ifaa: Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie sind Garant für Lohngleichheit

„In der Metall- und Elektroindustrie spielt das Geschlecht keine Rolle. Tarifverträge bewerten Tätigkeiten nach Aufgaben und nicht nach Personen, “ so kommentiert Sven Hille vom Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. (ifaa) die aktuelle Diskussion zur Gender Pay Gap. „Damit sind diese nicht nur geschlechtsneutral, sondern insgesamt diskriminierungsfrei. Die Entlohnung ist die Gleiche, “ ergänzt der Leiter der Fachgruppe Arbeitszeit und Vergütung.

Hille bestätigt damit die Aussage von IG-Metall Vorsitzendem Hofmann, in der er betont, dass die Lohnlücke in Betrieben mit Tarifverträgen kleiner ist als in nicht-tarifgebundenen Unternehmen. Dabei sind sich die Sozialpartner in der Bedeutung von Tarifverträgen einig.

Das arbeitswissenschaftliche Institut untersuchte am Beispiel eines Großunternehmens mit knapp 8000 Beschäftigten und 300 Aufgabenbeschreibungen das Ausmaß der Lohnlücke. Sie kamen auf ca. 2,3 Prozent. „Dieses Beispiel ist repräsentativ für viele Betriebe der Metall- und Elektroindustrie“,   erklärt der Experte für Vergütung.

Die restliche Lücke lässt sich unter anderem damit erklären, dass Frauen im Schnitt weniger Spät- und Nachtarbeit leisten und damit entsprechend weniger Zuschläge bekommen. Zusätzlich leisten Frauen einen leicht geringeren Anteil an Mehrarbeit.

Electronic Partner: Teilnehmer der „Wissensoffensive“ feiern Abschluss

14 Monate lang haben die Teilnehmer der „Wissensoffensive“ von ElectronicPartner und der BSH Hausgeräte GmbH gemeinsam ihre Produktkenntnisse und Beratungskompetenz rund um die „Weiße Ware“ ausgebaut. Das Training stand in zwei Durchgängen sowohl den Fachhändlern in der Verbundgruppe als auch den MEDIMAX Märkten offen. Unterteilt wurde dabei zusätzlich jeweils nach Quer- und Neueinsteigern sowie Verkäufern mit Berufserfahrung im Bereich Elektro.

„Wir gratulieren den über 150 erfolgreichen Teilnehmern der Wissensoffensive herzlich. Gute Produktkenntnisse erleichtern es jedem Verkaufsberater, zu argumentieren und erfolgreich zu verkaufen. Individuelle Beratung und Zusatzverkäufe im Hinblick auf Kundenzufriedenheit und -bindung sind enorm wichtig und entsprechend viel zählt Weiterbildung in diesem Bereich“, so Karl Trautmann, Vorstand ElectronicPartner. Zudem gab es gerade im Bereich der Haushaltselektronik in den vergangenen Jahren extrem große Entwicklungssprünge, insbesondere bei den Themen Energie- und Wasserverbrauch. Passend hierzu nutzten viele Teilnehmer die Gelegenheit, sich im Rahmen von Web Based Trainings in Sachen Stromsparen fortzubilden und als „Energieeffizienzberater“ zertifizieren zu lassen.

Den erfolgreichen Abschluss ihres Trainings feierten die Fachhändler bzw. MEDIMAX Verkäufer Anfang Juni im Belantis Freizeitpark Leipzig. Hier fanden im Wechsel mit verschiedenen Aktivitäten die letzten Workshops statt. Den Höhepunkt bildete die Vergabe der Zertifikate im Rahmen von feierlichen Abendveranstaltungen mit Live-Band. Dabei wurde auch Günter Grewe von der BSH Hausgeräte GmbH verabschiedet, der die Wissensoffensive ein letztes Mal vor seinem Ruhestand begleitet hat.

Tarifrunde #Chemie2016 – Keine großen Sprünge beim Entgelt möglich

„In den anstehenden Tarifverhandlungen geht es darum, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu erhalten“, kommentiert BAVC-Verhandlungsführer Georg Müller die heute von der IG BCE beschlossene Forderung nach 5 Prozent mehr Geld. „Die wirtschaftliche Lage der Branche lässt keine großen Sprünge beim Entgelt zu.“

Nachholbedarf bei der Produktivität

„Die Chemie erwartet auch für 2016 kaum mehr als Stagnation bei der Produktion und einen weiteren Rückgang beim Umsatz“, betont der Verhandlungsführer der Chemie-Arbeitgeber. „Zudem sind die Lohnkosten in den letzten 5 Jahren deutlich gestiegen. Die Produktivität liegt dagegen im Minus: Chemie-Tariflöhne plus 15 Prozent – Produktivität minus 4 Prozent. Nachholbedarf gibt es nur bei der Produktivität.“

Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Chemie stehe enorm unter Druck. „Das müssen wir im Blick behalten, wenn wir über neue, dauerhaft wirksame Kostensteigerungen verhandeln“, so Müller. „Die Chemie-Beschäftigten sind immer fair am wirtschaftlichen Erfolg der Branche beteiligt worden. In Zeiten der Niedriginflation gelingt dies auch mit moderaten Tarifabschlüssen.“

Ausbildung – gemeinsame Erfolgsgeschichte fortsetzen

Zum zweiten Teil der IG BCE-Forderung signalisiert Müller Gesprächsbereitschaft: „Die Chemie-Arbeitgeber werden sich weiterhin stark in der Nachwuchssicherung engagieren. Dabei muss sich die Branche auf veränderte Rahmenbedingungen einstellen.“ Grundlegend für den Erfolg und die Akzeptanz auf Arbeitgeberseite bleibe das Prinzip „Ausbildung geht vor Übernahme“.

Die Tarifverhandlungen für die 550.000 Beschäftigten in den 1.900 Betrieben der deutschen Chemie-Industrie beginnen am 30. Mai 2016 mit dem Auftakt der regionalen Verhandlungsrunde in Hessen.

Verfolgen Sie die Chemie-Tarifrunde 2016 auch unter

www.twitter.com/BAVChemie, #Chemie2016

Elfmeter mit MEDIMAX verwandeln und Paris-Reise gewinnen

Nicht nur die deutsche Mannschaft will diesen Sommer nach Paris, auch für alle Kunden von MEDIMAX gibt es jetzt die Chance, die französische Hauptstadt zu entdecken. Passend zum Fußball-Sommer startet MEDIMAX die Kampagne „11 Meter bis Paris“. Im Mittelpunkt steht ein Gewinnspiel, das noch bis zum 10. Juni Online auf www.medimax.de und in allen MEDIMAX Märkten läuft.

Kunden haben die Möglichkeit, bei jedem Kauf ab 99 Euro jeweils einen Meter zu sammeln. Bei elf gesammelten Metern – also einem Einkaufswert ab 1089 Euro – können sie sich online registrieren und am Gewinnspiel teilnehmen. Und das mit besten Aussichten: Jeder 11. gewinnt einen Städtetrip in die Seine-Metropole.

Flankiert wird die Aktion von umfangreichem PoS-Material und einer massiven Online-Präsenz inkl. Spots, Bannerschaltung und Social Media Unterstützung. Ein weiteres Highlight: Die kürzlich gestartete MEDIMAX App bietet während des EM-Sommers zusätzlich ein Tippspiel, das die besten Fußball-Propheten mit attraktiven Gewinnen belohnt.

MEDIMAX ist über Electronic Partner Mitglied im Düsseldorfer Arbeitgeberverband WIGADI.

Arbeitgebertag im TV

Rund 300 Vertreter aus den Unternehmen, der Politik, Wirtschaft und Verwaltung kamen in dieser Woche zum „Düsseldorfer Arbeitgebertag“. Unser lokaler Fernseh-Sender center tv bringt heute (03.06.) um 16.45 und um 22.15 Uhr einen Bericht über den Tag im Magazin „Düsseldorfer Wirtschaft“. Außerdem unterhält sich Chefredakteur Christian Zeelen mit dem Neusser Unternehmer Johann-Andreas Werhahn über eine erfolgreiche Aktion, um Flüchtlinge in Arbeit zu integrieren. Arbeitsrechtsanwalt Alexander Jarre hat zudem wieder ein spannendes arbeitsrechtliches Thema mitgebracht.

Weitere Sendetermine:
04.06. um 05.15, 12.15 und 21.15 Uhr
05.06. um 19.15 Uhr
06.06. um 07.30, 11.45 und 20.00 Uhr
07.06. um 16.15 Uhr
08.06. um 04.45, 15.00 und 20.00 Uhr
09.06. um 08.00 und 15.15 Uhr
10.06. um 12.15 und 22.15 Uhr
11.06. um 05.15 und 21.15 Uhr
12.06. um 19.15 Uhr

Dr. Andreas Bruns: Industrie ist die Basis für unseren Wohlstand in Düsseldorf

300 Vertreter aus Düsseldorfer Unternehmen, aus Wirtschaft und Verwaltung kamen am Dienstag (31. Mai) zum diesjährigen Arbeitgebertag der Unternehmerschaft Düsseldorf.

In seiner Begrüßung richtete Dr. Andreas Bruns, Vorsitzender der Unternehmerschaft Düsseldorf, mahnende Worte an den Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel: Die Industrie sei die Basis für unseren Wohlstand in Düsseldorf – sie dürfe aber kein Ruhepolster sein. Wörtlich sagte Bruns: „Die Industrie hat einen Anteil von 27 Prozent am Bruttosozialprodukt, das in der Stadt erwirtschaftet wird. Und wenn man die Arbeitsplätze betrachtet, dann arbeiten sogar 30 Prozent der Düsseldorfer Beschäftigten bei einem Industrieunternehmen“. Ein gutes Viertel der gesamten Düsseldorfer Wirtschaftsleistung würde in der industriellen Produktion erarbeitet. Und viele andere Wirtschaftszweige lebten von der Industrie hier vor Ort: der Handel, Beratungsunternehmen, Dienstleister, Werbe- und Kommunikationsagenturen.

Bruns: „Viele Betriebe gehören heute internationalen Konzernen, deren Lenker nicht nur nach Düsseldorf, sondern auf den gesamten Globus schauen, wenn Investitionen anstehen. Rutscht ein Standort im Vergleich zu Anderen ab, ist er langfristig bedroht. Und diese Gefahr sehe ich für Düsseldorf. Bei konjunkturellen Schwankungen, Produktionsumstellungen oder anderen Veränderungen werden diese Unternehmen jedes Mal aufs Neue fragen: Welcher Standort ist für mich der Günstigste? So handelt jedes wirtschaftliche Unternehmen. Und das muss auch die Stadt Düsseldorf im Blick haben. Düsseldorf muss als Industriestandort attraktiv sein und bleiben“.

Andreas Bruns sieht eine zunehmende Entfremdung einiger Düsseldorfer von der Industrie. Auch Politik und Verwaltung sollten ihren Fokus nicht allein auf Neuansiedlungen und Gründer, auf Start-Ups und Kreativwirtschaft legen, sondern auch auf die Unternehmen, die bereits in Düsseldorf sind und Tausende Menschen beschäftigen, so Bruns.

„In diesem Zusammenhang muss ich erneut betonen, dass wir den Ausbau des Reisholzer Hafens dringend benötigen. Die Existenz dieses Binnenhafens, die Lage an einem großen Binnenschifffahrtsweg wie dem Rhein wird in Zukunft der entscheidende Wettbewerbsvorteil bei der Standortwahl sein. Diesen einmaligen Vorteil dürfen wir uns nicht einfach nehmen lassen“.

Ein zweites Schwerpunktthema beim Arbeitgebertag war die „Künstliche Intelligenz (KI)“. Aus der Schweiz war Professor Jürgen Schmidhuber angereist, einer der ersten Pioniere und führenden Forscher der KI in der Welt. Er ist Leiter des Schweizer Forschungsinstituts IDSIA.

Die Künstliche Intelligenz macht derzeit rasante Fortschritte: Googles Tochterfirma Deepmind stellte vor einigen Monaten ein System vor, das menschliche Profis im Spiel Go schlagen kann, was lange als unmöglich galt. Gleichzeitig warnen Prominente wie der Physiker Stephen Hawking oder Tesla-Gründer Elon Musk vor den Gefahren einer „Superintelligenz“, wie der Oxford-Philosoph Nick Bostrom so eine übermenschliche Künstliche Intelligenz nennt.

Möglich sind die rasanten Fortschritte Dank des Wachstums von Rechenleistung und Speicherkapazität, aber auch Dank immer besserer Algorithmen. Eine zentrale Rolle spielen auch künstliche neuronale Netze, digitale Konstrukte, die grob der Morphologie menschlicher Gehirne nachempfunden sind. Solche Netzwerke sind lernfähig und schon jetzt vielerorts im Einsatz, von der Sprach- und Bilderkennung bis hin zu automatischen Übersetzungen.

Als dritten Programmpunkt präsentierten sich die Schülerfirmen Düsseldorfer Förderschulen den teilnehmenden Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Die Unternehmerschaft unterstützt die Schülerinnen und Schülern und öffnet Ihnen Zugänge zu den Betrieben. Am Dienstag präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Produkte – vom Catering über innovative Holzprodukte bis hin zu Fahrradwerkstätten.

Der Arbeitgebertag auf center tv:

03.06. um 16.45 und 22.15 Uhr
04.06. um 05.15, 12.15 und 21.15 Uhr
05.06. um 19.15 Uhr
06.06. um 07.30, 11.45 und 20.00 Uhr
07.06. um 16.15 Uhr
08.06. um 04.45, 15.00 und 20.00 Uhr
09.06. um 08.00 und 15.15 Uhr
10.06. um 12.15 und 22.15 Uhr
11.06. um 05.15 und 21.15 Uhr
12.06. um 19.15 Uhr

Zum center tv- Rückblick: http://www.centertv.de/2016/06/01/arbeitgebertag-duesseldorf/

Einen Fotorückblick gibts auf unserer Arbeitgebertags-Seite: http://arbeitgebertag-duesseldorf.de/r%C3%BCckblick/rueckblick.html

MINTagenten starten mit MINT-Workshop

Die MINTagenten sind das neue Unterstützungsprogramm der Landeshauptstadt Düsseldorf und des MINT Netzwerks Düsseldorf, dass von der Stiftung Pro Ausbildung betreut wird. Mit einem Starterworkshop in der Henkel Forscherwelt gingen heute die ersten acht MINTagentinnen an den Start. Mit Dr. Ute Krupp (Henkel) und Schulleiter Christoph Eich standen heute (23. Mai) naturwissenschaftliche und didaktische Themen auf dem Programm. Ab dem neuen Schuljahr werden die MINTagentinnen im Ganztag der Düsseldorfer Grund- und Förderschulen eingesetzt, vor- und nachmittags. Insgesamt müssen die MINTagentinnen vier Seminarbausteine verbindlich buchen, um ins Programm aufgenommen zu werden. Interessierte MINT-Menschen können sich jederzeit als Mintagenten bewerben – das zweite Auswahlverfahren ist für den Frühherbst diesen Jahres geplant.

Sommerakademie zur Integration in Ausbildung und Arbeitsmarkt – Herbert Grönemeyer wird Schirmherr

Unter dem Motto „Deine Stärken, Deine Zukunft“ führt die Leuphana
Universität vom 09. bis 31. Juli 2016 in Kooperation mit der Vodafone
Stiftung Deutschland eine Sommerakademie für Schülerinnen und Schüler
sowie Flüchtlinge aus Haupt- und Gesamtschulen in Düsseldorf durch.
Diese erhalten die Chance, sich in ihren Sommerferien mit der
Unterstützung eines professionellen Teams auf ihre berufliche Zukunft
vorzubereiten. Im Vordergrund stehen die persönliche Entwicklung und
das stärkenorientierte Arbeiten an Zukunftswegen, um den positiven
Übergang von der Schule in die Ausbildung nachhaltig zu unterstützen.
Neben der individuellen Förderung wirkt auch das
Gemeinschaftserlebnis. In den drei Wochen erarbeiten die jungen
Menschen, begleitet von Profis, ein Musical und bringen ihre
kreativen Talente ein. Herbert Grönemeyer unterstützt die
Jugendlichen als Schirmherr des Projekts bei der Entwicklung des
Musicals und motiviert sie dabei, ihre Kreativität und individuellen
Stärken zur Entfaltung zu bringen.

Die Sommerakademie findet zu Beginn der Sommerferien in
Nordrhein-Westfalen vom 09. bis 31. Juli in der Jugendherberge Essen
(im Stadtteil Werden) statt. Die Jugendlichen werden ein
abwechslungsreiches Programm durchlaufen, welches unter anderem
Bewerbungstrainings, Einzelcoachings und verschiedene sportliche
Aktivitäten beinhaltet. Die Kreativität der Teilnehmer soll durch die
Planung und Durchführung eines Musicals gefördert werden. Schirmherr
Herbert Grönemeyer wird vor Ort mit den Jugendlichen ins Gespräch
kommen und sie aktiv als Mentor bei der Entwicklung des Musicals
unterstützen.

Das Angebot dient nicht zuletzt der Stärkung des Selbstwertgefühls
und eines professionellen Auftrittsvermögens. Grönemeyer sieht in der
Musik eine Möglichkeit, die persönliche Entwicklung von Jugendlichen
zu fördern: „Musik hat mit all seinen Farben und auch seiner Wucht
einen großen stabilisierenden und anspornenden Charakter. Sie
fundamentiert die Mitte in uns und das ist speziell im jungen Alter
sehr hilfreich. In der gemeinsamen Arbeit und Erstellung eines
Musicals, hoffe ich, können die Jugendlichen ihr Selbstbewusstsein
und ihre Selbstmotivation stärken und aufbauen und das
Zusammengehörigkeitsgefühl zu einer Gruppe hat eine besondere
Bedeutung in dieser Lebensphase.“

Im Anschluss an die Sommerakademie erhalten die Jugendlichen mit
besonderem Förderbedarf ein individuell formuliertes Zertifikat, das
ihre persönlichen Leistungen sowie ihr Engagement wertschätzt und
ihnen im Bewerbungsprozess einen Vorteil verschaffen kann. Damit die
Jugendlichen die von ihnen gesteckten Ziele erreichen, werden sie im
Anschluss an das Sommercamp für ein Schuljahr intensiv weiter
unterstützt.

„Für die berufliche Orientierung ist es wichtig, dass Jugendliche
zunächst ihre Stärken und Interessen kennen. Diese zu entdecken, ist
das wesentliche Ziel des Projektes. Potenzial steckt in jedem
Jugendlichen, man muss nur den Weg finden, damit es sich entfalten
kann“, sagt Ingrid M. Haas, Vorsitzende des Beirats der Vodafone
Stiftung Deutschland. Mit der Sommerakademie sollen Schülerinnen und
Schüler, insbesondere mit Migrations- und Flüchtlingshintergrund
angesprochen werden, so Ingrid M. Haas weiter. Ziel sei es, diesen
Jugendlichen einen positiven Übergang in die Ausbildung und die
Integration in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Hierfür knüpft das
Projekt an bestehende Strukturen und Unterstützungsnetzwerke an den
Düsseldorfer Schulen und vor allem auch der Wirtschaft an.

Das Konzept

Die Jugendlichen erleben einen strukturierten Arbeitstag, den sie in
Kleingruppen absolvieren. Durch die heterogene Zusammensetzung der
Gruppen kann Verständnis und Vertrauen gefördert werden. In den
berufsorientierenden Modulen beschäftigen sie sich mit konkreten
Berufsbildern, den eigenen Kompetenzen, Stärken und Schwächen. Sie
erarbeiten sich eigene Ziele und Wege, üben sich in
Selbstpräsentation und dem Bewerbungsgespräch und verlassen das
Sommercamp mit individuellen Bewerbungsunterlagen. Am „Personalertag“
präsentieren sie sich und ihren Berufswunsch im Einzelgespräch bei
Vertretern der Wirtschaft. Die Gruppe wird in den drei Wochen
unterstützt und begleitet von einem multidisziplinären Team aus 16
Pädagogen, Musikern, Tänzern, Psychologen, Kampfsportlern und
Studierenden, so dass jeder und jede Jugendliche individuell betreut
und gefördert werden kann. Schulische Themen wie Mathematik,
Lesekompetenzen, PC-Techniken und bedarfsorientierter Spracherwerb
werden intensiv erarbeitet, um den jungen Menschen einen verbesserten
Start und nachhaltige Entwicklungen in das neue Schuljahr zu
ermöglichen. Durch besondere Angebote wie das Gruppen-Coaching,
Teamtrainings und individuelle psychologische Unterstützung lernen
die Jugendlichen auch, über Hürden und Schwierigkeiten nachzudenken
und sie in ihrem Zukunftsplan mitzudenken. Neben der Arbeit an
berufsorientierenden und schulischen Themen bringt sich jeder und
jede Einzelne in kreativen Projekten ein. Zum Ende der Akademie
entsteht mit einem in verschiedenen Projekten (Bühnenbild, Tanz,
Schauspiel, Band, Gesang) erarbeiteten Musical eine
Gemeinschaftsproduktion, die zur Aufführung kommt.

Über die Sommerakademie

Der Pädagoge Prof. Dr. Kurt Czerwenka entwickelte die Sommerakademie
an der Leuphana Universität als ganzheitliche Förderung der
Ausbildungsreife. Das Projektbüro unter der Leitung von Maren
Voßhage-Zehnder konnte inzwischen 42 Projekte bundesweit realisieren
– mehr als 1600 Jugendliche wurden und werden damit bundesweit
nachhaltig auf ihrem Weg in die Lehrstelle gefördert und unterstützt.
Die Leuphana Sommerakademie wurde als „Ausgewählter Ort im Land der
Ideen“ ausgezeichnet. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Bewerbungen gehen an: vosshage-zehnder@leuphana-sommerakademie.de

Außenhandel mit durchwachsenem ersten Quartal

„Mit einem durchwachsenen Ergebnis schließt der deutsche Außenhandel das erste Quartal ab. In einem alles anderen als stabilem Umfeld ist das keine Selbstverständlichkeit. Es ist aber auch zu wenig, um die hierzulande dringend benötigten Investitionen anzukurbeln.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für März 2016 bekannt gegeben. Demnach betrug der Wert der deutschen Exporte 107 Milliarden Euro, ein Minus von 0,5 Prozent im Vorjahresvergleich. Mit einem Warenwert von 80,9 Milliarden Euro sind die deutschen Importe ebenfalls niedriger als im Vorjahresvergleich. Die Quartalszahlen jedoch bewegen sich auf ähnlichem Niveau. Die Außenhandelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 23,6 Milliarden Euro ab.

„Bei genauerer Betrachtung der Zahlen lassen sich die globalen Unsicherheitsfaktoren leicht ablesen. Sowohl unsere Exporte in als auch unsere Importe aus Drittländern sind gesunken. Die wirtschaftliche Situation der BRIC-Staaten ist also wahrscheinlich angespannter als man es auf den ersten Blick vermuten würde. Erfreulicher hingegen ist unser Handel mit den EU-Ländern. Dieser hat zur Stabilisierung beigetragen und verdeutlicht einmal mehr die Bedeutung Europas. Europa muss auch in diesen stürmischen Zeiten zusammenhalten, damit wir im internationalen Wettbewerb bestehen können“, so Börner abschließend.

Stress am Arbeitsplatz

Die Arbeitswelt ändert sich rasant und der Termin- und Leistungsdruck für viele Beschäftigte steigt. Doch ob sich Arbeitnehmer dadurch belastet fühlen, hängt stark von der jeweiligen Person und dem Arbeitsumfeld ab, zeigt eine Studie des IW Köln.

In der „Düsseldorfer Wirtschaft“ sprachen wir heute (18. Mai) mit Christina Opelt, Trainerin und Business-Coach, über das Thema Stress, über die Ursachen und die Bewältigungsmöglichkeiten von Stress. Infos zu Frau Opelt finden Sie hier: https://www.xing.com/profile/Christina_Opelt

Unser Verbandsmitglied integrata bietet Seminare zu diesem Thema an: https://www.integrata.de/

Arbeiten an Tablet, Notebook und Smartphone, ständige Erreichbarkeit dank E-Mail und häufiges Multitasking gehören für viele Beschäftige zum Arbeitsalltag. Die moderne Technik verlangt von ihnen nicht nur Aufgeschlossenheit für Neues und Anpassungsbereitschaft, sondern auch immer mehr Eigenorganisation und -verantwortung. Die IW-Auswertung der jüngsten BIBB/BAuA Erwerbstätigenbefragung 2012 zeigt: Mehr als die Hälfte der Befragten verspürt einen starken Termin- und Leistungsdruck.

Dennoch sind 89,9 Prozent der Beschäftigten, die sich selbst starken Termin- und Leistungsdruck attestieren, zufrieden. Ihr Anteil ist somit nur unwesentlich geringer als der unter jenen, die nur manchmal Termin- und Leistungsdruck haben (94,7 Prozent). „Die Stressbelastung wird durch andere Dinge am Arbeitsplatz kompensiert“, erklärt Co-Autor Oliver Stettes. Stressmindernd wirkt laut IW-Studie, wenn Kollegen und Vorgesetzte unterstützen, Beschäftigte ihre Arbeitsmenge und Pausenzeiten beeinflussen und private Belange bei der Planung der Arbeitszeit berücksichtigen können. Und wenn sie mit ihrem Einkommen und ihren Aufstiegschancen zufrieden sind.

Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist hier eine Chance: Digitale Arbeitsplätze bieten neue Möglichkeiten, Mitarbeiter über räumliche Grenzen hinweg zu vernetzen, Arbeitszeit und -ort sind flexibel und Teamarbeit und ein Gemeinschaftsgefühl werden gestärkt. Zudem bieten diese Jobs häufig attraktive Konditionen mit Zukunftspotenzial. Eine gesetzliche Anti-Stress-Verordnung ist also nicht nötig, urteilen die Studienautoren. „Diese Faktoren kann der Gesetzgeber durch Verordnungen nicht beeinflussen“, sagt IW-Experte Stettes. Schließlich werden sie von Beschäftigten unterschiedlich wahrgenommen. Vielmehr sei hierbei das Personalmanagement der Unternehmen gefragt.

Quelle: IW Köln