Beschilderung zusätzlich auch über die städtischen Variotafeln. Fahrzeuge, die schwerer als 3,5 Tonnen sind, können ab Sonntag, 1. Februar, folgende Ausweichrouten nutzen:

Von Westen kommende Fahrzeuge haben die Möglichkeit, ab dem Autobahnkreuz Kaarst über das Autobahn-Viereck weiterzufahren. In Düsseldorf kann über die Rheinkniebrücke ausgewichen werden. Für von Osten kommende Fahrzeuge bietet sich alternativ die Umfahrung über die B8 Danziger Straße – Querung A44 beziehungsweise die B1 Kennedydamm/Rheinufertunnel – Querung Rheinkniebrücke an.

Von der notwendigen Vorkehrungen zur Sicherung der Brücke sind auch mehrere Buslinien der Rheinbahn betroffen. Die Rheinbahn hat auf der Internetseite www.rheinbahn.de/fahren/verbindungen/thb alle Änderungen der Linienwege der von der Ablastung betroffenen Buslinien: M2, SB51, 834 und 863 zusammengestellt.

Vorstandswechsel bei ElectronicPartner

(cs) Vorstandeswechsel bei ElectronicPartner: Patrick van Tent wird in den Vorstand der Düsseldorfer Verbundgruppe berufen. Der langjährige Geschäftsführer der ElectronicPartner Landesgesellschaft Niederlande folgt somit auf Friedrich Sobol, der Ende März 2026 nach 25 Jahren erfolgreicher Tätigkeit in den Ruhestand geht. Der Vorstand wird zukünftig aus Matthias Assmann, Greta Ziob und Patrick van Tent bestehen. 

Friedrich Sobol

Aktuell stehen bei ElectronicPartner die Ausgestaltung und Umsetzung des geplanten Zukunftskonzeptes im Mittelpunkt. Wie bereits angekündigt, werden erste konkrete Ergebnisse auf dem Kongress am 20. und 21. März 2026 präsentiert. Eine wichtige personelle Veränderung steht jedoch bereits jetzt an: Wie geplant beendet Friedrich Sobol seine berufliche Laufbahn mit dem Jahr 2026. Dass es bereits im Frühling so weit ist, hängt mit den aktuellen Plänen der Neuausrichtung zusammen. „Wir sind gemeinsam mit dem Vorstandsteam zu dem Ergebnis gekommen, dass es mehr als sinnvoll ist, die neue Leitungsstruktur schon jetzt auf das zukünftige personelle Fundament zu setzen. Mit Patrick van Tent konnten wir wiederum einen Manager aus den eigenen Reihen für den Vorstand gewinnen, der das Kooperationsgeschäft, den Fachhandel und die Warenbereiche bestens kennt“, erklärt Professor Stefan Feuerstein, Vorsitzender des ElectronicPartner Verwaltungsrats. Die Ressortverteilung bleibt unberührt während Patrick van Tent zusätzlich die Landesgesellschaft Niederlande verantwortet.

Patrick van Tent

Dort startete er im Jahr 2007 als Leiter Einkauf, Marketing und E-Commerce. Seit 2017 ist er Geschäftsführer der Landesgesellschaft und trat zudem im Jahr 2022 in den Verwaltungsrat des internationalen Händlerverbundes E-Square ein. Patrick van Tent kommt „von der Fläche“ – er hat vor seiner Zeit bei ElectronicPartner umfassende Erfahrung im Fachhandel gesammelt und diese von Anfang an in seine Arbeit für die Verbundgruppe einfließen lassen. „Wir schätzen seine pragmatische und konstruktive Art und dass er auf den direkten Kontakt zu den Mitgliedern großen Wert legt. Er führt die Landesgesellschaft Niederlande seit Jahren sehr erfolgreich und besitzt ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse der Fachhändler – gerade in Zeiten von Margendruck und Omnichannel-Komplexität – sowie für das Zusammenspiel zwischen zentralen Vorgaben und lokalem Unternehmertum. Wir freuen uns, dass er diesen Spirit nun in die gesamte Verbundgruppe einbringen wird“, sagt Professor Stefan Feuerstein.

Auch Friedrich Sobol kam „von der Fläche“: Er war 20 Jahre im Elektro-Einzelhandel tätig, bevor er bei ElectronicPartner einstieg. Von 2001 bis 2013 war er Geschäftsführer der Landesgesellschaft Österreich und wurde dann in den Vorstand der Verbundgruppe berufen. Hier setzte er zahlreiche richtungsweisende Projekte um und war federführend bei der erfolgreichen Qualitätsoffensive der Marke EP: sowie der Privatisierung von MEDIMAX. „Die Verbundgruppe verdankt Friedrich Sobol sehr viel – nicht zuletzt den hohen Qualitätsstandard und den langjährigen branchenüberdurchschnittlichen Erfolg der Marke EP:. Im Namen des Verwaltungsrats und der Gesellschafter danke ich ihm für seinen hervorragenden Einsatz. Wir wünschen ihm für die Zukunft nur das Beste“, erklärt Professor Stefan Feuerstein.

Erfolgreicher Test: Rheinmetall-Drohne LUNA NG zeigt neue Fähigkeiten für die Bundeswehr

(cs) Das Düsseldorfer Technologie-Unternehmen Rheinmetall hat eine neue Drohne erfolgreich getestet. Die Drohne heißt LUNA NG. Der Test fand im Gefechtsübungszentrum Heer der Bundeswehr in Sachsen-Anhalt statt.

Getestet wurde ein neuer Ansatz der Bundeswehr. Er heißt Aufklärungs- und Wirkverbund. Das bedeutet: Aufklärung und Angriff arbeiten eng zusammen. In dem Test wurden nur unbemannte Systeme genutzt. Das waren Drohnen und sogenannte Loitering Munition. Das sind fliegende Systeme, die ein Ziel selbstständig angreifen können.

Solche Drohnenverbünde gelten weltweit als neue Technologie. Sie werden bisher nur wenig praktisch erprobt. Der Test der Bundeswehr war deshalb besonders wichtig.

Innerhalb der Bundeswehr trägt LUNA NG den Projektnamen HUSAR. Das steht für ein unbemanntes Aufklärungssystem mit mittlerer Reichweite. Während des Tests wurde die Drohne erfolgreich an ein zentrales Führungssystem angeschlossen. Dieses System heißt C2-UMS Bw. Darüber können verschiedene Drohnen miteinander zusammenarbeiten.

Die LUNA NG hat besondere Eigenschaften. Sie kann mehr als 12 Stunden in der Luft bleiben. Sie fliegt bis zu 5.000 Meter hoch. In großer Höhe ist sie sehr leise und schwer zu hören.

Der Test war stark digital vernetzt. Alle Systeme waren miteinander verbunden. Dadurch ging alles schneller: Ziele konnten schneller erkannt, markiert und bekämpft werden. Die benötigte Zeit wurde deutlich verkürzt.

Auch kurzfristige Aufträge hat die LUNA NG zuverlässig erfüllt. Dabei zeigte sie ihre hohe Leistung bei der Aufklärung großer Gebiete.

Andere Einheiten erhielten durch die Drohne viele wichtige Informationen. Dazu gehörten genaue Bilder von Zielen und aktuelle Lageinformationen. Die Sensordaten waren live verfügbar. So entstand für die Soldatinnen und Soldaten am Boden ein vollständiges Lagebild in Echtzeit.

Der Test zeigt: Die LUNA NG ist ein wichtiger Baustein für die zukünftige Arbeitsweise der Bundeswehr.

Einladung zum „Tag der offenen Tür“ an der Düsseldorfer IST-Hochschule für Management

(ud) Am Freitag, 1. Februar 2026, können Interessierte an der IST-Hochschule für Management einen Blick hinter die Campus-Kulissen werfen. Um 18 Uhr werden in spannenden Vorträgen die Studienprogramme aus den Bereichen „Fitness & Gesundheit“, „Sport & Management“, „Tourismus & Hospitality“ sowie „Kommunikation & Wirtschaft“ vorgestellt.

Charakteristisch für alle Bachelor-Studiengänge ist der mit über 50% besonders hohe Anteil an branchenspezifischen Studieninhalten, die bereits ab dem ersten Semester vermittelt werden. Außerdem ermöglichen zahlreiche Wahlmodule eine Schwerpunktsetzung nach persönlichen Interessen.

Mit dem im Master und MBA vermittelten Spezialwissen ergänzen Studierende ihr Wissen in den Gebieten, die sie besonders interessieren, und können so ihre fachlichen Stärken vertiefen.

Das Blended-Learning-Konzept der IST-Hochschule überzeugt sowohl Berufseinsteiger auch Berufserfahrene. Durch die Kombination von Studienheften, Online-Vorlesungen, Online-Tutorien, Präsenzphasen und Lern-App wird das Studium so flexibel, dass es sich an die individuellen Lebenssituation der Studierenden anpasst.

Alle Studiengänge können sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit absolviert werden. Die duale Variante eignet sich für alle, die bereits ab dem ersten Tag Praxiserfahrung in einem Betrieb sammeln möchten.

Auch für diejenigen, die kein Abitur haben, lohnt sich ein Besuch des „Tages der offenen Tür“. Denn an der IST-Hochschule gibt es keinen Numerus Clausus (NC) und ein Studium ist auch ohne Abitur möglich. Wie das geht, erklärt das Hochschulteam vor Ort.

Tag der offenen Tür:
Freitag, 6. Februar 2026, 18 – ca. 19.30 Uhr
IST-Hochschule für Management
Erkrather Str. 220 a-c, 2. Etage
40233 Düsseldorf

Peter Sebastian Krause zum Vizepräsidenten von Gesamtmetall gewählt

(ud) Der Gesamtvorstand von Gesamtmetall hat Peter Sebastian Krause einstimmig zum Vizepräsidenten von Gesamtmetall gewählt. Der Jurist ist seit dem 14. Januar 2026 Vorsitzender von Südwestmetall und übernimmt die Funktion als Vizepräsident von seinem Vorgänger Dr. Joachim Schulz. Er ist zudem Vorsitzender des Düsseldorfer Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektroindustrie „düsseldorf metall“.

Zum von Präsident Dr. Udo Dinglreiter geführten Gesamtmetall-Präsidium gehören neben Peter Sebastian Krause als weitere Vizepräsidenten Wolfram Hatz von bayme vbm, Arndt G. Kirchhoff von METALL NRW und Wolf Matthias Mang von HESSENMETALL sowie der Schatzmeister Folkmar Ukena von NORDMETALL.

Neue Podcastfolge: Digitale Kommunikation mit Wirkung: Tools, Trends & echte No-Gos

Screenshot: Streamboxstudios

(cs) Podcasts, hybride Events, Webinare – die digitale Unternehmenskommunikation bietet enorme Chancen, aber auch einige Fettnäpfchen. In der aktuellen Folge der „Düsseldorfer Wirtschaft“ sprechen wir mit dem Düsseldorfer Kommunikationsexperte Frank Wiedemeier darüber, welche digitalen Tools wirklich funktionieren, welche Trends bleiben – und was Unternehmen lieber lassen sollten. Praxisnah, ehrlich und mit vielen Tipps, die sofort umsetzbar sind. Der Podcast wird exklusiv gemacht von der Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung und den Streamboxstudios. Wir hören ihn überall da, wo es gute Podcasts gibt und auf www.unternehmerschaft.de/podcast.

Wenn Ihnen gefällt, was Sie hören, dann empfehlen Sie unseren Podcasts gerne weiter. Neben den Kommunikationsthemen haben wir auch arbeitsrechtliche Fragestellung im Programm, Interviews mit Unternehmerinnen und Unternehmern, Livepodcasts, auditive Betriebserkundungen und vieles mehr. Unser Medienpartner ist die gleichnamige Sendung auf Antenne Düsseldorf (immer mittwochs ab 19.04 Uhr).

Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“ mit der neusten Episode!

Screenshot

(cs) Wenn Handwerk auf Herzensbildung trifft: Heute sind wir mit unserem Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“ zu Gast bei Tischlermeister Matthias Grunwald im Düsseldorfer Norden. Er hat einem jungen afrikanischen Ingenieur ein mehrwöchiges Praktikum ermöglicht – einfach aus Überzeugung. Sein Ziel: dem jungen Mann eine Chance geben, sich in Deutschland beruflich und privat weiterzuentwickeln. „Es kann nicht immer nur um die Kohle gehen”, sagt Matthias Grunwald. Wir blicken hinter die Kulissen einer Tischlerei, in der nicht nur Holz bearbeitet wird, sondern auch Perspektiven entstehen. Eine Geschichte über Großzügigkeit, Mut und die Frage: Was bedeutet heute eigentlich unternehmerische Verantwortung?​​​​​​​​​​​​​​​​
Unseren Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“, gemacht von den Streamboxstudios und der Unternehmerschaft Düsseldorf, hören Sie überall dort, wo es gute Podcasts gibt und auf unternehmerschaft.de

Mobilfunker starten neues Auto-Notrufsystem NG eCall

(cs) Die deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber Vodafone (Düsseldorf), Deutsche Telekom und O2 Telefónica haben am heutigen Samstag (24. Januar) das neue Auto-Notrufsystem „Next Generation Emergency Call“ (NG eCall) offiziell in ihren Netzen gestartet. Damit beginnt eine neue Phase der vernetzten Fahrzeugsicherheit in Deutschland.

Im Unterschied zum bisherigen eCall-System wird der Notruf bei NG eCall nicht mehr über die rund 40 Jahre alte Mobilfunk-Technologie 2G (GSM) aufgebaut. Stattdessen nutzt das neue System die moderneren 4G-(LTE)-Netze und perspektivisch auch den 5G-Standard. Das ermöglicht nicht nur einen schnelleren Verbindungsaufbau, sondern auch eine deutlich effizientere Übertragung von Standort- und Fahrzeugdaten an die Notrufzentralen.

Das bestehende eCall-System bleibt weiterhin aktiv. NG eCall kommt zunächst nur dann zum Einsatz, wenn sowohl das Fahrzeug als auch die zuständige Leitstelle die neue Technologie unterstützen. Ist das nicht der Fall, wird der Notruf wie bisher über das alte System abgewickelt. Beide Generationen laufen somit vorerst parallel.

Bereits heute trägt eCall wesentlich dazu bei, die Reaktionszeiten der Rettungsdienste bei schweren Verkehrsunfällen zu verkürzen. Das System setzt automatisch einen Notruf an die europaweite Notrufnummer 112 ab und übermittelt unter anderem den genauen Unfallort. NG eCall baut dieses Prinzip technisch aus.

Mehr Tempo und neue Möglichkeiten

Die Einführung von NG eCall bringt mehrere Vorteile mit sich. Der Rufaufbau zu den Fahrzeuginsassen erfolgt spürbar schneller, zudem entfallen viele der bisherigen Einschränkungen bei der Datenübertragung. Perspektivisch eröffnet das Raum für neue Anwendungen rund um den Fahrzeugnotruf.

Denkbar ist etwa die optionale Übermittlung zusätzlicher Informationen, beispielsweise medizinischer Daten der Insassen – vorausgesetzt, diese stimmen dem ausdrücklich zu. Auch die Übertragung von Live-Bildern aus im Fahrzeug verbauten Kameras wäre technisch möglich. Rettungskräfte könnten sich so bereits auf der Anfahrt ein genaueres Bild der Lage machen und gezielter auf den Einsatz vorbereiten.

Netzbetreiber sehen Sicherheitsgewinn

Vodafone sieht in NG eCall einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunftssicherheit. „NG eCall macht Fahrzeugnotrufe mit modernster Mobilfunk-Technologie möglich und ist zukunftssicher. Wir schalten die Technik dafür jetzt im Netz frei“, erklärt Marc Hölzer, Bereichsleiter Netz-Entwicklung bei Vodafone. Das System sorge für schnellere Hilfe bei Unfällen und ermögliche Rettungskräften einen umfassenderen Überblick über das Unfallgeschehen.

Auch O2 Telefónica betont den Sicherheitsaspekt. „Die Einführung des neuen Fahrzeugnotrufs ist ein Sicherheitsgewinn für Verbraucherinnen und Verbraucher“, sagt Mallik Rao, Technik- und Geschäftskundenvorstand des Unternehmens. Ein Notruf dürfe nicht an veralteter Funktechnik hängen. NG eCall sei „wie eine digitale Notrufsäule fürs Auto“ – vorausgesetzt, die Mobilfunk-Netze seien leistungsfähig ausgebaut.

Die Deutsche Telekom verweist ebenfalls auf die Vorteile moderner Netze. „NG eCall ist ein wichtiger Schritt für die Sicherheit im Straßenverkehr“, sagt Technik-Chef Alexander Jenbar. Durch die Nutzung von 4G- und 5G-Netzen könnten Notrufe schneller und zuverlässiger übermittelt werden. „Im Notfall sind die Mobilfunk-Netze für die Menschen da – das ist unser Anspruch.“

Mit dem Start von NG eCall setzen die Netzbetreiber ein gemeinsames Signal: Die technische Grundlage für eine neue Generation der vernetzten Fahrzeugsicherheit ist gelegt. Bis sie flächendeckend im Alltag ankommt, wird es jedoch noch eine Übergangszeit mit zwei parallel laufenden Systemen geben.

Krankenstand und Arbeitszeitgesetz: Wir brauchen moderne Lösungen

Screenshot: Instagram

(cs) Die Krankenstände in Deutschland sind zu hoch – und die Frage nach den Ursachen ist berechtigt. Darauf macht Johannes Pöttering, Hauptgeschäftsführer von „unternehmer nrw”, aufmerksam. In einem Interview mit dem WDR 5 – Morgenecho hat er kürzlich mit Tobias Strauß über den Zusammenhang zwischen telefonischer Krankschreibung und steigenden Krankenstandszahlen sowie über dringend notwendige Reformen im Arbeitszeitrecht gesprochen. Auf seinem Instagram-Kanal berichtet Pöttering jetzt darüber.
Telefonische Krankschreibung: Sinnvoll, aber nicht ohne Risiken
Während der Corona-Pandemie war die telefonische Krankschreibung ein sinnvolles Instrument, um Arztpraxen zu entlasten. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung hat jedoch einen hohen Beweiswert – und dieser kann nur durch eine persönliche ärztliche Untersuchung zweifelsfrei festgestellt werden. Telefonische Gespräche bieten Ärzten nur eingeschränkte Möglichkeiten, ein verlässliches Krankheitsbild festzustellen. Aus Sicht von Pöttering ist ein direkter Zusammenhang zwischen der telefonischen Krankschreibung und den stark gestiegenen Krankenstandszahlen nicht von der Hand zu weisen.
Die Kosten des hohen Krankenstands
Die wirtschaftlichen Folgen sind erheblich: Neben organisatorischen Herausforderungen sind die finanziellen Belastungen für Unternehmen massiv. Allein im vergangenen Jahr beliefen sie sich auf rund 82 Milliarden Euro. Deutschland leistet sich im internationalen Vergleich die großzügigsten Regelungen zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall – und auch diese Kosten machen sich im internationalen Standortwettbewerb bemerkbar.
Ansätze zur Entlastung der Unternehmen
Es gibt verschiedene Ansatzpunkte, um Unternehmen zu entlasten: Etwa die Einführung von Karenztagen, an denen kein oder nur ein reduzierter Lohnausgleich gezahlt wird. Oder eine Deckelung der Lohnfortzahlung auf insgesamt sechs Wochen pro Jahr statt wie bisher sechs Wochen pro Krankheit.
Wichtig dabei: Es geht ausdrücklich nicht darum, die Lohnfortzahlung abzuschaffen. Aber die aktuelle Lastenverteilung wiegt für die Unternehmen schwer.
Quelle: Johannes Pöttering, Hauptgeschäftsführer von „unternehmer nrw”/Instagram

Flughafen Düsseldorf: Klare Ansagen beim Neujahrsempfang

(cs) Mehr als 900 Gäste erlebten einen Abend zwischen Standortbestimmung und Zukunftsvision: der Flughafen lud zum Neujahrsempfang. Und da wurde Tacheles gesprochen. Wir fassen den Abend zusammen.
Die Gastgeber, das Geschäftsführungsduo Lars Redeligx und Pradeep Pinakatt, präsentierten die aktuellen Zahlen des Flughafens: Mehr als 21 Millionen Passagiere begrüßte der Düsseldorfer Airport im vergangenen Jahr – eine neue Bestmarke seit Corona. Der Sommerflugplan 2025 hat mit neuen Airlines, zusätzlichen Zielen und einem erweiterten Streckennetz die internationale Anbindung Düsseldorfs weiter gestärkt. Doch der Betrieb bleibt anspruchsvoll, wie die Herbstferien zeigten.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller betonte die Bedeutung des Flughafens für die Landeshauptstadt und die Region. Der Flughafen sei weit mehr als Infrastruktur, sondern ein zentraler Standortfaktor und Tor zur Welt. Seine Leistungsfähigkeit entscheide mit darüber, wie international, attraktiv und wettbewerbsfähig Düsseldorf sei. Verlässlichkeit schaffe Vertrauen, und dieses sei im Bereich Mobilität ein entscheidender Faktor.
Qualitätsoffensive und Appell an die Politik
“Unser Ziel, zu den besten Flughäfen in Europa mit bis zu 30 Millionen Passagieren zu gehören, erreichen wir nicht per Autopilot”, machten Lars Redeligx und Pradeep Pinakatt deutlich. Das umfassende Qualitätsprogramm “Off-Block” habe seit 2023 in jedem Jahr mess- und spürbare Fortschritte bei Abfertigung und Passagiererlebnis gebracht. Die Geschäftsführer kündigten weitere Verbesserungen bei den Sicherheitskontrollen und der Gepäckanlage an.
Verbunden damit war ein klarer Appell an die Bundespolitik: Der Düsseldorfer Airport will mehr moderne CT-Technik einsetzen, um die Kontrollen effektiver zu gestalten. “Deshalb begrüßen und unterstützen wir die Initiative der Bundespolizei, kurzfristig weitere CT-Geräte am Standort zum Einsatz zu bringen”, betonte Pradeep Pinakatt. Der Einsatz modernster Sicherheitstechnik am größten Flughafen in NRW sollte für alle Beteiligten eine Top-Priorität sein.
Luftverkehrssteuer: Schritt in die richtige Richtung – aber nicht genug
Lars Redeligx adressierte die von der Bundesregierung angekündigte Rücknahme der letzten Erhöhung der Luftverkehrssteuer und wertete dies als wichtiges Signal. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit seien jedoch weitere Schritte erforderlich. Von zwei Milliarden Euro Zusatzbelastung des deutschen Luftverkehrs im Vergleich zum europäischen Durchschnitt verbleiben mit der beschlossenen Absenkung immer noch 1,6 Milliarden Euro. “Es braucht daher weitere Entlastungen – bei Steuern und Gebühren sowie durch Bürokratieabbau – damit Flugzeuge nicht vorrangig in anderen europäischen Ländern stationiert werden, sondern in gleichem Maße auch in Deutschland”, erläuterte Redeligx.
Dabei ordnete er die Rolle des Luftverkehrs auch vor dem Hintergrund aktueller weltpolitischer Entwicklungen ein: “Wir leben in herausfordernden Zeiten. Der Übergang zu einer multipolaren Weltordnung geht mit Spannungen und der Verschiebung von Machtgefügen einher.” Wenn man an das Nachkriegseuropa denke, entstehe Frieden nicht nur durch Verträge und Handelsabkommen, sondern auch durch Mobilität, Kontakte und Austausch. “Deswegen ist Luftverkehr mehr als ein Wirtschaftsfaktor. Er steht für die Verbindung und den Austausch zwischen Menschen und Kulturen und hält Gesprächskanäle offen. Und das heißt für uns: Jetzt erst recht!”
Smartes Wachstum innerhalb genehmigter Kapazität
Für einen erfolgreichen Flughafen braucht es auch eine passende Betriebsgenehmigung. Um die Funktionalität und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu sichern, die rund 20.000 Arbeitsplätze zu erhalten und die Konnektivität der Region zu stärken, hat der Airport im Dezember einen Anpassungsantrag für das laufende Planfeststellungsverfahren eingereicht.
Beide Geschäftsführer betonten, dass der Flughafen keine neue Start- und Landebahn und kein neues Terminal baue. Die vorhandene Infrastruktur solle im Rahmen der heute genehmigten Kapazität nur besser und flexibler genutzt werden. Der Airport setzt auf smartes Wachstum und bringt Betrieb und Wachstum bestmöglich mit dem Schutz der Anwohner und der Umwelt in Einklang.
Foto: Flughafen