Podcast-Folge 106: Wie finanziere ich mein Unternehmen in der Krise?

Die Welt wird komplexer: Energiekrise, digitale und nachhaltige Transformation, gestörte Lieferketten, Produktionsunterbrechungen – wir alle kennen die Herausforderungen. Und dennoch müssen viele Dinge finanziert werden. Nicht nur unsere eigenen vier Wände, auch Löhne wollen weiter gezahlt werden, Produkte müssen bestellt und bezahlt werden, Dienstleistungen müssen oft vor-finanziert werden. Und in diese Zeit fällt dann auch noch die große Unsicherheit – bei uns, den Betrieben in Düsseldorf, aber auch bei der Stadtsparkasse und den Banken in unserer Stadt. Wie kommen wir so durch den Winter? Wir sprachen mit Andreas Maertens von Crefo Factoring, Steffen Pörner vom Bankenverband NRW und Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerschaft Düsseldorf.

Fotografieren Sie Ihr Essen? Sie vielleicht nicht, aber: das tun viele Düsseldorferinnen und Düsseldorfer, sodass daraus sogar ein Geschäftsmodell in Düsseldorf wird. Lisa Marie Fitzner hat zu diesem Thema recherchiert und sehr interessante Informationen dazu gesammelt. Und wie erfahren auch, welche wichtige Rolle die „Farbe Pink“ dabei spielt.

Abgerundet wird die 106. Folge unseres Podcasts „Düsseldorfer Wirtschaft“ vom Nachrichten-Müsli. Wenn Ihnen gefällt, was Sie hören, dann empfehlen Sie uns bitte weiter. Uns hören Sie überall dort, wo es gute Podcasts gibt. Gerne können Sie auch den Link der Sendung https://kurzelinks.de/0i29 weiterleiten.

Redaktion: Lisa Marie Fitzner, Christoph Sochart
Technik: Frank Wiedemeier
Produktion: Streambox-Studios

 

Mitten in der Krise kommt das „1. Düsseldorfer Finanzierung-Frühstück“ genau richtig

Das waren echt heiße Themen, beim „1. Düsseldorfer Finanzierungs-Frühstück“, gemacht von Crefo Factoring, dem Bankenverband NRW und der Unternehmerschaft Düsseldorf. Der Gastgeber Andreas Maertens von Crefo, Steffen Pörner vom Bankenverband und Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerschaft, freuten sich über das rege Interesse der Betriebe, der Stadtsparkasse und der Banken. Schließlich sind die Themen sehr komplex: Energiekrise, Lieferkettenproblematik, Produktionseinbrüche, wenn Material fehlt sowie digitale und nachhaltige Transformation. Und in dieser schwierigen Welt müssen Unternehmen, Ideen, Produkte finanziert werden. In einer Welt, in denen die Unsicherheit wachsen und gedeihen, was Finanzmenschen eigentlich gar nicht mögen. Am Ende des Tages waren die Impulse von Pörner und Maertens tatsächlich sehr interessant. Wichtiger war dann allerdings auch der Austausch, denn vor allem die klein- und mittelständischen Unternehmen haben kaum fachliche Ressourcen auf diesem Gebiet. So sagte uns eine Unternehmerin: „Wenn ich Geld brauche, dann gehe ich zu meiner Bank“. An Factoring denken nur wenige Unternehmerinnen und Unternehmen, obwohl das oft, nicht immer aber oft, die Lösung sein kann. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig: das „Finanzierung-Frühstück“ füllt eine Lücke. So wird es dann eine Neuauflage im Sommer 2023 geben.

 

Was wird 2023 für die Betriebe wichtig?

Welche Themen will die Unternehmerschaft 2023 behandeln? Auf Gut Gnadental in Neuss trafen sich die Mitglieder von Vorstand und Beirat der Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung e.V., um die Themen und Veranstaltungen für 2023 zu planen. Unter Leitung von Jutta Zülow, Vorsitzende der Unternehmerschaft, wurden einige interessante Ideen wurden gesammelt und man kann jetzt schon sagen: 2023 wird sehr spannend. Vielen Dank für Ihre Engagement und ihre Unterstützung.

Neuer Workshop: Auszubildende für KI fit machen

Ein neuer Workshop über Künstliche Intelligenz (KI) für Auszubildende in der Metall- und Elektroindustrie vermittelt mit moderner beruflicher Didaktik aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse.

Durch die im Workshop behandelten berufstypischen KI-Anwendungsszenarien ergeben sich vielversprechende Ansatzpunkte zur Attraktivitätssteigerung der beruflichen Ausbildung. „Berufsschülerinnen und Berufsschüler für Themen wie Künstliche Intelligenz zu begeistern, motiviert mich. Ich finde es spannend, mit ihnen zu entdecken, wo KI in ihrem privaten und auch beruflichen Alltag bereits eine Rolle spielt und wie KI im Grunde funktioniert.“, so Gerda Maria Ramm, wissenschaftliche Expertin am ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft. Der Workshop, der in Zusammenarbeit zwischen Gerda Maria Ramm und Dr. Simon Heinen vom Goldenberg-Europakolleg in Hürth entwickelt wurde, ist einzigartig: Er bietet innovative Lernszenarien, die insbesondere für die einschlägigen Metall- und Elektroberufe bislang fehlen. Interessierte können sich bei Gerda Maria Ramm (g.ramm@WIRKsam.nrw) melden.

Worum geht es bei dem Workshop?

Durch das Workshop-Modul bekommen die Auszubildenden anhand eines berufstypischen Beispiels Einblicke in die Welt rund um KI sowie damit verbundene Themenbereiche wie Industrie 4.0 und Big Data. Konkret geht es um die „Vorhersage von Verschleiß einer Schleifscheibe anhand von Fertigungs- und Qualitätsdaten“. Darüber hinaus werden in dem Modul auch weitere KI-Anwendungen aufgegriffen. Am Europakolleg wurden bereits erste Workshops erfolgreich durchgeführt. Der Workshop sei interessant, anschaulich, verständlich und unterhaltsam gewesen, so ein beispielhaftes Feedback der Auszubildenden einer Industriemechanikerklasse. Aufgrund dieses positiven Feedbacks wird es weitere Workshops mit Berufsschulklassen geben und das Modul sukzessive ausgebaut.

Warum dieser Workshop?

Industrie 4.0, Big Data und Künstliche Intelligenz (KI) sind in den Medien und in Industrieunternehmen viel diskutierte Begriffe. Sie sind kennzeichnend für die aktuelle Stufe des industriellen Zeitalters, in dem wir uns befinden: Die vierte industrielle Revolution (Industrie 4.0). Bei Industrie 4.0 geht es im Kern um die Vernetzung von Maschinen und Anlagen mit dem Ziel, dass diese Informationen austauschen und aufeinander reagieren können. Und es geht um die veränderte Mensch-Maschine Interaktion durch eine zunehmende Selbststeuerung von Maschinen und Anlagen. Hierdurch gewinnt die Digitalisierung der Produktion eine neue Qualität. Die Unternehmen benötigen dafür zunehmend und in ausreichender Zahl qualifizierte Fachkräfte, um die Innovationen mit ihren Potenzialen für ihr Unternehmen effektiv nutzen und umsetzen zu können. Qualifikationen und Kompetenzen sind daher weiterzuentwickeln! An diesem Punkt setzt das Workshop-Modul an: Auszubildende werden für KI sensibilisiert. Sie können am Beispiel der Schleifscheibe nachvollziehen, wie ein KI-Programm für die Verschleißvorhersage grundsätzlich aufgebaut ist und verstehen dadurch induktiv, exemplarisch und anschaulich, wie ein KI-System funktioniert.

Des Weiteren erhalten sie Einblicke in die perfekte Symbiose von Big Data und KI. Dabei steht Big Data als Synonym für das Vorhandensein großer, strukturierter Datenmengen in guter Qualität, auf die KI-Algorithmen selbstlernend zugreifen. Vor diesem Hintergrund ist eine Zusammenarbeit von Wissenschaft und beruflicher Bildung wie beispielhaft zwischen dem ifaa und dem Goldenberg-Europakolleg ein wichtiger Baustein, um aktuellewissenschaftliche Erkenntnisse der KI-Technologien in die berufliche Ausbildung zu integrieren und um zukünftige Veränderungen der Arbeitswelt meistern zu können.

IW Köln: Junge User sehen Machtfülle im Internet kritisch

Über 80 Prozent der JUNIOR-Teilnehmer stimmen der Aussage zu, dass Deutschland oder die EU die großen Plattformunternehmen stärker kontrollieren sollten – lediglich 2 Prozent lehnen dieses Vorhaben vehement ab.

Jugendliche sind eine wichtige Zielgruppe der großen Plattformunternehmen und sie überlassen den Konzernen viele Daten. Eine kritiklose Haltung bedeutet das allerdings nicht – eine deutliche Mehrheit der jungen User befürwortet die Pläne der Europäischen Union, die großen Plattformen stärker zu kontrollieren, berichtet unser Institut der Deutschen Wirtschaft (IW).

Chatten, posten, liken – im Schnitt sind Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren nach eigener Einschätzung 241 Minuten täglich online. Das Smartphone ist für94 Prozent der Altersgruppe unverzichtbar, die beliebtesten Apps sind WhatsApp, Instagram und YouTube.

Damit gehören die jungen Leute zu den wichtigsten Kunden der großen Plattformunternehmen wie Meta (ehemals Facebook) und Alphabet (Google). Diese sollen in der EU nun stärker kontrolliert werden, gerade auch mit Blick auf Minderjährige. Dem Digital Services Act zufolge soll beispielsweise personalisierte Werbung, die sich an Kinder und Jugendliche richtet, verboten werden. Zudem sollen die Plattformen härter gegen illegale Inhalte und Desinformation vorgehen.

Der Digital Markets Act will darüber hinaus verhindern, dass die großen Netzfirmen ihre Marktmacht ausnutzen. Beide Regelwerke dürften binnen Kurzem formal in Kraft treten und ab Frühjahr 2023 schrittweise Gültigkeit erlangen.

Bei den jungen Internetnutzern stößt dieses Vorgehen der Politik offenbar auf breite Zustimmung – zumindest die Mädchen und Jungen, die zuletzt am Schülerfirmenprogramm JUNIOR teilgenommen haben, positionieren sich eindeutig (Grafik):

Über 80 Prozent der JUNIOR-Teilnehmer stimmen der Aussage zu, dass Deutschland oder die EU die großen Plattformunternehmen stärker kontrollieren sollten – lediglich 2 Prozent lehnen dieses Vorhaben vehement ab.

Ein Grund für dieses Ergebnis dürfte sein, dass 66 Prozent der befragten 13- bis 21-Jährigen meinen, die Internetkonzerne gingen nicht verantwortungsvoll mit ihrer Macht um. Zudem finden es 83 Prozent der Jugendlichen nicht gut, dass ihre Nutzerdaten bei wenigen großen Firmen zusammenlaufen – sie befürchten Datenmissbrauch.

Ganz widerspruchsfrei ist die Haltung nicht: Bereits 2018 zeigte eine Befragung im Rahmen von JUNIOR, dass die jugendlichen User zwar mehrheitlich den Datenschutz bei Online-Diensten als wichtig erachten, aber nicht bereit sind, dafür zu zahlen. Und die Kritik an den Plattformen führt in der Regel nicht zu einer Abkehr von deren Angeboten – vermutlich auch, weil WhatsApp und Co. als alternativlos wahrgenommen werden.

Quelle: IW Köln

Neue Cafés fokussiert auf Instagram

Unsere Mitgliedsbetriebe scheint diese Nachricht zu überraschen. Möglicherweise reagieren sie auch mit Unverständnis, aber auch das ist ein Teil der Düsseldorfer Wirtschaft: Instagram-Cafés! Bereits vor einiger Zeit öffnete das Café Buur auf der Friedrichstraße. Im kommenden Jahr kommt neu die Café-Kette EL&N ins Eckhaus an der Schadowstraße – die erste Filiale der Kette in Deutschland. EL&N steht für „Eat, Live & Nourish“ („Essen, Leben & Nähren“).

Worum geht es bei diesem Geschäftsmodell? Wer in SocialMedia, namentlich auf Instagram, erfolgreich sein möchte, der postet sein Essen. Richtig gelesen: sein Essen. Deshalb bieten die neuen Kaffeehäuser und Restaurants die optimale Kulisse für Instagram-Shoots. „Alle Gerichte werden so dekorativ präsentiert, dass sie – so sagt es der Inhaber – „instagrammable“ sind, also auf Instagram besonders gut wirken“, heißt es dazu in der Rheinischen Post. Und damit das Essen beim Fotografieren nicht kalt wird, serviert es der Service in gusseisernen Pfannen. In einem Journalistengespräch wird eine Sprecherin des Café Buur so zitiert: „Es ist kein Geheimnis, dass Gäste, die sich wohlfühlen, ihr Essen gern fotografieren. Sie veröffentlichen die Bilder dann auf Instagram und dadurch werden wir bekannt.“

Vor diesen auf SocialMedia fokussierten Gastronomie-Betrieben gab es bereits „Museen“ dieser Art, beispielsweise das Supercandy Pop-Up Museum in Köln. Es mit über 100.000 Besuchern das erfolgreichste und größte seiner Art in Europa. Auf deren Webseite heißt es dazu: „Dich erwartet eine 2.000qm große Location mit 30 neuen Sets zum Fotografieren, TikToks filmen, Reels machen und Spaß haben. Außergewöhnliche Stationen zum Hineingehen, Anfassen, drauf Sitzen, Posen und Hineinklettern.“ Und in Bottrop gibt es das Eloria. Es wirbt mit der Botschaft: „Vintage Social Media Museum – Für tolle Instagrambilder. Bei uns hast du die Möglichkeit Bilder von und vor einer einzigartigen Kulisse zu schießen“.

Wir bleiben gespannt, wohin sich dieser Trend weiter entwickeln wird.

Quantum und ProAM legen nachhaltigen Impact Fonds für Büroimmobilien auf

Die Quantum Immobilien KVG legt gemeinsam mit der Provinzial Asset Management GmbH einen Impact Fonds für Büroimmobilien auf. Der Fonds soll als Artikel 9-Fonds konzipiert werden. Er wird in Bestandsgebäude investieren, die nach dem Manage-to-Green-Ansatz in einen neuen Lebenszyklus geführt werden. Darüber hinaus wird der Fonds in bereits ESG-konforme Büro-Neubauten investieren.

Quantum und ProAM legen gemeinsam einen neuen Impact Fonds auf. Er wird in ESG-konforme Büroimmobilien investieren. Ein Fondsvolumen von 750 Millionen Euro ist geplant.

Die Quantum Immobilien KVG legt gemeinsam mit der Provinzial Asset Management GmbH, sie ist der Vermögensverwalter des Düsseldorfer Provinzial Konzerns, einen Impact Fonds für Büroimmobilien auf. Der Fonds soll als Artikel 9-Fonds konzipiert werden. Er wird in Bestandsgebäude investieren, die nach dem Manage-to-Green-Ansatz in einen neuen Lebenszyklus geführt werden. Darüber hinaus wird der Fonds in bereits ESG-konforme Büro-Neubauten investieren.

Investitionsstandorte werden die deutschen Top 5-Städte Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt a. M. sowie Düsseldorf sein. Erste Immobilien sind bereits identifiziert und angebunden. Für das Seed-Portfolio werden zwei ESG-konforme Neubauten in Hamburg, die nahezu vollständig vermietet sind, geprüft. Zusätzlich wird eine unter Denkmalschutz stehenden Immobilie in Bestlage von Köln, die unter höchsten Nachhaltigkeitskriterien neu entwickelt wird, in den Fonds eingebracht. Dieses Objekt besitzt einen sehr guten strukturellen Bestand, der diese Transformation ermöglicht. Das geplante Fondsvolumen liegt bei 750 Millionen Euro.

„Der zukünftige Umgang mit strukturell guten Bestandsgebäuden setzt ein Umdenken voraus. Wir sind gemeinsam mit Quantum davon überzeugt, dass eine nachhaltige Umwandlung bestehender Gebäude möglich und in sehr vielen Fällen sinnvoll ist“, sagt Christian Schick, Geschäftsführer von ProAM.

Vor allem der Rohbau von Immobilien verursacht einen maßgeblichen CO2-Fußabdruck. Wenn wir diese zukünftig verstärkt weiterverwenden und gleichzeitig die Immobilien durch die Erneuerung von Haustechnik, Dämmung oder Fassade revitalisieren, können wir einen echten Beitrag zum Klimaschutz leisten“, sagt Frank Gerhard Schmidt, Co-Gründer und Vorstandsmitglied von Quantum.

Über Quantum

Die unabhängige Quantum Immobilien AG steht seit der Gründung im Jahr 1999 für zukunftsweisende Projektentwicklung, attraktive institutionelle Anlageprodukte und ganzheitliches Management von Immobilieninvestments. Im Fokus der Aktivitäten stehen deutsche Metropolregionen.

Im Geschäftsbereich Projektentwicklung werden sowohl eigene Projekte als auch Joint Ventures im Rahmen unternehmerischer Beteiligungen realisiert – so entstanden bisher 80 Immobilien mit einer Fläche von über 1.800.000 m². Das Transaktionsvolumen beträgt rund 5,0 Mrd. €.

Im Fondsgeschäft bietet Quantum über die eigene Kapitalverwaltungsgesellschaft maßgeschneiderte Lösungen für institutionelle Investoren an, etwa Immobilien-Spezialfonds oder alternative Investmentprodukte. Die Assets under Management belaufen sich auf ca. 10,6 Mrd. €.

ElectronicPartner: „Warum sind wir erfolgreich“?

Die Düsseldorfer Verbundgruppe ElectronicPartner lud zum Branchentreff 2022 in unsere Stadt ein. Zahlreiche Hersteller von Unterhaltungs- und Haushaltselektronik, IT-, Multimedia- und Telekommunikationsprodukten trafen im Van der Valk Airporthotel auf den Vorstand und weitere Ansprechpartner der Verbundgruppe.

Nach einem herzlichen Empfang und erstem Get-together startete der offizielle Teil mit einem Vortrag der beiden ElectronicPartner Vorstände Friedrich Sobol und Karl Trautmann. „Wir alle mussten in den vergangenen Jahren viele große, sich schnell entwickelnde Herausforderungen in kürzester Zeit meistern – und damit ist noch lange nicht Schluss. Womit aber auch noch nicht Schluss ist, ist der Wille unserer gesamten Verbundgruppe, durch innovative Konzepte, Teamwork und Vertrauen erfolgreich zu bleiben“, erklärte Friedrich Sobol.

Einer der Programm-Schwerpunkte war ein Kombi-Vortrag der beiden ElectronicPartner- Vorstände Friedrich Sobol (Foto) und Karl Trautmann. „Wir alle mussten in den vergangenen Jahren viele große, sich schnell entwickelnde Herausforderungen in kürzester Zeit meistern – und damit ist noch lange nicht Schluss. Womit aber auch noch nicht Schluss ist, ist der Wille unserer gesamten Verbundgruppe, durch innovative Konzepte, Teamwork und Vertrauen erfolgreich zu bleiben“, erklärte Friedrich Sobol.

Wie das in den vergangenen Monaten bei der Marke EP: gelungen ist, zeigte er anhand von Beispielen der „EP:Einfach persönlicher“-Kampagne sowie der optimierten Customer Journey, die Kunden über alle Touchpoints online und offline erreicht. Für MEDIMAX machte er klar: „Wir sind angetreten, um in eine Wachstumsphase einzusteigen, nicht, um zu schrumpfen“ und meinte damit die zahlreichen Projekte, die aktuell bei der Franchise-Fachmarktlinie laufen: von der „Mehr Mensch. Mehr Technik“-Kampagne und den damit verbundenen Marketingmaßnahmen, bis zum neuen Ladenbaukonzept 2.0 und dem ersten großen Gemeinschaftsprojekt von MEDIMAX und MHK – der Neueröffnung einer Musterhausküchen-Welt Ende November 2022 im MEDIMAX Dallgow.

Karl Trautmann rundete die Präsentation der drei Kernmarken durch eine Aufzählung der neuesten und erfolgreichsten Lösungen des Technologie-Netzwerks comTeam ab: unter anderem der comTeach Campus, digitaler Vertrieb, das comTeam Jobportal, Managed Services und die myDMScloud. „Durch all das und die tollen Menschen, die hinter comTeam stehen, ist das Netzwerk gerade in der aktuellen Zeit so erfolgreich.“ Auch auf internationaler Ebene konnte Karl Trautmann von positiven Entwicklungen berichten – sowohl in den Landesgesellschaften Schweiz, Niederlande und Österreich, als auch beim europäischen Händlerverbund E-Square, den ElectronicPartner vor zehn Jahren mitgegründet hat.

Zum Punkt Nachhaltigkeit erläuterte Friedrich Sobol, wie ElectronicPartner im Rahmen von „Go Green“ schon jetzt große Schritte in Richtung ressourcenschonendes Handeln macht, unter anderem durch massive Papierreduktion in der Werbung und die Unterstützung eines Moorprojektes. Hier spiele auch das Thema neue Arbeitswelt eine große Rolle, der sich ElectronicPartner sowohl in der eigenen Zentrale als auch bei den Mitgliedsbetrieben noch stärker zuwendet.

Die Verbundgruppe nutzte den Branchentreff auch, um ihren neuen Claim zu präsentieren: „ElectronicPartner – Handeln. Für Mensch und Erfolg“. Passend hierzu fand ein Preview des aktuellen Imagefilms statt, der veranschaulicht, dass sich die Botschaft des neuen Claims überall im Unternehmen widerspiegelt. Dazu beantwortet der Spot die Frage: „Warum sind wir erfolgreich?“. Karl Trautmann brachte es in seiner Rede noch einmal auf den Punkt: „Weil wir handeln und weil wir vertrauen – den Unternehmerinnen und Unternehmern unserer Kooperation, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unseren Konzeptionen und Strategien und natürlich unseren Lieferantinnen und Lieferanten“, womit er sich direkt ans Publikum wendete und zu Keynote-Speaker Leo Martin überleitete. Der ehemalige Geheimagent zeigte in einer Hologramm-Show, wie wichtig das Thema Vertrauen für ihn in seinem Beruf war und nach wie vor bei jeglicher zwischenmenschlichen Interaktion ist.

„Leo Martin hat damit einen zentralen Punkt unseres Erfolges auf eine spannende, interaktive Weise vorgestellt – und optimal in den offenen Teil der Veranstaltung, also den vertrauensvollen, persönlichen Austausch übergeleitet.“

Macht uns das mobile Arbeiten glücklicher, fragt die Düsseldorfer „Wirtschaftswoche“ – „Ein wichtiges Überbleibsel der Pandemie wird der stark gestiegene Homeofficeanteil sein“

Der Trend zum hybriden Arbeiten wird auch nach Corona anhalten. Eine noch unveröffentlichte, repräsentative Studie des Marktforschungsinstitut Ipsos im Juni 2022 unter 2.000 Erwerbstätigen ab 18 Jahren zeigt, wie sich Arbeitnehmer dabei fühlen.
Im von Corona geprägten März 2021 lag der Anteil der Befragten, die mehr als 50 Prozent ihrer Arbeitszeit im Homeoffice verbrachten, bei 29 Prozent. Im Juni 2022 waren die Corona-Auswirkungen auf den Alltag fast gänzlich verschwunden – aber immer noch arbeiteten 26 Prozent ganz oder teilweise von zu Hause aus. In absoluten Zahlen waren das laut Studie knapp zwölf Millionen Erwerbstätige. Vor der Pandemie lag die Zahl bei schätzungsweise 4,5 Millionen. „Ein wichtiges Überbleibsel der Pandemie wird der stark gestiegene Homeofficeanteil sein“, resümiert der wissenschaftliche Leiter der Studie, Raffelhüschen. Nach der Studie sind aktuell jene Arbeitnehmer am glücklichsten, die mehr als die Hälfte ihrer Arbeitszeit im Homeoffice verbringen. Auf einer Skala von null bis zehn, also von „ganz und gar nicht zufrieden“ bis „völlig zufrieden“, kommt diese Gruppe im Durchschnitt auf 7,19 Punkte. Erwerbstätige mit weniger Homeoffice-Zeit liegen mit 7,15 nur knapp darunter. Auf dem letzten Platz im Zufriedenheitsranking liegt die Gruppe ganz ohne Homeoffice (7,07 Punkte). Interessanterweise gibt es hier aber eine Verschiebung im Vergleich zu vergangenen Lockdown-Zeiten: Im März 2021 waren die Arbeitnehmer mit einer Homeofficequote unter 50 Prozent am zufriedensten. Damals erschien es vielen offenbar als Segen, mal aus dem Haus zu kommen – auch weil Schulen und Kitas immer wieder geschlossen waren und viele Eltern angesichts des Dreiklangs aus Heimarbeit, Hausarbeit und Kinderbetreuung an ihre Grenzen stießen. Nun aber laufen Schulen und Kitas wieder im Normalbetrieb. Die Folge: „Vor allem Frauen, die 2021 in Remote arbeiteten und gleichzeitig Kinder betreuen mussten, haben 2022 signifikant an Lebensglück dazugewonnen“, berichtet Ökonom Raffelhüschen. Anders ausgedrückt: Die Arbeit im Homeoffice ist wieder vereinbarer mit dem Familienleben geworden.

Düsseldorfer „Handelsblatt Research Institute“ prognostiziert atypische Rezession in Deutschland

Die deutsche Wirtschaft steht am Beginn einer Rezession, die mindestens drei Quartale andauern wird. Die erwartet das Düsseldorfer „Handelsblatt Research Institute (HRI)“ in seiner im Handelsblatt vorgestellten Konjunkturprognose für Deutschland. Wegen des gesamtwirtschaftlich noch recht guten ersten Halbjahrs wird laut Prognose die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr noch um 1,4 Prozent wachsen; für das Jahr 2023 rechnen die HRI-Ökonomen dann mit einem Rückgang um 0,4 Prozent.

Nach amtlichen Daten hatte die deutsche Volkswirtschaft im zweiten Quartal 2022 wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht – und damit später als die meisten anderen europäischen Volkswirtschaften. Da nun die Wirtschaftsleistung wieder drei Quartale sinken dürfte, erwartet das HRI, dass am Ende des ersten Quartals 2023 die gesamtwirtschaftliche Leistung nahezu auf das Niveau vom Herbst 2017 fällt. Dann würden der deutschen Volkswirtschaft mehr als fünf Jahre Trendwachstum fehlen, rund 600 Milliarden Euro, so das HRI.

Auslöser der neuerlichen Rezession ist die Energieverknappung sowie die damit einhergehende Teuerung. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar ist die Inflation in Deutschland in die Höhe geschnellt. Betrug die Inflationsrate im Januar 2022 noch 4,9 Prozent, so lag sie im August bei 7,9 Prozent. Dieser Wert sei sogar noch unterzeichnet, weil der Wegfall der EEG-Umlage, der Tankrabatt sowie das Neun-Euro-Ticket dämpfend auf die Verbraucherpreisentwicklung im Sommer wirkten.

Das HRI geht davon aus, dass der Höhepunkt der Inflation mit rund zwölf Prozent gegen Ende dieses Jahres erreicht sein dürfte. Von da an seien keine weiteren Preissprünge zu erwarteten, so dass auch die Inflation allmählich zurückgehe und im Gesamtjahr 2023 bei durchschnittlich 5,5 Prozent liege, nach 8,4 Prozent im laufenden Jahr. Binnen drei Jahren wäre dann das Preisniveau in Deutschland um rund 18 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: In der Phase davor dauerte es rund 14 Jahre, von 2006 bis 2020, bis das Preisniveau ähnlich stark anstieg.

Die Preissprünge schmälern die reale Kaufkraft der Konsumenten. Weder die kräftige Mindestlohnerhöhung im Herbst noch Tarifabschlüsse oder Lohnerhöhungen der Arbeitgeber oder die verschiedenen Hilfsprogramme der Bundesregierung dürften diese Kaufkraftverluste auch nur annähernd wettmachen. „Diese Krise macht die große Mehrheit der Einwohner ärmer“, konstatiert HRI-Präsident Bert Rürup. „Und nach Lage der Dinge kann man nur darüber spekulieren, wie lang es dauern wird, diese massiven Wohlstandseinbußen wieder aufzuholen.“