„Long Covid“ nimmt in unserer Stadt zu

In die Düsseldorfer Uniklinik kommen immer mehr Menschen, die eine Coronainfektion überstanden und trotzdem noch Beschwerden haben. Long Covid heißt das. Auch Menschen, die nur leichte Krankheitsverläufe hatten sind davon betroffen, so ein Sprecher der Uniklinik. Einige Patient*innen sind scheinbar wieder vollkommen gesund und dann treten neue Symptome auf, die vermutlich im Zusammenhang mit Corona stehen. Bei anderen bilden sich die Beschwerden gar nicht erst komplett zurück. In Düsseldorf sind laut eines Sprechers der Uniklinik aktuell etwa 1.000 Menschen von Long Covid betroffen. Sie sind zwischen 20 und 60 Jahre alt. Sie leiden häufig unter Müdigkeit, Atemnot, Brustschmerzen, Vergesslichkeit und Geschmacks- und Geruchsstörungen. Grundsätzlich können aber mehr als 200 verschiedene Symptome auftreten. Um Long Covid besser zu erforschen, hat jetzt eine Long-Covid-Ambulanz eröffnet. Hier sollen die Patient*innen bestmöglich versorgt werden. Außerdem dient die Ambulanz als Schnittstelle zwischen Klinik und Wissenschaft. Quelle: Antenne Düsseldorf

Über 2.500 neue Azubis in der Stadt

Über 2.500 junge Menschen in Düsseldorf haben jetzt mit ihrer Berufsausbildung begonnen. Die meisten von ihnen in dieser Woche zum 1. September. Grundsätzlich gibt es in unserer Stadt mehr Azubi-Plätze als Bewerber. Hunderte Jugendliche suchen aber auch noch eine geeignete Stelle. Zusammengefasst kann man sagen: Es gibt dieses Jahr etwas weniger Ausbildungsplätze als zuletzt. Über 1.000 Stellen für Azubis sind aber noch frei. Das Ausbildungsangebot in Düsseldorf ist vielfältig. In der freien Wirtschaft haben zum Beispiel bei Henkel 138 Nachwuchskräfte angefangen. Bei den Stadttöchtern Rheinbahn und Flughafen sind es zusammen 42, bei der Feuerwehr 20. Und bei der Düsseldorfer Polizei gibt es seit dieser Woche 143 Berufsanfänger. Fast 500 Nachwuchskräfte (Vorjahr: 447) beginnen zudem eine Ausbildung oder ein Studium bei der Stadt Düsseldorf. Quelle: Antenne Düsseldorf

Herzlich Willkommen! Unsere Ausbilderin Lisa Marie Fitzner (2.v.l.) begrüßte heute unseren neuen Auszubildenden und unseren neuen Praktikanten. Tim Schipperges (2.v.r.) möchte gerne in den kommenden drei Jahren das Handwerk des Bürokaufmanns bei uns erlernen. Max Pfeiffer (r.) ist unser neuer Praktikant. Er ist sechs Monate bei uns und studiert Marketing an der Fontys Venlo University of Applied Sciences. Dort studiert auch Caprice Larrard (l.), die ihr Online-Praktikum bei uns beendet hat.

Berufsorientierung-Kalender 2021/2022 geht an den Start

Getreu dem Motto „Auch Gutes kann man noch verbessern“ hat die Kommunale Koordinierung Düsseldorf ihren Schüler- und Lehrerkalender überarbeitet und optimiert. Neben einem vorsichtig modernisierten Design stand auch die Nutzerfreundlichkeit im Vordergrund. Aufgelistet werden die wichtigsten Termine im Bereich der „Beruflichen Orientierung“. Der Kalender ist ein reines Printprodukt und wird in der Regel in Lehrer- und Klassenzimmern platziert. So sind alle Schülerinnen und Schüler und alle Lehrkräfte an weiterführenden Schulen bestens informiert. Ezgi Yildiz, Mitarbeiterin der Stiftung Pro Ausbildung und des Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung, zeigt uns ein Exemplar des Kalenders, der in diesen Stunden an alle weiterführenden Schulen verschickt wird

Kommentar zum Lokführerstreik: Viel Lärm um wenig

Die Lokführergewerkschaft GDL hat als Reaktion auf die gescheiterten Tarifverhandlungen zu einer dritten Streikwelle aufgerufen. Der Konfrontationskurs der GDL zahlte sich bislang kaum aus: Die konkurrierende EVG erreichte in den vergangenen Jahren ähnlich hohe Löhne, musste dafür aber längst nicht so aggressiv auftreten.
Wer in diesen Tagen eine Reise mit dem Zug geplant hat, braucht viel Geduld: Die Lokführergewerkschaft GDL bestreikt neben Güterzügen auch den Personenverkehr im Nah- und Fernverkehr. Es geht um 3,2 Prozent mehr Lohn und um 600 Euro Corona-Prämie, aber auch um Einfluss im Unternehmen. Neue IW-Berechnungen zeigen nun, wie aggressiv die GDL im Vergleich zu der konkurrierenden Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG verhandeln und streiken muss, um ihre Ziele zu erreichen. Nach Angaben der Deutschen Bahn kommen beide Gewerkschaften auf ein vergleichbares Lohnniveau: Die GDL erreichte seit 2007 Lohnsteigerungen von insgesamt 48,1 Prozent, die EVG kommt sogar auf 50,5 Prozent.
Wer in diesen Tagen eine Reise mit dem Zug geplant hat, braucht viel Geduld: Die Lokführergewerkschaft GDL bestreikt neben Güterzügen auch den Personenverkehr im Nah- und Fernverkehr. Es geht um 3,2 Prozent mehr Lohn und um 600 Euro Corona-Prämie, aber auch um Einfluss im Unternehmen. Neue IW-Berechnungen zeigen nun, wie aggressiv die GDL im Vergleich zu der konkurrierenden Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG verhandeln und streiken muss, um ihre Ziele zu erreichen. Nach Angaben der Deutschen Bahn kommen beide Gewerkschaften auf ein vergleichbares Lohnniveau: Die GDL erreichte seit 2007 Lohnsteigerungen von insgesamt 48,1 Prozent, die EVG kommt sogar auf 50,5 Prozent.
Konfliktfreudige GDL
Allerdings tritt die GDL im Vergleich zur EVG deutlich lauter und aggressiver auf. Seit 2007 verhandelte sie in zehn Tarifrunden im Durchschnitt 9,6 Monate, während die EVG in insgesamt 14 Runden schon nach 5,8 Monaten fertig war. Beide Gewerkschaften beschränkten sich nicht auf Verhandlungen, sondern drohten auch mit Streiks, brachen Verhandlungen ab oder riefen zu Warnstreiks auf. Die GDL ging sogar noch weiter: Sie rief mehrfach zur Urabstimmung auf und führte vier unbefristete Streiks, während die EVG auf die maximale Eskalation verzichtete und bei völlig festgefahrenen Verhandlungen auf die Schlichtung setzte. Überträgt man die Eskalationsstufen in ein Punktesystem, summieren sich die verschiedenen Konflikthandlungen der GDL je Konflikt im Durchschnitt auf 23,7 und bei der EVG auf 6,4 Punkte. Damit muss die GDL 1,6-mal so lange verhandeln und fast viermal so viel Krawall machen wie die EVG, um zu vergleichbaren Lohnabschlüssen zu kommen. Eine positive Streikrendite sieht anders aus.
Kampf um die Vorherrschaft
Natürlich ist nicht auszuschließen, dass auch die EVG von dem aggressiven Auftreten der GDL profitieren konnte, beispielsweise, weil die Deutsche Bahn der EVG mehr Zugeständnisse gemacht hat, um ihre Beschäftigten möglichst gleich zu behandeln, unabhängig davon, wo sie organisiert sind. Und es gehört natürlich auch zur Wahrheit, dass die GDL als kleinere Gewerkschaft immer wieder um ihren Status als Tarifverhandlungspartner kämpft – es geht also nicht nur um Lohnprozente, Arbeitszeiten oder Beschäftigungspakte. Im laufenden Konflikt hat sich die GDL jedoch ohne Not in die Bredouille gebracht. Hätte sie 2020 nicht die Schlichtung platzen lassen, hätte der 2015 vereinbarte Tarifvertrag zur Regelung von Grundsatzfragen, der Ende 2015 auslief und der GDL ihren Status im Konzern sicherte, rechtzeitig verlängert werden können. Die GDL wollte aber mehr, lehnte den Schlichterspruch ab und landete unweigerlich in einem unbefristeten Arbeitskampf. Man darf gespannt sein, wie hoch dessen Rendite am Ende ausfällt.
Dr. Hagen Lesch
Institut der Deutschen Wirtschaft

Was treibt Claus Weselsky? Lokführerstreik – Machtkampf der GDL – massiver Eingriff in den Alltag von Millionen von Menschen

Es geht schon wieder los: Verspätungen, ausfallende Züge, lange Gesichter. Tagung platzen, Meetings können nicht stattfinden, Termine müssen abgesagt werden, tausende Pendler stehen wieder morgens und abends im Stau. Die Lokführer streiken zum dritten Mal für die Rekorddauer von fünf (!) Tagen. Erst nach fünf Tagen, Dienstagvormittag um 2 Uhr, soll der Spuk ein Ende haben.

Und das alles nur, weil die GDL mehr Mitglieder haben möchte und glaubt in Konkurrenz zur größten Gewerkschaft, der EVG, zu stehen. Auf die Forderungen ist der Bahn-Vorstand weitestgehend eingegangen. Am Verhandlungstisch könnten die letzten Fragen geklärt werden. Das alles rechtfertigt jedenfalls nicht einen so massiven Eingriff in den Alltag von Millionen von Menschen.

Die Bahn versucht 25% aller Fernzüge fahren zu lassen. Und der Regionalverkehr? „70 Prozent des Angebotes an S-Bahnen und Regionalzügen werden wir aufrechthalten“, sagt eine Sprecherin des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR), der Rheinischen Post. Außerdem fahren alle Privatbahnen. Mittlerweile hat die Bahn ein neues Angebot vorgelegt. Es beinhalte eine Corona-Prämie von bis zu 600 Euro und eine Laufzeit des Tarifvertrags von 36 Monaten, melden die Medien.

Die GDL hat im übrigen nicht nur der Bahn den Kampf angesagt, sondern auch dem Deutschen Bundestag. Vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschen­rechte in Straßburg klagt sie gegen das Tarifeinheits­gesetz (TEG). Das Gesetz schreibt vor, dass in Unternehmen mit konkurrierenden Gewerkschaften nur noch der Tarifvertrag der jeweils größeren zur Anwendung kommt. „Ein Betrieb – ein Tarifvertrag” – so die Grundregel.

„Die eigentliche Zielsetzung des TEG – eine Minimierung der Konflikte – wurde ins Gegenteil verkehrt, weil die schwächere Gewerkschaft nur dann eine Chance hat, zur Mehrheitsgewerkschaft zu werden, wenn sie extrem mobilisiert und polarisiert und damit versucht, die stärkere Gewerkschaft aus dem Feld zu schlagen”, sagte der Kasseler Politikprofessor Wolfgang Schroeder dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Eine Lösung des Konfliktes sei auch wegen des „Machtwillens aller beteiligten Akteure” schwierig.

Enden wir mit einem Zitat eines Journalisten aus dem Berliner Netzwerk RND: “ (…) stößt einem auch hier das Vorgehen der Lokführerinnen und Lokführer übel auf: als heilloser egozentrischer Exzess einer gut abgesicherten Berufsgruppe in einem der wohlhabendsten Länder der Welt.“

In diesem Sinne müssen auch wir durch diesen unsinnigen Streik. Wir ärgern uns, sind sauer und vertrauen auf Dienstag, wenn auch dieser Spuk vorbei ist. Als nächste Eskalationsstufe wäre dann nur noch ein unbefristeter Streik denkbar.

https://www.reisereporter.de/artikel/13945-streik-bei-der-deutschen-bahn-das-muessen-reisende-jetzt-wissen

Quellen: u.a. RND, GDL, Deutsche Bahn

Düsseldorf: der neue Sprinter ist da!

Neuer Motor, neues Getriebe, neues Allradsystem: Mit einem umfassenden Technik-Update sorgt Mercedes-Benz zum September 2021 dafür, dass die Large Van Ikone Sprinter mehr Fahrkomfort denn je bietet – und das auf nahezu jedem Terrain.

Im Mittelpunkt der Aktualisierung steht der aus dem Pkw-Portfolio von Mercedes-Benz bekannte, besonders kraftvolle und effiziente 2,0-Liter-Diesel OM 654. Der Vierzylinder ist in kürze in bis zu vier Leistungsstufen bestellbar. Ebenfalls aus dem Pkw-Programm der Marke mit Stern übernimmt der Sprinter dann in allen Varianten das komfortable 9G-TRONIC Automatikgetriebe, ergänzend zum 6-Gang-Schaltgetriebe. Als dritte technische Neuheit folgt für den Sprinter 4×4 im September der Verkaufsstart eines neuen Allradantriebs mit Torque-on-Demand-System. Er ersetzt das bisherige zuschaltbare System. Zu diesen Zugewinnen an Fahrkomfort kommt ab diesem Monat zudem ein Plus an Ergonomie und Sicherheit – dank Speed Delivery Door.

Dr. Ulf Zillig, Leiter Entwicklung Mercedes-Benz Vans: „In der jüngsten Evolutionsstufe des Sprinter steckt dank umfassendem Technik-Update so viel Pkw-Fahrkomfort wie noch nie. Und das nicht nur auf Autobahn- und Überlandfahrten oder im Stadtverkehr, selbst auf unbefestigten Wegen bietet der Sprinter jetzt ein besonders entspanntes Fahrgefühl und damit auch mehr Sicherheit. So gelingt ihm erneut, was die Baureihe schon immer ausgezeichnet hat: Er setzt einmal mehr neue Standards für das Transportersegment der Large Vans!“

Kraftvoll und emissionsarm: 2,0-Liter-Diesel in bis zu vier Leistungsstufen

Nachdem der kraftvolle Vierzylinder-Diesel OM 654 im Sprinter bislang ausschließlich für den Kastenwagen und das Fahrgestell mit Hinterradantrieb erhältlich war, bietet Mercedes-Benz das Aggregat ab September als alleinigen Verbrennungsmotor für alle Versionen an, inklusive der neuen Allradvariante.[1] Der nach der Schadstoffnorm Euro VI-E bzw. Euro 6d eingestufte OM 654 ist – je nach gewählter Antriebs- und Karosserievariante – in bis zu vier Leistungsstufen mit 84 kW/114 PS, 110 kW/150 PS, 125 kW/170 PS und 140 kW/190 PS bestellbar.

Im Vergleich zum Vorgängeraggregat weist der aus dem Mercedes-Benz Pkw-Programm überführte Vierzylinder einen verbesserten Geräusch- und Schwingungskomfort auf. Neben der höheren Laufruhe und Durchzugskraft ist es im Fahrzeug deshalb angenehm leise, und störende Geräusche sind reduziert. Die Kombination von Aluminium-Block und Stahlkolben, Stufenmulden-Brennverfahren und NANOSLIDE® Zylinderbeschichtung zur Verringerung der innermotorischen Reibung ermöglicht zusammen mit der Mehrwege-Abgasrückführung und der motornahen Abgasnachbehandlung zudem geringe Verbräuche und niedrige Emissionen. Durch die motornahe Anordnung arbeitet die Abgasnachbehandlung bei geringem Wärmeverlust und unter günstigen Bedingungen.

Für noch schnellere Gangwechsel: 9G-TRONIC Automatikgetriebe ersetzt 7G-TRONIC PLUS

Als weiteres ‚Carryover‘ aus dem aktuellen Pkw-Programm kombiniert Mercedes-Benz im Sprinter den 2,0‑Liter‑Diesel mit dem komfortablen 9G‑TRONIC Automatikgetriebe. Die moderne Kraftübertragung ersetzt die bisherige 7G-TRONIC PLUS. Ihre neun Gänge halten zusammen mit der ausgeprägten Overdrive-Charakteristik die Motordrehzahlen in jeder Fahrsituation möglichst niedrig, wodurch der Kraftstoffverbrauch sowie das Vibrations- und Geräuschniveau weiter merklich sinken. Optimierte Hydraulikelemente ermöglichen zudem schnelle und kaum merkliche Schaltvorgänge fast ohne Zugkraftunterbrechung. Mit ‚Drive Select‘ und Schaltpaddles am Lenkrad kann der Fahrer manuell in das aktuelle Schaltprofil eingreifen. Weiteres Plus: Trotz zwei zusätzlicher Gänge benötigt die 9G-TRONIC Automatik ebenso wenig Bauraum wie der Vorgänger 7G‑TRONIC PLUS.

Unverändert im Programm bleibt die manuelle Schaltung mittels 6-Gang-Schaltgetriebe.

Traktionsstark auch abseits der Straße: Der neue Allradantrieb

Wie bisher ist der Sprinter in seinen geschlossenen und offenen Baumustern nicht nur mir Vorder- und Hinterradantrieb bestellbar, sondern auch mit Allradantrieb – und das zum September mit einem völlig neuen System, ebenfalls in Teilen entlehnt aus dem aktuellen Baukasten der Mercedes-Benz Cars. Anders als beim zuschaltbaren Vorgängersystem, das im 4×4-Modus 35 Prozent des Drehmoments an die Vorder- und 65 Prozent an die Hinterachse leitete, kann dieses die Antriebsmomente situationsabhängig und ohne Zutun des Fahrers vollvariabel zwischen Vorder- und Hinterachse verteilen (Torque-on-Demand). Für die Momentenverteilung sorgt eine in das Verteilergetriebe integrierte elektronisch geregelte Lamellenkupplung. Ist im normalen Fahrbetrieb die Lamellenkupplung offen, treibt ausschließlich die Hinterachse das Fahrzeug an. Bei geschlossener Kupplung kommt die Vorderachse ins Spiel. Das sorgt für eine hohe Traktion und souveränes Fahrverhalten. Weiterer Vorteil gegenüber dem vorherigen zuschaltbaren Allradantrieb: Zusätzlich zum höheren Komfort durch die automatische Momentenverteilung arbeitet das neue System deutlich leiser.

Sobald die Fahrsituation es erfordert, wird der Antriebsmoment an die Vorderachse geleitet. Wird dieser nicht mehr benötigt – beispielsweise bei starken Bremsmanövern mit ABS-Eingriff – wird der vordere Antriebsstrang abgeschaltet und das Moment auf null reduziert. Bei drohendem Unter- oder Übersteuern unter Last wird zunächst das Antriebsmoment so verteilt, dass sich das Fahrzeug stabilisiert. Erst wenn diese Maßnahmen nicht zu einer Beruhigung führen, greifen die an das 4×4-System angepassten Regelsysteme ESP oder 4ETS ein.

Der neue Sprinter 4×4 ist standardmäßig in Kombination mit dem 140 kW/190 PS starken OM 654 Motor und 9G-TRONIC Automatikgetriebe erhältlich – und das bis zu einer Gewichtsklasse von 5,5 Tonnen zGG.

Speed Delivery Door erleichtert Arbeit von Paketboten

Zu den Zugewinnen an Fahrkomfort kommt beim Sprinter ab diesem Monat ein weiteres Plus an Ergonomie und Sicherheit. So bietet Mercedes-Benz für den vielseitigen Transporter das innovative Schiebetürsystem ‚Speed Delivery Door‘ ab Werk an. Hierbei handelt es sich um eine automatische, sensorgesteuerte Doppelschwingtür auf der Beifahrerseite, die auf Wunsch die seitliche Schiebetüre zum Laderaum ersetzt.

Eine Lichtschranke erkennt den Fahrer, sobald dieser vom Fahrersitz aus den Laderaum betritt. Die Speed Delivery Door wird daraufhin automatisch entriegelt und geöffnet. Das spart Zeit und entlastet den Fahrer, denn dieser kann das Fahrzeug mit den Paketen in der Hand ohne weitere Handgriffe verlassen und die Tür schließt sich hinter ihm automatisch. Das Absetzen und erneute Anheben der Ware wie bei konventionellen Schiebetüren üblich entfällt. Eine automatische Verriegelung lässt sich als zusätzliche Option mitbestellen.

Weiterer Vorteil für mehr Sicherheit: von innen ist die Speed Delivery Door durchsichtig. Der Fahrer hat deshalb vor dem Ausstieg Einsicht auf den Fußweg. Das Kollisionsrisiko mit Passanten, insbesondere Radfahrern, kann dadurch reduziert werden.

Großhandel: Konjunktur im Aufwärtstrend

Die Großhandelsumsätze verzeichnen wie schon zu Beginn des zweiten Quartals 2021 auch im weiteren Verlauf einen positiven Anstieg. Die Zuwächse betrugen im Mai nominal +15,0 Prozent und real +6,8 Prozent. Die hohen Steigungsraten begründen sich zum Teil durch Basiseffekte in Folge geringer Umsätze im Jahr 2020, die durch die Corona-Krise bedingt erheblich zurückgingen. Trotz oder gerade wegen der sich abzeichnenden wirtschaftlichen Erholung sehen sich viele Großhändler mit Engpässen bei der Versorgung mit Rohstoffen und Vorprodukten konfrontiert.

In beiden Großhandelszweigen spiegelt sich die aufwärtsgerichtete Entwicklung in den Umsätzen. Im Produktionsverbindungshandel zogen die Umsätze im Mai 2021 nominal um +22,4 Prozent und real um +7,8 Prozent an. Gerade in diesem Zweig des Großhandels sind die Auswirkungen der Engpässe bei der Beschaffung von Rohstoffen und Vorprodukten deutlich zu spüren, was sich in steigenden Preisen niederschlägt. Im Konsumgütergroßhandel fällt der Umsatzanstieg schwächer aus. Er verzeichnet einem Zuwachs nominal von +6,8 Prozent und real von +5,3 Prozent.

Die geringeren Zuwächse dürften bei wieder steigenden Inzidenzwerten in fortbestehenden Unsicherheiten über die weitere Entwicklung begründet liegen. In den vergangenen Wochen haben sich Signale zunehmender Knappheit bei Rohstoffen und Vorprodukten sowie steigender Preise gezeigt. Nach der Grafik des Monats, die die Entwicklung der Lagerbestände im Großhandel auf Grundla-ge der Einschätzungen der vom ifo-Institut befragten Unternehmen zeigt, hat sich bis Juni 2021 der Abbau der Lagebestände fortgesetzt.

Mit einem Wert von -19,3 Prozent erreichte die Bewertung der Lagerbestände den niedrigsten Stand in der aktuellen Konjunkturphase und spiegelt damit auch das Ausmaß der Lieferengpässe. Zwar setzt sich der Lagerabbau weiter fort, allerdings deutet sich seit Juni eine Trendwende an. Bis August 2021 hat sich der Wert auf -11,8 Prozent abgeschwächt. Die sich aktuell noch leerenden Lagerhallen sind Ausdruck der konjunkturellen Erholung, und die Trendumkehr deutet darauf hin, dass es den Großhandelsunternehmen gelingt, die Engpässe in der Beschaffung von Rohstoffen und Vorprodukten zu lösen. Der BGA geht davon aus, dass sich die Engpässe und damit die steigenden Preise in den kommenden Wochen und Monaten wieder zurückbilden.

1000 freie Lehrstellen

Hier in Düsseldorf gibt es auch zum Start des neuen Ausbildungsjahres weiter mehr offene Ausbildungsstellen als Bewerber für einen Ausbildungsplatz. Das hat Antenne Düsseldorf aktuell auch noch mal von der Agentur für Arbeit an der Grafenberger Allee bestätigt bekommen. Bis August 2021 hatten sich rund 3.360 Jugendliche als Bewerberinnen und Bewerber registrieren lassen. Gut 2.550 von ihnen konnten bereits vermittelt werden. Gleichzeitig sind der Agentur für Arbeit bis heute noch rund 3.600 freie Plätze gemeldet worden, aktuell sind über 1000 der Ausbildungsplätze aber noch unbesetzt. Quelle: Antenne Düsseldorf

Rheinmetall erhält erneut Auftrag für Schubumluftventile für Turbolader

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall AG hat einen Auftrag eines namhaften amerikanischen Herstellers von Turboladern erhalten. Über die Vertragslaufzeit von rund vier Jahren sollen rund 1,5 Millionen Schubumluftventile der neuesten Generation geliefert werden.

Die Ventile werden an Abgasturboladern oder im Luftkanal von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren oder Hybridantrieben eingesetzt. Der Produktionsstart im Werk in Neuss ist im Jahr 2023, der Auftrag hat eine Laufzeit bis 2027.

Schubumluftventile sorgen nach einem Lastwechsel bei aufgeladenen Motoren dafür, dass die Drehzahl am Turbolader nicht absinkt und die Leistung unverzüglich wieder zum Beschleunigen bereitsteht. Die georderte sechste Generation des Magnetventils (Pierburg Turbo Bypass Valve Gen. 6) zeichnet sich durch besonders schnelle Öffnungszeiten aus und verbindet dies mit geringem Gewicht und kleiner Dimensionierung. Da die neue Generation des Magnetventils mit diesen Merkmalen eine hohe Effizienz des Turboladers ermöglicht und gleichzeitig Bauraumvorteile bietet, wird sie aktuell von einer Reihe von Kunden weltweit nachgefragt. Im Jahr 2020 hatte ein großer deutscher Autobauer über 3,6 Millionen Ventile für seine Modelle für den europäischen Markt gebucht.

Rheinmetall ist bereits im Jahr 2005 in die Technologie für turbobasierte Schubumluftventile eingestiegen und heute mit großem Abstand Weltmarktführer in diesem Segment. Aktuell zählt das Unternehmen weltweit eine Vielzahl von Kunden für dieses Produkt, darunter alle großen internationalen Automobilhersteller sowie alle namhaften Produzenten von Turboladern. Auch in den USA beziehen nahezu alle großen Automobilisten ihre Schubumluftventile von Rheinmetall, ebenso wie in China, wo rund vierzig Hersteller das Ventil einsetzen.

Arbeitgeber-Präsident dringt auf 2G-Regeln in Betrieben – Kirchhoff: Ungeimpfte müssen Einschränkungen hinnehmen

Nordrhein-Westfalens Arbeitgeberpräsident Arndt Kirchhoff hat sich für eine Ausweitung der 2G-Regeln auf die Betriebe ausgesprochen. „Ich bin überzeugt, dass sich das 2G-Prinzip in vielen Bereichen des täglichen Lebens durchsetzen wird. Wer sich nicht impfen lassen will, wird auf Dauer Einschränkungen in Kauf nehmen müssen, auch am Arbeitsplatz“, sagte Kirchhoff im Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Dienstag-Ausgabe). Rechtlich könnten Unternehmen zwar niemanden zum Impfen zwingen. Der Verband empfehle aber allen Beschäftigten dringend, sich impfen zu lassen. “ Klar ist, dass die Impfverweigerung Einzelner nicht zum Schaden von Kollegen, Arbeitgebern und Kunden sein darf“, sagte Kirchhoff weiter. Zugleich deutete der Arbeitgeberpräsident, der Mit-Inhaber eines großen Automobilzulieferers ist, eine Änderung der Teststrategie an. „Wenn der Staat die Bürgertests einstellt, dann muss auch die kostenlose Testangebotspflicht der Arbeitgeber enden“, sagte Kirchhoff. (ots)