Ministerpräsident Hendrik Wüst bei der Unternehmerschaft Düsseldorf

Hoher Besuch bei der Unternehmerschaft Düsseldorf: Ministerpräsident Hendrik Wüst, gerade frisch gewählt, besuchte die Verbände und stand den Unternehmensvertreterinnen und -vertretern Rede und Antwort. Die Begrüßung übernahm Jutta Zülow, Vorsitzende der Unternehmerschaft. (Foto v.l.n.r.: Michael Grütering, Unternehmerschaft, Jutta Zülow, Zülow AG, Ministerpräsident Hendrik Wüst, Peter-Sebastian Krause, Rheinmetall AG)

Wüst berichtete ungezwungen und locker und „parierte“ alle Fragen sehr ausführlich. Alle Hinweise und Anregungen nahm er interessiert auf und hörte intensiv zu. Er fragte fokussiert nach und machte sich auch die eine oder andere Notiz. Nach dem Gespräch zeigten sich die 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (u.a. waren Siemens, Rheinmetall und die Stadtsparkasse vertreten) sehr zufrieden. Hauptgeschäftsführer Michael Grütering: „Der Ministerpräsident war sehr offen für die Fragen und Probleme der Betriebe unserer Stadt. Es war ein kurzweiliges Gespräch“.

Henkel zeichnet Forscherinnen mit dem Martha Schwarzkopf-Award für Frauen in der Wissenschaft aus

Henkel verleiht mit dem „Martha Schwarzkopf-Award für Frauen in der Wissenschaft“ einen neuen Forschungspreis, um herausragende Wissenschaftlerinnen im Bereich der Haarforschung zu fördern und zu würdigen. Nun wurden die drei Gewinnerinnen gekürt, die neben dem Preisgeld auch das Angebot zu wissenschaftlichem Austausch oder fachlicher Unterstützung bei ihren Forschungsarbeiten von Henkel erhalten.

„Die Gleichstellung der Geschlechter ist bei Henkel von hoher Bedeutung und ein wesentliches Element unserer ganzheitlichen Diversity-Strategie. Wir haben kürzlich auch unser ambitioniertes Ziel der Geschlechterparität über alle Managementebenen hinweg verkündet. Leider sind auch Frauen in der Forschung noch unterrepräsentiert. Mit dem Martha Schwarzkopf-Award setzen wir uns deshalb dafür ein, talentierte Frauen in der Wissenschaft zu fördern und sie bei ihren Forschungsprojekten zu unterstützen“, sagt Sylvie Nicol, Personalvorständin bei Henkel.

Der Martha Schwarzkopf-Award ist ein Forschungspreis, für den sich europäische Wissenschaftlerinnen mit einem Forschungsprojekt aus der Haar-Forschung und verwandter Forschungsgebiete bewerben konnten, um ein Preisgeld von 10.000 Euro, sowie Mentoring-Unterstützung als Anerkennung für ihre wissenschaftlichen Leistungen und ihre Expertise von Henkel zu erhalten. Die Bewerbungen wurden von einer Fach-Jury aus promovierten Wissenschaftlerinnen aus dem Haar-Forschungsbereich bei Henkel Beauty Care bewertet und die Siegerinnen bei einer Award-Zeremonie bei Henkel in Hamburg gekürt. „Wir freuen uns über die Anzahl an überzeugenden und sehr qualifizierten Bewerbungen, die eingegangen sind. Deshalb haben wir uns innerhalb der Fach-Jury auch dazu entschieden, nicht nur eine, sondern drei Forscherinnen auszuzeichnen und auch den zweiten und dritten Platz mit einem Preisgeld zu würdigen“, sagt Andrea Sättler, Corporate Director R&D bei Henkel Beauty Care und Vorsitzende der Fach-Jury des Martha Schwarzkopf-Awards.

Über die Gewinnerinnen

Die drei Siegerinnen konnten die Fach-Jury mit ihrem Pioniergeist und Innovationspotential, sowie mit der hohen Relevanz ihrer Forschungsprojekte überzeugen und sich so gegen die Mitbewerberinnen durchsetzen. „Die unterschiedlichen Werdegänge, Erfahrungen und Forschungsgebiete der Gewinnerinnen zeigen, wie vielfältig die Haarforschung und die Bewerbungen sind. Und doch haben alle Bewerberinnen eines gemeinsam: Ihre Leidenschaft und ihr herausragendes Talent für die Forschung,“ fügt Sättler hinzu.

Den ersten Platz belegt Prof. Dr. hab. med. Lidia Rudnicka. Sie ist Leiterin der Abteilung für Dermatologie an der Medizinischen Universität Warschau in Polen und leistet seit über 30 Jahren einen Beitrag zur Haarforschung, insbesondere im Bereich Haar- und Kopfhauterkrankungen. „Ich fühle mich geehrt und freue mich sehr, den Martha Schwarzkopf-Award für Frauen in der Wissenschaft von Henkel zu erhalten. Es ist ein außergewöhnliches Gefühl für mich, für meine langjährige Arbeit ausgezeichnet zu werden. Das Preisgeld von 10.000 Euro möchte ich für die Weiterentwicklung meines eigenen Youtube-Kanals #NotJustHairDiseases verwenden, um die Menschen über Haarerkrankungen aufzuklären“, sagt Rudnicka.

Das Preisgeld von 5.000 Euro für den zweiten Platz erhält Dr. rer. nat. Marta Bertolini, Chief Scientific Officer und stellvertretende Geschäftsführerin der Skin & Hair Research Solutions GmbH in Münster. Sie ist Forscherin mit einem besonderen Interesse für den Stoffwechsel des Haarfollikels. Platz drei belegt die Ärztin der Dermatologie Andria Constantinou, die derzeit an der Charité-Universitätsmedizin Berlin an ihrer Promotion zum Dr. med. arbeitet. Die niedergelassene Dermatologin hat ein Forschungsprojekt vorgeschlagen, um mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz die Veränderungen der Mikrobiome, der natürlichen Mikroorganismen im und am Haarfollikel, in Zusammenhang mit Haar-Entzündungen zu analysieren. Sie erhält ein Preisgeld von 1.000 Euro sowie fachliche Unterstützung von Henkel bei der Weiterentwicklung ihres Projekts.

Nothilfe Ukraine: Rheinmetall Tochter ZMS liefert zwei mobile Computertomographie-Shelter für die medizinische Versorgung in der Hauptstadt Kiew

Die Rheinmetall-Zentrale in Düsseldorf

Wie die Bündelung von Kräften für eine gute Sache aussehen kann, zeigten die deutsche Hilfsorganisation ADRA Deutschland e.V., der Aktionskreis Wirtschaft-Politik-Wissenschaft e.V. und die Rheinmetall-Tochter Zeppelin Mobile Systeme GmbH (ZMS), Meckenbeuren/Bodenseekreis. Gemeinsam machten sie es möglich, in kürzester Realisierungszeit dringend benötigte Medizintechnik in die Ukraine zu liefern.

Anfang Juni 2022 übergaben Vertreter der ZMS am Firmenstandort Meckenbeuren zwei Computertomographie-Shelter an Christian Molke, Vorsitzender des Vorstands von ADRA Deutschland e.V. und Vorsitzender des Aufsichtsrates von Aktion Deutschland Hilft e.V., unter Teilnahme von Tobias Kurzmaier, Aktionskreis Wirtschaft-Politik-Wissenschaft e.V.. Die Container sind geeignet für den hochmobilen Einsatz auch unter extremen Umweltbedingungen. Staatssekretär a.D. Dr. Bogdan Balasynovych, der Beauftragte des Bürgermeisters der Stadt Kiew, Dr. Vitali Klitschko, übernahm die Shelter samt Peripheriegerät. Hierzu gehören zwei LKW und ein mobiler Generator für die Stadt Kiew. Die ukrainische Hauptstadt wird von der Hilfsorganisation ADRA Deutschland e.V. mit dieser Hilfsaktion direkt unterstützt. Die beiden mobilen Einheiten sind für den zivilen Einsatz in und um Kiew bestimmt und werden einen wertvollen Beitrag für die medizinische Versorgung der Bevölkerung leisten.

„Wir sind allen Beteiligten für ihr Engagement äußerst dankbar. Jedem war bewusst, dass jeder Tag zählt, um Menschenleben zu retten, die insbesondere durch kriegerische Gewalt in der Ukraine gefährdet sind. Unter dieser Maßgabe haben alle beteiligten Personen schnell, flexibel und lösungsorientiert zusammengearbeitet“, bilanziert Christian Molke die Lieferung der medizinischen Spitzentechnik in die Ukraine.

„Mit den erweiterbaren 3:1-Sheltern und ihren eingebauten Computertomographen hat ADRA Deutschland e.V. der Stadt Kiew hochmobile und modernste Medizintechnik übergeben, die von unseren Kunden für den autarken Einsatz unter extremsten Bedingungen gebraucht wird,“ erklärt Alexander Lutz, Vertriebsleiter der Zeppelin Mobile Systeme GmbH.

„Mit einer Realisierungszeit von sechs Wochen zwischen Beauftragung durch ADRA Deutschland e.V. und der Übergabe Anfang Juni an die Stadt Kiew konnten wir gemeinsam mit unseren strategischen Partnern wie Siemens sowie mit dem Initiator und Spender ADRA sowie dem Aktionskreis Wirtschaft-Politik-Wissenschaft e.V. den in diesen Tagen notwendigen Pragmatismus beweisen“, ergänzt der Vorsitzende der ZMS-Geschäftsführung Hauke H. Bindzus. „Wir freuen uns besonders, auf diesem Weg einen Beitrag zur Verbesserung der Situation der Menschen in der Ukraine leisten zu können.“

Dr. Bogdan Balasynovych, der die Überführung der ZMS-Systeme bis nach Kiew eng begleitet hat, konnte mittlerweile bestätigen, dass die Shelter angekommen sind und nun an die Nutzer vor Ort übergeben werden.

Die ADRA-Nothilfe in der Ukraine wird unterstützt durch viele internationale ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, Spenderinnen und Spender aus Deutschland, sowie durch Mittel von Aktion Deutschland Hilft. Darüber hinaus arbeitet ADRA Deutschland e.V. mit dem Auswärtigen Amt zusammen, um mehr als 50.000 Geflüchtete in der Ukraine, Polen, Rumänien, Ungarn, Slowakei und Moldawien mit Lebensmittelpaketen, Hygieneartikeln und Bargeld zu unterstützen.

Die Zeppelin Mobile Systeme GmbH ist der führende Hersteller für individuelle kundenspezifische Shelter-Lösungen, die als mobile Funktionsräume Umgebungsbedingungen schaffen, die sonst nur in festen Gebäuden realisierbar sind. Mit der Kompetenz zur vollständigen Realisierung von mobilen medizinischen Versorgungseinrichtungen und der Fähigkeit zur Integration von modernster Medizintechnik in bestehende Infrastruktur verfügt die ZMS über einen innovativen Schwerpunkt im eigenen Leistungsportfolio.

Immer mittwochs: unser Radiomagazin „Düsseldorfer Wirtschaft“

Dennis Lieske (rechts im Bild) moderiert die „Düsseldorfer Wirtschaft“ auf Antenne Düsseldorf, gemacht von der Unternehmerschaft Düsseldorf. Immer mittwochs ab 19:04 Uhr gibts dieses beliebte Radioformat in unserem Heimatsender: auf UKW und als Livestream im Netz unter www.antenneduesseldorf.de

Immer mittwochs bekommen Sie nach den 19-Uhr-Weltnachrichten die „Düsseldorfer Wirtschaft“ auf die Ohren. Moderiert von Dennis Lieske gibts Interviews, kurzweilige Studiogespräche und die Nachrichten aus unserer lokalen Wirtschaft – gemacht von der Unternehmerschaft Düsseldorf. Zu hören auf UKW und im Livestream auf der Webseite des Senders unter www.antenneduesseldorf.de.

Henkel erzielt deutliches organisches Umsatzwachstum im ersten Quartal

Henkel-Chef Carsten Knobel. Foto: Henkel

Henkel in Holthausen hat im ersten Quartal 2022 in einem sehr herausfordernden Marktumfeld den Konzernumsatz auf rund 5,3 Mrd Euro gesteigert. Das deutliche organische Umsatzwachstum von +7,1 Prozent war vor allem durch eine sehr starke Preisentwicklung getrieben, bei gleichzeitig leicht rückläufigem Volumen. Nominal betrachtet betrug der Umsatzzuwachs +6,1 Prozent.

„Diese sehr gute Umsatzentwicklung ist ein Beleg für unsere Wachstumsagenda sowie für das große Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit. Ihnen gebührt unser Dank für ihren großartigen Einsatz“, sagte Carsten Knobel, Vorstandsvorsitzender von Henkel. „Doch das gesamtwirtschaftliche Umfeld hat sich seit Anfang des Jahres weiter dramatisch verschlechtert. Die Auswirkungen der globalen Corona-Krise mit einer außerordentlich angespannten Situation an den Rohstoffmärkten und in den globalen Lieferketten haben sich durch den Krieg in der Ukraine dramatisch verschärft.“

„Trotz dieser außergewöhnlich schwierigen Rahmenbedingungen verfolgen wir eine klare Strategie für ganzheitliches Wachstum. Mit unserem Adhesive Technologies-Geschäft sind wir weltweit führend und bieten innovative Lösungen in vielen wichtigen Industrien – mit einem klaren Fokus auf Zukunftstrends wie Mobilität, Vernetzung und Nachhaltigkeit. Und durch den Zusammenschluss der Konsumentengeschäfte Laundry & Home Care und Beauty Care schaffen wir mit Henkel Consumer Brands eine Multikategorie-Plattform mit rund 10 Mrd Euro Umsatz. Unser künftiges Consumer Brands-Geschäft soll bis spätestens Anfang 2023 etabliert sein und bietet ein breiteres Fundament, um unser Portfolio noch konsequenter zu optimieren und auf ein höheres Wachstums- und Margenprofil zu entwickeln“, erläuterte Carsten Knobel.

Das Umsatzwachstum im ersten Quartal war vor allem durch den Unternehmensbereich Adhesive Technologiesgetragen, der einen zweistelligen organischen Anstieg von +10,7 Prozent erreichte. Hier erzielten alle Geschäftsfelder organische Umsatzzuwächse.

Der Unternehmensbereich Beauty Care verzeichnete im ersten Quartal eine leicht rückläufige organische Umsatzentwicklung von -1,2 Prozent. Dabei erreichte das Friseurgeschäft ein zweistelliges organisches Umsatzwachstum. Das Konsumentengeschäft lag insbesondere aufgrund der Umsetzung der für 2022 angekündigten Portfoliomaßnahmen wie erwartet unter dem Niveau des Vorjahres.

Der Unternehmensbereich Laundry & Home Care erzielte eine sehr starke organische Umsatzsteigerung von +4,9 Prozent, die durch ein deutliches Wachstum im Geschäftsfeld Waschmittel getragen wurde. Das Geschäftsfeld Reinigungsmittel dagegen verzeichnete im ersten Quartal eine leicht rückläufige organische Umsatzentwicklung.

In regionaler Hinsicht wurde die deutliche Umsatzentwicklung von Henkel maßgeblich von den Wachstumsregionen getrieben. Aber auch die reifen Märkte verzeichneten eine starke organische Umsatzentwicklung.

Mit Blick auf den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2022 sagte Carsten Knobel: „Die Unsicherheit und Volatilität in unserem wirtschaftlichen Umfeld haben sich durch den Krieg in der Ukraine weiter verschärft. So haben sich die Preise für Rohstoffe und Logistik noch einmal deutlich erhöht. Zudem haben wir uns – vor dem Hintergrund der Entwicklungen des Krieges in der Ukraine – Mitte April dazu entschlossen, unsere Geschäftsaktivitäten in Russland aufzugeben. Darüber hinaus haben wir beschlossen, unsere Geschäftsaktivitäten in Belarus einzustellen. Hiervon betroffen sind ein Jahresumsatz von insgesamt rund 1 Mrd Euro und mehr als 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen erwarten wir nun für den weiteren Jahresverlauf eine deutlich höhere Belastung unserer Ergebnisgrößen als noch zum Anfang des Jahres und haben daher Ende April unsere
Jahresprognose entsprechend aktualisiert.“

Henkel erwartet nun auf Konzernebene im Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum von +3,5 bis +5,5 Prozent. Die bereinigte Umsatzrendite (EBIT-Marge) soll in der Bandbreite von 9,0 bis 11,0 Prozent liegen. Für das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie (EPS) bei konstanten Wechselkursen erwarten wir nun einen Rückgang in der Bandbreite von -35 bis -15 Prozent.

Umsatzentwicklung Konzern

Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal 2022 nominal um +6,1 Prozent von 4.968 Mio Euro im Vorjahresquartal auf 5.271 Mio Euro. Organisch – also bereinigt um Wechselkurseffekte und Akquisitionen/Divestments – erhöhte sich der Umsatz um +7,1 Prozent. Die deutliche Umsatzsteigerung auf Konzernebene war preisgetrieben. Akquisitionen und Divestments minderten den Umsatz um -1,1 Prozent. Wechselkurseffekte wirkten sich mit +0,2 Prozent leicht positiv auf die Umsatzentwicklung aus.

Im ersten Quartal erzielten die Wachstumsregionen eine zweistellige organische Umsatzsteigerung von +11,4 Prozent. In den reifen Märkten erreichten wir ein starkes organisches Umsatzwachstum von +3,1 Prozent. Während die Region Westeuropa mit einer organischen Umsatzentwicklung von -0,4 Prozent leicht unterhalb des Vorjahresniveaus lag, steigerten wir in Osteuropa den Umsatz um +21,0 Prozent. Das organische Umsatzwachstum in der Region Afrika/Nahost lag im ersten Quartal 2022 bei +1,4 Prozent. In der Region Nordamerika erhöhten wir den Umsatz um +6,6 Prozent. In Lateinamerika erreichten wir eine organische Umsatzsteigerung von +15,2 Prozent und das organische Umsatzwachstum in der Region Asien/Pazifik lag bei +5,3 Prozent.

Umsatzentwicklung Adhesive Technologies

Der Umsatz des Unternehmensbereichs Adhesive Technologies stieg im ersten Quartal 2022 nominal um +11,6 Prozent von 2.358 Mio Euro im Vorjahresquartal auf 2.631 Mio Euro. Organisch – das heißt bereinigt um Wechselkurseffekte und Akquisitionen/Divestments – erreichten wir gegenüber dem ersten Quartal 2021 ein Umsatzwachstum von +10,7 Prozent. Während sich das Volumen stabil entwickelte, konnten wir die Preise zweistellig steigern. Wechselkurseffekte erhöhten den Umsatz um +1,6 Prozent, Akquisitionen/Divestments wirkten sich dagegen mit -0,7 Prozent leicht negativ aus.

Die Umsatzsteigerung des Unternehmensbereichs Adhesive Technologies im ersten Quartal wurde durch alle Geschäftsfelder getragen. Das Geschäftsfeld Automobil & Metall erzielte eine gute organische Umsatzentwicklung. Hier wirkte sich der Rückgang der Automobilproduktion, der insbesondere durch den fortgesetzten globalen Halbleitermangel bedingt war, negativ auf unser Geschäft aus – diese Entwicklung wurde jedoch durch ein zweistelliges Wachstum im Geschäftsbereich Metall überkompensiert. Das Geschäftsfeld Verpackungen & Konsumgüter profitierte von einer fortgesetzt hohen Kundennachfrage und zeigte ein zweistelliges Umsatzwachstum, das vor allem durch die Geschäftsbereiche Verpackungen sowie Lifestyle getrieben war. Das Geschäftsfeld Elektronik & Industrie erreichte ein deutliches organisches Umsatzwachstum, insbesondere getragen durch ein zweistelliges Wachstum im Geschäftsbereich Industrie sowie ein positives Umsatzwachstum im Geschäftsbereich Elektronik. Im Geschäftsfeld Handwerk, Bau & Gewerbe wuchs der Umsatz organisch deutlich gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres, vor allem dank eines zweistelligen Anstiegs in den Geschäftsbereichen Bau sowie Maschinenbau & Instandhaltung.

Aus regionaler Sicht erzielte Adhesive Technologies in den Wachstumsmärkten einen zweistelligen organischen Umsatzanstieg. In Osteuropa und Lateinamerika wuchs der Umsatz zweistellig, insbesondere getragen durch das Geschäftsfeld Verpackungen & Konsumgüter. Die Regionen Afrika/Nahost und Asien (ohne Japan) verzeichneten einen deutlichen beziehungsweise sehr starken Umsatzanstieg.

Die reifen Märkte erreichten insgesamt ein deutliches organisches Umsatzwachstum. Dabei erzielte die Region Nordamerika einen zweistelligen Umsatzanstieg. In Westeuropa erreichten wir eine sehr starke Steigerung – hier konnten Belastungen aus dem Rückgang der Automobilproduktion auf unser Geschäft durch das Wachstum in allen anderen Geschäftsfeldern überkompensiert werden. Auch die reifen Märkte der Region Asien/Pazifik verzeichneten ein deutliches Wachstum, das durch alle Geschäftsfelder getragen wurde.

Umsatzentwicklung Beauty Care

Im ersten Quartal 2022 verringerte sich der Umsatz des Unternehmensbereichs Beauty Care nominal um -3,5 Prozent auf 892 Mio Euro (erstes Quartal 2021: 925 Mio Euro). Organisch – das heißt bereinigt um Wechselkurseffekte und Akquisitionen/Divestments – lag der Umsatz um -1,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Während das Volumen rückläufig war, verzeichnete der Unternehmensbereich eine starke Preisentwicklung. Wechselkurseffekte erhöhten den Umsatz leicht um +0,1 Prozent, Akquisitionen/Divestments minderten den Umsatz hingegen um -2,4 Prozent.

Der Umsatz im Konsumentengeschäft lag im ersten Quartal 2022 organisch unterhalb des Vorjahresniveaus. Diese Entwicklung war maßgeblich durch die angekündigten Maßnahmen zur Verbesserung des Portfolios, einschließlich der Einstellung von Aktivitäten, die nicht zum künftigen Kerngeschäft gehören werden, bedingt. Im Zuge dieser in Umsetzung befindlichen Portfolio-Optimierung werden im Jahresverlauf Geschäftsaktivitäten im Umfang von rund 5 Prozent bezogen auf den Umsatz von Beauty Care im Jahr 2021 eingestellt. Die Kategorie Haarkosmetik lag im ersten Quartal insgesamt unter dem Niveau des Vorjahres – hierbei verzeichneten die einzelnen Bereiche unterschiedliche Entwicklungen. Der Bereich Styling erzielte ein zweistelliges organisches Umsatzwachstum und konnte somit die im letzten Jahr begonnene Erholung fortsetzen. Die Bereiche Haarcolorationen und Haarpflege lagen unter dem Niveau des Vorjahres. Dabei wirkte sich im Bereich Haarcolorationen die fortgesetzte Normalisierung der Nachfrage aus, die im Vorjahresquartal pandemiebedingt deutlich erhöht gewesen war. Die rückläufige Entwicklung im Bereich Körperpflege ist maßgeblich auf die zuvor genannten Portfoliomaßnahmen zurückzuführen.

Das Friseurgeschäft konnte im ersten Quartal an die starke Entwicklung aus dem letzten Jahr anknüpfen und zeigte ein zweistelliges organisches Umsatzwachstum. Hierzu trugen sowohl die reifen Märkte als auch die Wachstumsmärkte bei. Dabei wurde die Umsatzsteigerung insbesondere durch ein zweistelliges Wachstum in Nordamerika sowie in West- und Osteuropa getrieben.

In den Wachstumsmärkten verzeichneten wir im ersten Quartal ein insgesamt gutes Umsatzwachstum. Dabei erreichten die Regionen Asien (ohne Japan) und Lateinamerika einen deutlichen Umsatzanstieg. Die Region Osteuropa verzeichnete ein sehr starkes Umsatzwachstum. Die Umsatzentwicklung in der Region Afrika/Nahost war dagegen, im Wesentlichen bedingt durch die Portfoliomaßnahmen, rückläufig.

Die organische Umsatzentwicklung in den reifen Märkten lag insgesamt unter Vorjahresniveau. Die reifen Märkte der Region Asien/Pazifik verzeichneten einen starken Umsatzanstieg, getrieben durch das Konsumentengeschäft. Die Region Nordamerika zeigte eine gute Umsatzentwicklung – hier war das Wachstum durch das Friseurgeschäft getragen. In Westeuropa entwickelte sich der Umsatz hingegen rückläufig. Diese Entwicklung wurde im Wesentlichen durch eine Normalisierung der Nachfrage nach Haarcolorationen und durch Maßnahmen zur Portfolio-Optimierung getrieben.

Umsatzentwicklung Laundry & Home Care

Der Unternehmensbereich Laundry & Home Care erreichte im ersten Quartal 2022 einen Umsatz von 1.692 Mio Euro, der damit nominal +2,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresquartals von 1.656 Mio Euro lag. Organisch – das heißt bereinigt um Wechselkurseffekte und Akquisitionen/Divestments – erzielte der Unternehmensbereich eine sehr starke Umsatzsteigerung von +4,9 Prozent. Das Wachstum war vor allem durch einen prozentual zweistelligen Preisanstieg getrieben, während sich das Volumen rückläufig entwickelte. Akquisitionen/Divestments hatten einen negativen Effekt von -1,0 Prozent auf den Umsatz, Wechselkurseffekte minderten ihn um -1,8 Prozent.

Das Geschäftsfeld Waschmittel (Laundry Care) verzeichnete im ersten Quartal ein deutliches organisches Umsatzwachstum, wesentlich getragen durch eine deutliche Entwicklung der Kategorien Vollwaschmittel und Weichspüler. Zu dieser Entwicklung haben unter anderem unsere Kernmarke Persil dank unserer fortgesetzten Innovationsoffensive sowie unsere nordamerikanische Marke all beigetragen. Unsere Spezialwaschmittel erreichten ein prozentual zweistelliges Wachstum, insbesondere getragen durch unsere Marke Perwoll.

Im Geschäftsfeld Reinigungsmittel (Home Care) verzeichneten wir im ersten Quartal eine leicht rückläufige organische Umsatzentwicklung, insbesondere aufgrund eines Rückgangs in der Kategorie Oberflächenreiniger. Hier setzte sich die Normalisierung der Nachfrage fort, die im Vorjahreszeitraum infolge der COVID-19-Pandemie deutlich erhöht gewesen war. Demgegenüber verzeichneten die Kategorien Geschirrspülmittel und WC-Reiniger eine positive beziehungsweise gute Umsatzentwicklung, getrieben durch unsere Markenfamilien Pril und Bref.

In den Wachstumsmärkten erzielten wir im ersten Quartal eine zweistellige organische Umsatzsteigerung, vor allem gestützt durch die Regionen Osteuropa und Lateinamerika, die jeweils ein prozentual zweistelliges Wachstum verzeichneten. Die Regionen Afrika/Nahost und Asien (ohne Japan) erreichten ein sehr starkes beziehungsweise ein positives organisches Umsatzwachstum.

Die reifen Märkte zeigten ein insgesamt positives organisches Umsatzwachstum, getrieben durch eine gute Entwicklung in der Region Nordamerika sowie ein zweistelliges Wachstum in den reifen Märkten der Region Asien/Pazifik. Der Umsatz in Westeuropa lag hingegen unterhalb des Vorjahresquartals.

Vermögens- und Finanzlage Konzern

Im Berichtszeitraum ergaben sich keine wesentlichen Änderungen der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns im Vergleich zum 31. Dezember 2021.

Zusammenführung der Konsumentengeschäfte in neuen Unternehmensbereich Henkel Consumer Brands

Am 28. Januar 2022 hatte Henkel bekannt gegeben, die Unternehmensbereiche Laundry & Home Care und Beauty Care in einen neuen, integrierten Unternehmensbereich Henkel Consumer Brands zusammenzuführen – mit einem Fokus auf zwei globale Kategorien, Laundry & Home Care und Hair Care. Die weiteren Kategorien werden im Rahmen der regionalen Steuerung geführt.

Die Schaffung von Henkel Consumer Brands ist für uns ein wichtiger strategischer Schritt in eine erfolgreiche Zukunft. Wir verfügen in beiden Unternehmensbereichen – Laundry & Home Care und Beauty Care – über attraktive Portfolios mit starken Marken und weltweit führenden Markt- und Kategoriepositionen. Mit dem neuen Unternehmensbereich als Multi-Kategorie-Plattform verbinden wir den klaren Anspruch, das Wachstums- und Margenprofil unserer Konsumentengeschäfte zu steigern“, sagte Carsten Knobel, Vorstandsvorsitzender von Henkel.

„Durch die Zusammenlegung unserer Konsumentengeschäfte werden wir in vielen Bereichen signifikante Synergien erzielen, die wir auch zur Stärkung unserer Profitabilität verwenden wollen. Das zeigt sich in unserer mittel- bis langfristigen finanziellen Ambition: So streben wir für Henkel Consumer Brands ein organisches Umsatzwachstum von 3 bis 4 Prozent sowie eine bereinigte Umsatzrendite im mittleren Zehn-Prozent-Bereich an. Einen Teil der Einsparungen werden wir auch reinvestieren, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Geschäfte zu erhöhen. Dabei wollen wir wichtige Themen wie Innovation, Nachhaltigkeit und Digitalisierung vorantreiben. So schaffen wir eine positive Wachstumsdynamik und heben die Umsetzung unserer Agenda für ganzheitliches Wachstum auf die nächste Stufe.“

Mit der Integration in einen Unternehmensbereich sollen mittelfristig signifikante Brutto-Einsparungen (vor Reinvestitionen) mit einem Gesamtvolumen von rund 500 Mio Euro realisiert werden. Diese Synergien werden sich vor allem aus der Optimierung von Vertriebs- und Verwaltungsstrukturen sowie in der Supply Chain (Produktion und Logistik) und bei Werbung und Marketing ergeben. Die Umsetzung wird hierbei in zwei Phasen erfolgen. In der ersten Phase werden bis Ende des Jahres 2023 Maßnahmen umgesetzt, die auf jährlicher Basis zu Netto-Einsparungen in Höhe von rund 250 Mio Euro führen sollen. Aus heutiger Sicht werden dabei weltweit rund 2.000 Stellen, vorwiegend in Vertrieb und Verwaltung, betroffen sein. In der ersten Phase erwartet Henkel Einmalaufwendungen in Höhe von rund 350 Mio Euro. In einer zweiten Phase soll der Schwerpunkt auf der Optimierung der Supply Chain des neuen integrierten Unternehmensbereichs liegen.

Als Multi-Kategorie-Plattform für das gesamte Konsumgütergeschäft mit einem Gesamtumsatz von rund 10 Mrd Euro wird Henkel Consumer Brands auch noch bessere Möglichkeiten für das aktive Portfolio-Management bieten. Das umfasst den Verkauf oder die Einstellung von Geschäften, die nicht den Erwartungen hinsichtlich Wachstum und Profitabilität entsprechen. Derzeit befinden sich dabei Geschäfte und Marken mit einem Gesamtumsatz von bis zu 1 Mrd Euro in Prüfung. Auch gezielte Akquisitionen – in bestehenden Kernkategorien sowie in anderen, neuen Konsumgüter-Kategorien – sollen das Portfolio und die Wachstumsdynamik von Henkel Consumer Brands weiter steigern.

„Durch die konsequente Fokussierung auf Geschäfte und Marken mit hohen Bruttomargen schaffen wir die Voraussetzungen für die Steigerung unserer Ertragskraft sowie zusätzliche Mittel für weitere Wachstumsinvestitionen – so dass eine sich selbst tragende und stärkende Wachstumsdynamik entsteht“, fasste Wolfgang König zusammen, der künftig im Vorstand von Henkel den Unternehmensbereich Consumer Brands führen wird.

Ausblick des Henkel-Konzerns

Unter Berücksichtigung der Geschäftsentwicklung in den ersten drei Monaten 2022 und der zum aktuellen Zeitpunkt bestehenden Annahmen zum Geschäftsverlauf im weiteren Jahresverlauf, insbesondere der signifikant steigenden Kosten für Rohstoffe und Logistikdienstleistungen sowie der beschlossenen Aufgabe von Geschäftsaktivitäten in Russland und Belarus, hatte der Vorstand der Henkel AG & Co. KGaA am 29. April 2022 entschieden, die Prognose für das Geschäftsjahr 2022 zu aktualisieren.

Die außerordentlich angespannte Situation an den Rohstoffmärkten und in den globalen Lieferketten hat sich durch den Krieg in der Ukraine weiter verschärft. In der Folge haben sich die Preise für direkte Materialien und Logistik noch einmal deutlich und stärker als bisher angenommen erhöht. Zudem hatte Henkel Mitte April bekannt gegeben, seine Geschäftsaktivitäten in Russland aufzugeben. Außerdem haben wir beschlossen, unsere Geschäftsaktivitäten in Belarus ebenfalls einzustellen. Hiervon ist ein Jahresumsatz von insgesamt rund 1 Mrd Euro betroffen.

Bei den Materialpreisen geht Henkel nun im Gesamtjahr von einem Anstieg im mittleren Zwanzig-Prozent-Bereich gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2021 aus. Zuvor war mit einem Anstieg im niedrigen Zehn-Prozent-Bereich gerechnet worden.

Henkel erwartet nun auf Konzernebene im Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum von +3,5 bis +5,5 Prozent (vorher: +2,0 bis +4,0 Prozent).

Die insgesamt höhere Umsatzerwartung ist getragen durch den Unternehmensbereich Adhesive Technologies. Hier gehen wir nun von einem organischen Umsatzwachstum in der Bandbreite von +8,0 bis +10,0 Prozent aus (vorher: +5,0 bis +7,0 Prozent), vor allem begründet durch die Weitergabe höherer Rohstoff- und Logistikkosten in Form höherer Preise. Für die Unternehmensbereiche Beauty Care und Laundry & Home Care bleiben die Erwartungen für das organische Umsatzwachstum unverändert. Für Beauty Care wird eine organische Umsatzentwicklung von -5,0 bis -3,0 Prozent erwartet. Dabei ist der Rückgang wie angekündigt im Wesentlichen bedingt durch bereits entschiedene und in Umsetzung befindliche Maßnahmen zur Verbesserung des Portfolios, einschließlich der Einstellung von Aktivitäten, die nicht zum künftigen Kerngeschäft gehören werden. Für Laundry & Home Caregehen wir weiterhin von einem organischen Umsatzwachstum in der Bandbreite von +2,0 bis +4,0 Prozent aus. Vor dem Hintergrund der Entscheidung, die Geschäftsaktivitäten in Russland und Belarus nicht fortzuführen, werden diese Länder ab dem zweiten Quartal aus dem organischen Umsatzwachstum von Henkel exkludiert.

Aus den im Jahr 2021 getätigten Akquisitionen und Divestments einschließlich der Effekte aus der Aufgabe von Geschäftsaktivitäten in Russland und Belarus erwarten wir einen negativen Einfluss im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich auf das Wachstum der nominalen Umsatzerlöse des Henkel-Konzerns. Effekte aus zusätzlichen Veräußerungen und Einstellungen von Geschäftsaktivitäten, Marken und Kategorien im Rahmen unseres aktiven Portfoliomanagements über die bereits in Umsetzung befindlichen Einstellungen von Aktivitäten im Unternehmensbereich Beauty Care hinaus sind in der Prognose nicht abgebildet. Aus der Umrechnung von Umsatzerlösen in Fremdwährung erwarten wir unverändert einen positiven Einfluss im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Neben den Auswirkungen aus der Aufgabe von Geschäftsaktivitäten in Russland und Belarus belasten drastisch steigende Preise für direkte Materialien und Logistik, die in diesem Geschäftsjahr nicht vollständig kompensiert werden können, die Ergebnisentwicklung stärker als bislang erwartet.

Für den Henkel-Konzern wird nun von einer geringeren bereinigten Umsatzrendite (EBIT-Marge) in der Bandbreite von 9,0 bis 11,0 Prozent (vorher: 11,5 bis 13,5 Prozent) ausgegangen. Für den Unternehmensbereich Adhesive Technologies erwarten wir eine bereinigte Umsatzrendite in der Bandbreite von 13,0 bis 15,0 Prozent (vorher: 15,0 bis 17,0 Prozent), für Beauty Care in der Bandbreite von 5,0 bis 7,0 Prozent (vorher: 7,5 bis 10,0 Prozent) und für Laundry & Home Care in einer Bandbreite von 7,0 bis 9,0 Prozent (vorher: 10,5 bis 13,0 Prozent).

Für das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie (EPS) bei konstanten Wechselkursen wird nun ein Rückgang in der Bandbreite von -35 bis -15 Prozent erwartet (vorher: -15 bis +5 Prozent).

Darüber hinaus haben wir für 2022 die folgenden Erwartungen:

  • Restruktierungsaufwendungen in Höhe von 450 bis 500 Mio Euro (vorher: 200 bis 250 Mio Euro). Dies beinhaltet nun auch Aufwendungen im Zusammenhang mit der Zusammenführung der Unternehmensbereiche Laundry & Home Care und Beauty Care.
  • Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und Immatrielle Vermögenswerte zwischen 700 und 800 Mio Euro (unverändert).

Diese neue Prognose beruht auf der Annahme, dass sich die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine nicht wesentlich verschärfen werden und es nicht aufgrund der COVID-19-Pandemie zu neuen weitreichenden Geschäfts- und Produktionsschließungen in Industrie und Handel kommen wird.

Zudem können sich im Zusammenhang mit der Aufgabe von Geschäftsaktivitäten in Russland und Belarus zu adjustierende Sonderaufwendungen, die größtenteils nicht zahlungswirksam sind, ergeben. Diese sind im Wesentlichen von der Art und Weise sowie dem Zeitpunkt und der Dauer der Umsetzung abhängig.

Jandura über den erfolgreichen Verhandlungsabschluss über ein Freihandelsabkommen mit Neuseeland

Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA,) zur Ankündigung der EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen zu dem erfolgreichen Verhandlungsabschluss über ein Freihandelsabkommen mit Neuseeland:

„Ich begrüße den Durchbruch bei den Verhandlungen zu einem Freihandelsabkommen zwischen der EU und Neuseeland. Das ist eine großartige Nachricht für die deutsche Wirtschaft. Das Abkommen wird dazu beitragen, unseren Außenhandel zu stärken und widerstandsfähiger zu machen. Es eröffnet unseren Unternehmen neue Handelsmöglichkeiten.

Die Einigung zeigt zudem, dass die EU handelspolitisch noch handlungsfähig ist. Ich hoffe, dass dies nur der Beginn ist und in nächster Zeit weitere Handelsverträge, beispielsweise mit Australien, unterschriftsreif sein werden. Genauso wichtig wie der Abschluss neuer Abkommen ist aber auch, dass diese dann zeitnah durch die Mitgliedsstaaten ratifiziert werden. Daran hapert es noch.“

Ericsson in Düsseldorf: Nahtlose 5G-Konnektivität – Autos warnen über Ländergrenzen hinweg vor Gefahren im Straßenverkehr

Wie eine nahtlose 5G-Konnektivität funktioniert, zeigt Ericsson in Düsseldorf gemeinsam mit Partnern an den Grenzen zu Frankreich und Luxemburg. Die Initiative 5GCroCo (Fifth Generation Cross-Border Control) ist eine mit 17 Millionen Euro dotierte europäische Innovationsmaßnahme.

Fahrzeuge warnen sich gegenseitig vor Gefahren auf der Straße. Auch über Ländergrenzen hinweg. Wie eine nahtlose 5G-Konnektivität funktioniert, zeigen Deutsche Telekom und Ericsson gemeinsam mit Partnern an den Grenzen zu Frankreich und Luxemburg. Die Initiative 5GCroCo (Fifth Generation Cross-Border Control) ist eine mit 17 Millionen Euro dotierte europäische Innovationsmaßnahme.

Grenzüberschreitende 5G Konnektivität

Wie kann zukünftig eine nahtlose, grenzüberschreitende 5G Konnektivität sichergestellt werden? Das ist die Fragestellung, die die Initiative 5GCroCo in einem grenzüberschreitenden Testszenario beantwortet. In dem von der EU geförderten Projekt wird die nahtlose, grenzüberschreitende 5G-Kommunikation an der Grenze zwischen Deutschland und Frankreich sowie an der Grenze zwischen Deutschland und Luxemburg getestet. 5G-Verbindungen von Fahrzeugen, die von Forbach in Frankreich oder Schengen in Luxemburg nach Deutschland fahren, werden nahtlos aus den Netzen von Orange und POST Luxembourg in das Netz der Deutschen Telekom in Deutschland übergeben. Eine durchgehende Vernetzung entlang der Straße stellt sicher, dass die für die Fahrt wichtigen Dienste jederzeit verfügbar sind. Das bestehende 5G Mobilfunknetz wurde mit zusätzlicher Netzausrüstung von Ericsson ausgestattet. So wurde für diese Tests ein 5G-Versuchsnetz aufgebaut, mit ähnlichen Merkmalen wie ein 5G Campus-Netz. Jedoch in einem größeren Maßstab.

Fahrzeuge warnen bei drohender Gefahr

Auf dem Weg zu autonomen Fahrzeugen entwickeln die Automobilhersteller Sensoren, die es den Fahrzeugen ermöglichen, ihre Umgebung zu erkennen und die Fahrzeuge zu steuern. Trotz der zunehmenden Anzahl von Sensoren im Fahrzeug bleibt die Wahrnehmung der Umgebung durch das Fahrzeug begrenzt. In bestimmten Situationen sind autonome Sensorsysteme häufig nicht in der Lage, gefährliche Ereignisse auf der Straße vorherzusehen und zu lokalisieren. Dies kann eine Vollbremsung oder ein gefährliches Fahrmanöver auslösen oder zu einer Kollision führen.

Im Rahmen des Projekts stellten Stellantis und Renault Fahrzeuge zur Verfügung, die mit dem vernetzten Dienst Anticipated Cooperative Collision Avoidance (ACCA) ausgestattet sind. Das System ermöglicht es, Warnungen über Gefahren zu empfangen. Dies können Staus oder liegengebliebene Fahrzeuge sein, die die Straße blockieren. Während liegengebliebene Fahrzeuge in der Regel dort bleiben, wo sie sind, verändert sich die Lage des Stauendes ständig. Dies ist besonders gefährlich, wenn sich das Stauende hinter einer Kurve oder einer Kuppe befindet. Der ACCA-Dienst ermöglicht es, den aktuellen Standort des Stauendes zu ermitteln. Dazu analysiert er Informationen wie anonymisierte Statusdaten, die von den Fahrzeugen der Umgebung in die Cloud übertragen werden. So wird die Position des Stauendes in Echtzeit ermittelt. Fahrzeuge, die sich der Gefahrenstelle nähern, werden mit präzisen Informationen gewarnt. Ziel ist es, durch die vorausschauende Warnung gefährliche Fahrmanöver wie Notbremsungen zu vermeiden oder auf die Gefahr von unerwarteten Manövern von vorausfahrenden Fahrzeugen hinzuweisen.

Für eine schnelle Kommunikation nutzt die ACCA-Anwendung die in Mobilfunknetze eingebettete Cloud-Infrastruktur des Mobile Edge Computing. Diese unterstützt geringe Latenzen, die zur Berechnung und Kommunikation für kritische Dienste benötigt werden.

Über Ericsson

Ericsson ist Weltmarktführer auf dem Gebiet der Kommunikationstechnologie und -dienstleistungen mit Firmenzentrale in Stockholm, Schweden. Kerngeschäft ist das Ausrüsten von Mobilfunknetzen. Das Portfolio des Unternehmens umfasst unter anderem die Geschäftsbereiche Networks; Cloud Software and Services sowie Enterprise Wireless Solutions and Technologies & New Businesses. Die Innovationsinvestitionen von Ericsson haben den Nutzen des Mobilfunks für Milliarden Menschen weltweit nutzbar gemacht. Das Unternehmen hilft seinen Kunden dabei, die Digitalisierung voranzutreiben, die Effizienz zu steigern und neue Einnahmequellen zu erschließen.

Das 1876 gegründete Unternehmen beschäftigt weltweit rund 101.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und arbeitet mit Kunden in 180 Ländern zusammen. 2021 erwirtschaftete Ericsson einen Nettoumsatz von 232,3 Milliarden SEK. Ericsson ist an der NASDAQ in Stockholm und New York gelistet.

Aktuell hält Ericsson 174 kommerzielle Vereinbarungen und Verträge mit Mobilfunknetzbetreibern weltweit. Darüber hinaus ist Ericsson an einem Großteil aller kommerziell eingeführten 5G-Livenetze beteiligt. Zu den 123 durch Ericsson unterstützten 5G-Livenetzen weltweit zählen unter anderem auch Netze in Deutschland und der Schweiz. Ericsson.com/5g

In Deutschland beschäftigt Ericsson rund 2.700 Mitarbeitende an 12 Standorten – darunter rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E). Der Hauptsitz ist Düsseldorf.

Neue Idee für mehr Nachhaltigkeit: Ericsson in Düsseldorf macht Plastikabfall zu Geld

Das Unternehmen Ericsson ist Mitglied der Unternehmerschaft Düsseldorf. In Deutschland beschäftigt Ericsson rund 2.700 Mitarbeitende an 12 Standorten – darunter rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E). Der Hauptsitz ist Düsseldorf. Foto: Ericsson

Ericsson Connected Recycling soll zur Reduzierung und Wiederverwertung von Plastikabfällen auf der ganzen Welt beitragen. Die Initiative, die von Ericsson MitarbeiterInnen im Rahmen des Ericsson ONE Inkubators gegründet wurde, bietet eine Plattform, um PET-Flaschen global nachverfolgen zu können. Diese Plattform erhöht die Transparenz über den Verbleib von Plastikabfall und schafft einen geschlossenen PET-Wertstoffkreislauf.

Unsere Abhängigkeit von Einwegprodukten und Plastikverpackungen schadet unserer Umwelt und hinterlässt irreversible Schäden. Nach Angaben des Science Journal werden derzeit jährlich etwa 450 Millionen Tonnen Plastik produziert, und die Produktion wird sich bis 2045 verdoppeln. Der weltweit größte maritime Müllteppich, der Great Pacific Garbage Patch (GPGP), bedeckt bereits jetzt eine geschätzte Fläche von 1,6 Millionen Quadratkilometern. Damit ist er dreimal so groß wie Frankreich. Es gibt bereits zahlreiche Initiativen, um das Plastik aus der Umwelt zu entfernen. Entsorgung ist letztlich jedoch keine Lösung. Für eine permanente Bekämpfung des Problems muss die Entstehung von Plastikmüll von vornherein verhindert werden. Unternehmen müssen also die bisherigen linearen Produktionsabläufe durch einen wirklichen Produkt- und Rohstoffkreislauf ersetzen.

Hier setzt Ericsson Connected Recycling an. Die Plattform basiert auf der Fintech-Initiative Ericsson Wallet, die weltweit bereits von mehr als 300 Millionen Menschen genutzt wird und leicht skalierbar ist. Sie bietet die Möglichkeit, im Nahen Osten und in Afrika in großem Umfang finanzielle Anreize für das Recycling zu schaffen, indem sie die Bevölkerung finanziell für das Recyceln von Plastik belohnt.

Wenn Menschen PET-Flaschen an eine Müllsammelstelle bringen, sollen sie dort über die Ericsson Wallet Plattform für diese Flaschen bezahlt werden. Die Flaschen werden dann wiederum an einen Recycler weiterverkauft, der diese wiederaufbereitet und zurück an Getränkekonzerne verkauft. Alle Zahlungen, Volumina und Transaktionen werden aufgezeichnet und gespeichert. So lässt sich der Kreislauf schließen und VerbraucherInnen können Plastikabfall zu Geld machen. Das Projekt soll zunächst im Nahen Osten eingeführt und dann auf Länder, in denen es die Wallet-Plattform gibt, ausgeweitet werden. Dieses System könnte außerdem auch eingesetzt werden, um das Recycling von anderen Rohstoffen wie Glas oder Aluminium zu unterstützen.

Über Ericsson Connected Recycling können Regierungen und Hersteller zudem sehen, wo PET-Flaschen nach ihrem Gebrauch genau landen. Die Orchestrator-Plattform ist in der Lage Informationen über Marken und Volumen der Flaschen zu sammeln.

Die Ericsson Connected Recycling-Initiative ist eine Antwort auf die UN-Resolution von März 2022, die zum Ziel hat die Plastikverschmutzung durch Kreislaufwirtschaft zu stoppen. Die Resolution deckt den gesamten Lebenszyklus von der Gewinnung der Chemikalien zur Herstellung bis hin zur Entwicklung recycelbarer Produkte ab und soll bis 2024 als internationales rechtsverbindliches Abkommen in Kraft treten.

Mehr zum Thema Nachhaltigkeit bei Ericsson: https://www.ericsson.com/en/about-us/sustainability-and-corporate-responsibility

Über Ericsson

Ericsson ist Weltmarktführer auf dem Gebiet der Kommunikationstechnologie und -dienstleistungen mit Firmenzentrale in Stockholm, Schweden. Kerngeschäft ist das Ausrüsten von Mobilfunknetzen. Das Portfolio des Unternehmens umfasst unter anderem die Geschäftsbereiche Networks; Cloud Software and Services sowie Enterprise Wireless Solutions and Technologies & New Businesses. Die Innovationsinvestitionen von Ericsson haben den Nutzen des Mobilfunks für Milliarden Menschen weltweit nutzbar gemacht. Das Unternehmen hilft seinen Kunden dabei, die Digitalisierung voranzutreiben, die Effizienz zu steigern und neue Einnahmequellen zu erschließen.

Das 1876 gegründete Unternehmen beschäftigt weltweit rund 101.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und arbeitet mit Kunden in 180 Ländern zusammen. 2021 erwirtschaftete Ericsson einen Nettoumsatz von 232,3 Milliarden SEK. Ericsson ist an der NASDAQ in Stockholm und New York gelistet.

Aktuell hält Ericsson 174 kommerzielle Vereinbarungen und Verträge mit Mobilfunknetzbetreibern weltweit. Darüber hinaus ist Ericsson an einem Großteil aller kommerziell eingeführten 5G-Livenetze beteiligt. Zu den 123 durch Ericsson unterstützten 5G-Livenetzen weltweit zählen unter anderem auch Netze in Deutschland und der Schweiz. Ericsson.com/5g

In Deutschland beschäftigt Ericsson rund 2.700 Mitarbeitende an 12 Standorten – darunter rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E). Der Hauptsitz ist Düsseldorf.

NRW-Metallarbeitgeber weisen IG-Metall-Forderung von acht Prozent mehr Geld als „völlig unrealistisch“ zurück

Arndt G. Kirchhoff, Präsident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW)

Als „völlig unrealistisch und absolut unverträglich für den M+E-Standort Nordrhein-Westfalen“ haben die NRW-Metallarbeitgeber die Forderung der IG Metall nach Einkommensverbesserungen von acht Prozent scharf zurückgewiesen. Alle M+E-Branchen lägen immer noch zum Teil deutlich unter dem Vorkrisenniveau, hätten mit heftigen exogenen Preisschocks zu kämpfen und stünden zudem transformationsbedingt unter massivem strukturellem Veränderungsdruck. Eine auch nur annähernde Umsetzung dieser Forderung würde viele Betriebe völlig überfordern und zahlreiche Arbeitsplätze im bedeutendstem Industriezweig des Landes aufs Spiel setzen, erklärte der Präsident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Arndt G. Kirchhoff, am Donnerstag in Düsseldorf. Überdies dürfe die ohnehin schon hohe Inflation nicht noch durch falsche tarifpolitische Weichenstellungen zusätzlich angeheizt werden. „Ich kann die IG Metall vor den Folgen einer überzogenen Tarifpolitik auch für die Beschäftigung nur warnen“, so Kirchhoff.

Nach Worten des NRW-Metallarbeitgeberpräsidenten verkennt die Gewerkschaft die hochgradig angespannte Lage in den M+E-Branchen. Mit ihrem wiederholten Verweis auf eine zum Teil gute Auftragslage ignoriere die IG Metall, dass die anhaltenden kräftigen Störungen der internationalen Lieferketten für eine extrem belastende und volatile Lage in der Industrieproduktion sorgten. „Unseren Unternehmen nutzen die vielen Bestellungen gar nichts, wenn Rohstoffe, Materialien und Vorprodukte verspätet, in viel geringerem Umfang, dazu zu exorbitant gestiegenen Preisen oder schlimmstenfalls erst gar nicht auf dem Hof ankommen“, betonte Kirchhoff. Die gegenwärtigen Streiks im Hamburger Hafen verschärften die Lage mittelfristig noch zusätzlich. Hinzu kämen extreme Preisaufschläge für Energie. Das alles führe zu erheblichen Einbußen bei Umsätzen und Gewinnen oder treibe zunehmend viele Betriebe in die Verlustzone. Schon jetzt reagierten darauf Unternehmen mit Investitionskürzungen und –verschiebungen oder leiteten personalpolitische Maßnahmen wie Kurzarbeit oder gar Beschäftigungsabbau ein. Die höchst unsicheren Zeiten machten die Ausgangslage vor der Tarifrunde 2022 ausgesprochen schwierig. „Darum ist es so wichtig, dass jetzt nicht auch noch die Tarifpolitik den Unternehmen untragbare Belastungen aufbürdet“, so Kirchhoff.

Lange Nacht der Wissenschaft in Düsseldorf wird verschoben – anderen Orts findet sie aber statt, zum Beispiel im Berliner Future Lab! Wir geben einen Überblick

 

Wie die Digitalisierung ein klimaneutrales Energiesystem ermöglicht, erfahren Besucherinnen und Besucher am 2. Juli 2022 bei der Langen Nacht der Wissenschaften im Future Energy Lab. Mit einem vielfältigen Programm und Interaktionsmöglichkeiten bietet das Lab der Deutschen Energie-Agentur (dena) einen einmaligen Einblick in die Zukunft der Energiewirtschaft. Foto: dena/Malena Eder

Wie die Digitalisierung ein klimaneutrales Energiesystem ermöglicht, erfahren Besucherinnen und Besucher am 2. Juli 2022 bei der Langen Nacht der Wissenschaften im Berliner Future Energy Lab. Mit einem vielfältigen Programm und Interaktionsmöglichkeiten bietet das Lab der Deutschen Energie-Agentur (dena) einen einmaligen Einblick in die Zukunft der Energiewirtschaft.

Im Future Energy Lab kommen Start-ups, Energiewirtschaft, Think Tanks und Forschung unter einem Dach zusammen. Das Pilotierungslabor der dena ist Teil des Start-up-Strategieentwurfes der Bundesregierung. Es entwickelt konkrete Lösungen und Geschäftsmodelle für das klimaneutrale Energiesystem der Zukunft. Zur Langen Nacht der Wissenschaften öffnet das Lab am Samstag zwischen 17 und 24 Uhr seine Türen am Berliner Tiergarten.

Philipp Richard, Leiter des Bereichs Digitale Technologien & Start-up Ökonomie der dena: „Tag für Tag arbeiten unsere Kolleginnen und Kollegen im Lab daran, digitale Lösungen für die integrierte Energiewende zu erforschen, um die Transformation zur Klimaneutralität voranzubringen. Wir freuen uns deshalb besonders, Teil des Start-up Strategieentwurfes der Bundesregierung zu sein und unsere wegweisende Arbeit auf der langen Nacht der Wissenschaften vorzustellen. Mit dem Future Energy Lab möchten wir insbesondere Interessierten aus der Energiebranche, Start-ups und der Community die Möglichkeit bieten, sich mit uns zu vernetzen und Teil des Labs zu werden. Wir laden alle herzlich zur Langen Nacht ein, die einen Blick in die innovativen Zukunftstechnologien des Energiesystems von morgen werfen wollen.“

Die Besucherinnen und Besucher des Future Energy Lab erwartet ein spannendes Programm rund um Smart Meter, künstliche Intelligenz und Blockchain-Technologien, die die Energiewelt revolutionieren werden, sowie Einblicke in den digitalen kommunalen Klimaschutz. Zudem werden Nachwuchsforschende in Mitmachexperimenten eingeladen, sich auf die Spuren des Klimawandels zu begeben und sich dabei spielerisch Wissen anzueignen.

Das gesamte Abendprogramm des Future Energy Lab hier.

Derweil die Wissenschaftsnacht in Düsseldorf verschoben auf den 09. September. Wie sich die Situation für eine solche Großveranstaltung im September wirklich darstellt, lässt sich heute noch nicht sagen. „Höchstwahrscheinlich wäre sie aber zwingend an ein umfangreiches Hygienekonzept gekoppelt, dass zu einer deutlich reduzierten zulässigen Besucherkapazität, Maskenpflicht und Abstandsregeln führen würde – und somit zu einem Veranstaltungsformat, das dem eigentlichen Zweck der NdW widerspricht“, begründet Joachim Tomensch, Leiter der Stabsstelle Veranstaltungen und Marketing-Service, die Entscheidung. An der „Nacht der Wissenschaft“ beteiligen sich neben der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf das Deutsche Diabetes-Zentrum, das Forschungszentrum Jülich, die Hochschule Düsseldorf, das Max-Planck Institut für Eisenforschung GmbH, die Robert-Schumann Hochschule sowie die WHU | Otto Beisheim School of Management.