Millionenauftrag für Rheinmetall

Die Bundeswehr hat die EuroSpike GmbH, ein Joint Venture Rheinmetalls mit den Partnern Diehl Defence und Rafael, einen weiteren Auftrag zur Lieferung der modernen Panzerabwehrlenkflugkörpersysteme MELLS erteilt. Aus dem bestehenden Rahmenvertrag wurden 666 Lenkflugkörper und 82 Waffenanlagen abgerufen. Der Auftragswert liegt bei rund 88 MioEUR. Rheinmetall wird dabei Schlüsselkomponenten an Eurospike, den Hersteller der Mehrrollenfähigen Leichten Lenkflugkörpersysteme (MELLS), liefern. Für Rheinmetall verbindet sich mit dieser Beauftragung ein Auftragseingang von rund 17 MioEUR netto. Die Auslieferung erfolgt zwischen 2022 und 2024.

Das jetzt von der Bundeswehr beauftragte vierte Los der MELLS Flugkörper ist für den Einsatz bei Infanterie und Panzergrenadiertruppe vorgesehen. Rheinmetall wird 82 Waffenanlagen („Integrated Command and Launch Unit“) einschließlich Transport- und Lagerbehältern sowie 666 Sätze mit Komponenten für den von Rafael hergestellten Lenkflugkörper Spike LR (Long Range) ausliefern. Die jetzt bestellten Waffenanlagen des neuesten Typs können bereits den verbesserten Spike-Lenkflugkörper LR 2 verschießen.

Der im Oktober 2019 geschlossene Rahmenvertrag enthielt eine Option zur Herstellung und Lieferung von rund 100 Waffenanlagen und einer fünfstelligen Zahl von MELLS Lenkflugkörpern im Zeitraum 2024 bis 2031. Insgesamt würden sich hieraus für Rheinmetall Auftragseingänge in einem dreistelligen MioEUR-Bereich verbinden.

Das von EuroSpike – einem Joint Venture an dem Rheinmetall 40 Prozent hält – hergestellte MELLS ist ein moderner Effektor der neuesten Generation. Er lässt sich gegen gepanzerte Bodenziele auf Entfernungen von bis zu 4.000 Metern bzw. 5.500 Metern (Spike-LR 2) einsetzen.

Rheinmetall verfügt über eine ausgewiesene Expertise bei MELLS. So integrierte das Unternehmen den modernen Lenkflugkörper bereits in den Schützenpanzer Marder und derzeit in den Schützenpanzer Puma. Zudem erfolgt durch ein anderes Unternehmen die Integration in den Luftlandewaffenträger Wiesel.

Auf längere Sicht hätte auch die weitergehende Vernetzung der Waffenanlagen und der Lenkflugkörper mit dem ebenfalls von Rheinmetall gelieferten Soldatensystem „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System“ über das Führungs- und Informationssystem TacNet Zukunftspotential. Hierdurch kann die Sensor-to-Shooter-Kette weiter optimiert werden.

Seestern am Wochenende gesperrt

Die Straßen im Linksrheinischen sollen ab Herbst deutlich entlastet werden. Der Durchgangsverkehr kann dann über einen neuen Anschluss direkt vom Heerdter Lohweg aus auf die B7 fahren. So kommen die Fahrer schneller auf die Autobahn und sorgen für weniger Staus in Oberkassel und Heerdt. Am Wochenende gab es deshalb auch erhebliche Verkehrsprobleme, da die B7 in beide Richtungen bis Montag Morgen komplett gesperrt war. Unter anderem wurde die Straße gefräst und neu asphaltiert. Außerdem wurden Stahlbetonplatten an der neuen Brücke dort verlegt. Quelle: Antenne Düsseldorf

Infektionsherd Arbeitsplatz?

In der Debatte um Lockerungen wird oft auf die Infektionsgefahren auf der Arbeit hingewiesen. Zwar liegt die Inzidenzrate der Erwerbstätigen tatsächlich leicht über dem Bevölkerungsdurchschnitt. Die Zahl der Krankmeldungen ist jedoch im Jahr 2020 stabil geblieben, sagt das Institut der Deutschen Wirtschaft in einer Stellungnahme, die unserer Redaktion vorliegt.

Obwohl die Corona-Pandemie das vergangene Jahr fest im Griff hatte, sind die monatlichen Krankmeldungen 2020 in etwa auf dem Niveau der Vorjahre geblieben. Zwar gab es im März einen deutlichen Anstieg, innerhalb von zwei Monaten sanken die Zahlen aber wieder.

Sogar in den Herbst- und Wintermonaten 2020 war der Krankenstand der bei den Betriebskrankenkassen Versicherten nicht höher als 2019.

Der sprunghafte Anstieg im März, als sich im Durchschnitt 6,7 Prozent der Beschäftigten pro Tag krankgemeldet haben, lässt sich vor allem damit erklären, dass sich Arbeitnehmer beim Verdacht auf eine Atemwegserkrankung telefonisch krankschreiben lassen konnten. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch kaum Testmöglichkeiten, sodass die Krankschreibung den bestmöglichen Infektionsschutz bot.

Die tieferen Werte ab Mai lassen wiederum vermuten, dass Lockdown sowie Abstands- und Hygieneregeln das Infektionsgeschehen positiv beeinflusst haben. Damit kann zumindest die Frage gestellt werden, ob neben der Inzidenzrate nicht auch andere Aspekte in die Entscheidungsfindung für Lockerungen einfließen sollten.

Zwar liegt die Inzidenzrate bei den Erwerbstätigen zwischen 15 und 60 Jahren derzeit leicht über dem Bevölkerungsdurchschnitt. Allerdings zeigen diese Zahlen nicht, ob sich die Betroffenen auf der Arbeit, dem Arbeitsweg oder im privaten Umfeld infiziert haben.

Die niedrigen Krankmeldungen ab Mai 2020 könnten schließlich auch das Ergebnis der Vorkehrungen der Arbeitgeber sein, die zur Eindämmung des Infektionsgeschehens beigetragen haben.

Anderenfalls müsste sich ein erhöhtes Infektionsrisiko der Arbeitnehmer auch im Krankenstand niederschlagen.

Natürlich können auch die Homeoffice-Regeln den niedrigen Krankenstand erklären. Doch nur ein Teil der Belegschaften kann davon profitieren. In der Industrie dürften viele Tätigkeiten Präsenz erfordern. Dort zeigen sich aber keine atypischen Entwicklungen. Nur das Baugewerbe weist einen leicht erhöhten Krankenstand aus. Wenig überraschend ist dagegen, dass im Gesundheits- und Sozialwesen relativ viele Beschäftigte krankgemeldet sind, da sie oft im Brennpunkt des Geschehens stehen.

Ein stärkerer Fokus auf den Schutz der Hochbetagten und die Beschleunigung der Impfungen sollten weitere Lockerungen ermöglichen. Denn vor allem Handel, Verkehr und Gastgewerbe sind wirtschaftlich stark angeschlagen. Auch die Industrie und Unternehmensdienste hinken dem Vorkrisenniveau noch immer deutlich hinterher.

Vorbild: Der erste vollelektrische Krankentransportwagen (eKTW) auf Basis des eSprinter – die ersten Bilder heute bei uns

Die Sonderfahrzeugbranche Rettung, Feuerwehr und Polizei ist für Mercedes-Benz seit Jahrzehnten von großer Bedeutung. Bereits im Jahr 1995 wurde der Sprinter erstmals als Rettungswagen eingesetzt und weist heute als Einsatzfahrzeug mit unterschiedlichen Ausbauvarianten einen großen Marktanteil im Gesundheitswesen auf. In Zeiten einer Pandemie ist der Bedarf an zuverlässigen Krankentransport- und Rettungsfahrzeugen besonders groß. Mercedes-Benz Vans und sein Partner Ambulanz Mobile GmbH & Co. KG aus Schönebeck in Sachsen-Anhalt entwickelten zu diesem Zeitpunkt auf Basis des eSprinter ein vollelektrisches Fahrzeug im Dienste der Gesundheit. Der eSprinter wird in Düsseldorf produziert.

Mit einer Reichweite von 120 [1] Kilometern und einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 120 km/h ist der elektrische Krankentransportwagen (eKTW) nicht nur in der Stadt sondern auch im urbanen Umfeld lokal emissionsfrei unterwegs. Trotz der notwendigen Einbauten im Patientenraum überschreitet der eKTW das Gesamtgewicht von 3,5t nicht. So wird es Fahrern auch mit einem Pkw-Führerschein ermöglicht, den Krankentransport durchzuführen. Dafür wurde auf den Einbau besonders gewichtsparender und dennoch hochwertiger Materialien geachtet. Die Energieversorgung des Aufbaus ist von derjenigen des Basisfahrzeugs durch den Einbau zweier Steuergeräte getrennt und funktioniert autark. Damit ist die Funktion der medizinischen Geräte unabhängig von der Fahrzeugbatterie.

„Wie unsere konventionell angetriebenen Fahrzeuge bieten auch die eVans von Mercedes-Benz eine gute Basis für branchenspezifische Lösungen. Ich freue mich, dass wir zusammen mit unserem Partner Ambulanz-Mobile erstmals einen batterieelektrisch angetriebenen Krankentransporter anbieten können, der den sicheren Transport von Personen jetzt auch lokal emissionsfrei durchführt und somit zur ökologischen Entlastung von Ballungsräumen beitragen kann“, betont Sven Dannenmann, Leiter des Branchen- und Aufbauhersteller-Zentrums Mercedes-Benz Vans.

Hans-Jürgen Schwarz, Geschäftsführer Ambulanz Mobile GmbH & Co. KG: „Wir sind sehr stolz, dass Mercedes-Benz Vans mit uns dieses Projekt gestartet hat. Es ist eine Herausforderung einen ersten vollelektrischen Krankenwagen zu bauen und unser spezieller Anteil ist die Versorgung und die Versorgungseinrichtung hinten autark vom Basisfahrzeug zu gestalten.“

Mitte März wurde der eKTW in Bindow bei Königs Wusterhausen erstmals in Kundenhand übergeben. In der evangelischen Hilfsorganisation Johanniter-Unfall-Hilfe „Regionalverband Südbrandenburg“ wird er seitdem im Testbetrieb eingesetzt. Dabei wird die Hilfsorganisation eng von der Ambulanz Mobile GmbH begleitet, um Erkenntnisse aus dem Alltagsbetrieb in die Weiterentwicklung des Fahrzeugs umzusetzen, das für den europaweiten Vertrieb vorgesehen ist.

Ambulanz Mobile GmbH – langjähriger „Mercedes-Benz VanPartner“

Mercedes-Benz Vans arbeitet seit langem eng mit Ambulanz Mobile GmbH im Bereich der Krankentransport- und Rettungsfahrzeuge zusammen. Innovative Projekte, wie der sogenannte „Wünschewagen“ des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) waren Ergebnisse dieser Kooperation. Das Projekt ermöglicht unheilbar kranken Menschen die Erfüllung eines letzten Wunsches, wie zum Beispiel den Besuch am Meer oder bei Verwandten. Das Fahrzeug basiert auf einem herkömmlichen Krankentransportwagen, enthält eine notfallmedizinische Grundausstattung und hat ausreichend Platz für individuelle Anpassungen, um die Fahrt für den Patienten so angenehm und sicher wie möglich zu gestalten.

Im Wechselbad der Pandemie

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen die deutsche Wirtschaft hart. Doch anders als im ersten Lockdown im Frühjahr 2020, zeichnet sich derzeit eine zunehmende Spaltung ab: So herrscht in großen Teilen des Dienstleistungssektors seit mehr als einem Vierteljahr nahezu Stillstand – und eine konkrete Öffnungsperspektive und Verbesserung der wirtschaftlichen Lage sind nicht in Sicht, sagt das Institut der Deutschen Wirtschaft.

Gleichzeitig sorgt die relativ gute Lage auf vielen Weltmärkten aber dafür, dass sich die deutsche Industrie weiter erholt. Nachdem das Verarbeitende Gewerbe mit einem Rückgang von 23 Prozent im zweiten Quartal 2020 am stärksten innerhalb des Branchengefüges getroffen wurde, konnte die Produktionslücke im Schlussquartal auf knapp 6 Prozent vermindert werden.

Im Vergleich mit früheren Industriekrisen ist das Erholungstempo beim Welthandel insgesamt beeindruckend: Nach nur einem halben Jahr erreichten die globalen Einfuhren nach ihrem Einbruch von 13 Prozent im Frühjahr 2020 wieder das Niveau vom Jahresanfang. Zum Vergleich: Der nur 5 Prozentpunkte stärkere Rückgang beim Weltimport nach der Finanzmarktkrise 2008/2009 konnte erst nach 20 Monaten ausgeglichen werden.

USA. Auch dank des historisch größten Konjunkturpakets zeichnet sich eine rasche Erholung der US-Wirtschaft ab. Vor dem witterungsbedingten Rückgang im Februar 2021 verbuchten die Einzelhandelsumsätze im Januar mit 7,6 Prozent den dritthöchsten Anstieg seit Beginn der 1990er Jahre. Zudem haben die USA eine der höchsten Impfraten weltweit, was für wachsende Zuversicht unter Verbrauchern und Unternehmen sorgt. Somit ist davon auszugehen, dass die USA das Vorkrisenniveau ihrer Wirtschaftsleistung schon zu Beginn des zweiten Quartals 2021 erreichen und Anfang des Jahres 2022 den Vorkrisenwachstumspfad fortsetzen wird.

China. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hat das Vorkrisenniveau bereits im zweiten Quartal 2020 erreicht. Dank niedriger Infektionszahlen und einer flächendeckenden Teststrategie dürfte sich dieser Trend fortsetzen, sodass Chinas BIP 2021 um 9 Prozent zulegen wird. Nach dieser hohen Schlagzahl und auch wegen einiger ungelöster Handelskonflikte wird die Wirtschaftsleistung 2022 um etwa 5 Prozent zulegen.

EU. Ganz anders ist die Lage in Europa. In zahlreichen EU-Ländern läuft eine dritte Infektionswelle, so dass keine vollständige Öffnung des wirtschaftlichen Lebens möglich ist. Es ist also nicht damit zu rechnen, dass es vor Ende des zweiten Quartals zu einer deutlichen Erholung kommt. Für das gesamte Jahr 2021 ist deshalb nur von einem Anstieg der wirtschaftlichen Leistung in Höhe von 3,75 Prozent auszugehen – nach dem Einbruch von 6,8 Prozent im vergangenen Jahr. Im Jahr 2022 wird das Wirtschaftswachstum bei etwa 4 Prozent liegen.

Der Konsum wird 2021 stagnieren
Zwar bleibt die weitere Entwicklung der Pandemie – gerade mit Blick auf die langsame Impfkampagne in Deutschland – ungewiss. Dennoch spricht der anziehende Welthandel dafür, dass auch die deutsche Wirtschaft bald auf den Wachstumspfad zurückkehren wird

Konsum. Nach dem Rückgang von gut 6 Prozent im vergangenen Jahr wird der Konsum 2021 stagnieren. Das liegt am erneuten Nachfragerückgang im ersten Quartal 2021 und der verzögerten Erholung im zweiten Quartal infolge anhaltender Schließungen. Auch der erwartete kräftige Nachholbedarf im zweiten Halbjahr 2021 wird nicht ausreichen, die Jahresbilanz ins Plus zu bringen.

Investitionen. Der starke Abschwung hat vor allem die Investitionen in neue Maschinen und Produktionsanlagen getroffen – hier steht 2020 ein Minus von 12 Prozent in den Büchern. Mit der für das zweite Halbjahr 2021 erwarteten Erholung werden die Investitionen zwar kräftig anziehen. Der durchschnittliche Zuwachs von 6 ½ Prozent wird allerdings nicht ausreichen, um die Lücke aus dem Vorjahr zu füllen. Dies wird erst im Jahr 2022 gelingen, für das ein Zuwachs von mehr als 10 Prozent in Aussicht steht.

Außenhandel. Die Weltwirtschaft hat wieder an Fahrt aufgenommen, was die deutschen Exporte beflügelt. Deshalb ist im Jahr 2021 wieder ein Wachstum der realen Ausfuhren von 9 ½ Prozent drin. Die Importe werden wegen der schwachen Konsum- und Reisenachfrage 2021 mit knapp 7 Prozent weniger stark zulegen zu als die Exporte.

Arbeitsmarkt. Die Corona-Krise trifft den deutschen Arbeitsmarkt weitaus heftiger als die Finanz- und Wirtschaftskrise 2009. Der steigende Anteil Langzeitarbeitsloser wird im laufenden Jahr den schnellen Abbau der Arbeitslosigkeit erschweren. So wird die Zahl der Arbeitslosen auf knapp 2,8 Millionen im Jahresdurchschnitt 2021 ansteigen und erst 2022 auf knapp 2,6 Millionen sinken – und damit das Vorkrisenniveau nicht erreichen können.

Quelle: Institut der Deutschen Wirtschaft

Tarifverhandlungen in der NRW-Metall- und Elektroindustrie ergebnislos vertagt

Die Tarifparteien der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie haben sich nach der 6. Verhandlungsrunde für die rund 700.000 Beschäftigten dieses Industriezweigs ergebnislos vertagt. „Nach zwölfstündigen Verhandlungen haben wir uns entschlossen, zur Beratung in unseren Gremien eine Denkpause einzulegen“, erklärte der Präsident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Arndt G. Kirchhoff, am frühen Freitagmorgen in Düsseldorf. Zuvor hatten die NRW-Metallarbeitgeber der IG Metall eine Zahlung in Höhe von 350 Euro im Jahr 2021 angeboten. Unabhängig davon forderten die Arbeitgeber die Einführung eines automatisch wirkenden tariflichen Entlastungsmechanismus für von der Krise besonders betroffene Betriebe. „Es bleibt dabei: Die immer noch sehr angespannte wirtschaftliche Lage lässt keinen Raum für eine allgemeine Entgelterhöhung“, sagte Kirchhoff. Deshalb solle es im Jahr 2021 bei einer Unterstützungszahlung bleiben, die dazu geeignet sei, „die Belastungen abzumildern, die bei allen Beschäftigten des Industriezweigs durch die Pandemie auftreten“.

Präsident Kirchhoff: „Das ist ein substanzielles Angebot in einer außergewöhnlichen Wirtschaftslage“

Der Lösungsvorschlag der Arbeitgeber sei die Antwort auf die Tarifforderung der IG Metall für das Jahr 2021. Ausdrücklich forderte Kirchhoff auch die Einbeziehung des Jahres 2022 in die tarifliche Regelung. „Wenn sich die IG Metall bereiterklärt, dass Jahr 2022 in der Tarifrunde zu regeln, werden wir ihr eine bezifferte Tabellenerhöhung für das kommende Jahr anbieten“, so Kirchhoff. Diese Zusage habe die IG Metall jedoch bisher nicht gegeben. Die Arbeitgeber bekräftigten überdies weiterhin ihre Bereitschaft, optionale tarifliche Regelungen zur Beschäftigungssicherung und zur Begleitung von betrieblichen Transformationsprozessen zu vereinbaren. „Hier haben wir uns in einigen Punkten durchaus angenähert“, betonte Kirchhoff. Er verwies darauf, dass die Tarifverhandlungen nach wie vor in einer absoluten Ausnahmesituation geführt würden. Die Pandemie habe Land und Wirtschaft nach wie vor fest im Griff. „Deshalb ist dies ein substanzielles Angebot in einer außerordentlich angespannten Wirtschaftslage“, sagte Kirchhoff. Die Kalkulationssicherheit für die international vernetzten Unternehmen sei angesichts sich permanent verändernder politischer Entscheidungen durch neue Infektionsentwicklungen im In- und Ausland außergewöhnlich fragil. Das alles erhöhe auch den Druck auf die Arbeitsplätze. „Auch deshalb brauchen die Unternehmen jetzt zügig Klarheit für ihre Planungen“, sagte Kirchhoff. Der NRW-Metallarbeitgeberpräsident forderte die Gewerkschaft auf, von weiteren Warnstreiks abzusehen und schnellstmöglich in einen Lösungskorridor einzumünden. Es sei jetzt nicht die Zeit für ausufernde Tarifkonflikte, sondern vielmehr der Moment für ein starkes Zeicheneiner funktionierenden Tarifpartnerschaft. „Ich bin grundsätzlich zuversichtlich, dass uns dies noch vor Ostern gelingen kann“, erklärte Kirchhoff.

Zum Nachlesen: Die Freitags-News in unserem Wirtschafts-Podcast

+ In unserer Stadt könnte es ein großes „Taxi-Sterben“ geben. Grund ist die Corona-Krise. Das Geschäft sei eingebrochen, hat Antenne Düsseldorf von Taxiunternehmen erfahren. Auch bundesweit sieht der Trend nicht anders aus. Viele Unternehmen hätten bereits ihre Konzession zurückgegeben, heißt es vom Bundesverband Taxi und Mietwagen. Da wir kaum noch unterwegs sind, werden Taxen nicht gebraucht. Das Taxi-Geschäft in Düsseldorf sei um bis 90 Prozent eingebrochen. Ende dieses Jahres werde ein Drittel der Autos nicht mehr auf der Straße sein, sagt der Textverband.

+ Die Düsseldorfer Rheinmetall AG hat das Geschäftsjahr 2020 mit dem drittbesten operativen Ergebnis der jüngeren Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Trotz der krisenhaften Belastungen des Geschäfts mit Automobilprodukten ist es dem Konzern gelungen, in der Automotive-Sparte die Verluste aus dem ersten Halbjahr 2020 auszugleichen und im Gesamtjahr 2020 ein positives operatives Ergebnis zu erwirtschaften.

+ Es gibt wieder einmal neue Shoppingregeln in Düsseldorf: ein Gericht hatte es für unfair erachtet, dass etwa Buchhandlungen Kunden ohne Termin reinlassen dürfen, Modegeschäfte aber nicht. Ab sofort dürfen nur noch Kunden mit Termin einkaufen. Es gibt keine Ausnahmen mehr für Schreibwarengeschäfte, Buchhandlungen und Gartenmärkte.

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Moderne Marke Rheinbahn steht für Einfachheit und Dynamik

Anlässlich ihres 125. Jubiläums blickt die Rheinbahn nicht nur zurück auf ihre bewegte Geschichte, sondern macht sich auch frisch für die Zukunft. Viele Rheinbahnerinnen und Rheinbahner aus unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens haben in den vergangenen Monaten an der Weiterentwicklung des Markenauftritts gearbeitet. Pünktlich zu ihrem Geburtstag am 25. März präsentiert sich die Rheinbahn daher mit modernisiertem Logo, einem neuen Claim und einer überarbeiteten Markenidentität.

Die Rheinbahn steht für zuverlässige Mobilität in Düsseldorf und der Region, sie ist hier seit 125 Jahren historisch verankert, lokal bekannt und prägt das Stadtbild in und um Düsseldorf in besonderem Maße durch ihre fast 800 Fahrzeuge und 1.700 Haltestellen. Im Rahmen einer regelmäßigen Überprüfung ihrer Positionierung wird die Rheinbahn in Zukunft die „Einfachheit“ ins Zentrum ihrer Marke und ihres Angebotes rücken. Der neue Markenclaim „Einfach. Immer. Da.“ weist auf dieses strategische Ziel hin und transportiert darüber hinaus die hohe Verlässlichkeit der Rheinbahn für die Menschen in der Vergangenheit und in der Zukunft. Susanne Momberg, Vorstand Finanzen, erklärt hierzu: „Wir leben zunehmend in einer komplexen Welt, in der sich die Menschen nach Einfachheit sehnen. Diesem Wunsch möchten wir nachkommen. Unsere Vision ist es, Mobilität für die Menschen einfach zu machen. Mit unserer neu definierten Markenidentität möchten wir daher ein starkes Angebot machen: Mobilität für unsere Kunden in Düsseldorf und Umgebung wird in Zukunft einfacher. Daran arbeiten wir noch intensiver als bisher.“

Dynamisches Logo

Diese Einfachheit soll sich natürlich auch im Markenzeichen der Rheinbahn widerspiegeln – und das, ohne die Tradition und die Geschichte des Logos aus den Augen zu verlieren. Das bekannte geflügelte Rad in der Bildmarke ist jetzt stilisiert und ohne Schwünge – eben einfacher. Die Wortmarke ist kursiv gesetzt, mit einer größeren und klareren Schrift. So hat das Logo mehr Dynamik, Sichtbarkeit und Prägnanz. Susanne Momberg: „Das neue Logo werden wir Schritt für Schritt ausrollen. Alles andere wäre aus Kosten- und Nachhaltigkeitsgesichtspunkten in der aktuellen Zeit nicht vertretbar.“ Michael Richarz, Vorstand Technik und Betrieb: „Ich freue mich, dass wir ab sofort den neuen Claim in unserer Kommunikation einsetzen. Er passt zu uns und beschreibt unseren Auftrag in bester Weise. Wir wollen ihn leben und an ihm wachsen.“

Auch rückblickend passt der neue Claim: Die Rheinbahn war in 125 Jahren einfach immer da. Sei es in den schwierigen Jahren nach den Weltkriegen, nach dem Ela-Sturm oder jetzt in der Corona-Pandemie. „Wir haben immer wieder bewiesen, dass wir mit Krisen umgehen können, dass wir in höchstem Maße systemrelevant sind. Viele Bürgerinnen und Bürgern schätzen den wichtigen Beitrag, den wir für das Funktionieren unserer Stadt und unserer Region seit 1896 leisten. Aber wir möchten noch besser werden und einfachere Produkte und Services anbieten. Die Digitalisierung spielt dabei eine große Rolle. Denn ohne eine zeitgemäße digitale Infrastruktur ist die Verkehrswende nicht zu stemmen“, so Richarz.

Digitalisierung

Hier geschieht schon sehr viel im Hintergrund: Digitalisierung der Fahrzeug-Instandhaltung oder der kompletten betrieblichen Steuerungssysteme sind hier nur zwei Beispiele. Aber auch in Richtung der Kunden tut sich eine ganze Menge im Bereich der Digitalisierung: Angefangen bei verbesserten, intuitiven Automatenoberflächen über die App, die die Rheinbahn gerade komplett runderneuert, bis hin zum „nextTicket“, das über das Smartphone die Fahrten auf Basis der zurückgelegten Luftlinie erfasst und automatisiert abrechnet.

Ein weiteres gutes Beispiel für die Digitalisierung und die neue Einfachheit ist die Mobilitätsplattform, die die Rheinbahn aktuell entwickelt: Eine hochkomplexe App, aber für die Fahrgäste macht sie die Wegeketten einfach, weil sie die Mobilitätsangebote Düsseldorfs und der Region vernetzt und übersichtlich darstellt. Alternative Verkehrsangebote wie Carsharing oder E-Roller sind für die Rheinbahn eine sinnvolle Ergänzung für die Wege von Tür zu Tür. So können die Fahrgäste diese Angebote sinnvoll kombinieren, demnächst über eine App abrechnen und haben zudem auch noch eine spürbar bessere Verbindung als mit dem eigenen Auto.

China Steel China-Corporation erteilt Abnahme nach erfolgreicher Modernisierung durch SMS group

Bei China Steel Corporation, Kaohsiung, Taiwan, hat SMS group (www.sms-group.com) die Modernisierung der Vakuumpumpe erfolgreich abgeschlossen und im Februar 2021 das Final Acceptance Certificate (FAC) erhalten.

Mit der in den 1980ern von SMS neu gelieferten RH-Anlage (Ruhr­stahl-Heraeus-Verfahren) mit einer Jahrestonnage von 800.000 Tonnen werden zum Beispiel höherfeste Konstruktionsstähle, höher­feste Stähle für den Schiffsbau, Cr-Mo-legierte Stähle, Werkzeug-  und Betonstähle erzeugt.

Im Rahmen der Modernisierung zur Erhöhung von Anlagenverfüg­barkeit und Stahlqualität hat SMS eine leistungsstarke vierstufige Vakuumpumpe geliefert und das Vakuumschleusensystem modernisiert.

Mit der Modernisierung der Vakuumpumpe ist China Steel Corporation nun in der Lage, die Anlage auch bei deutlich höheren Temperaturen des Kondenskühlwassers bis 38 Grad Celsius unterbrechungsfrei nutzen zu können. Dabei wurde auch die Saugleistung der Vakuumpumpe deutlich vergrößert. Es werden kürzere Evakuierungszeiten zum Erreichen von Enddrücken unter 1 Millibar erzielt.

Chun Chang, Chung, Superintendent of BOF PLANT I, China Steel Corporation: „Wir sind mit der Leistung der neuen Vakuumpumpe der SMS group sehr zufrieden. Die Inbetriebnahme verlief reibungslos, und wir konnten die Produktion vor dem geplanten Termin starten.“

Zur Rücknahme des Ruhetags-Beschlusses vor Ostern

Von Arndt G. Kirchhoff
Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen e.V. (unternehmer nrw)

„Die Entscheidung, die Beschlüsse zur Osterruhe zurückzunehmen, ist uneingeschränkt richtig. Die Erklärung der Bundeskanzlerin verdient höchsten Respekt. Diesen Schritt sollten wir als Basis für ein neues gegenseitiges Vertrauen bei der Bekämpfung der Pandemie und der Bewältigung ihrer wirtschaftlichen und sozialen Folgen nutzen. Wir alle müssen jetzt nach vorn schauen und gemeinsam anpacken. Wir als Wirtschaft werden unseren Beitrag dazu leisten. Die strenge Umsetzung von Hygienekonzepten bleibt dabei ein absolutes Muss. Eine große Mehrheit der Betriebe arbeitet mit Hochdruck daran, die zugesagten regelmäßigen Testungen umzusetzen. Und außerdem stehen viele Unternehmen Gewehr bei Fuß, mit ihren Betriebsärzten der Impfkampagne zusätzlichen Schwung zu geben.“