Sicher durch die Silvesternacht: Provinzial in Wersten gibt Tipps

(obs) Jedes Jahr kommt es Silvester zu zahlreichen Unfällen mit Verletzungen und zu Bränden. Die Schäden gehen nicht selten in die Millionen. „Die Gründe sind fast immer leichtsinniges und unsachgemäßes Hantieren mit Feuerwerkskörpern“, so Jörg Taube, Brandschutzingenieur der Provinzial in Wersten. Er gibt Tipps, damit beim Umgang mit Böllern und Raketen nichts passiert.

 „Feuerwerksartikel gehören nicht in die Hände von Kindern“, rät der Experte, „es sei denn sie sind extra für sie hergestellt und so gekennzeichnet.“ Grundsätzlich dürfen Raketen und Böller nur im Freien verwendet werden. „Ganz wichtig ist es, die Gebrauchsanleitung zu beachten und genügend Abstand zu Menschen, Häusern und Autos zu halten“, erklärt Taube, der sich neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit bei der Provinzial auch ehrenamtlich als Fachleiter für Brandverhütung engagiert. Beim Kauf der Knaller muss darauf geachtet werden, dass diese ein Prüfsiegel der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) tragen. Nur dann sind sie zugelassen und geprüft. „Raketen sollten immer senkrecht in den Himmel geschossen werden. Ein Getränkekasten mit einer alten Flasche oder ein Eimer mit Sand sind gute Startrampen“, empfiehlt Taube. Ganz wichtig: Blindgänger nicht ein zweites Mal zünden, sondern möglichst mit Wasser unbrauchbar machen.

Wohnung, Haus und Auto sichern
Um Schäden zu verhindern, lässt sich bereits vor der Jahreswende einiges tun. Türen und Fenster der Wohnung sollten geschlossen bleiben, damit sich kein Feuerwerk hinein verirrt. Auch das Auto sollte sicher abgestellt werden, nach Möglichkeit in der Garage. „Laternenparker sollten versuchen, ihr Fahrzeug in ruhigen Seitenstraßen abzustellen und belebte Kreuzungen und bekannte Feierplätze in der Nachbarschaft meiden“, so Taube. Zwischen 23.30 und 1.00 Uhr sollte man nur zu Autofahrten starten, wenn es unvermeidbar ist.

Versicherungen helfen im Schadenfall
Verursacht das Feuerwerk einen Schaden in der Nachbarwohnung, kommt dafür die Haftpflichtversicherung des Verursachers auf. Ist dieser nicht zu ermitteln, springt die Hausratversicherung des Geschädigten ein oder die Gebäudeversicherung des Eigentümers, wenn das Haus betroffen ist.

Beim Auto ist es ähnlich: Wenn der Verursacher nicht ermittelt wird, hilft die eigene Teilkaskoversicherung, um den Brand- oder Explosionsschaden erstattet zu bekommen. Einen negativen Einfluss auf den Schadenfreiheitsrabatt hat dies nicht. Ist der Täter unbekannt, sollte der Schaden bei der Polizei angezeigt werden.

Die besten Nachricht zum Jahreswechsel: Mercedes-Benz investiert 200 Millionen Euro in das Düsseldorfer Sprinterwerk

(cs) Wunderbare Nachrichten für dem Wirtschaftsstandort Düsseldorf in einer ansonsten sehr angespannten konjunkturellen Situation: Mercedes-Benz investiert in den kommenden Jahren 200 Millionen Euro ins Düsseldorfer Sprinterwerk, um den Bau des Verbrenner-Kastenwagens (Van.CA gBM) langfristig in unserer Stadt zu sichern. In einer Stellungnahme von Standortleitung, Personalleitung und Betriebsrat, die unserer Redaktion vorliegt, heißt es: „Damit fertigen wir in Zukunft alle Verbrenner-Varianten des neuen gewerblichen Vans auf Basis der neuen Van Architektur im Large Van Segment.“ Zum einen werden in Düsseldorf Fahrzeuge mit geschlossenem Baumuster und hochmodernen Verbrennungsmotor und zum anderen Vans mit offenem Baumuster, sowohl mit Elektroantrieb als auch mit hoch modernem Verbrennungsmotor produziert.

Ingenieurin Claudia Malkus, Standort- und Produktionsleiterin des Sprinterwerks Düsseldorf. Foto: Mercedes-Benz

Die Verhandlungen im Werk waren äußerst kompliziert und erstreckten sich über mehrere Monate. Die Rheinische Post berichtete zuerst darüber: „Auf der Arbeitgeberseite saßen Werksleiterin Claudia Malkus, der lokale Personalchef Dirk-Alexander Servos sowie Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands der Metall-Industrie in Düsseldorf.“

In der Mitteilung des Sprinterwerks heißt es abschließend: „Düsseldorf entwickelt sich weiter und bleibt ein verlässlicher Teil des Mercedes-Benz Produktionsnetzwerks. Gemeinsam setzen wir die Zukunft in Bewegung“.

Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer der Düsseldorfer Arbeitgeberverbände. Foto: Frank Wiedemeier

Unsere Podcast-Doku: Josef Hinkel – Bäcker, Unternehmer, Karnevalist und Bürgermeister

(cs) Premiere in unserer Podcast-Redaktion „Düsseldorfer Wirtschaft“! Josef Hinkel – Bäcker, Unternehmer, Karnevalist und Bürgermeister – ist eine der prägendsten Persönlichkeiten Düsseldorfs. In unserer exklusiven Podcast-Dokumentation gewährt Hinkel persönliche Einblicke in sein Leben zwischen Backstube, Politik und Brauchtum.

Wenn Sie die Doku bereits gehört haben: prima! Wenn nicht, dann: herzlich willkommen!

Produzent Frank Wiedemeier (Streamboxstudios) und Redakteur Christoph Sochart (Unternehmerschaft Düsseldorf) porträtieren dabei nicht nur den erfolgreichen Handwerksunternehmer, sondern vor allem auch den Menschen hinter der öffentlichen Figur.

Familie, Freunde und langjährige Weggefährten kommen zu Wort und zeichnen das vielschichtige Bild eines Mannes, der tief mit seiner Heimatstadt verwurzelt ist – und der mit Humor, Leidenschaft und Herz Verantwortung übernimmt.

Ob beim Rundgang durch die Altstadt, in der Familie oder im Rathaus: Josef Hinkel zeigt sich offen, nahbar und nachdenklich – und spricht über Glück, Dankbarkeit und den Wunsch, seiner Stadt etwas zurückzugeben.

Den Podcast gibt es überall dort, wo es gute Podcasts gibt (Apple, Spotify, Google, Deezer, podcast.de) und auf dem Informations- und Kommunikationsportal der Unternehmerschaft Düsseldorf unter unternehmerschaft.de.

Die erste Episode gab es am 8. Oktober ab 05.55 Uhr. Die weiteren Folgen erschienen am 15. und 22. Oktober.

TIMOCOM gewinnt Silber beim Deutschen Telematik Preis 2026

(ud) Das Erkrather Unternehmen TIMOCOM belegt beim Deutschen Telematik Preis 2026 in der Kategorie „Visibility Plattformen“ den zweiten Platz. Mit dem Deutschen Telematik Preis werden herausragende Innovationen im Bereich der Telematik prämiert, die sich durch technische Exzellenz, hohe Integrationsfähigkeit und eine überzeugende Nutzerfreundlichkeit auszeichnen. Die Veranstalter, der EuroTransportMedia Verlag in Zusammenarbeit mit der DEKRA, verfolgen mit der Würdigung das Ziel, praxisrelevante Innovationen zu fördern, die den Transport- und Logistikalltag effizienter gestalten und neue Standards in Technik und Anwenderfreundlichkeit setzen.

Flexibles Echtzeit-Tracking für maximale Transparenz

TIMOCOM überzeugte die Jury mit seiner Live-Sendungsverfolgung: Die Lösung bietet Spediteuren drei flexible Tracking-Optionen: GPS-basierte Statusaktualisierungen über Telematiksysteme, Statusupdates durch Fahrer sowie manuelle Aktualisierungen durch Disponenten. Diese sendungsbezogenen Optionen machen das Tracking der Fahrzeugflotte deutlich verlässlicher und effektiver als der Blick in die Standortkarte. Als weitere Entlastung der Fahrer ist die Live-Sendungsverfolgung auch durch die LKW.APP von Aparkado verfügbar. Gewinnbringende Vorteile zeigen sich durch die Verfügbarkeit von Echtzeit-GPS-Daten, automatischen Statusupdates via Geofencing, präzisen ETA-Berechnungen, dem digitalen Dokumentenmanagement und konfigurierbaren Benachrichtigungen bei unerwarteten Ereignissen. Von den Anwendern besonders geschätzt wird die Möglichkeit, alle Daten per Schnittstelle direkt in das eigene TMS zu übertragen und somit ein zentrales Cockpit zu nutzen. Dabei bleibt die Datenhoheit bei den Eigentümern.

Award unterstreicht die wachsende Bedeutung von Real Time Visibility

„Die Auszeichnung für die TIMOCOM Live-Sendungsverfolgung würdigt unser Engagement für mehr Real Time Visibility und Transparenz in der Transportbranche. Wir freuen uns und sind stolz darauf, dass wir durch diese innovative Lösung die Transparenz entlang der Lieferkette erhöhen, Prozesse effizienter gestalten und unsere Kunden dabei unterstützen können, ihre Transporte in Echtzeit zu steuern“, so Philipp Schmidt, Strategic Product Manager bei TIMOCOM.

„Die Auszeichnung zeigt erneut, dass man mit praxisnahen und leicht umzusetzenden Lösungen echte Mehrwerte für die Transportbranche schaffen kann. Wir danken der Jury und dem Veranstalter EuroTransportMedia Verlag sowie der DEKRA für diese Anerkennung“, ergänzt Gunnar Gburek, Head of Business Affairs bei TIMOCOM.

Neue Podcastfolge! Exklusiv: Die TOP 5 der Recruiting-Trends 2026

(cs) Unsere neue Episode der „Düsseldorfer Wirtschaft“ ist online! Heute sprechen wir mit TOP-Jobexperte Matthias Wiesmann von der „personalisten“ über die Recruiting-Trends 2026. Es spricht über bessere Tools fürs Matching, welche Rolle KI spielen wird und verrät: „Geschwindigkeit“ wird ein Wettbewerbsvorteil werden. Seien Sie gespannt auf diese Podcastfolge in diesem Jahr.

Alle Folgen der „Düsseldorfer Wirtschaft“ finden Sie dort, wo es gute Podcasts gibt.

Und, natürlich auch auf www.unternehmerschaft.de

Produzent: Frank Wiedemeier

Eine Produktion von Streamboxstudios & Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung.

Bitte, empfehlen Sie uns weiter in Ihre beruflichen und privaten Netzwerke. Liken Sie uns und schreiben Sie uns, welches Thema Sie in 2026 hören wollen: podcast@unternehmerschaft.de.

Rheinmetall testet erstmalig neues Drohenabwehrsystem

(ud) Rheinmetall in Düsseldorf hat im Rahmen der Ground-Based Air Defence (GBAD) Demo Days auf dem Schießplatz im finnischen Lohtaja erfolgreich seine Fähigkeiten im Bereich der Drohnenabwehr (Counter-small Unmanned Aerial Systems (c-sUAS)) präsentiert. Die Teilnahme von Vertretern der Rheinmetall Air Defence erfolgte auf Einladung des Inspekteurs der Flugabwehr der finnischen Streitkräfte.

Trotz herausfordernder klimatischer Bedingungen in einem abgelegenen Waldgebiet überzeugte Rheinmetall mit einer leistungsstarken und zuverlässigen Demonstration. Das gezeigte Spektrum an Bedrohungen – von Jet-Drohnen bis hin zu kleinen Quadcoptern – sowie die reibungslose Zusammenarbeit mit dem Veranstalter XD Solutions und den finnischen Streitkräften verdeutlichten die Einsatzreife der gezeigten Technologien. Der Schwerpunkt der Demonstration lag auf der Detektion, Klassifikation und dem Verfolgen verschiedenster Drohnen in unterschiedlichen Lufträumen und Fluggeschwindigkeiten.

Im Zentrum der Präsentation stand der Skyspotter, Rheinmetalls multi­sensorisches Frühwarn- und Aufklärungssystem zur Detektion, Klassifikation und Verfolgung von Luftbedrohungen. Skyspotter ist darauf ausgelegt, kritische Infrastruktur zu schützen und großflächige Areale gegen Drohnenangriffe abzusichern. Das System zeichnet sich durch eine offene Architektur aus, die die Integration unterschiedlicher Sensoren und Effektoren je nach Bedrohungslage zulässt. In enger Zusammenarbeit mit Mitarbeitern der Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH konnte das Skyspotter System in einer schnell verlegbaren Ausführung auf Basis des Rheinmetall HX Truck vor Ort präsentiert werden. Dies unterstreicht die Flexibilität der Systemarchitektur als auch die Fähigkeiten des Konzerns.

Während der Vorführung zeigte Rheinmetall ein integriertes Gesamtsystem, bestehend aus dem Skyspotter, mehreren dislozierten Passive Emitter Locator Sensoren sowie einem schnell verlegbaren, spezialisierten C2-Shelter. Dieser gewährleistet – in sicherem Abstand zu aktiven Komponenten – eine optimale Führungsfähigkeit und erhöht den Schutz des Bedienpersonals.

Skyspotter hat die Fähigkeit, verschiedene Effektoren zu integrieren. Je nach Bedrohungslage kann der Bediener auswählen ob er einen Jammer zur Bekämpfung einsetzt, eine Interceptor Drohne oder im äußersten Falle die sich in der Konzeptphase befindliche. hochflexible Revolver Gun 30mm. Dabei kommt die individuell programmierbare KETF-Munition (kinetic energy time fuze) zum Einsatz, die allein mit kinetischer Energie wirkt (sog. Wuchtmunition).

Konecranes öffnet seine Türen für interessierte Besucher

(cs) Unser Mitglied Konecranes freut sich stets über interessierte Besucher in seinen Betrieben, der Produktion und den modernen Trainingszentren und bietet spannende Einblicke in die Welt der industriellen Hebezeuge und Kranantriebe. Heute berichtet das SociaMedia-Team über die Erkundung von interessierten Fachleuten.

Bei einem Besuch konnten Interessierte hautnah erleben, wie moderne Smart Features, digitale Tools und der innovative Lifecycle-Care-Ansatz den Betrieb von Krananlagen sicherer, effizienter und transparenter machen. Besonders beeindruckend war das praxisnahe Testen intelligenter Assistenzfunktionen in den Trainingszentren. Darüber hinaus bot Konecranes Einblicke in aktuelle Rechts- und Normanforderungen, Modernisierungsmöglichkeiten für Bestandsanlagen sowie präzise Kranbahnvermessungen inklusive Sanierungsoptionen.
Konecranes hat ein Werk im Düsseldorfer Süden und ist ein weltweit führender Hersteller von Krananlagen und Hebelösungen für die Industrie. Das Produktportfolio umfasst Brückenkrane, Portalkrane, Kettenzüge, Seilwinden sowie modernste Krankomponenten. Dabei setzt das Unternehmen auf innovative Technologien und digitale Lösungen, um Produktionsprozesse effizienter und sicherer zu gestalten.

Großauftrag aus den Niederlanden: Rheinmetall liefert Skyranger 30 für die mobile Luftverteidigung

(ud) Das Düsseldorfer Technologie-Unternehmen Rheinmetall hat einen weiteren Großauftrag für mobile Luftverteidigungssysteme erhalten. Das niederländische Verteidigungsministerium hat Rheinmetall Air Defence mit der Lieferung einer zweistelligen Zahl von Skyranger-Flugabwehr¬systemen für die niederländischen Streitkräfte beauftragt. Der Auftragswert liegt im dreistelligen MioEUR-Bereich. Die ersten Skyranger-Waffenplattformen sollen Ende 2028 ausgeliefert werden, die letzte Lieferung erfolgt Ende 2029. Ein großer Teil der Wertschöpfung erfolgt vor Ort in den Niederlanden.

Die Skyranger-Waffenplattform besteht aus einem Standard-Skyranger-30-Turm und einer Tragstruktur. Hierdurch lässt sich das System entweder mobil auf einem gepanzerten Kampfunter¬stützungs¬fahrzeug des Kunden oder abgesetzt vom Boden aus einsetzen. Darüber hinaus hat der Kunde taktische Führungscontainer und  Transportplatt¬formen für den rein stationären Einsatz bestellt. Zum Lieferumfang gehören auch die Integration in die bestehende niederländische Luftverteidigungsarchitektur, stationäre Simulatoren und ein umfassendes integriertes Logistikunterstützungs¬paket.

Der Skyranger 30 bietet die ideale Balance zwischen Mobilität, Schutz, Flexibilität und Präzision und erfüllt damit die steigenden Anforderungen anspruchsvoller Bedrohungsszenarien auf kurze und sehr kurze Distanz. Der Turm ist als modulare Hybridlösung konzipiert und beherbergt eine leistungsstarke KCE-Revolverkanone im Kaliber 30 x 173 mm sowie die erforderlichen Sensoren, darunter ein Tracking-Radar. Zukünftig kann er auch mit zusätzlichen Effektoren wie Boden-Luft-Lenkflugkörpern ausgestattet werden. Sein durchdachtes Design, seine hohe Dynamik, sein großer Höhenrichtbereich und seine hochmodernen Sensoren ermöglichen einen autonomen und vernetzten Betrieb. Die Airburst-Munition des Systems, deren Detonationspunkt programmierbar ist, ist besonders wirksam gegen Drohnen.

„Wir sind dankbar für das Vertrauen der niederländischen Streitkräfte in unsere Fähigkeiten“, so Oliver Dürr, Geschäftsführer der Rheinmetall Air Defence. „Dieser jüngste Auftrag festigt die Position Rheinmetalls als Weltmarktführer im Bereich der kanonenbasierten Luftabwehr. Er setzt auch den Erfolg des Skyranger 30 fort. Die Konfiguration für die niederländischen Streitkräfte, die sowohl hochmobile Einsätze als auch den stationären Einsatz ohne Trägerfahrzeug ermöglicht, ist bislang einzigartig. Ein weiteres NATO-Land hat bereits Interesse an dieser Konfiguration bekundet.“

IW-Konjunkturprognose 2026: Deutschlands Wirtschaft tastet sich aus der Stagnation

(cs) Nach mehreren Jahren wirtschaftlicher Schockstarre zeichnet sich für Deutschland erstmals ein zarter konjunktureller Aufwärtstrend ab. Die neue Prognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) signalisiert für 2026 ein leicht positives Bild – doch ein kräftiger Aufschwung ist weiterhin nicht in Sicht. Zu groß bleiben die Unsicherheiten, insbesondere aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld. (Um das Bild komplett zu sehen, bitte anklicken.)

Lange Seitwärtsbewegung statt Erholung

Zwar konnte die deutsche Wirtschaft den pandemiebedingten Einbruch überraschend rasch überwinden, doch von dynamischem Wachstum war seither nichts zu spüren. Im dritten Quartal 2025 lag das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) lediglich 0,1 Prozent über dem Jahresdurchschnitt 2019 – ein Wert, der die Stagnation der vergangenen Jahre bestätigt.

Ein Blick auf die Nachfragekomponenten zeigt die Ursachen: Der Staat stabilisierte mit steigenden Konsumausgaben die Entwicklung, während private Haushalte kaum Impulse setzten. Besonders auffällig ist die Investitionsschwäche: Die Ausgaben für Maschinen, Anlagen, Forschung sowie Wohn- und Geschäftsgebäude lagen im Herbst 2025 real rund 8,5 Prozent unter dem Niveau von 2019.

Vorsichtiger Optimismus für 2026

Angesichts globaler und politischer Unsicherheiten fällt die Prognose für das kommende Jahr differenziert aus. Das IW rechnet mit einem realen BIP-Wachstum von 0,9 Prozent – ein zaghafter Aufschwung, aber noch weit entfernt von nachhaltiger Dynamik.

Zu den größten Belastungsfaktoren zählen weiterhin ungelöste geopolitische Konflikte, etwa in der Ukraine oder in Ostasien. Die US-amerikanische Zollpolitik sorgt für zusätzliche Risiken, ebenso wie potenzielle Rohstoffrestriktionen Chinas. Gleichzeitig bleibt unklar, ob die deutsche Politik kurzfristig Rahmenbedingungen schaffen kann, die Investitionen stärken.

Dennoch sieht das IW einzelne Lichtblicke: Das Sondervermögen des Bundes könnte, sofern effizient eingesetzt, einen nachhaltigen Investitionsimpuls auslösen.

Außenhandel: Leichte Belebung mit begrenzter Wirkung

Deutschland wird 2026 nur eingeschränkt vom globalen Handelswachstum profitieren. Hohe Energiekosten mindern die internationale Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen. Die Exporte dürften preisbereinigt lediglich um 0,3 Prozentzulegen. Während Europa leichte Impulse liefern könnte, bleiben die Perspektiven im Handel mit den USA und China verhalten. Die Importe wachsen voraussichtlich stärker als die Exporte – unter anderem aufgrund höherer Ausgaben für militärische Ausrüstung.

Investitionen: Erste Erholungstendenzen

Nach Jahren der Flaute dürfte 2026 erstmals wieder Bewegung in die Investitionstätigkeit kommen. Das IW erwartet ein reales Wachstum der Anlageinvestitionen von 2,2 Prozent.

  • Ausrüstungsinvestitionen (u.a. Maschinen, Nutzfahrzeuge) drehen ins Plus, vor allem durch Ersatzbeschaffungen – die Prognose bleibt hier allerdings besonders unsicher.

  • Bauinvestitionen könnten um 1,5 Prozent steigen, dank leicht verbesserter Bedingungen im Wohnungsbau.

  • Investitionen in sonstige Anlagen – etwa Forschung, Software oder Datenbanken – legen voraussichtlich um 3 Prozent zu. Dies deutet auf Fortschritte bei Digitalisierung und Innovation hin und gilt als positives Signal für den Standort.

Konsum: Staat bleibt Stabilisator

Der private Konsum bleibt 2026 ein Schwachpunkt. Unsicherheit und Sparneigung prägen das Verhalten der Haushalte; ein reales Plus von lediglich rund 1 Prozent ist zu erwarten. Der Staat bleibt damit weiterhin der wichtigste Nachfrageanker – ein ungewöhnliches, aber konjunkturell prägendes Muster.

Arbeitsmarkt: Kaum Bewegung

Auch am Arbeitsmarkt sind nur geringe Veränderungen zu erwarten. Der jüngste Anstieg der Arbeitslosigkeit dürfte sich nicht fortsetzen, aber neue Stellen entstehen kaum. Trotz Investitionsimpulsen bleibt der Arbeitsmarkt 2026 voraussichtlich stabil, aber ohne Dynamik. Die Zahl der Erwerbstätigen verharrt bei knapp 46 Millionen.

Fazit: Ein Schritt vorwärts – aber ein sehr kleiner

Die IW-Prognose für 2026 zeichnet ein vorsichtig hoffnungsvolles Bild: Die deutsche Wirtschaft verlässt die Null-Linie, doch der Weg bleibt steinig. Außenwirtschaftliche Risiken, politische Unsicherheiten und eine weiterhin zögerliche private Nachfrage begrenzen die Erholung. Gleichzeitig zeigen erste Investitionsimpulse und steigende Zukunftsausgaben, dass die Talsohle überwunden sein könnte.

Von einem kraftvollen Aufschwung zu sprechen, wäre jedoch verfrüht. 2026 wird ein Jahr der langsamen Stabilisierung – nicht der wirtschaftlichen Befreiung.

Neue ifaa-Analyse: Zwölf Handlungsfelder für höhere KI-Akzeptanz in der Produktion

(ud) Produzierende Unternehmen stehen vor der Herausforderung, KI-Lösungen erfolgreich einzuführen. Eine aktuelle wissenschaftliche Publikation des Düsseldorfer ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.V. zeigt: Neben benutzerfreundlicher und verlässlicher Technik sind vor allem menschliche und organisatorische Faktoren entscheidend für die Akzeptanz von KI.

„Akzeptanz für KI entsteht vor allem dann, wenn Unternehmen in eine offene und transparente Kommunikation sowie die gezielte Weiterentwicklung ihrer Mitarbeitenden investieren und so passende kulturelle Rahmenbedingungen aufbauen“, betont Jennifer Link, wissenschaftliche Mitarbeiterin am ifaa. Link zur Studie: https://openaccess.cms-conferences.org/publications/book/978-1-964867-75-5/article/978-1-964867-75-5_114

Auf Basis einer systematischen Literaturanalyse nach dem PRISMA-Standard identifizierte das Forschungsteam zwölf Kategorien mit 44 konkreten Maßnahmen, die die Einführung von KI in der Produktion erleichtern.

Zu den zentralen Hebeln gehören unter anderem:

  • Transparente Nutzenvermittlung: Vorteile und Risiken verständlich erklären, konkrete Anwendungsbeispiele zeigen.
  • Qualifizierung: Technische und nicht-technische Kompetenzen ausbauen, um Sicherheit und Vertrauen zu stärken
  • Frühe Partizipation: Mitarbeitende aktiv einbinden, Feedback nutzen und Praxistauglichkeit erhöhen.
  • Kultur und Strategie: Eine vertrauens- und lernorientierte Organisations- und Führungskultur sowie eine klare KI-Strategie schaffen Orientierung.
  • Benutzerfreundlichkeit und Erklärbarkeit: Intuitive Bedienung und nachvollziehbare Algorithmen erhöhen die Akzeptanz.

Die Analyse zeigt zudem: Viele Maßnahmen wirken besonders in der frühen Implementierungsphase. KI-Projekte sollten daher von Beginn an als ganzheitlicher Veränderungsprozess verstanden werden – nicht nur als technische Einführung.