Unternehmen würden gerne Flüchtlinge einstellen

Die Unternehmen in Düsseldorf sind bereit, Flüchtlinge als Praktikanten, Auszubildende oder Arbeitnehmer einzustellen. Dies ergab eine Blitzumfrage der Düsseldorfer Arbeitgeberverbände. Allerdings betont Hauptgeschäftsführer RA Michael Grütering, dass es auch politische Handlungsnotwendigkeiten zur besseren Integration der Flüchtlinge in Ausbildung und Arbeitsmarkt gäbe. So verwiesen die Unternehmen darauf, dass ein frühzeitiger Zugang zu Sprachkursen Voraussetzung für die erfolgreiche Integration von Flüchtlingen sei. Es gäbe auch Betriebe, so Grütering, die selbständig Sprachkurse anbieten würden.

Zahlreiche Unternehmen würden gerne mit der Einstellung von Arbeitnehmern auch ihren Fachkräftebedarf decken. Deshalb werden teilweise auch fachliche Qualifikationen vorausgesetzt, zumindest bei der Einstellung von Arbeitnehmern. Auch sind Zeugnisse, eine Arbeitserlaubnis und Ausweispapiere erwünscht.

Konkret würden die Düsseldorfer Unternehmen spontan und kurzfristig 85 Praktikumsplätze, 39 Ausbildungsplätze und 51 Arbeitsplätze zur Verfügung stellen.

Michael Grütering erklärte, dass die Ergebnisse der Umfrage noch einmal die dringende Notwendigkeit unterstrichen, dass Flüchtlinge, die sich in Ausbildung befinden, einen sicheren Aufenthaltsstatus erhalten müssen, damit sie ihre Ausbildung erfolgreich beenden und im Anschluss im Betrieb für zumindest zwei Jahre weiterbeschäftigt werden oder auch eine Beschäftigung in einem anderen Betrieb suchen können. Das schaffe die notwendige Rechtssicherheit für viele Betriebe, die bereit sind Flüchtlingen eine Ausbildung zu ermöglichen. 41 Unternehmen beteiligten sich an der Blitzumfrage der Arbeitgeberverbände.

Neu gewählter comTeam Beirat stellt sich bei Systemhauskonferenz vor

Die Mitglieder im Systemhausverbund comTeam haben einen neuen Beirat gewählt. In den kommenden zwei Jahren werden Burkhard Fels (Siecom IT-Systemhaus GmbH, Dresden), Matthias Kunert (cubeoffice GmbH & Co. KG, Magdeburg), Martin Müller (Computer Systeme Müller GmbH & Co. KG, Warendorf), Verena Müller-Thiel (C & P Capeletti & Perl GmbH, Hamburg) und Sascha Neininger (Neininger GmbH, Donaueschingen) die Interessen ihrer Kollegen gegenüber der comTeam Zentrale vertreten. Zum Vorsitzenden des Gremiums wählten die Mitglieder in einer ersten Zusammenkunft Matthias Kunert. Sein Stellvertreter ist Burkhard Fels.

comTeam Geschäftsführer Sven Glatter bedankte sich im Rahmen der Systemhauskonferenz in Hannover vergangenes Wochenende herzlich bei den ausscheidenden Beiräten Andreas Art (System & Computer Consulting, München), Herbert Freiberg (HF Computersysteme e. K., Itzehoe) und Thomas Klinger (CONFORM IT-Systemhaus GmbH, Henstedt-Ulzburg). Glatter lobte die konstruktive Zusammenarbeit und die guten Konzepte, die mit Unterstützung des Beirats realisiert werden konnten.

„Mein herzlicher Dank gilt allen Unternehmerinnen und Unternehmern, die sich im Beirat engagiert haben bzw. dies künftig machen werden“, so Sven Glatter. „Die comTeam Beiräte sind direkte Ansprechpartner, wenn es um grundsätzliche oder regionale Themen der Kooperationsarbeit geht. Sie bringen Anregungen und Ansätze aller Systemhäuser in unsere regelmäßigen Sitzungen ein, um neue Leistungen zu entwickeln.“

comTeam Beirat 2015

Die neuen Interessenvertreter der comTeam Systemhäuser sind (v.l.n.r.) Matthias Kunert (cubeoffice GmbH & Co. KG), Burkhard Fels (Siecom IT-Systemhaus GmbH), Sascha Neininger (Neininger GmbH) und Martin Müller (Computer Systeme Müller GmbH & Co. KG). Nicht im Bild ist Verena Müller-Thiel (C & P Capeletti & Perl GmbH).

Michael Grütering in der Rheinischen Post: „Geisel muss sich zu Industrie bekennen!“

Unser Hauptgeschäftsführer, RA Michael Grütering, hat in einem leidenschaftlichen Appell in der Rheinischen Post den Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel aufgefordert, sich mehr zu unserer Industrieunternehmen in der Stadt zu bekennen. Grütering fordert in dem Artikel außerdem den Ausbau des Reizholzer Hafens zu einem modernen Containerterminal. Den ganzen Artikel lesen Sie nachfolgend!

Lesen Sie hier den ganzen Artikel: RP_17.09.15_Seite31

Unternehmerschaft Düsseldorf Orga-Partner des „NRW-Tag 2016“ in Düsseldorf

In einem Jahr startet das dreitägige Bürgerfest zum NRW-Tag 2016 in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Es wird am 26. August 2016 abends durch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Oberbürgermeister Thomas Geisel eröffnet. Am 27. August von 11 Uhr bis 22 Uhr und am 28. August von 11 Uhr bis 19 Uhr werden 70 Jahre Nordrhein-Westfalen und 70 Jahre Landeshauptstadt Düsseldorf dann gebührend gefeiert.

Im Bereich Altstadt/Innenstadt sollen mindestens sieben Bühnen für ein buntes Rahmenprogramm sorgen. Von der Rheinwiese über die Rheinuferpromenade und Königsallee bis zum Schadowplatz präsentieren sich Stadt und Land in ihrer ganzen Vielfalt – vom Landtag und Landesministerien, über Rathaus, Düsseldorfer Institutionen und Verwaltung sowie Verbände, Vereine und ehrenamtliches Engagement. Auch andere Städte, Gemeinden und Bildungseinrichtungen haben sich für eigene Stände und Aktionen bereits angemeldet.

Eine der zahlreichen Themen“meilen“ wird die „Bildungsmeile“ auf dem Schadowplatz sein. Organisationspartner ist die Unternehmerschaft Düsseldorf, die namentlich die Themen „Ausbildung“ und „präventive Berufsorientierung“ präsentieren wird – natürlich mit ihren Partner der Wirtschaft: der Agentur für Arbeit, IHK, HWK und Kreishandwerkerschaft. Fest gebucht ist bereits der 18-Meter-lange Megatruck der Metall- und Elektronindustrie zum Thema Berufe und Berufsbilder. Es ist auch daran gedacht, Auschnitte aus der Miniphänomenta und dem Berufsparcour von Metall NRW vorzustellen. Alle Elemente sind interaktiv aufgebaut und oft auch kinder- und jugendlich-gerecht.

Auch die Kultur feiert mit: Auf der Kulturmeile, die vom NRW-Forum über die Kunstakademie, Grabbeplatz mit K20, Kunsthalle über die Carlstadt mit ihren Museen, Instituten und Galerien bis zum K21, dem alten Ständehaus, geht. Alle Institute, Museen, aber auch Galerien und Ateliers sind aufgerufen ihre Türen zu öffnen, für die freie Kunstszene soll es eine eigene Bühne geben.

Eine kulinarische Reise durch NRW will das Gourmetfestival auf der Königsallee mit rheinischen und westfälischen Spezialitäten bieten.

Auf dem linksrheinischen Rheinufer soll zwischen Oberkassler- und Rheinkniebrücke eine Aktionsfläche mit Blaulichtmeile, Sport und Spiel unter Mithilfe von THW, Feuerwehr, Sanitätsdiensten, Polizei, Bundeswehr, dem Landes- und Stadtsportbund sowie dem vorgezogenen Fest zum Weltkindertag entstehen.

Der traditionelle Festumzug des NRW-Tages zieht am Samstag durch die Stadt. Dabei wird das Land NRW vom Düsseldorfer Herrmann Schmitz tatkräftig unterstützt.

Weitere Akteure und Sponsoren sind weiterhin willkommen. Details und Programmpunkte des NRW-Tages müssen in Gremien noch abgestimmt werden.

Die Vorfreude ist aber jetzt schon groß. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft: „Es ist sehr schön, dass wir nach 2006 zum 70. Geburtstag des Landes mit dem NRW-Tag wieder in die Landeshauptstadt zurückkehren. Das Bürgerfest bietet die hervorragende Gelegenheit, die Stärken und die Vielfalt Nordrhein-Westfalens zu zeigen und die Menschen der verschiedenen Regionen noch näher zusammenzubringen.“

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel: „Wir Düsseldorferinnen und Düsseldorfer sind stolz darauf, seit fast 70 Jahren Landeshauptstadt zu sein und freuen uns darauf, im August nächsten Jahres gemeinsam mit dem Land Gastgeber für ein abwechslungsreiches und buntes Geburtstagsfest für alle Bürgerinnen und Bürger zu sein.“

Der NRW-Tag findet 2016 zum 8. Mal statt. Der 1. NRW-Tag war im Jahre 2006 – ebenfalls in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Frühere Veranstalter waren Paderborn (2007), Wuppertal (2008), Hamm (2009), Siegen (2010), Bonn (2011), Detmold gemeinsam mit dem Kreis Lippe (2012) und Bielefeld (2014). Voraussetzung für die Ausrichtung der Veranstaltung ist die Bewerbung der gastgebenden Stadt mit anschließendem Zuschlag durch das Land NRW.

Am 26. Januar 2015 gab Ministerpräsidentin Hannelore Kraft anlässlich des Besuches von Oberbürgermeister Thomas Geisel in der Staatskanzlei bekannt, dass der NRW-Tag 2016 in der Landeshauptstadt Düsseldorf stattfinden wird.

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Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Oberbürgermeister Thomas Geisel werden das dreitägige Bürgerfest am 26. August 2016 eröffnen. Foto: Stadt Düsseldorf/Land NRW

Beschäftigung von Flüchtlingen – Worauf Arbeitgeber achten müssen

Wer Flüchtlinge als Fachkräfte oder Auszubildende beschäftigen will, sollte folgende Vorschriften rund um Aufenthaltstitel, Arbeitserlaubnis und Vorrangprüfungen kennen. Im Leitfaden „Potentiale nutzen –geflüchtete Menschen beschäftigen“ der Agentur für Arbeit sind die geltenden Regelungen leicht verständlich dargestellt. Bei weiteren Fragen wenden Unternehmer sich bitte direkt an den Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit: 0800 4 5555 20 (Der Anruf ist für Sie gebührenfrei.).

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Paradigmenwechsel im Düsseldorfer Rathaus: OB Geisel will keine KiTa-Beitragsfreiheit mehr

Oberbürgermeister Geisel will ein Markenzeichen der Stadt aufgeben. Die KiTa-Beitragsfreiheit. Bisher zahlen Eltern für Kinder über drei Jahren keine Kindergartengebühren. Das soll sich ändern. Familien mit einem Jahreseinkommen von 50.000 Euro sollen zahlen. Dafür sollen Geringverdiener entlastet werden. Für sie wäre die KiTa auch für unter-Dreijährige beitragsfrei. Geisel verspricht sich durch die Neustrukturierung der Beiträge Einnahmen in Höhe von 20 Millionen Euro pro Jahr. Ob die Politik da allerdings ihr OK gibt, ist fraglich. Die Unternehmerschaft Düsseldorf sieht diese Entwicklung eher skeptisch. Die Stadt braucht eine positive Familienwanderung. Um diese sicherzustellen muss die Stadt optimale Bedingungen für Familien bieten, dazu zählen gute Schulen und Kitas und sicherlich war auch die Beitragsfreiheit ein Grund für die Zuwanderung. (Quelle: Antenne Düsseldorf + Unternehmerschaft)

Positives IFA-Fazit für ElectronicPartner

Während der Messe haben rund 2.000 Fachhändler den Stand der Verbundgruppe ElectronicPartner auf der IFA besucht. Dazu zählten auch zahlreiche Händler der Internationalen Wirtschaftlichen Interessenvereinigung E-Square, die aus ganz Europa und dem jüngsten Mitgliedsland Kasachstan nach Berlin reisten. Damit ist das Konzept, die eigene Herbstmesse in die IFA zu integrieren, für ElectronicPartner Vorstand Friedrich Sobol voll aufgegangen: „Wir haben in diesem Jahr einen neuen Ansatz gewählt und zusätzlich zu Informationsangeboten eine breite Produktpalette vorgestellt. Damit konnten wir für unsere Mitglieder den Anreiz, nach Berlin zu reisen, deutlich erhöhen.“

Dazu hatte die Verbundgruppe ihre Ausstellungsfläche mit über 2.000 Quadratmetern im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht. Der Stand im Palais präsentierte im Untergeschoss Informationen zur Qualitätsoffensive der Marke EP:, zum E-Commerce und zur Warenwirtschaft. Außerdem bot eine großzügige Gastronomie- und Relaxzone eine Rückzugsmöglichkeit im hektischen Messealltag. Das Obergeschoss fokussierte die Warenpräsentation und die Messeangebote der Verbundgruppe. Abgerundet wurde das Programm durch Impuls-Workshops verschiedener Hersteller und eine Standparty für alle Mitglieder am Samstagabend.

„Wir sind ausgesprochen zufrieden mit dem Feedback unserer Mitglieder. Nach verschiedenen Konzepten in der Vergangenheit haben wir nun eine optimale Möglichkeit gefunden, den IFA-Besuch mit unseren Themen zum Jahresendgeschäft zu kombinieren“, zieht Friedrich Sobol sein Fazit. „Die Qualitätsoffensive bei der Marke EP: konnten wir mit der IFA ebenfalls weiter verankern – diesen Weg bauen wir nun mit acht Roadshows bei den Händlern vor Ort aus.“

Ausbildungsbotschafter

Das Düsseldorfer Kompetenzzentrum, ein Projekt der Stiftung Pro Ausbildung und weiterer Partner der Wirtschaft, der Stadt und der Arbeitsverwaltung, starteten heute erstmalig das Projekt der „Ausbildungsbotschafter“. 30 Azubis der 2. und 3. Lehrjahres erhalten ein individuelles Coachung, um nachher in beteiligten Schulen ihre Ausbildungsberufe authentisch präsentieren zu können.

www.ausbildungsbotschafter-duesseldorf.de

botschafter

Gesunde Mitarbeiter

Die AOK Rheinland/Hamburg, das Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung und die Unternehmerschaft Düsseldorf luden zum „Düsseldorfer Unternehmer-Frühstück 2016“ ein. Hauptreferent war Dr. Hans-Peter Unger, Chefarzt am Zentrum für Seelische Gesundheit in Hamburg-Harburg. In seinem interessanten und kurzweiligen Vortrag thematisierte er den Bereich der „positiven und negativen Gefühle“ und wie der Prozess in eine Krankheit im Bereich Burn-Out aussieht. Dabei machte Unger erneut deutlich, dass Burn-Out keine Krankheit ist – das aus dem Burn-Out aber Krankheiten entstehen könnten. In der anschließenden engagierten Diskussion ging es namentlich um Lösungswege für Unternehmen, ein Gesundheitsmanagement im Betrieb zu implementieren. Die Teilnehmerzahl war auf 40 Persoenn maximiert.

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Herausforderung für die Betriebe: Mehr als jeder fünfte Auszubildende zeigt riskantes Gesundheitsverhalten

Auszubildende weisen zum Teil erhebliche Defizite bei Gesundheitszustand und Gesundheitsverhalten auf. Dies zeigt die erste repräsentative Befragung zur Gesundheit von Auszubildenden im Fehlzeiten-Report 2015 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Ein Drittel der Auszubildenden berichtet über häufig auftretende körperliche und psychische Beschwerden. Gesundheitsgefährdendes Verhalten wie wenig Bewegung, schlechte Ernährung, wenig Schlaf, Suchtmittelkonsum oder übermäßige Nutzung der digitalen Medien ist bei jedem fünften Auszubildenden zu beobachten. Bei beinahe jedem zehnten Befragten treten gesundheitliche Beschwerden und gesundheitsgefährdendes Verhalten gleichzeitig auf. „Es braucht gesundheitsförderliche Maßnahmen, die auf die speziellen Bedürfnisse der Auszubildenden abgestimmt sind“, sagt Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO und Mitherausgeber. „Betriebliche Gesundheitsförderung für diese Zielgruppe stellt auch einen Wettbewerbsfaktor für die Unternehmen dar. Mittelfristig werden in vielen Branchen und Regionen gesunde Auszubildende händeringend gebraucht.“ Der Fehlzeiten-Report macht deutlich, wie wichtig zielgruppenspezifische Präventionsangebote sind, die auf die jeweiligen Bedürfnisse eingehen.

Zahlreiche körperliche und psychische Gesundheitsbeschwerden

Wie bei jüngeren Beschäftigten zu erwarten ist, schätzen vier von fünf Auszubildenden (83,6 Prozent) ihren allgemeinen Gesundheitszustand selbst als gut oder sehr gut ein. Zugleich berichten mehr als die Hälfte der Auszubildenden (56,5 Prozent) über häufige körperliche Beschwerden und 46,1 Prozent auch über psychische Beschwerden. So klagt jeder vierte Auszubildende über häufige Kopfschmerzen (25,7 Prozent), mehr als jeder fünfte leidet häufig an Rückenschmerzen (21,1 Prozent) und Verspannungen (22,1 Prozent). Bei häufig auftretenden psychischen Beschwerden wurden vor allem Müdigkeit/Mattig-keit/Erschöpfung (36,0 Prozent), Lustlosigkeit/Ausgebranntsein (15,1 Prozent), Reizbarkeit (10,7 Prozent) und Schlafstörungen (10,0 Prozent) genannt.

Problematisches Gesundheitsverhalten

Da das Gesundheitsverhalten einen maßgeblichen Einfluss auf den aktuellen und auch zukünftigen Gesundheitszustand hat, ist es wichtig zu wissen, ob sich Auszubildende ausreichend bewegen, gesund ernähren oder ausreichend schlafen. Wie bei jüngeren Menschen zu erwarten, zeigen sich hier teilweise Defizite in den Bereichen Bewegung, Ernährung und Schlaf sowie im Umgang mit Suchtmitteln und digitalen Medien.

Ein Viertel der Auszubildenden ist kaum sportlich aktiv (26,1 Prozent). 27 Prozent der Befragten nehmen kein regelmäßiges Frühstück zu sich, und 15,8 Prozent verzichten auf ein tägliches Mittagessen. Zu den gesundheitsproblematischen Essgewohnheiten zählt darüber hinaus ein hoher Konsum an Fast-Food und zuckerhaltigen Lebensmitteln: Mehrfach pro Woche konsumieren 17,0 Prozent Fast-Food und 57,4 Prozent Süßigkeiten. Weibliche Auszubildende essen häufiger Süßigkeiten, während Männer zu einem höheren Anteil Fast-Food-Produkte zu sich nehmen.

Problematisch erscheint, dass mehr als ein Drittel der männlichen Auszubildenden und jede vierte weibliche Auszubildende werktags mit weniger als sieben Stunden Schlaf pro Nacht die Arbeit antreten – obwohl sie in ihrer Lebensphase eigentlich mehr Schlaf benötigen. Dies empfindet ein Teil der Auszubildenden selbst als zu wenig: Mehr als 12 Prozent fühlen sich wochentags in Arbeit und Schule „fast nie“ oder „niemals“ ausgeruht und leistungsfähig. Darüber hinaus raucht mehr als jeder dritte Auszubildende und fast jeder Fünfte zeigt einen riskanten Alkoholkonsum.

Nahezu jeder zehnte Auszubildende pflegt einen risikobehafteten Gesundheitsstil

Werden Auszubildende hinsichtlich ihrer gesundheitsbezogenen Lebensweise und ihrer individuellen Gesundheitsbeschwerden in entsprechenden Gesundheitsstilgruppen kategorisiert, zeigt sich: Mehr als die Hälfte der Auszubildenden (54,3 Prozent) lebt gesundheitsbewusst und hat kaum körperliche und psychische Gesundheitsbeschwerden. Sie bilden die größte Gruppe der Auszubildenden.

Dagegen erreicht das Gesundheitsverhalten bei mehr als jedem fünften Auszubildenden (21,9 Prozent) einen überdurchschnittlichen Gefährdungswert. Kriterien für diesen Typ sind beispielsweise, weniger als einmal im Monat einer sportlichen Betätigung nachzugehen oder mindestens einmal die Woche übermäßigen Alkohol zu trinken. Mehr als die Hälfte dieser Auszubildenden hat trotz dieser hohen gesundheitlichen Gefährdung nur wenige Gesundheitsbeschwerden (12,6 Prozent aller Auszubildenden). Bei den Auszubildenden mit „risikobehafteten“ Gesundheitsstil (9,3 Prozent) trifft ein ungesunder Lebensstil bereits mit körperlichen und psychischen Beschwerden zusammen.

Quelle: AOK Bundesverband