Neuer Henkel-Podcast: Wie passen Umweltschutz und erneuerbare Energien zusammen?

„Windräder liefern Energie, doch bedrohen die Vögel“, so lautet der Vorwurf vieler Naturschützenden. Doch gefährdet der Ausbau erneuerbarer Energien wirklich die Tierwelt? Und wie löst man solche Debatten? Das Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE) hilft mit innovativen Ideen, zielgerichteten Dialogen und mutigen Umsetzungen die Interessen mehrerer Anspruchsgruppen zur Energiewende zu vereinen.
In dieser Folge des Henkel-Podcast „Fritz for future“ spricht Janine mit Dr. Julia Wiehe und Tina Bär, Mitarbeiterinnen im Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE), darüber, wie die Energiewende auf allen Ebenen gelingen kann und geht dabei auf Solarpanels in Mooren und die Integration von Kommunen ein.

Link zur Folge: https://fritzforfuture.podigee.io/76-new-episode

Dr. Christian Adolphs wird neuer Klinikgeschäftsführer

Dr. Christian Adolphs tritt die Nachfolge von Emre Nazli an. Foto: Schön Kliniken

Die Schön Klinik Düsseldorf steht ab sofort unter neuer Führung: Dr. Christian Adolphs tritt die Nachfolge von Emre Nazli an, der die Schön Klinik Gruppe aus familiären Gründen verlassen hat.

Adolphs hatte zuletzt die Kaufmännische Leitung des St. Josephs Hospital Hilden inne und war zuvor bei der St. Augustinus Gruppe in verschiedenen leitenden Positionen tätig (u. a. Strategische Planung und Geschäftsfeldentwicklung). Der 36-jährige Essener wird das einzige linksrheinische Krankenhaus der Stadt medizinisch und strukturell weiterentwickeln und zukunftssicher aufstellen – auch im Hinblick auf die anstehende Krankenhausreform.

Der promovierte Betriebswirt freut sich auf die neue Aufgabe als Klinikgeschäftsführer: „Die Schön Klinik Düsseldorf ist ein Grund- und Regelversorger, der auf höchstem medizinischen Niveau agiert und einen hohen Stellenwert für die Region hat. Neben der Einhaltung fachlicher Standards und der exzellenten Betreuung von Patientinnen und Patienten ist mir der kollegiale Zusammenhalt besonders wichtig. Ich denke, dass die Klinik aufgrund Ihrer Größe die besten Voraussetzungen hierfür bietet.“ Zudem, betont Adolphs, sei es ihm ein Anliegen, die Schön Klinik Düsseldorf in allen Bereichen zukunftssicher aufzustellen: „Dazu gehören neben den Voraussetzungen für den anstehenden Krankenhausplan auch die Themen Personalgewinnung und Personalerhaltung. Als gebürtiger Essener weiß ich, wie wichtig das Zwischenmenschliche in dieser Gegend ist – das gilt natürlich nicht nur für das Ruhrgebiet, sondern auch für das Rheinland.“

„Wir sind sehr froh darüber, mit Herrn Dr. Adolphs einen so qualifizierten Nachfolger für Emre Nazli gefunden zu haben, der zum einen die Krankenhauslandschaft und zum anderen die Region sehr gut kennt“, so André Trumpp, Chief Operating Officer (COO) der Schön Klinik Gruppe. „Herr Dr. Adolphs verfügt über eine breite Expertise im Klinikbereich und wird das einzige linksrheinische Krankenhaus der Stadt Düsseldorf mit viel Engagement leiten. Wir wünschen ihm einen guten Start und viel Erfolg bei allen anstehenden Projekten“, ergänzt Trumpp.

Über die Schön Klinik Düsseldorf

Die Schön Klinik Düsseldorf ist auf Erkrankungen der Gefäße, des Herzens, auf den Bereich HNO, die Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie den gesamten Bewegungsapparat spezialisiert. Die breit gefächerte Orthopädie umfasst die Bereiche Wirbelsäule, Gelenke und Sportmedizin. Die Allgemein- und Viszeralchirurgie ist spezialisiert auf minimalinvasive Eingriffe bei Erkrankungen des Darms, aller weiterer inneren Organe im Bauchraum inklusive Leistenbrüchen und Hernien, auf die Proktologie sowie die onkologische Chirurgie. Das Gefäßzentrum mit den Bereichen Angiologie und Gefäßchirurgie gehört zu den Vorreitern in Deutschland. Im einzigen linksrheinischen Krankenhaus der Stadt Düsseldorf kümmern sich pro Jahr rund 540 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um ca. 12.000 stationäre und 20.000 ambulante Patientinnen und Patienten.

www.schoen-klinik.de/duesseldorf

Jobs, Jobs, Jobs bei der Düsseldorfer Agentur für Arbeit

Ob Job, ein Duales Studium oder ein einjähriges „qualifiziertes“ Praktikum: für 34 junge Menschen beginnt nun eine neue Zeit bei unserer Arbeitsagentur an der Grafenberger Allee.

Die für den Ausbildungsbereich in der Region Düsseldorf verantwortliche Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit, Tavin Lara Turanli, begrüßte die neuen Nachwuchskräfte. „Wir freuen uns, dass so tolle und motivierte Menschen bei uns anfangen. Ich bin mir sicher, dass sie viel frischen Wind mitbringen werden. Unser Ziel ist es, alle Auszubildenden und Studierenden nach erfolgreicher Ausbildung beziehungsweise Studium zu übernehmen.“

Die zwölf Studierenden in den dualen Studiengängen verbringen die ersten Monate an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Mannheim. Danach beginnen die Praxisphasen in Düsseldorf und der Umgebung bei der Arbeitsagentur oder im Jobcenter. Die BA bietet zwei duale Studiengänge an. Bei dem Studium „Arbeitsmarktmanagement“ geht es um die Beratung und Vermittlung von Ausbildungs- und Arbeitsplatzsuchenden.

Der Studiengang „Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung“ befasst sich im Schwerpunkt mit der Berufswahl und der beruflichen Neuorientierung. Die monatliche Ausbildungsvergütung für die Studierenden beträgt 1.820 Euro. Zusätzlich werden Kosten für die auswärtige Unterbringung am Studienort Mannheim erstattet.

Die größte Gruppe der frisch gestarteten Nachwuchskräfte machen auch im Jahr 2023 die Auszubildenden als Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen aus. 20 neue Azubis absolvieren die dreijährige praxisorientierte Ausbildung in den Arbeitsagenturen und Jobcentern in Düsseldorf und Umgebung. Die Berufsschule ist für alle in Düsseldorf. Die Auszubildenden starten mit einer monatlichen Ausbildungsvergütung von monatlich 1.218 Euro. Die Ausbildung kann auch in Teilzeit absolviert werden. Die Arbeitszeiten sind flexibel, 30 Tage Urlaub garantiert. Gerade die Themenvielfalt kommt bei den Jugendlichen gut an.

Lorenzo Dominici hat sich bewusst für eine Ausbildung bei der Bundesagentur für Arbeit entschieden: „Ich finde die Kombination aus Wirtschafts-, Rechts- und sozialen Themen total spannend. Ich habe einen Beruf gesucht, in dem ich Menschen in schwierigen Situationen helfen kann. Daher habe ich mich für die Bundesagentur für Arbeit entschieden.“

Neben den neuen Auszubildenden starten zwei junge Menschen in eine zwölfmonatige Einstiegsqualifizierung (EQ). Bei der Einstiegsqualifizierung handelt es sich um ein Angebot der Arbeitsagentur, das allen Ausbildungsbetrieben zur Verfügung steht. Eine EQ kann auf einen späteren Ausbildungsstart angerechnet werden, was das gemeinsame Ziel ist. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Einstiegsqualifizierungen gemacht“, stellt Tavin Lara Turanli fest. „Ich halte es für eine ausgezeichnete weitere Möglichkeit, Nachwuchskräfte zu gewinnen.“

Tavin Lara Turanli ist davon überzeugt, „dass die neuen Kolleginnen und Kollegen einen ersten Schritt in eine Welt vielfältiger Tätigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten gemacht haben.“ Sie verspricht „eine spannende Zeit mit hervorragenden Aufstiegsperspektiven beim größten Dienstleister am Arbeitsmarkt“.

Interessenten an einer dualen Ausbildung oder einem dualen Studium bei der Agentur für Arbeit finden unter www.arbeitsagentur.de/bakarriere weitere Informationen zur Karriere, freien Stellen und zur Bewerbung bei der BA. Auch die Berufsberatung der Arbeitsagentur informiert gerne über die Einstiegsmöglichkeiten bei der Bundesagentur für Arbeit.

Wärmepumpen-Infotag: erneuerbar, effizient und zukunftssicher heizen

Wer heute seine Immobilie mit einer Wärmepumpe fit für die Zukunft macht, ist unabhängig von fossiler Energie und fühlt sich nachhaltig wohl – denn eine sichere und effiziente Wärmeversorgung erhöht die Lebensqualität. So wird das Zuhause ein entspannter Rückzugsort in herausfordernden Zeiten.

Die Wärmewende und der Klimaschutz sind heute in fast jedem Zuhause ein aktuelles Thema. Stiebel Eltron informiert am Samstag, 21. Oktober, beim Wärmepumpen-Infotag in Oberhausen unter dem Motto »Saturday for Future« darüber, was Eigenheimbesitzer für eine sichere Wärmeversorgung ohne Öl und Gas und eine bessere Klimabilanz tun können.

Private Haushalte können mit Wärmepumpen-Heiztechnik ohne Öl und Gas eine Menge für das Klima tun. Zudem ist die Nutzung von grünem Strom in Kombination mit kostenloser Umweltwärme für die Bereitung von Wärme und Warmwasser ein wichtiger Schritt zu mehr Energiesicherheit und Unabhängigkeit.

Laut dem aktuellen »KfW-Energiewendebarometer 2023« verantworten private Haushalte fast 40 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland. Eine positive Einstellung bei Eigenheimbesitzern zur Transformation ihrer Immobilie ist also ein wichtiger Faktor dafür, Deutschland klimafreundlicher zu machen. Beim Infotag in Oberhausen (Einzugsgebiet Düsseldorf) informiert das Heiztechnikunternehmen Stiebel Eltron über Möglichkeiten für ein nachhaltiges Zuhause mit Energie aus dem eigenen Garten.

Tipps, Kostenschätzung und die Vernetzung zum Fachhandwerker

Zentraler Baustein für ein effizientes Gebäude ist eine Wärmepumpenheizung – Dämmung, neue Fenster oder Photovoltaikanlage sind hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig. Beim Wärmepumpen-Infotag in Oberhausen informiert das Green-Tech-Unternehmen Stiebel Eltron über die klimafreundliche und effiziente Wärmepumpentechnik. Gute Tipps zur Förderung gibt es on Top und auch eine Kosteneinschätzung für ein Sanierungsvorhaben kann schnell am Tisch gerechnet werden. Mit über 45 Jahren Wärmepumpen-Erfahrung ist Stiebel Eltron einer der Pioniere der Branche.

Wärmepumpen-Infotag bei STIEBEL ELTRON in Oberhausen, 21. Oktober 2023, 10.00 Uhr–15.00 Uhr, Max-Planck-Ring 33, 46049 Oberhausen

Die klimafreundliche Wärmepumpen-Heizung kann im Garten, im Vorgarten oder sogar in einem Innenraum platziert werden. Für die effiziente Wärmeerzeugung wird der Außenluft Wärme entzogen. Diese Geräte sind für Neubau und Sanierung eine gute Wahl.

Weltpremiere: erster batterieelektrischer Fernverkehrs-Lkw mit Stern

Der eActros 600 als Weltpremiere.

Unser Mitgliedsunternehmen Mercedes-Benz Trucks hat die Serienversion des ersten batterieelektrischen Fernverkehrs-Lkw mit Stern enthüllt. Der Hersteller präsentierte den Mercedes-Benz eActros 600 heute als Weltpremiere vor internationalem Publikum bei einer Veranstaltung südlich von Hamburg. Mit dem schweren Elektro-Lkw will der Hersteller den neuen Standard im Straßengüterverkehr definieren – und dies in Sachen Technologie, Nachhaltigkeit, Design sowie Profitabilität für E-Flottenbetreiber.

Die hohe Batteriekapazität von über 600 Kilowattstunden – daher die Typbezeichnung 600 – sowie eine neue, besonders effiziente elektrische Antriebsachse aus eigener Entwicklung, ermöglichen eine Reichweite des E-Lkw von 500 Kilometern ohne Zwischenladen. So wird der eActros 600 deutlich über 1.000 Kilometer am Tag zurücklegen können. Zwischenladen während der gesetzlich vorgeschriebenen Fahrerpausen – selbst ohne Megawattladen – macht dies möglich.

Etwa 60 Prozent der Langstreckenfahrten von Mercedes-Benz Trucks Kunden in Europa sind ohnehin kürzer als 500 Kilometer, sodass Ladeinfrastruktur auf dem Betriebshof sowie an den Be- und Entladestellen für diese Fälle ausreichend ist. Für alle anderen Einsätze ist der kontinuierliche Aufbau einer öffentlichen Ladeinfrastruktur eine essenzielle Voraussetzung, um den Elektro-Lkw voll einsatzfähig für den paneuropäischen Fernverkehr zu machen. Der eActros 600 wird neben dem CCS-Laden mit bis zu 400 kW später auch das Megawattladen (MCS) ermöglichen. Ab Verkaufsstart können Kunden hierfür eine Vorrüstung bestellen. Sobald die MCS-Technologie verfügbar und herstellerübergreifend standardisiert ist, soll sie für diese Modelle des eActros 600 nachrüstbar sein. Die Batterien können an einer entsprechenden Ladesäule mit etwa einem Megawatt Leistung in ca. 30 Minuten von 20 auf 80 Prozent aufgeladen werden.

Das Fahrzeug ist technisch auf ein kombiniertes Gesamtzuggewicht von bis zu 44 Tonnen ausgelegt. Mit einem Standardauflieger hat der eActros 600 in der EU eine Nutzlast von etwa 22 Tonnen. In einigen Fällen kann nationales Recht eine höhere Nutzlast zulassen. Optisch zeichnet sich der E-Lkw durch ein grundlegend neues, puristisches Design mit klaren Linien und einer aerodynamischen Form aus. Bei der Profitabilität für Flottenbetreiber soll der Elektro-Truck neue Maßstäbe setzen, womit er langfristig die Mehrheit der Diesel-Lkw im wichtigen Fernverkehrs-Segment ablösen kann. Kern des Konzepts von Mercedes-Benz Trucks für den batterieelektrischen Fernverkehr ist, Kunden eine gesamtheitliche Transportlösung aus Fahrzeugtechnologie, Beratung, Ladeinfrastruktur und Services zu bieten.

Der Verkaufsstart des E-Lkw ist dieses Jahr. Der Start der Serienproduktion ist für Ende 2024 vorgesehen. Der eActros 600 wird von Anfang an als Sattelzugmaschine sowie als Pritschenfahrgestell-Variante produziert, was den Kunden zahlreiche weitere Einsatzmöglichkeiten im vollelektrischen Transport bietet. Derzeit entsteht eine Flotte von rund fünfzig Prototypen, von denen einige Fahrzeuge in einem nächsten Schritt auch zu ersten Kunden in die Praxiserprobung gehen sollen.

Karin Rådström, CEO Mercedes-Benz Trucks: „Der eActros 600 steht für die Transformation des Straßengüterverkehrs hin zur CO2-Neutralität wie kein anderer Lkw mit Stern vor ihm. Er zeichnet sich durch eine hochmoderne Antriebstechnologie aus, die sehr hohe Energieeffizienz und damit Profitabilität für unsere Kunden bieten kann. Damit macht er den Einstieg in die E-Mobilität für Flottenbetreiber besonders attraktiv.“

Ab Freitag Sperrungen am Mörsenbroicher Ei

Am Freitag (13.) und am Wochenende kommt es am Mörsenbroicher Ei zu größeren Bauarbeiten. Im Umfeld des Mörsenbroicher Eis rechnet die Stadt deshalb mit erheblichen Staus. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die örtliche Beschilderung zu beachten. „Ortskundige Autofahrer sollten den Bereich während der Arbeiten möglichst meiden“, heißt es.

Grund: Bus und Bahn sollen zukünftig schneller fahren dürfen. Deshalb müssen die Ampeln umgerüstet werden.

Während der Arbeiten ab Freitag, 10 Uhr, muss die Ampel außer Betrieb genommen werden. Dafür müssen an dem viel befahrenen Verkehrsknoten verschiedene Verkehrsbeziehungen gesperrt und Fahrstreifen eingezogen werden. So ist die Überfahrt von der Grashof- in die Heinrichstraße oder aus der Stankt-Franziskus- in die Brehmstraße nicht möglich. Der Knotenpunkt an der Münsterstraße bleibt in Betrieb. Ortskundige Autofahrer sollten den Bereich während der Arbeiten möglichst meiden.

Analyse: AfD gewinnt vor allem in Regionen Wähler, in denen die Wirtschaft mit Umbrüchen zu kämpfen hat

Wieder einmal hat die AfD bei Landtagswahlen auch in Westdeutschland ihren Stimmenanteil deutlich steigern können: In Hessen kam sie auf 18,4 Prozent (plus 5,3 Prozentpunkte), in Bayern legte sie um 4,4 Punkte auf 14,6 Prozent zu. Dabei gibt es zwischen den Regionen große Unterschiede: Besonders stark ist die AfD in Industrieregionen, in denen Strukturwandel ein großes Thema ist. Typischerweise braucht die Wirtschaft in diesen Regionen viel Energie oder viele Anlagen, die große Emissionen erzeugen, entsprechend unsicher ist die Zukunftslage. Das trifft in Hessen auf fünf und in Bayern auf 28 Kreise und Städte zu.

Unwuchten im Westen angekommen

Schon bei der Bundestagswahl 2021 konnte die AfD mit 12,9 Prozent der Zweitstimmen in diesen sogenannten Transformationsregionen besonders gut abschneiden: In Regionen, die weniger mit wirtschaftlichen Umbrüchen zu kämpfen hatten, erhielt sie 2,2 Prozentpunkte weniger Stimmen.Besonders ausgeprägt war die Differenz in Ostdeutschland.

Die aktuellen Landtagswahlen zeigen nun, dass die regionalen Unwuchten auch im Westen angekommen sind. In den bayerischen Transformationsregionen, in denen die Automobilindustrie stark vertreten ist und sich auf traditionelle Antriebsstränge fokussiert, schneidet die AfD durchschnittlich 3,1 Prozentpunkte besser ab. Gleichzeitig fällt das Ergebnis der Grünen in diesen Regionen um 4,7 Prozentpunkte schlechter aus als in anderen Regionen. Bei den Freien Wählern ist der Unterschied geringer: Das mag auch daran liegen, dass die Partei sich erfolgreich auf dem Land positioniert hat, aber weniger materielle Abstiegsängste mobilisiert.

Regionen brauchen Unterstützung

Auch in Hessen lässt sich das Ergebnis beobachten: Die AfD schneidet in Transformationsregionen 2,6 Prozentpunkte besser, die Grünen 4,8 Prozentpunkte schlechter ab. Nicht berücksichtigt wurde der boomende Hochschulstandort Darmstadt, der auch viele energieintensive Chemieunternehmen aufweist. Die Stadt zählt zu den Top Ten des WirtschaftsWoche Städterankings 2022. Die Kommune weist ein für Transformationsregionen untypisches Wahlverhalten auf – es gleicht mit dem hohen Anteil an Grünen-Wählern (27,3) bei gleichzeitig wenig AfD-Affinität (10,9) dem von Universitäten geprägten westdeutschen Großstädten.

„Es sollte alles getan werden, damit Regionen die nötige Transformation erfolgreich absolvieren“, sagt IW-Forscher Matthias Diermeier. „Dafür braucht es realistische Ziele, Planung, das richtige Timing, gute Kommunikation und Dialog mit den betroffenen Menschen.“ Hilfreich wäre ein eindeutiges Signal der Politik, dass die Industrie elementarer Bestandteil des Geschäftsmodells Deutschland ist, die Kompetenzen, die hier über Jahrzehnte aufgebaut wurden, sind für den klimaneutralen Umbau zentral. In Deutschland gibt es etliche erfolgreiche Beispiele – beispielsweise das Ruhrgebiet, das trotz jahrzehntelangem Strukturwandel bisher kaum Tendenzen zu Radikalismus gezeigt hat.

ElectronicPartner übernahm 2022 eine Klimapatenschaft für rund 100 Hektar trockengelegte Moorfläche – eine Zwischenbilanz

Christina Schmidt, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbeauftragte von ElectronicPartner, besucht das trockengelegte Gelände bei Jüterbog, das wieder vernässt werden soll – in Begleitung von Dr. Andreas Meißner, Leiter Stiftung Naturlandschaften Brandenburg – Die Wildnisstiftung, und Vincent Viereck, Ranger Die Wildnisstiftung.

Unser Mitgliedsunternehmen ElectronicPartner hat vor einem Jahr eine Klimapatenschaft für rund 100 Hektar trockengelegte Moorfläche südlich von Berlin übernommen. Über zehn Jahre fließt eine Spende von 600.000 Euro in die Renaturierung und Wiederbewässerung des betreffenden Areals. Eine Zwischenbilanz:

Als erfolgreiches, mittelständisches Unternehmen ist sich die Düsseldorfer Verbundgruppe ElectronicPartner seit jeher seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und dieser im Rahmen der eigenen Möglichkeiten nachgekommen. Der Einsatz für mehr Nachhaltigkeit und somit für die Bewältigung einer der größten Herausforderungen unserer Zeit stellt daher nur die konsequente Fortsetzung des eigenen Selbstverständnisses dar. Die unternehmenseigene Initiative „Go Green“ umfasst inzwischen zahlreiche Handlungsfelder und regelmäßig kommen weitere kleine und große Projekte hinzu. Das aktuell Wichtigste hat die Verbundgruppe ganz bewusst gewählt: in der Nähe, besonders effektiv und „zum Anfassen“. „Wir wollen in besonders effektiven und langfristigen Klimaschutz hier vor Ort investieren“, erklärt ElectronicPartner Vorstand Karl Trautmann und führt weiter aus: „Intakte Moore sind hervorragende Klimaschützer – sie speichern ein Vielfaches mehr an Kohlenstoff, als Wälder es können. Überdies leisten sie einen grundlegenden Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität und bieten zahllosen Tierarten, Insekten und Amphibien einen geschützten Lebensraum.“

Bei dem zu renaturierenden Gebiet handelt es sich um einen ehemaligen Truppenübungsplatz in der Nähe von Jüterbog. „Wir waren kürzlich selbst dort und haben uns von den Verantwortlichen zeigen lassen, welche Maßnahmen aktuell umgesetzt werden. Es war beeindruckend zu sehen, mit wie viel Engagement das Team der Stiftung Naturlandschaft Brandenburg im Einsatz ist für Umwelt und Tiere“, berichtet ElectronicPartner Nachhaltigkeitsbeauftragte Christina Schmidt. Mit Hilfe eines kleinen Filmteams entstanden exklusive Aufnahmen, die nun für die Kommunikation in Richtung Mitglieder, Partnerunternehmen und Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Einen besonders umfassenden Einblick bietet ein Video mit Interviewsequenzen, das ab sofort auf der neuen Unterseite „Nachhaltigkeit“ der ElectronicPartner Homepage zur Verfügung steht.

Das Moorprojekt stellt nur ein Beispiel für das Engagement der Verbundgruppe dar. „Unsere Devise lautet ‚Go Green‘ statt ‚Greenwashing‘“, erklärt Karl Trautmann und fügt hinzu: „Wir prüfen alle unsere Maßnahmen sorgfältig auf ihre Umsetzbarkeit und Effektivität.“ Das Go Green-Konzept umfasst unter anderem eine nachhaltige Logistik, Solarstromprojekte an den Standorten Düsseldorf und Augsburg, vermehrt ressourcenschonende Produkte im Sortiment und weitere Projekte der Dachmarke ElectronicPartner sowie der angeschlossenen EP:Mitglieder, MEDIMAX und comTeam Partnerinnen und Partner. „Als international ausgerichtetes Unternehmen, das in einer leistungsfähigen Industrienation verwurzelt ist, setzen wir uns für verantwortungsvolles Wirtschaften und Handeln ein – und das unabhängig von kurzlebigen Trends und Moden. Wir führen unseren Einsatz zielgerichtet fort und erschließen immer wieder neue Handlungsfelder. Denn Engagement für Natur- und Umweltschutz wirkt sowohl im Großen als auch im Kleinen – und das jeden Tag“, betont Karl Trautmann.

Mercedes-Benz Vans erzielt ein weltweites Absatzplus von 11%

Mercedes-Benz Vans erzielte seit Jahresbeginn ein weltweites Absatzplus von 11% mit 323.500 verkauften Einheiten mit stabiler Absatzentwicklung in den Kernmärkten Europa (+12%) und USA (+13%). Der weltweite Absatz liegt im dritten Quartal 2023 auf Vorjahresniveau (+1%). In Summe hat die Van-Sparte in Q3 105.100 Transporter mit Stern verkauft.

In seinen strategisch relevanten Märkten und Branchen stärkt Mercedes-Benz Vans weiter seine Positionierung und setzt konsequent auf profitables Wachstum. Absatztreiber im dritten Quartal war die Region NAFTA mit einer Absatzsteigerung von 41% (25.300 Einheiten) – im wichtigen Markt USA stieg der Absatz um 41% mit 21.800 verkauften Vans.

Bei den elektrischen Transportern verzeichnet die Van-Sparte in Q3 mit 6.300 verkauften eVans eine Absatzsteigerung von 105% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

In Düsseldorf wird der Sprinter und der eSprinter gebaut. Mercedes-Benz ist ein Mitgliedsunternehmen unserer Verbände.

Expertin: Betrieb sollten eine Unternehmenskultur leben, in denen psychische Erkrankungen entstigmatisiert werden – zur Aktionswoche „Seelische Gesundheit“

Psychologin Lara Luisa Eder, Master of Science, im Gespräch mit unserer Redaktion.

Vom 10. bis 20. Oktober 2023 setzt sich die Aktionswoche unter dem Motto „Zusammen der Angst das Gewicht nehmen” mit dem Thema Ängste in Krisenzeiten auseinander. unternehmerschaft.de sprach mit der Psychologin, Führungskräfteentwicklerin und Wissenschaftlerin Lara Luisa Eder über die Herausforderungen in unseren Betrieben. Sie forscht seit mehreren Jahre zum Thema mentale Gesundheit in der Arbeitswelt. Sie ist selbstständig und begleitet Unternehmen mit Führungskräfte-Entwicklungs-Programmen. Ihre Motivation: „Unsere Arbeitswelten gesund und mutig gestalten, damit sich Potenziale entfalten.“ Mit Frau Eder führen wir im kommenden Jahr eine mehrteilige innovative Workshopreihe zum Thema „Change-Fitness für Ihr Unternehmen“ mit spannenden Formaten durch. Seien Sie gespannt!

Christoph Sochart:

Die Aktionswoche für Seelische Gesundheit hat das Motto „Zusammen der Angst das Gewicht nehmen“. Was können Betriebe und Beschäftigte konkret im betrieblichen Kontext tun, um Unterstützung zu leisten?

Lara Luisa Eder:

Damit Hilfe im Falle von Problemen oder gar psychischen Erkrankungen von Mitarbeitenden in Anspruch genommen werden kann, ist es wichtig, als Betrieb eine Unternehmenskultur zu leben, in denen psychische Erkrankungen entstigmatisiert werden – wir brauchen ein Umfeld in dem wir uns sicher genug fühlen, uns auch mit dieser Facette zeigen zu dürfen. Dabei spielen vor allem Führungskräfte eine entscheidende Rolle. Denn: wenn sie für den Umgang mit psychisch beanspruchten Mitarbeitenden sensibilisiert sind, können sie frühzeitig ein Gesprächsangebot schaffen. Gemeinsam können dann Unterstützungsmöglichkeiten identifiziert werden. Zusätzlich stützt natürlich auch ein von Vertrauen und Fürsorge getragenes Team!

Wenn wir nicht nur an die Abwesenheit von Krankheit denken, sondern langfristig die Gesundheit fördern wollen, ist es vor allem notwendig eine ganzheitliche Strategie als Unternehmen zu entwickeln, in denen sowohl die individuellen Ressourcen der Mitarbeitenden gestärkt, als auch die Arbeitsbedingungen gesundheitsförderlich gestaltet werden – wir also den Präventionsgedanken leben!

Christoph Sochart:

Stichwort Prävention – was können Betriebe und Beschäftigte denn tun, um die psychische Gesundheit zu fördern?

Lara Luisa Eder:

Betriebe können dazu beitragen, indem sie natürlich erstmal grundsätzlich die gesetzlichen Vorgaben im Arbeits- und Gesundheitsschutz mit Leben füllen und als wichtigen Baustein für einen gesunden Betrieb betrachten. Im Sinne der betrieblichen Gesundheitsförderung heißt das dann, Mitarbeitende in ihren Gesundheitsressourcen zu stärken, z.B. in ihrer Selbstwirksamkeit oder ihrer mentalen Widerstandsfähigkeit. Entscheidender ist aber vor allem die Gestaltung von gesundheitsförderlichen Arbeitsbedingungen, denn wir brauchen Strukturen, in denen es Mitarbeitenden möglich wird, diese Ressourcen zum Einsatz zu bringen.

Führungskräfte nehmen dabei eine entscheide Rolle ein. Wir wissen aus der Forschung1, dass wir Menschen nach Autonomie, sozialer Eingebundenheit und Kompetenzerleben streben. Das Ausmaß der Bedürfnisbefriedigung während unserer beruflichen Tätigkeitsausübung ist entscheidend für unsere Motivation und damit auch für unsere Gesundheit. Es gilt also Arbeit so zu gestalten, dass diese die psychologischen Grundbedürfnisse erfüllen. Das heißt zum Beispiel Mitarbeitende in Entscheidungsprozesse einzubinden und andere Meinungen zuzulassen, Handlungsspielräume zu eröffnen oder Verantwortung auch mal abzugeben.

Viele Studien zeigen, dass insbesondere solche Führungsstile erfolgreich sind, die diese Bedürfnisse ihrer Mitarbeitenden im Blick haben und in ihrem Führungshandeln berücksichtigen, so zum Beispiel empowermentorientierte Führung. Nicht zuletzt gilt es durch gesunde Führung der Vorbildrolle nachzukommen. Das heißt, die eigene Gesundheit als wichtigen Wert anzuerkennen und das im Verhalten gegenüber den Mitarbeitenden auch sichtbar werden zu lassen.

Damit fördern wir übrigens nicht nur die Gesundheit– wir binden somit auch Mitarbeitende langfristig an das Unternehmen und schaffen eine Arbeitsumgebung, die Mitarbeitende gerne und motiviert zur Arbeit kommen lässt.

Christoph Sochart:

Vielen Dank, Frau Eder, für Ihre Einblicke und Empfehlungen zur Förderung der psychischen Gesundheit im Arbeitsumfeld.

Lara Luisa Eder:

Gern geschehen. Die Förderung der psychischen Gesundheit ist eine gemeinsame Aufgabe, bei der jeder seinen Teil beitragen kann.

1 Selbstbestimmungstheorie von Deci & Ryan (2000, 2004)

Zur Person:

Lara Luisa Eder ist Psychologin und forscht seit mehreren Jahre zum Thema mentale Gesundheit in der Arbeitswelt. Sie ist selbstständig und begleitet Unternehmen mit Führungskräfteentwicklungsprogrammen. Ihre Motivation: Unsere Arbeitswelten gesund und mutig gestalten, damit sich Potenziale entfalten. https://laraluisa-eder.de/

Zur Aktionswoche:

Wie können wir persönlich und als Gesellschaft einen gesunden Umgang mit der allgemeinen Unsicherheit und Überforderung angesichts der globalen Krisen finden? Die Aktionswoche möchte auf die unterschiedlichen Strategien zur Bewältigung und auf das vielfältige psychosoziale Hilfsangebot in Deutschland aufmerksam machen sowie zum gemeinsamen Austausch und gegenseitiger Unterstützung aufrufen.

Die diesjährige Aktionswoche wird mit einem Grußwort von Gesundheitsminister Karl Lauterbach am 10. Oktober 2023 in Berlin eröffnet. Die Auftaktveranstaltung ist zeitgleich live per Stream auf YouTube zu sehen.

Das trialogische Podium besteht aus Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Medien und Politik, die gemeinsam mit Betroffenen und Angehörigen sich mit Perspektiven zum Thema Ängste in Krisenzeiten auseinandersetzen. https://www.seelischegesundheit.net/