Der Aufsichtsrat der Vodafone GmbH hat Hannes Ametsreiters Mandat als CEO des Unternehmens vorzeitig um drei Jahre verlängert. „Hannes Ametsreiter hat Vodafone Deutschland in den letzten viereinhalb Jahren zu neuer Stärke geführt – mit einer klaren Wachstumsstrategie, innovationsbasierter Vision, strategischen Übernahmen und einem starken Fokus auf digitale Transformation“, so Aufsichtsratschef Frank Rövekamp. „Unser Unternehmen steht heute so gut da wie nie zuvor. Mit der heute beschlossenen Verlängerung seines Mandats würdigen wir seine Verdienste – und sorgen zugleich für eine Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte.“
2015 begann Ametsreiter mit der Neuausrichtung Vodafones als Gigabit Company und der dazugehörigen Vision einer Gigabit-Gesellschaft, mit gigabitschnellen Netzen – unter der Erde wie in der Luft. 2016 schaffte Vodafone als erster die Roaming-Gebühren in Europa ab und gab im gesamten Netz die volle LTE-Geschwindigkeit für alle seine Privatkunden frei. 2017 startete die Gigabit-Offensive. Dafür ließ Ametsreiter das Vodafone-Kabelnetz modernisieren und etablierte das Unternehmen als neuer Glasfaser-Spieler – für mehr Netz in Gemeinden und Gewerbegebieten. 2018 leitete Vodafone die Gigabit-Wende ein – mit dem Start des ersten großflächigen Ausbaus eines Gigabit-Netzes in Deutschland. 2019 brachte Vodafone unter Ametsreiters Führung als erster Anbieter 5G nach Deutschland. Und schloss mit der milliardenschweren Unitymedia-Fusion die größte Telko-Übernahme seit Mannesmann erfolgreich ab.
„Ich freue mich sehr über das erneute Vertrauen des Vodafone-Aufsichtsrat in unseren Management-Kurs“, so Hannes Ametsreiter. „Gemeinsam mit allen 16.000 Vodafone-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern möchten wir ihn in den kommenden Jahren fortschreiben. Dafür verfolgen wir drei große Ziele: Wir wollen die Gigabit-Gesellschaft in Deutschland weiter vorantreiben. Wir wollen noch stärker darauf fokussieren, was Menschen und Unternehmen hilft. Und wir wollen die Integration von Unitymedia weiter vorantreiben, uns als Digitalkonzern noch stärker aufstellen – und so auch wichtige Synergien für unser Geschäft heben.“
Nachfolgend die tagesaktuellen Meldungen mit weiterführenden Links:
Die aktuellen Nachrichten aus unserem neuen Podcast mit Links
In Deutschland droht in den nächsten zehn Jahren nach einer Prognose von Handelsexperten ein weiteres großes Ladensterben. Die Zahl der Unternehmen im stationären Einzelhandel werde sich durch geänderte Kaufgewohnheiten und den Siegeszug des Onlinehandels bis zum Jahr 2030 noch einmal um bis zu 64.000 verringern. Die Zahl der Verkaufsstellen werde sogar um bis zu 80.000 sinken, prognostiziert das Kölner Institut für Handelsforschung (IFH) in seiner in dieser Woche veröffentlichten Studie. Mit dem Coronavirus hat das Ladensterben eigentlich nichts zu tun. Doch betonte Geschäftsführer Boris Hedde: „Die aktuelle Krise könnte dafür sorgen, dass die Entwicklung nun im Zeitraffer abläuft.“ Zu den Verlierern im Markt gehören vor allem die Modebranche, der Buchhandel und die Spielwarenläden, aber auch der Handel mit Wohnaccessoires. Den Link zur Studie gibts auf unserer Webseite.
Henkel verstärkt sein Engagement im Bereich Nachhaltigkeit: Durch ambitionierte Verpackungsziele für das Jahr 2025 möchte das Unternehmen die Entwicklung hin zu einer Kreislaufwirtschaft vorantreiben. Bis dahin sollen 100 Prozent der Verpackungen von Henkel recycelbar oder wiederverwendbar sein. Das Unternehmen will die Menge an neuen Kunststoffen aus fossilen Quellen in seinen Konsumgüterverpackungen um 50 Prozent reduzieren. Außerdem möchte Henkel dazu beitragen, dass Kunststoffabfälle nicht in die Umwelt gelangen.
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Der Ausbruch des Corona-Virus und die damit verbundenen Maßnahmen der Politik sorgen dafür, dass viele Beschäftigte von zu Hause aus arbeiten. Damit das sicher und gesund klappt, hat das ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. in Düsseldorf einige Hinweise parat. Neben einer funktionierenden digitalen Infrastruktur und entsprechenden Arbeitsmitteln wie Laptop, Maus und Zubehör gibt es auch einige Verhaltensaspekte, die zu einem gesunden und produktiven Arbeiten beitragen,“ weiß Dr. Stephan Sandrock vom ifaa. Wird ausschließlich mit dem Laptop gearbeitet – d. h. ohne externen Bildschirm und PC-Maus-, kann es zu Fehlhaltungen kommen. Hier sind regelmäßige Belastungswechsel wichtig. Zum Beispiel beim Telefonieren aufzustehen oder etwas herumzulaufen. Regelmäßige Frischluftzufuhr ist auch wichtig. Dehnübungen helfen, um einseitiger Belastung durch Sitzen entgegenzuwirken. Gegen müde Augen am Bildschirm hilft es, den Blick regelmäßig in die Ferne schweifen zu lassen. Noch mehr Tipps und alle Links dieser Nachrichten finden Sie bei uns im Netz unter unternehmerschaft.de.
Eine Premiere für die Arbeitgeberverbände in Düsseldorf und auch für die Arbeitgeberverbände in NRW. Erstmalig haben wir heute live ein zweistündiges Webinar für angemeldete Mitgliedsunternehmen unserer Verbände ausgestrahlt. Rechtsanwalt Alexander Jarre informierte wortfreudig, interessant und detailreich über die wichtigsten arbeitsrechtlichen Themen in diesen unwirklichen Corona-Zeiten. Im Hintergrund wirkten aus dem Team Christina Moeser und Christoph Sochart mit. Die Mitglieder konnten im Chat auch ihre Fragen loswerden.
https://unternehmerschaft.wigadi.de/wp-content/uploads/2014/08/AGV-UN-2.png00Christoph Socharthttps://unternehmerschaft.wigadi.de/wp-content/uploads/2014/08/AGV-UN-2.pngChristoph Sochart2020-03-24 13:56:182020-03-24 13:56:19Premiere: erstes Webinar live ausgestrahlt
Wir freuen uns, dass wir neben unserer tagesaktuellen ANTENNE DÜSSELDORF- Sendung „Düsseldorfer Wirtschaft“ (immer mittwochs ab 19:04 Uhr auch im Livestream) AB SOFORT mit einem Podcast online sind.
Jede Woche, bei Bedarf auch häufiger, gibts „etwas auf die Ohren“. Ereignisse, Entwicklungen, Hintergründe: In diesem Podcast werden die Themen besprochen, die Unternehmen interessieren. Personalmanagement, Personalwirtschaft, Workforce Management, Azubimarketing sowie Aus- und Weiterbildung. Dank diesem Podcast sind Sie bestens informiert. Unser Podcastteam nutzt dabei alle journalistischen Darstellungsformen: Berichte, Interviews, „Live“- Reportagen aus Veranstaltungen, Kommentare und knackfrische Newsformate.
Der Podcast ist eine Produktion der Unternehmerschaft Düsseldorf in Zusammenarbeit mit Wiedemeier Kommunikation (https://wiedemeier-kommunikation.de/). Sie hören uns über Spotify und bald auch über alle gängigen Podcast-Plattformen. Zusätzlich finden Sie uns auf der Webseite https://anchor.fm/unternehmerschaft.
Wir freuen uns über Feedback. Schicken Sie eine E-Mail an sochart@unternehmerschaft.de oder eine WhatsApp-Sprachnachricht an 0163.6294356.
https://unternehmerschaft.wigadi.de/wp-content/uploads/2014/08/AGV-UN-2.png00Christoph Socharthttps://unternehmerschaft.wigadi.de/wp-content/uploads/2014/08/AGV-UN-2.pngChristoph Sochart2020-03-21 10:43:492020-03-21 10:43:50Der neue Podcast der Unternehmerschaft: jede Woche News, Interviews und Reportage rund um die Themen Wirtschaft, Bildung und Personalmanagement.
Die Metallarbeitgeber und die IG Metall in Nordrhein-Westfalen haben sich unter dem Eindruck der unabsehbaren wirtschaftlichen Auswirkungen durch die rapide Ausbreitung des Corona-Virus auf einen Pilotabschluss für die Beschäftigten der deutschen Metall- und Elektroindustrie geeinigt. Das teilte der Verband der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW) am Freitag in Düsseldorf mit. Der Präsident von METALL NRW, Arndt G.Kirchhoff (Foto), betonte, der Kompromiss habe das Ziel, in diesen schwierigen Zeiten Unternehmen nicht weiter zu belasten und Beschäftigte zu unterstützen. „In dieser außergewöhnlich schwierigen Situation bietet dieser Tarifabschluss unseren Unternehmen und unseren Beschäftigten wertvolle Planungssicherheit“, erklärte Kirchhoff. Der Tarifvertrag enthalte unter anderem neue Elemente zur Abfederung sozialer Härten, zur Bewältigung von Engpässen in der Kinderbetreuung und zum Umgang mit Beschäftigungsausfällen. Alle Vereinbarungen haben eine Mindestlaufzeit bis zum 31. Dezember 2020.
Die wesentlichen Tarif-Vereinbarungen
auf einen Blick:
Entgelte:
Der zum 31. März 2020 gekündigte Entgelt-Tarifvertrag
wird ohne eine Erhöhung der Tabellenentgelte unverändert wieder in Kraft
gesetzt – mit einer Mindestlaufzeit bis zum 31. Dezember 2020.
Reaktivierung des Tarifvertrags Zukunft
in Arbeit (ZiA):
Der bewährte – auf freiwilliger betrieblicher
Basis umsetzbare – Tarifvertrag aus dem Krisenjahr 2010 wird modifiziert
wieder in Kraft gesetzt. So lassen sich die tariflichen Remanenzkosten
(Kosten der Kurzarbeit für das Unternehmen) ab dem ersten Tag der Kurzarbeit
senken, wenn im Gegenzug Beschäftigungssicherung gegeben ist.
Abfederung sozialer Härten bei Kurzarbeit:
Anstelle eines allgemeinen tariflichen
Zuschusses zum Kurzarbeitergeld haben die Tarifpartner eine Härtefall-Regelung
vereinbart. Danach wird ein betrieblicher Finanzierungsbetrag
zur Verfügung gestellt, der zum Ausgleich oder zur Verminderung sozialer
Härten im Fall von langandauernder und hoher Betroffenheit durch Kurzarbeit
dient.
· Dieser
Betrag errechnet sich aus der Zahl der Beschäftigten (Teilzeitbeschäftigte
anteilig) eines Betriebes multipliziert mit 350 Euro.
· Die
konkreten Verwendungsmodalitäten legen die Betriebsparteien fest. Der Finanzierungsbetrag
kann auf bereits betrieblich vereinbarte Unterstützungsleistungen angerechnet
werden.
· Mittel,
die nicht für Härtefälle ausgeschöpft wurden, können
o entweder
zum Jahresende zu gleichen Teilen an die Beschäftigten (Teilzeitbeschäftigte
anteilig) ausgezahlt
o oder
auf dem Weg der Differenzierung mit Zustimmung der Tarifvertragsparteien
auf bis zu Null reduziert werden, wenn die wirtschaftliche Lage des Betriebes
dies erfordert.
Besondere Freistellung bei Engpässen
in der Kinderbetreuung
Für Mitarbeiter, die Kinder bis zur Vollendung
des zwölften Lebensjahres zu betreuen haben, weil Schulen und Kindertagesstätten
aus Gründen des Gesundheitsschutzes geschlossen haben, gelten in Zukunft
folgende Regelungen:
· Diesen
Beschäftigten werden unter Weiterzahlung des Arbeitsentgelts bis zu fünf
Tage Freizeit gewährt.
· Vor
Inanspruchnahme dieser Regelung müssen die Beschäftigten folgende Maßnahmen
vorrangig nutzen:
o Nutzung
bestehender staatlich finanzierter Freistellungszeiten
o Verbrauch
von Resturlaubsansprüchen aus dem Jahr 2019
o Abbau
von bestehenden Guthaben auf Arbeitszeitkonten
o Aufbau
von maximal 21 „Negativstunden“ auf Arbeitszeitkonten
o Nutzung
von bereits für das Jahr 2020 genehmigter freier Tage statt T-ZUG (A)
Betriebliche Regelung zur Freie-Tage-Regelung
Die Betriebsparteien können in gegenseitigem
Einvernehmen unter Wegfall der tariflichen Sonderzahlung T-ZUG (A) freie
Tage mit ungekürzten laufenden Bezügen verpflichtend für alle Beschäftigten
anordnen (je nach Beschäftigtengruppe 8 oder 6 Tage).
Statement des Präsidenten von METALL
NRW, Arndt G. Kirchhoff
NRW-Metallarbeitgeberpräsident Arndt
G. Kirchhoff erklärte, im Angesicht einer schweren weltweiten Rezession
hätten gerade die Tarifparteien des für Deutschland bedeutendsten Industriezweigs
eine enorme Verantwortung für Unternehmen und Beschäftigte. Die beschleunigte
Ausbreitung des Corona-Virus stelle Deutschland vor eine nie dagewesene
Herausforderung. Um die Pandemie einzudämmen, stelle das ganze Land gegenwärtig
auf Notbetrieb um, Kernbereiche der deutschen Wirtschaft stellten vorübergehend
ihre Produktion vollständig ein. Jetzt müsse alles getan werden, die Unternehmen
gut durch die Krise zu bringen. „In dieser dramatischen Situation müssen
unsere Unternehmen von allem befreit werden, was ihre Liquidität einschränkt.
Gleichzeitig brauchen unsere Beschäftigten größtmögliche Sicherheit für
ihren Arbeitsplatz“, sagte Kirchhoff. Jetzt sei hochprofessionelles und
von gegenseitigem Vertrauen geprägtes Krisenmanagement angesagt. Die Metallarbeitgeber
hätten größtes Interesse daran, ihre Beschäftigten an Bord zu halten. Er
wisse, dass viele Mitarbeiter in großer Sorge um die Betreuung ihrer Kinder
seien und sich Geringverdiener auch existenzielle Gedanken machten. „Der
Tarif-Kompromiss soll helfen, vor allem Mitarbeiter in besonderen Drucksituationen
zu entlasten und materielle Sicherheit zu bieten“, betonte Kirchhoff.
Nach Worten des NRW-Metallarbeitgeberpräsidenten
bewiesen die Metalltarifparteien in Nordrhein-Westfalen mit dem erzielten
Tarifabschluss ihre sozialpartnerschaftliche Handlungsfähigkeit. Der Flächentarif
bestätige einmal mehr seine friedensstiftende Wirkung für die Metall- und
Elektroindustrie. Bereits mit dem ebenfalls in Nordrhein-Westfalen verhandelten
Tarifabschluss in der schweren Finanzkrise 2010 hätten die Tarifvertragsparteien
in Zusammenarbeit mit der Politik dazu beigetragen, dass Unternehmen im
Markt und Beschäftigte in Arbeit bleiben konnten. „Dieser Blick zurück
gibt mir Vertrauen und Zuversicht“, sagte Kirchhoff. Auf dieses gesellschaftliche
Miteinander werde es in der gegenwärtigen Krise entscheidend ankommen,
damit die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie für Unternehmen
und Beschäftigte so begrenzt wie möglich und die Rückkehr zu stabilen Verhältnissen
erleichtert würden.
https://unternehmerschaft.wigadi.de/wp-content/uploads/2014/08/AGV-UN-2.png00Christoph Socharthttps://unternehmerschaft.wigadi.de/wp-content/uploads/2014/08/AGV-UN-2.pngChristoph Sochart2020-03-20 12:47:452020-03-20 12:47:46Metall-Tarifvertragsparteien in Nordrhein-Westfalen erzielen Einigung für Tarifrunde 2020
Nachdem sich bereits eine abschwächende weltweite Konjunktur abgezeichnet hatte, wird die Weltwirtschaft nun auch noch mit voller Wucht durch die Corona-Epidemie getroffen. Abstürzende Aktienkurse und staatlich angeordnete Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens lassen eine anstehende Wirtschaftskrise erwarten. „Jetzt in solchen kritischen Zeiten zeigt sich, ob Unternehmenserfolg nachhaltig ist. Führungsqualitäten und Resilienz sind gefordert,“ so Olaf Eisele, wissenschaftlicher Experte des ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.V. „Ein krisenstabiles Unternehmen zeichnet sich durch resiliente Organisationsstrukturen aus und fördert kontinuierliches organisationales Lernen.
„Für Unternehmen kann die Krise Auftragsrückgänge, Liquiditätsprobleme, Kurzarbeit und in letzter Konsequenz ggf. auch notwendige Anpassung von Kosten- und Personalstrukturen bedeuten, um die Existenz des Unternehmens zu sichern bzw. es über die Krise zu retten“ so Eisele.
Standfest in der Krise: gute Führung und resiliente Organisationsstrukturen
In Krisenzeiten zeigt sich aus Erfahrung immer wieder die hohe Bedeutung von guter Führung und resilienten Organisationsstrukturen mit effizienten Krisen- und Notfallplänen sowie klaren und eindeutigen Zielen, Regeln, Verantwortlichkeiten, Informationen, Kommunikation und Koordination von Aktivitäten. Dies gilt für Unternehmen wie auch Staaten.
Für Unternehmen lautet das Gebot der Stunde: „Business Continuity Management“, das heißt den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Die Verantwortung hierfür liegt bei den Führungskräften, was deren große Bedeutung für den Erfolg und die Existenzsicherung von Unternehmen unterstreicht. Führungskräfte tragen gerade in der Krise, eine enorme Verantwortung für ihre Mitarbeiter und müssen trotz schwieriger Entscheidungen sehr viel Fingerspitzengefühl im Umgang mit Mitarbeitern haben. Viele Mitarbeiter sind nicht nur verunsichert, sondern haben auch Ängste, zum Beispiel vor Ansteckung oder Arbeitsplatzverlust.
Krisenkompetenzen
Damit Führungskräfte in Krisenzeiten professionell handeln können, benötigen sie Krisenkompetenzen. Für eine praktische Krisenkompetenz sind insbesondere Fachkompetenz (Wissen und Können auf breiter Basis), Sozialkompetenz (Umgang mit Mitarbeitern) und Persönlichkeitskompetenz (eigener Umgang mit Krise) erforderlich. Wichtige Führungsqualitäten in der Krise sind:
Positives Denken und Zuversicht,
Bewahren von Ruhe (nach innen und außen),
Empathie (emotionale, soziale und mentale Fähigkeiten),
Mut und Entschlossenheit zu Entscheidungen,
Kommunikationsfähigkeit,
Vertrauen auf eigene Stärken (Fachwissen und Praxiserfahrung).
Das eigene Verhalten im Blick
Aktuell ist es vor allem für Führungskräfte wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich nicht von Emotionen leiten zu lassen. Persönliches Fehlverhalten könnte die Krise auf betrieblicher Ebene weiter anheizen. Selbstreflektion kann helfen, sich möglicher negativer Reaktionsmuster bewusst zu werden. Wie reagiere ich? Resigniert, mutlos, unsicher oder aggressiv, provokativ? Gerade in Krisen kommen häufig negative Reaktionsmuster zum Vorschein. Diese normalen menschlichen Muster sollten angenommen und nicht verdrängt oder ausgeblendet werden. Wichtig ist es, diesen Verhaltensmustern nicht zum Opfer zu fallen, sondern sie zu erkennen und Gegenmaßnahmen (z. B. enger Austausch und Zusammenschluss mit Anderen) zu ergreifen.
Lernen durch die Krise
Um resilient mit einer Krise umzugehen, sollte man diese weder auf die leichte Schulter nehmen noch sich ausschließlich auf mögliche Risiken und negative Auswirkungen fixieren. Man sollte auch die Chancen erkennen. Zum Beispiel besteht die Möglichkeit für Führungskräfte, Unternehmen und Mitarbeiter aus Krisen zu lernen. Krisen sind nicht zu vermeiden und werden immer wieder in unterschiedlicher Ausprägung auf die Unternehmen treffen. Ziel für Führungskräfte und Unternehmen ist deshalb aus jeder Krise zu lernen, um der nächsten Krise noch stärker und resilienter zu begegnen.
Eine Fehlerkultur ist wichtig: Krisenkompetenz wird durch Lernen und Üben aufgebaut
Krisenkompetenz lässt sich letztendlich nur durch Lernen und Üben aufbauen. Insofern ist die aktuelle Krise eine Herausforderung aber auch ein Lern- und Übungsprozess für Staat und Unternehmen, aus dem möglichst viele Erkenntnisse gezogen werden sollten. Hierzu ist auch eine Auswertung nach der Krise notwendig. Erfahrungsgemäß gibt es dabei Widerstände aus Angst vor unbequemen Erkenntnissen, der Reflektion und Diskussion von Fehlverhalten oder vor Prestige- und Statusverlust. Verantwortungsbewusste Führungskräfte sind selbstkritisch und sich der Tatsache bewusst, dass ohne das Eingestehen von Fehlern kein Lernen und Verbessern möglich ist. Hier ist auch die Unternehmenskultur entscheidend. Wie wird im Unternehmen bisher mit Fehlern umgegangen?! Eine offene Krisennachbereitung ist die wirkungsvollste Vorbereitung für die nächste Krise und Aufbau von Resilienz und Krisenstabilität von Unternehmen und Führungskräften
„Die aktuelle Krise zeigt erneut, dass Unternehmen der Führung in Krisen mehr Stellenwert beimessen müssen. Im Mittelpunkt von Krisen stehen immer die Menschen. Deshalb geht es in Krisen nicht nur um Führungsprozesse und Führungsmethoden, sondern auch um Führung mit einer Vision, Zielen und Werten“, so Eisele.
Aufgabe von Führungskräften ist es deshalb auch, auf gemeinsame Ziele, Werte und Interessen, Motivation, Engagement und zwischenmenschliche Beziehungen zu achten. Diese Punkte geben Orientierung, Sicherheit und Halt in Krisen und bilden damit einen wesentlichen Beitrag betrieblicher Krisenstabilität. Unterstützend ist eine kontinuierliche Fortbildung (Kompetenzentwicklung) wichtig.
Die nordrhein-westfälischen Metallarbeitgeber haben die IG Metall davor gewarnt, den Unternehmen in der Tarifrunde 2020 neue Kostenlasten aufzuerlegen. Angesichts der enormen Herausforderungen durch Strukturwandel und Konjunkturflaute und den noch völlig unsicheren Auswirkungen der weltweiten Verbreitung des Corona-Virus auf die Wirtschaft sei jetzt „eine Tarifrunde mit Augenmaß“ angesagt. Der Präsident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Arndt G. Kirchhoff, sagte bei der nach vier Sondierungsgesprächen ersten offiziellen Verhandlungsrunde für die Beschäftigten dieses Industriezweigs in Paderborn, jetzt müsse alles getan werden, um die Fitness der Unternehmen für den Wettbewerb zu fördern. „Gerade in dieser schwierigen Situation muss sich die Zukunftsfähigkeit des Flächentarifs beweisen“, betonte Kirchhoff. Er freue sich, dass sich die Tarifparteien in der wirtschaftlichen Lagebeurteilung weitgehend einig gewesen seien. Jetzt gelte es, daraus die richtigen tarifpolitischen Schlussfolgerungen zu ziehen. Das Ziel sei, bis Ostern einen fairen, für Unternehmen und Beschäftigte tragfähigen Abschluss zu erzielen.
Mit ihrem Vorstoß, die Kurzarbeit zu erleichtern und damit die Unternehmen von Kosten zu entlasten, habe die Bundesregierung gute Voraussetzungen für flankierende Angebote der Tarifparteien geschaffen. „Damit können wir arbeiten“, betonte Kirchhoff. Es sei völlig richtig, jetzt der Beschäftigungssicherung den Vorrang gegenüber Einkommenserhöhungen einzuräumen. Das stabilisiere die Kaufkraft der rund 700.000 M+E-Beschäftigten in NRW. Zugleich erteilte der NRW-Metallarbeitgeberpräsident der Forderung der IG Metall eine klare Absage, die vom Gesetzgeber vorgesehenen Entlastungen für Unternehmen in Zuschläge für die Beschäftigten tariflich umzuwidmen. „Dieser Vorschlag ist kontraproduktiv“, kritisierte er. Damit machten sich die Tarifpartner weder bei der Politik Freunde, noch werde so das Ziel der Beschäftigungssicherung erreicht.
Die Metallarbeitgeber werteten das Bestreben der IG Metall, die Bewältigung der Herausforderungen des Transformationsprozesses in den Mittelpunkt der Tarifrunde 2020 zu stellen, als Beleg dafür, der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen Vorrang einzuräumen. „Einer gewerkschaftlichen Fremdsteuerung werden sich die Unternehmen in diesem Prozess allerdings nicht unterwerfen“, stellte Kirchhöfe klar.
Unser Verband startet heute eine aktuelle APP für Mitglieder. Diese kann man downloaden auf allen bekannten Plattformen.
Link Apple: https://apps.apple.com/de/app/m-e-app/id1494690319
Link Google: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.gesamtmetall
https://unternehmerschaft.wigadi.de/wp-content/uploads/2014/08/AGV-UN-2.png00Christoph Socharthttps://unternehmerschaft.wigadi.de/wp-content/uploads/2014/08/AGV-UN-2.pngChristoph Sochart2020-03-12 22:44:372020-03-12 22:44:38Metall-Tarifrunde 2020: NRW-Arbeitgeber warnen IG Metall am Donnerstag Abend vor neuen Kostenlasten für Unternehmen — für Mitglieder gibt’s jetzt eine aktuelle APP
Bislang führte MEDIMAX den Großteil seiner Märkte in Eigenregie – ab 2022 werden alle Standorte durch Franchisepartner betrieben. Sie bilden den Grundstein für das neue MEDIMAX Konzept, dessen Umsetzung bereits erfolgreich begonnen hat.
„Wer selbst verantwortlich ist, Gestaltungsspielraum hat und mit seinem Namen als lokaler Ansprechpartner für Qualität steht, der geht ganz anders an seine Aufgabe heran als ein Angestellter. Das beweist unter anderem der Erfolg unserer Marke EP:“, erklärt Friedrich Sobol, Vorstand ElectronicPartner. Deshalb setzt die Verbundgruppe ab sofort auch bei MEDIMAX auf Unternehmertum vor Ort. Seit Beginn der Offensive im vergangenen Sommer konnten bereits sieben Standorte an Franchisepartner übergeben werden, einer von ihnen plant die Eröffnung eines zweiten Marktes im April. Die Kooperation vermittelt nur Standorte, die nach intensiver Prüfung als zukunftsfähig gelten. Ist das nicht der Fall, wird der entsprechende Markt nicht als MEDIMAX weitergeführt. „Es ist uns wichtig, künftigen Franchisepartnern von Anfang an faire und attraktive Konditionen zu bieten, um sie in eine erfolgreiche Selbstständigkeit zu führen“, erläutert Friedrich Sobol.
Das neue Konzept baut auf einem attraktiven Finanzierungsangebot auf. Dieses beinhaltet neben verschiedenen Optionen zur Anschubfinanzierung auch Unterstützung in Mietvertragsangelegenheit, zum Beispiel durch Mietbürgschaften. Darüber hinaus erwartet die MEDIMAX Franchisepartner ein vollumfängliches Servicepaket an Dienstleistungen: vom Marketing über Recruiting bis zu Einkauf, Buchhaltung und IT-Support. Mit SAP verfügt MEDIMAX über eine leistungsfähige, moderne Warenwirtschaft, mit reibungslosen Schnittstellen zu allen relevanten Bereichen. Auch das eigens für die Märkte aufgebaute Wissens- und Schulungsportal MEDIMAX Campus steht in den Startlöchern.
Nächste Schritte
Aktuell laufen Gespräche mit potenziellen Franchisepartnern innerhalb der Kooperation. Ab Juli 2020 öffnet sich das Konzept auch für externe Interessenten. Die für Ende Juli geplante MEDIMAX Roadshow wurde auf Grund der ausgefallenen ElectronicPartner Jahresveranstaltung auf Mai vorgezogen. „Wir fahren in die einzelnen Regionen, um den Filialgeschäftsführern vor Ort und im persönlichen Gespräch unser Angebot zu zeigen“, erklärt Friedrich Sobol. Dazu gehört auch die Aufforderung, sich künftig aktiv in die Markenstrategie einzubringen und sich im MEDIMAX Unternehmerbeirat zu engagieren.
„Wir haben besten Service für unternehmerischen Erfolg weiter kultiviert. Das hat und wird uns noch einiges abverlangen. Doch das gesamte Team an Mitarbeitern macht einen großartigen Job. Deshalb bin ich überzeugt, dass wir MEDIMAX auf einen erfolgreichen neuen Kurs bringen“, resümiert Friedrich Sobol.
https://unternehmerschaft.wigadi.de/wp-content/uploads/2014/08/AGV-UN-2.png00Christoph Socharthttps://unternehmerschaft.wigadi.de/wp-content/uploads/2014/08/AGV-UN-2.pngChristoph Sochart2020-03-12 13:49:582020-03-12 13:50:00Neue Strategie: Erfolgreich selbstständig mit MEDIMAX
Wir freuen uns über den 1.000 Follower auf unserer Facebook-Seite. Hier erfahren Sie tagesaktuell, manchmal auch öfter am Tag, was bei uns gerade so läuft, nämlich unter https://www.facebook.com/unternehmerschaft.dusseldorf. Auch Programmhinweise zu unserer ANTENNE-Sendungen, aktuelle Einladungen und vieles mehr. Schauen Sie doch mal bei uns vorbei- (und nicht vergessen, Follower zu werden :-))
https://unternehmerschaft.wigadi.de/wp-content/uploads/2014/08/AGV-UN-2.png00Christoph Socharthttps://unternehmerschaft.wigadi.de/wp-content/uploads/2014/08/AGV-UN-2.pngChristoph Sochart2020-03-10 23:52:202020-03-10 23:52:21Danke für den 1.000 Follower auf Facebook
Für die am 7. und 8. März geplante ElectronicPartner Jahresveranstaltung (JV) standen nicht nur Produkthighlights, sondern auch strategische Neuigkeiten rund um die Markten EP:, MEDIMAX und comTeam auf dem Programm. Leider musste ElectronicPartner auf Grund der fortschreitenden Ausbreitung des Coronavirus beschließen, die Veranstaltung abzusagen. Damit Mitglieder und Partner dennoch von den Angeboten profitieren, hat die Verbundgruppe einen großen Teil des Programms digital aufbereitet und alle Messepreise aktiviert.
„Die JV nicht stattfinden zu lassen, war für uns kein leichter aber ein selbstverständlicher Schritt. Nun arbeiten wir mit Hochdruck daran, über alle uns zur Verfügung stehenden Mittel die geplanten Inhalte an die Mitglieder zu transportieren“, erklärt ElectronicPartner Vorstand Karl Trautmann. In Webinaren, Sondernewslettern und Podcasts erwarten sie aktuelle Markenthemen, Informationen von Dienstleistern und Know-how zu Warenschwerpunkten.
Eine wichtige Botschaft auf der Jahresveranstaltung hätte gelautet: „Loewe is back!“. Die Premiummarke wird wieder ein wichtiger Bestandteil des TV-Sortimentes der Verbundgruppe und bietet hochwertige, technisch innovative und vor allem spannenorientierte Produkte. „Sortimentierung spielt eine zentrale Rolle im modernen Fachhandel – wir freuen uns mit Loewe wieder einen wichtigen Partner an Bord zu haben“, sagt Karl Trautmann. Auch hierzu erhalten die Mitglieder in der nächsten Zeit alle Informationen die sie brauchen auf digitalem Weg und direkt von ihren Ansprechpartnern.
Diese wären natürlich alle vor Ort gewesen – so zum Beispiel auf dem EP:Marketingstand. Hier hätten die Fachhändler anschauliche Beispiele zur weitergeführten Qualitätsoffensive 2.0 erwartet, inklusive aktueller Local Hero Kampagne. Ebenso sollten Infos zum neuen Erfa-Konzept präsentiert und das aktuelle Angebot des EP:Campus gezeigt werden. Die gesamten Inhalte bereitet das Marketing-Team nun für die Mitglieder in Webinaren, digitalen sowie Print-Medien auf.
Auch das Technologie-Netzwerk comTeam wird die wichtigsten Inhalte seines Messeauftritts auf virtuellem Weg, über Workshops und eine Ausstellung an seine Partner transportieren.
Bei MEDIMAX sind die ersten Webinare bereits gelaufen. Neben Workshops hatte das Team der Zentrale einen Stand vorbereitet, der die einzelnen Schritte hin zum Franchisebetrieb visualisieren sollte – denn: MEDIMAX setzt ab sofort auf Unternehmertum vor Ort. Bis 2022 wird die Fachmarktlinie ein reines Franchiseunternehmen sein. Erste Standorte konnten bereits erfolgreich an Unternehmer übergeben werden.
„Wir bereiten alles auf, was wir können. Den Spirit der Messe, den ‚Family Effect‘ bekommen wir virtuell nicht hin, das ist uns klar. Menschen zusammen zu bringen ist auch in Zeiten beinahe unbegrenzter digitaler Möglichkeiten unersetzbar. Deshalb freuen wir uns schon jetzt auf die IFA im September, wenn wir eine Vielzahl der Mitglieder im Palais unterm Berliner Funkturm begrüßen“, lautet das Fazit von Karl Trautmann.
https://unternehmerschaft.wigadi.de/wp-content/uploads/2014/08/AGV-UN-2.png00Christoph Socharthttps://unternehmerschaft.wigadi.de/wp-content/uploads/2014/08/AGV-UN-2.pngChristoph Sochart2020-03-10 14:52:562020-03-10 14:52:58Absage wegen Corona – Herausforderung angenommen: ElectronicPartner bereitet Messe virtuell auf
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