Schwieriges Geschäftsjahr abgeschlossen – ElectronicPartner startet aktiv in 2020

ElectronicPartner blickt auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2019 zurück. Die angestoßenen Prozesse und das schwierige Marktumfeld haben sich auf die Ergebnisse einzelner Vertriebslinien ausgewirkt. Während die internationalen Landesgesellschaften bereinigt ein leichtes Umsatzplus verbuchen konnten, war das Gesamtgeschäft rückläufig. Die Gründe sieht Vorstand Karl Trautmann neben externen Faktoren in der eigenen Neuausrichtung: „Wir haben wichtige Entscheidungen getroffen, um unsere Fachmarktlinie MEDIMAX wieder auf die Erfolgsspur zu bringen. Dabei sind wir einen großen Schritt vorangekommen, auch wenn das mit einer Verringerung der Verkaufsfläche einherging. Die Qualitätsoffensive 2.0 hat sich derweil erneut als richtiger Weg für den EP:Fachhandel bewiesen, der sich wieder deutlich über Markt bewegt.“

Insgesamt schloss die Verbundgruppe das Geschäftsjahr mit einem Zentralumsatz von 1,516 Milliarden Euro ab. Das entspricht einem bereinigten Minus von 5,1 Prozent zum Vorjahr. Die europäischen Landesgesellschaften verbuchten ein bereinigtes Wachstum von 1,1 Prozent. Das Umsatzergebnis für Deutschland wurde wesentlich beeinflusst durch die negative Gesamtmarktentwicklung sowie die Insolvenz des Herstellers Loewe, die nicht kompensiert werden konnte.

Heterogene Entwicklung in den Warenbereichen

Das TV-Geschäft und der Bereich Multimedia haben sich 2019 innerhalb der Verbundgruppe unbefriedigend entwickelt. Physische Bild- und Tonträger verloren weiter stark an Bedeutung. Auch der Bereich Elektrogroßgeräte wies ein leicht rückläufiges Ergebnis auf. Eindeutiger Gewinner unter den Warengruppen waren die Elektrokleingeräte, deren Umsatz deutlich gestiegen ist, dicht gefolgt vom Mobilfunkgeschäft, das ebenfalls positiv verlief.

MEDIMAX Neuausrichtung planmäßig

Für MEDIMAX hat die Verbundgruppe alle Weichen Richtung Unternehmertum gestellt. Die angestrebte Umwandlung in eine reine Franchiseorganisation läuft planmäßig, erste Standorte konnten an neue und bestehende Franchisenehmer übergeben werden. Diesen Kurs setzt ElectronicPartner auch 2020 weiter fort.

Konstanter Erfolg – EP: 8,3 Prozent über Markt

Die Marke EP: hat sich im abgeschlossenen Geschäftsjahr 8,3 Prozent besser entwickelt als der Kanal Fachhandel insgesamt. Damit schreiben die Fachhändler der Verbundgruppe bereits im fünften Jahr ihre Erfolgsgeschichte fort. Bemerkenswert ist diese Entwicklung besonders vor dem Hintergrund der Loewe Insolvenz und eines fehlenden Umsatzschubs, wie er 2018 durch die Umstellung auf DVBT-2 ausgelöst wurde. „Diese Entwicklung und zahlreiche Serviceauszeichnungen sind eine eindeutige Bestätigung dafür, dass unser Konzept beste Erfolgschancen für den qualifizierten Elektrofachhandel bietet“, ist Karl Trautmann überzeugt.

comTeam Umsatz steigend, Start-up-Netzwerk growr wächst

Im Technologie-Netzwerk comTeam mit rund 800 Partnern gab es 2019 erneut eine positive Umsatzentwicklung. Dabei profitierten die Partnerunternehmen besonders von den allgemein steigenden Investitionen in das Thema Digitalisierung. Auch das Start-up Netzwerk growr wächst weiter und bringt immer mehr erfolgreiche Unternehmer mit innovativen Geschäftsideen hervor.

„Der technische Fortschritt und die Dynamik des Marktes stellen uns regelmäßig vor neue Herausforderungen. ElectronicPartner begegnet diesen stets offensiv, verantwortungsvoll und mit bewussten Entscheidungen. Daran halten wir fest und sind auch in Zukunft verlässliche Partner in einer spannenden Branche “, lautet das Fazit von Karl Trautmann.

SMS group tauscht bei ArcelorMittal Dofasco den größten Konverter in Nordamerika aus und setzt neueste Technologien ein

ArcelorMittal Dofasco (AMD), Kanada, hat SMS group Inc. (www.sms-group.com) mit der Lieferung eines K-OBM-Konverters (Oxygen Bodenblas Metallurgie) mit einer Kapazität von 320 Tonnen Abstichgewicht und dem dazugehörigem Getriebe für sein Stahlwerk in Hamilton, Ontario, Kanada, beauftragt. Der Konverter bei ArcelorMittal Dofasco ist der größte Sauerstoffblaskonverter in Nordamerika.
 
Das Ziel des Projektes ist der Austausch der bestehenden, kurz vor ihrem End-of-Life stehenden Einrichtungen gegen moderne Komponenten auf dem neuesten Stand der Technik. Dazu gehört auch die einzigartige, elektrohydraulische Drehmomentenstütze der SMS group, ein System zur aktiven Reduzierung der Kräfte, die prozessbedingt in hochdynamischen, bodenblasenden Konverter entstehen. Es verringert die dynamische Belastung der gesamten Anlage, und führt somit zu einer höheren Verfügbarkeit und längerer Lebensdauer.
 
Die patentierte Drehmomentenstütze der SMS group ist so konstruiert, dass sie sowohl mit den vorhandenen als auch den neuen Vorsatzgetrieben (Vorgelegen) arbeiten kann. Das neue System zur Reduzierung des Drehmoments wird im Mai 2020 während eines Stillstands zur Neuzustellung des alten Gefäßes auf den Vorgelegen des vorhandenen Getriebes installiert und in Betrieb genommen. Es wird dann im Rahmen der Arbeiten zum Einbau des neuen Konverters und des neuen Getriebes, der für das zweite Quartal 2021 geplant ist, in die neuen Vorgelege integriert werden.
 
Der Gesamtumfang der Lieferungen beinhaltet das Konvertergefäß, den Tragring, die Gefäßaufhängung mit dem bewährten Lamellen­system, Zapfenlager, Getriebe mit den Vorgelegen, hydraulische Drehmomentenstütze, die X-Pact®-Elektrik und -Automation für die Drehmomentenstütze sowie die Überwachung von Montage und Inbetriebnahme.
 
Das Hochleistungsgetriebe wird von SMS group in ihrer Werkstatt in Deutschland hergestellt und zeichnet sich durch äußerste Zu­verlässigkeit und eine lange Lebensdauer unter schwierigen Betriebsbedingungen aus. Das Getriebe hat ein Großrad mit optimierter Einsatzhärtungstiefe. Mit einem Durchmesser von 3.500 Millimetern gehört das Großrad zu den weltweit größten einsatzgehärteten Großrädern, die je in einem Konverterantriebs­system verbaut wurden. Durch die moderne Konstruktion ergibt sich ein ausgezeichnetes Tragbild in sämtlichen Lastfällen.
 
Die SMS group wird das Gefäß bereits verbunden (verheiratet) mit dem Tragring und den Lamellen in einem Teil liefern und so den Gesamtaufwand und die Gesamtmontagezeit während des Umbaus im Werk erheblich reduzieren.

In seiner Anlage in Hamilton produziert AMD jährlich 4,5 Millionen Nettotonnen hochwertigen Stahl für die unterschiedlichsten Branchen, darunter die Autoindustrie, den Bausektor, die Fertigungs- und Verpackungsindustrie sowie Rohrherstellung.

SMS group präsentiert Innovationen, Technologien und Services für die Rohr-und Drahtindustrie

Vom 30. März bis zum 3. April 2020 präsentiert sich SMS group (www.sms-group.com) auf den Messen „Tube“ und „wire“ in Düsseldorf auf ihrem Stand B03/04 in Halle 7a und stellt neue Anlagenkonzepte und Innovationen für die zukünftigen Anforderungen ihrer Kunden aus der Rohr-und Drahtindustrie vor. Weiterhin stehen die Technologien und Services im Mittelpunkt, mit denen SMS group die Anlagen der Kunden über den gesamten Lebenszyklus hinweg im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit optimiert. SMS group stellt als Systemlieferant auf der Branchenleitmesse in Düsseldorf Lösungen für alle Werkstoffe der Rohr-und Drahtindustrie vor. Für die Kupferindustrie zeigt SMS group beispielsweise das Anlagenkonzept compacROD® zur Herstellung von Kupferdraht. Sie kombiniert moderne Technologien mit gasbefeuertem Schachtofen, einem bedarfsgerechten Gießsystem und einem High-End-Walzwerk, das über separate Einzelantriebe verfügt. Diese modulare Anlage eignet sich besonders für den Einstieg in die Produktion von ETP-und FRHC-Kupferdraht. Der integrierte Herstellungsprozess mit einer Kapazität von 5 bis 7 Tonnen pro Stunde zeichnet sich besonders durch niedrige Prozesskosten aus.

Startschuss für die LANGE NACHT DER INDUSTRIE NRW 2020

Am Donnerstag, den 29. Oktober, startet in Düsseldorf und Nordrhein-Westfalen erneut die LANGE NACHT DER INDUSTRIE. Dieses Jahr feiert die Veranstaltung, die u.a. von der Unternehmerschaft Düsseldorf unterstützt wird, ihren 10. Geburtstag. Aber nicht nur das Jubiläum macht dieses Jahr zu etwas besonderem, sondern auch der Name ändert sich: aus der „LANGEN NACHT DER INDUSTRIE Rhein-Ruhr“ wird die „LANGE NACHT DER INDUSTRIE NRW“. Unternehmen öffnen an diesem Tag für einen Abend ihre Werkstore und ermöglichen im Rahmen rund 100-minütiger geführter Touren jeweils zwei Besuchergruppen einen Blick hinter ihre Kulissen. Dabei können sie sich z.B. als attraktive Arbeitgeber und Ausbilder präsentieren, ihre innovativen Produktionsprozesse und Produkte demonstrieren und ihren Beitrag zur industriellen Wertschöpfung und zur Nachhaltigkeit aufzeigen. Unternehmen, die sich bei der LANGEN NACHT DER INDUSTRIE NRW beteiligen möchten, können sich bis zum 15. Mai 2020 anmelden. Bis zum 3. April. 2020 wird ein Frühbucherrabatt gewährt. Zudem warten in diesem Jahr attraktive Jubiläumsrabatte. Für weitere Informationen steht das Organisationsteam (nrw@lange-nacht-der-industrie.de) bereit.

Großauftrag aus China: Rheinmetall Automotive (Pierburg GmbH) liefert Pumpen für Elektrofahrzeuge

Der Technologiekonzern Rheinmetall hat mit seiner Automotive-Sparte von einem namhaften internationalen Automobilhersteller einen Großauftrag für die Lieferung von Pumpen für Elektrofahrzeuge über eine Laufzeit von insgesamt acht Jahren erhalten. Durch sein chinesisches Gemeinschaftsunternehmen Pierburg Huayu Pump Technology Co., Ltd liefert Rheinmetall Automotive danach zwei Leistungsvarianten seiner elektrischen Wasserumwälzpumpe (WUP) in einem Gesamtauftragswert (Lifetime) von 130 MioEUR. Der Serienanlauf erfolgt noch in 2020.

Rheinmetall ist damit erneut erfolgreich im Bereich der Elektromobilität. In der Summe addieren sich die Aufträge des Automotive-Bereichs, die sich auf Komponenten von Fahrzeugen mit rein elektrischen oder Hybridantrieben beziehen, auf mittlerweile rund eine Milliarde Euro. Hergestellt werden die elektrischen Pumpen am chinesischen Produktionsstandort des Joint Ventures in Shanghai. Sie werden in verschiedenen Baureihen batterieelektrischer Fahrzeuge des weltweit operierenden Automobilunternehmens eingesetzt, die für den chinesisch-asiatischen Markt bestimmt sind.

Entwickelt wurden die Komponenten im Werk Hartha /Sachsen der zu Rheinmetall Automotive gehörenden Pierburg GmbH. Mit der elektrisch kommutierten Wasserumwälzpumpe verfügt Rheinmetall Automotive über ein Pumpenkonzept, das sowohl in herkömmlich angetriebenen als auch in Hybrid- sowie in reinen Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommen kann. Das Unternehmen produziert diese Pumpen in hohen Stückzahlen an seinen Standorten in Deutschland, Mexiko und China.

Henkel führt Programm für digitale Talente ein

Henkel stellt das neue „Digital Talent Program“ für Berufseinsteiger und junge Fachkräfte vor, die tief in die digitale Welt des Konzerns eintauchen wollen. Das 18-monatige Talent-Programm spricht digitale Vordenker an, die zu treibenden Kräften der digitalen Transformation bei Henkel werden wollen.

Henkel hat ein neues Talent-Programm entwickelt, um digitale Talente zu rekrutieren, die Unternehmergeist besitzen und digitale Veränderungen fördern wollen. „Mit diesem einzigartigen On-the-Job-Ansatz ermöglichen wir Berufseinsteigern, Treiber der digitalen Transformation von Henkel in unseren drei Geschäftsbereichen Adhesive Technologies, Beauty Care und Laundry & Home Care zu werden“, sagt Valeria Gladsztein, Global Head Recruitment, Employer Branding und Learning bei Henkel. „In dem 18-monatigen Programm erhalten die Talente die Chance, an einer einzigartigen digitalen Lernreise zu wachsen.“

Den digitalen Wandel von Henkel mitgestalten

Je nach Expertise, Berufserfahrung und Interesse können die Teilnehmer aus drei verschiedenen Themenbereichen, sogenannten „Expert Tribes“: Industrie 4.0, das digitale Geschäft/eCommerce sowie zukünftige Technologien & künstliche Intelligenz. Innerhalb des Themenbereichs durchlaufen die Kandidaten vom ersten Tag an verschiedene Verantwortlichkeiten, Projekte, Teams und Geschäftsbereiche von Henkel. Sie rotieren zwischen vier bis fünf Mal, alle drei bis sechs Monate, je nach Bereich und Job. Mit der Aufnahme in das „Digital Talent Program“ erhalten die zukünftigen digitalen Pioniere einen unbefristeten Vertrag.

Das Programm startet im Mai 2020. Bewerbungen sind nicht mehr möglich.

Cromodora Wheels nimmt Späneschmelzofen von Hertwich Engineering in Betrieb

Cromodora Wheels SPA hat in Ghedi, Italien, einen SpänerecyclingOfen von Hertwich Engineering, einem Unternehmen unseres Mitglieds, der SMS group, für die Räderfertigung installiert. Die Anlage mit einer Kapazität von 10.000 Tonnen jährlich wurde erfolgreich in Betrieb genommen. Cromodora Wheels fertigt seit 1962 gegossene Magnesiumräder für den Wettkampfeinsatz sowie Aluminiumräder. Heute werden die Räder im Niederdruck-Gießverfahren sowie mittels Flow-FormingTechnologie hergestellt. Als einer der führenden Felgenproduzenten ist Cromodora Wheels heute offizieller Zulieferer der weltweit renommiertesten Automobilhersteller wie BMW, Jaguar Land Rover, Daimler (einschließlich AMG und Smart), Porsche, Audi, Volkswagen, Skoda, Fiat, Maserati und Alfa Romeo. Mit dem in Betrieb genommenen Ecomelt-Schmelzofen von Hertwich modernisiert das Unternehmen das Recycling seiner Bearbeitungsschrotte. Infolge des hohen Automatisierungsgrades kann die komplette Anlage mit einem Durchsatz von 10.000 Tonnen pro Jahr von einer Arbeitskraft je Schicht gefahren werden und punktet auch hier bei der Wirtschaftlichkeit.

Noodle.ai und SMS digital führen KI-getriebene Applikation für die Stahlindustrie in den Markt ein

Noodle.ai, führender Anbieter von Enterprise Artificial Intelligence®, und SMS digital, die Digitalisierungsspezialisten innerhalb der SMS group, des weltweit führenden Anlagenbauers für die Metallindustrie, haben nach Bekanntgabe ihrer Kooperation im Juni 2019 ihre erste gemeinsam entwickelte Applikation, die die Bezeichnung MPV (Mechanical Properties Variability) trägt, in den Markt eingeführt.

Angesichts ständig schrumpfender Margen in der Stahlindustrie ist die Herstellung moderner, hochfester Stahlsorten für anspruchsvolle Anwendungen, wie zum Beispiel in der Automobil- oder Elektroindustrie, ein erfolgversprechender Weg, Profitabilitätssteigerungen zu erzielen. Die Herstellung dieser hochmodernen Stähle erfordert jedoch eine deutlich engere Prozessführung über den gesamten Produktionsprozess hinweg, der durch vielfältige Parameter in allen Bereichen der Prozesskette beeinflusst wird.

„Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz bei unserer Stahlproduktion können wir engere Toleranzen einhalten ̶ eine wesentliche Voraussetzung für die Lieferung unserer Produkte in Absatzmärkte mit großen Margen wie die Automobil- oder Elektroindustrie. Dies bringt uns nicht nur Einsparungen, sondern hat auch direkte positive Auswirkungen auf unsere Erträgnisstruktur“, fasst Denis Hennessy, Director of Product Development bei Big River Steel, die Erfahrungen mit der neuen MPV-Applikation zusammen.

„Über unsere Kooperation mit SMS digital wollen wir Effizienzsteigerungen erzielen, die sich zum einen in einem besseren wirtschaftlichen Ergebnis für die Stahlhersteller niederschlagen, die zum anderen aber auch dazu beitragen, die weltweit anfallenden großen Mengen an unnötigen Industrieabfällen zu reduzieren“, so Stephen Pratt, Gründer und CEO von Noodle.ai. „Die bisherigen Ergebnisse der gemeinsam mit SMS digital entwickelten Applikation sind sehr vielversprechend. Wir gehen davon aus, dass im Laufe dieses Jahres 2020 eine wachsende Zahl von Stahlherstellern von unserer MPVApplikation und unseren anderen gemeinsam entwickelten Produkten profitieren werden.“

Rheinmetall soll weitere 1.000 Militär-LKWs an die Bundeswehr liefern – Auftragswert fast 400 MioEUR

Rheinmetall ist Ende Dezember 2019 mit der Lieferung von 1.000 Logistikfahrzeugen im Wert von 382 MioEUR brutto für die Bundeswehr beauftragt worden. Dabei handelt es sich um den dritten Abruf aus einem im Juli 2017 geschlossenen Rahmenvertrag über mehr als 2.200 hochmoderne militärische LKWs, die die Bundeswehr unter dem Projektnamen „Ungeschützte Transportfahrzeuge“ beschafft. Dabei gehören 675 Fahrzeuge der Zuladungskategorie 5 Tonnen an, weitere 325 Fahrzeuge bieten 15 Tonnen Zuladung. Die LKWs werden ab Januar 2020 von der Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH (RMMV) am Standort Wien gebaut und bis Ende 2020 ausgeliefert.

Die robusten und geländegängigen Fahrzeuge besitzen eine militärische Grundkonfiguration und sollen der Bundeswehr auch für Aufgaben im Rahmen der Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) 2023 zur Verfügung stehen.

Der am 5. Juli 2017 durch das Bundesamt für Ausrüstung Informationstechnik und Nutzung (BAAINBw) erteilte und auf sieben Jahre angelegte Rahmenvertrag umfasst die Gesamtzahl von 2271 Fahrzeugen der HX-Familie. In einem ersten Schritt war ein Los von 558 LKWs unter Vertrag genommen worden. Im Mai 2019 folgte der erste Abruf von 252 Fahrzeugen, im November 2019 dann ein zweiter Abruf von 60 weiteren LKWs.

Mit dem bedeutenden Vorhaben Erneuerung der Logistikfahrzeuge übernimmt der Düsseldorfer Technologiekonzern für Mobilität und Sicherheit eine Führungsrolle bei der Modernisierung der viele tausend Fahrzeuge umfassenden LKW-Flotte der Bundeswehr. Der überwiegende Teil der wesentlichen Komponenten – Motoren, Achsen, Getriebe und Aufbauten – entstammt deutscher Fertigung, die Montage der Fahrzeuge wird im Wiener RMMV-Werk erfolgen.

Die hohe weltweite Verbreitung von RMMV-Fahrzeugen bringt gerade im Hinblick auf multinationale Einsätze große Vorteile bei Interoperabilität und Logistik. Aktuell gehören unter anderem Großbritannien, Australien, Neuseeland und Dänemark zum Nutzerkreis. Norwegen und Schweden haben ebenfalls LKW-Aufträge in nennenswerten Größen bei Rheinmetall platziert.

Dunkle Wolken am Düsseldorfer Wirtschafts-Horizont

Von Anja Kühner

Noch geht es den hiesigen Unternehmen gut, wie der 17. Düsseldorfer Konjunkturmonitor 2020 belegt. Aber die Aussichten trüben sich ein. Deshalb mahnt die Unternehmerschaft Düsseldorf eine Verbesserung der infrastrukturellen Rahmenbedingungen an.

(von links): Steffen Pörner (Geschäftsführer Bankenverband NRW), Kathrin Grüne (Geschäftsführerin Dillenberg mbH), Jutta Zülow (Vorstandsvorsitzende Zülow AG und Vorsitzende der Unternehmerschaft Düsseldorf), Michael Grütering (Hauptgeschäftsführer der Unternehmerschaft Düsseldorf), Ralf Petzold (Vorsitzender der Geschäftsführung Komatsu Germany GmbH). Foto: Unternehmerschaft (Wilfried Meyer)

Jedes dritte Düsseldorfer Unternehmen rechnet in den kommenden sechs Monaten mit schlechteren Geschäften. „Die globale Wirtschaft ist verunsichert, und das schlägt sich in den sehr exportorientierten Düsseldorfer Unternehmen direkt nieder“, berichtete Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerschaft Düsseldorfer, anlässlich der Vorstellung des 17. Düsseldorfer Konjunkturbarometers.

Die Umfrage unter knapp 600 Düsseldorfer Unternehmen belegt: Nur noch halb so viele Unternehmen wie im Vorjahr schätzen ihre aktuelle Geschäftslage derzeit als gut ein. Obwohl die aktuellen Zahlen noch nicht schlecht aussehen, zeichnen sich die Probleme also bereits deutlich ab. „Erste Personaldienstleister mussten bereits Kurzarbeit beantragen – ein Frühwarn-Indikator, der sich in den am stärksten betroffenen Unternehmen der Metall- und Elektrobranche meist drei Monate später bemerkbar macht“, schildert Grütering.

Die Arbeitsplätze bei den Düsseldorfer Unternehmen sind jedoch sicher: „Die Anzahl der offenen Stellen nimmt zwar ab, aber trotzdem steigt die Beschäftigungsquote“, erläuterte Grütering. Der Fachkräftemangel habe inzwischen alle Branchen erreicht und daher werden die Unternehmen alles daransetzen, ihre Mitarbeiter zu halten und die Gunst der Stunde nutzen, wieder verfügbare qualifizierte Mitarbeiter neu einzustellen.

Mahnende Worte in Richtung Politik fand indes Jutta Zülow, Vorstandsvorsitzende der Zülow AG und Unternehmerschafts-Vorsitzende: „In puncto Digitalisierung sind wir Unternehmen gut aufgestellt, aber die Infrastruktur lässt zu wünschen übrig – wir brauchen endlich Breitband.“ Auch die Energiewende sei nicht zu Ende gedacht: „Ich kann nicht das eine abschalten, den Ersatz aber durch neue Gesetze verhindern.“ Ohne Strom jedoch könne kein Unternehmen etwas produzieren.

Mehr Engagement für Unternehmen forderte auch Ralf Petzold, Vorsitzender der Geschäftsführung von Komatsu Germany: „Wir brauchen Mitarbeiter aus dem Umland, aber das Einpendeln wird zunehmend schwieriger.“ Nicht zuletzt durch die durch die Umweltspur verursachten Staus sei klar, dass neue Ideen zur Verkehrsinfrastruktur nötig seien. Aus London kenne er beispielsweise Wassertaxis, die große Menschenmenge befördern. Insbesondere der Reisholzer Hafen sei „eine Perle“. Hier könne Düsseldorf Innovationsgeist beweisen.

Stattdessen nehme die Industrie-Akzeptanz in der Stadt weiter ab, bestätigt Kathrin Grüne, Geschäftsführerin der Gießerei Dillenberg. Derzeit basiert immerhin ein knappes Viertel der Düsseldorfer Wirtschaftskraft auf dem produzierenden Sektor. „Wenn der Wert unter 20 Prozent rutscht, dann bekommt ein Standort erfahrungsgemäß Probleme“, fügte Unternehmerschafts-Hauptgeschäftsführer Grütering an.

Steffen Pörner, Geschäftsführer des Bankenverbands NRW, fasste die Diskussion abschließend zusammen: „Im globalen Standortwettbewerb wartet niemand darauf, dass wir in NRW und auch in Düsseldorf unsere Hausaufgaben machen.“