Neue Podcastfolge: Tarifrunde im Groß- und Außenhandel NRW startet

Hauptgeschäftsführer RA Michael Grütering; Foto: Frank Wiedemeier

(ud/cs) Mit dem Verhandlungsauftakt in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen startet am 17. April die Tarifrunde 2026 im Groß- und Außenhandel. Die Entgelttarifverhandlungen finden in einem äußerst schwierigen wirtschaftlichen Umfeld und vor dem Hintergrund eines Beschäftigungsrückgangs in der Branche statt. Dazu gibt es auch eine neue Podcast-Folge der „Düsseldorfer Wirtschaft“ (hier bitte klicken) mit Hauptgeschäftsführer RA Michael Grütering (Foto).

Unbeeindruckt davon fordert die Gewerkschaft ver.di auch in diesem Jahr je nach Tarifgebiet wieder Entgelterhöhungen von 7 % und mehr. Dabei zeigt sich eine große Bandbreite von reinen prozentualen Forderungen über einen Mix aus Prozenten verbunden mit Mindestbeträgen bis hin zu reinen Festbetragsanhebungen.

So fordert ver.di in Bayern 7 % mehr Entgelt. In anderen Tarifgebieten sind es auch 7 %, aber verbunden mit einer Mindestanhebung um 220 Euro (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) oder um 250 Euro (Baden-Württemberg, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen). In den unteren Entgeltgruppen bedeutet das teilweise eine Erhöhung um mehr als 10 %. In Berlin und Brandenburg verlangt die Gewerkschaft pauschal 220 Euro mehr, in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein 225 Euro sowie in Hessen und Rheinland-Pfalz 250 Euro. Die Ausbildungsvergütungen sollen in den meisten Tarifgebieten um 150 Euro steigen, in Berlin und Brandenburg um 200 Euro.

Weitere erste regionale Verhandlungsrunden stehen am 20. April in Hamburg, am 27. April in Rheinland-Rheinhessen, am 29. April in Bayern, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sowie am 30. April in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen an. Danach folgen am 4. Mai Hessen und am 8. Mai Niedersachsen.

Wechsel an der Spitze von Mitsubishi Electric

Neuer Präsident der deutschen Niederlassung: Mario Poltronieri – Bild: Mitsubishi Electric

(ud) Unser Mitglied Mitsubishi Electric Europe B.V., Niederlassung Deutschland, in Ratingen gibt einen Wechsel in der Unternehmensführung bekannt: Mario Poltronieri übernahm, wie erst heute (15.04.) bekannt wurde, zum 1. April 2026 die Funktion des Präsidenten der deutschen Niederlassung. Er folgt damit auf Andreas Wagner, der zeitgleich die Leitung der italienischen Niederlassung von Mitsubishi Electric übernahm.

Mario Poltronieri war bislang Präsident der italienischen Niederlassung und bringt umfangreiche internationale Führungserfahrung innerhalb des Konzerns mit. Unter seiner Führung hat sich die italienische Niederlassung erfolgreich strategisch weiterentwickelt und ihre Stellung in bedeutenden Zukunftsmärkten ausgebaut. Mit seinem Wechsel nach Deutschland setzt Mitsubishi Electric auf Kontinuität und internationale Vernetzung innerhalb der europäischen Organisation.

„Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe in Deutschland – einem der wichtigsten Märkte für Mitsubishi Electric in Europa“, erklärt Mario Poltronieri. „Gemeinsam mit unserem Team möchte ich den Wachstumskurs fortsetzen, unsere Rolle als technologischer Impulsgeber weiter ausbauen und unseren Kunden innovative Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft bieten.“

Mitsubishi Electric Deutschland bleibt damit ein wesentlicher Eckpfeiler der europäischen Organisation – mit Fokus auf Heiz-, Kälte- und Klimatechnologie, Automatisierung, Energie sowie Halbleiter-, Mobilitäts- und Gebäudetechnologie.

Wenn Bücher lebendig werden: Düsseldorfs großes Lesefest lädt im November zum Mitmachen ein

Sehr beliebt in unseren Schulen: der Lesezeichen-Wettbewerb.

(cs) Wenn sich in Düsseldorf alles ums Lesen dreht, Geschichten lebendig werden und Kinder selbst zu Erzählerinnen und Erzählern werden, dann ist wieder Lesefest-Zeit. Schon jetzt, Monate im Voraus, wirft das 18. Düsseldorfer Lesefest (16.- 23.11.2026) seine Schatten voraus – und die Vorfreude wächst.

Unter der Leitung von Christina Moeser von der Stiftung Pro Ausbildung entsteht derzeit ein vielseitiges Programm, das einmal mehr zeigen will: Lesen ist weit mehr als das stille Umblättern von Seiten.

Geschichten zum Mitmachen

Zu den besonderen Merkmalen des Lesefests zählen die sogenannten partizipativen Lesungen – ein Ansatz, der das klassische Vorlesen neu denkt. „Partizipativ“ bedeutet hier: Kinder hören nicht nur zu, sie werden aktiv Teil der Geschichte. Sie lesen selbst Passagen, beantworten Fragen, raten mit, entwickeln eigene Ideen weiter oder gestalten im Anschluss kreative Ergebnisse.

Gerade für Grundschulkinder ist dieser Zugang entscheidend. Denn wer selbst Teil einer Geschichte wird, entwickelt oft ganz nebenbei Freude am Lesen – und verliert die Scheu vor Büchern.

Kino wird zum Leseort

Ein Höhepunkt des kommenden Lesefests ist eine große Veranstaltung im Kino: Im UCI Kino Düsseldorf wird Martin Baltscheit aus seinem bekannten Kinderbuch Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte lesen.

Doch auch hier bleibt es nicht beim Zuhören: Die Kinder werden eingebunden, lesen mit, rätseln gemeinsam und werden anschließend selbst kreativ. So verwandelt sich der Kinosaal in einen interaktiven Erlebnisraum – irgendwo zwischen Literatur, Theater und Workshop.

Mehr als 60 Veranstaltungen geplant

Insgesamt ist ein umfangreiches Programm mit über 60 Lesungen, Workshops und interaktiven Formaten geplant. Es richtet sich bewusst an ein breites Publikum: Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene sollen gleichermaßen angesprochen werden.

Ein besonderer Fixpunkt ist traditionell der bundesweite Vorlesetag, bei dem zahlreiche ehrenamtliche Vorleserinnen und Vorleser – darunter auch bekannte Persönlichkeiten – in ganz Düsseldorf Geschichten zum Leben erwecken.

Warum Lesen so wichtig ist

Hinter all dem steht ein klares Ziel: Kinder und Jugendliche für das Lesen zu begeistern. Denn Lesen ist eine Schlüsselkompetenz – weit über die Schule hinaus.

Studien, etwa von der Stiftung Lesen, zeigen: Regelmäßiges Lesen kann das Sprachverständnis deutlich verbessern. Wer viel liest, kann komplexe Inhalte besser erfassen, Zusammenhänge erkennen und Informationen kritisch einordnen.

Doch die Wirkung geht noch weiter. Lesen stärkt auch Empathie und Selbstreflexion. Geschichten ermöglichen Perspektivwechsel, fördern das Verständnis für andere Lebenswelten und helfen, eigene Emotionen besser einzuordnen – Fähigkeiten, die in einer zunehmend komplexen Welt immer wichtiger werden.

Ein starkes Netzwerk im Hintergrund

Dass das Lesefest Jahr für Jahr Tausende Menschen erreicht, ist vor allem dem Engagement vieler Beteiligter zu verdanken. Organisiert wird es von der Düsseldorfer Lesebande, einer Initiative der Stiftung Pro Ausbildung.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2007 hat sich die Lesebande zum größten lokalen Lesenetzwerk in Nordrhein-Westfalen entwickelt. Ihr Ziel: Lesekompetenz und Leselust fördern – in Kitas, Schulen, Familienzentren und darüber hinaus.

Unterstützt wird das Lesefest von zahlreichen Partnern und Förderern, darunter das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, die Haubrich Stiftung und die Sparkassen Stiftung.

Auch sportliche und mediale Partner wie Fortuna Düsseldorf, Borussia Düsseldorf und Antenne Düsseldorf bringen sich ein – etwa mit eigenen Aktionen oder als Vorlesepaten.

Ein Fest mit Wirkung

Das Düsseldorfer Lesefest ist längst mehr als eine Veranstaltungsreihe. Es ist ein gemeinsames Projekt einer ganzen Stadt – getragen von Ehrenamt, Institutionen und der Überzeugung, dass Lesen Türen öffnet.

Oder anders gesagt: Wer liest, lernt nicht nur Wörter. Sondern die Welt zu verstehen.

zdi: Erfolgreich ins Jahr 2026

Foto: Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, mit unserem zdi-Team Düsseldorf unserer Stiftung Pro Ausbildung. Foto: zdi NRW

(cs) Die Zahlen steigen, die Projekte werden vielfältiger: Bei der jüngsten Lenkungsgruppensitzung des zdi-Netzwerks in Düsseldorf, ein Projekt unserer Stiftung, wurde deutlich: Die Arbeit wächst!

Mehr Jugendliche erreicht – aber weniger Partner

Rund 4.000 Schüler:innen hat das zdi-Netzwerk im Jahr 2025 erreicht – ein deutlicher Anstieg gegenüber 3.500 im Vorjahr. Auch die Zahl der Workshops kletterte auf 227. Hinter diesen Zahlen steckt ein dichtes Netzwerk aus Schulen, externen Partnern und Dozent:innen, das Jugendlichen praxisnah Einblicke in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik bietet, denn: Kooperationen mit Unternehmen und Institutionen gelten als Rückgrat der praxisorientierten Bildungsarbeit.

Lernen mit Virtual Reality und Energiewende

Inhaltlich setzt das Netzwerk verstärkt auf aktuelle Themen. Neue Workshopformate wie „Green Reality“ mit Virtual-Reality-Technik oder Projekte zur Energiewende zeigen, wohin die Reise geht. Auch kreative Ansätze – etwa „Du bist, was Du siehst“ oder „Last of us“ – sollen Jugendliche stärker ansprechen.

Auffällig: Die Projekte bleiben nicht theoretisch. Statt Frontalunterricht dominieren Teamarbeit, agile Methoden und praktische Anwendungen. Ziel ist es, Kompetenzen zu vermitteln, die über reines Fachwissen hinausgehen.

Fokus auf benachteiligte Gruppen

Ein zentrales Projekt ist „Zukunft stärken – Mit MINT Chancen verbessern“, gefördert vom Land Nordrhein-Westfalen. Hier richtet sich der Blick gezielt auf sogenannte „Easy-to-Ignore-Gruppen“ – Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen.

Mit Workshops, AGs und Ferienprogrammen will man gerade Grundschüler:innen früh erreichen. Erste Erfolge sind sichtbar: Kooperationen mit sieben Schulen laufen bereits, weitere sollen folgen. Auch der Ausbau des offenen Ganztags spielt eine wichtige Rolle.

Ferienprogramme

Beliebt bleibt auch die „Adventure School“, die allerdings aus Gründen der Ressourcen reduziert wird auf insgesamt drei Wochen in den Sommerferien. Andere Bereiche gewinnen an Bedeutung. Das Projekt „Zukunft stärken“ wird deutlich aufgestockt, und auch neue Initiativen erhalten Mittel.

Coding trifft Musik: Neues Projekt „AlgoRhythmus“

Ein Beispiel dafür ist das neue Projekt „AlgoRhythmus“. Hier sollen Schüler:innen der Klassen 5 und 6 über Musik ans Programmieren herangeführt werden. Gemeinsam mit Partnern aus Hochschule, Wirtschaft und Kultur entsteht ein Ansatz, der technische und kreative Bildung verbindet.

Die Idee dahinter: niedrigschwellige Zugänge schaffen. Wenn Jugendliche über Musik erste Coding-Erfahrungen sammeln, sinkt die Hemmschwelle gegenüber technischen Themen.

Berufsorientierung rückt stärker in den Fokus

Neben der klassischen Bildungsarbeit gewinnt ein weiteres Ziel an Gewicht: die Fachkräftesicherung. Projekte wie geplante Messebesuche oder auch das Programm „Azubi+“ sollen Jugendlichen konkrete Einblicke in Ausbildungsberufe geben.

Gerade das Handwerk rückt stärker in den Fokus. Kooperationen mit Betrieben sind ausdrücklich erwünscht – auch, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Auf Wachstumskurs mit offenen Baustellen

Das zdi-Netzwerk Düsseldorf zeigt, wie moderne MINT-Förderung aussehen kann: praxisnah, vernetzt und zunehmend zielgruppenspezifisch. Die steigenden Teilnehmerzahlen bestätigen den Bedarf.

Doch gleichzeitig wird deutlich: Wachstum bringt neue Anforderungen mit sich. Mehr Kooperationen, stabile Finanzierung und langfristige Strukturen sind und bleiben entscheidend für nachhaltige Bildungsangebote.

Neue Energiezentrale in Düsseldorf in Betrieb genommen – Abwärme wird zur Wärmequelle für Tausende Haushalte

Julien Mounier, CEO der Stadtwerke Düsseldorf, Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, Henkel-CEO Carsten Knobel, NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, Henkel-Standortleiter Dr. Daniel Kleine. Foto: Christoph Sochart

(cs) Mit einem symbolträchtigen Schritt in Richtung klimafreundlicher Energieversorgung (700 qm) ist am Montag in Düsseldorf-Holthausen eine neue Energiezentrale offiziell in Betrieb genommen worden. Gemeinsam gaben Carsten Knobel, Mona Neubaur, Stephan Keller, Julien Mounier sowie Daniel Kleine den Startschuss für das Großprojekt. Die innovative Energiezentrale gehört deutschlandweit zu den Vorreiter-Projekten ihrer Art.


Henkel-CEO Carsten Knobel: „Dieses Projekt ist innovativ und nachhaltig – und ein starkes Beispiel dafür, was möglich wird, wenn Industrie und öffentliche Hand zusammenarbeiten. Wir sind eines der ersten Industrieunternehmen in Deutschland, das industrielle Abwärme in ein öffentliches Netz einspeist. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit und unterstützen die Landeshauptstadt bei der Reduktion von CO₂-Emissionen. Unsere Zusammenarbeit zeigt, wie viel Energie – im wahrsten Sinne des Wortes – in einer starken Partnerschaft steckt. Mein Dank gilt dem gesamten Projektteam, das diese Idee zu einem Erfolg gemacht hat.“


Im Zentrum der Anlage steht ein imposanter, 51 Meter hoher Stahlkamin – 56 Tonnen schwer und mit einem Durchmesser von 3,60 Metern. Doch seine Bedeutung geht weit über seine Maße hinaus: Der Turm steht sinnbildlich für den Wandel eines traditionsreichen Industriestandorts. Wo sich früher das Kohlelager des Konsumgüterkonzerns Henkel befand, markiert er heute den Übergang in eine klimafreundlichere Zukunft. Bereits 2024 hatte Henkel die Nutzung von Kohle vollständig beendet.

Julien Mounier, Vorstands­vorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf, und Dr. Daniel Kleine, Henkel President Germany und Standort­leiter Düsseldorf (v.r). Foto: Christoph Sochart

Abwärme wird zur Ressource

Kern des Projekts ist eine Kooperation zwischen Henkel und Stadtwerke Düsseldorf, die in dieser Form bislang einzigartig in der Landeshauptstadt ist. Industrielle Abwärme, die bislang ungenutzt blieb, wird künftig aufbereitet und in das Fernwärmenetz eingespeist. Haushalte im Düsseldorfer Süden – insbesondere in den Stadtteilen Garath und Benrath – profitieren direkt davon.


Julien Mounier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf: „Solch ein komplexes Projekt gelingt nur mit starken Partnern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Unser Dank geht deshalb an Henkel, die Landeshauptstadt und das NRW-Wirtschaftsministerium, das die entscheidenden Fördermittel zur Verfügung gestellt hat. In der Zusammenarbeit zwischen kommunalem Versorger und Industrie liegt erhebliches Potenzial, denn alles, was in unsicheren Zeiten die Abhängigkeit von Importen reduziert, stärkt den Wirtschaftsstandort und die Versorgungssicherheit in unserer Region.“


Für die Stadtwerke Düsseldorf ist die Wiederverwendung der Kamin-Abwärme ein wichtiger Schritt zur weiteren Dekarbonisierung der Fernwärme. Bis zu 35 Prozent der Fernwärme in diesen Gebieten sollen künftig aus der Abwärme des Henkel-Kraftwerks stammen. Für die Stadtwerke bedeutet das einen erheblich geringeren Einsatz von Erdgas. Gleichzeitig sinken die CO₂-Emissionen der Stadt um rund 6.500 Tonnen jährlich.

Ein erhöhter Blick auf die neue Energiezentrale. Foto: Christoph Sochart

Starkes Bündnis für den Klimaschutz

Für Julien Mounier ist das Projekt ein Beispiel gelungener Zusammenarbeit: Ohne die enge Kooperation zwischen Industrie, kommunalen Unternehmen und Politik wäre ein Vorhaben dieser Größenordnung kaum realisierbar gewesen. Auch die Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen spielte eine entscheidende Rolle. Gefördert wurde das Projekt über das Programm „progres.nrw – Wärme- und Kältenetzsysteme“.


Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Statt Abwärme aus der Produktion einfach verpuffen zu lassen, zeigt die Kooperation von Industrie und Energiewirtschaft, wie wir uns Schritt für Schritt aus der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen befreien können. Das Ergebnis ist ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort und ein wichtiger Beitrag für die Versorgungssicherheit.“


NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur betonte vor Ort die Bedeutung solcher Initiativen für die Energiewende: Industrielle Abwärme sei ein bislang oft unterschätztes Potenzial auf dem Weg zur Dekarbonisierung.

Teil einer größeren Strategie

Henkel verfolgt ambitionierte Nachhaltigkeitsziele. Wie Standortleiter Daniel Kleine erklärte, konnte Henkel seine CO₂-Emissionen am Düsseldorfer Standort in den vergangenen fünf Jahren bereits um rund 73 Prozent reduzieren. Die neue Energiezentrale sei ein weiterer Meilenstein auf diesem Weg.


Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller würdigt die Gemeinschaftsleistung: „Diese Kooperation zeigt, wie stark und innovativ Düsseldorfs Wirtschaft ist. Henkel feiert in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag, die Stadtwerke Düsseldorf das 160. Jahr ihres Bestehens. Und gemeinsam bringen diese Traditionsunternehmen heute ein Projekt an den Start, das weit über die Stadtgrenzen hinaus Bedeutung hat. Das ist nicht nur ein erstklassiger Beitrag für das Düsseldorfer Klima, das ist auch ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Düsseldorf.“


Auch Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller sieht in dem Projekt eine Blaupause für andere Städte und Unternehmen: Die intelligente Nutzung vorhandener Ressourcen könne ein entscheidender Hebel für den kommunalen Klimaschutz sein.

Signalwirkung über Düsseldorf hinaus

Mit der Einspeisung industrieller Abwärme in ein städtisches Wärmenetz betritt Henkel Neuland – und setzt ein Signal für die gesamte Industrie. Das Projekt zeigt, wie ungenutzte Energiequellen erschlossen und in nachhaltige Versorgungssysteme integriert werden können.

Der neue Kamin in Holthausen ist damit nicht nur ein technisches Bauwerk, sondern ein sichtbares Zeichen für den Strukturwandel: weg von fossilen Energieträgern – hin zu einer effizienteren und klimafreundlicheren Energiezukunft.

So berichtet Henkel!

Julien Mounier, Vorstands­vorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf, und Dr. Daniel Kleine, Henkel President Germany und Standort­leiter Düsseldorf, vor dem neuen Kamin (v.l.). Foto: Henkel

Ausbildungsanstrengungen jetzt stärken: Unser Hauptgeschäftsführer wirbt für noch mehr Engagement der Unternehmen

Hauptgeschäftsführer RA Michael Grütering; Foto: Frank Wiedemeier

(cs) Zur Halbzeit des Ausbildungsjahres 2026 zeigt sich auf dem Ausbildungsmarkt in Düsseldorf ein widersprüchliches Bild: Während sich mehr Jugendliche für eine betriebliche Ausbildung interessieren, geht die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen deutlich zurück. Vertreter von Arbeitsagentur und Wirtschaft sehen Handlungsbedarf – und richten einen klaren Appell an die Unternehmen.

Zwischen Oktober 2025 und März 2026 meldeten sich 2.562 junge Menschen bei der Berufsberatung als Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Das entspricht einem Anstieg von 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach Einschätzung der Arbeitsagentur gewinnt die duale Ausbildung damit wieder an Attraktivität.

Auffällig ist dabei auch eine Veränderung in der Bewerberstruktur: Zunehmend interessieren sich Jugendliche mit Fach- oder Hochschulabschluss für eine klassische Berufsausbildung. Gleichzeitig wächst der Anteil junger Menschen mit ausländischem Pass. Für die Verantwortlichen ist das ein Zeichen dafür, dass die betriebliche Ausbildung breiter wahrgenommen wird als noch in den Jahren zuvor.

Dem steigenden Interesse steht jedoch ein rückläufiges Angebot gegenüber. Bis Ende März wurden lediglich 2.447 Ausbildungsstellen gemeldet – ein Minus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein Teil dieses Rückgangs ist zwar statistisch bedingt, dennoch bleibt die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage erheblich.

Als Ursachen nennen Experten vor allem die angespannte wirtschaftliche Lage und die damit verbundene Zurückhaltung vieler Betriebe. Unternehmen zögern angesichts unsicherer Konjunkturaussichten, neue Ausbildungsverhältnisse einzugehen. Diese Entwicklung passt zum landesweiten Trend in Nordrhein-Westfalen, wo sich der Arbeitsmarkt zwar zuletzt leicht belebt hat, jedoch weiterhin auf niedrigem Niveau bewegt.

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen sehen die Institutionen Chancen, das sogenannte „Delta“ bis zum Ausbildungsstart im September zu verringern. Ein zentraler Hebel ist die intensivere Ansprache von Unternehmen. Die Arbeitsagentur empfiehlt, offene Ausbildungsstellen frühzeitig zu melden und die Unterstützung der Vermittlungsdienste stärker zu nutzen. Spezielle Bewerbertage, die passgenau auf Branchen und Betriebe zugeschnitten sind, hätten sich bereits als erfolgreich erwiesen.

Zudem spielt die demografische Entwicklung eine entscheidende Rolle: In den kommenden Jahren werden viele Fachkräfte der geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand gehen. Ohne ausreichenden Nachwuchs drohen den Unternehmen spürbare Engpässe.

Vor diesem Hintergrund richtet sich ein eindringlicher Appell aus der Wirtschaft an die Betriebe. Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerschaft Düsseldorf, bittet die Betriebe, die sich bereits stark in der Ausbildung engagieren: „Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten ist es entscheidend, in die Fachkräfte von morgen zu investieren. Unternehmen sollten ihre Ausbildungsaktivitäten mindestens stabil halten – und wenn möglich sogar ausbauen. Nur so lässt sich die Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern.“

Warum Deutschlands Erfolgsmodell jetzt ins Wanken gerät

Jahresdurchschnittliche reale Veränderung der globalen Wirtschaftsleistung und der deutschen Warenexporte in Prozent

(cs) Jahrzehntelang war Deutschland ein Paradebeispiel für die Gewinner der Globalisierung. Offene Märkte, stabile Lieferketten und eine wachsende Weltwirtschaft sorgten dafür, dass „Made in Germany“ rund um den Globus gefragt war. Doch dieses Erfolgsmodell steht heute vor einer seiner größten Herausforderungen, informiert uns das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln.

Abschied von der alten Globalisierungslogik

Mit Export- und Importquoten von jeweils rund 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zählt Deutschland zu den am stärksten verflochtenen Volkswirtschaften weltweit. Der Wohlstand des Landes hängt damit direkt an offenen Märkten und einer lebendigen globalen Nachfrage.

Doch genau dieses Fundament beginnt zu bröckeln. Während in den 1980er- bis 2000er-Jahren der Welthandel schneller wuchs als die globale Wirtschaftsleistung, hat sich dieses Verhältnis inzwischen umgekehrt. Ökonomen sprechen von einer Deglobalisierung: Staaten setzen wieder stärker auf nationale Produktion, strategische Unabhängigkeit und kürzere Lieferketten.

Für Deutschland ist das eine schlechte Nachricht.

Exporte verlieren den Anschluss

Besonders alarmierend: Ein lange verlässliches Muster funktioniert nicht mehr. Über Jahrzehnte entwickelten sich deutsche Exporte im Gleichklang mit der weltweiten Nachfrage. Doch seit 2022 ist diese Verbindung gestört.

Obwohl die globalen Importe leicht wachsen, gehen die deutschen Ausfuhren zurück. Das ist ein deutliches Warnsignal – und hat mehrere Ursachen.

China zieht davon

Ein zentraler Faktor ist die Verschiebung der globalen Produktionsstrukturen. Deutschlands Anteil an der weltweiten Industrieproduktion ist auf rund fünf Prozent gesunken – etwa halb so viel wie in den 1990er-Jahren.

Gleichzeitig hat sich China zur dominierenden Industrienation entwickelt: Rund 30 Prozent der globalen Industrieproduktion entfallen inzwischen auf die Volksrepublik. Insgesamt wird etwa die Hälfte aller Industriegüter in Asien hergestellt.

Für deutsche Unternehmen bedeutet das: Mehr Konkurrenz, weniger Marktanteile.

Hohe Kosten bremsen die Wettbewerbsfähigkeit

Ein weiteres Problem sind die hohen Standortkosten. Deutschland zählt bei Arbeits-, Energie- und Steuerkosten zu den teuersten Industriestandorten weltweit. Zwar ist die Produktivität hoch, doch sie reicht oft nicht aus, um diese Kosten vollständig auszugleichen.

Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland bei den Kostenbedingungen entsprechend schlecht ab – ein klarer Wettbewerbsnachteil im globalen Wettbewerb.

Neue Handelsblöcke entstehen

Hinzu kommt eine zunehmende geopolitische Fragmentierung. Handelsbeziehungen orientieren sich immer stärker an politischen Interessen. Länder bilden wirtschaftliche Allianzen, während Spannungen zwischen großen Machtblöcken zunehmen.

Das trifft auch Deutschland: Der Handel mit geopolitisch „entfernteren“ Staaten geht zurück. Zwar gewinnt der Austausch innerhalb der EU an Bedeutung, doch er kann die Verluste bislang nicht kompensieren.

Ein Modell auf dem Prüfstand

Deutschland steht damit vor einem strukturellen Wandel. Das exportgetriebene Wachstumsmodell, das über Jahrzehnte Wohlstand gesichert hat, gerät zunehmend unter Druck.

Die entscheidende Frage lautet nun: Wie kann sich die deutsche Wirtschaft an eine Welt anpassen, in der Globalisierung nicht mehr selbstverständlich ist?

Klar ist: Ohne Reformen bei Kosten, Innovation und internationalen Handelsstrategien dürfte es für die Exportnation Deutschland schwierig werden, an vergangene Erfolge anzuknüpfen.

Quelle: IW Köln

STAU-ALARM NACH OSTERFERIEN! Rheinufertunnel dicht – jetzt droht der Verkehrs-Kollaps

Klaus Marliani, Sachgebietsleiter im Amt für Brücken-, Tunnel- und Stadtbahnbau (links), und Holger Odenthal, stellvertretender Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement, haben über den Fortschritt der Arbeiten im Rheinufertunnel informiert. Foto: Meike Schrömbgens

(cs) Noch läuft alles halbwegs glatt. Doch die Ruhe ist trügerisch! Seit der Vollsperrung des Rheinufertunnels hat der Verkehr den ersten Stresstest überraschend gut überstanden. Aber: Ab Montag wird’s ernst! Mit dem Ende der Osterferien rollt die große Blechlawine zurück auf Düsseldorfs Straßen – und dann droht das Chaos.

Pendler, Lkw & Geschäftsreisende besonders betroffen

Vor allem Berufspendler, die Logistikbranche und Geschäftsreisende müssen sich auf massive Verzögerungen einstellen. Schon jetzt kommt es punktuell zu stockendem Verkehr. Die Stadt reagiert – Ampeln wurden bereits nachjustiert, um den Verkehrsfluss zu verbessern.

Doch klar ist: Das reicht nicht!

Verkehrsexperten beobachten die Lage rund um die Uhr. Mit einem speziellen Analyse-System werden täglich neue Problemstellen erkannt. Ziel: schnell reagieren, bevor alles dicht ist.

Stadt warnt: Mehr Zeit einplanen!

Die klare Ansage der Verantwortlichen:
➡️ Mehr Zeit einplanen!
➡️ Auto stehen lassen, wenn möglich!

Busse, Bahnen, Park-&-Ride-Angebote oder sogar das Fahrrad sollen helfen, den drohenden Kollaps zu vermeiden.

Foto: Meike Schrömbgens


Mega-Baustelle unter Hochdruck

Während oben der Verkehr rollt (oder bald steht), wird unten im Tunnel rund um die Uhr geschuftet!

Bis zu 27 Arbeiter gleichzeitig sind im Einsatz – mit schwerem Gerät:
Kräne, Asphaltfräsen, Lkw, Hebebühnen – alles, was die Baustelle hergibt.

Das passiert gerade im Tunnel:

  • Neue Mega-Ventilatoren werden eingebaut – für mehr Sicherheit im Brandfall
  • Rund 900 Lampen werden ersetzt – heller und gleichzeitig energiesparend
  • 33.000 Quadratmeter Asphalt werden komplett erneuert
  • Wichtige Elektro- und Steuertechnik wird modernisiert

Besonders spektakulär: Riesige Ventilator-Teile wurden per Kran durch eine enge Luke in den Tunnel gehievt!

11 Gewerke im Einsatz

Von Elektrikern über Asphaltbauer bis hin zu Spezialisten für Tunneltechnik – insgesamt elf verschiedene Fachbereichearbeiten Hand in Hand.

Projektleiter Klaus Marliani sagt:
„Die Koordination so vieler Firmen ist eine echte Herausforderung.“


Millionen-Projekt für mehr Sicherheit

Allein die neuen Ventilatoren kosten rund 4,5 Millionen Euro. Sie sind nötig, um das Sicherheitskonzept für den Brandfall zu verbessern.

Wer kann, sollte den Rheinufertunnel großräumig umfahren oder gleich auf Alternativen setzen. Denn eins ist sicher: Die Geduldsprobe für Autofahrer beginnt jetzt erst richtig!

Wochen-Chaos auf Düsseldorfs wichtigster Pendler-Autobahn

Symbolfoto: Christoph Sochart

(cs) Alarm für Hunderttausende Berufspendler und Spediteure in der Rheinmetropole! Die A44 zwischen Autobahnkreuz Düsseldorf-Nord und der Anschlussstelle Flughafen wird in den kommenden Wochen zur Geduldsprobe – mit einem Albtraum-Finale im Juni.

Die Hiobsbotschaft: Die Fahrbahn muss dringend saniert werden. Eine neue Deckschicht muss her, die Verkehrsführung wird komplett umgebaut. Und das bedeutet: Stau, Umleitung, Nerven – über Wochen.
DAS DROHT:
🔴 13.–16. April: Nachts kurze Sperrungen an der Anschlussstelle Flughafen. Schichtarbeiter und Frühpendler aufgepasst!
🔴 18. April, 11 Uhr – 19. April, 23 Uhr: Rampen Richtung „Abflug”/Lichtenbroich dicht. Fast 36 Stunden lang! Lkw und Lieferdienste müssen kilometerlange Umwege fahren.
🔴 29.–31. Mai: Ausfahrt Düsseldorf-Lichtenbroich gesperrt. Kein Durchkommen!
🔴 11. Juni, 21 Uhr – 15. Juni, 3 Uhr: TOTALE VOLLSPERRUNG. Vier Tage Stillstand. Der Verkehr wird über A3, A46, A57, A42 und A40 umgeleitet. Das Stau-Netz zieht sich durch die halbe Region.
WER LEIDET AM MEISTEN?
Besonders hart trifft es Logistik-Unternehmen und Spediteure – jede Umleitung kostet Zeit, Diesel und damit bares Geld. Und die Pendler aus dem Rhein-Kreis Neuss und dem Niederrhein, die täglich auf dieser Strecke Richtung Düsseldorf unterwegs sind: Für sie gibt es schlicht keine gute Alternative.
Der Flughafen Düsseldorf bleibt während der Vollsperrung nur über die A44 Richtung Essen ab dem Autobahnkreuz Meerbusch erreichbar.  Wer einen Flieger nehmen muss, sollte dies im Blick behalten.
Unser Rat: im Juni am besten Urlaub nehmen. 😤
Die Autobahn GmbH verspricht: Danach wird’s besser. Versprochen.

Netzwerk bedeutet Verantwortung – und genau dafür steht auch unser Arbeitgeberverband

(cs) In der vergangenen Woche haben die Geschäftsführer unserer Mitgliedsunternehmen an einer Schulung zur NIS2-Richtlinie teilgenommen. Angesichts steigender Anforderungen an die IT-Sicherheit ist dieses Thema längst zu einem unverzichtbaren Bestandteil unternehmerischer Verantwortung geworden.

Auch wenn wir diesen Bereich nicht selbst als Dienstleistung abdecken, zeigt sich hier die Stärke unseres Netzwerks: Unser Mitgliedsunternehmen SCALTEL hat die Schulung übernommen und an zwei Tagen rund 40 Geschäftsleitungen umfassend informiert und sensibilisiert.

Wir bedanken uns herzlich für diesen wertvollen Beitrag und die vertrauensvolle Zusammenarbeit – ein starkes Beispiel dafür, wie wir gemeinsam Verantwortung übernehmen.